Verfasst von: Manu | Mai 12, 2019

parkrun-Liebe …

Parkrun Dresden

Auf dem Blog hier ist es still geworden, aber das bedeutet nicht, dass ich mit dem Laufen aufgehört habe. Ich habe mich nur etwas aus den Laufwettkämpfen zurückgezogen. Im letzten halben Jahr habe ich nur an zwei offiziellen Läufen teilgenommen: Im Oktober letzten Jahres in Palma de Mallorca und kürzlich im April in Dresden. Dennoch habe ich seitdem noch an weiteren Laufveranstaltungen teilgenommen. Diese sind aber alle Teil von parkrun.

Die ursprünglich englische Initiative fand Ende 2017 auch endlich nach Deutschland und seitdem finden jeden Samstag in mittlerweile 19 Standorten (u. a. Berlin, Hamburg, München, Hannover) wöchentliche parkruns statt. Der Start ist jeweils um 9 Uhr und die Teilnahme ist gratis. Es spielt auch keine Rolle, ob man Läufer, Walker oder Spaziergänger ist. Jeder kann daran teilnehmen! Und die Teilnahme kostet noch nicht einmal etwas. Im Gegenteil! Wenn Du Dich auf der parkrun-Website registrierst, dann erhältst Du nach jeder Teilnahme sogar Deine persönliche Zeit. Mit Deinem Barcode kannst Du dann auf der ganzen Welt ohne vorherige Anmeldung laufen.

Ich habe das erste Mal letztes Jahr im März an einem parkrun teilgenommen. Dafür hatte ich mir den parkrun in meiner Heimatstadt Berlin ausgewählt. In der Berliner Hasenheide lief ich das erste Mal die 5 km im Rahmen des parkruns. Ich fand das Konzept toll und nach einigen Teilnahmen meldete ich mich dann auch als Helferin. Denn der parkrun lebt davon, dass Menschen freiwillig ihre Hilfe anbieten. Ich habe mitterweile als Streckenposten, Barcodescanner und Schlussbegleitung den parkrun unterstützt. Darüber hinaus bin ich seit einigen Monaten verantwortlich für den Instagram-Account vom parkrun in der Hasenheide und für den Blog und Newsletter von parkrun Deutschland.

Um die Teilnehmer zu motivieren, winken übrigens als Ziel für die ersten 50 Teilnahmen ein T-Shirt. Als Helfer erhält man bereits nach 25 Einsätzen ein T-Shirt.

Mein Ziel für dieses Jahr sind zunächst erst einmal 30 Teilnahmen. Im April bestritt ich in Dresden meinen parkrun Nummer 21.

Insgesamt fünfmal bin ich bereits außerhalb Berlins bei einem parkrun gelaufen. In Deutschland waren das Nürnberg, Dresden und Hamburg. Im Ausland lief ich in Stettin und Poznan.

Die Teilnehmerfelder sind immer unterschiedlich groß. Das bisher kleinste Feld gab es einmal mit 20 und das bisher größte waren 250. Kleine Erfolge konnte ich auch schon verbuchen. Ich verbesserte zweimal meine Bestzeit über die 5 km, belegte einmal Platz 1 bei den Frauen und zweimal Platz 3.

Parkrun Dresden

Darüber hinaus lernt man durch parkrun total schnell Leute aus der ganzen Welt kennen. So lernte ich letztes Jahr beim parkrun in Berlin einen Läufer aus Poznan kennen, den ich im April in Poznan und Dresden erneut traf. Diese Reisen in Verbindung mit parkruns haben übrigens sogar schon ihren eigenen Begriff erhalten: parkrun-Tourismus!

Ich kann Euch den parkrun sehr ans Herz legen! Schaut auf der parkrun-Website nach dem nächsten Standort in Eurer Nähe und registriert Euch kostenlos!

Falls Ihr schon einmal an einem parkrun teilgenommen habt, wie waren Eure Erfahrungen? Wo seid Ihr gelaufen?

Es wurde wirklich einmal wieder Zeit, dass ich an einem offiziellen Laufwettkampf teilnehme! Das letzte Mal hatte ich im Oktober letzten Jahres in Palma de Mallorca an einem Lauf teilgenommen.

Bereits im März wollte ich eigentlich in meiner zweitliebsten Stadt Deutschlands am Dresdner Citylauf teilnehmen. Leider klappte es nicht und somit wurde die Laufpremiere für dieses Jahr auf April verschoben. Wie bereits in den letzten Jahren, melde ich mich für den Oberelbemarathon an. Und weil es sich bewährt hatte, wählte ich erneut die 5 km.

Donnerstagmittag fuhr ich mit dem Flixbus in knapp drei Stunden nach Dresden. Dort erwarteten mich Sonnenschein und Temperaturen von über 25 Grad. Diesmal hatte ich mir ein Zimmer im ibis Budget direkt am Altmarkt gebucht. Zentraler und auch günstiger geht kaum!

Dresden Zwinger

Nach einem kurzen Stadtbummel am Nachmittag, traf ich mich am Abend mit einer alten Freundin zum Plauschen im „Wilma Wunder“. Dieses Restaurant am Altmarkt kannte ich noch nicht, aber ich mochte es sofort!

Freitagmorgen nutzte ich das schöne Wetter und lief fast 6 km durch den Großen Garten. Alles blühte und war so schön grün – ein Traum!

Großer Garten Dresden

Am Nachmittag traf ich mich dann mit der lieben Katja und wir genossen leckere Pancakes im „Wilma Wunder“.

Der Samstag stand im Zeichen von Parkrun. Bereits im November hatte ich das erste Mal am Parkrun an der Elbe teilgenommen. Dieser findet jeden Samstag um 9 Uhr an der Pieschener Allee statt und die Teilnahme ist gratis.

Immerhin fand diesmal mit 33 Teilnehmerin ein neuer Teilnahmerekord statt! Sogar ein Lauffreund aus Poznan war extra angereist und darüber hinaus gab es Gäste aus Berlin und Hannover.

Parkrun Dresden

Es war leider nicht mehr so warm, aber die Temperaturen waren ideal zum Laufen. Die Strecke beim Parkrun ist schnell und führt ohne jegliche Höhenmeter an der Elbe entlang. Diesmal schauten uns sogar Schafe zu!

Parkrun Dresden

Ich lief 26:26 min und belegte damit Platz 4 bei den Damen und Platz 14 ingesamt. Im Anschluss gingen wir noch in ein Café (der gemeinsame Café-Besuch gehört beim Parkrun dazu) und plauderten noch nett. Ein toller Vormittag mit alten und neuen Bekannten!

Parkrun Dresden

Am Nachmittag traf auch meine Freundin Svea aus Berlin ein und gemeinsam gingen wir zur Laufmesse vom Oberelbemarathon. Diese fand im World-Trade-Center statt. Das ging alles total schnell. Für meine Teilnahme über die 5 km hatte ich übrigens 14 Euro bezahlt. Darüber hinaus waren noch 10 km, Halbmarathon und Marathon im Angebot. Inklusive sind die Fahrt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln sowie eine Portion Pasta nach dem Lauf.

Oberelbemarathon Dresden

Samstagnacht regnete es noch, aber am Sonntagmorgen war es glücklicherweise trocken. Ich traf mich mit Svea und Dirk und wir machten uns auf den Weg zum Start. Svea musste die Tram nehmen (sie wollte die 10 km laufen) und wir nahmen den Bus 62 zur Neubertstraße. Von da aus waren es nur noch wenige Meter bis zur Waldschlösschenbrücke. Das Problem war nur, dass es noch über eine halbe Stunde bis zum Start war und es an der Brücke ziemlich zog und kühl war. Daher liefen wir noch ein wenig in der Gegend dort herum bevor es um 9:10 Uhr auf die Strecke ging.

Oberelbemarathon Dresden

Ich wollte den Lauf schon recht schnell angehen, aber war mir nicht sicher, wie mir der fünfte Lauf in einer Woche so bekommen würde. Bisher war ich in diesem Jahr immer nur 1-2mal pro Woche gelaufen.

Die Temperaturen von etwa 10 Grad waren auf jeden Fall ideal zum Laufen. Weniger ideal war jedoch der Gegenwind, der die ganze Zeit von vorn blies. Wir liefen von der Waldschlösschenbrücke (bis auf die kurze Schleife zu Beginn) auch die ganze Zeit an der Elbe bis zu unserem Ziel im Heinz-Steyer-Stadion.

Unterwegs gab es zwei Verpflegungspunkte, aber die nahm ich diesmal nicht in Anspruch.

Oberelbemarathon Dresden

Das Laufen war mit dem Gegenwind schon sehr anstrengend und ich war froh, dass es für mich nur 5 km waren.

Kurz vor dem Heinz-Steyer-Stadion gab ich noch ein wenig Gas und bei 25:35 min kam ich schließlich ins Ziel. Das bedeutete Platz 27 (von 241) bei den Frauen und Platz 15 (von 184) in der Altersklasse, wobei in dieser Altersklasse alle Frauen ab 16 Jahren waren.

Oberelbemarathon

Dirk traf dann auch im Ziel ein und gemeinsam holten wir unsere Urkunden und die Portion Pasta. Eine Medaille gab es natürlich auch.

Dann musste ich zum Hotel zurück und gegen Mittag brachte mich Flixbus wohlbehalten wieder zurück nach Berlin.

Fazit: Der Oberelbemarathon ist ein super organisierter Lauf und die Strecke an der Elbe ist auch ein Highlight! Außerdem lässt sich der Lauf mit dem Parkrun am Tag davor ideal kombinieren!

Zu meinen Pflichtveranstaltungen im Oktober gehört der der Palma-de-Mallorca-Marathon. In diesem Jahr würde ich bereits zum siebten Mal über die 10 km an diesem Lauf teilnehmen.

Donnerstagabend flog ich mit Easyjet von Berlin-Tegel nach Mallorca. Die ersten Tage hatte ich wieder ein Zimmer im Hotel Java an der Playa de Palma gebucht. Dort hatte ich bereits im letzten Jahr übernachtet.

Erstmalig nahm ich dieses Jahr am kostenfreien Breakfast Run, der am Freitagmorgen in Palma stattfand teil. Gemeinsam mit Aljoscha und Heiko lief ich ganz entspannt 5 km am Meer entlang. Im Anschluss gab es Kaffee und Kuchen.

Danach holten wir unsere Startunterlagen unterhalb der Kathedrale ab. Außer der Startnummer befanden sich nur Flyer in der Startertüte. Aber in den 17 Euro Startgebühr waren freie Fahrt am Lauftag sowie Getränk und Snack auf der After-Race-Party enthalten. Den restlichen Tag genoss ich den Sonnenschein am Strand.

Samstag nutzte ich noch einmal für einen Ausflug nach Palma. Aber vorher war ich noch vier Kilometer an der Playa de Palma gelaufen.

Am Sonntag stand dann der Palma-de-Mallorca-Marathon an. Die Marathon- und Halbmarathonläufer gingen bereits um 9 Uhr an den Start. Bei mir war es erst 40 min später soweit. Etwa 3.000 Läuferinnen und Läufer machten sich daran die 10 km zu laufen. Start und Ziel waren wieder gegenüber der Kathedrale am Parque del Mar.

Wie in den Vorjahren war es wieder recht warm und ich hatte mir keinerlei Zeitziele gesetzt.

Die Strecke war unverändert zum Vorjahr – also 5 km bis hinter Porto Pi und denselben Weg zurück. Leider gab es diesmal kein Wasser in kleinen Flaschen sondern nur Becher. Das war schade!

Der Anstieg kurz vor der Hälfte der Strecke war wieder hart, aber dennoch schaffte ich die 5 km noch in einer 27er Zeit.

Auf dem Weg zurück gab es dann auch etwas Gegenwind, aber ich war mir sicher auf jeden Fall in unter einer Stunde zu finishen. Und es lief dann sogar so gut, dass ich in 54:33 min das Ziel erreichte. So schnell war ich bei diesem Lauf noch nie gewesen! Die Zeit bedeutet Platz 23 (von 278) in meiner Altersklasse.

Es gab wieder eine schicke Medaille und auch die Zielverpflegung war mit diversen Getränken und Snacks (Obst, Kuchen, Riegel) sehr gut.

Am Abend stand die Afterrace-Party im Megapark an. Freiwillig würde ich da ja nicht hingehen, aber mit den anderen hatte ich dann doch viel Spaß. Und im Anschluss waren wir noch lecker Tapas in der Bar Andaluz essen.

Im Gegensatz zu den Vorjahren reiste ich diesmal nicht am nächsten Tag ab sondern blieb noch zehn Tage auf Mallorca. Die verbrachte ich in einer Ferienwohnung in Ses Covetes direkt am Es Trenc Strand.

Die Tage dort waren traumhaft! Ich verbrachte sie mit Sonnenbaden, Schwimmen und Laufen.

Ich entdeckte neue Orte und Küstenabschnitte, wie Campos, Felantix, Colonia de Sant Jordi, Cala Figuera, Ses Salines und Santanyi.

Gelaufen bin ich am Es Trenc Strand sowie in Colonia de Sant Jordi. Und eine Wanderung gab es am Kap Punta Plana. Es waren wunderschöne Tage auf meiner Lieblingsinsel!

Fazit: Der Palma-de-Mallorca-Marathon bietet immer wieder die perfekte Gelegenheit noch einmal bei sommerlichen Temperaturen unter Palmen zu laufen! Den 13. Oktober 2019 habe ich mir schon einmal im Kalender notiert 🙂 Wen sehe ich dort auch?

Der Polmaraton im polnischen Stettin gehört schon fast zu meinen Stammläufen. Denn in diesem Jahr wollte ich bereits zum vierten Mal an diesem Lauf teilnehmen. In den Vorjahren war ich dort bereits einmal beim Halbmarathon und zweimal über die 10 km gestartet.

In diesem Jahr reiste ich gemeinsam mit Aljoscha mit dem Flixbus an. Das war günstig und bequem – bis auf die plötzliche Polizeikontrolle 😉

Meine Unterkunft war diesmal erneut das Radisson Blu, welches sich direkt im Stadtzentrum neben einem Einkaufszentrum befindet.

Glücklicherweise konnte ich schon einchecken und im Anschluss war ich mit Aljoscha im Café 22 Mittag essen. Von da oben aus dem 22. Stock hat man einen tollen Ausblick auf die Stadt.

Am Nachmittag holten wir uns die Startunterlagen in der Floating Arena ab. Das ist ein Schwimmbad. Ich wollte erneut die 10 km laufen – Aljoscha hatte sich für den Halbmarathon angemeldet. 15 Euro hatte die Anmeldung gekostet und enthalten war ein Funktionsshirt.

Wir bummelten noch ein wenig durch die Stadt und ich zeigte Aljoscha die Hakenterrasse und auch die Uferpromenade an der Oder. Danach aßen wir einen leckeren veganen Bagel auf dem Neuen Markt.

Am nächsten Morgen stand zunächst der Parkrun in Stettin an. Wenn man schon einmal in der Stadt ist, wollte man diesen doch auch gleich mitnehmen. Mit der Straßenbahn machten wir uns auf den Weg zum Park Arkonski. Zum Glück sahen wir in der Straßenbahn schon Läufer und folgten denen einfach auf dem Weg zum Start.

Das Teilnehmerfeld beim Parkrun war sehr übersichtlich mit knapp unter 50 Läufern. Glücklicherweise bekamen wir mit, dass wir als einzige Ausländer aufgerufen und beklatscht wurden 🙂

Kurz nach 9 ging es auf die Strecke, die uns drei Runden um ein Freibad führen sollte. Ich wollte eigentlich keine bestimmte Zeit laufen, aber nach etwa einem Kilometer hatte ich plötzlich einen polnischen Läufer neben mir, der mir nicht mehr von der Seite wich. Und er wurde dann zu meinem privaten Pacer. Somit lief ich fiel schneller wie geplant und wir überholten dann sogar Aljoscha.

Auf der letzten Runde trieb mich mein Pacer noch einmal richtig an und so kam ich bei völlig unerwarteten 25:02 min ins Ziel. Das war meine bisher zweitschnellste Zeit bei einem 5-km-Lauf überhaupt. Und ich wurde damit sogar dritte Frau. Ich unterhielt mich dann noch mit meinem Pacer und bedankte mich. Er war mit einem Freund aus Warschau gekommen und würde am nächsten Tag auch am Polmaraton teilnehmen.

Zu Mittag aßen wir dann im veganen Restaurant Jak Malina. Ich gönnte mir eine leckere Bowl.

Am Abend ging ich zeitig schlafen, da ich am nächsten Morgen bereits halb 7 aufstehen wollte. Ich wollte mir das leckere Frühstück im Hotel nicht entgehen lassen.

Gegen 8 machte ich mich auf den Weg zum Startbereich im Jasnia Blonia. Zu Fuß waren das etwa 20 min. Dort traf ich Aljoscha. Um 9 ging es für uns gemeinsam auf die Strecke, wobei ich ja nur 10 km vor mir hatte.

Meine bisher schnellste Zeit in Stettin war ca. 1:02 h, da es bisher immer recht warm bei diesem Lauf gewesen war. Das Ziel für dieses Mal war unter eine Stunde zu laufen. Das sollte eigentlich kein Problem sein.

Da ich leider im letzten Startblock eingeteilt war, verschwendete ich zu Beginn ziemlich viel Zeit mit Überholmanövern. Aber dann lief es recht flott, auch wenn die Strecke alles andere als schnell ist. Es gab viel Kopfsteinpflaster, man musste auf Straßenbahnschienen aufpassen und abgebogen wurde auch oft.

Als wir den Abschnitt auf der Hakenterrasse absolviert hatten, war bereits die Hälfte der Strecke erreicht. Dafür hatte ich 26:35 min benötigt, was sehr gut war. Eine Zeit von unter einer Stunde sollte also auf jeden Fall machbar sein.

Leider ging es dann noch bergauf und ich merkte so nach Kilometer 7 meine Beine. Die waren doch noch etwas vom schnellen Parkrun beansprucht. Aber ich zog durch und auf dem letzten Kilometer war dann noch Energie für einen Endspurt drin. Und so schaffte ich es in der Tat das Ziel mit 54:20 min zu erreichen. Ich war schon Ewigkeiten nicht mehr eine derartige Zeit gelaufen und dann noch auf so einer Strecke. Ich war sehr glücklich darüber. Mit der Zeit belegte ich Platz 9 (von 100) in meiner Alterklasse und Platz 46 (von 456) bei den Damen.

Im Ziel erhielten wir wieder eine echt coole Medaille! Die Medaillen sind bei diesem Lauf wirklich immer richtig toll – diesmal war es eine Weltkugel. Außerdem erhielt jeder Läufer eine Finishertüte mit Getränken, Obst und Müsliriegeln.

Ich musste schnell zum Hotel zurück, auschecken und dann zum Bahnhof. Der Flixbus brachte mich wieder zurück nach Berlin.

Fazit: Der Polmaraton in Stettin ist ein toller Lauf mit einem gutem Preis-Leistungsverhältnis! Und so coole Medaillen findet man nicht so schnell bei einem anderen Lauf!

Verfasst von: Manu | August 23, 2018

Unverhofft schnell oder der Dresdner Nachtlauf 2018 …

Es gibt einen Lauf, an dem ich seit der ersten Auflage jedes Jahr teilgenommen habe. Das ist der Dresdner Nachtlauf und dieser sollte in diesem Jahr bereits zum neunten Mal stattfinden. Ich hatte mich natürlich wieder dafür angemeldet.

Wie jedes Jahr hatte ich mich für die längere Strecke, also die 13,8 km, registriert. Dafür hatte ich 17 Euro bezahlt. Darüber hinaus wird seit einigen Jahren auch eine kürzere Distanz (5 km) angeboten.

Donnerstagnachmittag fuhr ich mit dem Flixbus in drei Stunden nach Dresden. Ich machte mich gleich auf den Weg zur Startnummernausgabe bei Karstadt Sport. Da war eine ziemliche Schlange, aber es ging dann doch alles viel schneller als gedacht. In der Startertüte waren diesmal neben diversen Flyern auch Porridge und eine Trinkflasche zu finden.

Am nächsten Morgen ging ich zu Fuß zum Georg-Arnhold-Bad im Großen Garten. Es wurden über 30 Grad erwartet und somit wollte ich mich etwas abkühlen. Im Bad war es nicht zu voll und ich konnte in Ruhe einige Bahnen schwimmen.

Am Nachmittag traf ich mich dann noch mit Svea, die aus Verletzungsgründen leider nicht am Lauf teilnehmen konnte.

Der Start war für 20 Uhr angesetzt und 40 Minuten vorher traf ich ich mit Katja, ihrem Mann, Ralf und Sabine bei meinem Hotel. Ich war natürlich wieder im NH Collection Altmarkt. Von da aus konnte man direkt auf den Start- und Zielbereich auf der Wilsdruffer Straße schauen.

Kurz vor dem Start waren es immer noch fast 30 Grad und somit war mein einziges Ziel das gesunde Ankommen. Im Startblock traf ich dann auch noch Hannah und Carsten aus Berlin.

Pünktlich um 20 Uhr wurden die fast 2.000 Läuferinnen und Läufer auf die Strecke geschickt. Ich hatte mich zum Glück relativ weit vorn eingereiht und musste somit nicht ganz so lange warten bis ich loslaufen konnte.

Von der Wilsdruffer Straße bogen wir gleich nach links ab und es ging hinunter zum Elbufer. Und dort sollten wir dann die nächsten Kilometer auch auf dem Elberadweg weiterlaufen. Kurz plauderte ich auch noch mit Diana, die mich von hinten überholte.

Die ersten Kilometer lief ich trotz der Wärme sehr flott und setzte mir als Ziel diese Geschwindigkeit wenigstens für die ersten 5 km durchzuhalten. Und in der Tat schaffte ich das und hatte eine Zeit von 26:40 min auf der Uhr. Solche Zeiten habe ich dieses Jahr bei reinen 5-km-Läufen nicht geschafft! Zum Glück kam dann der erste Getränkepunkt und ich freute mich über das Wasser.

Dann waren wir auch am Blauen Wunder und es gab einen kleinen Anstieg bevor wir die Brücke überquerten. Schließlich war die andere Elbseite erreicht und es wurde langsam schon dunkel. Dann kam auch wieder der schrecklichste Streckenabschnitt: Kopfsteinpflaster! Da muss ich wirklich immer aufpassen. Aber immerhin bekam ich es noch mit, dass ich Ralf überholte. Da staunten wir Beide nicht schlecht.

Ein weiterer Getränkepunkt kam dann in Sicht und erstaunlicherweise war ich immer noch recht schnell unterwegs. Dabei war ich seit Ende April keine längere Strecke über 7 km mehr gelaufen. Und die 7 km bin ich erst zwei Wochen zuvor in Rostock gelaufen. Also warte ich auf den Einbruch.

Wir liefen dann am späteren Start für die 5 km durch und da war gute Stimmung. Die Läufer dort mussten noch bis 22 Uhr auf ihren Einsatz warten.

Besonders cool war wieder der „Discowald“ mit Leuchteffekten und Musik. Auch die bewährten Knicklichter und die Erfrischung aus dem Feuerwehrschlauch fehlten nicht.

Die 10 km hatte ich dann in 54:10 min hinter mich gebracht. So schnell war ich keinen reinen 10er in diesem Jahr gelaufen.

Die 3,8 km, die mir dann noch fehlten, wurde es natürlich etwas schwerer. Aber zwei Kilometer vor dem Ziel kurz bevor wir die Brücke überquerten, war ich mir fast sicher, dass eine neue Bestzeit drin war.

Und somit gab ich dann ab dem kleinen Anstieg mit dem netten Namen Hasenberg so etwa 500 m vor dem Ziel noch einmal richtig Gas.

Total glücklich überquerte ich bei 1:16:08 h die Ziellinie. Meine bisherige Bestzeit war bei diesem Lauf 1:21:41 und die war ich gelaufen, als die Strecke nur 13,6 km betrug. Ich weiß auch nicht, was mich an dem Abend so angetrieben hat. Ich belegte Platz 15 (von 74) und 130 (von 673) bei den Damen.

Ich ließ mir die Medaille umhängen und brauchte dann erst einmal etwas zu trinken.

Danach duschte ich schnell im Hotel und bin dann ganz fix zum Stadtfest. Ich wollte wenigstens noch die letzte halbe Stunde vom Auftritt von Glasperlenspiel erleben. Und es hat sich in der Tat gelohnt!

Samstag ließ ich ganz entspannt angehen. Ich war etwas shoppen und im Gym vom Hotel. Nach einem ausgedehnten Mittagsschlaf traf ich mich mit der lieben Katharina auf eine Eierschecke.

Am Abend war ich dann mit Svea auf dem Stadtfest unterwegs und ich bin dann noch zum Auftritt von MIA auf dem Theaterplatz. Das war genial und ich war erst um 1 Uhr wieder im Hotel.

Sonntagmorgen schnürte ich noch einmal die Laufschuhe und war 5 km im Großen Garten unterwegs. Im Anschluss verbrachte ich noch einmal zwei Stunden im Freibad. Und dann hieß es leider schon wieder Abschiednehmen. Aber ich werde höchstwahrscheinlich im Oktober wieder in Dresden laufen. Dann steht der Dresden-Marathon an, wo ich 10 km oder Halbmarathon laufen werde.

Fazit: Es gibt einen Grund warum ich bereits zum neunten Mal am Dresdner Nachtlauf teilgenommen habe. In der Dunkelheit auf das beleuchtete Dresden zuzulaufen, ist einfach einmalig! Eine wunderbare Strecke und eine tolle Atmosphäre!

Im letzten Jahr nahm ich erstmalig an der Marathonnacht in Rostock teil. Das hatte mir super gefallen und somit sollte es auch in diesem Jahr Anfang August wieder in die Hansestadt gehen.

Ich hatte mir zwei Tage Urlaub genommen und fuhr so bereits Donnerstagmittag mit dem Flixbus nach Rostock. Als Unterkunft hatte ich wieder das Motel One gebucht, welches sich direkt im Zentrum befindet.

Das Wetter war am nächsten Tag perfekt zum Baden und somit fuhr ich mit der S-Bahn zum nahegelegenen Strandbad nach Warnemünde. Die Fahrt dahin dauert gerade einmal 25 min. Am Morgen hatte ich noch einmal eine kleine Runde am Stadthafen gedreht. Da waren die Temperaturen noch auszuhalten.

Der Strand in Warnemünde war recht voll, aber am Rand war es noch auszuhalten. Kurze Zeit später traf auch Anna aus Berlin ein und wir verbrachten dann den kompletten Tag an der Ostsee. Das war so schön und das Wasser war total warm! Man fühlte sich fast wie im Mittelmeer …

Am Abend stand dann Pastaparty mit Mandy und weiteren Läufern in einem italienischen Restaurant im Stadthafen an. Das war eine nette Runde! Im Anschluss traf ich mich noch mit meinen Lauffreunden Aljoscha und Udo und wir genoßen kühle Getränke mit Blick auf die untergehende Sonne über der Warnow.

Die Startunterlagen für die Marathonnacht hatte ich auch noch am Freitagabend abgeholt. Die Ausgabe erfolgte wieder im Rathaus. Im Angebot waren Marathon, Halbmarathon, Marathonstaffel, 7 km und ein Schülerlauf. Wie im Vorjahr wollte ich über die 7 km starten. Dafür hatte ich 15 Euro bezahlt. In der Startertüte gab es neben der Startnummer sogar noch Duschgel und Müsli.

Samstagmittag besuchte ich mit Aljoscha das vegane Restaurant Grüne Kombüse. Das Essen war sehr lecker!

Danach bummelten wir noch am Stadthafen entlang und besichtigten unter anderem das Ship of Tolerance.

Der Start für die 7 km sollte um 19 Uhr stattfinden. Vorab waren schon der Schülerlauf und der Marathon gestartet. Die Halbmarathonläufer erlebten bereits vor ihrem Start ein Highlight: Sie fuhren mit einer Fähre zu ihrem Start.

Am Abend war es immer noch relativ warm, aber unsere Laufstrecke lag größtenteils im Schatten. Kurz vor dem Start hatte ich noch Anna getroffen und wir gingen zusammen auf die Strecke.

Unsere Strecke führte auf drei Runden durch die Innenstadt von Rostock. Start und Ziel waren auf dem Neuen Markt. Wir liefen zunächst eine kleine Runde und kurz darauf folgten zwei große Runden.

Aufgrund der Wärme hatte ich mir eigentlich gar kein Zeitziel gesetzt. Doch dann kam alles anders. Etwa ab Kilometer 1 lief ich plötzlich mit einem anderen Läufer zusammen und das Tempo passte perfekt. Er lief nicht zu langsam, aber dennoch schnell genug, so dass ich gefordert wurde. Und somit war ich dann sogar schneller unterwegs als im letzten Jahr. Erst einen Kilometer vor dem Ziel musste ich ihn dann laufen lassen, denn da konnte ich einfach nicht mehr.

Ich erreichte das Ziel mit einer Zeit von 37:05 min und war damit über 4 Minuten schneller als im Vorjahr. Das bedeutete Platz 21 (von 142) bei den Damen und Platz 6 (von 22) in meiner Altersklasse. Darüber war ich sehr glücklich!

Diesmal gab es eine riesige Medaille, die so einiges wog.

Ich bin dann erstmal ins Hotel um mich umzuziehen. Dort kam ich dann mit dem Barkeeper ins Gespräch und dieser läuft auch. Und dann sehe ich doch tatsächlich meine Laufbegleitung in meinem Hotel. Habe mich dann noch nett mit ihm und seiner Freundin unterhalten. Wir stellten fest, dass wir alle die Leidenschaft Laufen auf der ganzen Welt teilen.

Schließlich wurde es Zeit wieder zum Ziel zu gehen, denn ich wollte noch Aljoscha und Udo bei ihrem Halbmarathonfinish in Empfang nehmen. Sie kamen kurz nacheinander ins Ziel.

Wir ließen den Abend dann noch mit ein paar Lauffreunden aus Berlin bei Vapiano ausklingen.

Sonntagmittag musste ich dann leider Rostock schon wieder verlassen. Ich bin mir aber sicher dass ich nächstes Jahr wieder in Rostock bei der Marathonnacht an der Startlinie stehe!

Fazit: Die Marathonnacht in Rostock ist eine perfekt organisierte Laufveranstaltung! Außerdem kann man die Reise dahin super mit einem Strandausflug nach Warnemünde verbinden.

Bereits zum dritten Mal sollte in diesem Jahr der Tiergartenlauf in Nürnberg stattfinden. Da die liebe Anette diesen Lauf organisiert, war es an der Zeit dort auch einmal teilzunehmen. Und es war auch ein großes Glück, dass ich Anette kannte – sonst hätte ich Probleme gehabt noch einen Startplatz  zu ergattern. Diese waren nämlich in weniger als 30 min ausverkauft!

Anette hatte mir vorsorglich einen Platz für die 6,6 km gesichert und hierfür bezahlte ich 20 Euro. Darüber hinaus waren 10 km und Kinderläufe im Angebot.

Freitagvormittag brachte mich die Deutsche Bahn in knapp über 3 Stunden nach Nürnberg. Bisher war ich dort nur einmal beruflich vor vielen Jahren gewesen. Das NH Collection hatte ich mir für das Wochenende als Herberge ausgesucht. Dieses Hotel liegt in Bahnhofsnähe und auch in der Innenstadt ist man in wenigen Minuten zu Fuß.

Am Nachmittag bummelte ich ein wenig durch die Stadt und schleppte mich trotz Hitze zur Burg hoch.

Der Tiergartenlauf sollte bereits am Freitagabend stattfinden. Sehr spontan hatte ich festgestellt, dass Sascha auch in der Stadt ist und wir trafen uns am späten Nachmittag am Bahnhof. Mit der Straßenbahn fuhren wir zum Tiergarten. Dort traf ich Anette bei der Startnummernausgabe. Im Starterpaket war auch ein Funktionsshirt mit einem Löwen enthalten. Jedes Jahr gibt es ein neues Tier als Mottotier – in den Vorjahren waren schon der Bär und die Giraffe dran.

Zunächst fanden die Kinderläufe statt, aber die Zeit bis zum Start der Hauptläufe verging auch schnell. Ich lernte noch Swen von Twitter kennen und ehe wir uns versahen war es schon 19 Uhr.

Die Läufer über die 10 und die 6,6 km gingen gemeinsam an den Start. Mittlerweile hatte ich schon erfahren, dass so einige Steigungen auf mich warteten und somit war klar, dass der Lauf nicht schnell werden würde.

Auf den ersten Metern war es aufgrund der über 600 Starter auch recht eng. Aber das Feld zog sich schnell auseinander und Platz war dann nicht mehr so ein Problem. Bald wartete auch die erste Steigung auf uns und anfangs lief ich diese immer noch.

Aber später würde ich dann die Steigungen nur noch gehend bewältigen 🙂

Insgesamt mussten wir über die 6,6 km zwei Runden laufen. Ich habe auch so einige Tiere gesehen und besonders beeindruckend fand ich die Eisbärin, die ich in Runde 1 bewundern konnte. Sonst nahm ich noch Esel und Flamingos wahr.

Die erste Runde war aufgrund der abwechslungsreichen Strecke schnell vorüber. Bei Runde 2 wusste ich dann schon wo welche Steigung auf mich wartete. Gut waren die Passagen abwärts und da ließ ich einfach laufen.

Die Zielgerade kam dann viel zu schnell und ich hatte leider gar nicht mehr so viel Zeit für den Endspurt. Bei 40:30 min erreichte ich das Ziel und belegte damit sogar noch Platz 22 (von 167) Frauen und Platz 5 (von 23) in der Alterklasse. Damit hatte ich gar nicht gerechnet und war sehr zufrieden.

Im Ziel gab es dann die Medaille in Form eines Löwen. Eine sehr coole Idee!

Im Anschluss schauten wir uns noch die Siegerehrung und Show in der Lagune an.

Am Samstagmorgen stand dann schon der nächste Lauf an. Wenn ich schon einmal in Nürnberg war, wollte ich auch den dortigen Parkrun mitmachen. Der fand am Wöhrder See statt, der von meinem Hotel aus knapp zwei Kilometer entfernt war. Da ich zu spät wach wurde, musste ich dann diese Strecke schon laufend bewältigen.

Es war sehr warm und ich hatte nicht wirklich Lust auf 5 km in der Sonne. Aber ich musste ja nicht schnell laufen. Wir waren ca. 35 Läuferinnen und Läufer, die sich dann um 9 Uhr auf die Strecke begaben. Und glücklicherweise lag ein Großteil der Strecke im Schatten. Somit war das Laufen dann doch nicht so krass. Die Strecke war sehr schön und im Endeffekt benötigte ich auch noch nicht einmal 30 min für die 5 km.

Im Anschluss genoss ich noch den Sonnenschein am Sandstrand am Wöhrder See.

Am Nachmittag traf ich dann zunächst Anette zum Kaffeetrinken (vielen Dank für die Einladung!) und dann besuchten wir den Rest der Familie zuhause. Schließlich machten wir uns trotz Gewitterwarnung auf den Weg zum Stadtstrand. Dort angekommen fielen zwar ein paar Regentropfen vom Himmel, aber unter dem Schirm war es auszuhalten.

Den Abend ausklingen ließ ich dann noch bei einem Gläschen Wein beim Italiener mit anschließendem Nachtspaziergang zur Burg.

Sonntagmorgen musste ich einfach noch einmal am Wöhrder See und der Wöhrder Wiese laufen. Das Wetter war einfach zu schön um nicht dort zu laufen!

Am späten Vormittag musste ich dann leider wieder Abschied nehmen von Nürnberg 😦 Aber ich bin mir sicher, dass ich bald wiederkomme!

Fazit: Der Tiergartenlauf in Nürnberg ist eine wunderbare Veranstaltung für die ganze Familie! Ein sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis und eine tolle Organisation! Nicht umsonst waren die Startplätze in wenigen Minuten weg. Ich komme auf jeden Fall wieder!

Im letzten Jahr hatte ich das erste Mal am Leipziger Nachtlauf teilgenommen. Da es mir so super gefallen hatte, plante ich in diesem Jahr erneut die Teilnahme.

Aufgrund des Feier- und Brückentages in der Woche des Laufes, fuhr ich schon früher nach Sachsen. Zunächst führte es mich in meine alte Heimat nach Zittau. Dort besuchte ich meine Familie und alte Freunde.

Am Abend erlebte ich ein spektakuläres Feuerwerk beim Spectaculum in Zittau. Ein tolles Erlebnis!

Besonders schön war es wieder am Olbersdorfer See zu laufen. Ich liebe es dort einfach! Natur und Stille pur …

Am Feiertag war ich dann im Zittauer Gebirge und wanderte mit einer ehemaligen Klassenkameradin den Töpfer hoch. Wie sehr habe ich die Berge vermisst!

Freitag ging es dann schließlich weiter nach Leipzig. Am Abend traf ich einen alten Freund und es gab leckeren veganen Burger im Dhillons. Am nächsten Tag traf dann meine Schwester in Leipzig ein.

Zunächst einmal liefen wir zu einem Sportladen etwas außerhalb. Dort gab es die Startunterlagen für den Leipziger Nachtlauf. Ich hatte mich für die 5 km angemeldet und 19 Euro bezahlt. Außer einer Plastiktüte mit Flyern erhielt er jedoch nichts.

Den Nachmittag nutzen wir um Leipzig vom Wasser aus zu erkunden. Vom Stadthafen aus unternahmen wir eine Bootstour, die etwa eine Stunde dauerte. Das Wetter war perfekt und ich fand es voll spannend Leipzig mal aus einem ganz anderen Blickwinkel zu erleben.

Schließlich wurde es Zeit für den Nachtlauf. Der Start über die 5 km war für 20 Uhr geplant. Von unserem Hotel, den Intercity-Hotel, waren es nur wenige Minuten zu Fuß bis zum Start- und Zielareal. Dieses war auf dem Markt. Etwa 550 Läuferinnen und Läufer warteten auf den Startschuss, der dann auch pünktlich erfolgte.

Die 5 km führten auf einer Runde kreuz und quer durch die Innenstadt von Leipzig. Ich glaube es gibt keinen Lauf, bei dem ich soviel abbiegen musste 🙂

Da ich mich im Startblock leider etwas zu weit hinten eingereiht hatte, musste ich auf den ersten Metern ziemlich viel überholen. Das kostete mich etwas Kraft, denn es war ziemlich eng.

Ich war jedoch ganz flott unterwegs und hoffte meine beste 5-km-Zeit in diesem Jahr zu laufen.

Die Stimmung war auch super und durch das viele Abbiegen, verging die Zeit wie im Fluge. Auf dem letzten Kilometer wurde ich dann noch einmal richtig schnell. Bei 27:32 min erreichte ich das Ziel. Und dies wurde in der Tat meine schnellste Zeit über die 5 km in diesem Jahr. Bei den Frauen belegte ich Platz 55 (von 317) und in der Altersklasse sogar Platz 2 (von 32). Damit war ich sehr zufrieden!

Eine Medaille gab es natürlich auch – diesmal in Schwarz und etwas anderem Design.

Nachdem ich mich noch mit Apfelsaftschorle und Obst im Ziel gestärkt hatte, ging es zurück zum Hotel. Währenddessen drehten die 10-km-Läufer noch ihre Runden.

Den Abend ließen wir dann noch mit Dani bei leckerem Wein ausklingen.

Fazit: Der Leipziger Nachtlauf ist definitiv eine Empfehlung und Leipzig ist sowieso eine Reise wert!

PS: Vielen Dank an Schnelle Beine für den tollen Schnappschuss vom Lauf!

Zu meinen Stammläufen gehört der Oberelbemarathon in Dresden. Und so machte ich mich auch in diesem Jahr wieder auf den Weg in die sächsische Landeshauptstadt. Aufgrund eines dienstlichen Termins konnte ich bereits am Donnerstag nach der Arbeit anreisen.

Nachdem der Termin am Freitag erledigt war, bummelte ich ein wenig durch Dresden. Am Nachmittag traf ich dann quasi zufällig die liebe Katja und wir waren gemeinsam Kaffee trinken. Ich gönnte mir die erste Eierschecke an diesem Wochenende.

Am Abend traf ich mich dann mit Sabine und Ralf im Brauhaus Watzke an der Elbe. Kannte ich bisher noch nicht. Hat mir aber gut gefallen und der Abend war schön!

Samstagmorgen war ich dann das erste Mal außerhalb eines Wettkampfes an der Elbe laufen. Somit lief ich dann auch schon ein Stück auf der Strecke vom Oberelbemarathon.

Zu Mittag traf ich mich mit Aljoscha und wir waren gemeinsam auf der Laufmesse im Dresdner World Trade Center. Ich hatte mich wie im Vorjahr für die 5 km angemeldet – Aljoscha für den Halbmarathon. Bezahlt hatte ich 12 Euro.

Im Anschluss machten wir noch einen kleinen Stadtbummel durch Dresden.

Am Nachmittag trafen wir uns noch mit Hannah auf einen Kaffee und für mich gab es Eierschecke Nummer 2 🙂

Als André in Dresden eintraf, trafen wir uns mit Aljoscha zum Abendessen im Ladencafé aha. Da gab es für mich veganen Bratreis.

Sonntagmorgen trafen wir uns mit Carsten und Britta und mit ihnen ging es zur Straßenbahnhaltestelle. Sie mussten zum Start für die 10 km am Schillergarten. Wir nahmen den Bus 62 zur Neubertstraße. Von da aus waren es nur wenige Meter bis zur Waldschlösschenbrücke. Die Fahrt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln ist für die Läufer übrigens gratis.

Bis zum Start um 9:45 Uhr war noch etwas Zeit. Zum Glück schien die Sonne und die Temperaturen waren mit 15° C im Schatten angenehm.

Zur geplanten Zeit wurden wir auf die Strecke geschickt. Der Start fand diesmal direkt unter der Waldschlösschenbrücke statt. 430 Läuferinnen und Läufer starteten über die 5 km.

Wenige Meter nach dem Start ging es nach links und kurz darauf noch einmal. Wir liefen ein kurzes Stück auf dem Käthe-Kollwitz-Ufer und danach wieder zurück auf den Elberadweg. Von da an liefen wir nur geradeaus an der Elbe entlang.

Eigentlich war ich in guter Verfassung, aber so richtig ging es dann doch nicht voran. Wurde zu Beginn viel überholt.

Nach einem Kilometer tauchte bereits der erste Verpflegungsstand auf und ich nahm den Becher Wasser gern an.

Schneller wie gedacht hatten wir dann auch das Zentrum von Dresden erreicht und die Hälfte der Strecke war fast geschafft. Mein Ziel war unter 30 min zu bleiben.

Später tauchte unterhalb der Brühlschen Terasse auch bald der zweite Verpflegungspunkt auf. Dort trank ich erneut etwas Wasser.

Der letzte Kilometer brach an und damit kam auch noch ein kleiner Anstieg. Ein Blick auf die Uhr zeigte, dass eine Zeit von unter 30 min auf jeden Fall drin sein sollte.

Ich zog das Tempo noch einmal an und der letzte Kilometer wurde daher für mich der schnellste Kilometer. Es sollte sogar noch eine Zeit von unter 28 min drin sein und somit sprintete ich noch einmal so richtig als ich im Stadion war. Ich liebe es zwar im Stadion zu laufen, aber der Platz ist auf so einer Bahn auch immer etwas begrenzt. Und ich überholte dann noch so einige Läufer auf den letzten Metern.

27:58 min wurden es dann. Nach dem Umhängen der Medaille und dem Genuss von Apfelsaftschorle holte ich mir die Urkunde. Und demnach war es sogar Platz 4 in der Altersklasse. Wieviele es in meiner Altersklasse gab, weiß ich allerdings nicht, da online nur die Altersklasse „Frauen ab 16“ existiert. Von allen Frauen belegte ich Platz 56 (von 229).

Gemeinsam mit Britta und Carsten genoß ich dann noch die gratis-Portion Pasta und dann ging es wieder zurück zum Hotel.

Am Nachmittag brachte uns der Flixbus wieder zurück nach Berlin. Das war echt wieder ein wunderbares Wochenende in Dresden! Zum Glück sind wir im August erneut für den Nachtlauf in dieser tollen Stadt.

Fazit: Der Oberelbemarathon bietet für jeden Läufer die passende Strecke – egal ob Marathon, Halbmarathon, 10 oder 5 km. Das Laufen an der Elbe ist auf jeden Fall ein wunderbares Erlebnis und Dresden ist sowieso immer eine Reise wert!

Mein Ziel für 2018 ist es in mindestens drei neuen Ländern zu laufen. Und obwohl wir erst April haben, so stand Land Nummer 3 schon jetzt an. Nachdem bereits Katar und Malta in diesem Jahr erlaufen wurden, war es nun Zeit für Serbien.

Freitagvormittag brachte uns Lufthansa nach München. Nach einem Gatewechsel landeten wir dann nach 1:10 h in der serbischen Hauptstadt Belgrad.

An diesem Wochenende sollte der Belgrad-Marathon stattfinden. Neben dem Marathon waren ein Halbmarathon, Staffeln sowie ein 5-km-Lauf (ohne Startgebühr und Registrierung) im Angebot. Ich hatte mich für den Halbmarathon entschieden und 32 Euro Startgebühr bezahlt.

Die Einreise war schnell erledigt (und ist übrigens auch mit Ausweis möglich). Ein Taxi brachte uns dann ins Hotel Majestic. Dieses befand sich direkt am Zentrum an einer großen Einkaufsstraße. In diesem Hotel hatte übrigens 1958 Manchester United übernachtet und kam dann bei einem Flugzeugabsturz in München ums Leben …

Am Nachmittag holte ich meine Startnummer auf der relativ kleinen Messe ab. In der Startgebühr enthalten war auch ein schickes Funktionsshirt und neben diversen Flyern noch Magnesium. Leider übersah ich den Gutschein für die Pasta-Party. Aber diese hätte sowieso woanders stattgefunden.

Der Lauf sollte bereits am Samstag stattfinden und zwar um 10 Uhr. Von unserem Hotel waren es wenige Minuten bis zum Start auf dem Bulevar Kralja Aleksandra. Die Sonne schien und im Schatten waren es sicherlich schon mindestens 15° C.

Gemeinsam mit den Marathonläufern machten wir uns um 10 Uhr auf den Weg. Beim Halbmarathon gingen knapp über 5.000 Läuferinen und Läufer an den Start.

Die ersten Kilometer ging es gleich abwärts und dann stand schon die erste Brücke an. Über die Brankov-Brücke liefen wir über die Save. Mir war schon total warm und ich dachte mit Schrecken an die noch vor mir liegenden Kilometer. Und ich sehnte den ersten Verpflegungspunkt herbei. Der kam leider nicht direkt bei Kilometer 5 sondern erst 500 m danach. Die Tische sahen ziemlich geplündert aus und wir mussten uns selbst aus den Wasserpackungen bedienen. Glücklicherweise gab es 0,5-Liter-Flaschen und ich hatte dann eigentlich auch fast die ganze Zeit immer eine Flasche in der Hand. Einen Teil des Wassers verteilte ich ständig auf dem Kopf und meinem Körper.

Später gab es an den Verpflegungspunkten auch noch Isogetränke sowie Bananen, Zitronen und Zuckerwürfel.

Der Großteil der Strecke führt durch Novi Beograd. Das ist ein neuerer Stadtbezirk von Belgrad und im Gegensatz zur Altstadt flach.

Sehr froh war ich über die Duschen, die aller ein paar Kilometer aufgestellt waren. Denn die Strecke verlief fast ausnahmslos in der Sonne und es waren gefühlte 30° Grad. Daher legte ich auch immer wieder längere Gehpausen ein.

Für die ersten 10 km hatte ich daher auch 1:10 h benötigt.

Bei Kilometer 15 erreichten wir dann die Save-Brücke, die erst 2011 fertiggestellt wurde. Diese Schrägseilbrücke war für mich das Highlight des Laufes, denn direkt auf der Brücke spielten die Belgrader Philharmoniker und zwar standesgemäß im Frack. Da bekam ich echt Gänsehaut! Da wir die Brücke zweimal überqueren mussten, hatte ich gleich doppelt Gelegenheit den Klängen zu lauschen.

 

Nach dem zweiten Überqueren der Brücke hatten wir bereits Kilometer 15 erreicht. Etwa vier Kilometer später überquerten wir erneut die Brücke vom Anfang und es ging wieder in die Altstadt. Das Problem war nur, dass es ab dort wieder bergan ging. Das hatte mir gerade noch gefehlt …

Als dann der letzte Kilometer anbrach, beschloss ich diesen letzten Kilometer noch einmal durchzulaufen. Ich hatte nur nicht damit gerechnet, dass noch ein ganz fieser Anstieg kurz vor dem Ziel auf mich wartete. Aber ich setzte mein Vorhaben dennoch in die Tat um und unter den Anfeuerungsrufen der Zuschauer eroberte ich diesen Anstieg laufend.

Das Ziel war etwa 500 Meter vom Start entfernt und zwar direkt neben dem Hotel Moskva (eines der ältestens Hotels in Serbien). Bei 2:38 h erreichte ich das Ziel und war einfach nur glücklich Land Nummer 41 erlaufen zu haben.

Eine Medaille gab es natürlich auch und ebenso erhielt jeder Teilnehmer eine Tüte mit Wasser, Apfel, Banane und einen Riegel.

Am Nachmittag genoß ich auf der Terasse des Hotel Moskva ein leckeres Stück Kuchen. Mit dabei war auch Udo, der ebenfalls den Halbmarathon gelaufen war. Glückwunsch!

Sonntag genoßen wir dann weiterhin das wunderbare Wetter in Belgrad. Wir schauten uns die Festung von Belgrad an, die aus dem 15. Jahrhundert stammt. Von dort hat man einen tollen Blick auf die Flussmündung von Save und Donau. Um die Festung herum befindet sich die sehenswerte Parkanlage Kalemegdan.

Zu Mittag aßen wir im veganen-vegetarischen Restaurant Glow, welches sich auch im Hotel Moskva befindet. Empfehlenswert!

Den Abend verbrachten wir dann wieder mit Udo bei leckerem Essen und serbischer Live-Musik.

Montag war dann der Tag der Abreise. Da unser Flug jedoch erst am späten Nachmittag gehen sollte, liefen wir am Vormittag noch eine kleine Runde durch den Kalemegdan und die Festungsanlage.

Am Nachmittag flogen wir dann mit Lufthansa über München wieder zurück nach Berlin.

Fazit: Der Belgrad-Marathon ist ein gut organisierter Lauf in einer super spannenden Stadt! Belgrad ist sehr günstig und auf jeden Fall schöner, wie man zunächst denken mag.

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