Beim Dresdner Nachtlauf bin ich seit Anfang an dabei – beim Leipziger Nachtlauf hatte bisher eine Teilnahme noch nie geklappt. Ich war zwar schon einmal angemeldet gewesen – musste dann jedoch aufgrund einer Verletzung zuschauen. Doch dieses Jahr sollte sich das ändern! Beide Läufe werden übrigens vom selben Veranstalter (Laufszene Events) organisiert.

Freitagnachmittag fuhr ich direkt nach der Arbeit mit dem IC nach Leipzig. Nach knapp einer Stunde Fahrtzeit erreichte ich größte Stadt Sachsens. Diesmal hatte ich ein Appartment gemietet und zwar ein Zimmer bei Lodge Leipzig auf der Ritterstraße. Die Schlüsselübergabe klappte perfekt und ich war von der 60-Quadratmeter-Wohnung sehr angetan.

Ich bummelte noch ein wenig durch die Stadt und am Abend traf ich mich mit meinem alten Brieffreund Dani zum Essen. Wir waren im Dhillons auf der Reichsstraße. Dort aß ich einen total leckeren Halloumi-Burger mit Süßkartoffelpommes!

Am Samstag nutzte ich das schöne Wetter um durch die tolle Innenstadt von Leipzig zu bummeln. Die Stadt hat sich wirklich herausgemacht und ich beginne Leipzig immer mehr ins Herz zu schließen. Aber Dresden wird sie wohl nie von Platz 1 verdrängen können 🙂

Am Nachmittag holte ich dann auf dem Marktplatz die Startunterlagen für den Nachtlauf ab. Ich hatte mich für die 5 km angemeldet. 10 km und ein Kinderlauf über 1,2 km waren noch im Angebot. Die Startgebühr betrug 15 Euro und dafür gab es die Startnummer und eine Plastiktüte mit Flyern 🙂

Am Abend durften dann zunächst die Kinder auf dem Marktplatz starten. Für uns 5-km-Läufer war der Start um 20 Uhr geplant. Von unserem Appartment aus waren es gerade einmal 5 min bis zum Startort.

Wir waren 15 min vorher da und es war alles sehr übersichtlich. Bei den Teilnehmerzahlen ist definitiv noch Luft nach oben. Man sieht ja beim Dresdner Nachtlauf wie hoch die Anmeldezahlen dort sind.

Wir waren um die 350 Läuferinnen und Läufer, die dann 20 Uhr auf die Strecke geschickt wurden. Auf den ersten Metern war es etwas eng, aber das wurde zum Glück bald besser.

Der Kurs führte kreuz und quer durch die Innenstadt von Leipzig und als Auswärtiger verlor man schnell die Orientierung.

Ich hatte für diesen Lauf kein Ziel – ich wollte nur die Strecke genießen und hoffte, dass mein Rücken sich nicht beschwerte. Aufgrund meiner Rückenschmerzen Anfang Mai, war der Nachtlauf erst der dritte Lauf überhaupt im Mai.

Die Temperaturen von etwa 18° C waren ganz angenehm zum Laufen. Ich kam gut über den ersten Kilometer und hatte da noch so Einige überholt. Bei Kilometer 2 kamen wir an der Nikolaikirche vorbei und wenige Meter später direkt an unserem Appartment.

Quelle: Laufszene Sachsen

Vorbei am Gewandhaus und der Moritzbastei sowie am Burgplatz und bald war ich auch schon auf dem letzten Kilometer. Ich rechnete mir eine 26er-Endzeit aus, was die schnellste Zeit über 5 km in diesem Jahr bedeutet hätte.

Doch als ich den Marktplatz erahnte, legte ich noch einen Endspurt hin und flog bei 25:32 min über die Ziellinie. Das war meine bisher schnellste Zeit über die 5 km seit dem Bandscheibenvorfall und (wenn ich es richtig recherchiert habe) auch meine drittschnellste Zeit über diese Distanz überhaupt.

So richtig erklären kann ich es mir nicht und es lag auch nicht an einer zu kurzen Strecke 🙂 Ich belegte jedenfalls Platz 3 (von 22) in meiner Altersklasse und Platz 24 (von 216) bei den Frauen.

Das war wirklich ein unverhofft schneller Lauf und ich konnte mich somit umso mehr über die schicke Medaille freuen!

Im Ziel gab es genügend Getränke und sogar Obst. 21 Uhr starteten dann die 10-km-Läufer, doch zu diesem Zeitpunkt waren wir gerade zurück im Appartment zum Duschen. Als wir uns auf dem Weg zum späten Abendessen machten, konnten wir dann noch den Läufern zuschauen.

Heute Vormittag haben wir dann die wunderschöne Stadt Leipzig wieder verlassen. Aber ich bin mir sicher, dass wir 2018 spätestens wiederkommen!

Fazit: Wer Lust auf eine wunderbare Stadt in Sachsen hat, dem empfehle ich Leipzig! Und beim Leipziger Nachtlauf kann man optimal die Hightlights der Stadt im Laufschritt erkunden!

Ich bin furchtbar traurig … Der Grund: Ich musste das größte Seebad der Insel Rügen schon wieder verlassen. Binz hat in Windeseile mein Herz erobert und dabei war ich gerade einmal zwei Tage in diesem wunderbaren Urlaubsort an der Ostsee.

Freitagnachmittag brachte mich der ICE in vier Stunden von Berlin auf die Insel Rügen. Aufgrund des Ostseetickets konnte ich mir sogar die Fahrt in der 1. Klasse leisten (69 Euro hin und zurück). Somit war die Anreise sehr entspannt.

Noch einige Tage vorher war viel Regen für das Wochenende angekündigt. Ich hatte auch schon fast überlegt nicht zu fahren, da ich auch nicht sicher war, ob mein Rücken schon wieder okay ist. Doch als ich Freitag am späten Nachmittag in Binz eintraf, erwartete mich Sonnenschein!

Mein Quartier für das Wochenende sollte das Hotel Garni Getreuer Eckart werden. Ein schönes Zimmer mit großem Balkon in einem Gebäude im klassischen Bäderstil. Einfach toll!

Natürlich musste ich dann ganz schnell an den Strand – gerade einmal fünf Minuten brauchte ich hierfür von meiner Unterkunft aus. Und spätenstens als ich auf der Seebrücke stand, hatte ich mich in Binz verliebt.

Nach einem langen Strandspaziergang, fiel ich am späten Abend glücklich ins Bett.

Am Samstag stand dann Laufen auf dem Plan. Ich hatte mich für den Bäderlauf angemeldet. Bei mir sollten es die 10 km werden – darüber hinaus war ein Halbmarathon im Angebot.

Nach dem Frühstück holte ich mir auf dem Kurvorplatz an der Seebrücke die Startunterlagen ab. 15 Euro hatte ich bezahlt und hierfür gab es einen Rucksack mit Startnummer und einem Schwamm.

Mein Start sollte um 12 Uhr erfolgen – allerdings nicht in Binz sondern im Ostseebad Sellin. Hierfür gab es einen Bus, der 10:45 Uhr abfahren sollte.

Den Abfahrtsort für den Bus fand ich zum Glück ohne Probleme und im zweiten Bus war auch noch genügend Platz. Nach etwa 15 min Fahrt erreichten wir dann auch Sellin. Dort wurden wir oberhalb der Seebrücke abgesetzt. Die Seebrücke erreicht man nur über ziemlich steile Stufen nach unten – über die sog. Himmelsleiter. Ich konnte den Anblick, der sich mir bot, erst gar nicht glauben. Was für ein gigantischer Ausblick!

Bis zum Start war noch fast eine Stunde und wir fragten uns wo genau sich denn der Start befinden würde. Denn weit und breit war kein Starttor zu sehen. Doch kurze Zeit später wurde dann einfach ein Strich für den Start auf den Boden gemalt 🙂 Zeitmessmatte war auch nicht notwendig, denn wir waren nur 120 Läufer.

Übrigens wurde auch die Strecke noch einmal kurzfristig geändert – die neue Karte hatten wir im Bus erhalten.

Punkt 12 Uhr schickte uns der Kurdirektor von Sellin mit einem Schuss aus der Startpistole los.

Es ging gleich bergauf und dann auch schon wieder bergab. Aber so konnte ich mich gleich auf die kommenden Streckenverhältnisse einstellen, denn bis Binz sollten so einige Höhenmeter zu bewältigen sein.

Schnell waren wir auch im Wald und ich war froh über den weichen Boden. Ich war ja fast zwei Wochen nicht mehr gelaufen und wusste nicht, wie mein Rücken reagieren würde. Daher war mein Ziel nur beschwerdefrei ins Ziel zu kommen.

Es war wunderbar durch den Wald zu laufen! Der Name dieses Waldgebietes lautet Granitz und das ist ein Naturschutzgebiet. So schön es auch war durch die Granitz zu laufen, so anstrengend war es auch! Immer wieder hoch und dann wieder runter. Bergauf war zwar für meinen Rücken besser, aber meine Lunge beschwerte sich – runter mochte mein Rücken nicht so, aber es war weniger anstrengend 🙂

Mir wurde auch schnell warm beim Laufen. Leider hatte ich vorher nicht gewusst, dass es einen Gepäcktransport von Sellin nach Binz geben würden. Sonst hätte ich meine Jacke dort abgegeben.

Kurz nach Kilometer 4 tauchte dann mitten im Wald ein Getränkepunkt auf. Das Wasser hatte ich nötig! Wenig später sahen wir dann auch die ersten Halbmarathonläufer, die uns entgegenkamen. Sie waren in Binz gestartet und liefen zwei Runden.

Irgendwann wurden mir diese ganzen Berge zu anstrengend und ich ging sie hoch. Da immer noch Läufer hinter mir waren, war das okay 🙂

Schließlich verließen wir den Wald und wir hatten Binz erreicht. Da liefen wir noch durch den Ort und da hatte ich dann fast Angst mich zu verlaufen. Die Läufer vor mir waren nur teilweise zu sehen und daher keine gute Orientierung. Glücklicherweise gab es jedoch Markierungen und auch genügend Helfer, die mir den Weg wiesen.

Und plötzlich war ich auf der Hauptstraße, die direkt zum Ziel an der Seebrücke führte. Aber es fehlten doch noch fast 1,5 km! Ich fragte mich ob wir noch einen Schlenker laufen würden, aber sah dann schließlich das Ziel vor mir auftauchen. Ich habe schon einige Male erlebt, dass 10-km-Läufe zu kurz oder lang sind, aber gleich 1,5 km?! Mir war es aber auch ganz recht, denn es ging nur um den Spaß und für meinen Rücken war es auch besser.

Auch wenn die Streckenlänge nicht gestimmt hat, so war die Medaille doch super! Außerdem konnte man sich ohne Wartezeit eine Urkunde ausdrucken lassen. 54:06 min hatte ich benötigt und damit Platz 3 (von 5) in meiner Altersklasse und Platz 21 (von 45) bei den Frauen belegt.

Im Ziel bedankte sich dann übrigens noch ein junger Mann bei mir, weil ich ihn gezogen hatte. Hatte ich ja gar nicht mitbekommen – umso schöner, dass er sich extra bedankt hat!

Auf dem Kurvorplatz konnten wir uns uns noch Getränke abholen. War nur nicht so optimal gelöst, dass es die Getränke an einem normalen Verkaufsstand gab und wir Läufer recht lange warten mussten. Aber dafür konnte ich mir auch noch leckere Pasta holen.

Nach einem ausgiebigen Mittagsschlaf unternahm ich am Nachmittag noch einmal eine kleine Strandwanderung. Ich war so glücklich an der Ostsee zu sein, den Wellen zuzusehen und die Sonne zu genießen!

Sonntagvormittag strahlte immer noch die Sonne vom blauen Himmel und da war noch einmal ein Strandspaziergang drin. Es ist so schön in Binz!

Gegen Mittag musste ich dann leider wieder in den ICE steigen, der mich zurück nach Berlin brachte. Aber ich bin mir sicher: Ich komme wieder! In love with Binz 

Fazit: Der Bäderlauf bietet eine perfekte Gelegenheit das wunderschöne Ostseebad Binz kennenzulernen! Und aufgrund des Startes im benachbarten Sellin, lernt man gleich die überwältigende Seebrücke in diesem Ort kennen. Ich komme 2018 wieder!

Wieder einmal war ich am letzten Freitag auf dem Weg in meine zweite Heimat Dresden. Die deutsche Bahn brachte mich in weniger als zwei Stunden in die sächsische Landeshauptstadt.

Unser Zuhause für das Wochenende sollte erneut unser Lieblingshotel in Dresden sein – das NH Collection direkt auf dem Altmarkt.

Natürlich stand wieder ein Lauf an – die 20. Auflage des Oberelbemarathons zog an diesem verlängerten Feiertagswochenende die Laufgemeinschaft nach Dresden.

Bereits vier Mal hatten wir am Oberelbemarathon teilgenommen – immer über die 10 km. Auch in diesem Jahr waren die 10 km geplant, aber dann hatte ich letzte Woche plötzlich Hüftprobleme. Es war zunächst überhaupt nicht klar, ob ich starten könnte.

Am Samstagvormittag spazierten wir zur Laufmesse im World-Trade-Center (ja, das gibt es in der Tat in Dresden). Und ich hatte mittlerweile beschlossen auf die 5-km-Distanz umzumelden. In diesem Jahr wurde diese Strecke das erste Mal angeboten. Also Glück gehabt!

Die Ummeldung war ohne Probleme möglich. Für die 10 km hatte ich ursprünglich 20 Euro bezahlt. In der Startertüte waren wie im letzten Jahr neben diversem Papier ein Gel-Chip und Duschgel zu finden.

Aufgrund des nicht so tollen Wetters, stand an dem Samstag nicht mehr soviel an. Am Abend waren wir nur noch lecker in einem vietnamesischen Restaurant essen.

Sonntagmorgen trafen dann auch unsere Lauffreunde Dirk, Carsten und Britta im Hotel ein. Auch wenn die Drei zum Start ans Blaue Wunder fahren mussten, konnten wir zur gleichen Haltestelle gehen. Sie fuhren mit der Straßenbahn zu ihrem Startort und uns brachte der Bus 62 in die Nähe der Waldschlößchenbrücke (Haltestelle Neubertstraße). Die Busfahrt dauerte nur 10 min und wir Läufer konnten an diesem Tag gratis fahren.

Von der Bushaltestelle waren es noch 5 min bis an die Elbe. Dort sollte auf dem Elberadweg an der umstrittenen Waldschlößchenbrücke später der Startschuss erfolgen.

Glücklicherweise war der Wettergott uns Läufern wohl gesonnen, denn die Sonne strahlte vom blauen Himmel. Damit waren auch die noch kühlen Temperaturen von etwa 8° C auszuhalten.

Wir trafen noch Katja und eine Freundin von ihr und beim netten Plaudern verging die Zeit wie im Fluge bis zum Start.

9:10 Uhr wurden dann knapp 400 Läuferinnnen und Läufer auf die 5 km geschickt. Ich hatte eigentlich angenommen, dass wir geradeaus Richtung Dresden laufen würden. Aber kurz nach dem Start mussten wir nach links abbiegen und liefen einen kurzen Abschnitt auf dem Käthe-Kollwitz-Ufer. Kurz danach durften wir wieder auf den Elberadweg.

Der Elberadweg ist nicht gerade breit und somit war es besonders am Anfang etwas schwierig mit dem Überholen. Daher wich ich auf die Wiese auf.

Ich wusste ja gar nicht wie mein Körper so reagieren würden und hatte keinerlei Pläne für diesen Lauf. Der erste Kilometer zeigte jedoch, dass es ganz gut lief und ich überholte so einige Läufer. Wie ich feststellte, hätte ich mich ruhig etwas weiter vorn im Startblock aufstellen sollen.

Wir liefen auf der gleichen Strecke, wie später die 10-km-, Halbmarathon- und Marathonläufer. Daher tauchte auch nach etwa 1,5 km bereits der erste Verpflegungspunkt auf. Dort brauchte ich jedoch noch nichts.

Immer weiter an der Elbe entlang und bald tauchte auch die wunderbare Silhouette von Dresden auf. Es macht immer so einen großen Spaß bei diesem Anblick zu laufen!

Der nächste Verpflegungspunkt wartete unterhalb der Brühlschen Terasse auf uns und dort schlug ich dann doch zu. Aufgrund der Sonne war es mittlerweile doch recht warm geworden.

Beim letzten Kilometer wartete dann noch ein kleiner Anstieg auf uns und dann kam zunächst das Gebäude der ehemaligen Zigarettenfabrik Yenidze in Sicht. Schließlich war ich am Heinz-Steyer-Stadion und die letzten Meter auf der Stadion-Runde konnten gesprintet werden. In 26:49 min erreichte ich das Ziel und lief damit meine schnellste 5-km-Zeit in diesem Jahr.

Corinna hatte mich noch beim Spurt angefeuert und im Ziel traf ich André und Carsten. Dann traf auch Katja ein und wir warteten im Anschluss auf unsere 10-km-Läufer.

In der Zwischenzeit holte ich mir noch meine Urkunde ab. Offiziell gab es nur eine Altersklassenwertung für alle, die 18 und älter sind. Aber durch den SMS-Ergebnisdienst erfuhr ich, dass ich den 2. Platz in meiner Altersklasse belegt habe. Von den Frauen hatte ich Platz 35 (von 207) belegt.

Dank Gutschein an der Startnummer konnten wir uns dann noch eine Portion Pasta gönnen und im Sonnenschein über unsere Lauferlebnisse plaudern.

Die etwa 2 km zurück zum Hotel legten wir zu Fuß zurück. Dabei schauten wir an der Elbe noch den anderen Läufern zu.

Den restlichen Nachmittag genoss ich das ausgezeichnete Wetter in Dresden. Ich schlenderte meine übliche Runde vorbei an der Frauenkirche, dem Elbufer und dem immer wieder beeindruckenden Zwinger.

Am Abend trafen wir uns zum Essen bei unserem Stammitaliener La Osteria.

Aufgrund des Feiertages am Montag konnte ich Dresden noch einen Tag länger genießen. Da die Sonne so toll schien, entschied ich mich noch eine kleine Laufrunde einzulegen. Und somit wurden es noch einmal 5 km im wunderschönen Großen Garten.

Gegen Mittag hieß es dann Abschiednehmen. Der Flixbus brachte mich zurück nach Berlin. Aber glücklicherweise darf ich im August wieder ein Wochenende in Dresden verbringen. Dann steht der Dresdner Nachtlauf an. Es wird meine 8. Teilnahme und häufiger fand der Lauf bisher auch noch nicht statt.

Fazit: Der Oberelbemarathon ist ein wunderbarer Lauf an der Elbe entlang und bietet Distanzen für jeden Geschmack! Wir sind 2018 sicherlich wieder am Start – bist Du dabei?

Vor drei Jahren bin ich zum ersten Mal in Polen gelaufen. Damals lief ich im Rahmen des ORLEN-Marathons 10 km in Warschau. Mir hatte es sehr in der polnischen Hauptstadt gefallen und daher wurde eine erneute Laufreise geplant.

So bestiegen wir letzte Woche am Freitagabend eine Maschine von Air Berlin und landeten eine Stunde später auf dem Chopin-Flughafen in Warschau. Wir nahmen uns aufgrund der späten Ankunft ein Taxi. Diese sind jedoch günstig in Polen und wir bezahlten für die Fahrt in unser Hotel gerade einmal 10 Euro. Diesmal hatten wir ein Zimmer im Mercure Warsawa Grand gebucht. Dieses Hotel befindet sich im Zentrum.

Nach einem ausgiebigen Frühstück am nächsten Morgen machten wir uns zu Fuß auf den Weg zur Startnummernausgabe. Diese sollte erneut am Nationalstadium stattfinden. Auf dem Weg dahin kamen wir auch am Museum der Polnischen Armee vorbei. Dort sind im Außenbereich diverse Militärfahrzeuge und u.a. auch Flugzeuge zu finden.

Wir hatten uns wieder für die 10 km beim ORLEN-Marathon angemeldet. Die Startgebühr kostete für das Basispaket gerade einmal knapp über 7 Euro. Im etwas teureren Paket wäre noch ein Funktionsshirt dabei gewesen. Aber mein Schrank zuhause ist schon voll mit diversen Laufshirts …

Bei der Startnummernausgabe musste übrigens jeder Läufer auf einem Stuhl Platz nehmen. Dann wurde in Ruhe der Inhalt der Startertüte (Isogetränk und Riegel waren neben Startnummer noch enthalten) erläutert und ein Formular war zu unterschreiben. Auf der Expo gab es auch Einiges zu sehen und wir holten uns für einen geringen Preis eine Portion Pasta.

Am Nachmittag genossen wir den Blick auf Warschau von oben. Wir besuchten die Aussichtsplattform im Kulturpalast, der mit 237 Metern das höchste Gebäude in Polen ist. Das Ticket für den Aufzug kostet um die 6 Euro. Der Blick von dort oben ist großartig!

Am Sonntagmorgen war kurz nach 7 Uhr schon Zeit für das Aufstehen. Nach dem Frühstück wollten wir so wie im Vorjahr die Straßenbahn bis zum Stadion nehmen. Doch leider mussten wir feststellen, dass keine Straßenbahn fuhr. Die Straße war gesperrt. Also 3 km zu Fuß!

Wir waren etwa 10 min vor dem Startschuss (der war für 9 Uhr geplant) in der Nähe des Starts. Aber wir mussten noch unseren Kleiderbeutel abgeben. Und da fingen wir dann doch an zu rennen … Zum Glück war bei der Abgabe keine Schlange und somit schafften wir es dann doch noch zwei Minuten vor dem Startschuss im Startblock zu sein.

Auf der anderen Straßenseite liefen zunächst die Marathonläufer los. Bei uns ging es dann auch kurz danach los – wir liefen allerdings in die umgekehrte Richtung. Glücklicherweise wusste ich bereits vom letzten Mal dass das große Starttor nicht der offizielle Start ist. Die Zeitmessmatten liegen nämlich einige Meter dahinter.

Die Strecke für die 10 km wurde leider geändert. Vor drei Jahren waren wir noch durch das Zentrum von Warschau gelaufen. In diesem Jahr blieben wir auf der anderen Seite der Weichsel und liefen nur durch eine langweilige Gegend. Die ersten Kilometer ging es nur gerade aus auf einer großen Straße. Pünktlich zum Start war die Sonne aufgetaucht – aber im Schatten war es sehr kühl. Außerdem blies immer noch ein ziemlicher Wind.

So richtig motiviert war ich nicht zum Laufen – die Devise war also einfach nur Ankommen! Die Hälfte der Strecke hatte ich in knapp über 30 min geschafft. Kurz darauf wartete dann auch eine Verpflegungsstation auf mich. Dort gönnte ich mir ein paar Schluck kaltes Iso-Getränk.

Irgendwann tauchte dann auch das einzige Stimmungsnest mit Zuschauern auf – sonst waren kaum Menschen am Straßenrand zu entdecken.

Schließlich war das Stadion in der Ferne wieder zu sehen und etwa bei Kilometer 9 liefen wir am Start vorbei. Dann noch ein kleiner Anstieg und eine große Runde um das Stadion. Auch wenn die Strecke langweilig gewesen war, so war doch der Zieleinlauf erneut ein Highlight. Das machte echt Spaß dort einzulaufen!

Bei 1:01:35 h hatte ich es dann auch geschafft und belegte somit Platz 2009 (von 3342) bei den Damen.

Nach ein wenig Schlangestehen hatte ich dann auch meine Medaille. Die machte schon etwas her!

Außerdem gab es im Ziel Wasser, Iso sowie Bananen und Müsliriegel.

Wir verzichteten jedoch darauf, sondern gönnten uns später noch ein total leckeres Frühstück im Nowo. Der Haferbrei mit Beeren und das Brot mit Avocado waren der Hammer!

Zum Glück hatte ich im Hotel Late-Check-Out gebucht und somit konnten wir noch bis 16 Uhr entspannen. Am Abend brachte uns dann Air Berlin wieder wohlbehalten nach Berlin zurück.

Fazit: Warschau ist definitiv ein unterschätztes Reiseziel! Und wer diese Stadt mit einem Lauf verbinden möchte, dem empfehle ich den sehr gut organisierten ORLEN-Marathon. Man darf nur bei den 10 km keine spannende Tour durch die Stadt erwarten!

Verfasst von: Manu | April 17, 2017

Sturz im Wald oder die 5 km beim Osterlauf in Poznan …

Letztes Jahr hatten wir erstmals Ostern in Poznan, der fünftgrößten polnischen Stadt, verbracht. Uns hatte das sehr gefallen – vor allem auch aufgrund des dort stattfindenden Osterlaufes.

Somit fiel die Entscheidung schnell dieses Jahr erneut die Ostertage in Poznan zu verbringen. Karfreitag brachte uns der Zug in 2:45 h vom Berliner Ostbahnhof in die Hauptstadt der Woiwodschaft Großpolens.

Wie im Vorjahr war die Teilnahme am Osterlauf, dem Bieg Zajączka Wielkanocnego geplant. Und so wie im letzten Jahr sollte unser Hotel für das Feiertagswochenende das Andersia-Hotel sein.

Poznan empfing uns mit grauen Wolken und viel Wind – doch immerhin war es trocken. Die Vorhersage für Ostern sah leider überhaupt nicht gut aus … Ich hoffte aber wenigstens auf einen trockenen Lauf!

Karfreitag zeigte sich dann sogar die Sonne – da saßen wir jedoch gerade in einem unserer Lieblingsrestaurants, der Weranda. Dieses Restaurant befindet sich im Einkaufszentrum Stary Browar, welches sich direkt gegenüber von unserem Hotel befindet.

Am späten Nachmittag schlenderten wir durch die entzückende Altstadt und über den tollen Marktplatz. Im Anschluss holten wir unsere Startunterlagen in einer Schule in der Nähe ab. Für die Startgebühr hatten wir 10 Euro bezahlt. Die Anmeldung war wie beim Valentinslauf etwas kompliziert gewesen, aber mittlerweile kannte ich die Prozedur 🙂

Den Abend genoßen wir dann noch bei leckerem vegetarischen Essen im Czerwone Sombrero auf dem Marktplatz.

Der Samstagvormittag begrüßte uns zunächst mit Sonne – doch nach und nach zogen immer mehr Wolken auf. Wir konnten den Vormittag noch entspannen bevor es Zeit wurde zum Lauf zu fahren.

Danach lief dann so einiges schief … Zunächst hatte ich angenommen, dass wir die Tickets für die Tram im Hotel bekommen (so war es im Februar gewesen). Das war leider nicht der Fall. An der Straßenbahnhaltestelle gab es keinen Automaten. Wir stiegen dann einfach in die erste Tram und fuhren eine Station. Dort gab es zum Glück einen Automaten, der unsere Scheine akzeptierte.

Nach etwa 15 min Fahrt mit der Tram 18 waren wir irgendwo außerhalb von Poznan angelangt. Bis zum Start sollten es noch um die 2 km sein. Auch wenn ich eine Karte dabei hatte, so war ich mir nicht sicher, ob wir die korrekte Richtung gewählt hatten. Da die Zeit langsam knapp wurde, mussten wir schließlich rennen.

Und dann war endlich der Wald in Sicht, in dem sich der Start für den Bieg Zajączka Wielkanocnego befinden sollte. 10 min vor dem offiziellen Start erreichten wir schließlich den See Staw Olszak. Kurz hatte ich noch eine Schrecksekunde, weil ich schon einige laufen sah. Doch zum Glück machten sie sich nur warm 🙂

Um 12 Uhr erfolgte dann der Startschuss – für die 5 und 10 km. Wir hatten uns wie im letzten Jahr für die kürzere Distanz entschieden. Das bedeutete eine Runde durch den Wald um den See herum.

Schon nach wenigen Metern wartete der erste Anstieg auf uns und dort fiel mir dann auch auf, dass ich vergessen hatte meine Uhr einzuschalten …

Kurz nach dem ersten Kilometer stolperte ich das erste Mal und konnte mich aber noch fangen. Das hätte mir eigentlich eine Warnung sein sollen … Doch wenige Minuten später dann die nächste Wurzel und schon lag ich am Boden. Zum Glück war es relativ weicher Waldboden und am Berg und somit waren die Konsequenzen nicht so dramatisch. Ich war nur etwas dreckig – konnte sonst aber ohne Probleme weiterlaufen. Da hatte ich echt Glück gehabt mit meinem ersten Sturz bei einem Laufwettkampf! Trailrunning ist wohl doch nicht so das Wahre für mich 🙂

Auf und ab liefen wir auf schmalen Waldwegen und ich passte ganz genau auf jegliche Unebenheiten und Wurzeln auf.

Auf dem letzten Kilometer setzte dann auch der angekündigte Regen ein. Da die finalen Meter auf einem ebenen Weg zu absolvieren waren, konnte ich noch einen kleinen Zielsprint einlegen.

Mit einer Zeit von 30:24 min lief ich dann ins Ziel ein. Damit belegte ich Platz 15 (von 52) in meiner Altersklasse und Platz 55 (von 212) Frauen. Insgesamt verzeichnete der 5-km-Lauf knapp unter 400 Teilnehmer und davon war mehr als die Hälfte weiblich.

Ich ließ mir die wohlverdiente Medaille umhängen und holte mir am Verpflegungsstand Wasser, Kuchen und einen Apfel.

Es regnete mittlerweile immer stärker und wir liefen schnell zurück zur Straßenbahnhaltestelle.

Schnell ins Hotel, geduscht und dann sind wir noch einmal in die Weranda zum Mittagessen.

Die restliche Zeit genoßen wir dann noch ganz entspannt die Ostertage in Poznan.

Fazit: Der Bieg Zajączka Wielkanocnego in Poznan ist ein toller Osterlauf mitten in der Natur! Und wo erhält man schon so eine coole Medaille?!

Do zobaczenia, Poznan!

Ach so, wer jetzt auch Lust auf Poznan hat, dem empfehle ich den Wings for Life World Run am 7. Mai. Sehen wir uns dort?

Berlin mag ich schon, aber am Wochenende entfliehe ich dann doch gern der Großstadt. Oft besuche ich dann kleine Städtchen, um etwas Ruhe zu finden … und natürlich um zu laufen!

Zum bereits vierten Mal brachte uns letzes Wochenende die Deutsche Bahn in die Kaiser- und Hansestadt Tangermünde. Die 1.000-jährige Stadt befindet sich in Sachsen-Anhalt am Zusammenfluss von Tanger und Elbe. Reine Fahrtzeit sind es von Berlin gerade einmal 1:15 h. Aber dazu kommen noch einmal 45 min Aufenthalt in Stendal.

So wie bei den vorherigen Besuchen in Tangermünde stand erneut der Elbdeichmarathon an. Diese Laufveranstaltung feierte in diesem Jahr ihr 10-jähriges Jubiläum. So wie im Vorjahr hatten wir uns für die 10 km entschieden. Außerdem sind Marathon, Halbmarathon sowie Mini-Marathon und ein Kinderlauf im Angebot.

So wie die Laufdistanz, haben wir auch unser Hotel beibehalten. Erneut hatten wir ein Themenzimmer in den Exempel Schlafstuben gebucht. Diesmal sollten wir die Nacht im Elbbrückenkonstruktionsbüro verbringen. Jedes der 18 Zimmer hat Bezug zur Geschichte von Tangermünde.

Am Nachmittag holten wir unsere Startunterlagen im Festzelt am Hafen ab. Für 12 Euro Startgebühr gab es wieder eine gut gefüllte Startertüte. Außerdem waren zwei Gutscheine enthalten – für Pasta am Samstag und Suppe am Sonntag. Leider war keine vegetarische Pasta im Angebot, aber dafür erhielten wir Pommes.

Wir bummelten noch ein wenig durch das süße Städtchen mit den tollen Fachwerkbauten und genoßen das historische Ambiente. Die Stadt ist wirklich toll! Auch der angeblichen Brandstifterin Grete Minde statteten wir erneut einen Besuch ab.

Am Abend trafen wir uns mit Andreas und seiner Frau. Wir hatten einen Tisch im mittelalterlichen Restaurant Zecherei St. Nikolai gebucht. Die Zeit verging wie im Fluge!

Am nächsten Morgen konnten wir ausschlafen, denn erst 10:20 Uhr stand unser Start an. Vom Hotel bis zum Start waren es auch nur 5 min zu Fuß.

Wir genoßen noch das leckere Frühstück im Hotel und um 10 Uhr machten wir dann los zum Hafen. In dem Moment starteten die Marathonläufer – zehn Minuten später die Halbmarathonläufer.

Der 10-km-Lauf war mit fast 1.000 Teilnehmern die beliebteste Distanz. Wir stellten uns ein wenig weiter vorn im Startblock auf, denn wir wussten, dass es zu Beginn immer recht voll ist.

10:20 Uhr erfolgte der Startschuss und los ging es! Die Sonne schien und es waren sicherlich 18° C.

Auf den ersten Metern wurde es wie erwartet etwas voll und ich musste ein paar Überholmanöver durchführen. Kurz danach kleiner Anstieg und links über eine Brücke und dann hatten wir schon den Radweg auf dem Elbdeich erreicht. Auf diesem sollten wir bis zum Wendepunkt bei Kilometer 5 laufen und dann wieder zurück.

Viel Platz gibt es auf diesem Radweg nicht, aber mittlerweile hatte sich das Feld auch schon recht gut auseinander gezogen. Schon bei Kilometer 3 wartete der erste Verpflegungspunkt auf uns. Kurze Zeit später kam uns schon der spätere Sieger Frank Schauer entgegen.

Kurz vor der Wende dann noch einmal Wasser, welche ich wirklich nötig hatte, und dann war die Hälfte der Strecke bereits geschafft. Hierfür hatte ich knapp unter 28 min benötigt.

Dann also wieder zurück! So gern hätte ich noch mehr Fotos gemacht – Sonnenschein, blauer Himmel und überall das Grün. Traumhaft!

Ich nahm auch auf dem Rückweg beide Verpflegungspunkte mit – was für ein Luxus viermal bei einem 10-km-Lauf trinken zu dürfen!

Mittlerweile war mir klar, dass ich auf jeden Fall unter einer Stunde bleiben würde. Auf dem letzten Kilometer gab ich auch noch einmal so richtig Gas und spurtete ins Ziel. 57:50 min zeigte die Uhr. Ich war hier in Tangermünde schon viel schneller gewesen, aber wiederum war es für 2017 bisher die beste Zeit über 10 km. Immerhin brachte mir die Zeit noch Platz 16 (von 54) in der Altersklasse und Platz 80 (von 366) bei den Frauen.

Im Ziel gab es wieder eine tolle Medaille und die Helfer boten sogar an, den Chip am Schuh selbst abzumachen (ohne dass sich die Läufer selbst bücken müssen). Außerdem gab es Urkunden vor Ort – ohne jegliche Wartezeit!

Wie in den Vorjahren ließen wir es uns dann im Anschluss noch in den Exempel Gaststuben schmecken.

Und dann war das Wochenende in Tangermünde schon wieder vorbei! Aber nächstes Jahr kommen wir sicherlich wieder!

Fazit: Nicht ohne Grund wurde der Elbdeichmarathon vom Läuferportal marathon4you zum beliebtesten Lauf in Sachsen-Anhalt gewählt! Für uns war es auch bereits die vierte Teilnahme und weitere werden folgen. Ein perfekt organisierter Lauf mit einem unschlagbaren Preis-Leistungsverhältnis und einem tollen Kurs mitten in der Natur!

Der Berliner Halbmarathon gehört zu den Pflichtläufen bei mir. Das hat viele Gründe. So war dieser Halbmarathon 2008 mein erster Halbmarathon und seit einigen Jahren findet er quasi bei uns vor der Haustür statt.

Bisher hatte ich sechsmal am Berliner Halbmarathon teilgenommen. Die diesjährige Teilnahme sollte eigentlich der erste Halbmarathon nach dem Bandscheibenvorfall vor 1,5 Jahren werden. Aber dann kam Barcelona dazwischen, wo ich im Februar schon 21 km gelaufen war.

Erneut war der Berliner Halbmarathon ausverkauft. Ich hatte mich bereits vor vielen Monaten angemeldet. Da ich noch einen Gutschein wegen meiner Nichtteilnahme im letzten Jahr hatte, kostete mich die Startgebühr in diesem Jahr nur 15 Euro. Normalerweise wäre die doppelte Summe fällig gewesen.

Am Freitagnachmittag holte ich meine Startunterlagen auf der Vital-Messe ab. Zunächst wurden Ausweis und Starterpass kontrolliert und dann gab es ein schickes Armband. Nur mit diesem Band war eine Teilnahme möglich. Auf der Messe traf ich Mandy und Jochen und wir verbrachten dort einen entspannten Nachmittag.

In der Startertüte waren übrigens Deo, Duschgel, Waschmittel und ein Gel.

Samstagabend stand Pasta-Party mit Lauffreunden aus Berlin, Frankfurt, Brandenburg und Eindhoven an. Wie immer ein toller Abend!

Mehr als 33.000 Läuferinnen und Läufer waren für Sonntag angekündigt. Der Startschuss für Block A war für 10:05 Uhr geplant. Da ich in Block E war und wir nur 5 min vom Start entfernt wohnen, machte ich mich erst 9:45 Uhr auf den Weg. Im Startblock war auch noch genügend Platz.

Das Wetter war mit ca. 13° Grad und Sonnenschein auch perfekt. Die Stimmung im Startblock war gut und nach 25 min Warten durften wir dann auch auf die 21 km durch Berlin.

Mein Ziel für diesen Halbmarathon war einfach nur Genießen und problemfrei ins Ziel kommen. Daher lief ich im Wohlfühltempo und genoß die Stimmung, die Hauptstadt und den Sonnenschein.

Am Alexanderplatz bogen wir nach links in die Karl-Liebknecht-Straße und nach Unter den Linden liefen wir durch das Brandenburger Tor. Das ist immer ein besonderes Highlight!

Danach weiter auf der Straße des 17. Juni, wo ich sogar Robert noch zufällig traf.

Kurz hinter der Siegessäule waren die ersten 5 km geschafft und ich hatte hierfür etwas über 30 min benötigt.

André, der heute leider nicht mitlaufen konnte, erwartete mich kurz danach, und es gab ein Küsschen.

Schließlich endlich der erste Verpflegungspunkt mit Wasser, Iso und Tee. Mir war mittlerweile schon recht warm geworden und ich war froh, dass ich mich für die kurzen Laufsachen entschieden hatte.

Am Ernst-Reuter-Platz bogen wir nach rechts in die Otto-Suhr-Allee ab. Bald kam das Schloß Charlottenburg in Sicht und von der Schloßstraße liefen wir Richtung Kudamm. Vorher passierten wir noch Kilometer 10 und die Uhr zeigte bei mir 1:03 h. Am nächsten Getränkepunkt genoß ich süßen Tee und gut gestärkt ging es weiter.

Kurz vor dem Kudamm traf ich noch Christian und hielt ein Schwätzchen mit ihm.

Die Stimmung auf dem Kudamm war super und ich freute mich Maty und Ulf am Streckenrand zu entdecken.

Kurz nach der Gedächtniskirche wartete dann auch André wieder auf mich und kurz danach ein weiterer Getränkepunkt. An der Urania erreichten wir Kilometer 15 und bis hierher hatte ich 1:36 h benötigt.

Dann war es nicht mehr weit bis zum Potsdamer Platz. Dort traf ich erneut André und kurz darauf auch Anna.

Mir ging es immer noch gut und ich hatte glücklicherweise keinerlei Beschwerden. Nur die Beine waren schon etwas schwer. War in der Vorbereitung ja auch nur einmal 15 km gelaufen …

Aber es waren ja nur noch vier Kilometer bis zum Ziel! Die letzten Kilometer schaffte ich auch noch und auf den letzten Metern kurz nach dem Einbiegen auf die Zielgerade auf der Karl-Marx-Allee war auch ein Sprint drin.

2:18:12 h lautet meine Zeit und das war sogar meine zweitschnellste Zeit bei einem Berliner Halbmarathon. In meiner Altersklasse belegte ich Platz 900 (von 4.624) und Platz 6.774 (von 13.327) bei den Damen.

Ich war sehr zufrieden mit meinem 7. Halbmarathon! Er war mit Abstand der entspannteste Halbmarathon in Berlin. Und endlich einmal gab es auch eine ansprechende Medaille! Die in den letzten Jahren waren ja eher nicht so das Highlight gewesen …

Am Abend trafen wir uns noch zum Anstoßen bei André im Büro. Von da aus liefen wir dann noch die wenigen Meter bis zur Puro-Lounge, wo die offizielle After-Race-Party stattfand. Und ich hatte sogar noch Kraft zum Tanzen! Der Ausblick von dort war übrigens auch großartig!

Fazit: Der Berliner Halbmarathon bietet eine großartige Möglichkeit die Hauptstadt in Laufschuhen kennenzulernen! Ich kann dieses Event uneingeschränkt empfehlen! Ich bin 2018 auf jeden Fall wieder dabei!

Auf meiner Lieblingsinsel Mallorca kann man nicht nur wunderbar die Sonne an unzähligen Stränden genießen, sondern auch an einer Vielzahl von Läufen teilnehmen. Bisher hatte ich dort sicherlich an schon mehr als zehn Läufen teilgenommen – an einigen sogar mehrfach. Jedoch fehlte noch die Teilnahme an der recht großen Laufveranstaltung Mitja Marato Ciutat de Palma.

Also machten wir uns letzte Woche Freitag einmal wieder auf den Weg nach Palma de Mallorca. Diesmal hatten wir das Hotel Almudaina direkt im Zentrum von Palma als unsere Unterkunft gewählt.

Am Freitagabend drehte ich noch eine kleine Runde am Hafen von Palma. Das war so schön beim diesem großartigen Sonnenuntergang zu laufen!

Am nächsten Tag holten wir unsere Startunterlagen im Kaufhaus El Corte Inglés ab. Dort erwartete uns eine lange Schlange, die quer durch die ganze Sportabteilung reichte. Aber glücklicherweise warteten wir kürzer als erwartet.

Beim Mitja  Marato Ciutat de Palma werden drei Distanzen angeboten: Halbmarathon, 10 km und ein Volkslauf über 3,7 km, wo die Teilnahme gratis ist.

Für 14 Euro hatten wir uns für die 10 km angemeldet. Hierfür erhielten wir ein Funktionshirt und einen Turnbeutel. Das war wirklich in Ordnung!

Den restlichen Tag genoßen wir noch den Sonnenschein und bummelten durch die Altstadt von Palma. Wir spazierten an der Kathedrale La Seu vorbei, an der ich mich nicht satt sehen kann, und verspeisten zahlreiche Tapas.

Am Sonntag fand dann die 25. Auflage des Mitja Marato Ciutat de Palma statt. Insgesamt hatten sich mehr als 7.000 Läuferinnen und Läufer über die drei Distanzen angemeldet. Der Start war für alle Läufe für halb 11 geplant. Kurz zuvor trafen wir noch Anette, die ebenfalls die 10 km laufen wollte.

So wie in den letzten Tagen zeigte sich keine einzige Wolke am strahlend blauen Himmel und in der prallen Sonne waren sicherlich über 20° C. Es sollte also sehr warm werden …

Bevor ich jedoch in den „Genuss“ der Hitze kam, musste ich erst einmal den richtigen Start finden. Ich war zunächst in einem Startblock, von dem ich annahm, dass er für alle Distanzen wäre. Doch die meisten Läufer hatten dort nur eine Nummer für den Volkslauf. Als ich dann andere hektische Läufer entdeckte, die sich einen Weg nach hinten bahnten, folgte ich ihnen. Das war auch gut so, denn sonst wäre ich beim Volkslauf mitgelaufen 🙂 Nachdem ich ein Absperrgitter überwunden hatte, war ich dann endlich im richtigen Startblock. Und dann ging es auch schon los.

Start und Ziel waren auf der Moll Vell direkt am Hafen. Wir liefen wenige Meter auf die Kathedrale  zu und bogen dann nach links in die Avinguda de Gabriel Roca. Auf dieser breiten Straße direkt am Hafen entlang liefen wir dann bis Portopí, von wo es wieder zurück ging. Die gesamte Zeit liefen wir mit Blick auf das blaue Mittelmeer – so wunderbar!

Sehr schnell wurde mir jedoch warm und ich freute mich auf den ersten Getränkepunkt bei Kilometer 4. Wie in Spanien üblich gab es kleine Wasserflaschen.

Nach der Wende in Portopí erreichten wir dann auch die Hälfte der Strecke, die ich in unter 30 min geschafft hatte. Wir liefen dann wieder zurück Richtung Kathedrale und am Parc de la Mar vorbei noch einige Meter weiter. Dort gab es wieder eine Wende und von da aus ging es dann zurück zur Moll Vell.

Ich erreichte das Ziel in 58:19 min und belegte damit Platz 620 (von 820) Teilnehmern. Eine coole Medaille gab es für jeden sowie eine Tüte mit Getränken, Obst und einem Riegel. Da konnte man nicht meckern! Im Ziel traf ich auch noch einmal Anette, die auch eine super Zeit gelaufen war. Glückwunsch!

Die Halbmarathonteilnehmer mussten übrigens die Runde zweimal laufen. Das wäre eher nix für mich gewesen.

Die Stunden bis zum Abflug am Montag versuchte ich noch maximal die Sonne zu genießen und ein kleiner Lauf am Montagvormittag war auch noch einmal drin.

So richtig wollte ich dann gar nicht den Flieger besteigen, denn ich hatte mich gerade so richtig an das sommerliche Wetter in Palma gewöhnt. Doch zum Glück stehen ja dieses Jahr noch weitere Läufe auf Mallorca für uns an. Der nächste Lauf wird Ende September in Palma sein. Dort hatten wir bereits im letzten Jahr teilgenommen.

Fazit: Du liebst Sonne und das Meer? Dann empfehle ich für einen Saisonstart den Mitja  Marato Ciutat de Palma – Laufen unter Palmen bei einem guten Preis-Leistungsverhältnis!

Ob Knäckebrot nun wirklich gesund ist, kann ich Euch leider nicht sagen. Aber ich kann Euch etwas über die deutsche Knäckebrotstadt Celle erzählen. Diese niedersächsische Stadt habe ich nämlich letztes Wochenende besucht, um dort am legendären Wasalauf teilzunehmen. Gesponsert vom größten Knäckebrotunternehmen weltweit, ist der Celler Wasalauf über die Landesgrenzen hinweg bekannt. Daher wollte ich mir diesen Lauf endlich einmal anschauen.

So machten wir uns am letzten Samstagvormittag mit dem Zug auf den Weg ins beschauliche Städtchen Celle, welches als südliches Tor zur Lüneburger Heide gilt. Die Zugfahrt dauerte von Berlin inklusive Umsteigen in Hannover nur knapp über zwei Stunden.

Auch wenn der Celler Bahnhof einen nicht sehr einladenden Eindruck machte, so änderte sich der Eindruck spätestens an der Trift-Anlage.

Und als wir schließlich den Schlosspark erreicht hatten, offenbarte sich uns die ganze Schönheit von Celle. Wenige Meter vom Schloss entfernt, erwartete uns auch unsere Herberge für das Wochenende, das 3-Sterne-Hotel Celler Hof. Wir erhielten ein Zimmer auf der obersten Etage und hatten von dort aus einen wunderbaren Blick auf die Stadtkirche und das Herzogschloss.

Zunächst erkundeten wir die wunderschöne Altstadt mit etwa 480 restaurierten Fachwerkhäusern. Wirklich toll!

Am Nachmittag holten wir unsere Startunterlagen im Schulzentrum etwas außerhalb des Stadtzentrums ab. Dieses Jahr fand der Lauf bereits zum 35. Mal statt. Wir hatten uns für die 5 km entschieden. Darüber hinaus waren Wandern, Nordic Walking, eine Staffel und weitere Laufdistanzen (2,5 km, 10 km, 15 km und 20 km) im Angebot. Wir hatten 16 Euro Startgebühr bezahlt und dafür gab es leider nur die Startnummer und nicht das erwartete Knäckebrot 😦

Am Abend genossen wir ein leckeres Essen beim Inder und bestaunten vorher noch die Lichtkunst an der Außenfassade des Kunstmuseums.

Am Sonntagmorgen gingen zunächst die Wanderer und Nordic Walker an den Start. Von unserem Hotelzimmer aus hatten wir besten Blick auf die Strecke. Für die Laufwettbewerbe befand sich das Ziel sogar direkt vor der Hoteltür. Perfekt!

Halb 12 war der Start für unseren Lauf geplant. Da es für uns bis zur Startlinie nur wenige Meter waren, machten wir uns erst 10 min vorher auf den Weg. Das sollte sich als Fehler herausstellen, denn wir kamen nur in der Mitte des großen Starterfeldes unter. Es war sehr voll – kein Wunder bei über 2.200 Teilnehmern in einer relativ schmalen Straße.

Der Startschuss wurde mit einer Kanone gegeben und es dauerte eine Weile bis wir wirklich im Laufschritt unterwegs waren. Es war sehr voll und Überholen war kaum möglich. Da ich etwas verschnupft war, hatte ich auch keine konkreten Zeitziele (nur unter 30 min sollte es schon sein). Aber im 6:30er Schnitt wollte ich dann doch nicht die ganze Strecke laufen 🙂 Aber auf den ersten Metern war nichts anderes möglich.

Wir liefen zunächst durch die Altstadt und kamen dann bald in den Schlosspark und liefen am Herzogschloss und dem Denkmal mit dem langen Namen „Hengst Wohlklang mit in der Freiheitsdressur“ lang.

Weiter ging es dann entlang am Französischen Garten hin zum Neuen Rathaus. Mittlerweile hatte ich beim Laufen ein wenig mehr Platz und konnte das Tempo anziehen.

Die Stimmung war für so eine kleine Stadt übrigens richtig toll! Ein wenig hat mich dieser Lauf an den Venloop erinnert. Schließlich liefen wir wieder zurück in die Altstadt. Sehr einfach zu laufen war es in Celle nicht. Aufgrund der vielen Teilnehmer in den engen Gassen war es nicht nur eng, sondern oft wartete auch noch Kopfsteinpflaster auf uns. Aber auf jeden Fall war es toll durch diese malerische Residenzstadt zu laufen!

Für einen kleinen Endspurt hatte ich auch noch Kraft und bei 27:37 min erreichte ich schließlich das Ziel. Das bedeutet Platz 102 (von 971) Damen und Platz 494 (von 2.222) Teilnehmern. Eine Medaille gab es für mich leider nicht, denn ich hatte diese nicht für vier Euro gebucht. Und wie ich später erfuhr, habe ich leider auch ein paar Scheiben Knäckebrot im Ziel verpasst 🙂

Nur noch schnell duschen und dann mussten wir uns schon wieder auf den Weg zum Bahnhof machen. Vielen Dank noch ans Hotel, dass wir ohne Probleme später auschecken durften!

Fazit: Auch wenn der Celler Wasalauf nicht wirklich für Bestzeiten geeignet ist, so lohnt sich eine Teilnahme auf jeden Fall! Celle ist eine Reise wert und die Stimmung beim Wasalauf ist super!

Verfasst von: Manu | Februar 24, 2017

Schlammschlacht in Poznan oder der Bieg Walentynkowy …

Bieg Walentynkowy

Letztes Wochenende stand der erste Lauf im Nachbarland Polen in diesem Jahr an. Bereits im letzten Jahr hatte ich Poznan sowohl als Reise- als auch als Laufziel lieben gelernt.

Somit wollte ich auch endlich einmal am Valentinslauf (auf Polnisch: Bieg Walentynkowy) teilnehmen. Dieser sollte in diesem Jahr zum dritten Mal stattfinden.

Probleme mit der Laufanmeldung

Wer mitlaufen möchte, der muss sich anmelden und das war nicht so einfach. Die Website gibt es nur auf Polnisch, aber das Anmeldeformular war mit meinen rudimentären Polnischkenntnissen kein Problem. Doch dann wurde ich auf eine Bezahlseite weitergeleitet, wo nur eine Vielzahl polnischer Banken zu sehen waren. Ich brach die ganze Sache somit erst einmal ab und schrieb (auf Englisch) an den Veranstalter. Eine Antwort erhielt ich bis zum heutigen Tag nicht.

Ich zog eine polnische Kollegin zu Rat, aber auch sie konnte mir nicht weiterhelfen. Zum Glück entdeckte dann Jochen noch die Möglichkeit einer Vorauszahlung. Also noch einmal das Anmeldeformular ausfüllen und dann auf der Bezahlseite die Vorauszahlung anklicken. Dort erhielt man einen Code und die Infos wohin man die Startgebühr überweisen sollte. Ich nutzte den allgemeinen Wechselkurs, rundete noch etwas auf und überwies das Geld. Am nächsten Tag erhielt ich auch eine Bestätigung und musste feststellen, dass ein paar Cent fehlten. Ich weiß nicht was für ein Wechselkurs da angewendet wurde … Also habe ich noch einmal ein paar Cent überwiesen und für Svea gleich noch mehr überwiesen.

Am nächsten Tag dann erneut die Bestätigung. Nun durfte erneut das Anmeldeformular ausgefüllt werden, um auf die Bezahlseite zu kommen. Dort gab ich dann den Code ein und erhielt eine Fehlermeldung. Die Summe der Vorauszahlung entsprach nicht genau 45 Zloty (es war mehr). Es war zum Verzweifeln! Glücklicherweise hatte man die Möglichkeit seinen Code auf zwei neue aufzuteilen und dabei die Summen festzulegen. Kurze Zeit später hatte ich also einen Code für genau 45 Zloty und den konnte ich dann endlich einsetzen. Endlich stand ich auf der Starterliste! Insgesamt hatte ich übrigens 11,10 Euro überwiesen.

Freitagabend trafen wir (Svea, Mandy und Jochen) dann in Poznan ein und checkten erstmal in unseren Unterkünften ein. Svea und ich waren im Hotel Rzymski abgestiegen.

Kurz danach machten wir uns auf den Weg zu einer Schule in der Nähe. Dort sollte es die Startnummern geben. Diese waren dann auch total süß – passend zum Valentinstag mit Herz!

Den Abend ließen wir dann bei leckerem Essen in Restaurant Brovaria auf dem Marktplatz ausklingen.

Stary Rynek Poznan

Am nächsten Vormittag trafen wir uns kurz vor 11 Uhr mit Mandy und Jochen am Hotel. Dort war auch die Haltestelle für die Tram 2, die uns zum Lauf fahren sollte. Acht Stationen bis zur Endhaltestelle Ogrody fuhren wir und dort waren wir erst einmal ein wenig ratlos. Glücklicherweise sprach uns ein polnisches Mädchen an, die auch zum Lauf wollte. Erst wurden wir von einem Paar in die falsche Richtung geschickt, aber ein junger Mann zeigte uns dann die korrekte Richtung. Und im Endeffekt waren es weniger als 15 min von der Haltestelle aus.

Das Wetter war alles andere als optimal zum Laufen. Etwa 4° C und es nieselte ein wenig. Als wir im Start- und Zielbereich am Rusalka-See angekommen war, sahen wir das ganze Ausmaß. Die Wege waren total matschig und an einigen Stellen auch noch vereist.Bieg Walentynkowy

Um 12 Uhr wurden wir gemeinsam mit den 10-km-Läufern auf die Strecke geschickt. Wir hatten uns alle nur für die 5 km angemeldet. Das bedeutet eine Runde um den Rusalka-See. Etwa 200 Läuferinnen und Läufern hatte sich auch für eine Runde entschieden.

Auf den ersten Metern versuchte ich noch den Schlammpfützen auszuweichen, aber irgendwann war mir das auch egal. Die Schuhe waren eh schon total dreckig 🙂 Bei schönem Wetter und trockenen Wegen ist die Strecke um den Rusalka-See sicherlich richtig toll! Aber diesmal war es einfach nur eine Schlammschlacht. Man musste wirklich genau aufpassen – vor allem als dann der Abschnitt mit den vereisten Wegen kam. Da waren mir die Schlammpfützen dann doch lieber gewesen …

Bieg Walentynkowy

Es gab sogar für jeden Kilometer ein Schild, aber laut meiner Uhr stimmten die Angaben nicht so ganz.

Zum Glück hatten wir uns nur für die 5 km entschieden – für eine weitere Runde hätte ich wirklich keine Lust gehabt!

Bei 29:27 min erreichte ich das Ziel. Laut meiner Uhr war ich da aber schon fast 300 Meter mehr gelaufen. Die Zeit reichte zu Platz  7 in der Altersklasse (von 37) und Platz 33 bei den Frauen (von 142). Jochen hatte es sogar unter die Top 15 geschafft. Wir waren jedenfalls alle zufrieden!

Bieg Walentynkowy

Als Lohn gab es eine total süße Herzmedaille! Diese Medaille wird einen besonderen Platz in meiner Sammlung erhalten.

Im Ziel erwarteten uns süßer Tee und Gebäck. Wir hielten uns jedoch nicht lange auf und machten uns wieder auf den Rückweg.

Den Nachmittag entspannte ich im Hotel und am Abend gönnten wir uns noch leckeres mexikanisches Essen im Czerwone Sombrero auf dem Marktplatz. Dort konnte man als Füllung sogar Tofu wählen – ein sehr fortschrittliches mexikanisches Restaurant!

Czerwone Sombrero Poznan

Sonntagmittag brachte uns dann der Zug wieder zurück nach Berlin. Ich freue mich aber jetzt schon auf meinen nächsten Lauf in der fünftgrößten polnischen Stadt! Zu Ostern wartet dort der Bieg Zajączka Wielkanocnego auf mich. Do zobaczenia!

Fazit: Auch wenn die Bedingungen beim Valentinslauf  nicht ideal waren und der Anmeldeprozess für Ausländer auch nicht so einfach, so bietet der Bieg Walentynkowy doch einen Lauf mit toller Medaille und einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis! Außerdem ist Poznan immer ein lohnenswertes Reiseziel!

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