Zu meinen Pflichtveranstaltungen im Oktober gehört der der Palma-de-Mallorca-Marathon. In diesem Jahr würde ich bereits zum siebten Mal über die 10 km an diesem Lauf teilnehmen.

Donnerstagabend flog ich mit Easyjet von Berlin-Tegel nach Mallorca. Die ersten Tage hatte ich wieder ein Zimmer im Hotel Java an der Playa de Palma gebucht. Dort hatte ich bereits im letzten Jahr übernachtet.

Erstmalig nahm ich dieses Jahr am kostenfreien Breakfast Run, der am Freitagmorgen in Palma stattfand teil. Gemeinsam mit Aljoscha und Heiko lief ich ganz entspannt 5 km am Meer entlang. Im Anschluss gab es Kaffee und Kuchen.

Danach holten wir unsere Startunterlagen unterhalb der Kathedrale ab. Außer der Startnummer befanden sich nur Flyer in der Startertüte. Aber in den 17 Euro Startgebühr waren freie Fahrt am Lauftag sowie Getränk und Snack auf der After-Race-Party enthalten. Den restlichen Tag genoss ich den Sonnenschein am Strand.

Samstag nutzte ich noch einmal für einen Ausflug nach Palma. Aber vorher war ich noch vier Kilometer an der Playa de Palma gelaufen.

Am Sonntag stand dann der Palma-de-Mallorca-Marathon an. Die Marathon- und Halbmarathonläufer gingen bereits um 9 Uhr an den Start. Bei mir war es erst 40 min später soweit. Etwa 3.000 Läuferinnen und Läufer machten sich daran die 10 km zu laufen. Start und Ziel waren wieder gegenüber der Kathedrale am Parque del Mar.

Wie in den Vorjahren war es wieder recht warm und ich hatte mir keinerlei Zeitziele gesetzt.

Die Strecke war unverändert zum Vorjahr – also 5 km bis hinter Porto Pi und denselben Weg zurück. Leider gab es diesmal kein Wasser in kleinen Flaschen sondern nur Becher. Das war schade!

Der Anstieg kurz vor der Hälfte der Strecke war wieder hart, aber dennoch schaffte ich die 5 km noch in einer 27er Zeit.

Auf dem Weg zurück gab es dann auch etwas Gegenwind, aber ich war mir sicher auf jeden Fall in unter einer Stunde zu finishen. Und es lief dann sogar so gut, dass ich in 54:33 min das Ziel erreichte. So schnell war ich bei diesem Lauf noch nie gewesen! Die Zeit bedeutet Platz 23 (von 278) in meiner Altersklasse.

Es gab wieder eine schicke Medaille und auch die Zielverpflegung war mit diversen Getränken und Snacks (Obst, Kuchen, Riegel) sehr gut.

Am Abend stand die Afterrace-Party im Megapark an. Freiwillig würde ich da ja nicht hingehen, aber mit den anderen hatte ich dann doch viel Spaß. Und im Anschluss waren wir noch lecker Tapas in der Bar Andaluz essen.

Im Gegensatz zu den Vorjahren reiste ich diesmal nicht am nächsten Tag ab sondern blieb noch zehn Tage auf Mallorca. Die verbrachte ich in einer Ferienwohnung in Ses Covetes direkt am Es Trenc Strand.

Die Tage dort waren traumhaft! Ich verbrachte sie mit Sonnenbaden, Schwimmen und Laufen.

Ich entdeckte neue Orte und Küstenabschnitte, wie Campos, Felantix, Colonia de Sant Jordi, Cala Figuera, Ses Salines und Santanyi.

Gelaufen bin ich am Es Trenc Strand sowie in Colonia de Sant Jordi. Und eine Wanderung gab es am Kap Punta Plana. Es waren wunderschöne Tage auf meiner Lieblingsinsel!

Fazit: Der Palma-de-Mallorca-Marathon bietet immer wieder die perfekte Gelegenheit noch einmal bei sommerlichen Temperaturen unter Palmen zu laufen! Den 13. Oktober 2019 habe ich mir schon einmal im Kalender notiert 🙂 Wen sehe ich dort auch?

Der Polmaraton im polnischen Stettin gehört schon fast zu meinen Stammläufen. Denn in diesem Jahr wollte ich bereits zum vierten Mal an diesem Lauf teilnehmen. In den Vorjahren war ich dort bereits einmal beim Halbmarathon und zweimal über die 10 km gestartet.

In diesem Jahr reiste ich gemeinsam mit Aljoscha mit dem Flixbus an. Das war günstig und bequem – bis auf die plötzliche Polizeikontrolle 😉

Meine Unterkunft war diesmal erneut das Radisson Blu, welches sich direkt im Stadtzentrum neben einem Einkaufszentrum befindet.

Glücklicherweise konnte ich schon einchecken und im Anschluss war ich mit Aljoscha im Café 22 Mittag essen. Von da oben aus dem 22. Stock hat man einen tollen Ausblick auf die Stadt.

Am Nachmittag holten wir uns die Startunterlagen in der Floating Arena ab. Das ist ein Schwimmbad. Ich wollte erneut die 10 km laufen – Aljoscha hatte sich für den Halbmarathon angemeldet. 15 Euro hatte die Anmeldung gekostet und enthalten war ein Funktionsshirt.

Wir bummelten noch ein wenig durch die Stadt und ich zeigte Aljoscha die Hakenterrasse und auch die Uferpromenade an der Oder. Danach aßen wir einen leckeren veganen Bagel auf dem Neuen Markt.

Am nächsten Morgen stand zunächst der Parkrun in Stettin an. Wenn man schon einmal in der Stadt ist, wollte man diesen doch auch gleich mitnehmen. Mit der Straßenbahn machten wir uns auf den Weg zum Park Arkonski. Zum Glück sahen wir in der Straßenbahn schon Läufer und folgten denen einfach auf dem Weg zum Start.

Das Teilnehmerfeld beim Parkrun war sehr übersichtlich mit knapp unter 50 Läufern. Glücklicherweise bekamen wir mit, dass wir als einzige Ausländer aufgerufen und beklatscht wurden 🙂

Kurz nach 9 ging es auf die Strecke, die uns drei Runden um ein Freibad führen sollte. Ich wollte eigentlich keine bestimmte Zeit laufen, aber nach etwa einem Kilometer hatte ich plötzlich einen polnischen Läufer neben mir, der mir nicht mehr von der Seite wich. Und er wurde dann zu meinem privaten Pacer. Somit lief ich fiel schneller wie geplant und wir überholten dann sogar Aljoscha.

Auf der letzten Runde trieb mich mein Pacer noch einmal richtig an und so kam ich bei völlig unerwarteten 25:02 min ins Ziel. Das war meine bisher zweitschnellste Zeit bei einem 5-km-Lauf überhaupt. Und ich wurde damit sogar dritte Frau. Ich unterhielt mich dann noch mit meinem Pacer und bedankte mich. Er war mit einem Freund aus Warschau gekommen und würde am nächsten Tag auch am Polmaraton teilnehmen.

Zu Mittag aßen wir dann im veganen Restaurant Jak Malina. Ich gönnte mir eine leckere Bowl.

Am Abend ging ich zeitig schlafen, da ich am nächsten Morgen bereits halb 7 aufstehen wollte. Ich wollte mir das leckere Frühstück im Hotel nicht entgehen lassen.

Gegen 8 machte ich mich auf den Weg zum Startbereich im Jasnia Blonia. Zu Fuß waren das etwa 20 min. Dort traf ich Aljoscha. Um 9 ging es für uns gemeinsam auf die Strecke, wobei ich ja nur 10 km vor mir hatte.

Meine bisher schnellste Zeit in Stettin war ca. 1:02 h, da es bisher immer recht warm bei diesem Lauf gewesen war. Das Ziel für dieses Mal war unter eine Stunde zu laufen. Das sollte eigentlich kein Problem sein.

Da ich leider im letzten Startblock eingeteilt war, verschwendete ich zu Beginn ziemlich viel Zeit mit Überholmanövern. Aber dann lief es recht flott, auch wenn die Strecke alles andere als schnell ist. Es gab viel Kopfsteinpflaster, man musste auf Straßenbahnschienen aufpassen und abgebogen wurde auch oft.

Als wir den Abschnitt auf der Hakenterrasse absolviert hatten, war bereits die Hälfte der Strecke erreicht. Dafür hatte ich 26:35 min benötigt, was sehr gut war. Eine Zeit von unter einer Stunde sollte also auf jeden Fall machbar sein.

Leider ging es dann noch bergauf und ich merkte so nach Kilometer 7 meine Beine. Die waren doch noch etwas vom schnellen Parkrun beansprucht. Aber ich zog durch und auf dem letzten Kilometer war dann noch Energie für einen Endspurt drin. Und so schaffte ich es in der Tat das Ziel mit 54:20 min zu erreichen. Ich war schon Ewigkeiten nicht mehr eine derartige Zeit gelaufen und dann noch auf so einer Strecke. Ich war sehr glücklich darüber. Mit der Zeit belegte ich Platz 9 (von 100) in meiner Alterklasse und Platz 46 (von 456) bei den Damen.

Im Ziel erhielten wir wieder eine echt coole Medaille! Die Medaillen sind bei diesem Lauf wirklich immer richtig toll – diesmal war es eine Weltkugel. Außerdem erhielt jeder Läufer eine Finishertüte mit Getränken, Obst und Müsliriegeln.

Ich musste schnell zum Hotel zurück, auschecken und dann zum Bahnhof. Der Flixbus brachte mich wieder zurück nach Berlin.

Fazit: Der Polmaraton in Stettin ist ein toller Lauf mit einem gutem Preis-Leistungsverhältnis! Und so coole Medaillen findet man nicht so schnell bei einem anderen Lauf!

Verfasst von: Manu | August 23, 2018

Unverhofft schnell oder der Dresdner Nachtlauf 2018 …

Es gibt einen Lauf, an dem ich seit der ersten Auflage jedes Jahr teilgenommen habe. Das ist der Dresdner Nachtlauf und dieser sollte in diesem Jahr bereits zum neunten Mal stattfinden. Ich hatte mich natürlich wieder dafür angemeldet.

Wie jedes Jahr hatte ich mich für die längere Strecke, also die 13,8 km, registriert. Dafür hatte ich 17 Euro bezahlt. Darüber hinaus wird seit einigen Jahren auch eine kürzere Distanz (5 km) angeboten.

Donnerstagnachmittag fuhr ich mit dem Flixbus in drei Stunden nach Dresden. Ich machte mich gleich auf den Weg zur Startnummernausgabe bei Karstadt Sport. Da war eine ziemliche Schlange, aber es ging dann doch alles viel schneller als gedacht. In der Startertüte waren diesmal neben diversen Flyern auch Porridge und eine Trinkflasche zu finden.

Am nächsten Morgen ging ich zu Fuß zum Georg-Arnhold-Bad im Großen Garten. Es wurden über 30 Grad erwartet und somit wollte ich mich etwas abkühlen. Im Bad war es nicht zu voll und ich konnte in Ruhe einige Bahnen schwimmen.

Am Nachmittag traf ich mich dann noch mit Svea, die aus Verletzungsgründen leider nicht am Lauf teilnehmen konnte.

Der Start war für 20 Uhr angesetzt und 40 Minuten vorher traf ich ich mit Katja, ihrem Mann, Ralf und Sabine bei meinem Hotel. Ich war natürlich wieder im NH Collection Altmarkt. Von da aus konnte man direkt auf den Start- und Zielbereich auf der Wilsdruffer Straße schauen.

Kurz vor dem Start waren es immer noch fast 30 Grad und somit war mein einziges Ziel das gesunde Ankommen. Im Startblock traf ich dann auch noch Hannah und Carsten aus Berlin.

Pünktlich um 20 Uhr wurden die fast 2.000 Läuferinnen und Läufer auf die Strecke geschickt. Ich hatte mich zum Glück relativ weit vorn eingereiht und musste somit nicht ganz so lange warten bis ich loslaufen konnte.

Von der Wilsdruffer Straße bogen wir gleich nach links ab und es ging hinunter zum Elbufer. Und dort sollten wir dann die nächsten Kilometer auch auf dem Elberadweg weiterlaufen. Kurz plauderte ich auch noch mit Diana, die mich von hinten überholte.

Die ersten Kilometer lief ich trotz der Wärme sehr flott und setzte mir als Ziel diese Geschwindigkeit wenigstens für die ersten 5 km durchzuhalten. Und in der Tat schaffte ich das und hatte eine Zeit von 26:40 min auf der Uhr. Solche Zeiten habe ich dieses Jahr bei reinen 5-km-Läufen nicht geschafft! Zum Glück kam dann der erste Getränkepunkt und ich freute mich über das Wasser.

Dann waren wir auch am Blauen Wunder und es gab einen kleinen Anstieg bevor wir die Brücke überquerten. Schließlich war die andere Elbseite erreicht und es wurde langsam schon dunkel. Dann kam auch wieder der schrecklichste Streckenabschnitt: Kopfsteinpflaster! Da muss ich wirklich immer aufpassen. Aber immerhin bekam ich es noch mit, dass ich Ralf überholte. Da staunten wir Beide nicht schlecht.

Ein weiterer Getränkepunkt kam dann in Sicht und erstaunlicherweise war ich immer noch recht schnell unterwegs. Dabei war ich seit Ende April keine längere Strecke über 7 km mehr gelaufen. Und die 7 km bin ich erst zwei Wochen zuvor in Rostock gelaufen. Also warte ich auf den Einbruch.

Wir liefen dann am späteren Start für die 5 km durch und da war gute Stimmung. Die Läufer dort mussten noch bis 22 Uhr auf ihren Einsatz warten.

Besonders cool war wieder der „Discowald“ mit Leuchteffekten und Musik. Auch die bewährten Knicklichter und die Erfrischung aus dem Feuerwehrschlauch fehlten nicht.

Die 10 km hatte ich dann in 54:10 min hinter mich gebracht. So schnell war ich keinen reinen 10er in diesem Jahr gelaufen.

Die 3,8 km, die mir dann noch fehlten, wurde es natürlich etwas schwerer. Aber zwei Kilometer vor dem Ziel kurz bevor wir die Brücke überquerten, war ich mir fast sicher, dass eine neue Bestzeit drin war.

Und somit gab ich dann ab dem kleinen Anstieg mit dem netten Namen Hasenberg so etwa 500 m vor dem Ziel noch einmal richtig Gas.

Total glücklich überquerte ich bei 1:16:08 h die Ziellinie. Meine bisherige Bestzeit war bei diesem Lauf 1:21:41 und die war ich gelaufen, als die Strecke nur 13,6 km betrug. Ich weiß auch nicht, was mich an dem Abend so angetrieben hat. Ich belegte Platz 15 (von 74) und 130 (von 673) bei den Damen.

Ich ließ mir die Medaille umhängen und brauchte dann erst einmal etwas zu trinken.

Danach duschte ich schnell im Hotel und bin dann ganz fix zum Stadtfest. Ich wollte wenigstens noch die letzte halbe Stunde vom Auftritt von Glasperlenspiel erleben. Und es hat sich in der Tat gelohnt!

Samstag ließ ich ganz entspannt angehen. Ich war etwas shoppen und im Gym vom Hotel. Nach einem ausgedehnten Mittagsschlaf traf ich mich mit der lieben Katharina auf eine Eierschecke.

Am Abend war ich dann mit Svea auf dem Stadtfest unterwegs und ich bin dann noch zum Auftritt von MIA auf dem Theaterplatz. Das war genial und ich war erst um 1 Uhr wieder im Hotel.

Sonntagmorgen schnürte ich noch einmal die Laufschuhe und war 5 km im Großen Garten unterwegs. Im Anschluss verbrachte ich noch einmal zwei Stunden im Freibad. Und dann hieß es leider schon wieder Abschiednehmen. Aber ich werde höchstwahrscheinlich im Oktober wieder in Dresden laufen. Dann steht der Dresden-Marathon an, wo ich 10 km oder Halbmarathon laufen werde.

Fazit: Es gibt einen Grund warum ich bereits zum neunten Mal am Dresdner Nachtlauf teilgenommen habe. In der Dunkelheit auf das beleuchtete Dresden zuzulaufen, ist einfach einmalig! Eine wunderbare Strecke und eine tolle Atmosphäre!

Im letzten Jahr nahm ich erstmalig an der Marathonnacht in Rostock teil. Das hatte mir super gefallen und somit sollte es auch in diesem Jahr Anfang August wieder in die Hansestadt gehen.

Ich hatte mir zwei Tage Urlaub genommen und fuhr so bereits Donnerstagmittag mit dem Flixbus nach Rostock. Als Unterkunft hatte ich wieder das Motel One gebucht, welches sich direkt im Zentrum befindet.

Das Wetter war am nächsten Tag perfekt zum Baden und somit fuhr ich mit der S-Bahn zum nahegelegenen Strandbad nach Warnemünde. Die Fahrt dahin dauert gerade einmal 25 min. Am Morgen hatte ich noch einmal eine kleine Runde am Stadthafen gedreht. Da waren die Temperaturen noch auszuhalten.

Der Strand in Warnemünde war recht voll, aber am Rand war es noch auszuhalten. Kurze Zeit später traf auch Anna aus Berlin ein und wir verbrachten dann den kompletten Tag an der Ostsee. Das war so schön und das Wasser war total warm! Man fühlte sich fast wie im Mittelmeer …

Am Abend stand dann Pastaparty mit Mandy und weiteren Läufern in einem italienischen Restaurant im Stadthafen an. Das war eine nette Runde! Im Anschluss traf ich mich noch mit meinen Lauffreunden Aljoscha und Udo und wir genoßen kühle Getränke mit Blick auf die untergehende Sonne über der Warnow.

Die Startunterlagen für die Marathonnacht hatte ich auch noch am Freitagabend abgeholt. Die Ausgabe erfolgte wieder im Rathaus. Im Angebot waren Marathon, Halbmarathon, Marathonstaffel, 7 km und ein Schülerlauf. Wie im Vorjahr wollte ich über die 7 km starten. Dafür hatte ich 15 Euro bezahlt. In der Startertüte gab es neben der Startnummer sogar noch Duschgel und Müsli.

Samstagmittag besuchte ich mit Aljoscha das vegane Restaurant Grüne Kombüse. Das Essen war sehr lecker!

Danach bummelten wir noch am Stadthafen entlang und besichtigten unter anderem das Ship of Tolerance.

Der Start für die 7 km sollte um 19 Uhr stattfinden. Vorab waren schon der Schülerlauf und der Marathon gestartet. Die Halbmarathonläufer erlebten bereits vor ihrem Start ein Highlight: Sie fuhren mit einer Fähre zu ihrem Start.

Am Abend war es immer noch relativ warm, aber unsere Laufstrecke lag größtenteils im Schatten. Kurz vor dem Start hatte ich noch Anna getroffen und wir gingen zusammen auf die Strecke.

Unsere Strecke führte auf drei Runden durch die Innenstadt von Rostock. Start und Ziel waren auf dem Neuen Markt. Wir liefen zunächst eine kleine Runde und kurz darauf folgten zwei große Runden.

Aufgrund der Wärme hatte ich mir eigentlich gar kein Zeitziel gesetzt. Doch dann kam alles anders. Etwa ab Kilometer 1 lief ich plötzlich mit einem anderen Läufer zusammen und das Tempo passte perfekt. Er lief nicht zu langsam, aber dennoch schnell genug, so dass ich gefordert wurde. Und somit war ich dann sogar schneller unterwegs als im letzten Jahr. Erst einen Kilometer vor dem Ziel musste ich ihn dann laufen lassen, denn da konnte ich einfach nicht mehr.

Ich erreichte das Ziel mit einer Zeit von 37:05 min und war damit über 4 Minuten schneller als im Vorjahr. Das bedeutete Platz 21 (von 142) bei den Damen und Platz 6 (von 22) in meiner Altersklasse. Darüber war ich sehr glücklich!

Diesmal gab es eine riesige Medaille, die so einiges wog.

Ich bin dann erstmal ins Hotel um mich umzuziehen. Dort kam ich dann mit dem Barkeeper ins Gespräch und dieser läuft auch. Und dann sehe ich doch tatsächlich meine Laufbegleitung in meinem Hotel. Habe mich dann noch nett mit ihm und seiner Freundin unterhalten. Wir stellten fest, dass wir alle die Leidenschaft Laufen auf der ganzen Welt teilen.

Schließlich wurde es Zeit wieder zum Ziel zu gehen, denn ich wollte noch Aljoscha und Udo bei ihrem Halbmarathonfinish in Empfang nehmen. Sie kamen kurz nacheinander ins Ziel.

Wir ließen den Abend dann noch mit ein paar Lauffreunden aus Berlin bei Vapiano ausklingen.

Sonntagmittag musste ich dann leider Rostock schon wieder verlassen. Ich bin mir aber sicher dass ich nächstes Jahr wieder in Rostock bei der Marathonnacht an der Startlinie stehe!

Fazit: Die Marathonnacht in Rostock ist eine perfekt organisierte Laufveranstaltung! Außerdem kann man die Reise dahin super mit einem Strandausflug nach Warnemünde verbinden.

Bereits zum dritten Mal sollte in diesem Jahr der Tiergartenlauf in Nürnberg stattfinden. Da die liebe Anette diesen Lauf organisiert, war es an der Zeit dort auch einmal teilzunehmen. Und es war auch ein großes Glück, dass ich Anette kannte – sonst hätte ich Probleme gehabt noch einen Startplatz  zu ergattern. Diese waren nämlich in weniger als 30 min ausverkauft!

Anette hatte mir vorsorglich einen Platz für die 6,6 km gesichert und hierfür bezahlte ich 20 Euro. Darüber hinaus waren 10 km und Kinderläufe im Angebot.

Freitagvormittag brachte mich die Deutsche Bahn in knapp über 3 Stunden nach Nürnberg. Bisher war ich dort nur einmal beruflich vor vielen Jahren gewesen. Das NH Collection hatte ich mir für das Wochenende als Herberge ausgesucht. Dieses Hotel liegt in Bahnhofsnähe und auch in der Innenstadt ist man in wenigen Minuten zu Fuß.

Am Nachmittag bummelte ich ein wenig durch die Stadt und schleppte mich trotz Hitze zur Burg hoch.

Der Tiergartenlauf sollte bereits am Freitagabend stattfinden. Sehr spontan hatte ich festgestellt, dass Sascha auch in der Stadt ist und wir trafen uns am späten Nachmittag am Bahnhof. Mit der Straßenbahn fuhren wir zum Tiergarten. Dort traf ich Anette bei der Startnummernausgabe. Im Starterpaket war auch ein Funktionsshirt mit einem Löwen enthalten. Jedes Jahr gibt es ein neues Tier als Mottotier – in den Vorjahren waren schon der Bär und die Giraffe dran.

Zunächst fanden die Kinderläufe statt, aber die Zeit bis zum Start der Hauptläufe verging auch schnell. Ich lernte noch Swen von Twitter kennen und ehe wir uns versahen war es schon 19 Uhr.

Die Läufer über die 10 und die 6,6 km gingen gemeinsam an den Start. Mittlerweile hatte ich schon erfahren, dass so einige Steigungen auf mich warteten und somit war klar, dass der Lauf nicht schnell werden würde.

Auf den ersten Metern war es aufgrund der über 600 Starter auch recht eng. Aber das Feld zog sich schnell auseinander und Platz war dann nicht mehr so ein Problem. Bald wartete auch die erste Steigung auf uns und anfangs lief ich diese immer noch.

Aber später würde ich dann die Steigungen nur noch gehend bewältigen 🙂

Insgesamt mussten wir über die 6,6 km zwei Runden laufen. Ich habe auch so einige Tiere gesehen und besonders beeindruckend fand ich die Eisbärin, die ich in Runde 1 bewundern konnte. Sonst nahm ich noch Esel und Flamingos wahr.

Die erste Runde war aufgrund der abwechslungsreichen Strecke schnell vorüber. Bei Runde 2 wusste ich dann schon wo welche Steigung auf mich wartete. Gut waren die Passagen abwärts und da ließ ich einfach laufen.

Die Zielgerade kam dann viel zu schnell und ich hatte leider gar nicht mehr so viel Zeit für den Endspurt. Bei 40:30 min erreichte ich das Ziel und belegte damit sogar noch Platz 22 (von 167) Frauen und Platz 5 (von 23) in der Alterklasse. Damit hatte ich gar nicht gerechnet und war sehr zufrieden.

Im Ziel gab es dann die Medaille in Form eines Löwen. Eine sehr coole Idee!

Im Anschluss schauten wir uns noch die Siegerehrung und Show in der Lagune an.

Am Samstagmorgen stand dann schon der nächste Lauf an. Wenn ich schon einmal in Nürnberg war, wollte ich auch den dortigen Parkrun mitmachen. Der fand am Wöhrder See statt, der von meinem Hotel aus knapp zwei Kilometer entfernt war. Da ich zu spät wach wurde, musste ich dann diese Strecke schon laufend bewältigen.

Es war sehr warm und ich hatte nicht wirklich Lust auf 5 km in der Sonne. Aber ich musste ja nicht schnell laufen. Wir waren ca. 35 Läuferinnen und Läufer, die sich dann um 9 Uhr auf die Strecke begaben. Und glücklicherweise lag ein Großteil der Strecke im Schatten. Somit war das Laufen dann doch nicht so krass. Die Strecke war sehr schön und im Endeffekt benötigte ich auch noch nicht einmal 30 min für die 5 km.

Im Anschluss genoss ich noch den Sonnenschein am Sandstrand am Wöhrder See.

Am Nachmittag traf ich dann zunächst Anette zum Kaffeetrinken (vielen Dank für die Einladung!) und dann besuchten wir den Rest der Familie zuhause. Schließlich machten wir uns trotz Gewitterwarnung auf den Weg zum Stadtstrand. Dort angekommen fielen zwar ein paar Regentropfen vom Himmel, aber unter dem Schirm war es auszuhalten.

Den Abend ausklingen ließ ich dann noch bei einem Gläschen Wein beim Italiener mit anschließendem Nachtspaziergang zur Burg.

Sonntagmorgen musste ich einfach noch einmal am Wöhrder See und der Wöhrder Wiese laufen. Das Wetter war einfach zu schön um nicht dort zu laufen!

Am späten Vormittag musste ich dann leider wieder Abschied nehmen von Nürnberg 😦 Aber ich bin mir sicher, dass ich bald wiederkomme!

Fazit: Der Tiergartenlauf in Nürnberg ist eine wunderbare Veranstaltung für die ganze Familie! Ein sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis und eine tolle Organisation! Nicht umsonst waren die Startplätze in wenigen Minuten weg. Ich komme auf jeden Fall wieder!

Im letzten Jahr hatte ich das erste Mal am Leipziger Nachtlauf teilgenommen. Da es mir so super gefallen hatte, plante ich in diesem Jahr erneut die Teilnahme.

Aufgrund des Feier- und Brückentages in der Woche des Laufes, fuhr ich schon früher nach Sachsen. Zunächst führte es mich in meine alte Heimat nach Zittau. Dort besuchte ich meine Familie und alte Freunde.

Am Abend erlebte ich ein spektakuläres Feuerwerk beim Spectaculum in Zittau. Ein tolles Erlebnis!

Besonders schön war es wieder am Olbersdorfer See zu laufen. Ich liebe es dort einfach! Natur und Stille pur …

Am Feiertag war ich dann im Zittauer Gebirge und wanderte mit einer ehemaligen Klassenkameradin den Töpfer hoch. Wie sehr habe ich die Berge vermisst!

Freitag ging es dann schließlich weiter nach Leipzig. Am Abend traf ich einen alten Freund und es gab leckeren veganen Burger im Dhillons. Am nächsten Tag traf dann meine Schwester in Leipzig ein.

Zunächst einmal liefen wir zu einem Sportladen etwas außerhalb. Dort gab es die Startunterlagen für den Leipziger Nachtlauf. Ich hatte mich für die 5 km angemeldet und 19 Euro bezahlt. Außer einer Plastiktüte mit Flyern erhielt er jedoch nichts.

Den Nachmittag nutzen wir um Leipzig vom Wasser aus zu erkunden. Vom Stadthafen aus unternahmen wir eine Bootstour, die etwa eine Stunde dauerte. Das Wetter war perfekt und ich fand es voll spannend Leipzig mal aus einem ganz anderen Blickwinkel zu erleben.

Schließlich wurde es Zeit für den Nachtlauf. Der Start über die 5 km war für 20 Uhr geplant. Von unserem Hotel, den Intercity-Hotel, waren es nur wenige Minuten zu Fuß bis zum Start- und Zielareal. Dieses war auf dem Markt. Etwa 550 Läuferinnen und Läufer warteten auf den Startschuss, der dann auch pünktlich erfolgte.

Die 5 km führten auf einer Runde kreuz und quer durch die Innenstadt von Leipzig. Ich glaube es gibt keinen Lauf, bei dem ich soviel abbiegen musste 🙂

Da ich mich im Startblock leider etwas zu weit hinten eingereiht hatte, musste ich auf den ersten Metern ziemlich viel überholen. Das kostete mich etwas Kraft, denn es war ziemlich eng.

Ich war jedoch ganz flott unterwegs und hoffte meine beste 5-km-Zeit in diesem Jahr zu laufen.

Die Stimmung war auch super und durch das viele Abbiegen, verging die Zeit wie im Fluge. Auf dem letzten Kilometer wurde ich dann noch einmal richtig schnell. Bei 27:32 min erreichte ich das Ziel. Und dies wurde in der Tat meine schnellste Zeit über die 5 km in diesem Jahr. Bei den Frauen belegte ich Platz 55 (von 317) und in der Altersklasse sogar Platz 2 (von 32). Damit war ich sehr zufrieden!

Eine Medaille gab es natürlich auch – diesmal in Schwarz und etwas anderem Design.

Nachdem ich mich noch mit Apfelsaftschorle und Obst im Ziel gestärkt hatte, ging es zurück zum Hotel. Währenddessen drehten die 10-km-Läufer noch ihre Runden.

Den Abend ließen wir dann noch mit Dani bei leckerem Wein ausklingen.

Fazit: Der Leipziger Nachtlauf ist definitiv eine Empfehlung und Leipzig ist sowieso eine Reise wert!

PS: Vielen Dank an Schnelle Beine für den tollen Schnappschuss vom Lauf!

Zu meinen Stammläufen gehört der Oberelbemarathon in Dresden. Und so machte ich mich auch in diesem Jahr wieder auf den Weg in die sächsische Landeshauptstadt. Aufgrund eines dienstlichen Termins konnte ich bereits am Donnerstag nach der Arbeit anreisen.

Nachdem der Termin am Freitag erledigt war, bummelte ich ein wenig durch Dresden. Am Nachmittag traf ich dann quasi zufällig die liebe Katja und wir waren gemeinsam Kaffee trinken. Ich gönnte mir die erste Eierschecke an diesem Wochenende.

Am Abend traf ich mich dann mit Sabine und Ralf im Brauhaus Watzke an der Elbe. Kannte ich bisher noch nicht. Hat mir aber gut gefallen und der Abend war schön!

Samstagmorgen war ich dann das erste Mal außerhalb eines Wettkampfes an der Elbe laufen. Somit lief ich dann auch schon ein Stück auf der Strecke vom Oberelbemarathon.

Zu Mittag traf ich mich mit Aljoscha und wir waren gemeinsam auf der Laufmesse im Dresdner World Trade Center. Ich hatte mich wie im Vorjahr für die 5 km angemeldet – Aljoscha für den Halbmarathon. Bezahlt hatte ich 12 Euro.

Im Anschluss machten wir noch einen kleinen Stadtbummel durch Dresden.

Am Nachmittag trafen wir uns noch mit Hannah auf einen Kaffee und für mich gab es Eierschecke Nummer 2 🙂

Als André in Dresden eintraf, trafen wir uns mit Aljoscha zum Abendessen im Ladencafé aha. Da gab es für mich veganen Bratreis.

Sonntagmorgen trafen wir uns mit Carsten und Britta und mit ihnen ging es zur Straßenbahnhaltestelle. Sie mussten zum Start für die 10 km am Schillergarten. Wir nahmen den Bus 62 zur Neubertstraße. Von da aus waren es nur wenige Meter bis zur Waldschlösschenbrücke. Die Fahrt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln ist für die Läufer übrigens gratis.

Bis zum Start um 9:45 Uhr war noch etwas Zeit. Zum Glück schien die Sonne und die Temperaturen waren mit 15° C im Schatten angenehm.

Zur geplanten Zeit wurden wir auf die Strecke geschickt. Der Start fand diesmal direkt unter der Waldschlösschenbrücke statt. 430 Läuferinnen und Läufer starteten über die 5 km.

Wenige Meter nach dem Start ging es nach links und kurz darauf noch einmal. Wir liefen ein kurzes Stück auf dem Käthe-Kollwitz-Ufer und danach wieder zurück auf den Elberadweg. Von da an liefen wir nur geradeaus an der Elbe entlang.

Eigentlich war ich in guter Verfassung, aber so richtig ging es dann doch nicht voran. Wurde zu Beginn viel überholt.

Nach einem Kilometer tauchte bereits der erste Verpflegungsstand auf und ich nahm den Becher Wasser gern an.

Schneller wie gedacht hatten wir dann auch das Zentrum von Dresden erreicht und die Hälfte der Strecke war fast geschafft. Mein Ziel war unter 30 min zu bleiben.

Später tauchte unterhalb der Brühlschen Terasse auch bald der zweite Verpflegungspunkt auf. Dort trank ich erneut etwas Wasser.

Der letzte Kilometer brach an und damit kam auch noch ein kleiner Anstieg. Ein Blick auf die Uhr zeigte, dass eine Zeit von unter 30 min auf jeden Fall drin sein sollte.

Ich zog das Tempo noch einmal an und der letzte Kilometer wurde daher für mich der schnellste Kilometer. Es sollte sogar noch eine Zeit von unter 28 min drin sein und somit sprintete ich noch einmal so richtig als ich im Stadion war. Ich liebe es zwar im Stadion zu laufen, aber der Platz ist auf so einer Bahn auch immer etwas begrenzt. Und ich überholte dann noch so einige Läufer auf den letzten Metern.

27:58 min wurden es dann. Nach dem Umhängen der Medaille und dem Genuss von Apfelsaftschorle holte ich mir die Urkunde. Und demnach war es sogar Platz 4 in der Altersklasse. Wieviele es in meiner Altersklasse gab, weiß ich allerdings nicht, da online nur die Altersklasse „Frauen ab 16“ existiert. Von allen Frauen belegte ich Platz 56 (von 229).

Gemeinsam mit Britta und Carsten genoß ich dann noch die gratis-Portion Pasta und dann ging es wieder zurück zum Hotel.

Am Nachmittag brachte uns der Flixbus wieder zurück nach Berlin. Das war echt wieder ein wunderbares Wochenende in Dresden! Zum Glück sind wir im August erneut für den Nachtlauf in dieser tollen Stadt.

Fazit: Der Oberelbemarathon bietet für jeden Läufer die passende Strecke – egal ob Marathon, Halbmarathon, 10 oder 5 km. Das Laufen an der Elbe ist auf jeden Fall ein wunderbares Erlebnis und Dresden ist sowieso immer eine Reise wert!

Mein Ziel für 2018 ist es in mindestens drei neuen Ländern zu laufen. Und obwohl wir erst April haben, so stand Land Nummer 3 schon jetzt an. Nachdem bereits Katar und Malta in diesem Jahr erlaufen wurden, war es nun Zeit für Serbien.

Freitagvormittag brachte uns Lufthansa nach München. Nach einem Gatewechsel landeten wir dann nach 1:10 h in der serbischen Hauptstadt Belgrad.

An diesem Wochenende sollte der Belgrad-Marathon stattfinden. Neben dem Marathon waren ein Halbmarathon, Staffeln sowie ein 5-km-Lauf (ohne Startgebühr und Registrierung) im Angebot. Ich hatte mich für den Halbmarathon entschieden und 32 Euro Startgebühr bezahlt.

Die Einreise war schnell erledigt (und ist übrigens auch mit Ausweis möglich). Ein Taxi brachte uns dann ins Hotel Majestic. Dieses befand sich direkt am Zentrum an einer großen Einkaufsstraße. In diesem Hotel hatte übrigens 1958 Manchester United übernachtet und kam dann bei einem Flugzeugabsturz in München ums Leben …

Am Nachmittag holte ich meine Startnummer auf der relativ kleinen Messe ab. In der Startgebühr enthalten war auch ein schickes Funktionsshirt und neben diversen Flyern noch Magnesium. Leider übersah ich den Gutschein für die Pasta-Party. Aber diese hätte sowieso woanders stattgefunden.

Der Lauf sollte bereits am Samstag stattfinden und zwar um 10 Uhr. Von unserem Hotel waren es wenige Minuten bis zum Start auf dem Bulevar Kralja Aleksandra. Die Sonne schien und im Schatten waren es sicherlich schon mindestens 15° C.

Gemeinsam mit den Marathonläufern machten wir uns um 10 Uhr auf den Weg. Beim Halbmarathon gingen knapp über 5.000 Läuferinen und Läufer an den Start.

Die ersten Kilometer ging es gleich abwärts und dann stand schon die erste Brücke an. Über die Brankov-Brücke liefen wir über die Save. Mir war schon total warm und ich dachte mit Schrecken an die noch vor mir liegenden Kilometer. Und ich sehnte den ersten Verpflegungspunkt herbei. Der kam leider nicht direkt bei Kilometer 5 sondern erst 500 m danach. Die Tische sahen ziemlich geplündert aus und wir mussten uns selbst aus den Wasserpackungen bedienen. Glücklicherweise gab es 0,5-Liter-Flaschen und ich hatte dann eigentlich auch fast die ganze Zeit immer eine Flasche in der Hand. Einen Teil des Wassers verteilte ich ständig auf dem Kopf und meinem Körper.

Später gab es an den Verpflegungspunkten auch noch Isogetränke sowie Bananen, Zitronen und Zuckerwürfel.

Der Großteil der Strecke führt durch Novi Beograd. Das ist ein neuerer Stadtbezirk von Belgrad und im Gegensatz zur Altstadt flach.

Sehr froh war ich über die Duschen, die aller ein paar Kilometer aufgestellt waren. Denn die Strecke verlief fast ausnahmslos in der Sonne und es waren gefühlte 30° Grad. Daher legte ich auch immer wieder längere Gehpausen ein.

Für die ersten 10 km hatte ich daher auch 1:10 h benötigt.

Bei Kilometer 15 erreichten wir dann die Save-Brücke, die erst 2011 fertiggestellt wurde. Diese Schrägseilbrücke war für mich das Highlight des Laufes, denn direkt auf der Brücke spielten die Belgrader Philharmoniker und zwar standesgemäß im Frack. Da bekam ich echt Gänsehaut! Da wir die Brücke zweimal überqueren mussten, hatte ich gleich doppelt Gelegenheit den Klängen zu lauschen.

 

Nach dem zweiten Überqueren der Brücke hatten wir bereits Kilometer 15 erreicht. Etwa vier Kilometer später überquerten wir erneut die Brücke vom Anfang und es ging wieder in die Altstadt. Das Problem war nur, dass es ab dort wieder bergan ging. Das hatte mir gerade noch gefehlt …

Als dann der letzte Kilometer anbrach, beschloss ich diesen letzten Kilometer noch einmal durchzulaufen. Ich hatte nur nicht damit gerechnet, dass noch ein ganz fieser Anstieg kurz vor dem Ziel auf mich wartete. Aber ich setzte mein Vorhaben dennoch in die Tat um und unter den Anfeuerungsrufen der Zuschauer eroberte ich diesen Anstieg laufend.

Das Ziel war etwa 500 Meter vom Start entfernt und zwar direkt neben dem Hotel Moskva (eines der ältestens Hotels in Serbien). Bei 2:38 h erreichte ich das Ziel und war einfach nur glücklich Land Nummer 41 erlaufen zu haben.

Eine Medaille gab es natürlich auch und ebenso erhielt jeder Teilnehmer eine Tüte mit Wasser, Apfel, Banane und einen Riegel.

Am Nachmittag genoß ich auf der Terasse des Hotel Moskva ein leckeres Stück Kuchen. Mit dabei war auch Udo, der ebenfalls den Halbmarathon gelaufen war. Glückwunsch!

Sonntag genoßen wir dann weiterhin das wunderbare Wetter in Belgrad. Wir schauten uns die Festung von Belgrad an, die aus dem 15. Jahrhundert stammt. Von dort hat man einen tollen Blick auf die Flussmündung von Save und Donau. Um die Festung herum befindet sich die sehenswerte Parkanlage Kalemegdan.

Zu Mittag aßen wir im veganen-vegetarischen Restaurant Glow, welches sich auch im Hotel Moskva befindet. Empfehlenswert!

Den Abend verbrachten wir dann wieder mit Udo bei leckerem Essen und serbischer Live-Musik.

Montag war dann der Tag der Abreise. Da unser Flug jedoch erst am späten Nachmittag gehen sollte, liefen wir am Vormittag noch eine kleine Runde durch den Kalemegdan und die Festungsanlage.

Am Nachmittag flogen wir dann mit Lufthansa über München wieder zurück nach Berlin.

Fazit: Der Belgrad-Marathon ist ein gut organisierter Lauf in einer super spannenden Stadt! Belgrad ist sehr günstig und auf jeden Fall schöner, wie man zunächst denken mag.

Meinen ersten Halbmarathon lief ich im Frühjahr 2008 und zehn Jahre später gehörte ich immer noch zu den Läufern 🙂 Mittlerweile hatte ich bereits sieben Mal am Berliner Halbmarathon teilgenommen und war ansonsten schon 33 Halbmarathons auf der ganzen Welt gelaufen.

Da der Berliner Halbmarathon die letzten Jahre immer direkt vor unserer Haustür stattgefunden hatte, war klar, dass ich auch 2018 wieder daran teilnehmen würde. Ich hatte mich gleich am ersten Tag, als die Anmeldung möglich war, für 40 Euro registriert.

Wie in den Vorjahren, so war der Halbmarathon auch in diesem Jahr wieder Wochen vorher ausverkauft.

Am Freitagnachmittag holte ich mit Aljoscha gemeinsam die Startunterlagen im ehemaligen Flughafen Tempelhof ab. Das ging ganz schnell. Danach entspannten wir uns noch in der Lounge vom Team Erdinger.

Da ich am Vortag des Halbmarathons nicht mehr selbst laufen wollte, half ich beim Park Run in der Hasenheide aus. Meine Aufgabe war es die Barcodes der Läufer zu scannen. Bei 180 Teilnehmern war das recht anstrengend, hat aber auch viel Spaß gemacht.

Der Start für den Halbmarathon war erst für 10:05 Uhr angesetzt und somit konnte ich am Sonntag ausschlafen. Wir trafen uns mit meinem Bruder und mit Aljoscha und begaben uns dann in unseren Startblock E. War dieses Jahr auf jeden Fall voller als 2017!

Aber dafür war das Wetter spitze! Die Sonne schien vom blauen Himmel und es waren um die 13° C. Ich hatte mich daher für kurze Hosen und ein Oberteil ohne Ärmel entschieden.

Es dauerte bei uns etwa 20 min bis wir über die Startline durften. Start und Ziel vom Berliner Halbmarathon sind ja auf der Karl-Marx-Allee am Alexanderplatz. Zu Fuß brauche ich von unserer Wohnung aus noch nicht einmal 10 min dahin.

Mein Ziel war für diesen Halbmarathon nur das gesunde Ankommen. Da in zwei Wochen der nächste Halbmarathon ansteht und ich nicht wirklich trainiert hatte, wäre alles andere auch Quatsch gewesen. In der Vorbereitung war ich als längste Strecke 7 km gelaufen! Aber zum Glück war ich ja im Februar noch den Halbmarathon in Malta gelaufen. Und das musste reichen.

Unter den Linden, Brandenburger Tor und Straße des 17. Juni vorbei an der Siegessäule – was sich wie eine Sightseeing-Tour anhört, war es auch. Nur dass wir mit Laufschuhen unterwegs waren. Die ersten 5 km lief ich mit meinem Bruder gemeinsam. Doch dann wurde ich ihm zu langsam und ich wollte beim ersten Getränkepunkt sowieso ein wenig gehen.

Eigentlich wollte André nach der Siegessäule auf uns warten. Da er aufgrund einer Erkältung nicht selbst laufen konnte, wollte er uns fotografieren. Leider gab es technische Probleme und wir sahen ihn nicht.

Schließlich erreichten wir das Schloss Charlottenburg. Dort ging es dann nach links in die Schloßstraße, wo noch einmal ein Getränkepunkt zu finden war. Neben Wasser und Tee gab es auch Isogetränke und später noch Bananen. Ich holte mir immer einen Becher Wasser und Tee.
Als wir dann auf den Kudamm abbogen, war ich wieder etwas motivierter, da es nun zurück ging. Außerdem war die Stimmung auf dem Kudamm wieder großartig!

An der Nürnberger Straße traf ich dann auch André und blieb kurz bei ihm stehen.
Mittlerweile merkte ich schon dass ich bereits 14 km in den Beinen hatte, denn es zwickte und zwackte überall mal ein wenig.

An der Urania liefen wir dann nach links am Lützowplatz vorbei und dort wurden meine Gehpausen häufiger.

Am Landwehrkanal entlang liefen wir Richtung Potsdamer Platz und dort war dann bereits Kilometer 17 erreicht. Dort hielt ich dann noch einmal für ein kurzes Pläuschchen bei André.


Schließlich nach links in die Wilhelmstraße und zum Checkpoint Charlie und dann endlich in die Leipziger Straße. Da waren es noch etwas über zwei Kilometer gerade aus zu laufen und zwar mit Blick auf den Fernsehturm.

Je näher ich dem Ziel kam, desto großartiger wurde die Stimmung! Kurz nach Kilometer 21 musste ich dann noch einmal rechts in die Karl-Marx-Allee abbiegen und dort war das Ziel auch gleich.
Da ich noch unter 2:35 h finishen wollte, wurde ich noch etwas schneller und erreichte schließlich das Ziel bei 2:34 h.

War zwar einer meiner langsamsten Halbmarathons, aber dafür habe ich die tolle Strecke, die Stimmung und das wunderbare Wetter genoßen! Außerdem habe ich unzählige Fotos gemacht.
Irgendwann traf ich dann auch meinen Bruder und Aljoscha im Ziel. Mein Bruder war uns allen davon gelaufen und hätte sogar noch fast die zwei Stunden geknackt!

Den Nachmittag verbrachten wir dann alle noch in der Sonne sitzend bei leckerem vietnamesischen Essen auf der Frankfurter Allee.

Fazit: Den Berliner Halbmarathon sollte jeder einmal im Leben gelaufen sein! Eine tolle Sightseeing-Tour in Laufschuhen durch Berlin! Es ist nur angeraten sich schnell anzumelden.

Für dieses Jahr habe ich mir drei Laufländer vorgenommen, also Länder in denen ich an einem Laufwettkampf teilnehme. Im Januar hatte ich bereits Katar absolviert und schon im Februar sollte Nummer 2 anstehen.

In Malta war ich bereits zweimal gewesen – jedoch noch nie zum Laufen! Das sollte sich jetzt ändern und wir meldeten uns für den Halbmarathon im Rahmen des Vodafone-Malta-Marathon an.

Letzte Woche brachte uns Lufthansa über München auf die Hauptinsel der Inselgruppe im Mittelmeer. Der Flug dauerte von München gerade einmal zwei Stunden. Auf dem Zubringerflug von Berlin hatten wir noch einen kleinen Schreck erleben dürfen. Kurz vor der Landung startete der Pilot erneut durch und wir durften noch eine Runde über den Flughafen fliegen. Grund war ein Vogelschwarm.

Die Wettervorhersage für Malta war erst einmal nicht so toll – Regen und sogar Gewitter wurden angekündigt. Doch bei unserer Landung erwartete uns dann glücklicherweise Sonnenschein.

Wir hatten eines der offiziellen Marathonhotels gebucht und zwar das Victoria-Hotel. Nach etwa 30 min Taxifahrt erreichten wir das 4-Sterne-Hotel in Sliema und an der Rezeption wurden wir gleich mit Kinnie, dem maltesischen Nationalgetränk empfangen.

Am Abend machten wir uns zu Fuß auf den Weg zur Startnummernausgabe. Diese fand im Le Meridien Hotel im Vergnügungsviertel St. Juliens statt. Für den Lauf hatten wir 40 Euro bezahlt und inklusive waren ein T-Shirt sowie der Shuttleservice zum Start.

Freitag kam dann der angekündigte Regen inklusive Gewitter, so dass wir shoppen waren.

Am Samstag fuhren wir dann mit der Fähre in die Hauptstadt Valletta. Das war günstig (weniger als 3 Euro für die Hin- und Rückfahrt) und ging schnell (noch nicht einmal 10 min Fahrtzeit).

Valletta ist eine wunderbare Stadt! Soviele tolle alte Gebäude, dass man sich fast wie in der Szene eines Filmes fühlt. Kondition muss man auch etwas mitbringen, denn es gilt in den engen Gassen viele Treppenstufen zu überwinden. Valletta ist übrigens die kleinste Hauptstadt eines EU-Staates – sowohl von der Fläche als auch der Einwohnerzahl her.

Am Sonntag frühstückten wir dann bereits halb 7 in unserem Hotel. Zu dem Zeitpunkt waren die Marathonläufer schon längst auf dem Weg zum Start.

Unser Shuttlebus fuhr am Fährhafen um 7:45 Uhr ab. Dort trafen wir dann auch Jens aus München.

Glücklicherweise waren Reisebuse im Einsatz, so dass niemand stehen musste. Nach etwa 30 min Fahrt trafen wir in Mdina, eine der früheren Hauptstäde Maltas ein. Was für eine Kulisse für einen Laufstart! Mdina ist auch als die Stadt der Stille bekannt und bereits von weitem zu sehen. Die Stadt trohnt quasi in der Mitte der Insel.

9:15 Uhr wurden wir dann pünktlich auf die Strecke geschickt. Fast 3.500 Läufer – davon der Großteil aus dem Ausland – machte sich auf den Weg. Hinter den Läufern starteten dann die Walker.

Von Mdina aus sollten wir die 21 km zurück zum Fährhafen in Sliema laufen. Das Streckenprofil versprach, dass es nur abwärts gehen sollte. Und so war es dann auch auf den ersten Kilometern. Immer ganz easy leicht abwärts.

Das Wetter war eigentlich auch perfekt zum Laufen und der noch einen Tag vorher angekündigte Regen fiel glücklicherweise aus.

Erst zeigten sich noch Wolken am Himmel, doch später tauchte dann auch die Sonne auf und es wurde sehr warm.

Mein einziges Ziel für diesen Lauf war den Halbmarathon gesund zu absolvieren und Laufland Numer 40 abhaken zu können.

Ich lief sehr gemütlich und legte bei allen Getränkepunkten immer ausgiebige Gehpausen ein. Unterwegs wurden übrigens Wasser, Isogetränke (in Mini-Flaschen), Orangen und Schwämme angeboten.

Außerdem warteten soviele tolle Fotomotive an der Strecke, so dass ich oft für ein Foto anhielt. Und in der Tat habe ich während des gesamten Laufes 90 Fotos gemacht!

Die Strecke war sehr abwechslungsreich und es gab viel zu sehen. Teilweise war es zwar nicht so spannend – zum Beispiel als wir an einer Straße entlang oder durch ein Industriegebiet liefen – aber es gab auch sehr schöne Passagen.

Die 10 km hatte ich noch in 1:03 h geschafft, aber danach wurde ich immer langsamer. Und es kamen übrigens auch einige Anstiege. Die bin ich dann auch immer konsequent gegangen.

Der schönste Streckenabschnitt war auf den letzten vier Kilometern zu finden. Kurz nachdem wir an Vallette vorbei gelaufen waren, erreichten wir das Meer und von da an ging es bis zum Ziel nur noch am Wasser entlang. Das war echt schön!

Eigentlich hatte ich noch genügend Energie, doch auf den letzten zwei Kilometern hatte ich plötzlich Probleme an der linken Knieaußenseite. Somit konnte ich leider nicht mehr durchgängig laufen, sondern musste immer wieder Gehpausen einlegen. Dabei war es auf den letzten Metern noch einmal richtig motivierend, da es viele Zuschauer gab.

Unterwegs waren nicht sehr viele Zuschauer zu sehen, aber dafür fast durchgängig musikalische Unterhaltung. Gefühlt an jeder Ecke stand ein Band oder jemand spielte Musik. Das war echt toll!

Bei 2:29 h erreichte ich glücklich das Ziel und war froh mein 40. Laufland erlaufen zu haben!

Den restlichen Tag entspannten wir nur noch und ruhten unsere schweren Beine aus. Die unzähligen Höhenmeter merkten wir doch sehr.

Am nächsten Tag mussten wir dann leider Malta wieder verlassen. Mit Lufthansa ging es über München wieder zurück. Unser Anschlussflug nach Berlin wurde zwar gestrichen, aber wir wurden automatisch auf den nächsten umgebucht.

Fazit: Den Malta-Marathon kann ich definitiv empfehlen! Bei frühlingshaften Wetter im Februar laufen und dabei noch eine interessante Insel entdecken – dass alles bietet diese Laufveranstaltung.

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