Abu Dhabi Striders Half Marathon

Heute folgt der zweite Teil unserer Asienreise. Was wir in Singapur und Indonesien (laufend) erlebt haben, könnt Ihr hier nachlesen. Dann war es Zeit für die letzte Station unserer Reise: Abu Dhabi.

Mitten in der Nacht erreichten wir nach 7 Stunden Flug mit Ethiad Airways die Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate. Die Einreise dauerte diesmal aufgrund einer langen Schlange recht lange und ich war total müde.

Yas Island Rotana

Glücklicherweise war unser Hotel in Abu Dhabi nur etwa 10 min Fahrtzeit vom Flughafen entfernt. Wir hatten ein Zimmer im Yas Island Rotana gebucht. Dieses Hotel befindet sich auf der Yas-Insel, eine der größeren natürlichen Inseln von Abu Dhabi. Bekannt ist Yas Island besonders durch die Formel-1-Rennstrecke und den Themenpark Ferrari-World.

Ferrari World Abu Dhabi

Am ersten Tag schauten wir uns die Yas-Mall (ein riesiges Einkaufszentrum) an und holten unsere Startunterlagen für die 10 km beim Abu Dhabi Striders Half Marathon ab. Praktischerweise fand die Startnummernausgabe im Nachbarhotel statt. Mit fast 61 Euro hatten wir für die 10 km eine stolze Summe entrichtet. Doch dafür war auch einiges in der Startgebühr enthalten. Wir erhielten ein schickes Funktionsshirt und für den Lauftag war der Eintritt in der Yas Waterworld frei. Und der Eintritt dafür kostet normalerweise mehr als der Lauf. Außerdem sollte es nach dem Lauf noch ein Frühstück geben. Man durfte gespannt sein!

Abu Dhabi Striders Half Marathon

Am nächsten Morgen hieß es 5:15 Uhr aufstehen. Nach einem kleinen Frühstück begaben wir uns zum kostenfreien Shuttle-Bus, der neben unserem Hotel abfahren sollte. Dort standen schon viele Läufer an der Haltestelle – der Großteil war britischer Herkunft.

Abu Dhabi Striders Half Marathon

Der Bus brachte uns zur Yas Water World, wo Start als auch Ziel des Laufes sein sollten. Dort war schon eine Menge los. Wir holten uns zunächst unsere Armbänder für den Zutritt zur Yas Water World. Damit konnten wir dann dort die Schließfächer kostenfrei nutzen.

Halb 7 liefen die Halbmarathonläufer los. Wir mussten uns noch eine halbe Stunde gedulden und dann ging es für uns auf die Strecke. Nicht ganz 1.000 Teilnehmer waren es über die 10 km.

Abu Dhabi Striders Half Marathon

Die Strecke führte zunächst von der Yas Water World auf dem Yas Leisure Drive vorbei an der Ferrari World und der Formel-1-Rennstrecke Yas Marina Circuit zu unserem Hotel.

Yas Marina Circuit

Mittlerweile war auch die Sonne am Himmel aufgetaucht und es wurde immer wärmer. Glücklicherweise waren aller drei Kilometer Getränkepunkte eingeplant. Dort gab es Wasser – an zwei Stellen in so einer Art Joghurtbecher, der etwas schwierig zu öffnen war.

Abu Dhabi Striders Half Marathon

Vorbei am Hotel liefen wir noch bis Yas Marina und von da aus ging es wieder zurück. Zuschauer waren so gut wie keine zu sehen – aber dafür sorgten die Helfer für Stimmung.

Aufgrund der hohen Temperaturen hatte ich mir kein Zeitziel gesetzt, sondern genoss nur die Strecke und machte hier und da ein Foto.

Abu Dhabi Striders Half Marathon

Bald waren wir wieder in der Nähe der Water World und ein kleiner Endspurt war sogar noch drin. Bei 1:02:53 h erreichte ich das Ziel und belegte damit Platz 11 (von 34) in meiner Alterklasse und Platz 112 von 353 Frauen.

Abu Dhabi Striders Half Marathon

Eine schicke Medaille gab es im Ziel und neben Wasser, Bananen und Eis, erhielt noch jeder einen stabilen Getränkebecher mit dem Lauflogo zum Mitnehmen.

Abu Dhabi Striders Half Marathon

Wir sind dann wieder in die Yas Water World und dort wartete das Frühstück auf uns. Dort konnte man sich selbst bedienen und das Angebot war groß: Rühreier, gekochte Eier, Würstchen, Brötchen, Croissants, Obst, Gemüse … Das war super!

Abu Dhabi Striders Half Marathon

Wir genossen dieses Frühstück auf den Sonnenliegen und dann machten wir uns daran den Wasserpark zu erkunden. Ich wagte mich sogar in ein Fahrgeschäft und dann hatten wir wir mächtig Spaß bei der rasanten Abfahrt im Falcon’s Falaj. Das war echt cool! Schließlich ließen wir uns noch ganz entspannt im Al Raha River treiben.

Yas Water World Abu Dhabi

Es war ein genialer Ausklang nach dem Lauf und super, dass wir als Läufer Yas Water World gratis besuchen durften! Und noch am selben Tag erhielt ich eine E-Mail mit den Fotos vom Lauf. Diese waren auch kostenfrei und zum Teilen wurde ausdrücklich aufgerufen. Echt toll!

Abu Dhabi Striders Half Marathon

Am Nachmittag stand dann großes Schlemmen auf dem Programm. Unser Hotel hatte uns aufgrund meines Geburtstages am nächsten Tag zum Friday Brunch eingeladen. Soviele köstliche Leckereien aus der ganzen Welt: Sushi, Curry, Pizza und dann noch die ganzen süßen Köstlichkeiten.

Yas Rotana Abu Dhabi

Der Samstag war dann der Tag meines Geburtstags. Hierfür hatten wir im Emirates Palace für den Afternoon Tea reserviert. Das war in der Tat ein Highlight! Das Hotel gehört zu den luxuriösesten Häusern der Welt und ist einfach gigantisch. Ein Besuch lohnt auf jeden Fall!

Emirates Palace Abu Dhabi

Der Afternoon Tea war auch große Klasse! Serviert wurde zu Beginn ein Cappuccino mit Blattgold! Dann folgten begleitet von einem Glas Champagner diverse Köstlichkeiten, wie Avocado-Sandwich mit Granatapfel, frisch gebackene Scones sowie Apfel-Zimt-Crumble.

Afternoon Tea Emirates Palace

Und ich war schon total satt, als dann zum Abschluss noch ein absolut gigantischer Schokokuchen (ebenfalls mit Blattgold) serviert wurde. Danach war ich soetwas von voll!

Als wir wieder im Hotel eintrafen, ging es dort mit Schokokuchen weiter. Im Zimmer warteteten Geschenke auf mich: Lautsprecher, eine Thermoskanne und ein Geburtstagskuchen. Vielen Dank an das Yas Rotana Island!

Yas Island Rotana Abu Dhabi

Die restlichen Tage entspannten wir dann noch am Pool, besuchten die Yas Mall und waren auch noch einmal laufen.

Abu Dhabi

Leider hieß es dann aber nach fünf Tagen in Abu Dhabi wieder Abschied nehmen von Sonne und Palmen.

Abu Dhabi

Fazit: Der Abu Dhabi Striders Half Marathon & 10k ist zwar recht teuer, aber dafür wird auch so einiges geboten. Ich kann diesen Lauf aufgrund der vielen inkludierten Leistungen und der super Organisation eindeutig empfehlen!

Verfasst von: Manu | November 19, 2016

Laufen in Asien – Teil 1: Garfield Run in Singapur …

garfield-run

Dem grauen Novemberwetter in Deutschland entflieht man am besten, indem man das Flugzeug besteigt und Richtung Asien fliegt. Das hatte sich bereits im letzten Jahr bewährt, als wir in Thailand und Abu Dhabi waren.

Also flogen wir letzte Woche Donnerstag zunächst mit Air Berlin  in 6 Stunden nach Abu Dhabi und von dort aus ging es dann nach einem kurzen Stopp weiter nach Singapur. Der zweite Flug dauerte noch einmal 7 Stunden.

Singapur

Garfield Run in Singapur

Ich war froh als wir am Freitagvormittag Ortszeit endlich aus dem Flieger steigen konnten. Geschlafen hatte ich die ganze Zeit nicht.

Ein Taxi brachte uns für gerade einmal 14 Euro in unser Hotel Park Regis in Singapur Downtown. Glücklicherweise konnten wir schon einchecken und wir haben uns erst einmal hingelegt.

Singapore River

Am frühen Abend waren wir dann wieder munter und machten uns auf Singapur zu erkunden. Wir schlenderten am Singapore River entlang bis zur Marina Bay, wo wir auf das Wahrzeichen von Singapur trafen.

Merlion Singapur

Der Merlion, eine Mischung aus Löwe und Fisch, ist der Schutzpatron der Stadt. Von dort aus hat man einen wunderbaren Blick auf das Marina Bay Sands Hotel. Dort sollten wir ein paar Tage später noch übernachten dürfen.

Am nächsten Tag schlenderten wir am Morgen durch China Town, wo wir den Sri Mariamman Tempel besuchten. Außerdem ließen wir uns Pad Thai und Mango Sticky Rice schmecken. Diese thailändischen Gerichte hatten wir letzes Jahr in Thailand lieben gelernt.

Singapur China Town

Am frühen Nachmittag liefen wir zur The Promontory an der Marina Bay. Dort war schon alles für den Garfield Run aufgebaut. Der Lauf war eher ein Fun Run – im Angebot waren ein 1-km-Lauf für Kinder, ein 3-km-Lauf und ein 5-km-Lauf. Beim 5-km-Lauf konnte man in zwei Kategorien starten: Garfield & Arlene Couple Run und Garfield & Odie Buddies Run. Wir hatten uns für die erste Kategorie angemeldet und hierfür umgerechnet 65 Euro (als Paar bezahlt).

Garfield Run Singapore

In der Startgebühr enthalten waren pro Person ein Rucksack, ein Plüsch-Garfield (den sollte es erst im Ziel geben) und ein Shirt.

Wir waren zwischendurch noch einmal im Hotel um uns umzuziehen, denn vor Ort gab es keine Möglichkeit Sachen abzugeben.

Garfield Run

Für 18:45 Uhr war der Start angekündigt und bis 18:30 Uhr musste man im Startblock sein. Fast alle Teilnehmer trugen das Event-Shirt, was mir jedoch viel zu warm gewesen wären. Die Luftfeuchtigkeit war sehr hoch und es waren wohl um die 30° C. Glücklicherweise schien die Sonne jedoch nicht mehr.

Garfield Run

Der Moderator holte uns dann noch in den vorderen Startblock – irgendwie sahen wir wohl schnell aus🙂 Aber als ich mich so umsah, war mir auch klar warum. Selbst im ersten Startblock saßen viele Teilnehmer auf dem Boden (!) und warteten auf den Startschuss. Bevor wir auf die Strecke durften, kamen noch Garfield und Odie auf die Bühne und machten Stimmung. Das war süß!

Garfield Run Singapur

Schließlich war es soweit! Und es bestätigte sich schnell, dass wir soweit vorn im Startblock richtig standen. Wir waren in der Gruppe der ersten 20 Läufer.

Die Strecke versprach cool zu werden, denn wir sollten vorbei am Marina Bay Sands Hotel, dem Art Science Museum und Gardens by the Bay entlang laufen. Und auch wenn es Markierungen gab, so war doch die Strecke nicht abgesperrt. Überall liefen kreuz und quer Leute über die Strecke.

Marina Bay

Die Gegend an der Marina Bay ist bei Spaziergängern und Touristen sehr beliebt. Da ich weit vorn lief, war ich auch größtenteils alleine auf der Strecke unterwegs. Ich war froh in weiter Ferne noch einen Läufer zu sehen, denn ich hatte auch Angst falsch zu laufen.

Ich war in relativ schnellem Tempo losgelaufen und wurde dann etwas langsamer. Dennoch kam von hinten niemand. Es war schon ein tolles Erlebnis an der Marina Bay zu laufen und am liebsten wäre ich ganz oft für Fotos stehen geblieben.

Marina Bay

Glücklicherweise kam bald der erste Getränkepunkt und den hatte ich auch nötig. Wir liefen an den Gardens by the Bay entlang und dort kam dann auch die Wendemarke. Kurz vorher hatte ich André gesehen, der zu diesem Zeitpunkt noch auf Platz 6 insgesamt lag. An der Wendemarke am Marina Barrage (ein Damm) liefen wir noch einmal über eine Zeitmessmatte und es gab Wasser.

Dann schnell wieder zurück und durch die Menschenmassen. Glücklicherweise kannte ich bereits den Weg. Aber man musste schon höllisch auf die Leute aufpassen, die da immer mal wieder im Weg standen.

Plötzlich stand André am Wegesrand. Er wollte alleine ins Ziel einlaufen, aber dann wurde ihm gesagt, dass man bei diesem Lauf mit seinem Partner einlaufen muss🙂 Also liefen wir dann die letzten Meter gemeinsam und konnten dann händchenhaltend ins Ziel einlaufen. Unser erster Zieleinlauf mit Zielband! Uns war vorab übrigens nicht klar gewesen, dass wir in der Tat zusammen ins Ziel einlaufen müssen. Und wie André berichtete, durfte der Führende aus diesem Grund auch nicht ins Ziel und wartete immer noch auf seine Partnerin als wir schon längst im Ziel waren.

Mit einer Zeit von 26:55 min belegten wir von 173 Paaren ingesamt Platz 6. Ein unerwarteter Erfolg in Singapur!

Garfield Run

Im Ziel erhielten wir noch eine coole Medaille und jeder einen kleinen Plüsch-Garfield. Das war ein lustiger Lauf vor einer tollen Kulisse! Und dieser Lauf war übrigens mein Lauf in Land Nummer 36!

Entspannung auf Indonesien

Am nächsten Morgen fuhren wir mit dem Taxi zum Tanah Merah Ferry Terminal in der Nähe vom Flughafen. Unser nächster Stopp sollte die indonesische Insel Bintan sein. Indonesien ist übrigens der größte Inselstaat der Welt und Bintan eine von etwa 1.300 Inseln!

Bintan Ferry

In gerade einmal 60 min brachte uns unser Schiff nach Indonesien. Die Einreise dort war auch zügig und ohne Probleme. Eine Einreisegebühr ist auch nicht mehr fällig.

Unser Hotel Grand Lagoi hatte einen kostenfreien Shuttle organisiert und in weniger als 15 min waren wir im Hotel. Das Hotel liegt an der Lagoi Bay und außer einem kleinen Einkaufszentrum, einem See und zwei weiteren Hotels ist dort sonst nichts zu finden. Der Strand ist nur 2 Minuten entfernt.

Lagoi Bintan

Ich testete jedoch am Nachmittag erst einmal den tollen Infinity Pool auf dem Hoteldach. Bei dieser Kulisse machte das Schwimmen gleich doppelt soviel Spaß!

Lagoi Bay Bintan

Der nächste Tag war dann leider sehr verregnet – aber das war in der Regenzeit auch ganz normal. Dennoch konnten wir am Abend dann noch eine Runde (knapp über 7 km) um den Lagoi Lake direkt vor dem Hotel laufen. Ich wollte doch nicht Indonesien verlassen ohne dort gelaufen zu sein!

Lagoi

Am nächsten Tag fuhren wir wieder mit dem Schiff zurück nach Singapur.

Erneut in Singapur – einmal im größten Außenpool der Welt schwimmen

Noch eine Nacht stand in Singapur an und hierfür hatten wir uns ein ganz besonderes Hotel ausgesucht. Im Marina Bay Sands wollten wir die Nacht verbringen.

Marina Bay Sands Hotel

Diese Hotel ist durch den spektakulären Pool in 200 Meter Höhe weltweit bekannt. Und dieser Pool ist nicht nur hoch, sondern auch riesig. Fast 150 Meter lang ist dieser Pool, was ihn damit zum größten Außenpool der Welt macht. Ich hatte schon viele Bilder von diesem Pool gesehen und war daher riesig gespannt! Nur der Pool war übrigens der Grund, dass wir in diesem Hotel übernachteten. Denn nur Hotelgäste haben Zutritt und dafür kosten die Zimmer dann auch richtig viel Geld!

Marina Bay Sands

Als wir ankamen, war unser Zimmer leider noch nicht fertig. Glücklicherweise erhielten wir jedoch schon Karten für den Pool. Also hoch in die 57. Etage und einmal staunen! Das war echt ein genialer Blick! Und noch viel cooler war es in diesem Pool zu schwimmen. Aber ich kann Euch versichern – Angst muss man da keine haben. Meine Höhenangst machte sich zu keinem Zeitpunkt bemerkbar.

Marina Bay Sands Hotel

Den restlichen Tag nutzten wir dann noch um die illuminierten Bäume im Gardens by the Bay zu bestaunen. Definitiv empfehlenswert!

Gardens by the Bay

Außerdem ließen wir uns einen Singapur Sling in der Bar auf dem Hoteldach schmecken. Was für ein Ausblick!

Marina Bay Sands Hotel

Und auch unser Zimmer war echt der Hammer! Vom 33. Stock schauten wir direkt auf die Skyline von Singapur. Die Fassade war voll verglast und unser Zimmer riesig.

Marina Bay Sands Hotel

Am nächsten Vormittag wollten wir dann nicht wirklich dieses tolle Hotelzimmer verlassen. Aber die nächste Station unserer Reise stand an: Abu Dhabi. Mehr dazu erfahrt Ihr in Teil 2!

Marina Bay Sands Hotel

Fazit: Singapur ist auf jeden Fall eine Reise wert! Und der Garfield Run ist ein witziges Laufevent – besonders für alle Fans dieses Katers!

Verfasst von: Manu | November 7, 2016

Laufen am Atlantik oder die 15 km beim Porto-Marathon …

porto-marathon

Portugal würde eigentlich schon seit einem Jahr in meiner Liste gelaufener Länder stehen. Und in der Tat war ich vor einem Jahr in Portugal und dort für einen Lauf angemeldet. Doch leider konnte ich am Porto-Marathon nicht teilnehmen, da ich nur zwei Monate vorher einen Bandscheibenvorfall erlitten hatte. Aber das Wochenende in Porto mit meinen Laufmädels war letztes Jahr dennoch schön. Ich hatte mich ein wenig in die Stadt verliebt und wollte auf jeden Fall wiederkommen!

Und so flogen wir am letzten Freitagabend mit Ryanair von Berlin-Schönefeld in knapp über drei Stunden in die zweitgrößte Stadt Portugals.

Pünktlich landeten wir in Porto noch vor 23 Uhr Ortszeit – die Uhr mussten wir eine Stunde zurückstellen.

Ich hatte erneut das Porto Apartment2Enjoy aus dem letzten Jahr gebucht und so wie 2015 auch den Shuttleservice dorthin. Das war zu dieser späten Stunde am unkompliziertesten.

Die Sonne weckte uns am Samstagmorgen und wir suchten uns erstmal ein kleines Café zum Frühstück. Für knapp über drei Euro genossen wir zu zweit einen Kaffee und etwas Süßes.

Porto

Im Anschluss bummelten wir durch die wunderbare Altstadt von Porto bis zum Wahrzeichen der Stadt – die Brücke Ponte Dom Luís I. Trotz Höhenangst lief ich ich komplett über die fast 50 Meter hohe Brücke auf die andere Seite des Flusses Douro. Doch es hat sich gelohnt – so ein toller Blick über die Stadt!

Porto

Von dort aus war es nicht mehr weit bis zur Startnummernausgabe im Centro de Congressos da Alfandega. Doch vorher machten wir noch Rast in einem Restaurant namens Tram. Ich ließ mir ein leckeres Pilzrisotto schmecken.

Portomarathon

Beim Porto-Marathon werden drei Distanzen angeboten – neben der vollen Distanz, ein Family-Race über 15 km und Minimarathon über 6 km Wir hatten uns für die 15 km entschieden – wobei ich die Bezeichnung Family Race für eine derartige Distanz etwas unpassend finde🙂

Für die Startgebühr hatte ich 10 Euro bezahlt und hierfür gab es in einem Rucksack, ein Funktionsshirt, eine portugiesische Laufzeitschrift und diverse Flyer.

Porto Marathon

Die Messe war relativ groß und zahlreiche Stände luden zum Stöbern ein. Auch die Location war genial!

Den restlichen Tag ließen wir dann ganz entspannt ausklingen. Am Abend ließen wir uns noch Tortilla und leckeren portugiesischen Wein in unserem Apartment, welches eine Küche hatte, schmecken.

Am nächsten Morgen mussten wir schon kurz vor 7 Uhr aufstehen. Durch die Zeitverschiebung war es aber unserem Gefühl nach bereits 8 Uhr – so dass es noch okay war.

Mit der Metro A fuhren wir ca. 25 min nach Matosinhos – ein Kreis im Distrikt Porto am Atlantik. Die Metro war voller Läufer und somit bestand keine Gefahr den Weg zum Start nicht zu finden.

Porto Marathon

Von der Haltestelle waren es noch ca. 15 min zu laufen und dann erreichten wir das Areal. Start und Ziel waren ca. 1 km voneinander entfernt. Bevor wir uns auf den Weg zum Start machten, gaben wir noch unsere Tüte bei der Kleiderabgabe ab.

Erst fünf Minuten vor dem geplanten Startschuss um 9 Uhr waren wir im Startbereich. Aber vor uns waren noch die Blocks der Marathonläufer und somit dauerte es noch mindestens fünf Minuten bis wir die Startlinie überqueren durften.

Porto Marathon

Die Sonne schien und es waren im Schatten etwa 10° C. Aber in der Sonne wurde es schnell sehr warm und ich hätte eigentlich statt Shirt auch ärmellos tragen können.

Auf den ersten Metern konnten wir den Atlantik sehen, was ein großartiger Anblick war.

Die Streckenführung danach war an sich weniger reizvoll, denn wir liefen außerhalb von Porto auf irgendwelchen Straßen. Nur die Marathonläufer würden später dann auch im Stadtzentrum laufen.

Porto Marathon 2016

Für mich sollte dieser Lauf mit 15 km der längste Lauf seit dem Bandscheibenvorfall werden. Bisher waren die 13,8 km beim Nachtlauf in Dresden im August meine längste Distanz gewesen. Ich war gespannt wie mein Körper so mitspielen würde!

Die ersten fünf Kilometer liefen gut – ich lief gleichmäßig und hatte die 5 km in unter 30 min geschafft. An diesem Punkt gab es auch die erste Wasserstation.

Ich war froh als ein Drittel der Strecke geschafft war, denn vorher schienen mir 15 km ewig!

Porto Marathon

Auch die nächsten fünf Kilometer lief alles wie am Schnürrchen – auch wenn teilweise die Qualität der Straßen nicht so toll war und wir auch so einige Anstiege zu meistern hatten . Die 10 km schaffte ich auch in knapp unter einer Stunde. Eine Wasserstation erwartete uns ebenfalls wieder.

Dann waren es nur noch fünf Kilometer und wir hatten mittlerweile auch den Hafen passiert.

Wir liefen noch einmal durch den Startbogen, dann einen lange Anstieg hoch, wieder runter und noch einmal durch den Startbogen.

Porto Marathon

Dann war es nur noch ein Kilometer und der führte noch einmal stetig nach oben zum Ziel.

Laut meiner Uhr schaffte ich die 15 km in unter 1:30 h, aber tatsächlich waren es noch etwa 200 Meter mehr. Somit lief ich bei 1:30:40 h über die Ziellinie. Mit dieser Zeit war ich sehr zufrieden. Hätte nicht gedacht, dass ich so kontinuierlich durchlaufen kann. Bei den Frauen belegte ich Platz 308 (von 610).

Porto Marathon

Im Ziel erhielten wir alle eine schicke Medaille und einen weiteren Rucksack gefüllt mit Iso und Wasser.

In einem nahegelegenen Einkaufszentrum genehmigten wir uns noch einen Kaffee sowie Gebäck. Dann wurde es auch wirklich Zeit ins Apartment zurückzufahren. Dieses mussten wir bis 13 Uhr geräumt haben.

Porto Marathon 2016

Also nur noch schnell duschen, alles zusammenräumen und mit der Metro E zum Flughafen von Porto. 1,85 € kostete die Fahrt und dauerte etwa eine halbe Stunde.

Wie gerne wäre ich noch länger in Porto geblieben. Das Wetter war so toll und ich hatte keine Lust auf das kalte Berlin! Aber es half alles nichts – am Nachmittag flog uns Ryanair wieder zurück in die deutsche Hauptstadt.

Und ich hatte es ein Jahr später als geplant doch noch geschafft und konnte Portugal von meiner Länderlaufliste streichen. Somit wurde Portugal zu Land 35, in dem ich gelaufen bin. Ein schöner Lauf in einer wunderschönen Stadt! Ich bin mir sicher, dass das nicht der einzige Lauf in Porto bleiben wird.

Fazit: Im November noch einmal dem grauen Herbstwetter in Deutschland entfliehen und bei angenehmen Temperaturen am Atlantik laufen? Dann kann ich den Porto-Marathon definitiv empfehlen.

Ausstattung: Launch 3 von Brooks, Fitbit Surge, Formbelt

trailrunning-festival-in-salzburg

Vor drei Jahren verliebte ich mich in eine österreichische Stadt und den dort stattfindenden Lauf. Damals nahm ich erstmalig am Salzburger Trailrunning-Festival teil. Und seitdem kehre ich jedes Jahr nach Salzburg zurück, um im Oktober Höhenmeter zu sammeln.

So brachte uns auch in diesem Jahr Air Berlin am Freitagabend in die viergrößte Stadt Österreichs. Unser Domizil war in diesem Jahr das NH Salzburg City.

Am Samstagmorgen trafen wir die Familie von Iwan, dem bloggenden Bären sowie Trainer von Anette, zum Frühstück. Im Anschluss schlenderten wir in die Salzburger Altstadt. Dort ließen wir uns Sachertorte mit Schlagobers schmecken. Verspeist haben wir sie übrigens im Café Fürst. Dort wurde die Mozartkugel erfunden!

Cafe Fürst Salzburg

Schließlich wurde es Zeit für die Startnummernausgabe. Diese fand erneut Stieglkeller statt. Beim Salzburger Trailrunning-Festival werden neben dem Kindertrail die folgenden Läufe angeboten:

  • Festungstrail: 15 km, 570 hm
  • Panoramatrail: 7 km, 205 hm
  • Gaisbergtrail: 22 km, 1.135 hm
  • Gaisbergrace: 12 km, 1.080 hm

Ich hatte mich natürlich erneut für die „harmloseste“ Variante, den Panoramatrail, entschieden. Die Startgebühr betrug 20 Euro und hierfür gab es wieder eine gut gefüllte Startertüte.

Salzburg Trailrunning Festival

Mitterweile hatten wir auch Astrid getroffen und gemeinsam mit ihr machten wir uns auf den Weg hoch zum Festungsberg. Immer wieder bin ich von der wunderschönen Aussicht von da oben auf die Stadt Salzburg begeistert! Und wie immer in den letzten Jahren durften wir blauen Himmel und Sonnenschein genießen.

Salzburg

Danach wurde es Zeit für das Mittagessen. Und da es sich bereits in den letzten Jahren bewährt hatte, machten wir uns erneut auf zum vegan-vegetarischen Restaurant The Green Garden. Und ich wurde nicht enttäuscht – der von mir ausgewählte Flammkuchen war super lecker!

The Green Garden Salzburg

Im Anschluss schnell zurück ins Hotel, in die Laufklamotten schlüpfen und wieder zurück zum Kapitelplatz. Dort war der Start für alle Läufe.

Salzburg Trailrunning Festival

16 Uhr fiel der Startschuss für die Teilnehmer am Festungstrail. Dort waren Astrid und auch Steve dabei. Für Anette, André und mich ging es zehn Minuten später auf die Strecke. Bei mir war es genauso wie bei Anette die dritte Teilnahme. Im letzten Jahr konnte ich ja leider aufgrund meiner Rückengeschichte nur zuschauen. Insgesamt waren wir knapp 150 Teilnehmer beim Panoramatrail.

Salzburg Trailrunning Festival

Zunächst ging es erst einmal ganz harmlos los: eine Runde um den Dom und weiter durch den Festspielbezirk. Doch dann begann das Grauen! Noch bevor wir den ersten Kilometer gemeistert hatten, wartete die erste Treppe auf uns. Ich versuchte erst gar nicht diesen Anstieg mit dem harmlos klingenden Namen Clemens-Holzmeister-Stiege laufend zu bewältigen. Ich verfiel nach wenigen Sekunden ins Gehen – die meisten Läufer um mich herum glücklicherweise auch. Und als ich dachte, dass es das erstmal mit Treppen war, warteten die nächsten Stufen auf uns.

Salzburg Trailrunning Festival

Dann waren wir auf dem Mönchsberg und dort warteten glücklicherweise erst mal keine weiteren Treppen auf mich. Dafür wurde ich mit einem wunderschönen Blick auf die schneebedeckten Gipfel rundum belohnt. War das toll! Am liebsten wäre ich für ganz viele Fotos stehen geblieben …

Salzburg

Also weiter – hoch & runter und kreuz & quer über den Mönchs- und Festungsberg. Bald hatte ich die Orientierung verloren. Daher war es schön noch ein bekanntes Gesicht zu erblicken – Steve flitzte auch da oben durch die Gegend.

Salzburg Trailrunning Festival

Einmal ging es so völlig wild einen Anstieg im Wald hoch. Zum Glück war der Untergrund trocken, sonst hätte ich noch größere Probleme gehabt den Hang über diverse Stämme hochzukommen. Zum Glück trug Trailschuhe (PureGrit von Brooks) – übrigens die einzigen, die ich besitze.

Schließlich war die Richterhöhe erreicht, die mit 507 Metern die höchste Erhebung des Mönchsberges und damit des Laufes darstellte. Dort konnte ich dann noch Anette winken.

Salzburg Trailrunning Festival

Noch bevor wir Kilometer 5 erreicht hatten, ging es abwärts. Anfangs freute ich mich noch darüber, aber nicht lange. Es wurde richtig steil und man musste wirklich tierisch aufpassen und hatte Probleme abzubremsen. Das war nicht ungefährlich und ich war froh als ich unversehrt unten ankam.

Salzburg Trailrunning Festival

Dank der Warnung vor dem Lauf wusste ich, dass bei Kilometer 6 noch ein kleiner Anstieg auf mich wartete. Da hatte ich dann wirklich genug und verfiel wieder ins Gehen. Aber kurz danach ging es dann nur noch abwärts ins Kaiviertel. Da waren zwar noch Pflastersteine und enge Gassen zu bewältigen, aber es war nicht mehr weit bis zum Ziel. Kurz davor wäre ich zwar fast noch falsch abgebogen, aber zum Glück wies mich ein Helfer darauf hin.

Bei 49:37 min erreichte ich das Ziel auf dem Kapitelplatz. Damit hatte ich meine Zeit von vor zwei Jahren sogar um fast 1,5 Minuten verbessern können. Wie das klappen konnte, weiß ich allerdings nicht. Denn trainiert hatte ich für diesen Lauf nicht – weder Berg- noch Treppentraining hatte ich in den letzten Monaten absolviert.

Salzburg Trailrunning Festival

Ich belegte bei den Damen Platz 33 von 66 und Platz 101 (von 148) Startern. Damit war ich sehr zufrieden! Anette kam auch kurz nach mir ins Ziel und hatte ihre Zeit aus dem letzten Jahr super verbessert. Glückwunsch! Die Medaillen hatten wir uns wirklich hart erarbeitet.

Und auch wenn ich unterwegs ganz viel geflucht habe, so war ich mir doch spätetestens beim Zieleinlauf wieder sicher, dass ich nächstes Jahr wieder dabei bin!

Den Samstagabend ließen wir dann bei österreichischen Leckereien, wie Kärtner Nudeln und Kaiserschmarrn, im Altstadtwirtshaus Goldene Kugel ausklingen. Köstlich!

Goldene Kugel Salzburg

Den sonnigen Sonntagvormittag nutzte ich dann um noch ein paar Höhenmeter auf dem Kapuzinerberg zu sammeln. Diesen hatten ja die Teilnehmer am Gaisbergtrail und -race noch am selben Morgen bewältigen dürfen. Mir hat dieser Berg schon im Spaziermodus gereicht🙂

Kapuzinerberg Salzburg

Am frühen Nachmittag durfte ich beim Abflug noch einen letzten Blick auf die wunderschöne Bergwelt um Salzburg werfen und dann war ich schon wieder zurück in Berlin. Aber als Trost waren im Rucksack wenigstens noch Mozartkugeln dabei!

Salzburg

Fazit: Das Salzburger Trailrunning-Festival bietet für jeden Geschmack einen passenden Lauf. Der Panoramatrail eignet sich am besten für Einstiger und ist auch ohne spezielles Training machbar. Aber Achtung: Suchtfaktor! Und während des Laufs besteht die Gefahr, dass man sich selbst für die Teilnahme verflucht🙂 Das nehme ich 2017 gern wieder in Kauf!

Weitere Berichte findet Ihr hier:

Ausstattung: PureGrit von Brooks, Tights und Shirt von Brooks, Fitbit Surge, Formbelt

palma-marathon-2016

Wieder einmal brachte uns Air Berlin am letzten Freitag auf unsere Lieblingsinsel. Auch wenn wir erst vor zwei Wochen Mallorca verlassen hatten, so war es dennoch erneut Zeit für die Baleareninsel. Diesmal wartete der Palma-Marathon auf uns!

Mallorca

Bereits viermal hatte ich über die 10 km am Palma-Marathon teilgenommen. Neben den 10 km werden die Marathondistanz und die Halbmarathondistanz angeboten.

Freitagmittag begrüßte uns Mallorca mit sommerhaften Temperaturen. Unser Domizil war erneut das Hotel Fontanellas Playa an der Playa de Palma.

Ich nutzte den Abend gleich aus um ein paar Kilometer Richtung Palma zu laufen. Die Laufstrecke führt dabei immer nur am Meer entlang – einfach nur schön!

Playa de Palma

Danach trafen wir noch Heiko, den wir vor einigen Jahren durch das Laufen auf Mallorca kennengelernt hatten.

Samstagmorgen liehen wir uns Räder aus und mit diesen fuhren wir dann die fast 9 Kilometer bis nach Palma. Auch die Radstrecke führt die ganze Zeit am Meer entlang. Es wäre aber noch schöner, wenn man da nicht laufend auf Hindernisse in Form anderer Radfahrer stoßen würde. Es kam sogar zu Stau auf dem Radweg!

Mallorca

Etwas entnervt erreichten wir dann Palma und dort befand sich wie in den Vorjahren an der Kathedrale die Startnummernausgabe und die Lauf-Expo. Diesmal war jedoch die Organisation um Längen besser! Letztes Jahr mussten die Läufer fast 1,5 Stunden warten – in diesem Jahr erhielten wir die Startnummern in zwei Minuten. Die Startgebühr betrug 20 Euro – hierfür gab es jedoch außer der Startnummer und einer Plastiktüte nichts. Aber enthalten waren auch die Pasta-Party sowie ein Getränk und Snack auf der After-Race-Party.

Palma Marathon

Auf dem Rückfahrt zu unserem Hotel machten wir unterwegs eine Pause und ich ließ mir leckere Tortilla schmecken.

Den Nachmittag verbrachte ich am breiten Sandstrand – Sonne satt!

Playa de Palma

Am Sonntag wollten wir eigentlich mit den Rädern zum Lauf fahren. Doch mein schmerzender Po (der war das Radfahren nicht mehr gewöhnt) verhinderte das. Wir fuhren stattdessen mit dem Bus. Der war für die Läufer kostenfrei.

Gegen 9 waren wir dann am Parque del Mar in Palma angekommen. Zu dem Zeitpunkt starteten gerade die Halb- und Marathonläufer.

Wir hatten noch etwas Zeit. Es war zu diesem Zeitpunkt schon recht warm.  Insgesamt waren es über alle Distanzen fast 7.000 Läuferinnen und Läufer. Die größte Gruppe aus dem Ausland stellten wohl die Deutschen.

Palma Marathon

Pünktlich um 9:40 Uhr wurden wir auf die Strecke geschickt. Die Sonne schien zu dem Zeitpunkt schon unbarmherzig vom Himmel.

Die Strecke ist schnell erklärt: 5 Kilometer auf einer breiten Straße immer am Meer entlang Richtung Cala Major und danach wieder zurück. Wir liefen einen Großteil der Strecke in der Sonne und mir wurde sehr schnell sehr warm. Glücklicherweise erwartete uns noch vor der der Hälfte der Strecke der erste Getränkepunkt. Und wie in Spanien üblich, wurden kleine Wasserflaschen verteilt. Das finde ich immer sehr praktisch, weil ich damit laufen kann und somit länger etwas davon habe.

Kurz bevor wir die Hälfte der Strecke erreicht hatten, mussten wir noch einen fiesen Anstieg erklimmen. Meine Lust sank deutlich🙂

Palma Marathon

Kilometer 5 erreichte ich in knapp 29 min und dann ging es genau diesselbe Strecke wieder zurück. Die Kilometerschilder stimmten ab Kilometer 6 nicht mehr, aber ich hatte zum Glück meine Uhr.

Ich versuchte mich von der Hitze abzulenken indem ich an das kühle und nasse Berlin dachte. Und wie sehr ich das blaue Meer und die Palmen in Kürze wieder vermissen würde!

Dann war es nur noch ein Kilometer und es schien auf eine Zeit von um die 59 Minuten hinauszulaufen. So war es dann auch – bei 59:18  min erreichte ich das Ziel. Damit belegte ich 39 (von 191) in meiner Altersklasse.

Palma Marathon

Eine schicke Medaille gab es und danach stärkte ich mich an der Zielverpflegung. Diverse Getränke sowie Obst und Kekse standen für die Läufer bereit.

Zurück fuhren wir dann auch wieder mit dem Bus – wobei uns der erste Busfahrer zunächst nicht mitnehmen wollte. Angeblich wusste er nichts davon, dass die Läufer an dem Tag kostenlos fahren dürfen.

Am Abend schauten wir noch bei der After-Race-Party im Megapark vorbei. Für die Läufer gab es jeweils ein Bier und einen Hotdog – leider beides nichts für mich. Die Party selbst war Oktoberfest mit einigen Läufern dazwischen. Ausländische Teilnehmer waren vielleicht etwas irritiert🙂

Palma Marathon

Am Montagmorgen war ich dann noch einmal am Meer laufen, denn ich wollte noch einmal Sonne und sommerliche Temperaturen genießen.

Mallorca

Montagabend brachte uns dann Air Berlin wieder zurück nach Berlin. Aber wir kommen bereits Anfang Dezember zurück nach Mallorca! Dann wollen wir ein vorweihnachtliches Wochenende in Palma de Mallorca genießen.

Fazit: Wer im Herbst noch einmal etwas Sonne und Sommerfeeling genießen möchte, dem empfehle ich Mallorca. Und für die Läufer bietet der Palma-Marathon einen wunderbaren Lauf unter Palmen! Man sollte sich nur darauf einstellen, dass es sehr warm werden könnte.

Ausstattung: Launch 3 von Brooks, Shorts und Shirt von Brooks, Formbelt, Fitbit Surge

Verfasst von: Manu | Oktober 11, 2016

Im zweiten Anlauf oder die 10,5 km beim Sofia-Marathon …

sofiamarathon

Als Länderläuferin wurde es einmal wieder Zeit ein neues Land zu erlaufen. Diesmal war Bulgarien dran! Eigentlich wäre ich schon letztes Jahr in der bulgarischen Hauptstadt Sofia gelaufen, aber der Bandscheibenvorfall machte mir damals leider einen Strich durch die Rechnung.

Somit buchte ich für dieses Jahr erneut einen Flug mit Air Berlin nach Sofia und meldete uns für die 10,5 km beim Sofia-Marathon an. Es sollte der Lauf in Land Nummer 34 werden!

Als so langsam der Tag des Abfluges näher rückte, kamen erneut Zweifel, ob wir es dieses Jahr nach Sofia schaffen würden. Air Berlin hatte aufgrund der Probleme bei TUIfly ebenfalls mit verspäteten und ausgefallenen Flügen zu kämpfen. Und in der Tat – als ich am Samstagmorgen auf der Website nachschaute, musste ich zwei Stunden Verspätung erblicken.

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Wir verbrachten dann gefühlt den halben Tag in der Lounge auf dem Flughafen von Berlin-Tegel. Die Verspätung hatte sich dann mittlerweile auf 2,5 Stunden ausgedehnt. Aber kurz vor 18 Uhr war es dann endlich soweit und wir hoben Richtung Sofia ab. Das Flugzeug war sehr leer und wir hatten die ersten drei Reihen ganz für uns alleine🙂

Nach weniger als zwei Stunden landeten wir in der bulgarischen Hauptstadt. In Sofia leben fast 1,3 Millionen Einwohner und die Stadt liegt mit 550 Meter relativ hoch umgeben von Bergen, die wiederum über 2.000 Meter hoch sind.

Sofia

Mit dem Taxi kamen wir schnell und sehr günstig (5 Euro!) in unser Hotel Sense mitten im Zentrum von Sofia. Das 5-Sterne-Hotel ist übrigens sehr empfehlenswert – tolle Einrichtung, Spa-Bereich und zentral gelegen.

Am nächsten Morgen war zeitiges Aufstehen angesagt. Aufgrund der Zeitverschiebung mussten wir bereits um 6 Uhr deutscher Zeit (7 Uhr bulgarischer Zeit) aufstehen. Nach dem Frühstück machten wir uns auf den Weg zur Startnummernausgabe am Nationalstadium Vasil Levski. Zum Glück waren das nur ca. zehn Minuten zu Fuß. Es waren gerade einmal 3° C und ohne die Sonne wären wir wohl fast erfroren🙂

Sofia

An der Startnummernausgabe gab es glücklicherweise keine Schlangen. In Bulgarien muss man bei einem Lauf übrigens (so wie auch in Italien und Frankreich) ein Attest von einem Arzt vorzeigen. Wir wurden zwar zunächst danach gefragt, aber im Endeffekt wollte es dann doch keiner. Ohne Attest hätte man vor Ort übrigens noch eine medizinische Untersuchung vornehmen lassen können. Leider weiß ich nicht, wie diese Untersuchung aussah und ob sie kostenfrei war.

Sofia Marathon

Nachdem wir die umgerechnet fünf Euro Startgebühr bezahlt hatten, erhielten wir unsere Startnummer sowie ein Funktionsshirt und eine Getränkedose. Ein sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis!

Beim Sofia-Marathon sind neben dem Marathon und den 10,5 km auch noch ein Halbmarathon und ein Fun-Run über 3 km in Angebot. Beim Marathon müssen die Läufer übrigens vier Runden laufen!

Sofia Marathon

Nachdem wir unsere Startnummern hatten, sind wir noch einmal kurz ins Hotel und kurz vor 10 Uhr ging es dann wieder zurück zum Nationalstadium. Dort waren mittlerweile schon die Teilnehmer am Fun-Run gestartet. Inzwischen waren es 6° C und somit immer noch recht frisch. Aber die Sonne schien!

Um 10 Uhr durften zunächst die Marathonläufer und danach die Halbmarathonläufer auf die Strecke. Insgesamt war alles sehr übersichtlich und überhaupt kein Vergleich zu anderen europäischen Marathonveranstaltungen. Aber das fand ich gar nicht schlimm – somit hatte man alles gut im Blick und es gab kein Gedränge.

Sofia Marathon

10:20 Uhr ging es dann für uns auf die 10,5-Kilometer-Runde. Da ich von Sofia nicht wirklich einen Plan habe, schaut Ihr Euch am besten selbst den Streckenplan auf der Website vom Veranstalter an. Wir liefen auf vielen großen Alleen und an Parks entlang. Platz war viel auf der Strecke – aber dafür waren so gut wie keine Zuschauer zu sehen.

Die ersten Kilometer lief ich noch in einem 5:30er Schnitt, aber dann fing ich an Fotos zu machen und die Atmosphäre der Stadt aufzusaugen. Die 5 Kilometer schaffte ich noch in etwas über 29 Minuten, doch dann wurde ich immer langsamer. Nach der Hälfte der Strecke überholten mich nicht nur die schnellsten Läufer, sondern es gab auch einen Verpflegungspunkt mit eiskaltem Wasser.

Sofia-Marathon

Teilweise war es auch ein wenig hügelig und bei einigen Streckenpunkten hatte man die Gelegenheit die vor einem liegenden Läufer zu sehen. Der Großteil der Teilnehmer war wohl aus Bulgarien. Ansonsten habe ich nur einige wenige Engländer entdecken können.

Irgendwann kurz vor Kilometer 8 fiel meine Fitbit aus und danach lief ich völlig ohne Plan. Schließlich näherten wir uns dem Nationalstadium und ich sah schon einmal das Ziel auf der gegenüberliegenden Straße.

Sofia Marathon

Auf einen Zielspurt hatte ich diesmal keine Lust, denn ich hatte auch keinen Plan wie ich so in der Zeit lag. Im Endeffekt erreichte ich bei 1:02:44 h das Ziel – somit hätte ich also die 10 km noch in unter einer Stunde gefinisht. Platz 79 von 272 bei den Damen und Platz 323 von 648 Teilnehmern insgesamt belegte ich. Im Ziel erhielten wir noch eine Medaille.

Sofia Marathon

Das war dann also mein Lauf in Land Nummer 34 gewesen – zwar ein Jahr später wie geplant, aber immerhin!

Die Zielverpflegung konnte sich übrigens auch sehen lassen: Wasser, Tee, Obst, Schokolade, Kekse etc.

Sofia Marathon

Wir hielten uns jedoch nicht mehr lange im Zielbereich auf, sondern liefen schnell zum Hotel zurück. Wollten lieber noch in Ruhe duschen und ein wenig ausruhen.

Zum Mittagessen gönnten wir uns einen leckeren vegetarischen Quinoa-Burger im Restaurant des Hotels.

Danach spazierten wir noch ein wenig durch die Innenstadt von Sofia. Ich war besonders vom Parlamentsgebäude und der Alexander-Nevski-Kathedrale angetan.

Sofia

 

Als wir zurück ins Hotel kamen, erlebten wir eine lustige Überraschung. Da stieg doch tatsächlich gerade eine ehemalige Arbeitskollegin aus Warschau aus dem Taxi und wollte in unserem Hotel einchecken. Was für ein Zufall! Glücklicherweise hatten wir noch ein wenig Zeit um mit ihr zu plaudern.

Hotel Sense

Schließlich wurde es Zeit zum Flughafen zu fahren. Mit der Metro M2 fuhren wir für gerade einmal 80 Cent pro Person in einer halben Stunde dorthin. Die Metro-Stationen machten übrigens einen moderneren Eindruck als so manche U-Bahnstation in Berlin.

Air Berlin brachte uns diesmal überpünktlich zurück nach Berlin. Und an Bord war übrigens ein Teil der finnischen Boxmannschaft🙂

Fazit: Neugierig auf nicht ganz so bekannte europäische Hauptstädte? Dann empfehle ich Sofia definitiv. Nicht nur der Aufenthalt in dieser Stadt ist preiswert, auch der Sofia-Marathon bietet ein sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis!

Ausstattung: Transcend von Brooks, Tights und Shirt von Brooks, Formbelt, Fitbit Surge

 

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Der Tag der Deutschen Einheit fiel in diesem Jahr auf einen Montag und somit war die Bahn frei für ein langes Wochenende! Daher entschieden wir uns vor einigen Monaten unsere Flugmeilen von Air Berlin in einen Flug nach Mallorca zu investieren. Ein Lauf war zunächst nicht geplant – einfach nur ein Wochenende in der Sonne!

Doch schließlich stellte sich heraus, dass gerade an dem Wochenende die dritte Auflage des Nachtlaufes Cursa Nocturna Sa Murada stattfinden sollte. Der Austragungsort dieses Laufes sollte Palma de Mallorca sein.  Dort waren wir bereits mehrfach gelaufen – sowohl beim 261 Women’s Marathon als auch beim Mallorca-Marathon.

Mallorca

Freitagvormittag flugen wir ohne Zwischenfälle mit Air Berlin auf die Lieblingsinsel der Deutschen. Und empfing erst einmal ein starker Regenschauer. Glücklicherweise klärte es dann jedoch auf und am späten Nachmittag durften wir blauen Himmel und Sonnenschein an der Playa de Palma genießen.

Wir liehen uns ein Kajak und ein Board für Stand-up-Paddling aus. SUP auf dem Meer war eine neue Erfahrung – die kleinen Wellen machten das doch zu einer wackligen Angelegenheit und ich fiel einige Male ins Wasser. Aber irgendann schaffte ich es dann doch mehrere Minuten am Stück auf dem Board zu stehen🙂

Stand up Paddling

Ich schnürte danach erst einmal die Laufschuhe und lief einige Kilometer am Strand entlang. Wären die vielen Spaziergänger nicht gewesen, dann wäre es optimal gewesen.

Playa de Palma

Den Samstagvormittag verbrachte ich am Strand und genoß das türkisblaue Meer.  So schön!

Am späten Nachmittag machten wir uns mit dem Bus Nummer 15 auf den Weg nach Palma. In der Nähe der Kathedrale stiegen wir aus und dort gab es auch die Startnummern für den Cursa Nocturna Sa Murada.

Bei dem Lauf waren drei Distanzen im Angebot: 2 km, 5 km und 10 km. Wir hatten uns für die kürzeste Distanz entschieden, da dieser Lauf zuerst starten sollte.

Cursa Nocturna Sa Murada

Die Startgebühr betrug gerade einmal vier Euro und inklusive war sogar ein Funktionsshirt – nur leider nicht mehr in meiner Größe.

Start und Ziel waren direkt im Parc de la Mar – dort waren wir ja schon so einige Male ins Ziel eingelaufen.

Um 20 Uhr erfolgte der Startschuss und leider war uns erst kurz vorher klar in welche Richtung wir laufen würden. Zu diesem Zeitpunkt war es dann schon zu voll, um uns im Starterfeld noch weiter nach vorn zu begeben.

Cursa Nocturna Sa Murada

Und somit wurde es auf den ersten Metern sehr voll. Nicht nur viele Kinder liefen kreuz und quer vor uns, sondern auch die Rollstuhlfahrer waren von ganz vorn gestartet.

Erst nach etwa 500 Metern hatte ich endlich freie Bahn zum Laufen.  Und dann konnte ich endlich schnell laufen. Wir liefen kreuz und quer und man musste schon beim Laufen sehr aufpassen – mal standen zwei Fahrräder im Weg und einmal war da plötzlich ein Loch. Mittlerweile war es ja schon dunkel geworden.

Schließlich liefen wir außen am Ziel vorbei, dann noch eine Kehrtwende und schließlich der Zielspurt. Bei 9:25 min erreichte ich das Ziel und belegte damit Platz 6 von 218 Damen. Insgesamt kam ich auf Platz 36 von 375. Damit konnte ich sehr zufrieden sein.

Cursa Nocturna Sa Murada

Um an dem Tag noch auf ein paar Kilometer zu kommen, liefen wir zurück zu unserem Hotel Fontanellas Playa an der Playa de Palma. Das waren 8,6 km immer am Meer entlang.

Am Sonntagnachmittag trafen wir dann noch Anette und Stefan – leider ohne Iwan – zum Kaffee trinken.

Playa de Palma

Ansonsten genoßen wir die restliche Zeit noch das wunderbare Sommerwetter am Strand. Am Montagvormittag lief ich schließlich noch einmal ein paar Kilometer.

Playa de Palma

Montagabend wartete dann leider schon wieder der Rückflug auf uns. Aber das war nicht wirklich ein Grund zur Traurigkeit, denn bereits nächste Woche fliegen wir bereits erneut nach Mallorca!

Fazit: Die Insel Mallorca ist das ideale Ziel für eine Kurzreise, wenn man im Oktober noch einmal Sonne, Strand und Meer genießen möchte. Außerdem lässt es sich dort prima laufen – zum Beispiel für wenig Geld beim Cursa Nocturna Sa Murada in Palma de Mallorca.

Ausstattung: Launch 2 von Brooks, Shorts und Shirt von Brooks, Formbelt, Fitbit Surge

Verfasst von: Manu | September 24, 2016

Zieleinlauf auf der blauen Bahn oder der B2Run in Berlin …

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In mittlerweile 17 Städten findet der B2Run statt. Seit 2004 wird diese Laufserie in Deutschland angeboten. Ich war bereits fünfmal dabei – das letzte Mal vor zwei Jahren in Berlin.

B2Run Berlin

In diesem Jahr erhielt ich von BMW Nefzger einen kostenfreien Startplatz. Vielen Dank dafür!

Somit fuhr ich mit Anna direkt nach der Arbeit am späten Donnerstagnachmittag zum Olympiastadion. Denn dort sollte der Zieleinlauf nach den 6 Kilometern stattfinden.

B2Run Berlin

Für unser Team war als Startzeit 18:40 Uhr vorgesehen. In insgesamt vier Wellen gingen die Starter am Maifeld auf ihre 6-km-Runde. Die ersten durften bereits um 18 Uhr laufen. Somit waren also die ersten Läufer bereits im Ziel als wir losliefen.

Wir hatten uns recht weit vorn im Startblock eingeordnet und somit mussten wir nur kurz warten. Auf den ersten Metern war es wieder recht eng, aber ich wollte sowieso nur langsam laufen.

B2Run Berlin

Für Ende September war es noch recht mild, aber zum Laufen angenehm. Wir liefen kreuz und quer um das Olympiastadion herum und wie üblich bei einem Firmenlauf, verfielen die Ersten bald ins Gehen.

Irgendwann waren die fünf Kilometer geschafft und da waren wir dann auch schon kurz vor dem Olympiastadion. Der Zieleinlauf in diesem Stadion ist immer wieder ein Highlight! Erst durch die Katakomben und dann die letzten Meter auf der blauen Bahn – echt toll!

B2Run Berlin

Bei 32:09 min lief ich ins Ziel ein. Damit belegte ich Platz 688 von 3803 Frauen. Eine Medaille gab es auch wieder.

Laut meiner Uhr waren es übrigens nicht ganz 6 Kilometer – aber das war ja auch nicht so schlimm🙂

B2Run Berlin

Im Ziel erwarteten uns Getränke sowie Obst. Und wer wollte, der konnte noch bis spät in die Nacht mit seinem Team auf dem Maifeld feiern.

Fazit: Ein schöner Laufabend mit Zieleinlauf im Olympiastadion! Und toll zu sehen, wieviele Firmen ihre laufenden Mitarbeiter unterstützen.

Ausstattung: PureFlow von Brooks, Shirt von Brooks, Fitbit Surge, Formbelt

Lübbeseelauf 2016

Lübbesee? Templin? Wo soll das denn sein? Kein Sorge, vor nicht allzu langer Zeit konnte ich damit auch nicht allzu viel anfangen. Aber vor mehr als einem Jahr wurde ich auf den Lübbeseelauf aufmerksam. Dank Google hatte ich dann schnell herausgefunden, dass sich dieses Gewässer gar nicht so weit von Berlin entfernt befindet.

Der Lübbesee ist etwa 12 km lang und befindet sich in Templin, einer Stadt im Nordosten Brandenburgs. Und bereits 32-mal fand am Ufer dieses Sees der Lübbeseelauf statt. Und dieses Jahr wollte ich mir diesen Lauf einmal genauer ansehen.

Ahorn Seehotel Templin

Eigentlich wollte ich am Freitag nach der Arbeit nach Templin fahren. Doch die Wettervorhersage mit sommerlichen Temperaturen bewog mich dann zu einer Planänderung. So brachte mich bereits am Donnerstagabend der Zug in die achtgrößte Stadt Deutschlands. Ja, Ihr habt richtig gelesen! Rein flächenmäßig ist Templin in der Tat mit fast 380 km² die achtgrößte Stadt in Deutschland.

Die Zugfahrt dauerte etwa 1:20 h. Vom Bahnhof aus waren es dann zu Fuß noch etwa 25 min bis zu meinem Domizil für das Wochenende. Ich hatte ein Zimmer im Ahorn Seehotel direkt am Lübbesee gebucht.

Ahorn Seehotel Templin

Das Hotel war früher ein FDGB-Ferienwohnheim und somit ein typischer Plattenbau. Im letzten Jahr erhielt die Fassade des Gebäudes dann einen kunterbunten Anstrich. Der Künstler Michael Fischer-Art gestaltete den Komplex zu einem der größten bemalten Kunstwerke Europas.

Ahorn Seehotel Templin

So sind jetzt unter anderem Fische und Blumen im Pop-Art-Stil an der Außenfassade zu bestaunen. Ich fand das eine geniale Idee! Weniger genial waren allerdings die Zimmer: winziges Bad und sehr hellhörig.

Das Wetter war dann am Freitag in der Tat wie angekündigt. Zunächst erkundete ich am Morgen nach dem Frühstück die Umgebung laufend. Es war so großartig ganz allein im Wald am Ufer des Lübbesees unterwegs zu sein. Soetwas kann mal als Großstädter erst so richtig schätzen!

Lübbesee

Danach gönnte ich mir etwas Sonne am Strand und genoß das glasklare Wasses des Lübbesees. Es war noch so angenehm warm! Ich bin wohl noch nie Mitte September in Deutschland in einem See schwimmen gewesen.

Lübbesee

Schließlich schaute ich mir Templin an. Zunächst erst einmal musste ich dafür etwa 2,5 km zu Fuß zurück legen. Besonders angetan war ich vom barocken Rathaus, der alten Stadtmauer und den Stadttoren.

Templin Rathaus

Den Nachmittag entspannte ich dann erneut am Strand – so schön!

Am Samstagmorgen holte ich mir nach dem Frühstück die Startunterlagen im Biergarten vom Hotel ab. Zur Auswahl standen bei diesem Lauf 2 km, 6 km, 10 km und 20 km. Ich hatte mich für die 6 km angemeldet und das war auch eine gute Entscheidung gewesen. Denn ich hatte ein wenig Halsschmerzen und wollte mich somit nicht überanstrengen.

Lübbeseelauf

10 Euro betrug die Startgebühr und inklusive waren ein Mittagessen, der freie Eintritt in das Schwimmbad vom Hotel und ein Finisher-Geschenk.

Die 6-km-Läufer mussten sich am längsten gedulden. Wir durften erst kurz nach halb 11 starten. Das Teilnehmerfeld war mit etwa 170 Teilnehmern für alle Strecken recht übersichtlich. Da ist definitiv noch Luft nach oben!

Lübbeseelauf

Etwas außergewöhnlich fand ich, dass wir den Zeitmesschip am rechten Arm tragen mussten. Das hatte ich bisher auch noch nicht gehabt.

Nach dem Startschuss lief ich recht schnell los und wir liefen zunächst auf dem Radweg. Im Gegensatz zum Vortag war es bewölkt und noch nicht einmal 20° C – zum Laufen also ideal.

Lübbeseelauf

Wie ich schnell feststellte, war ich einen Großteil der Strecke bereits am Vortag gelaufen. Wir liefen etwa 2 km auf dem Radweg und dann ging es weiter auf Waldwegen. Trailrunning! Ich laufe ja gern auf Waldboden, auch wenn man da konzentrierter laufen muss. Aber viele Wurzeln hatten die Veranstalter markiert und somit bestand wenig Sturzgefahr.

Lübbeseelauf

Ich wußte dass ich im vorderen Feld lag und wollte diesen Platz so lange wie möglich auch behalten. Etwa 1,5 km vor dem Ziel überholte mich noch eine Frau – sonst hatte ich eher andere Läufer überholt.

Lübbesee

Auf dem Weg zurück liefen wir am See entlang und diese Strecke erinnerte mich sehr stark an den Tollenseseelauf in Neubrandenburg.

Schließlich kam der Strand in Sicht und damit war klar, dass ich nur noch wenige Meter laufen musste. Kurz vor dem Ziel war ich noch ein wenig verwirrt, welchen Weg ich folgen musste. Keine Markierung zu sehen … Ich folgte dann einfach dem Weg, an dem Zuschauer standen und das war richtig so.

Das Ziel erreichte ich in 32:37 min. Das Finisher-Geschenk war eine Gym Bag mit dem Aufdruck vom Lauf – auch eine nette Idee!

Die Zielverpflegung konnte sich auch sehen lassen – diverse Getränke und ganz viel Obst. Besonders süß fand ich ja die handgemalten Schildchen🙂

Lübbeseelauf

Das Mittagessen war in der Startgebühr enthalten und ich ahnte Schlimmes als ich die Gulaschsuppe sah. Doch mich erwartete eine angenehme Überraschung – für Vegetarier wurde Gemüsesuppe angeboten. Super!

Lübbeseelauf

Schließlich wurden die Ergebnisse veröffentlicht – ausgedruckt und zunächst an der Seite eines Transporters aufgehängt. Und was sehe ich dort? Ich habe in der Tat Platz 3 bei den Frauen belegt! Insgesamt hatten 16 Frauen teilgenommen.

Somit musste ich also noch auf die Siegerehrung warten. Beim Warten lernte ich ein Paar aus der Nähe von Berlin kennen und wir plauderten über das Thema Laufen. Worüber auch sonst!🙂

Lübbeseelauf

Schließlich war es soweit – Siegerehrung bei den Damen über die 6 km. Ich erhielt eine Urkunde. Im Anschluss fand auch noch die Altersklassenwertung statt. Dort belegte ich Platz 1 – das war aber keine Leistung, denn ich war die Einzige in meiner Altersklasse🙂 Aber somit kam ich in den Genuss von zwei Siegerehrungen und erhielt zwei Urkunden.

Am Nachmittag ließ sich dann die Sonne doch noch blicken und ich genoß sie an der Strandbar mit einem leckeren Eis.

Lübbesee

Am Sonntagmorgen musste ich unbedingt noch einmal die Gelegenheit nutzen am wunderschönen Lübbesee zu laufen. Ganz allein im Wald unterwegs – so ein Genuss!

Lübbesee

Fazit: Wer auf der Suche nach einem gut organisierten Naturlauf ist, der ist beim Lübbeseelauf genau richtig! Und warum nicht auch gleich das komplette Wochenende in dieser wunderbaren Gegend verbringen?

Ausstattung: PureFlow von Brooks, Tights und Shirt von Brooks, Fitbit Surge, Formbelt

Verfasst von: Manu | September 15, 2016

Das Finale der Brooks Run Happy Tour in Berlin …

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19 Städte in drei Wochen – das war das Programm der Brooks Run Happy Tour in diesem Jahr! Bereits im letzten Jahr erfreute der Run-Happy-Truck so einige Läuferinnen und Läufer.  So erlebte ich letztes Jahr einen wunderbaren Abend mit meinen Lauffreunden in Berlin.

Brooks Run Happy Tour

Und auch in diesem Jahr musste ich natürlich beim Finale der Run Happy Tour unbedingt dabei sein!

Seit dem 22. August war der Run-Happy-Truck bereits in Deutschland, Österreich und der Schweiz unterwegs gewesen. Das Konzept war einfach: In entspannter Atmosphäre durch die Städte laufen und danach bei kühlen Getränken und Gegrilltem entspannt chillen. Vorab wurde übrigens abgestimmt in welchen Städten Brooks Station machen würde.

Brooks Run Happy Tour

Dienstagabend war es soweit – Tourabschluss in Berlin! Treffpunkt war im Garten des Astra-Kulturhauses auf dem RAW-Gelände in Berlin-Friedrichshain. Und es hat sich einmal wieder gezeigt, dass Gott ein Läufer sein muss. An dem Tag schien die Sonne und das Thermometer zeigte 30° C. Und das Mitte September!

Brooks Run Happy Tour

Vor Ort erhielt jeder ein cooles Run-Happy-Tourshirt und ein Multifunktionstuch. Außerdem gab es die Möglichkeit Schuhe von Brooks zu testen. Ich lief an dem Abend in den Ravenna 7. Aber nicht wundern, auf den Fotos trage ich noch die PureFlow 5🙂

In Berlin durften wir übrigens auch einen Überraschungsgast begrüßen: Florian Neuschwandner wollte mit uns gemeinsam laufen!

Brooks Run Happy Tour

20 Uhr begaben wir uns auf die bis zuletzt geheim gehaltene Strecke. In jeder Stadt hat eine lokale Running Crew die Strecke bestimmt – in Berlin waren es die Muschinskis. Die Strecke lässt sich kurz und knapp folgendermaßen beschreiben – zunächst Richtung Ostbahnhof, dann auf der Karl-Marx-Allee bis zum Alexanderplatz und von da aus wieder zurück an der Eastside Gallery entlang.

Brooks Run Happy Tour

Das Tempo war sehr gemächlich und somit blieb genügend Zeit unterwegs zu plaudern. Ich plauderte etwas mit Flo und ihn störte es übrigens keineswegs, dass er heute so schleichen musste🙂

Nach knapp 8 Kilometern erreichte die Läufermasse wieder das RAW-Gelände. Nun durften wir uns bei Wurst (glücklicherweise war sogar vegetarische im Angebot) und Getränken stärken. Hätte ich am nächsten Morgen nicht früh rausgemusst, dann wäre ich auf jeden Fall noch länger geblieben!

Brooks Run Happy Berlin

Fazit: Das war ein genialer Run-Happy-Abend mit Lauffreunden in Berlin! Wer nicht dabei wart, hat auf jeden Fall etwas verpasst! Danke an Brooks für dieses tolle Event!

Live the way you run – Run happy!

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