“Das Leben ist schön und ein wertvolles Geschenk – egal ob man behindert ist oder nicht!”

David Behre Sprint zurück ins Leben

Stell’ Dir vor Du bist Anfang 20 und Du erfährst, dass Du nie mehr auf Deinen eigenen Beinen stehen wirst! Das ist David Behre mit 21 Jahren passiert. Er gerät unter einen Zug, weil die Schranke nicht funktioniert hat. Die Lok erfasst ihn und nur durch ein Wunder überlebt er diesen Unfall. Beide Beine werden unterhalb der Knie abgetrennt. Viele Menschen würden in dieser Situation verzweifeln. Doch nicht David Behre! Noch im Krankenhausbett ist er sich sicher, dass er wieder laufen wird. Diese große Motivation zieht er aus einem TV-Beitrag über Oscar Pistorius

David Behre

Die faszinierende Geschichte von David Behre kann man in seinem Buch “Sprint zurück ins Leben” nachlesen. Mit seiner Geschichte, aufgeschreiben durch Carola Schöndube, möchte er anderen Menschen mit Handicaps wieder Mut machen. Und die Geschichte von David Behre ist in der Tat motivierend! Nur ein Jahr nach seinem Unfall beginnt er bei Bayer Leverkusen mit dem Training – ausgestattet mit Prothesen. Ein Prothesenläufer benötigt übrigens bei jedem Schritt doppelt soviel Kraft wie ein Mensch mit zwei gesunden Beinen.

Nach nur einem Jahr Training erläuft er bei einer ersten Weltmeisterschaft gleich drei Medaillen. Außerdem tritt er gemeinsam mit Oscar Pistorius bei einem 400-Meter-Lauf an und kommt hinter diesem als Zweiter mit neuem Europarekord ins Ziel.

David Behre

David Behre schenkt sich nichts – sechs Tage pro Woche trainiert er und das mit zwei Einheiten am Tag. Auch Verletzungen bringen ihn nicht von seinem großen Traum den Paralympics in London ab. Dort gewinnt er mit der deutschen Staffel über 4×100 Meter die Bronzemedaille.

Mittlerweile sagt David Behre sogar: “Auch wenn es sich vielleicht seltsam anhört, möchte ich heute meine Beine gar nicht mehr zurückhaben. In meinem neuen Leben … bin ich glücklich und zufrieden.”

Fazit: “Sprint zurück ins Leben” hat mich so berührt wie schon lange kein Buch mehr! Beim Lesen sind bei mir so einige Tränen geflossen. David Behre ist ein beeindruckender Mensch, der uns zeigt, dass nichts unmöglich ist. Er macht Mut und beweist mit seiner ganz persönlichen Geschichte, dass es sich lohnt zu kämpfen. Unbedingt lesen!

Anmerkung: Das Buch wurde mir vom Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Die oben erwähnten Zitate stammen alle aus dem Buch.

Dresdner Nachtlauf

Jedes Jahr Mitte August steht bei mir ein Pflichttermin in der sächsischen Landeshauptstadt an. Der Dresdner Nachtlauf steht jährlich in meinem Laufkalender und das seit 2010. In dem Jahr wurde dieser Lauf erstmalig angeboten und ich stand seitdem immer an der Startlinie.

Eigentlich hatte ich die Anreise nach Dresden am Freitagmorgen geplant. Doch dann wurden hohe Temperaturen angekündigt und ich nahm noch einen Tag früher Urlaub. Diesen extra Tag nutzte ich um in meine alte Heimat Zittau zu fahren. Im Nachbarort dieser Stadt im südöstlichsten Zipfel Deutschland kann man sich seit einigen Jahren in einem gefluteten Tagebausee erholen. Immer wieder fahre ich gern an den Olbersdorfer See. Glücklicherweise bekam ich noch ein freies Zimmer im Haus am See.

Olbersdorfer See

Donnerstagmittag traf ich also in Sachsen ein und begab mich sofort ans Wasser. War das schön dort in aller Ruhe zu schwimmen! Den restlichen Tag verbrachte ich dann auch mehr oder weniger am Wasser. Ich konnte auch schon die ersten Triathleten erspähen, die die Gegebenheiten für die O-See-Challenge am Wochenende erkundeten.

Brooks Launch

Am Abend hatte ich noch entdeckt, dass sogar Standup-Paddling am Olbersdorfer See möglich ist. Somit nutzte ich den Freitagvormittag um  meiner Schwester meine neue Lieblingssportart (natürlich neben dem Laufen) zu zeigen.

Olbersdorfer See

Gegen Mittag machte ich mich auf den Weg nach Dresden. Dort empfingen mich tropische Temperaturen. Ich war daher froh etwas Abkühlung im klimatisierten Hotelzimmer am Altmarkt zu finden.

Dresdner Nachtlauf

Am Nachmittag holte ich meine Startunterlagen für den Dresdner Nachtlauf bei Karstadt in der Centrum-Galerie. Für 15 Euro Startgebühr gab es eine Plastiktüte mit der Startnummer, einigen Werbeflyern und einer kleinen Packung Bodylotion. Etwas mager!

Dresdner Nachtlauf

Leider hatte das Thermometer kein Einsehen mit uns Läufern und kurz vor 20 Uhr standen da immer noch 34° C. Außerdem wurde dann noch ein Gewitter angekündigt. Das konnte ja heiter werden!

Dresdner Nachtlauf

Vor dem Start trafen wir uns noch mit der lieben Babeta und ihrer Laufgruppe aus Prag. Gemeinsam mit Babeta begab ich mich in den Startblock. Das war fast Sauna-Feeling!

Dresdner Nachtlauf

20 Uhr erfolgte der Startschuss und nach und nach machten sich die 3.000 Starter auf die Strecke von 13,8 km. Start und Ziel befanden sich auf der Wilsdruffer Straße in der Nähe vom Altmarkt.

Mir wurde schon nach wenigen Metern sehr warm und ich trabte gemeinsam mit Babeta los. Wir plauderten fast die ganze Zeit, denn schnelles Laufen war an dem Abend sowieso nicht drin.

Dresdner Nachtlauf

Bald waren wir an der Elbe angekommen und dort liefen wir dann vorbei an der Waldschlösschenbrücke bis zum Blauen Wunder. Diese Elbbrücke ist eines der Wahrzeichen von Dresden. Kurz bevor wir diese Brücke überquerten gab es glücklicherweise noch einen Verpflegungspunkt mit Wasser. Diesen hatte ich schon wie verrückt herbeigesehnt, denn mir war total heiß. Ich wurde auch immer langsamer und merkte wie anstrengend die Temperaturen für meinen Körper waren.

Dresdner Nachtlauf

Somit sagte ich Babeta, nachdem wir die Brücke überquert hatten, dass sie alleine weiterlaufen soll. Ich ging ein paar Schritte und danach fühlte ich mich ein wenig besser..

Dann hörte ich Donnergrollen und bald waren auch die ersten Blitze zu sehen. Und schließlich kam Abkühlung von oben. Der Regen war eine tolle Erfrischung! Das Gewitter brauche ich eher nicht. Hatte dann sogar Befürchtungen, dass vielleicht deshalb der Lauf abgebrochen werden muss.

Mittlerweile war es schon dunkel und Knicklichter sowie Flammentöpfe am Wegrand sorgten für fast romantische Stimmung am Elbufer. Kurz darauf wurde durch Beleuchtungen an Bäumen und einen Tunnel mit tollen Effekten noch für Disko-Stimmung gesorgt. Da hatte man sich schon Mühe gegeben.

Dresdner Nachtlauf

Außerdem sorgte die Feuerwehr mit Wasser aus einem Schlauch noch für Abkühlung, welche eifrig in Anspruch genommen wurde.

Bei der dritten und letzten Verpflegungsstation langte ich noch einmal zu und dann liefen wir über die Carolabrücke wieder auf die andere Elbseite. Mittlerweile war der Regen noch etwas stärker geworden, was ich jedoch genoss.

Der letzte Kilometer war bedingt durch die Abkühlung der schnellste Kilometer. Dennoch war der sechste Nachtlauf mit 1:35 h mein langsamster Nachtlauf bisher. Aber der Lauf ist sowieso eher ein Genußlauf. Genießen kann man dabei den Blick auf die wunderschöne beleuchtete Skyline von Dresden. Ich bin jedes Jahr erneut begeistert! Und daher habe ich mich auch bereits für den Dresdner Nachtlauf im nächsten Jahr angemeldet.

Dresdner Nachtlauf

Am Tag darauf erkundete ich noch die berühmte Spitzhaustreppe in den Weinbergen von Radebeul. Vom Dresdner Hauptbahnhof benötigt man nur 20 min mit der S-Bahn bis zu dieser Stadt im Elbtal. An der Spitzhaustreppe treffen sich jedes Jahr Läuferinnen und Läufer zum Treppenmarathon. Sie laufen die Treppe 100 hinau und wieder hinunter. Respekt!

Spitzhaustreppe

Ich bin die Treppfe nur einmal hochgegangen und das hat mir voll und ganz gereicht. Auf 220 Metern Länge überwindet man 76 Meter Höhe. Doch oben angekommen wird man für alle Mühen entschädigt. Einen tollen Blick über die Weinberge darf man genießen!

Den Abend ließen wir noch bei leckerem Essen mit Lauffreunden und beim Konzert von Lotus auf dem Stadtfest ausklingen.

Cafe Central Dresden

Das war wieder ein gelungenes Wochenende in meiner Lieblingsstadt Dresden! Und wenn ich Euch einen Lauf im Elbflorenz ganz besonders ans Herz legen darf, dann ist es der Dresdner Nachtlauf!

Ausstattung: Launch von Brooks, TomTom Runner Cardio

“Der Blick nach vorn ist wichtig. Bewegung ist wichtig. In Bewegung zu bleiben. Im Fluss zu bleiben.”

More Power. Lauf dich frei!

Mike Kleiß ist Raucher, übergewichtig und ernährt sich alles andere als gesund. Mit Anfang 40 zeigt die Waage 115 kg (bei 1,80 m Körpergröße) und sein Körperfettanteil beträgt 28.

Doch dann entdeckt er das Laufen und in seinem Leben ändert sich eine ganze Menge. In  “More Power. Lauf dich frei!” erfahren wir mehr über die Erfolgsgeschichte vom übergewichtigen Kettenraucher zum fitten Marathonläufer. Und es ist in der Tat eine Erfolgsgeschichte. In nur 18 Monaten nahm Kleiß über 40 kg ab. Er hört mit dem Rauchen auf und läuft bereits nach 10 Monaten seinen ersten Marathon. Diesem Marathon folgen weitere und seine Bestzeit liegt schließlich bei 3:30 h. Durch das Laufen senkt er seinen Körperfettanteil auf 8 und sein Gewicht auf 74 kg. Auch seine Ernährung stellt er um – kein Industriezucker und sehr wenig Kohlenhydrate sowie viel Flüßigkeit.

Was mir den Autor sehr sympathisch macht, ist seine Einstellung zu Trainingsplänen. In seinem Buch finden wir keinen einzigen davon. Er ist der Meinung, dass wir alle zu individuell sind und wir am besten auf unseren Körper hören.

Mike Kleiß

Womit ich nicht ganz übereinstimme, ist seine Meinung zu Schmerzen. Er empfiehlt auch bei Schmerzen weiterzulaufen. Diese sind seiner Meinung nach ein Versuch des Körpers uns zu überlisten. Ebenfalls ein wenig grenzwertig finde ich, dass er bei langen Läufen teilweise Aspirin nimmt.

Zustimmen kann ich dann jedoch wieder seiner folgenden Meinung: “Das Laufen eines Marathons kann und darf kein Standard werden.” Ein Marathon ist eine extreme Belastung für den Körper und es ist nicht so, dass jeder einmal im Leben diese Distanz gelaufen sein muss. Auch ohne Marathon kann man ein glücklicher Läufer sein!

Fazit: “More Power. Lauf dich frei!” ist locker geschrieben und hat mich schnell in seinen Bann gezogen! Mike Kleiß ist ein Paradebeispiel dafür, wie Laufen zu einem gesünderen und auch glücklicheren Leben führen kann. Wer auf persönliche Motivationsgeschichten steht, liegt mit diesem Buch genau richtig.

Anmerkung: Das Buch wurde mir vom Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Dies hat jedoch meine Meinung nicht beeinflusst. Die oben erwähnten Zitate stammen alle aus dem Buch.

Rocknroll Halbmarathon Dublin

Es gibt Menschen, die sammeln Briefmarken oder Modellautos. Ich sammle Laufländer! Ein Land kommt dann in meine Sammlung, sobald ich dort an einem offiziellen Wettkampf teilgenommen habe. Ein Trainingslauf zählt also nicht :-)

Und mit dieser Leidenschaft bin ich nicht allein. Es gibt sogar eine spezielle Website für Läufer, die um die ganze Welt reisen, um dort zu laufen. Und auf dieser Website für die sogenannten Länderläufer ist sogar eine Bestenliste zu finden. Hanno Rheineck liegt dort mit 108 (!) Ländern auf Platz 1. Soviele Länder werde ich wohl nie schaffen – es sei denn ein Lottogewinn flattert ins Haus. Aber dennoch bin ich jetzt mit meinen 30 Ländern unter den Top 15.

Dublin

Letztes Wochenende kam das Land Nummer 30 hinzu. Mit Aerlingus machte ich mich auf den Weg in die Hauptstadt Irlands, nach Dublin. Nicht nur auf meiner Lauf- sondern auch auf meiner Reiseliste fehlte dieses Land bisher. Ich war also gespannt, was mich erwarten würde.

Der Empfang in Irland nach zwei Stunden Flug war erst einmal wie erwartet: Regen!

Dublin

Aber der störte erst einmal nicht, als wir uns am Abend mit unseren Lauffreunden aus Finnland und den USA im Pub trafen. Vor zwei Jahren hatten wir uns in Oslo kennengelernt und uns letztes Jahr auf Island erneut getroffen. Diesmal hatten wir für ein Treffen den Rock’n’Roll-Halbmarathon in Dublin gewählt. Wir kannten bereits diese Laufserie durch Läufe in Madrid, Nizza und Las Vegas. Für die Startgebühr hatten wir 35 Euro bezahlt, was für einen Halbmarathon ein guter Preis ist.

Rock'n'Roll Marathon Dublin

Am Samstag begaben wir uns zu Fuß zur Expo, um unsere Startnummern abzuholen. Die Messe war leider etwas außerhalb vom Zentrum, aber so lernten wir gleich die Stadt etwas kennen.

RocknRoll Marathon Dublin

Die Messe war recht übersichtlich und bei der Startnummernausgabe gab es keinerlei Wartezeit. Ein grünes Funktionsshirt erhielten wir und einen sehr gut gefüllten Starterbeutel. Interessant waren darin vor allem der Thunfisch und ein Warzenmittel :-)

RocknRoll Marathon Dublin

Den restlichen Tag erkundeten wir bei schönstem Sonnenschein die Stadt.

Dublin

Am Sonntagmorgen klingelte der Wecker um 7 Uhr. Dank Wasserkocher auf dem Hotelzimmer konnten wir einen warmen Kaffee und Porridge genießen. Der Start befand sich etwa 2,5 km entfernt – auf dem North Wall Quay direkt am Fluss Liffey. Wir liefen zu Fuß dorthin und wurden bereits auf dem Weg etwas nass. Leider regnete es :-( Daher hatten wir uns auch Wechselklamotten eingepackt, die wir dann schnell in den Trucks vor Ort abgeben konnten.

Rocknroll Marathon Dubliin

Knapp über 5.000 Läuferinnen und Läufer starteten schließlich ab 8:30 Uhr in mehreren Startwellen. Ich musste nicht lange warten bis ich mit meiner Startwelle auf die Strecke durfte.

Glücklicherweise hatte pünktlich zum Start der Regen aufgehört – der Wettergott muss eben doch ein Läufer sein!

Rocknroll Marathon Dublin

Wir liefen zunächst am Fluss entlang und überquerten diesen schließlich. Auf der anderen Seite liefen wir bis etwa Meile 3, wobei wir auch einen kleinen Schlenker mit Anstieg zur Christ Church Cathedral zu bewältigen hatten. Auch an der Guinness-Brauerei liefen wir vorbei – es gab dort aber keinen Getränkepunkt :-)

Rocknroll Marathon Dublin

Übrigens gab es keine Kilometerschilder – nur Meilen wurden angegeben. Dafür waren reichlich Getränkestationen vorhanden – es gab Wasser und Iso in Flaschen. Becher hätten eigentlich bei dem relativ kühlen Wetter gereicht, denn die meisten Läufer tranken nur ein oder zwei Schluck und dann landete die Flasche am Straßenrand. Später wurde auch noch Gel ausgegeben.

Rocknroll Marathon Dublin

Waren die ersten Kilometer noch recht spannend gewesen, da wir durch das Zentrum liefen, so wurde der Rest der Strecke eher etwas langweilig. Zuschauer waren nur wenige zu sehen und die einzige Abwechslung waren noch die Anstiege :-) Außerdem erwartete uns aller ein paar Kilometer musikalische Unterhaltung. Die Künstler dort taten wir aber fast leid, da sie außer uns Läufern keinerlei Zuschauer hatten.

Rocknroll Halbmarathon Dublin

Bei Meile 8 erreichten wir den Phoenix Park, in welchem sich auch das Ziel befand. Aber bevor wir dieses erreichen würden, waren noch einige Kilometer zu bewältigen. Und ich hatte mit großer Unlust zu kämpfen :-) Irgendwie war mir etwas langweilig und ich hatte leider auch meinen iPod im Hotelzimmer gelassen. Außerdem nervten mich die vielen Anstiege.

Rock'n'Roll Dublin

Aber dann erinnerte ich mich daran, dass ich das hier freiwillig tat. Außerdem war ich gerade dabei im 30. Land zu laufen. Und plötzlich machte es wieder ein wenig Spaß :-)

Rocknroll Dublin Halbmarathon

Auf den letzten Kilometern versuchte ich noch ein wenig Gas zu geben, da noch eine Zeit unter 2:15 h drin war. Aber letztendlich überquerte ich dann die Ziellinie bei 2:15:10 h. Das war für die Strecke und die vielen Fotopausen auf jeden Fall in Ordnung. Platz 1245 (von 2488) bei den Damen bedeutete das.

Rock'n'Roll Halbmarathon Dublin

Eine schicke Medaille (da sind die Veranstalter bei den Rock’n’Roll-Events immer gut drin) bekam ich noch um den Hals. Wasser, Iso sowie Bananen, Riegel und Chips wurden ebenfalls gereicht.

Rocknroll Marathon Dublin

Hinter dem Ziel traf ich zufälligerweise Ilse und wir schauten dann noch bei dem Konzert vorbei. Auch dort waren nur wenige Zuschauer. Außerdem hatte mittlerweile wieder der Regen eingesetzt.

Wir machten uns auf den Weg zum Shuttlebus, auf den wir in einer langen Schlange einige Minuten im Regen warten mussten. Aber der Bus war die einzige Möglichkeit wieder ins Stadtzentrum zu kommen. Der Phoenix-Park ist recht abseits gelegen.

Irish Breakfast

Wir gönnten uns dann noch lecker Irish Breakfast – natürlich in der vegetarischen Option. Und am Abend stießen wir in einem Pub mit Hot Whiskey auf unsere Erfolge an.

Am Montagvormittag besuchten wir noch einmal die laufenden Bären, die wir bereits am Vortag im Startbereich bewundert hatten. Am Abend brachte uns dann Aerlingus wieder zurück nach Berlin.

Dublin

Fazit: Die Veranstalter der Rock’n’Roll-Events wissen schon was sie tun. Die Organisation war gut und auch das Preis-Leistungsverhältnis war in Ordnung. Eine gut gefüllte Startertüte, ein Shirt und eine schicke Medaille – was will man mehr! Wenn nur die Stimmung noch etwas besser wäre und es ein paar Zuschauer mehr geben würde …

Ausstattung: Transcend von Brooks, TomTom Runner Cardio, Fitbit Surge

Berliner Citynacht

Die Vattenfall-Citynacht fand in diesem Jahr bereits zum 24. Mal in Berlin statt und für mich war es die sechste Teilnahme. Und so wie jedes Jahr hatte ich mich für die 5 km angemeldet – auch wenn die meisten Teilnehmer die 10 km wählen. Doch meist ist es bei diesem Lauf immer sehr heiß (obwohl er am Abend stattfindet) und da reichen mir 5 km voll und ganz.

Für die Anmeldung hatte ich 15 Euro bezahlt, was für einen 5-km-Lauf schon nicht wenig ist. Zumal es dafür nur die Startnummer und eine Urkunde gibt – noch nicht einmal eine Medaille ist vorgesehen. Doch dafür darf man über den Berliner Kudamm laufen, auf dem tagsüber meist nur die Autos im Stau stehen.

Die Startnummer hatte ich mir bereits am Freitagnachmittag bei Karstadt abgeholt. Das war total fix erledigt – keinerlei Wartezeit!

Kurz vor 18 Uhr trafen wir uns am Samstagabend mit Lauffreunden im Europa Center. Dort konnten wir uns erneut in den Räumlichkeiten von OCM Internet vor dem Lauf entspannen.

Berliner Citynacht

Nur Anna, Britta, André und ich hatten die 5 km geplant – der Rest war für die 10 km angemeldet. Vor lauter Plaudern verpassten wir fast unseren Start. Und obwohl wir nur noch 15 min hatten, musste unbedingt noch ein Gruppenfoto auf dem Breitscheidplatz sein :-)

Berliner Citynacht

Im Laufschritt machten wir vier uns auf den Weg zum Start auf dem Kurfürstendamm. Fast 650 Läufer hatten sich dort eingefunden. Aus den Vorjahren wußte ich, dass es ratsam ist, sich soweit wie möglich vorn einzureihen. Und so kämpften wir uns auch bis wenige Meter vor die Startlinie vor. Wie sich später herausstellen sollte, war das aber immer noch nicht nah genau an der Startlinie.

Berliner Citynacht

Schön war noch kurz vor dem Startschuss Chris zu treffen und dann war es 19:50 Uhr. Startschuss und los ging es! Und wie in den Vorjahren gab es ein gr0ßes Gedrängel und ich ärgerte mich über die vielen langsamen Läufer, die sich leider völlig falsch im Startblock einsortiert hatten. Einige Überholmanöver später, bei denen ich sicherlich einige Sekunden verloren hatte, war endlich etwas Platz.

Berliner Citynacht

André lief an meiner Seite, denn wir hatten einen Plan. Er wollte mir helfen eine neue Bestzeit aufzustellen. 25:16 min waren vom letzten Jahr zu unterbieten und ich wußte, dass ich auf jeden Fall dazu in der Lage bin. Denn ich war bei längeren Läufen schon ein paar Mal darunter geblieben. Allerdings brauche ich für Bestzeiten kühle Temperaturen und eigentlich auch meinen iPod mit Beats für die Motivation zwischendurch. Letzteren hatte ich leider in der Hektik vor dem Start bei den anderen Sachen liegen gelassen und kühl war es an dem Abend auch nicht. Wenigstens schien aber die Sonne nicht mehr und es war ein recht starker Wind aufgekommen. Dieser blies jedoch teilweise auch direkt von vorn.

Es sah also nicht sehr gut aus und ich glaubte auch nicht wirklich an eine neue Bestzeit an dem Abend. Bis auf André hatte ich aus diesem Grund auch niemanden in meinen Plan eingeweiht :-)

Aber André war zuversichtlich und den ersten Kilometer brachten wir in 4:49 min/km hinter uns. Außerdem gab es eine schöne Abkühlung durch eine Wasserdusche. Die hätte ich allerdings auf den letzten Kilometern dringender benötigt.

Kilometer 2 wurde dann mit 4:56 min/km etwa langsamer, aber es sah noch alles gut aus. Bei erstem Getränkepunkt holte mir André einen Wasserbecher, den ich wirklich nötig hatte. Schließlich war bei der Joachim-Friedrich-Straße der Wendepunkt erreicht und es ging auf der anderen Seite des Kudamms zurück.

Die nächsten beiden Kilometer lief ich knapp über 5 min, aber wir hatten ja noch ein wenig Zeitpuffer. Schließlich war endlich der letzte Kilometer erreicht! Glücklicherweise liefen wir noch einmal an einem Getränkepunkt vorbei und auf Anraten von André kippte ich mir kaltes Wasser über den Kopf. War zwar zunächst ein Temperaturschock, aber setzte dann doch noch etwas Energie für den Endspurt frei.

Berliner Citynacht

Als ich die Zeit auf dem LED-Zieltor sah, wußte ich dass die neue Bestzeit zu schaffen war. Und da sogar noch eine Zeit von unter 25 min drin war, gab ich dann doch noch einmal Gas. Und in der Tat – bei 24:40 min erreichte ich das Ziel. Damit hatte ich an dem Abend wirklich nicht gerechnet und es hat ein wenig gedauert, bis ich es begreifen konnte. Vielen Dank an meinen persönlichen Pacer!

Berliner Citynacht

Die Zeit brachte mich bei den Damen auf Platz 25 (von 416) und insgesamt auf Platz 84 (von 614). Eine Altersklassenwertung gibt es bei diesem Lauf leider nicht.

Wir läuteten dann schon einmal mit einem Gläschen Sekt die Afterrace-Party ein, während unsere 10-km-Läufer gerade auf der Strecke schwitzten.

So nach und nach trudelten dann auch unsere restlichen Läufer ein. In gemütlicher Runde tauschten wir uns dann noch bis fast Mitternacht über unsere Lauferlebnisse aus.

Berliner Citynacht

Das war wieder ein toller Abend mit Lauffreunden aus nah und fern gewesen! Die weiteste Anreise hatte übrigens Babeta aus Prag gehabt! Den schnellsten Lauf hat Jochen absolviert und die größte Anstrengung hatte Jens. Er ist beim Inlineskaten und über die 10 km gestartet. Aber Glückwünsche gehen an alle Finisher! Es war ein wunderbarer Abend bei der Vattenfall-Citynacht!

Übrigens war das mein Wettkampf Nummer 180 und mit der Bestzeit bei diesem Lauf habe ich auch mein Soll für 2015 erfüllt. In diesem Jahr habe ich meine Zeiten über die 5 km, 10 km und die Halbmarathondistanz verbessern können. Jetzt kann ich das restliche Jahr entspannt angehen :-)

Ausstattung: PureConnect von Brooks, TomTom Runner Cardio, Fitbit Surge

“Mein Leben hatte etwas Regelmäßiges, fast Gewöhnliches bekommen. Ich musste schnell handeln und etwas finden, das meinen Alltag wieder spannender machte.”

Einfach laufen Stefan Seibold

Stefan Seibold beschließt zu seinem 40. Geburtstag, dass sich in seinem etwas Leben ändern muss. Ab nun wird wieder gelaufen! Doch wie fängt man am besten an? Unter anderem folgende Tipps gibt er den Lesern in seinem Buch “Einfach laufen: Wie ich die Form meines Lebens fand“:

  • Verabredungen zum Laufen helfen.
  • Ziele für das Laufen setzen – zum Beispiel für einen bestimmten Lauf anmelden.
  • Ein unvorteilhaftes Foto von sich selbst an den Kühlschrank kleben.
  • Rituale sind wichtig – zum Beispiel Lauftreff am Dienstagabend.

Der Einstig ins Laufen ist für Seibold sehr erfolgreich und er bleibt dran. Nach und  nach folgen immer mehr Marathonläufe. Doch irgendwann kommt er zu folgendem Punkt: “Ich wollte aufhören, nur ein Stadtmarathon-Wiederholungstäter zu sein, und dafür lieber die Natur laufend entdecken.”

Somit folgen der Rennsteiglauf, der Untertagemarathon in Sondershausen und schließlich sogar ein Halbmarathon am Kilimandscharo. Letzter ist wohl einer der schönsten Wettkämpfe in seinem Läuferleben und auch Grund dafür, dass das Buch entstand.

Stefan Seibold

Im Anschluss an den Halbmarathon am Kilimandscharo wagt sich Seibold an sein bisher größtes Abenteuer, die Besteigung dieses Berges. Die Hälfte aller Besteigungsversuche scheitert übrigens. Hauptgründe sind die Höhenkrankheit oder fehlende Fitness. Aber ihm glückt die Besteigung und eine neue Leidenschaft ist geboren. Das Bergsteigen führt ihn in den folgenden Jahren zum  Ebrus, den Chimborazo und den Pik Lenin. Er meint: “Ich glaube, dass die Berge da sind, damit man sich an ihnen messen kann.

Stefan Seibold

Fazit: Mich hat “Einfach laufen: Wie ich die Form meines Lebens fand” sehr unterhalten. Mit viel Witz erzählt Stefan Seibold zunächst von seinen Lauferlebnissen. Später dürfen wir bei seinem spannenden Bergtouren dabei sein. Ein Bonus sind die Infokästen (mit teilweise amüsantem Inhalt) und auch die beeindruckenden Fotos von seinen Abenteuern. Empfehlenswert!

Anmerkung: Das Buch wurde mir vom Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Dies hat jedoch meine Meinung nicht beeinflusst. Die oben erwähnten Zitate stammen alle aus dem Buch.

Runandbike

Einen Marathon bin ich noch nie gelaufen und plane ich auch nicht in naher Zukunft. Dennoch habe ich gestern zum dritten Mal die Marathondistanz beim Lausitzer Seenland 100 bewältigt. Allerdings war noch ein Fahrrad und eine zweite Person dabei. Erneut traten André und ich beim Run & Bike über 42 km an.

Wie das funktioniert? Ganz einfach – wir starten zu zweit mit einem Fahrrad und müssen dabei die Marathondistanz bewältigen. Dabei muss immer eine Person laufen und die zweite Person fährt als Begleitung auf dem Rad mit. Gewechselt werden kann so oft wie man möchte.

Am Samstagvormittag reisten wir mit dem Zug und unseren Rädern aus Berlin nach Senftenberg. Nach knapp 80 Minuten erreichten wir die brandenburgische Stadt im Lausitzer Seenland.

Senftenberg

Wir fuhren noch eine kurze Strecke mit dem Rad zu unserem Hotel. Das Strandhotel Senftenberger See befindet sich, wie der Name bereits vermuten lässt, direkt am Ufer des Senftenberger Sees. Er gehört mit seinen 1.300 Hektar zu den größten Seen Brandenburgs.

In unmittelbarer Nähe befindet sich der Stadthafen von Senftenberg. Hier befanden sich Start und Ziel der meisten Disziplinen. Neben Laufen waren auch Radfahren, Walken, Skaten und sogar Schwimmen im Angebot. Wir waren erneut für Run & Bike gemeldet und hatten hierfür 29 Euro pro Person bezahlt.

Stadthafen Senftenberg

Unsere Startunterlagen holten wir im Stadthafen ab. Zwei Startnummern (eine für den Läufer und eine für das Rad) und zwei Baumwollshirts zum 10-jährigen Jubiläum erhielten wir.

Senftenberger See

Den Nachmittag genoßen wir beim Schwimmen und Sonnen am hoteleigenen Strand.

Run & Bike

17 Uhr sollte es schließlich auf die Marathondistanz gehen. Am Stadthafen warteten 59 Teams auf den Startschuss, der von Adi höchtspersönlich gegeben wurde. Wer im Osten Deutschlands aufgewachsen ist, erinnert sich vielleicht noch an ihn.

Runandbike

So wie in den Jahren zuvor startete André auf dem Rad und ich lief los. Und wir übernahmen auch die Wechseltaktik aus dem Vorjahr. Ich laufe 2 Kilometer, dann wird gewechselt, André läuft 4 Kilometer und ich danach wieder 2 Kilometer.

Run & Bike

Kurz nach dem Startschuss kamen die ersten Tropfen. Da es recht warm war, war dies auch recht angenehm und eine tolle Erfrischung. Allerdings wurde es im Anschluss auch sehr schwül.

Doch das war noch gar nichts im Vergleich zu dem, was uns noch erwartete. Denn plötzlich hörten wir Donnergrollen und der Regen stürzte wolkenbruchartig vom Himmel.

In kurzer Zeit waren wir nass bis auf die Haut und meine Laufschuhe waren plötzlich mindestens ein Kilo schwerer. Den Eindruck hatte ich jedenfalls, da Schuhe und Socken sehr viel Wasser aufgenommen hatten.

Wir hatten ja eher mit großer Hitze gerechnet und dieses Mal sogar eine Blumenspritze mitgenommen. Doch diese war wohl eher überflüssig :-)

Die echten Marathonläufer waren fünf Minuten nach uns gestartet und es war so frustrierend von diesen überholt zu werden. Dabei lief ich bei meinen kurzen Einsätzen doch schon einer 5-er Schnitt …

rundandbike

Es schien sich einzuregnen und ich war froh, dass es noch relativ warm war. Ansonsten hätte derjenige auf dem Rad bald jämmerlich gefroren.

Kurz vor der Halbmarathonmarke, die wir bei 1:46 h erreichten, hörte der Regen dann in der Tat auf. Die Strecke war im Gegensatz zum Vorjahr ein wenig verändert worden. Die Wende war jetzt am Ilsekanal bei Großräschen, der erst Ende letzen Jahres fertiggestellt wurde. Ich fand diesen Landschaftspunkt toll und wäre am liebsten länger für Fotos stehengeblieben.

Lausitzer Seenland 100

Apropos Landschaft – die Strecke führt durch die wunderschöne Landschaft des Lausitzer Seenlandes. Diese künstliche Seengebiet, welches durch die Flutung ehemaliger Tagebaue entstand, ist die größte künstliche Wasserlandschaft in Europa.

Lausitzer Seeland 100

Unsere Strecke startete am Senftenberger See und führte dann weiter am Sedlitzer See entlang bis hin zum Ilsekanal. Unterwegs trafen wir auf viele gut bestückte Verpflegungspunkte. Wasser, Cola, Isogetränke und auch Bananen, Salzbrezeln etc. waren im Angebot.

Lausitzer Seenland 100

Nach dem Wendepunkt ging es diesselbe Strecke zurück. So langsam merkten wir dann auch schon die zurückgelegten Kilometer. Aber wir waren auf Bestzeitenkurs und liefen so schnell es ging. Auf der Strecke war es trotz Marathonläufer recht einsam. Doch das störte nicht.

Lausitzer Seenland 100

Und dann kam Kilometer 32 und ich bekam Probleme mit meinem rechten Knie. Hatte ich schon vorher beim Radfahren festgestellt, dass meine Knie etwas beansprucht waren, so hatte ich nun leichte Schmerzen an der Knieaußenseite. Und genau dieses Problem hatte ich bereits im letzten Jahr – auch fast bei diesem Kilometerpunkt.

Ich glaube dass die Beschwerden von einer Überlastung durch das Radfahren kamen. War ich doch an dem Tag das erste Mal überhaupt in diesem Jahr auf dem Fahrrad unterwegs und dann auch noch gleich soviele Kilometer am Stück. Für den nächsten Run & Bike sollte ich wahrscheinlich vorab mehr Kilometer auf dem Rad machen und vielleicht sogar Koppeltraining.

Lausitzer Seenland

Wie auch immer, wir hatten noch zehn Kilometer bis zum Ziel und wir hatten eine Teilnehmerin mit Knieproblemen und einen schon recht erschöpften Läufer … André hatte ja vorab auch keine längeren Distanzen trainiert und somit machten sich die vielen Kilometer bei ihm auch bemerkbar. Und ich konnte nur noch wenige Meter laufen. Also fing ich an zu walken :-) Hauptsache wir kamen voran!

Runandbike

Und irgendwie schafften wir es dann in der Tat bis nach Senftenberg. Und 20 Meter vor dem Ziel biß ich dann auch noch einmal die Zähne zusammen und erreichte die Ziellinie im Laufschritt.

3:55 h hatten wir für die Marathondistanz benötigt und damit waren wir nur wenige Sekunden langsamer als bei unserem ersten Start. Hinter uns kamen immerhin noch sieben Teams ins Ziel – die Letzten waren wir also nicht geworden :-)

Run & Bike

Insgesamt hatte André um die 26 km und ich dementsprechend 16 km zurückgelegt. Gern wäre ich noch mehr gelaufen – die Kondition war da, aber das Knie wollte ja leider nicht.

Im Ziel gab es für jeden eine Medaille und beim Urkundenausdruck noch ein Glas Spreewaldgurken!

Lausitzer Seenland 100

Total geschafft fielen wir wenige Minuten später mit Blick auf den Senftenberger See ins Bett.

Heute morgen hatte ich dann eher weniger Beschwerden vom Laufen als vielmehr vom Radfahren. Mein Po tat mir total weh! Für nächstes Jahr muss ich mir einen bequemeren Sattel besorgen.

Senftenberger See

Es wird definitiv einen weiteren Start beim Run & Bike geben. Und mit entsprechender Vorbereitung per Rad, kann ich dann vielleicht auch endlich einmal mehr Kilometer beitragen.

Fazit: Das Lausitzer Seenland 100  ist ein top organisiertes Sportevent, mit zahlreichen Angeboten! Darüber hinaus bietet die Region beste Voraussetzungen für ein erlebnisreiches, aber auch erholsames Wochenende in einer tollen Wasserlandschaft!

” Oftmals gewinnen nicht die schnellsten Läufer solche Rennen, sondern die, die schnell auf Veränderungen reagieren können und somit die wenigsten Probleme in dieser Woche haben.”

Running wild

Rafael Fuchsgruber führte in der Vergangenheit als DJ und Konzertveranstalter ein extremes Leben. Diese Zeiten sind vorüber, aber extrem lebt er immer noch. Nur führen ihn seine extremen Abenteuer jetzt zu Wüstenläufen und anderen abenteuerlichen Rennen rund um die Welt.

Über seine Abenteuer kann man ab sofort in seiner Biographie “Running wild: Vom Partykönig zum Extremläufer“, bei der er von Ralf Kerkeling unterstützt wurde, lesen.

Wir dürfen bei seinen exotischen Rennen, wie beim Desert Ultra Namibia (ein 250-km-Lauf über 5 Etappen), der Libyan Challenge (200 km nonstop) oder dem Jordan Race (250 Kilometer in sechs Etappen) dabei sein. Fuchsgruber dazu: “Bei Ultraläufen wird gelaufen, gelebt, geliebt und gestorben – von allem nur ein bisschen mehr.”

Rafael Fuchsgruber

Zum Laufen kam Fuchsgruber erst mit 40 Jahren. Zu dem Zeitpunkt ist er mit Verdacht auf Herzinfarkt im Krankenhaus. Nur wenige Wochen später läuft er seinen ersten Marathon und finisht diesen in fünf Stunden. Nach und nach werden seine Läufer länger und führen in ihn immer exotischere Regionen.

Geprägt von einer gewalttätigen Kindheit mit einem alkoholabhängigen Vater, hat auch Fuchsgruber mit Alkoholproblemen zu kämpfen. Auch über diese Lebensabschnitte erfahren wir mehr in seinem Buch. Das Laufen hat ihm jedoch geholfen: “Ich habe lange gesucht und musste weit über 40 Jahre alt werden, um den richtigen Weg zu finden.”

Fuchsgruber bezeichnet sich selbst als die “Rosamunde Pilcher des Extremlaufs” und sein Werk als das “bunte Buch des frei umherlaufenden Irren“.

Fazit: “Running wild: Vom Partykönig zum Extremläufer” ist eine spannende Autobiografie eines Mannes, der ein extremes Leben sein Eigen nennt. In seinem Buch sind neben spannenden Laufberichten auch wunderbare Fotos von abenteuerlichen Läufen zu finden. Vor allem (aber nicht nur) für Ultraläufer sehr empfehlenswert!

Anmerkung: Das Buch wurde mir vom Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Dies hat jedoch meine Meinung nicht beeinflusst. Die oben erwähnten Zitate stammen alle aus dem Buch.

Deutsche Post Ladies Run Dresden

In der sächsischen Landeshauptstadt laufe ich immer wieder gern. Somit passte es perfekt, dass ich zwei Startplätze für den Deutsche Post Ladies Run gewonnen hatte und feststellte, dass Station auch in der sächsischen Landeshauptstadt ist. Somit war klar, dass ich meine Startplätze in Dresden einlösen würde. Darüber hinaus hatte dadurch meine Schwester die Chance ihren ersten Lauf zu bestreiten.

In insgesamt zehn Städten hatten in diesem Jahr Läuferinnen die Möglichkeit am Ladies Run teilzunehmen – Dresden war erstmalig dabei.

An sich bin ich ja nicht so der große Fan von Frauenläufen, aber ich hatte ja kein Geld bezahlt und somit gab ich mal wieder einem Lauf nur für die Damen die Chance.

Samstagmittag traf ich in Dresden ein und bezog wieder das Zimmer in meinem Stammhotel NH auf dem Altmarkt. Die Lage von meinem Hotel war perfekt, denn Start und Ziel befanden sich ebenfalls auf dem Altmarkt.

Deutsche Post Ladies Run

Ich holte mir in der sogenannten Ladies Town gleich meine Startunterlagen ab und erhielt eine gut gefüllte Startertüte mit T-Shirt und allerlei Proben. Darüber hinaus erhielt ich noch ein zweites Laufshirt von Emmi, da ich darüber die Startplätze gewonnen hatte.

Deutsche Post Ladies Run

Der Blick auf die Starterliste zeigte, dass das Teilnehmerfeld sehr klein war – da ist definitiv noch Potential in Dresden.

Zwinger

Am Nachmittag nutze ich das tolle Wetter und spazierte durch die sächsische Landeshauptstadt. Diesmal machte ich auch einen Abstecher zum Goldenen Reiter auf der anderen Elbseite. Natürlich gönnte ich mir auch wieder das obligatorische Stück Eierschecke – einfach lecker!

Am Abend traf ich mich mit der lieben Katharina und wir saßen bis in die späten Abendstunden bei köstlichem Essen auf dem Altmarkt.

Dresden

Am Sonntag konnte ich dann ausschlafen und nach dem Frühstück trafen auch meine Schwester mit Familie und die liebe Anna aus Berlin ein.

Frauenkirche

Es stand noch einmal Sightseeing speziell für Anna, die das erste Mal in Dresden war, an. Im Anschluss wurde es Zeit für das Mittagessen und dafür begaben wir uns auf die Dachterasse der Yenidze. Dieses Bauwerk wurde im Stil einer Moschee errichtet und beherbergte früher eine Zigarettenfabrik. Von der Terasse hatten wir einen tollen Blick über Dresden und genossen unser Mittagessen.

Yenidze

Schließlich schlenderten wir zurück zum Altmarkt, wo sich meine Schwester und Anna noch ihre Startunterlagen abholten. Zufällig hatten wir dann auch noch die Möglichkeit für ein Foto mit Lucy von den No Angels. Sie ist übrigens richtig fix und belegte später Platz 4 über die 5 km.

Deutsche Post Ladies Run

Bei mir auf dem Hotelzimmer zogen wir uns dann alle um und dann war es nicht mehr lange bis zum Start. Ich fand die Startzeit von 16 Uhr ja blöd! Wie kommt man auf die Idee mitten im Hochsommer einen Lauf am Nachmittag zu veranstalten. Außerdem ist es auch für auswärtige Teilnehmerinnen nicht so optimal, denn meist ist das Check-Out aus dem Hotel bereits gegen Mittag. Ich hatte Glück, dass mein Hotel Late-Check-Out bis 17 Uhr anbot und somit hat es perfekt gepasst.

Vor dem Start wurde noch Aufwärmen angeboten, wo ich (wie immer) nur zugeschaut habe. Mir war so schon warm genug, denn das Thermometer zeigte um die 25° C.

Deutsche Post Ladies Run

16 Uhr ging es los auf die Strecke und trotz übersichtlichen Startfeldes war es auf den ersten Metern sehr voll. Zwei Distanzen waren im Angebot – 5 und 10 km.

Wir liefen am Theaterplatz und der Semperoper vorbei und dort hatten wir dann an der Elbe bereits Kilometer 1 erreicht.

Semperoper

Es ging weiter zum Sächsischen Landtag und dort überquerten wir die Marienbrücke. Auf der anderen Elbseite liefen wir zu den Elbwiesen runter und dort war dann die Hälfte der Strecke erreicht und ein Getränkepunkt mit Wasser wartete auf uns. Den hatte ich auch schon ungeduldig erwartet, denn mir war total warm. Die Sonne war zwar mittlerweile verschwunden, aber es war total schwül. Eindeutig nicht mein Laufwetter!

Dresden

Bei Kilometer 4 war ein Anstieg hoch zur Carolabrücke zu bewältigen und dann liefen wir zurück auf die andere Elbseite.

Dresden

Dort machte sich dann leider mein Schnürsenkel mit dem Zeitmesschip selbstständig und ich musste zweimal anhalten, um ihn wieder zu befestigen. Das war nervig!

Deutsche Post Ladies Run

Schließlich nur noch ein letzter Anstieg zum Schloßplatz und dann kam das Ziel in Sicht. Ich war so geschafft, dass ich weder Kraft noch Lust auf einen Endspurt hatte. War nur froh, dass Ziel zu erreichen! Habe auch 30:32 min benötigt, doch die Strecke war auch mindestens 5,3 km. Da ich vergessen hatte meine Fitbit zu laden, hatte ich unterwegs auch keine Info zu meiner Zeit und darüber hinaus gab es keine Kilometerschilder.

Mit der für mich eher langsamen Zeit belegte ich aber immerhin Platz 31 von insgesamt 309 Teilnehmerinnen.

Deutsche Post Ladies Run

Im Ziel musste ich erstmal etwas trinken- auf das gratis Glas Proseco hatte ich jedoch keine Lust. Bin nur schnell ins Hotel und statt in Windeseile auszuchecken, hätte ich mich lieber aufs Bett gelegt :-)

Meine Schwester hat ihren ersten Lauf trotz nicht einfacher Bedingungen auch gut geschafft und plant sogar schon den nächsten Lauf!

Per Bus ging es dann zurück nach Berlin. Der Preis (9 Euro) war unschlagbar und außerdem gab es dafür noch gratis Internet und ich konnte mein Handy laden. Ist in der Tat eine überlegenswerte Alternative zur Bahn.

Fazit: Der Deutsche Post Ladies Run in Dresden war eine nette Veranstaltung – wenn man den reine Frauenläufe mag. Allerdings sollte man die Startzeit überdenken und bedenken, dass es keine Strecke für Bestzeiten ist. Kilometerschilder und eine exakt abgemessene Strecke wären auch gut.

Fitbit Surge

Seit einigen Wochen habe ich meine Armbanduhr in den Schrank verbannt. Dabei war sie doch das Geburtstagsgeschenk meines Freundes! Aber ich habe meine Gründe, denn seit kurzem ziert die Fitbit Surge stattdessen mein Handgelenk. Sie ist viel mehr als eine normale Armbanduhr – der Hersteller bezeichnet sie als Fitness-Superwatch. Sie bietet integriertes GPS, eine kontinuierliche Herzfrequenzmessung und Aktivitätstracking. Nummer 1 und 2 kenne ich nutze ich bereits durch meine altbewährte Runner Cardio von TomTom. Gespannt war ich nun jedoch besonders auf das Aktivitätstracking, da ich bisher noch keine Erfahrungen mit der Aufzeichnungen meiner alltäglichen Aktivitäten hatte.

Vorteile:

  • Ich finde die Uhr schick – vor allem da sie schwarz ist und nicht zu groß. Daher trage ich sie nun statt meiner alten Armbanduhr.
  • Auch für schmale Handgelenke ist die Uhr geeignet – man hat die Wahl zwischen zwei Größen und das ist auch gut so. Mit meinen schmalen Handgelenken hatte ich schon öfter bei Uhren Problemen. Da ich mir hier die Größe vorab aussuchen konnte, hat alles gepasst.

Fitbit Surge

  • Die Uhr ist für mich zu einem tollen Motivator geworden. Oft bin ich nur deshalb noch einen Umweg gelaufen oder eher aus der U-Bahn gestiegen, weil ich unbedingt noch mein Tagessoll von 10.000 Schritten erfüllen wollte :-) Denn die Belohnung ist dann eine vibrierende Uhr und Glückwünsche auf dem Display.

Fitbit Surge

  • Neben den gelaufenen Schritten zeichnet die Uhr auch gelaufene Etagen, verbrannte Kalorien und aktive Minuten auf. Im persönlichen Account hochgeladen, erhält man so nützliche Informationen über das eigene Aktivitätsprofil. Und man kann sich witzige Abzeichen, wie das Bergstiefel-Abzeichen, verdienen :-)
  • Möchte man nicht auf das GPS-Signal warten, so hat man die Möglichkeit sofort loszulaufen. Das GPS-Signal wird dann gesucht, während man bereits läuft. Darunter hat auch nicht die Genauigkeit gelitten – die Länge meiner Trainingsrunde bleibt 5 km.

Fitbit Surge

  • Nun weiß ich endlich wie lange ich denn nun genau geschlafen haben, denn selbst das wird von der Uhr aufgezeichnet. Und sogar die unruhigen Phasen sind im Dashboard zu finden.

Nachteile:

  • Man darf nicht vergessen die Uhr rechtzeitig zu laden bzw. bei Reisen das Ladekabel mitzunehmen. An sich ist die Akkulaufzeit aber in Ordnung. Bis zu sieben Tage beträgt diese laut Hersteller im normalen Betrieb.
  • Ich hatte mehrfach bei der Synchronisation Probleme – der USB-Dongle wurde nicht erkannt. Erst ein Neustart der Uhr löste dann das Problem.
  • Für Leistungssportler ist die Uhr nur bedingt geeignet. Für meine Zwecke im Training reicht sie jedoch aus und ich schätze es, dass ich nun mit meiner normalen Armbanduhr auch laufen gehen kann.

Fitbit TomTom

Zuletzt möchte ich noch anmerken, dass ich nur einen Teil der Funktionen der Fitbit Surge getestet habe. Zum Beispiel kann man sich auf dem Touchscreen auch Anrufe oder SMS anzeigen lassen. Neben Läufen können auch Cardio-Workouts und Crosstraining aufgezeichnet werden. Weitere technische Informationen sind auf der Website zu finden.

Fazit: Die Fitbit Surge bietet eine ideale Kombination von normaler Armbanduhr, Fitnesstracker und ist auch für Freizeitläufer durchaus geeignet. Für ambitionierte Läufer wurde ich dann jedoch eher eine spezielle Laufuhr empfehlen.

Anmerkung: Die Uhr wurde mir kostenfrei für Testzwecke zur Verfügung gestellt. Dies hat jedoch meine Meinung nicht beeinflusst.

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