Im letzten Jahr hatte ich das erste Mal am Leipziger Nachtlauf teilgenommen. Da es mir so super gefallen hatte, plante ich in diesem Jahr erneut die Teilnahme.

Aufgrund des Feier- und Brückentages in der Woche des Laufes, fuhr ich schon früher nach Sachsen. Zunächst führte es mich in meine alte Heimat nach Zittau. Dort besuchte ich meine Familie und alte Freunde.

Am Abend erlebte ich ein spektakuläres Feuerwerk beim Spectaculum in Zittau. Ein tolles Erlebnis!

Besonders schön war es wieder am Olbersdorfer See zu laufen. Ich liebe es dort einfach! Natur und Stille pur …

Am Feiertag war ich dann im Zittauer Gebirge und wanderte mit einer ehemaligen Klassenkameradin den Töpfer hoch. Wie sehr habe ich die Berge vermisst!

Freitag ging es dann schließlich weiter nach Leipzig. Am Abend traf ich einen alten Freund und es gab leckeren veganen Burger im Dhillons. Am nächsten Tag traf dann meine Schwester in Leipzig ein.

Zunächst einmal liefen wir zu einem Sportladen etwas außerhalb. Dort gab es die Startunterlagen für den Leipziger Nachtlauf. Ich hatte mich für die 5 km angemeldet und 19 Euro bezahlt. Außer einer Plastiktüte mit Flyern erhielt er jedoch nichts.

Den Nachmittag nutzen wir um Leipzig vom Wasser aus zu erkunden. Vom Stadthafen aus unternahmen wir eine Bootstour, die etwa eine Stunde dauerte. Das Wetter war perfekt und ich fand es voll spannend Leipzig mal aus einem ganz anderen Blickwinkel zu erleben.

Schließlich wurde es Zeit für den Nachtlauf. Der Start über die 5 km war für 20 Uhr geplant. Von unserem Hotel, den Intercity-Hotel, waren es nur wenige Minuten zu Fuß bis zum Start- und Zielareal. Dieses war auf dem Markt. Etwa 550 Läuferinnen und Läufer warteten auf den Startschuss, der dann auch pünktlich erfolgte.

Die 5 km führten auf einer Runde kreuz und quer durch die Innenstadt von Leipzig. Ich glaube es gibt keinen Lauf, bei dem ich soviel abbiegen musste 🙂

Da ich mich im Startblock leider etwas zu weit hinten eingereiht hatte, musste ich auf den ersten Metern ziemlich viel überholen. Das kostete mich etwas Kraft, denn es war ziemlich eng.

Ich war jedoch ganz flott unterwegs und hoffte meine beste 5-km-Zeit in diesem Jahr zu laufen.

Die Stimmung war auch super und durch das viele Abbiegen, verging die Zeit wie im Fluge. Auf dem letzten Kilometer wurde ich dann noch einmal richtig schnell. Bei 27:32 min erreichte ich das Ziel. Und dies wurde in der Tat meine schnellste Zeit über die 5 km in diesem Jahr. Bei den Frauen belegte ich Platz 55 (von 317) und in der Altersklasse sogar Platz 2 (von 32). Damit war ich sehr zufrieden!

Eine Medaille gab es natürlich auch – diesmal in Schwarz und etwas anderem Design.

Nachdem ich mich noch mit Apfelsaftschorle und Obst im Ziel gestärkt hatte, ging es zurück zum Hotel. Währenddessen drehten die 10-km-Läufer noch ihre Runden.

Den Abend ließen wir dann noch mit Dani bei leckerem Wein ausklingen.

Fazit: Der Leipziger Nachtlauf ist definitiv eine Empfehlung und Leipzig ist sowieso eine Reise wert!

PS: Vielen Dank an Schnelle Beine für den tollen Schnappschuss vom Lauf!

Zu meinen Stammläufen gehört der Oberelbemarathon in Dresden. Und so machte ich mich auch in diesem Jahr wieder auf den Weg in die sächsische Landeshauptstadt. Aufgrund eines dienstlichen Termins konnte ich bereits am Donnerstag nach der Arbeit anreisen.

Nachdem der Termin am Freitag erledigt war, bummelte ich ein wenig durch Dresden. Am Nachmittag traf ich dann quasi zufällig die liebe Katja und wir waren gemeinsam Kaffee trinken. Ich gönnte mir die erste Eierschecke an diesem Wochenende.

Am Abend traf ich mich dann mit Sabine und Ralf im Brauhaus Watzke an der Elbe. Kannte ich bisher noch nicht. Hat mir aber gut gefallen und der Abend war schön!

Samstagmorgen war ich dann das erste Mal außerhalb eines Wettkampfes an der Elbe laufen. Somit lief ich dann auch schon ein Stück auf der Strecke vom Oberelbemarathon.

Zu Mittag traf ich mich mit Aljoscha und wir waren gemeinsam auf der Laufmesse im Dresdner World Trade Center. Ich hatte mich wie im Vorjahr für die 5 km angemeldet – Aljoscha für den Halbmarathon. Bezahlt hatte ich 12 Euro.

Im Anschluss machten wir noch einen kleinen Stadtbummel durch Dresden.

Am Nachmittag trafen wir uns noch mit Hannah auf einen Kaffee und für mich gab es Eierschecke Nummer 2 🙂

Als André in Dresden eintraf, trafen wir uns mit Aljoscha zum Abendessen im Ladencafé aha. Da gab es für mich veganen Bratreis.

Sonntagmorgen trafen wir uns mit Carsten und Britta und mit ihnen ging es zur Straßenbahnhaltestelle. Sie mussten zum Start für die 10 km am Schillergarten. Wir nahmen den Bus 62 zur Neubertstraße. Von da aus waren es nur wenige Meter bis zur Waldschlösschenbrücke. Die Fahrt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln ist für die Läufer übrigens gratis.

Bis zum Start um 9:45 Uhr war noch etwas Zeit. Zum Glück schien die Sonne und die Temperaturen waren mit 15° C im Schatten angenehm.

Zur geplanten Zeit wurden wir auf die Strecke geschickt. Der Start fand diesmal direkt unter der Waldschlösschenbrücke statt. 430 Läuferinnen und Läufer starteten über die 5 km.

Wenige Meter nach dem Start ging es nach links und kurz darauf noch einmal. Wir liefen ein kurzes Stück auf dem Käthe-Kollwitz-Ufer und danach wieder zurück auf den Elberadweg. Von da an liefen wir nur geradeaus an der Elbe entlang.

Eigentlich war ich in guter Verfassung, aber so richtig ging es dann doch nicht voran. Wurde zu Beginn viel überholt.

Nach einem Kilometer tauchte bereits der erste Verpflegungsstand auf und ich nahm den Becher Wasser gern an.

Schneller wie gedacht hatten wir dann auch das Zentrum von Dresden erreicht und die Hälfte der Strecke war fast geschafft. Mein Ziel war unter 30 min zu bleiben.

Später tauchte unterhalb der Brühlschen Terasse auch bald der zweite Verpflegungspunkt auf. Dort trank ich erneut etwas Wasser.

Der letzte Kilometer brach an und damit kam auch noch ein kleiner Anstieg. Ein Blick auf die Uhr zeigte, dass eine Zeit von unter 30 min auf jeden Fall drin sein sollte.

Ich zog das Tempo noch einmal an und der letzte Kilometer wurde daher für mich der schnellste Kilometer. Es sollte sogar noch eine Zeit von unter 28 min drin sein und somit sprintete ich noch einmal so richtig als ich im Stadion war. Ich liebe es zwar im Stadion zu laufen, aber der Platz ist auf so einer Bahn auch immer etwas begrenzt. Und ich überholte dann noch so einige Läufer auf den letzten Metern.

27:58 min wurden es dann. Nach dem Umhängen der Medaille und dem Genuss von Apfelsaftschorle holte ich mir die Urkunde. Und demnach war es sogar Platz 4 in der Altersklasse. Wieviele es in meiner Altersklasse gab, weiß ich allerdings nicht, da online nur die Altersklasse „Frauen ab 16“ existiert. Von allen Frauen belegte ich Platz 56 (von 229).

Gemeinsam mit Britta und Carsten genoß ich dann noch die gratis-Portion Pasta und dann ging es wieder zurück zum Hotel.

Am Nachmittag brachte uns der Flixbus wieder zurück nach Berlin. Das war echt wieder ein wunderbares Wochenende in Dresden! Zum Glück sind wir im August erneut für den Nachtlauf in dieser tollen Stadt.

Fazit: Der Oberelbemarathon bietet für jeden Läufer die passende Strecke – egal ob Marathon, Halbmarathon, 10 oder 5 km. Das Laufen an der Elbe ist auf jeden Fall ein wunderbares Erlebnis und Dresden ist sowieso immer eine Reise wert!

Mein Ziel für 2018 ist es in mindestens drei neuen Ländern zu laufen. Und obwohl wir erst April haben, so stand Land Nummer 3 schon jetzt an. Nachdem bereits Katar und Malta in diesem Jahr erlaufen wurden, war es nun Zeit für Serbien.

Freitagvormittag brachte uns Lufthansa nach München. Nach einem Gatewechsel landeten wir dann nach 1:10 h in der serbischen Hauptstadt Belgrad.

An diesem Wochenende sollte der Belgrad-Marathon stattfinden. Neben dem Marathon waren ein Halbmarathon, Staffeln sowie ein 5-km-Lauf (ohne Startgebühr und Registrierung) im Angebot. Ich hatte mich für den Halbmarathon entschieden und 32 Euro Startgebühr bezahlt.

Die Einreise war schnell erledigt (und ist übrigens auch mit Ausweis möglich). Ein Taxi brachte uns dann ins Hotel Majestic. Dieses befand sich direkt am Zentrum an einer großen Einkaufsstraße. In diesem Hotel hatte übrigens 1958 Manchester United übernachtet und kam dann bei einem Flugzeugabsturz in München ums Leben …

Am Nachmittag holte ich meine Startnummer auf der relativ kleinen Messe ab. In der Startgebühr enthalten war auch ein schickes Funktionsshirt und neben diversen Flyern noch Magnesium. Leider übersah ich den Gutschein für die Pasta-Party. Aber diese hätte sowieso woanders stattgefunden.

Der Lauf sollte bereits am Samstag stattfinden und zwar um 10 Uhr. Von unserem Hotel waren es wenige Minuten bis zum Start auf dem Bulevar Kralja Aleksandra. Die Sonne schien und im Schatten waren es sicherlich schon mindestens 15° C.

Gemeinsam mit den Marathonläufern machten wir uns um 10 Uhr auf den Weg. Beim Halbmarathon gingen knapp über 5.000 Läuferinen und Läufer an den Start.

Die ersten Kilometer ging es gleich abwärts und dann stand schon die erste Brücke an. Über die Brankov-Brücke liefen wir über die Save. Mir war schon total warm und ich dachte mit Schrecken an die noch vor mir liegenden Kilometer. Und ich sehnte den ersten Verpflegungspunkt herbei. Der kam leider nicht direkt bei Kilometer 5 sondern erst 500 m danach. Die Tische sahen ziemlich geplündert aus und wir mussten uns selbst aus den Wasserpackungen bedienen. Glücklicherweise gab es 0,5-Liter-Flaschen und ich hatte dann eigentlich auch fast die ganze Zeit immer eine Flasche in der Hand. Einen Teil des Wassers verteilte ich ständig auf dem Kopf und meinem Körper.

Später gab es an den Verpflegungspunkten auch noch Isogetränke sowie Bananen, Zitronen und Zuckerwürfel.

Der Großteil der Strecke führt durch Novi Beograd. Das ist ein neuerer Stadtbezirk von Belgrad und im Gegensatz zur Altstadt flach.

Sehr froh war ich über die Duschen, die aller ein paar Kilometer aufgestellt waren. Denn die Strecke verlief fast ausnahmslos in der Sonne und es waren gefühlte 30° Grad. Daher legte ich auch immer wieder längere Gehpausen ein.

Für die ersten 10 km hatte ich daher auch 1:10 h benötigt.

Bei Kilometer 15 erreichten wir dann die Save-Brücke, die erst 2011 fertiggestellt wurde. Diese Schrägseilbrücke war für mich das Highlight des Laufes, denn direkt auf der Brücke spielten die Belgrader Philharmoniker und zwar standesgemäß im Frack. Da bekam ich echt Gänsehaut! Da wir die Brücke zweimal überqueren mussten, hatte ich gleich doppelt Gelegenheit den Klängen zu lauschen.

 

Nach dem zweiten Überqueren der Brücke hatten wir bereits Kilometer 15 erreicht. Etwa vier Kilometer später überquerten wir erneut die Brücke vom Anfang und es ging wieder in die Altstadt. Das Problem war nur, dass es ab dort wieder bergan ging. Das hatte mir gerade noch gefehlt …

Als dann der letzte Kilometer anbrach, beschloss ich diesen letzten Kilometer noch einmal durchzulaufen. Ich hatte nur nicht damit gerechnet, dass noch ein ganz fieser Anstieg kurz vor dem Ziel auf mich wartete. Aber ich setzte mein Vorhaben dennoch in die Tat um und unter den Anfeuerungsrufen der Zuschauer eroberte ich diesen Anstieg laufend.

Das Ziel war etwa 500 Meter vom Start entfernt und zwar direkt neben dem Hotel Moskva (eines der ältestens Hotels in Serbien). Bei 2:38 h erreichte ich das Ziel und war einfach nur glücklich Land Nummer 41 erlaufen zu haben.

Eine Medaille gab es natürlich auch und ebenso erhielt jeder Teilnehmer eine Tüte mit Wasser, Apfel, Banane und einen Riegel.

Am Nachmittag genoß ich auf der Terasse des Hotel Moskva ein leckeres Stück Kuchen. Mit dabei war auch Udo, der ebenfalls den Halbmarathon gelaufen war. Glückwunsch!

Sonntag genoßen wir dann weiterhin das wunderbare Wetter in Belgrad. Wir schauten uns die Festung von Belgrad an, die aus dem 15. Jahrhundert stammt. Von dort hat man einen tollen Blick auf die Flussmündung von Save und Donau. Um die Festung herum befindet sich die sehenswerte Parkanlage Kalemegdan.

Zu Mittag aßen wir im veganen-vegetarischen Restaurant Glow, welches sich auch im Hotel Moskva befindet. Empfehlenswert!

Den Abend verbrachten wir dann wieder mit Udo bei leckerem Essen und serbischer Live-Musik.

Montag war dann der Tag der Abreise. Da unser Flug jedoch erst am späten Nachmittag gehen sollte, liefen wir am Vormittag noch eine kleine Runde durch den Kalemegdan und die Festungsanlage.

Am Nachmittag flogen wir dann mit Lufthansa über München wieder zurück nach Berlin.

Fazit: Der Belgrad-Marathon ist ein gut organisierter Lauf in einer super spannenden Stadt! Belgrad ist sehr günstig und auf jeden Fall schöner, wie man zunächst denken mag.

Meinen ersten Halbmarathon lief ich im Frühjahr 2008 und zehn Jahre später gehörte ich immer noch zu den Läufern 🙂 Mittlerweile hatte ich bereits sieben Mal am Berliner Halbmarathon teilgenommen und war ansonsten schon 33 Halbmarathons auf der ganzen Welt gelaufen.

Da der Berliner Halbmarathon die letzten Jahre immer direkt vor unserer Haustür stattgefunden hatte, war klar, dass ich auch 2018 wieder daran teilnehmen würde. Ich hatte mich gleich am ersten Tag, als die Anmeldung möglich war, für 40 Euro registriert.

Wie in den Vorjahren, so war der Halbmarathon auch in diesem Jahr wieder Wochen vorher ausverkauft.

Am Freitagnachmittag holte ich mit Aljoscha gemeinsam die Startunterlagen im ehemaligen Flughafen Tempelhof ab. Das ging ganz schnell. Danach entspannten wir uns noch in der Lounge vom Team Erdinger.

Da ich am Vortag des Halbmarathons nicht mehr selbst laufen wollte, half ich beim Park Run in der Hasenheide aus. Meine Aufgabe war es die Barcodes der Läufer zu scannen. Bei 180 Teilnehmern war das recht anstrengend, hat aber auch viel Spaß gemacht.

Der Start für den Halbmarathon war erst für 10:05 Uhr angesetzt und somit konnte ich am Sonntag ausschlafen. Wir trafen uns mit meinem Bruder und mit Aljoscha und begaben uns dann in unseren Startblock E. War dieses Jahr auf jeden Fall voller als 2017!

Aber dafür war das Wetter spitze! Die Sonne schien vom blauen Himmel und es waren um die 13° C. Ich hatte mich daher für kurze Hosen und ein Oberteil ohne Ärmel entschieden.

Es dauerte bei uns etwa 20 min bis wir über die Startline durften. Start und Ziel vom Berliner Halbmarathon sind ja auf der Karl-Marx-Allee am Alexanderplatz. Zu Fuß brauche ich von unserer Wohnung aus noch nicht einmal 10 min dahin.

Mein Ziel war für diesen Halbmarathon nur das gesunde Ankommen. Da in zwei Wochen der nächste Halbmarathon ansteht und ich nicht wirklich trainiert hatte, wäre alles andere auch Quatsch gewesen. In der Vorbereitung war ich als längste Strecke 7 km gelaufen! Aber zum Glück war ich ja im Februar noch den Halbmarathon in Malta gelaufen. Und das musste reichen.

Unter den Linden, Brandenburger Tor und Straße des 17. Juni vorbei an der Siegessäule – was sich wie eine Sightseeing-Tour anhört, war es auch. Nur dass wir mit Laufschuhen unterwegs waren. Die ersten 5 km lief ich mit meinem Bruder gemeinsam. Doch dann wurde ich ihm zu langsam und ich wollte beim ersten Getränkepunkt sowieso ein wenig gehen.

Eigentlich wollte André nach der Siegessäule auf uns warten. Da er aufgrund einer Erkältung nicht selbst laufen konnte, wollte er uns fotografieren. Leider gab es technische Probleme und wir sahen ihn nicht.

Schließlich erreichten wir das Schloss Charlottenburg. Dort ging es dann nach links in die Schloßstraße, wo noch einmal ein Getränkepunkt zu finden war. Neben Wasser und Tee gab es auch Isogetränke und später noch Bananen. Ich holte mir immer einen Becher Wasser und Tee.
Als wir dann auf den Kudamm abbogen, war ich wieder etwas motivierter, da es nun zurück ging. Außerdem war die Stimmung auf dem Kudamm wieder großartig!

An der Nürnberger Straße traf ich dann auch André und blieb kurz bei ihm stehen.
Mittlerweile merkte ich schon dass ich bereits 14 km in den Beinen hatte, denn es zwickte und zwackte überall mal ein wenig.

An der Urania liefen wir dann nach links am Lützowplatz vorbei und dort wurden meine Gehpausen häufiger.

Am Landwehrkanal entlang liefen wir Richtung Potsdamer Platz und dort war dann bereits Kilometer 17 erreicht. Dort hielt ich dann noch einmal für ein kurzes Pläuschchen bei André.


Schließlich nach links in die Wilhelmstraße und zum Checkpoint Charlie und dann endlich in die Leipziger Straße. Da waren es noch etwas über zwei Kilometer gerade aus zu laufen und zwar mit Blick auf den Fernsehturm.

Je näher ich dem Ziel kam, desto großartiger wurde die Stimmung! Kurz nach Kilometer 21 musste ich dann noch einmal rechts in die Karl-Marx-Allee abbiegen und dort war das Ziel auch gleich.
Da ich noch unter 2:35 h finishen wollte, wurde ich noch etwas schneller und erreichte schließlich das Ziel bei 2:34 h.

War zwar einer meiner langsamsten Halbmarathons, aber dafür habe ich die tolle Strecke, die Stimmung und das wunderbare Wetter genoßen! Außerdem habe ich unzählige Fotos gemacht.
Irgendwann traf ich dann auch meinen Bruder und Aljoscha im Ziel. Mein Bruder war uns allen davon gelaufen und hätte sogar noch fast die zwei Stunden geknackt!

Den Nachmittag verbrachten wir dann alle noch in der Sonne sitzend bei leckerem vietnamesischen Essen auf der Frankfurter Allee.

Fazit: Den Berliner Halbmarathon sollte jeder einmal im Leben gelaufen sein! Eine tolle Sightseeing-Tour in Laufschuhen durch Berlin! Es ist nur angeraten sich schnell anzumelden.

Für dieses Jahr habe ich mir drei Laufländer vorgenommen, also Länder in denen ich an einem Laufwettkampf teilnehme. Im Januar hatte ich bereits Katar absolviert und schon im Februar sollte Nummer 2 anstehen.

In Malta war ich bereits zweimal gewesen – jedoch noch nie zum Laufen! Das sollte sich jetzt ändern und wir meldeten uns für den Halbmarathon im Rahmen des Vodafone-Malta-Marathon an.

Letzte Woche brachte uns Lufthansa über München auf die Hauptinsel der Inselgruppe im Mittelmeer. Der Flug dauerte von München gerade einmal zwei Stunden. Auf dem Zubringerflug von Berlin hatten wir noch einen kleinen Schreck erleben dürfen. Kurz vor der Landung startete der Pilot erneut durch und wir durften noch eine Runde über den Flughafen fliegen. Grund war ein Vogelschwarm.

Die Wettervorhersage für Malta war erst einmal nicht so toll – Regen und sogar Gewitter wurden angekündigt. Doch bei unserer Landung erwartete uns dann glücklicherweise Sonnenschein.

Wir hatten eines der offiziellen Marathonhotels gebucht und zwar das Victoria-Hotel. Nach etwa 30 min Taxifahrt erreichten wir das 4-Sterne-Hotel in Sliema und an der Rezeption wurden wir gleich mit Kinnie, dem maltesischen Nationalgetränk empfangen.

Am Abend machten wir uns zu Fuß auf den Weg zur Startnummernausgabe. Diese fand im Le Meridien Hotel im Vergnügungsviertel St. Juliens statt. Für den Lauf hatten wir 40 Euro bezahlt und inklusive waren ein T-Shirt sowie der Shuttleservice zum Start.

Freitag kam dann der angekündigte Regen inklusive Gewitter, so dass wir shoppen waren.

Am Samstag fuhren wir dann mit der Fähre in die Hauptstadt Valletta. Das war günstig (weniger als 3 Euro für die Hin- und Rückfahrt) und ging schnell (noch nicht einmal 10 min Fahrtzeit).

Valletta ist eine wunderbare Stadt! Soviele tolle alte Gebäude, dass man sich fast wie in der Szene eines Filmes fühlt. Kondition muss man auch etwas mitbringen, denn es gilt in den engen Gassen viele Treppenstufen zu überwinden. Valletta ist übrigens die kleinste Hauptstadt eines EU-Staates – sowohl von der Fläche als auch der Einwohnerzahl her.

Am Sonntag frühstückten wir dann bereits halb 7 in unserem Hotel. Zu dem Zeitpunkt waren die Marathonläufer schon längst auf dem Weg zum Start.

Unser Shuttlebus fuhr am Fährhafen um 7:45 Uhr ab. Dort trafen wir dann auch Jens aus München.

Glücklicherweise waren Reisebuse im Einsatz, so dass niemand stehen musste. Nach etwa 30 min Fahrt trafen wir in Mdina, eine der früheren Hauptstäde Maltas ein. Was für eine Kulisse für einen Laufstart! Mdina ist auch als die Stadt der Stille bekannt und bereits von weitem zu sehen. Die Stadt trohnt quasi in der Mitte der Insel.

9:15 Uhr wurden wir dann pünktlich auf die Strecke geschickt. Fast 3.500 Läufer – davon der Großteil aus dem Ausland – machte sich auf den Weg. Hinter den Läufern starteten dann die Walker.

Von Mdina aus sollten wir die 21 km zurück zum Fährhafen in Sliema laufen. Das Streckenprofil versprach, dass es nur abwärts gehen sollte. Und so war es dann auch auf den ersten Kilometern. Immer ganz easy leicht abwärts.

Das Wetter war eigentlich auch perfekt zum Laufen und der noch einen Tag vorher angekündigte Regen fiel glücklicherweise aus.

Erst zeigten sich noch Wolken am Himmel, doch später tauchte dann auch die Sonne auf und es wurde sehr warm.

Mein einziges Ziel für diesen Lauf war den Halbmarathon gesund zu absolvieren und Laufland Numer 40 abhaken zu können.

Ich lief sehr gemütlich und legte bei allen Getränkepunkten immer ausgiebige Gehpausen ein. Unterwegs wurden übrigens Wasser, Isogetränke (in Mini-Flaschen), Orangen und Schwämme angeboten.

Außerdem warteten soviele tolle Fotomotive an der Strecke, so dass ich oft für ein Foto anhielt. Und in der Tat habe ich während des gesamten Laufes 90 Fotos gemacht!

Die Strecke war sehr abwechslungsreich und es gab viel zu sehen. Teilweise war es zwar nicht so spannend – zum Beispiel als wir an einer Straße entlang oder durch ein Industriegebiet liefen – aber es gab auch sehr schöne Passagen.

Die 10 km hatte ich noch in 1:03 h geschafft, aber danach wurde ich immer langsamer. Und es kamen übrigens auch einige Anstiege. Die bin ich dann auch immer konsequent gegangen.

Der schönste Streckenabschnitt war auf den letzten vier Kilometern zu finden. Kurz nachdem wir an Vallette vorbei gelaufen waren, erreichten wir das Meer und von da an ging es bis zum Ziel nur noch am Wasser entlang. Das war echt schön!

Eigentlich hatte ich noch genügend Energie, doch auf den letzten zwei Kilometern hatte ich plötzlich Probleme an der linken Knieaußenseite. Somit konnte ich leider nicht mehr durchgängig laufen, sondern musste immer wieder Gehpausen einlegen. Dabei war es auf den letzten Metern noch einmal richtig motivierend, da es viele Zuschauer gab.

Unterwegs waren nicht sehr viele Zuschauer zu sehen, aber dafür fast durchgängig musikalische Unterhaltung. Gefühlt an jeder Ecke stand ein Band oder jemand spielte Musik. Das war echt toll!

Bei 2:29 h erreichte ich glücklich das Ziel und war froh mein 40. Laufland erlaufen zu haben!

Den restlichen Tag entspannten wir nur noch und ruhten unsere schweren Beine aus. Die unzähligen Höhenmeter merkten wir doch sehr.

Am nächsten Tag mussten wir dann leider Malta wieder verlassen. Mit Lufthansa ging es über München wieder zurück. Unser Anschlussflug nach Berlin wurde zwar gestrichen, aber wir wurden automatisch auf den nächsten umgebucht.

Fazit: Den Malta-Marathon kann ich definitiv empfehlen! Bei frühlingshaften Wetter im Februar laufen und dabei noch eine interessante Insel entdecken – dass alles bietet diese Laufveranstaltung.

Katar? Vor einigen Jahren hätte wohl kaum jemand gewusst, wo sich dieses Land befindet. Doch aufgrund der für 2022 geplanten Fußball-WM ist dieses Land mittlerweile recht bekannt. Und nicht nur Fußball wird dort gespielt, sondern es findet sogar ein Marathon statt.

Der Doha-Marathon sollte in diesem Jahr zum sechsten Mal stattfinden und wir wollten uns dieses Laufevent einmal ansehen.

Glücklicherweise fliegt von Berlin Qatar Airways direkt in die Hauptstadt von Katar. Letzte Woche hoben wir am Mittwochabend mit einer Boing 777 ab und sechs Stunden später landeten wir in Doha. Mit fast 670 Euro war der Flug zwar nicht gerade günstig, aber dafür entfiel nerviges Umsteigen.

Bei der Einreise mussten wir dann leider noch eine ganze Weile anstehen, aber dafür ist das Visum für deutsche Staatsbürger seit einigen Monaten kostenfrei.

Mit dem gratis Shuttle von unserem Hotel klappte auch alles und wir waren froh als wir kurz vor 7 Uhr am Morgen dann unser Hotel, das Golden Tulip Doha, erreichten. Dieses Hotel war noch relativ neu und weniger als 10 min zu Fuß von der Uferpromenade Corniche entfernt.

Wir aßen noch schnell Frühstück und legten uns dann erstmal für einige Stunden ins Bett. Während des Fluges hatte ich leider nicht schlafen können.

Im Vorfeld des Laufes hatte ich mich ja etwas geärgert, weil es keinerlei Information gab, wann wir die Startunterlagen erhalten würden. Wir hatten uns für 36 Euro für die 5 km angemeldet. Darüber hinaus waren neben der Marathondistanz, noch Halbmarathon, 10 km, 3 km und 1 km im Angebot. Für die 10 km hätten wir übrigens denselben Preis gezahlt. Wir hatten uns aber für die 5 km entschieden, da der Start bei uns später sein würde. Aufgrund der zwei Stunden Zeitverschiebung und einer geplanten Startzeit ab halb 7 am Morgen, war uns jede halbe Stunde mehr lieb 😉

Ich hatte den Veranstalter über Twitter, Instagram und per E-Mail kontaktiert und erhielt keinerlei Info zu den Startunterlagen. Erst als ich beim Sponsor auf Instagram nachfragte, wurde mir mitgeteilt, dass wir die Infos noch erhalten. Und in der Tat, weniger als 48 Stunden vorher kam dann eine E-Mail. Die Startunterlagen konnten im Geschäft des Sponsors an den zwei Tagen vor dem Lauf und am Lauftag selbst im Startbereich abgeholt werden.

Da ich gelesen hatte, dass es im letzten Jahr einiges Chaos am Lauftag gab, wollten wir unsere Startunterlagen lieber vorher abholen. Glücklicherweise brachte uns der Taxifahrer ohne Problem zu dem Shop und dort erhielten wir auch die Startnummer (erst einmal gab es nicht mehr) ohne jegliches Anstehen.

Am nächsten Tag, also dem Freitag, stand dann bereits der Lauf an. Die 5 km sollten glücklicherweise erst um 8 Uhr starten. Das war um 6 Uhr nach deutscher Zeit. Wir waren eine halbe Stunde vorher im Start- und Zielbereich und es war alles noch recht überschaubar.

Der Start fand direkt vom dem Museum für Islamische Kunst am Arabischen Golf statt. Ist schon eine coole Kulisse für so einen Lauf! Und die Strecke führte auch komplett am Ufer entlang – immer mit Blick auf das türkisfarbene Meer.

Über die 5 km starteten gerade einmal 460 Läuferinnen und Läufer. Man konnte schon sehen, dass viele davon eher langsamer unterwegs sein würden, und stellten uns daher recht weit vorn im Feld auf. Das war auch gut so!

Der Start erfolgte pünktlich und auf den ersten Metern war erst einmal Überholen angesagt. Das war etwas schwierig, da wir wenige Meter nach dem Start gleich nach rechts abbogen. Und dann liefen wir erst einmal 2,5 km auf der Al Corniche Street. Die ganze Zeit schauten wir dabei auf das blaue Meer. Das war wirklich toll!

Die Sonne war schon längst draußen und somit wurde es auch ganz schnell warm. Im Schatten waren es zu Beginn vielleicht 15° C gewesen, aber in der Sonne wurden es dann schnell mehr als 20° C. Auf den ersten Kilometern mussten wir mit dem Gegenwind kämpfen und ich freute mich schon auf die Wende. Aber da hatte ich mich zu früh gefreut, denn auf der zweiten Streckenhälfte schien mir dann dafür die Sonne erbarmungslos in Gesicht.

Da die Läufer der anderen Distanzen auch noch auf der Strecke waren, verlor man schnell die Orientierung wie man so im Feld lag. Schön war aber, als ich Nadin entdeckte, die den Halbmarathon lief.

Auf den letzten 1,5 Kilometern lief die ganze Zeit ein junger Mann neben mir – egal ob ich schneller oder langsamer wurde. Kurz vor dem Ziel lief er davon. Doch er wähnte sich schon als Sieger in unserem Zweikampf, als ich noch einmal einen Sprint hinlegte, wo er keine Chance mehr hatte 🙂

Ich erreichte das Ziel bei 27:43 min. Mit dieser Zeit belegte ich erstaunlicherweise sogar Platz 12 (von 176) bei den Damen.

Im Ziel traf ich Nadin, die ihren Halbmarathon erfolgreich gemeistert hatte (Glückwunsch nochmal!), ich trank etwas Wasser und holte mir meine Medaille ab. Dieser Lauf war übrigens mein Lauf in Land Nummer 39!

Wir wollten uns dann noch unsere T-Shirts abholen, aber bekamen nur noch Exemplare, wo 42 km drauf stand. Immerhin war es die richtige Größe 🙂 Die angekündigten Snackboxen fanden wir auch nicht.

Übrigens waren auch die deutschen Athleten Arne Gabius und Hendrik Pfeiffer am Start gewesen und ich traf sie nach ihren Läufen. Arne Gabius musste leider aussteigen.

Am Nachmittag genoß ich noch das tolle Sommerwetter an der Corniche und wir fuhren zur Villagio Mall. Dort ist das Thema Venedig und man hat sogar die Möglichkeit in einer Gondel zu fahren. Gleich nebenan befindet sich der Aspire-Tower und das Khalifa International Stadium. In diesem Stadion wird dann auch bei der Fußball-WM gespielt.

Zum Sonnenuntergang besuchten wir noch das Museum für Islamische Art. Eintritt ist dort kostenfrei und der Blick auf der Skyline von Doha am Abend phänomenal!

Am Samstagmorgen lief ich noch einmal 9 km an der Corniche entlang. So eine wunderbare Laufstrecke und so ein tolles Wetter im Januar!

Später besuchten wir noch den Souq Waqif – ein großer Freiluftmarkt mit unzähligen Gassen. Souvenire, Stoffe, Gewürze warten dort auf die Käufer. Und Kamele trafen wir auch 🙂

Den Samstagabend ließen wir noch in der Pure-Skybar im Nachbarhotel ausklingen. Alkohol ist in Katar ja verboten – nur in einigen Bars und Hotels kann man etwas trinken. Und es war gar nicht so einfach in diese Bar zu kommen. Erst wollten sie Mitgliedskarten und als ich erwähnte, dass wir Touristen sind, unsere Pässe. Die hatten wir jedoch nicht dabei – nur Ausweise. Zum Glück durften wir dann doch rein und uns für 8 Euro ein Glas Wein gönnen. Das war übrigens der Preis in der Happy-Hour 🙂

Sonntagnachmittag war es dann leider schon wieder Zeit Doha zu verlassen. Qatar Airways brachte uns sicher zurück nach Berlin.

Fazit: Der Doha-Marathon hat zwar noch einige organisatorische Mängel, aber wiederum lockt er auch mit einer tollen Laufstrecke am Meer entlang und sommerlichen Temperaturen! Mir haben die Tage dort gelaufen und ich fand es sehr spannend Doha zu entdecken.

Ich hoffe dass die Organisatoren aus den Kommentaren lernen und sich im nächsten Jahr nicht nur darauf konzentrieren Eliteläufer einfliegen zu lassen, sondern auch an die ganz normalen Läufer denken.

Verfasst von: Manu | Januar 5, 2018

Läufe, die ich 2018 nicht verpassen möchte …

Das neue Jahr ist bereits einige Tage alt und so einige Laufanmeldungen habe ich auch schon getätigt.

Hier findet Ihr den vorläufigen Überblick meiner geplanten Läufe:

 

Bisher sind drei neue Laufländer (Katar, Malta und Serbien) geplant. Aber ich hoffe, dass ich im Herbst noch in mindestens einem weiteren neuen Land laufen werde. Schließlich will ich in der Länderläuferliste wieder ein Stückchen nach oben rutschen 🙂

Was habt Ihr für 2018 für Läufe geplant? Sehen wir uns vielleicht sogar irgendwo? Oder habt Ihr noch Empfehlungen für mich! Ich wünsche Euch auf jeden Fall: Run Happy!

Die letzten neun Jahre verbrachten wir die Weihnachtstage immer auf unserer Lieblingsinsel Mallorca. Und das war auch der Plan für dieses Jahr. Das erste Problem war jedoch, dass unser Stammhotel Grupotel Playa de Palma Suites & Spa nicht zur Verfügung stand. Grund war eine mehrmonatige Renovierung. Also mussten wir uns eine neue Bleibe suchen und die Wahl fiel auf die Apartamentos Tres Torres. Dort hatten wir zwar weder Pool, Sauna noch Fitnessstudio, aber immerhin eine komplette Ferienwohnung zu einem guten Preis.

Wir freuten uns schon sehr auf entspannte Weihnachtstage auf Mallorca, als plötzlich Niki Pleite ging. Und natürlich hatten wir unsere Flüge mit dieser Airline gebucht. Somit mussten wir teure Ersatzflüge buchen und unsere Reisedaten auch anpassen. Einen Tag später anreisen und leider bereits Silvester wieder abreisen. Aber wir hatten noch Glück im Unglück, denn die ursprünglichen Flüge hatten wir mit Flugmeilen gebucht.

Heiligabend flogen wir dann mit Lufthansa über München nach Mallorca. Die Insel empfing uns mit blauem Himmel, Sonnenschein und frühlingshaften Temperaturen.

Wie in den letzten zwei Jahren hatten wir uns wieder für den Lauf San Silvestre Juaneda angemeldet. Dieser Lauf sollte am zweiten Weihnachtsfeiertag stattfinden. Für die Startgebühr hatten wir 15 Euro bezahlt und uns für die 6,5 km angemeldet. Im Angebot waren außerdem 9,8 und zum ersten Mal 16 km.

Start und Ziel waren wieder am Castell Bellver oberhalb von Palma de Mallorca. Glücklicherweise konnten wir die Startunterlagen noch am Tag selbst abholen. Neben der Startnummer gab es noch ein schönes Shirt und eine blaue Weihnachstmannmütze.

Das Wetter war mit Sonnenschein und um die 16° C auch perfekt. Start für alle Strecken war um 11 Uhr. Die ersten 1,5 km ging es erstmal nur abwärts. Danach liefen wir durch ein Wohngebiet bevor es wieder in den Wald ging. Kurz davor gab es auch noch eine Getränkestation.

Im Wald ging es auf und ab und bei Kilometer 5 kamen wir wieder auf die ursprüngliche Strecke. Von da an ging es nur noch bergauf. Ich ging kurz, aber dann fing ich doch wieder an zu laufen.

Nach einigen Kurven tauchte dann auch endlich das Ziel auf. Ich erreichte dieses nach 41:27 min. Damit belegte ich Platz 9 (von 21) in der Altersklasse und Platz 44 (von 117) bei den Damen.

Im Ziel warteten eine Medaille sowie Wasser, heiße Schokolade und Bananen auf uns. Das war wieder ein schöner Weihnachtslauf gewesen!

Die restlichen Tage verbrachten wir noch ganz entspannt mit Laufen und diversen Ausflügen auf der Insel. Silvester mussten wir dann leider bereits wieder abreisen und konnten nicht wie ursprünglich geplant am Silvesterlauf in Palma teilnehmen.

Fazit: Entspannte Weihnachtstage bei frühlingshaften Temperaturen auf Mallorca sind schon klasse! Und der San Silvestre Juaneda ist auch ein toller Saisonabschluss!

Verfasst von: Manu | Dezember 30, 2017

Das Laufjahr 2017 – ein Rückblick …

Bevor wir alle in das neue Jahr starten, gibt es heute noch eine kurze Zusammenfassung meines  Jahres 2017 aus sportlicher Sicht.

  • Jahreskilometer Laufen: 587 km (28 km weniger als im Vorjahr) – davon waren 266 km in Wettkämpfen
  • Anzahl Laufwettkämpfe gesamt: 29 (4 weniger als im Vorjahr)

  • Neue Bestzeiten: keine
  • Schönster Wettkampf: Gran Canaria Marathon (10 km)
  • Lieblingslaufstrecke: Playa de Palma, Tollensesee, Kühlungsborn, Potsdam

  • Schönste Begegnung: Craig Mitchell und das Treffen alter und neuer Lauffreunde
  • Lieblingslaufschuhe: Launch und Transcend von Brooks

  • Lieblingsgadget: Fitbit
  • Lieblingszubehör: Blackroll, Formbelt
  • Lieblingskleidungsstück: meine Tights und Shirts von Brooks
  • Bestes Laufbuch: irgendwie habe ich dieses Jahr kein einziges Laufbuch gelesen 😦

  • Schönstes Erlebnis: Lauftraining mit Heike Drechsler und Premiere von „Skid Row Marathon“
  • Überraschendstes Erlebnis: 3. Platz in der AK beim Nachtlauf in Leipzig und gleich zwei Halbmarathons in der ersten Jahreshälfte

  • Beste Entscheidung: wieder soviel gereist zu sein
  • Alternativsport: Gymnastik zuhause, (Autogenes Training)
  • Neue Erfahrung: Yoga-Stunde und Jetskifahren

  • Bloggerevents: Strava-Run Berlin, Ampelmann-Award, Jaybird-Event Hamburg, 261-Event Berlin
  • Darauf  hätte ich verzichten können: Rückenschmerzen im Mai

  • Erkenntnis des Jahres: Laufen macht Spaß – auch langsam und nur kurze Strecken!
  • Ziel für nächstes Jahr: zwei Halbmarathons laufen und mindestens drei neue Laufländer

Fazit: Alles in allem war 2017 ein schönes Laufjahr für mich! Auch wenn ich nicht mehr um neue Bestzeiten laufe, so bin ich froh, dass ich überhaupt unbeschwert laufen kann. Ärgerlich war nur, dass ich im Mai wieder einige Probleme mit dem Rücken hatte.

Und wie war 2017 so bei Euch? Ich bin auf Eure Antworten gespannt! Und ich wünsche Euch alles Gute für das neue Jahr! Run happy!

Bereits dreimal hatte ich am St. Pauli X-Mass Run in Hamburg teilgenommen. Und auch in diesem Jahr wollte ich erneut bei diesem weihnachtlichen Lauf durch St. Pauli dabei sein.

Da der Lauf immer ausverkauft ist, hatten wir uns sofort am ersten Tag, an dem die Anmeldung geöffnet war, Startplätze gesichert. Hierfür  hatten wir 16 Euro (inkl. Chipgebühr) bezahlt).

Letzten Samstag fuhren wir dann mit der Bahn von Berlin aus nach Hamburg. Unser Domizil für das Wochenende sollte das Arcotel Onyx direkt an der Reeperbahn sein. Diese stylische Hotel machte einen guten Eindruck auf uns und wir hatten auch erstmalig die Gelegenheit in einem runden Bett zu schlafen 🙂

Am Nachmittag machten wir uns auf den Weg zur Elbphilharmonie. Wir genossen dort die Aussicht von der Plaza auf den Hamburger Hafen. Es war leider sehr windig und wurde schon dunkel. Wir wärmten uns dann dort im Café bei Kaffee und Stollen wieder auf.

Am Abend besuchten wir, wie schon so oft in der Vergangenheit, das vegane Restaurant Loving Hut. Im Anschluss bummelten wir noch über den Weihnachtsmarkt in St. Pauli und ich genoss den ersten Glühwein in diesem Jahr.

Sonntag war Ausschlafen angesagt, da der Start erst für 11 Uhr angesetzt war. Beim Blick aus dem Fenster verging mir aber sehr die Lust auf Laufen. Grau, nass und windig!

Wären Anette und Stefan nicht gewesen, dann hätten wir wohl auf den Lauf verzichtet …

Und in der Tat war es dann nicht gerade sehr angenehm, als wir die wenigen Meter im Regen bis zum Millerntorstadion liefen. Wenigstens mussten wir für die Startnummern nicht lange anstehen und konnten uns dann noch im Warmen unterstellen. Außerdem trafen wir noch kurz Andreas.

Wir schauten auch noch kurz am Stand von Jaybird vorbei, wo es sogar ein Geschenk gab. Vielen Dank!

Um 11 durfte dann die erste Startwelle los. Erstmalig in diesem Jahr gab es drei Startwellen und wir waren glücklicherweise in der ersten Welle.

Ein wenig Verwirrung gab es dann noch weil nicht klar war, ab wo die Zeitnahme eigentlich losging. Im Endeffekt war das dann erst im Stadion der Fall.

Die Strecke hatte sich im Vergleich zu den Vorjahren nicht geändert. Zunächst liefen wir am Heiligengeistfeld entlang, wo gerade Dom (= Rummel) war, und dann weiter durch die Parkanlage Planten & Blomen. Zum Glück wurde mir durch das Laufen relativ schnell warm. Man musste nur aufpassen, da es so einige Pfützen gab und teilweise auch etwas glatt war.

Aber es machte wieder viel Spaß die diversen Kostümierungen zu betrachten. Einige hatten sich da wirklich viel Mühe gegeben!

Ich war diesmal relativ fix unterwegs und bei 29:26 min kam ich ins Ziel. Offiziell waren es 5 km, aber wie in den Vorjahren war die Strecke doch um einiges länger. Ich belegte in meiner Alterklasse Platz 9 (von 113) und Platz 86 (von 799) bei den Damen.

Eine coole Medaille gab es wie jedes Jahr und im Anschluss einen schönen warmen Punsch! Auch eine Urkunde ließ ich mir noch ausdrucken. Dann wurde es schon Zeit wieder ins Hotel zu gehen und kurz darauf den Zug nach Berlin zu besteigen.

Fazit: Der St. Pauli X-Mass Run macht jedes Jahr in der Vorweihnachtszeit viel Spaß und wir sind nächstes Jahr sicherlich auch wieder dabei. Sehen wir uns?

Hier findet Ihr übrigens noch den Bericht von Anette.

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