“Motivation lässt dich starten, Gewohnheiten bringen dich ans Ziel”

Abenteuer Motivation

Norman Bücher ist einigen von Euch sicherlich als Extremläufer bekannt. In 15 Tagen durch das australische Outback oder ein 265 Kilometer Nonstoplauf durch das Königreich Bhutan – sind nur einige der Herausforderungen, die der in Karlsruhe geborene Extremsportler gemeistert hat.

Deartige Leistungen sind natürlich nur mit entsprechender Motivation möglich und zu diesem Thema hat Norman Bücher ein Buch verfasst. “Abenteuer Motivation: Impulse eines Extremläufers” beschäftigt sich mit Erfolgsgaranten aus dem Extremsport, die auch für den Alltag nützlich sind. Denn wir erfahren – auch im Sport hängt der Erfolg zu 80 Prozent von den mentalen Fähigkeiten ab.

Bücher warnt jedoch gleich zu Beginn: “Dieses Buch wird dich nicht motivieren. Das kannst du nur selbst schaffen. Was ich dir anbieten kann, sind Impulse, Anregungen und Denkanstöße.

In fünf Kapiteln beschäftigt sich Bücher mit den folgenden Themen:

  • Idee & Vision: Das Abenteuer im Kopf
  • Ziel – Rohstoff für das Abenteuer
  • Vorbereitung und Planung – Die Basis für das Abenteuer
  • Durchführung – Das Abenteuer beginnt
  • Danach – Das Abenteuer in der Nachlese

Motivation ist die Basis für erfolgreiche Projekte. Doch wie entsteht sie?

Norman Bücher Träume

Folgende Impulse gibt Norman Bücher im Kapitel “Idee & Vision“:

  • Nimm’ Dir Zeit zum Träumen und beschäftige Dich mit Deinen Träumen.
  • Verwende und trainiere Deine Vorstellungskraft, zum Beispiel mit Bildern.
  • Lege Deine eigene Definition von Erfolg fest.
  • Hinterfrage Deine Glaubenssätze und überwinde Deine Angst.
  • Höre auf Dein Herz und finde etwas, das Dich begeistert.

Im folgenden Kapitel geht es um das Thema Ziele. Gemäß Bücher sind “Ziele das Bindeglied zwischen der Vision und der Umsetzung. Ziele geben uns Orientierung und zeigen einen kleinen Weg voraus.” Wir erfahren auch, dass nur vier Prozent der Menschen in den westlichen Industrienationen ihre Ziele schriftlich festhalten.

Norman Bücher hält besonders folgende Punkte für wichtig:

  • Werde Dir über Deine Ziele klar!
  • Definiere Dein Ziel und mache es konkret und messbar.
  • Halte Deine Ziele schriftlich fest und schaue sie jeden Tag an.
  • Teile Dein großes Ziel eine viele kleine Teilziele auf.

Im nächsten Abschnitt erfahren wir mehr zur Vorbereitung und Planung. Dabei erläutert Norman Bücher das Prinzip der Minimalkonstanz: Führe eine Aktivität jeden Tag durch. Auf lange Sicht gesehen haben derartige Aktivitäten mit minimalem Zeitaufwand, große Auswirkungen. Jeden Tag zehn Minuten Laufen hat vielleicht nach einer Woche kaum Auswirkungen – doch bereits nach vier Monaten sieht das ganz anders aus.

Außerdem sind folgende Punkte bei der Vorbereitung und Planung wichtig:

  • Selbstdisziplin lässt sich trainieren.
  • Belohne Dich für Erreichtes!
  • Lege ein persönliches Erfolgstagebuch an.
  • Reduziere in Deinem Leben, denn weniger ist oft mehr.
  • Veränderungen sind nur durch verändertes Denken möglich.

Nun kann es losgehen – die Durchführung steht an. Dabei ist der erste Schritt meist der schwierigste.

Norman Bücher

Die folgenden Punkte sind nach Bücher bei der Durchführung eines Projektes die wichtigsten:

  • Nutze den Fünf-Minuten-Deal, wenn Du keine Lust auf eine Aufgabe hast.
  • Sehe Probleme als eine Möglichkeit an ihnen zu wachsen.
  • Nicht die Umstände beeinflussen unseren Zustand, sondern wie wir darüber denken.
  • Nutze die Technik “So tun, als ob” – tue so, als wärst Du schon motiviert.
  • Lebe den Moment und sei dankbar dafür!
  • Unterschätze nie die Bedeutung von Kleinigkeiten.
  • Rückschläge sind normal und es kommt darauf an, wie Du mit ihnen umgehst.
  • Sei bereit für die Extrameile.

Das Ziel wurde erreicht und was passiert nun? Folgende Dinge sind dann angeraten:

  • Feiere Deinen Erfolg und freue Dich darüber!
  • Gönne Dir eine Pause!

NormanBücher

Fazit: Norman Bücher schildert in “Abenteuer Motivation: Impulse eines Extremläufers” gut nachvollziehbar, die Voraussetzungen von Motivation. Dabei bedient er sich zahlreicher Beispiele aus seinem Leben als Extremsportler, die auch im normalen Alltag erfolgsversprechend sein können. Auch wenn es sich nicht um ein Laufbuch im herkömmlichen Sinne handelt, so hat mir die Kombination aus Sportlerbiographie und Motivationsbuch doch sehr gefallen!

Anmerkung: Das Buch wurde mir vom Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Dies hat jedoch meine Meinung nicht beeinflusst. Die oben erwähnten Zitate stammen alle aus dem Buch.

Midzomernachtrun Gent

Neun Länder grenzen an Deutschland und mir fehlte noch eins davon auf meiner Laufliste: Belgien! In den restlichen acht Ländern hatte ich bereits Wettkämpfe bestritten. Letztes Wochenende sollte schließlich hinter Belgien ein Haken gemacht werden.

Brussels Airlines

Freitagabend brachte uns Brussels Airlines von Berlin in die belgische Hauptstadt Brüssel. Doch hier hatten wir noch nicht unser Ziel erreicht. Mit dem Zug ging es weiter in das eine Stunde entfernte Gent .

Belgien

Kurz vor Mitternacht erreichten wir die Hauptstadt der Provinz Ostflanderns und nach einer kurzen Taxifahrt standen wir vor unserem Hotel. Doch die Tür war verschlossen! Auf unser Klingeln öffnete auch niemand. Glücklicherweise war eine Notiz an der Tür, dass man im Pub um die Ecke nachfragen soll. Und somit mussten wir die Nacht dann doch nicht auf der Straße schlafen :-)

Am Samstagvormittag machten wir uns zu Fuß auf den Weg zur Startnummernausgabe. Die war fast drei Kilometer von unserem Hotel entfernt und befand sich in einer Sporthalle etwas außerhalb.

Gent

Beim Midzomernachtrun standen zwei Strecken zur Auswahl: 10 km und 15 km. Wir hatten uns für die kürzere Distanz entschieden und dafür 18 Euro bezahlt. Hierfür gab es ein weißes Funktionsshirt, welches perfekt passte. Bei der Startnummernausgabe ging es auch total fix.

Gent

Den restlichen Tag erkundeten wir Gent. Im Mittelalter gehörte diese Stadt zu den größten Städten Europas und vom einstigen Reichtum ist noch so einiges zu sehen. Wunderschöne alte Gebäude, viele davon denkmalgeschützt, zieren die Kanäle.

Gent

Beeindruckend war auch die mitten im Stadtzentrum befindliche Burg Gravensteen.

Gent

Nachdem wir uns das alles zu Fuß angeschaut hatten, stand am späten Nachmittag noch eine kleine Bootsfahrt an. Auch vom Wasser aus, machte Gent einen tollen Eindruck!

Gent

Schließlich wurde es Zeit für den Midzomernachtrun! Der Startschuss sollte erst 22 Uhr erfolgen, aber wir hatten ja noch fast drei Kilometer bis zum Start. Diese Strecke legten wir bereits laufend zurück.

Leider fing es eine Stunde vor dem Start an zu regnen. Und somit wurden wir schon auf dem Weg zum Start ziemlich nass.

Midzomernachtrun Gent

Glücklicherweise gab es im Startgebiet ein großes Zelt, in welchem wir uns vor dem Regen schützen und aufwärmen konnten. Erst 10 Minuten vor dem Startschuss begaben wir uns dann nach draußen.

Der Start erfolgte für beide Distanzen gemeinsam – über die 10-km-Distanz waren es über 3.300 Teilnehmer. Zum Start gab es Flammen und Feuerwerk – das war ganz cool gemacht!

Midzomernachtrun Gent

Es dauerte nur wenige Sekunden und wir überquerten die Startlinie. Es wurde auf den ersten Metern recht eng und ich musste schauen, wo es Lücken zum Überholen gab.

Den ersten Kilometer liefen wir auf einer großen Straße – doch dann ging es mit dem Kreuz- und Querlaufen los. Kopfsteinpflaster, Bordsteinkanten, Parkwege – alles war auf den nächsten Kilometern dabei. Und mittlerweile hatten sich schon große Pfützen gebildet und meine Füße waren in kurzer Zeit nass.

Midzomernachtrun Gent

Die Hälfte der Strecke hatte ich in 27 Minuten geschafft und mittlerweile waren wir im Stadtzentrum von Gent angekommen. Dieser Streckenabschnitt war besonders schön – weniger schön war das Kopfsteinpflaster.

Den ersten Verpflegungspunkt mit Wasser und Isogetränken hatten wir mittlerweile auch hinter uns gelassen. Trotz Regen war mir inzwischen sehr warm geworden und ich freute mich über die Erfrischung.

Bei Kilometer 6 liefen wir an der Rückseite unseres Hotel entlang und dann liefen wir ziemlich lange an einem Kanal. Mittlerweile war es dunkel geworden und ich musste beim Laufen doch ziemlich aufpassen.

Gent

Ein zweiter Getränkepunkt erwartete uns dann auch noch und schließlich war es nicht mehr weit zum Ziel. Auf der zweiten Streckenhälfte war ich deutlich schneller unterwegs und habe noch viele Läufer eingesammelt.

Schließlich erreichten wir wieder die große Straße, auf der wir gestartet waren, und ich setzte zum Endspurt an. Bei 52:41 min erreichte ich das Ziel und lief damit meine zweitbeste Zeit über die 10 km überhaupt. Leider gab es nur eine Platzierung ingesamt: Platz 822 von 3.343 Läufern – keine separate Wertung für Frauen oder gar Altersklasen. Das wäre noch verbesserungswürdig!

Im Ziel nahmen wir die Medaille in Empfang sowie Wasser und eine Banane. Und dann ging es im Laufschritt die fast drei Kilometer wieder zum Hotel zurück. Dort genoßen wir noch ein Glas Wein im Pub.

Midzomernachtrun Gent

Am Sonntagmorgen wurde ausgeschlafen – bevor es dann per Zug wieder zurück nach Brüssel und von da per Flieger nach Berlin ging.

Alles in allem, war das Wochenende in Belgien toll! Ich hätte mir nur einen regenfreien Lauf in meinem Laufland Nummer 29 gewünscht.

Ausstattung: PureConnect von Brooks, TomTom Runner Cardio, Fitbit Surge

“Wenn man sich betrinkt, fühlt man sich zuerst großartig, aber später furchtbar. Beim Laufen fühlt man sich zuerst furchtbar, aber wenn man erst einmal das Ziel erreicht hat, fühlt man sich super.”

Im Land des Laufens

Laufen ist meine große Leidenschaft! Wenn ich diese Tätigkeit nicht gerade selbst ausführe, so liebe ich es darüber zu lesen. In den letzten Tagen verbrachte ich jede freie Minute mit dem Buch “Im Land des Laufens: Meine Zeit in Kenia“. Dieses Buch wurde vom Briten Adharanand Finn geschrieben. Er zog mit seiner Familie für mehrere Monate nach Iten, um dort das Geheimnis der besten Läufer zu Welt zu lüften. “Iten ist die Fabrik des kenianischen Laufsports.” – wird Finn gleich bei der Ankunft vom Organisator des kenianischen Sport- und Tourismustages bestätigt.

Adharanand Finn ist selbst Läufer und bereitet sich in Iten mit einer Laufgruppe auf den Lewa-Marathon vor. Bei diesem Lauf müssen kurz vor dem Start die Löwen auf der Strecke mit Hubschraubern vertrieben werden!

Wir dürfen Adharanand Finn bei seinen Erlebnissen in der kenianischen Hochburg des Laufens begleiten. Die Kenianer sind die besten Läufer der Welt und eine der am häufigsten ausgeübten Sportarten, nämlich der Langstreckenlauf, wird durch dieses relativ kleine Volk dominiert.

In Iten, einer Stadt mit 4.000 Einwohnern, leben etwa 1.000 Vollzeitläuferinnen und -läufer. Laufen als Hobby – dieses Konzept existiert in Kenia nicht. Laufen ist eine Profession. Finn fasst es folgendermaßen zusammen: “Die Menschen hier laufen, um ihr Leben zu verändern. Um ihre Familien zu ernähren. Um Weltrekorde zu brechen.”

Wie schnell die Kenianer sind, muss er gleich in den ersten Tagen in Iten feststellen. Auf seine Frage, wie langsam denn der langsamste Läufer über die 10 km wäre, wird ihm geantwortet: Etwa 35 Minuten!

Doch was sind nun die Geheimnisse des kenianischen Laufwunders?

Finn identifiziert folgende Punkte:

  • eine harte und bewegungsintensive Kindheit, in der die Kinder den Weg zur Schule zu Fuß zurücklegen
  • häufiges Barfußlaufen
  • die Höhenlage, in der die Kenianer geboren werden und aufwachsen
  • die Ernährung (u.a. die kenianische Maismehlgericht Ugali)
  • die Vorbilder im eigenen Land
  • die schlichte Vorgehensweise beim Training: “Niemand führt ein Trainingstagebuch oder zählt die wöchentlich gelaufenen Kilometer.
  • die Laufcamps mit ausgiebigen Ruhezeiten und Konzentration auf das Laufen ohne jegliche Ablenkung
  • Hingabe und Erfolgshunger
  • der Mangel an Alternativen

Keine Angst, ich habe Euch noch nicht den gesamten Inhalt des Buches verraten! Ihr müsst schon selbst lesen, wie es hinter den Kulissen der kenianischen Talentschmieden aussieht und ob Finn bei seinem ersten Marathon wirklich Löwen trifft. Außerdem findet Ihr im Buch eine Vielzahl von beeindruckenden Fotos aus Kenia.

Adharanand Finn

Fazit: Unbedingt lesen! Nicht ohne Grund wurde “Im Land des Laufens: Meine Zeit in Kenia” als bestes Sportbuch des Jahres ausgezeichnet. Dieses Buch gehört zur Pflichtlektüre eines jeden Läufers!

Anmerkung: Das Buch wurde mir vom Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Dies hat jedoch meine Meinung nicht beeinflusst. Die oben erwähnten Zitate stammen alle aus dem Buch.

Verfasst von: Manu | Juni 15, 2015

Run happy in der Hauptstadt …

Brooks Run Happy Tour

Run happy! Das ist mein Motto beim Laufen und das ist auch das Motto der neuen Tour von Brooks. Der Run-Happy-Spirit sollte in 15 Städten verbreitet werden und los ging es am 10. Juni in Hannover. Am Tag darauf rollte der Brooks-Truck nach Berlin und dort musste ich natürlich dabei sein!

Brooks Run Happy Tour

Am frühen Abend strömten nach und nach immer mehr Läuferinnen und Läufer zur Freien Internationalen Tankstelle, einem Kunstprojekt und Location im Prenzlauer Berg.

Um 19 Uhr wurde das Gedränge vor dem Truck immer größer, denn die Run-Happy-Shirts wurden verteilt. Für die ersten 100 Teilnehmer gab es ein cooles Shirt und ich war glücklich, dass ich auch eins erhielt :-)

Brooks Run Happy Tour

Dann war es soweit – es ging auf die bis dato noch geheime Laufstrecke. Das Team von Brooks hatte sich gemeinsam mit den Flitzpiepen eine abwechslungsreiche Strecke mitten durch Berlin ausgedacht – es ging kreuz und quer durch den Prenzlauer Berg und Berlin-Mitte. Auch auf die langsamen Läufer wurde Rücksicht genommen. An dem Abend ging es nicht um neue Bestzeiten, sondern einfach nur um den gemeinsamen Spaß am Laufen.

Brooks Run Happy Tour

Die Passanten schauten nicht schlecht als sich da plötzlich eine Masse von Läufern an ihnen vorbei bewegte.

Brooks Run Happy Tour

Nach einer Stunde trudelte so nach und  nach wieder jeder am Run-Happy-Truck ein. Nun konnte der entspannte Teil des Abends starten: Getränke und Gegrilltes. Und besonders toll fand ich, dass selbst an die Vegetarierer gedacht wurde und vegetarische Würste auf dem Grill lagen.

Brooks Run Happy Tour

Bei interessanten Plauderein mit alten und neuen Laufbekannten, verging der Abend leider viel zu schnell. Das schreit nach einer Wiederholung!

Brooks Run Happy Tour

Vielen Dank an Brooks für den tollen Abend in der Hauptstadt!

Ihr wollt auch dabei sein? In den folgenden Städten habt Ihr noch die Möglichkeit den Run-Happy-Truck zu treffen:

  • 15. Juni Düsseldorf
  • 16. Juni Köln
  • 20. Juni Frankfurt am Main
  • 21. Juni Mannheim
  • 22. Juni Stuttgart
  • 24. Juni Zürich
  • 26. Juni München
  • 28. Juni Wien
  • 30. Juni Dresden
  • 1. Juli Leipzig

Und nicht vergessen: Run happy!

Brooks Run Happy Tour

Tollenseseelauf 2015

Es gibt diese Läufe, die man wieder und wieder läuft, weil sie einfach so schön sind. Bei mir ist der Tollenseseelauf einer dieser Läufe. 2009 nahm ich zum ersten Mal an dieser Laufveranstaltung teil. In diesem Jahr sollte es bereits das fünfte Mal werden.

Freitagmittag traf ich nach einer zweistündigen Zugfahrt im beschaulichen Neubrandenburg, der drittgrößten Stadt Mecklenburg-Vorpommerns, ein. Über 750 Jahre alt ist die Kreisstadt bereits und ist unter anderem für seine gut erhaltene mittelalterliche Stadtmauer bekannt.

Neubrandenburg

Erneut hatte ich ein Zimmer im Parkhotel gebucht. Dieses befindet sich nur wenige Minuten vom Stadtzentrum entfernt und auch den Tollensesee erreicht man in fünf Minuten.

Das Wetter war dieses Jahr einfach perfekt in Neubrandenburg – blauer Himmel, Sonnenschein und angenehme Temperaturen! Daher machte ich mich, nach dem obligatorischen Stadtbummel, auch sofort auf den Weg zum See. Der Tollensesee ist 10 km lang und bis zu 2,3 km breit und bietet eine Vielzahl von Badestellen. Ich suchte mir ein schönes Plätzchen am Ufer und genoß das sommerliche Wetter. Und natürlich war ich auch im Wasser – das war einfach nur traumhaft!

Tollensesee

Später holte ich mir noch die Startunterlagen für den Tollenseseelauf in der Stadthalle im Kulturpark ab. Sechs Euro hatte ich für den Startplatz bezahlt. Neben dem 10-km-Lauf sind auch noch Marathon, Halbmarathon sowie ein Staffelmarathon, Walking und Kinderläufe im Angebot.

Die meisten Läufe finden ja am Sonntag statt – beim Tollenseseelauf ist das anders. Dort wird bereits am Samstag gelaufen.

Ich frühstückte am Samstagmorgen in meinem Hotel in aller Ruhe und ging dann die 500 Meter bis zum Start. Dort erlebte ich noch den Start der Marathonläufer. Die taten mir richtig leid. Denn das Thermometer verzeichnete bereits am Vormittag um die 24° C! Aufgrund dieses sehr hochsommerlichen Wetters hatte ich mich auch für meine kurzen Shorts und das luftige Oberteil von Brooks entschieden. Das war die richtige Wahl!

Tollenseseelauf

Beim Warten auf den Shuttlebus traf ich die liebe Corinna und gemeinsam fuhren wir zum Start nach Klein Nemerow. Durch das Plaudern mit Corinna achtete ich zum Glück nicht so auf die Strecke, die wir mit dem Bus zurücklegten. Sonst hätte ich noch weniger Lust gehabt bei dieser Hitze die gesamte Distanz wieder zurückzulaufen.

Tollenseseelauf

Der Bus setzte uns nicht direkt am Start ab und somit mussten wir noch ein paar Meter laufen. Dort angekommen, hatten wir noch etwa 40 min Zeit bis zum Start. Also war noch ein Besuch der blauen Toilettenhäuschen drin. Die restliche Zeit entspannten wir im Schatten und schauten den Staffelläufern zu, die die Strecke passierten.

Tollenseseelauf

Dann war es auch für uns soweit. 11:15 Uhr ging es für die mehr als 600 Teilnehmer auf die Strecke. Erstmals in diesem Jahr wurde auch die Nettozeit gemessen, was ich eine gute Entscheidung fand.

Tollenseseelauf

Im letzten Jahr war ich beim Tollenseseelauf unerwartet eine neue Bestzeit gelaufen. Doch so eine Leistung war in diesem Jahr aufgrund der hohen Temperaturen auf keinen Fall drin. Alles über 15° C ist mir beim Laufen zu warm!

Glücklicherweise ging es nach wenigen Metern gleich in den Wald und das war doch eindeutig angenehmer. Die ersten zwei Kilometer konnte ich auch noch im hohen Tempo laufen, doch bei Kilometer 3 machte sich dann die Hitze deutlich bemerkbar. Ich wurde auf den nächsten Kilometern immer langsamer. Glücklicherweise tauchte der erste Getränkepunkt mit Wasser schnell auf. Doch die Abkühlung hielt nicht lange an – obwohl wir im schattigen Wald liefen.

Ich mochte gar nicht nach links schauen, denn dort war das funkelnde Blau des Tollensesees zu sehen. Das erinnerte mich nur zu sehr daran, wie gern ich mich in diese Fluten stürzen würde. Stattdessen keuchte ich mit rotem Kopf durch den Wald :-) Na ja, ich tat das ja freiweilig!

Tollensesee

Kilometer 5 erreichte ich nach etwas mehr als 27 min. Doch danach wurde ich noch langsamer. Bald war wieder ein Getränkepunkt zu sehen, doch an dem musste ich etwas warten. Die Helfer kamen gar nicht mit dem Ausgeben von Wasser nach.

Kurze Zeit später erreichte ich den nächsten Getränkepunkt und dort bekam ich sofort Wasser. Wie ich später von Corinna erfuhr, war bei ihr bei einem Getränkepunkt das Wasser sogar ganz ausgegangen. Das darf bei so hohen Temperaturen nicht passieren!

Mittlerweile war ich im Kulturpark angekommen – kurz zuvor hatte ich noch einen sehnsüchtigen Blick auf meine Badestelle vom Tag zuvor geworfen.

Die letzten zwei Kilometer sind die schlimmsten Kilometer. Hierfür gibt es mehrere Gründe: Man läuft größtenteils im direkten Sonnenschein. Außerdem hört man die Ansagen im Ziel schon lange bevor man dieses erreicht. Doch stattdessen gilt es noch eine große Runde im Kulturpark zu bewältigen. Das war besonders schwer heute.

Tollenseseelauf

Doch ich hörte schlagartig auf mich selbst zu bemitleiden, als ich zwei Läufer am Rand liegen sah, die schon von Sanitätern umsorgt wurden. Und leider waren es nicht die einzigen Läufer, die Probleme hatten. Sehr oft hörte man das Martinshorn und ich hoffe, dass es mittlerweile allen wieder besser geht!

Tollenseseelauf

Die letzten Meter wurde ich noch einmal wieder etwas schneller und dennoch reichte es nicht mehr für eine Zeit unter 58 Minuten. Genau 58:00 min zeigte die Uhr. Platz 10 (von 51) in meiner Altersklasse und Platz 44 (von 284) bei den Damen belegte ich.

Tollenseseelauf

Nachdem ich die Medaille um den Hals hängen hatte, bin ich schnell zum Wasserstand. Durst! Und ganz besonders schmeckt nach einem derartigen Hitzelauf ein saftiger Apfel.

Tollenseseelauf

Ich empfing dann noch Corinna im Ziel, die auch tapfer die 10 km bewältigt hatte.

Dann wurde ich noch von Stephan und Thomas aus Berlin/Potsdam angesprochen. Sie waren durch meinen Blogpost auf den Tollenseseelauf aufmerksam geworden und hatten mich sogar erkannt und angesprochen. Soetwas finde ich immer toll!

Tollenseseelauf

Nach dem Lauf musste ich natürlich unbedingt wieder an den See. Wie sehr genoß ich das Schwimmen im kühlen Nass! Spätestens da waren alle Strapazen des Laufes wieder vergessen.

Tollensesee

Am späten Nachmittag kam dann der angekündigte Regen – doch glücklicherweise blieb das Gewitter aus. Dafür gönnte ich mir aber ein leckeres Stück Kuchen!

Neubrandenburg

Sonntagmorgen musste ich dann unbedingt noch einmal am Tollensesee laufen. Was für eine wunderbare Kulisse zum Laufen!

Tollensesee

 

Ich hoffe, dass ich im nächsten Jahr auch wieder ein traumhaftes Wochenende in der Stadt der vier Tore verbringe!

Neubrandenburg

Ausstattung: PureConnect von Brooks, TomTom Runner Cardio, Fitbit Surge

 

Europamarathon Görlitz

Kennt Ihr die Oberlausitz? Diese Region liegt im Dreiländereck Deutschland-Polen-Tschechien und genau dort wurde ich vor vielen Jahren geboren.

Somit ist doch klar, dass ich ab und an auch einmal in meiner alten Heimat laufen muss. Und daher hat es sich schon fast eingebürgert, dass ich im Juni immer einen Abstecher nach Görlitz zum Europamarathon mache. Diese Laufveranstaltung in der östlichsten Stadt Deutschlands findet in diesem Jahr bereits zum 12. Mal statt. Dreimal hatte ich bisher bei diesem Laufevent teilgenommen – über die 5 km, 10 km und den Halbmarathon. In diesem Jahr sollten es erneut die 10 km werden.

Ursprünglich hatte ich geplant am Samstagvormittag mit dem Zug nach Görlitz zu fahren. Doch dann kündigte sich hochsommerliches Wetter an und ich hatte die Idee doch schon am Freitagnachmittag nach der Arbeit den Zug zu nehmen und den Tag vor dem Lauf in der Stadt Zittau am Fuße des Zittauer Gebirges (das kleinste Mittelgebirge Deutschlands) zu verbringen. Mein Ziel sollte dort das Hotel am Olbersdorfer See sein. Dieses Gewässer entstand aus einem ehemaligen Tagebau und seit Ende der 90er-Jahre kann darin gebadet werden. Ich hatte schon einige schöne Sommertage an dem See verbracht und war froh, dass es noch ein freies Zimmer im Hotel für mich gab.

Zittau

Freitagabend erreichte ich (leider mit Verspätung) den Bahnhof in Zittau und wurde von meiner Schwester abgeholt. Wir fuhren an den Olbersdorfer See und nach dem Einchecken chillten wir entspannt auf der Hotelterasse bei einem leckeren Wein.

Haus am See Olbersdorf

Am nächsten Morgen freute ich mich schon riesig auf das Laufen am See. Die Laufstrecke führt einmal um den See und man ist dort fast ganz für sich allein mitten in der Natur. Sonnenschein, blauer Himmel und Vogelgezwitscher – was will man mehr! Ich laufe dort so gern!

Olbersdorfer See

Obwohl es erst kurz nach 8 Uhr war, kam ich schnell ins Schwitzen und dachte schon mit Bangen an die 10 km in Görlitz am nächsten Tag.

Olbersdorfer See

Nach dem Lauf entspannte ich beim Frühstück auf der Hotelterasse und danach ging es gleich wieder an den See. Der Steg war noch leer – nur ein paar Enten hatten es sich dort bequem gemacht. Ein erster Test mit den Füßen war noch nicht so vielversprechend, aber dann war ich mutig und ließ mich einfach ins Wasser fallen. Und es war dann so toll! Durch das Schwimmen wurde mir schnell warm und ich genoss das erste Bad im Freien in diesem Jahr total! Ach, war das schön!

Olbersdorfer See

Am liebsten hätte ich den ganzen Tag auf dem Steg am Olbersdorfer See verbracht, aber ich wollte ja weiter nach Görlitz. Mit dem Zug sind es 40 min von Zittau in die zweigeteilte Stadt an der Neiße.

Görlitz

Nach dem Einchecken im Hotel auf dem Neumarkt bummelte ich ein wenig durch die wunderschöne Altstadt von Görlitz. Ich bin immer wieder begeistert von den toll anzusehenden Gebäuden! Die Stadt ist übrigens mit über 4.000 Denkmälern das größte Flächendenkmal Deutschlands.

Görlitz

Schließlich holte ich die Startunterlagen im Augustum-Annen-Gymnasium ab. Für 12 Euro erhielt ich neben der Startnummer nur noch eine Packung Pflaster und einen Kugelschreiber. Allerdings gab es auch einen Gutschein für eine Portion Pasta am Abend – diese würde ich mir jedoch nicht abholen können, da ich andere Pläne hatte.

Görlitz

Anschließend bummelte ich noch an der Neiße entlang – sowohl auf der deutschen als auch auf der polnischen Seite in Zgorcelec. Dort schaute ich mir das Kulturhaus (Dom Kultury) an. Ich wußte vom letzten Mal, dass die Laufstrecke dort vorbeiführt und wollte mir dieses Gebäude unbedingt einmal in Ruhe ansehen.

Dom Kultury

Da es doch sehr warm war, machte ich dann im Café 13 auf der deutschen Seite eine kleine Pause und genoss Schlesische Mohnklösse, geschichtet im Glas mit Vanilliensoße. War das lecker!

Schlesische Mohnklöße

Am Abend schließlich traf ich zwei ehemalige Mitschülerinnen wieder und wir genoßen den Abend im Restaurant Piwnica Staromiejska direkt an der Neiße auf der polnischen Seite.

Zgorcelec

Am Sonntagmorgen zeigten sich dann leider graue Regenwolken am Himmel und in der Tat begann es kurz vor dem Lauf zu regnen.

Europamarathon Görlitz

Carsten und seine Freundin holten mich im Hotel ab und wir liefen die wenigen Meter bis zum Start auf der Elisabethstraße zu Fuß. Zunächst tröpfelte es nur, doch der Regen wurde dann leider immer stärker. Glücklicherweise war es noch relativ mild.

10:50 Uhr erfolgte fast unbemerkt der Startschuss und das Feld von knapp über 300 Teilnehmern setzte sich in Bewegung.

Europamarathon

Leider schaffte ich es nicht meine Uhr rechtzeitig zu starten (das GPS-Signal ließ auf sich warten), so dass ich ohne wirkliche Zeitmessung laufen würde. Aber die 10 km beim Europamarathon sind aufgrund der vielen Höhenmeter sowieso nicht bestzeitentauglich.

Bei etwa 1,5 km verließen wir Deutschland über die Altstadtbrücke und liefen dann weiter auf polnischem Gebiet in Zgorzelec. An der Neiße entlang liefen wir zum Park Ujazdowski, in welchem sich das Kulturhaus befindet. Doch bevor wir dieses erreichten, standen die ersten Höhenmeter an. Ich war bereits total nass und dann auch noch bergauf – irgendwie hatte ich da schon keine Lust mehr. Außerdem war Donnergrollen zu vernehmen und einen Blitz hatte ich auch gesehen.

Aber ich hatte wohl keine andere Wahl – ich musste weiterlaufen!

Wir liefen dann kreuz und quer durch Zgorzelec und mir kam dann die Strecke doch noch vom letzten Jahr bekannt vor. So einige Höhenmeter kamen noch hinzu und wir liefen wir eine ganze Weile in dem Park bis es wieder auf die Straße ging. Schließlich war eine Runde um ein Stadion zu bewältigen und da hatten wir dann schon sieben Kilometer geschafft. Völlig nass und orientierungslos was meine Zeit betraf, setzte ich einen Fuß vor den anderen und hoffte darauf, dass der Regen irgendwann aufhören würde. Das tat er dann in der Tat – aber nur um kurz danach umso heftiger wieder einzusetzen.

Görlitz

Schließlich überquerten wir erneut die Neiße und liefen über die Papst-Johannes-Paul-II.-Brücke zurück nach Deutschland. Dort erwartete uns erneut ein Getränkepunkt. Auch wenn es genügend Nass von oben gab, so hatte ich doch bei allen Verpflegungspunkten immer zugelangt. Denn trotz der Nässe war mir recht warm.

Europamarathon

Auf dem letzten Kilometer galt es erneut einen Anstieg zu bewältigen und dann kam endlich das Ziel auf der Elisabethstraße in Sicht. Bei 56:33 min erreichte ich dieses und war damit über 3 min schneller als im Vorjahr. Platz 10 (von 33) in der Altersklasse bedeutet das.

Europamarathon

Ich ließ mir meine Medaille umhängen und holte mir noch Apfelsaftschorle zu trinken. Doch dann wurde mir schnell kalt. Ich ließ mir nur noch meine Urkunde ausdrucken und dann rannte ich zum Hotel, in dem eine heiße Dusche auf mich wartete. Die tat wirklich gut!

Als ich auf dem Weg zum Bahnhof war, hörte doch in der Tat der Regen plötzlich auf und die Sonne tauchte am Himmel auf. Na ja …

Görlitz

Alles in allem, war es trotz Gewitterlauf ein schönes Wochenende in der Oberlausitz! Und ich bin froh, dass ich mich spontan noch für einen Tag mehr entschieden hatte. 2016 hoffe ich dann auf besseres Wetter beim Europamarathon in Görlitz! Und vielleicht ist ja dann am Vortag auch wieder ein Bad im Olbersdorfer See drin.

Ausstattung: PureConnect von Brooks, TomTom Runner Cardio

 

 

ING Marathon Luxemburg

Ich sammle Länder – nicht nur, indem ich sie bereise, sondern vor allem, indem ich in ihnen laufe. Land Nummer 28 sollte am letzten Wochenende Luxemburg werden. Der zweitkleinste Staat in der Europäischen Union fehlte mir in der Tat noch in der Länderlaufliste.

Wie gut, dass es hierfür jedes Jahr Ende Mai den ING Night Marathon im kleinen Großherzogtum gibt. Von diesem Laufevent hatte ich schon viel gehört und somit wollte ich dieses Spektakel einmal selbst erleben.

Air Berlin

Am Freitagabend bestiegen wir ein Flugzeug von Air Berlin und flogen zunächst nach Saarbrücken. Dort verbrachten wir die Nacht im B&B-Hotel direkt am Bahnhof. Am nächsten Morgen legten wir dann die restlichen 100 km bis nach Luxemburg mit dem Bus zurück. Das war eine sehr entspannte Fahrt!

Saarland

In Luxemburg angekommen, wollten wir zunächst zum Messegelände, der Luxexpo, fahren. Hierfür sollte es kostenlose Shuttlebusse vom Bahnhof geben. Wir fanden auch schnell die entsprechende Haltestelle und warteten auf den Bus, der aller 20 min kommen sollte. Doch wir mussten 50 min warten bis endlich ein Bus auftauchte! Der war zum Glück leer und brachte uns in 20 min zum Messegelände. Dort war dann alles super ausgeschildert und wir fanden uns auf dem riesigen Gelände perfekt zurecht.

ING Marathon Luxemburg

Wider Erwartens war es sowohl auf der kleinen Laufmesse als auch bei der Startnummernausgabe total leer. Wir hatten uns für den Halbmarathon angemeldet und ich hatte hierfür 33 Euro bezahlt. Dieser Lauf war übrigens genauso wie die anderen Distanzen (Marathon, Staffel) ausverkauft. Das ist schon einmal ein Zeichen für einen guten Lauf!

ING Marathon Luxemburg

Mit der Startertüte war ich auch sehr zufrieden. Enthalten waren ein Handtuch, Kopfhörer, Duschgel, eine Orange, ein Kühlschrankmagnet und ein Plastikteil, womit man Krach machen konnte, sowie Bibfix (zum Befestigen der Startnummer).

Leider konnten wir den Gutschein für die Pastaparty nicht mehr einlösen, denn dieser galt nur am Freitag.

ING Marathon Luxemburg

Aber dafür konnten wir schon einmal das Zieltor in der Halle bewundern. Der Zieleinlauf beim ING Night Marathon findet nämlich nicht im Freien, sondern drinnen statt. Die Halle war sehr dunkel und ein paar Lichteffekte gab es auch schon zu sehen. Das versprach auf jeden Fall viel für den Abend!

Der Shuttlebus zurück ins Stadtzentrum ließ zum Glück nicht so lange auf sich warten und wir waren schnell in unserem Hotel. Dieses befand sich in der Nähe vom Bahnhof und lag direkt an der Marathonstrecke.

1,5 Stunden vor dem Startschuss standen wir erneut an der Bushaltestelle für den Shuttlebus. Dieser kam diesmal auch sehr schnell, aber war dafür total überfüllt. Wir quetschen uns irgendwie noch rein und mussten dann eng gedrängt die Fahrt bis zum Messegelände überstehen. War ich froh, als ich aus dem vollen und überhitzten Bus wieder rauskonnte!

ING Marathon Luxemburg

Im Messegelände war es mittlerweile sehr voll geworden und wir begaben uns zunächst zur Abgabe der Kleiderbeutel. Das ging ganz fix und wir hatten dann noch recht viel Zeit. Wir trafen schließlich noch Jochen und plauderten kurz mit ihm.

ING Marathon Luxemburg

Schließlich wurde es Zeit nach draußen zum Start vor der Halle zu gehen. Startblock C war schnell gefunden und Platz war auch noch.

TomTom Fitbit

Die Stimmung vor dem Start war gut und bei buntem Konfettiregen wurden die ersten Läufer dann um 19 Uhr auf die Strecke geschickt.

Ich musste mich noch etwa 10 min gedulden und dann ging es auch für mich auf die 21 km. Übrigens starteten Marathon-, Halbmarathon- und Staffelläufer alle gemeinsam.

ING Marathon

Nach wenigen Metern galt es gleich den ersten Hügel zu erklimmen und das sollte nicht der einzige bleiben.

ING Marathon Luxemburg

Zunächst einmal führte die Strecke durch den Stadtteil Kirchberg und war erst einmal nicht so spektakulär. Aber das sollte schnell nebensächlich werden, denn nach gerade einmal drei Kilometern merkte ich plötzlich, wie mir komisch wurde und ich totalen Hunger bekam. Soetwas hatte ich beim Laufen bisher noch nie erlebt: Hungerast! Also hatte ich tagsüber wohl doch zu wenig gegessen, auch wenn ich mich vor dem Start noch satt gefühlt hatte. Und in der letzten halben Stunde hatte ich sogar noch eine Banane gegessen.

ING Marathon Luxemburg

Wie auch immer, ich fühlte mich recht schwach und hatte gerade mal die ersten Kilometer hinter mir. Ich lief langsamer und hoffte auf den ersten Verpflegungspunkt bei Kilometer 5. Hoffentlich würde es dort nicht nur Wasser geben! Als ich die Versorgungsstelle schließlich erreichte, war ich erleichtert. Neben Wasser gab es Isogetränke und darüber hinaus sogar Riegel, Bananen und Orangen. Da langte ich erst einmal zu und aß und trank ganz in Ruhe. Und in der Tat merkte ich dann beim Weiterlaufen, dass die Energie zurückkehrte. Dennoch aß und trank ich weiterhin an allen weiteren Verpflegungspunkten, die es glücklicherweise etwa aller drei Kilometer gab.

Normalerweise brauche ich bei einem Lauf nie etwas zu essen – Tee oder Isogetränk für Energienachschub reichen normalerweise. Und ich habe auch nie Gels dabei. Aber irgendwann ist immer das erste Mal …

Über die Avenue John F. Kennedy ging es dann einige Kilometer gerade aus in Richtung Stadtzentrum. Schließlich waren um die vier Kilometer in Limpertsberg zu laufen. Ich hatte mittlerweile längst die Orientierung verloren und wußte nicht mehr wirklich wo genau in Luxemburg wir uns befanden. Es ging wirklich kreuz und quer durch die Stadt. Mittlerweile konnte ich auch den Lauf genießen und war immer wieder über die plötzlichen Stimmungsnester überrascht. Gab es auf den ersten Kilometern nur wenig Zuschauer, so wurde die Stimmung im Stadtzentrum immer besser.

ING Marathon Luxemburg

Bei Kilometer 13 erreichten wir den Parc Municipal, was auch ein schöner Streckenabschnitt war. Raus aus dem Park und dann hinein ins Centre-Ville. In der Altstadt von Luxemburg war dann richtig tolle Stimmung! Ich wollte an den Verpflegungspunkten eigentlich in Ruhe gehen und essen, aber man wurde da so angefeuert, so dass man einfach weiterlaufen musste.

ING Marathon Luxemburg

Kurz vor Kilometer 15 bogen die Marathonläufer ab und begaben sich auf eine andere Strecke. Auch wenn wir bis dahin alle zusammen gelaufen waren, so konnten sich die Marathonläufer doch sehr gut im Feld orientieren. Erstmalig bei einem Lauf, an dem ich teilnahm, gab es nämlich zur Befestigung auf dem Rücken, eine Markierung, welche Distanz man lief. Das fand ich eine gute Idee! Und ich machte mir keine Sorgen mehr über die mich überholenden Läufer, die aufgrund der Markierung schnell als Staffelläufer zu erkennen waren.

Schließlich mussten wir die stimmungsvolle Altstadt wieder verlassen und es ging auf der langen Avenue John F. Kennedy zurück zur Messe. Die letzten Kilometer wurden dann meine schnellsten Kilometer des Halbmarathons und ich habe nur noch überholt. Meine Energiespeicher waren voll geladen und ich lief voller Elan.

Etwa drei Kilometer vor dem Ziel fing dann mein kleines Duell mit einem jüngeren Läufer an. Einmal überholte ich ihn, dann er wieder mich – und so weiter.

ING Marathon Luxemburg

Auf den letzten Metern vor der Halle wurden wir immer schneller und nutzten geschickt jede Lücke aus. Schließlich der Zieleinlauf in der Halle – es war warm, es war neblig und es war laut! Die erste Sekunde fühlte ich mich fast blind – aber es war auch genial! Die letzten Meter in der Halle fühlten sich ein wenig wie Disco an und die Stimmung war einfach nur großartig! Es war nur etwas voll für einen richtigen Endspurt. Dennoch habe ich es geschafft und erreichte wenige Zentimeter vor meinem Rivalen das Ziel :-)

ING Marathon Luxemburg

2:16 h zeigte die Uhr an und damit war ich bei den gegebenen Umständen sehr zufrieden. Mein Duellpartner sprach mich dann noch an und bedankte sich, dass ich ihn auf den letzten Kilometern gezogen hatte. Eine nette Geste!

ING Marathon Luxemburg

Im Bereich hinter dem Ziel gab es dann neben Getränken auch Obst und Kuchen, aber es war total voll! Außerdem wußte ich nicht, wo André und Jochen sind und kämpfte mich durch das Getümmel in die Halle. Und dort traf ich dann glücklicherweise meine Mitstreiter wieder.

ING Marathon Luxemburg

Etwas anstrengend wurde dann noch die Rückfahrt mit dem Shuttlebus. Vor der Halle war es total überfüllt und wir mussten uns zum Bus durchkämpfen. Glücklicherweise bekamen wir noch einen Sitzplatz und konnten unsere müden Beine ausruhen.

Den Sonntagvormittag nutzen wir dann um uns Luxemburg im Spaziergängertempo zu erkunden. Eine nette Stadt!

Luxemburg

Gegen Mittag brachte uns der Bus zurück nach Saarbrücken und auch dort war noch ein wenig Zeit für einen kleinen Stadtbummel.

Saarbrücken

Am Abend flog uns schließlich Air Berlin wieder in die Heimat.

Alles in allem war der Halbmarathon beim ING Night Marathon in Luxemburg ein genialer Lauf! Ich kann gut nachvollziehen, warum dieses Event bereits Anfang März ausverkauft war. Der einzige Minuspunkt war das Chaos bei den Shuttlebussen. Aber ansonsten: Empfehlenswert!

Ausstattung: Transcend von Brooks, TomTom Runner Cardio, Fitbit Surge

Windsor

English Breakfast, Paddington Bear und die Themse – diese drei Dinge sind charakterisierend für Großbritannien und dorthin sollte es über Pfingsten gehen. Eigentlich hatten wir damit geliebäugelt wieder nach London zu fliegen um dort am BUPA 10,000 teilzunehmen. Doch die Hotelpreise in der britischen Hauptstadt ließen uns diesen Plan noch einmal überdenken. Ich kam dann auf die Idee einfach mal nach Läufen in der Nähe von London zu recherchieren. Und ich wurde in der Tat fündig: Royal Windsor Trail Run. Das hörte sich doch toll an! 6 oder 10 km und auch die Halbmarathondistanz wurden angeboten und das am zweitlängsten Fluss Großbritanniens, der Themse.

Schnell noch die Hotelpreise für Windsor gecheckt und danach stand fest, dass wir Pfingsten in dieser Stadt in der Grafschaft Berkshire verbringen würden.

London

Leider erfolgte die Anreise am Freitagabend mehr als zwei Stunden später wie geplant und somit erreichten wir London-Heathrow erst gegen 23 Uhr. Aber dafür waren wir in unserem Hotel Windsor Castle in weniger als 20 min, denn Windsor ist viel näher an Heathrow als London.

Am Samstag stand zunächst ein Ausflug in die britische Hauptstadt an. Von Windsor aus erreicht man nach etwa 45 min London-Paddington. Dort angekommen wollte ich zunächst unbedingt den berühmten Paddington Bear besuchen. Unter einer Uhr auf Plattform 1 fanden wir den liebenswerten Bären dann auch. Danach musste natürlich auch noch ein Besuch im Paddington-Bear-Shop sein.

Paddington Bear

Im Anschluss bummelten wir durch London – vorbei am Hyde Park, dem Piccadilly Circus und schließlich über die Westminster Bridge zur Waterloo Station. Von dort aus fuhren wir zurück nach Windsor.

London

Am Sonntagmorgen stand der Royal Windsor Trail Run an. Wir hatten uns für umgerechnet 38 Euro für die 10 km angemeldet. Die Startnummer konnten wir als Starter aus dem Ausland erst am Lauftag selbst abholen und glücklicherweise gab es keine Schlange im Zelt in Alexandra Gardens.

Windsor River Trail Run

Aber wir mussten uns noch einmal mit unseren Daten auf einer Liste eintragen, was sich im Nachhinein als nicht so optimal herausstellen sollte.

Der Start selbst sollte auf der anderen Seite der Themse erfolgen und war weniger als zehn Minuten von den Alexandra Gardens entfernt.

Royal Windsor River Trail Run

Wir hatten Beatrice getroffen, die wir seit dem 261 Womens Marathon in Mallorca kennen. Mit ihr plauderten wir bis zu unserem Startschuss noch ganz entspannt. Der Start erfolgte auf einer Wiese und wir sahen noch zu wie Läufer  in mehreren Startwellen für den Halbmarathon auf die Strecke geschickt wurden. Man musste schon genau aufpassen, um mitzubekommen, wann man loslaufen sollte, denn es gab keine Ansagen über Lautsprecher.

Windsor River Trail Run

Das Wetter meinte es sehr gut mit uns: blauer Himmel und Sonnenschein. Kurz vor 9 Uhr wurden wir dann auch ganz unspektakulär auf die Strecke geschickt – gemeinsam mit den Läufern für die 6 km. Es waren so um die 230 Teilnehmer.

Windsor River Trail Run

Zunächst einmal liefen wir direkt entlang der Themse, was der schönste Teil der Strecke war. Dann bogen wir irgendwann rechts ab und es ging quer über ein Feld zu einer Straße. Auf dieser Straße liefen wir auf dem Radweg mitten im prallen Sonnenschein. Da wurde mir total warm und ich war froh als etwa bei Kilometer 3 die Getränkestation auftauchte. Das Wasser habe ich wirklich gebraucht!

Windsor River Trail Run

Entlang an einem alten Eisenbahnviadukt liefen wir zurück Richtung Themse und stießen dort auf die Strecke vom Anfang. Nun hatten wir die Runde ein zweites Mal zu laufen und erneut war ich über die Wasserstation sehr erfreut.

Windsor River Trail Run

Als die zweite Runde fast geschafft war, durften wir nach rechts abbiegen und überquerten eine Brücke über die Themse. Damit hatten wir dann die Uferseite erreicht, auf welcher sich das Ziel befand. Mittlerweile lief ich schon recht einsam. Ich war froh, dass ich aber vor mir noch eine Läferin hatte, nach der ich mich richten konnte. Denn trotz Pfeilen, war ich mir manchmal nicht wirklich sicher, ob ich den richtigen Weg einschlug.

Windsor Trail Run

Als wir gerade Kilometer 9 passiert hatten, sah ich plötzlich schon das Zieltor nicht weit entfernt vor mir, was mich erstaunte. Denn es war garantiert kein Kilometer mehr bis zur Ziellinie.

Aber egal – noch schnell einen Endspurt eingelegt und bei 53:32 min das Ziel erreicht.

Royal Windsor River Trail Run

Im Ziel erhielt ich noch ein schwere Medaille und meine Finishertüte, in der Wasser, Schokomilch und ein Riegel zu finden waren.

Windsor River Trail Run

Wir plauderten noch mit Beatrice und mussten feststellten, dass wir, nicht wie die anderen Läufer, unser Ergebnis auf einer Art Kassenbon ausdrucken lassen konnten. Dieses System sah ich bei diesem Lauf das erste Mal: Man gab seine Startnummer an einem PC ein und erhielt auf einem Stück Papier in der Größe eines Kassenbons sein Ergebnis. Unsere Daten waren leider noch nicht im Computer enthalten, wie uns mitgeteilt wurde.

Mittlerweile waren wir total hungrig und ließen es uns bei einem Full English Breakfast (vegetarisch) gut gehen. Das war lecker!

English Breakfast

Am Nachmittag erkundeten wir per Motorboot noch die Themse. Dabei musste man auf die unzähligen Schwäne aufpassen, die sich darauf tummelten. Diese stehen übrigens unter königlichem Schutz! Alle Schwäne auf britischen Gewässern gehören der Krone.

Windsor

Bei einem leckeren Cider ließen wir den Abend schließlich im Pub gegenüber von unserem Hotel ausklingen.

Am letzten Tag stellten wir uns schließlich noch für ein Must-See in Windsor auf die Straße. Die Wachablösung findet täglich (außer Sonntag) statt. Dabei wechselt ein Wachregiment das nächste ab und eine Kapelle sorgt dabei für musikalische Unterhaltung.

Windsor

Danach noch ein letzter Spaziergang an der Themse um den unzähligen Schwänen zuzuschauen und dann hieß es schon wieder Abschiednehmen von der Stadt, in der die britische Königsfamilie residiert.

Windsor

Das Pfingstwochenende in Windsor war wirklich toll und auf jeden Fall um einiges preiswerter als London! Und in London sind wir ja dennoch gewesen – ohne dafür immense Hotelpreise zahlen zu müssen.

Windsor

Beim Windsor Trail Run gibt es jedoch noch ein wenig Verbesserungspotential: Die Strecke war zu kurz und in der Ergebnisliste gibt es auch einige Unstimmigkeiten. Ich werde als Mann gelistet und tauche mit einer Bruttozeit, die nicht stimmt, auf den letzten Plätzen auf.

Ausstattung: PureGrit von Brooks, TomTom Runner Cardio

Bukarest Halbmarathon 2015

Laufen in der Walachei? Jetzt werdet Ihr Euch sicherlich fragen, wo ich denn diesmal unterwegs war. Keine Sorge – es hat mich nicht in einen abgeschiedenen Wald verschlagen. Ich war in einer Hauptstadt mit fast 2 Millionen Einwohnern laufen – in der Hauptstadt von Rumänien. Und Bukarest ist nicht nur die rumänische Hauptstadt, sondern auch noch die größte Stadt in der südlichen Region der Walachei.

Bisher war Rumänien noch ein gänzlich unbekanntes Land für mich und daher passte es perfekt als ich vor einiger Zeit vom dortigen Halbmarathon erfuhr. Neben der Halbmarathondistanz sind auch eine Staffel, Läufe über 10,5 und 3,6 km sowie diverse Kinderläufe im Angebot.

Wir hatten uns für die Halbmarathondistanz entschieden und dafür gerade einmal 20 Euro bezahlt.

Freitagnacht trafen wir kurz vor 1 Uhr auf dem Flughafen von Bukarest ein. Zwei Stunden dauerte der Flug mit Air Berlin.

Das Taxi brachte uns in weniger als einer halben Stunde und für wenig Geld (etwa 7 Euro) zu unserem Hotel namens Capitol im Zentrum von Bukarest.

Bukarest

Nachdem wir Samstag erst einmal ausgeschlafen hatten, machten wir uns zu Fuß auf den Weg zur Startnummernausgabe. Diese befand sich am Parlamentspalast, eines des größten Gebäude Europas. Es wurde erst in den 80er Jahren errichtet und kostete wohl mehrere Milliarden Euro.

Bukarest Marathon

Nachdem wir bei der Startnummernausgabe ein vorher ausgedrucktes und unterschriebenes Formular abgegeben hatten, erhielten wir unsere Startunterlagen. Neben der Startnummer gab es einen Beutel, einen Riegel, einen Schwamm und ein Funktionsshirt, welches einen guten Eindruck machte und auch passte. Außerdem gab es eine kleine Laufmesse und ich musste unbedingt Chiapudding essen.

Bukarest Halbmarathon

Den restlichen Tag erkundeten wir Bukarest – eine Stadt, die viel moderner ist wie angenommen. Aber es gab auch noch so einige alte Gebäude zu sehen, die restauriert ein wahres Schmuckstück wären.

Bukarest

Am Abend trafen wir uns mit Jochen, der auch extra für den Lauf nach Bukarest gekommen war. Statt Pasta gab es an dem Abend Burger – für mich natürlich vegetarisch :-)

Die Nacht war sehr kurz, denn in unserem Hotel wurde lautstark gefeiert. Erst gegen 3 Uhr war endlich Ruhe und dabei hieß es doch schon kurz vor 7 wieder Aufstehen!

Schnell noch gefrühstückt und dann machten wir uns auf den Weg zum Start am Parlamentspalast. Das waren zu Fuß etwa 15 Minuten und es war schon recht warm. Aufgrund der zu erwartenden Temperaturen von 25° C hatte ich mir daher auch keine bestimmte Zeit vorgenommen. Ich wollte einfach nur den Lauf genießen und dabei die rumänische Hauptstadt auf mich wirken lassen.

Bukarest Halbmarathon

Schnell waren wir im Startblock und halb 9 ging es gemeinsam mit den Staffelläufern auf die 21,1 km. Zunächst liefen wir eine kleine Schleife bevor es dann auf den breiten Boulevard Unirii ging. Auf dieser breiten Allee befanden sich in der Mitte unzählige Springbrunnen, was ein toller Anblick beim Laufen war. Auf diesem Boulevard liefen wir bis Kilometer 4 und dann bogen wir links ab. Weiter ging es auf dem Boulevard Decebal, wo schließlich Kilometer 5 erreicht war. Etwas über 30 min hatte ich hierfür benötigt. Hier gab es auch den ersten Wechsel der Staffeln und da waren wirklich richtig viele Läufer, die hier auf die Übergabe warteten.

Auf dem Boulevard Basarabi liefen wir weiter und mir war sehr warm. Mittlerweile war auch die Sonne herausgekommen und ich war froh, dass es so häufig Verpflegungsstationen gab. Dort gab es neben Wasser, auch Isogetränke und Obst.

Bukarest Halbmarathon

Bei Kilometer 8 liefen wir um ein riesiges Stadion – die Arena Nationala. Nachdem wir dieses Stadion umlaufen hatten, liefen wir genau diesselbe Strecke wieder zurück bis zum Parlamentspalast.

Bukarest Halbmarathon

Kurz nach Kilometer 14 war ich wieder im Start- und somit auch späteren Zielbereich und sah wie die ersten Läufer bereits durch das Zieltor laufen durften. Vor mir lagen jedoch noch über sieben Kilometer.

Vorbei am Parlamentspalast liefen wir nun Richtung Stadtzentrum – zunächst entlang des Flusses Dambovita.

Bukarest Halbmarathon

Schließlich erreichten wir die Hauptverkehrsstraße Calea Victoriei und liefen dort bis kurz hinter unser Hotel und danach wieder zurück. Als wir wieder am Fluss waren, hatten wir bereits Kilometer 17 erreicht.

Von da an ging es dann erstmal nur am Fluss entlang. Ich sah, dass wir auf der anderen Seite wieder zurücklaufen würden und konnte es kaum erwarten endlich über die Brücke zu laufen. Doch diese ließ auf sich warten und mir wurde immer wärmer.

Auf den letzten Kilometern begann ich dann auch meine Zieleinlaufszeit zu kalkulieren und war mir sicher unter 2:20 h zu finishen.

Bukarest Halbmarathon

Die Brücke zum Überqueren war dann endlich da und irgendwann durften wir dann auch nach rechts auf den Boulevard Libertatii abbiegen. Auf dieser Allee befanden sich sowohl der Parlamentspalast als auch das Ziel.

Dieses erreichte ich schließlich bei 2:18:10 h. Mit dieser Zeit war ich sehr zufrieden – hatte ich doch so einige Fotopausen eingelegt und war einige Male an den Verpflegungspunkten gegangen.

Bukarest Halbmarathon

Im Ziel gab es eine große, schwere Medaille – das war mal ein wahres Prachtexemplar!

Per Zange wurde uns die Chips von den Schuhen entfernt und dann war Drängelei angesagt, um etwas Wasser und/oder Obst im Zielbereich zu ergattern.

Bukarest Halbmarathon

Im Anschluss an den Lauf fand noch das Rock & Run for Life Konzert statt. Wir waren jedoch hungrig und müde und können somit nicht sagen, was wir da verpasst haben :-) Wir waren stattdessen mit Jochen noch einmal essen und haben den restlichen Tag ganz entspannt verbracht.

Alles in allem, hat mir der Halbmarathon in Bukarest gut gefallen. Ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis und die Strecke war auch optimal gewählt. Die rumänische Hauptstadt kann man sich auch ruhig einmal anschauen und auch mit einem kleinen Budget kann man dort ein nettes Wochenende verbringen.

Übrigens wurde Rumänien Land Nummer 27, in dem ich an einem Lauf teilgenommen habe.

Ausstattung: Ghost von Brooks, TomTom Runner Cardio

BIG 25

Der BIG 25 wird seit 1981 (damals noch unter dem Namen: 25 km de Berlin) angeboten. Seit einigen Jahren wird der Lauf vom Team von Berlin läuft organisiert und verzeichnet jedes Jahr wachsende Teilnehmerzahlen.

Ich erlebte 2008 meine Premiere mit den 25 km – in den Jahren danach war ich dann immer nur die 10 km gelaufen. Mittlerweile ist auch noch ein Halbmarathon dazu gekommen und eine Staffel ist ebenso möglich. Für die Startgebühr hatte ich 18 Euro bezahlt und die Startunterlagen am Freitagnachmittag in der Nähe vom Bahnhof Zoo abgeholt.

BIG 25 Berlin

Aus eigener Erfahrung wußte ich, dass die Strecke nicht für Bestzeiten geeignet ist. Das liegt einerseits an der zu langen Strecke und andererseits an dem Anstieg auf dem letzten Kilometer.

Daher hatte ich heute eigentlich nur ein Ziel – meinen persönlichen Streckenrekord von 59:02 min von vor fünf Jahren verbessern.

Aufgeregt war ich dann heute morgen eher weniger wegen dem Lauf als vielmehr wegen der Anreise. Die Bahn streikte und davon war auch die S-Bahn betroffen. Aller 20 min sollte jedoch eine Bahn fahren und wir hatten in der Tat Glück – sie kam pünktlich und war sogar recht leer. Ganz entspannt trafen wir nach weniger als 30 min Fahrt am Olympiastadion ein.

Dort empfing uns ein eisiger Wind und somit verbrachten wir etwa eine halbe Stunde in einem Café bei einer heißen Tasse Tee.

BIG 25 Berlin

Eine halbe Stunde vor dem Start begaben wir uns zum vereinbarten Treffpunkt und trafen dort unter anderem Mandy, Andreas, Jochen, Peter + Frau, Kai, Judith und viele andere.

Mit Mandy und Peter ging ich dann in unseren Startblock B3 direkt vor dem Olympiastadion. Die letzten Minuten vor dem Start vergingen sehr schnell und um 10 Uhr setzten sich die über 11.000 Läuferinnen und Läufer in Bewegung.

BIG 25 Berlin

Leider war es auf dem ersten Kilometer sehr voll. Vielleicht sollte man in Zukunft doch darüber nachdenken die Läufer für die 10 km extra starten zu lassen. Ich war jedenfalls die erste Zeit nur mit Überholmanövern beschäftigt und meist auf dem Fußweg unterwegs.

Vom Olympiastadion ging es auf der Reichsstraße, vorbei am Theodor-Heuss-Platz, weiter auf dem Kaiserdamm. Bei Kilometer 4 bogen wir 10-km-Läufer dort nach rechts ab.

Die Hälfte der Strecke erreichte ich in 25:05 min. Das wäre neue Bestzeit gewesen – wenn es denn ein 5-km-Lauf gewesen wäre :-)

Aber ich musste ja noch weiterlaufen! Auf der Kantstraße bewegten wir uns mehr oder weniger schnell wieder Richtung Ziel. Hatten wir bis Kilometer 4 noch Glück mit Rückenwind gehabt, so kam der Wind hier ziemlich stark von vorn.

Zum Glück konnte ich mich kurz vor der Masurenallee noch mit etwas Wasser erfrischen. Mittlerweile war mir doch recht warm geworden – trotz Gegenwind!

Schließlich hatten wir den Theodor-Heuss-Platz wieder erreicht und über die Reichsstraße liefen wir zurück zum Olympiastadion. Als wir auf der Olympischen Straße waren, sah man das Stadion vor sich, aber es waren noch mindestens zwei Kilometer zu bewältigen. Der Wind blies kräftig von vorn und wir hatten noch einen Anstieg vor uns. Der vorletzte Kilometer wurde somit der langsamste Kilometer überhaupt.

BIG 25 Berlin

Doch schließlich hatten wir die Jesse-Owens-Allee erreicht und durften kurz danach in die Katakomben des Olympiastadions. Das ist immer der beste Teil der Strecke beim BIG 25!

BIG 25 Berlin

Ich gab noch einmal Gas für den Endspurt und im 4:39er Tempo ging es ins Stadion. Die letzten Meter auf der blauen Bahn im Olympiastadion geflitzt und schließlich erreichte ich bei 52:42 min das Ziel. Damit bin ich meine bisher zweitschnellste Zeit bei einem 10-km-Lauf überhaupt gelaufen. Und wenn man den starken Wind und die nicht korrekt vermessene Strecke noch mit einbezieht … Laut meiner TomTom waren es 360 Meter zuviel – andere Läufer hatten ähnliche Ergebnisse auf ihrer Uhr.

BIG 25 Berlin

Die Zeit brachte mir Platz 8 (von 174) in meiner Alterklasse und Platz 98 (von 1.448) bei den Damen ein. Darüber bin ich sehr glücklich!

BIG 25 Berlin

Im Ziel gönnte ich mir einen warmen Tee und genoß einen Apfel. Aber am besten war es wieder in die warmen Sachen zu schlüpfen und dann in die S-Bahn zu steigen. War doch mächtig frisch!

BIG 25 Berlin

Alles in allem war es ein toller Laufvormittag mit vielen Lauffreunden! Einen Teil davon hatten wir bereits am Vorabend zur Pastaparty getroffen. Das war auch wieder ein perfekter Anlass Lauffreunde aus ganz Deutschland wiederzusehen!

Pasta Party

Was ich mir für kommene BIG-25-Veranstaltung nur wünschen würde – eine korrekt vermessene Strecke über die 10 km und vielleicht ein separater Start.

Ansonsten kann ich diese Laufveranstaltung nur empfehlen!

Ausstattung: PureConnect von Brooks, TomTom Runner Cardio

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