Katar? Vor einigen Jahren hätte wohl kaum jemand gewusst, wo sich dieses Land befindet. Doch aufgrund der für 2022 geplanten Fußball-WM ist dieses Land mittlerweile recht bekannt. Und nicht nur Fußball wird dort gespielt, sondern es findet sogar ein Marathon statt.

Der Doha-Marathon sollte in diesem Jahr zum sechsten Mal stattfinden und wir wollten uns dieses Laufevent einmal ansehen.

Glücklicherweise fliegt von Berlin Qatar Airways direkt in die Hauptstadt von Katar. Letzte Woche hoben wir am Mittwochabend mit einer Boing 777 ab und sechs Stunden später landeten wir in Doha. Mit fast 670 Euro war der Flug zwar nicht gerade günstig, aber dafür entfiel nerviges Umsteigen.

Bei der Einreise mussten wir dann leider noch eine ganze Weile anstehen, aber dafür ist das Visum für deutsche Staatsbürger seit einigen Monaten kostenfrei.

Mit dem gratis Shuttle von unserem Hotel klappte auch alles und wir waren froh als wir kurz vor 7 Uhr am Morgen dann unser Hotel, das Golden Tulip Doha, erreichten. Dieses Hotel war noch relativ neu und weniger als 10 min zu Fuß von der Uferpromenade Corniche entfernt.

Wir aßen noch schnell Frühstück und legten uns dann erstmal für einige Stunden ins Bett. Während des Fluges hatte ich leider nicht schlafen können.

Im Vorfeld des Laufes hatte ich mich ja etwas geärgert, weil es keinerlei Information gab, wann wir die Startunterlagen erhalten würden. Wir hatten uns für 36 Euro für die 5 km angemeldet. Darüber hinaus waren neben der Marathondistanz, noch Halbmarathon, 10 km, 3 km und 1 km im Angebot. Für die 10 km hätten wir übrigens denselben Preis gezahlt. Wir hatten uns aber für die 5 km entschieden, da der Start bei uns später sein würde. Aufgrund der zwei Stunden Zeitverschiebung und einer geplanten Startzeit ab halb 7 am Morgen, war uns jede halbe Stunde mehr lieb 😉

Ich hatte den Veranstalter über Twitter, Instagram und per E-Mail kontaktiert und erhielt keinerlei Info zu den Startunterlagen. Erst als ich beim Sponsor auf Instagram nachfragte, wurde mir mitgeteilt, dass wir die Infos noch erhalten. Und in der Tat, weniger als 48 Stunden vorher kam dann eine E-Mail. Die Startunterlagen konnten im Geschäft des Sponsors an den zwei Tagen vor dem Lauf und am Lauftag selbst im Startbereich abgeholt werden.

Da ich gelesen hatte, dass es im letzten Jahr einiges Chaos am Lauftag gab, wollten wir unsere Startunterlagen lieber vorher abholen. Glücklicherweise brachte uns der Taxifahrer ohne Problem zu dem Shop und dort erhielten wir auch die Startnummer (erst einmal gab es nicht mehr) ohne jegliches Anstehen.

Am nächsten Tag, also dem Freitag, stand dann bereits der Lauf an. Die 5 km sollten glücklicherweise erst um 8 Uhr starten. Das war um 6 Uhr nach deutscher Zeit. Wir waren eine halbe Stunde vorher im Start- und Zielbereich und es war alles noch recht überschaubar.

Der Start fand direkt vom dem Museum für Islamische Kunst am Arabischen Golf statt. Ist schon eine coole Kulisse für so einen Lauf! Und die Strecke führte auch komplett am Ufer entlang – immer mit Blick auf das türkisfarbene Meer.

Über die 5 km starteten gerade einmal 460 Läuferinnen und Läufer. Man konnte schon sehen, dass viele davon eher langsamer unterwegs sein würden, und stellten uns daher recht weit vorn im Feld auf. Das war auch gut so!

Der Start erfolgte pünktlich und auf den ersten Metern war erst einmal Überholen angesagt. Das war etwas schwierig, da wir wenige Meter nach dem Start gleich nach rechts abbogen. Und dann liefen wir erst einmal 2,5 km auf der Al Corniche Street. Die ganze Zeit schauten wir dabei auf das blaue Meer. Das war wirklich toll!

Die Sonne war schon längst draußen und somit wurde es auch ganz schnell warm. Im Schatten waren es zu Beginn vielleicht 15° C gewesen, aber in der Sonne wurden es dann schnell mehr als 20° C. Auf den ersten Kilometern mussten wir mit dem Gegenwind kämpfen und ich freute mich schon auf die Wende. Aber da hatte ich mich zu früh gefreut, denn auf der zweiten Streckenhälfte schien mir dann dafür die Sonne erbarmungslos in Gesicht.

Da die Läufer der anderen Distanzen auch noch auf der Strecke waren, verlor man schnell die Orientierung wie man so im Feld lag. Schön war aber, als ich Nadin entdeckte, die den Halbmarathon lief.

Auf den letzten 1,5 Kilometern lief die ganze Zeit ein junger Mann neben mir – egal ob ich schneller oder langsamer wurde. Kurz vor dem Ziel lief er davon. Doch er wähnte sich schon als Sieger in unserem Zweikampf, als ich noch einmal einen Sprint hinlegte, wo er keine Chance mehr hatte 🙂

Ich erreichte das Ziel bei 27:43 min. Mit dieser Zeit belegte ich erstaunlicherweise sogar Platz 12 (von 176) bei den Damen.

Im Ziel traf ich Nadin, die ihren Halbmarathon erfolgreich gemeistert hatte (Glückwunsch nochmal!), ich trank etwas Wasser und holte mir meine Medaille ab. Dieser Lauf war übrigens mein Lauf in Land Nummer 39!

Wir wollten uns dann noch unsere T-Shirts abholen, aber bekamen nur noch Exemplare, wo 42 km drauf stand. Immerhin war es die richtige Größe 🙂 Die angekündigten Snackboxen fanden wir auch nicht.

Übrigens waren auch die deutschen Athleten Arne Gabius und Hendrik Pfeiffer am Start gewesen und ich traf sie nach ihren Läufen. Arne Gabius musste leider aussteigen.

Am Nachmittag genoß ich noch das tolle Sommerwetter an der Corniche und wir fuhren zur Villagio Mall. Dort ist das Thema Venedig und man hat sogar die Möglichkeit in einer Gondel zu fahren. Gleich nebenan befindet sich der Aspire-Tower und das Khalifa International Stadium. In diesem Stadion wird dann auch bei der Fußball-WM gespielt.

Zum Sonnenuntergang besuchten wir noch das Museum für Islamische Art. Eintritt ist dort kostenfrei und der Blick auf der Skyline von Doha am Abend phänomenal!

Am Samstagmorgen lief ich noch einmal 9 km an der Corniche entlang. So eine wunderbare Laufstrecke und so ein tolles Wetter im Januar!

Später besuchten wir noch den Souq Waqif – ein großer Freiluftmarkt mit unzähligen Gassen. Souvenire, Stoffe, Gewürze warten dort auf die Käufer. Und Kamele trafen wir auch 🙂

Den Samstagabend ließen wir noch in der Pure-Skybar im Nachbarhotel ausklingen. Alkohol ist in Katar ja verboten – nur in einigen Bars und Hotels kann man etwas trinken. Und es war gar nicht so einfach in diese Bar zu kommen. Erst wollten sie Mitgliedskarten und als ich erwähnte, dass wir Touristen sind, unsere Pässe. Die hatten wir jedoch nicht dabei – nur Ausweise. Zum Glück durften wir dann doch rein und uns für 8 Euro ein Glas Wein gönnen. Das war übrigens der Preis in der Happy-Hour 🙂

Sonntagnachmittag war es dann leider schon wieder Zeit Doha zu verlassen. Qatar Airways brachte uns sicher zurück nach Berlin.

Fazit: Der Doha-Marathon hat zwar noch einige organisatorische Mängel, aber wiederum lockt er auch mit einer tollen Laufstrecke am Meer entlang und sommerlichen Temperaturen! Mir haben die Tage dort gelaufen und ich fand es sehr spannend Doha zu entdecken.

Ich hoffe dass die Organisatoren aus den Kommentaren lernen und sich im nächsten Jahr nicht nur darauf konzentrieren Eliteläufer einfliegen zu lassen, sondern auch an die ganz normalen Läufer denken.

Verfasst von: Manu | Januar 5, 2018

Läufe, die ich 2018 nicht verpassen möchte …

Das neue Jahr ist bereits einige Tage alt und so einige Laufanmeldungen habe ich auch schon getätigt.

Hier findet Ihr den vorläufigen Überblick meiner geplanten Läufe:

 

Bisher sind drei neue Laufländer (Katar, Malta und Serbien) geplant. Aber ich hoffe, dass ich im Herbst noch in mindestens einem weiteren neuen Land laufen werde. Schließlich will ich in der Länderläuferliste wieder ein Stückchen nach oben rutschen 🙂

Was habt Ihr für 2018 für Läufe geplant? Sehen wir uns vielleicht sogar irgendwo? Oder habt Ihr noch Empfehlungen für mich! Ich wünsche Euch auf jeden Fall: Run Happy!

Die letzten neun Jahre verbrachten wir die Weihnachtstage immer auf unserer Lieblingsinsel Mallorca. Und das war auch der Plan für dieses Jahr. Das erste Problem war jedoch, dass unser Stammhotel Grupotel Playa de Palma Suites & Spa nicht zur Verfügung stand. Grund war eine mehrmonatige Renovierung. Also mussten wir uns eine neue Bleibe suchen und die Wahl fiel auf die Apartamentos Tres Torres. Dort hatten wir zwar weder Pool, Sauna noch Fitnessstudio, aber immerhin eine komplette Ferienwohnung zu einem guten Preis.

Wir freuten uns schon sehr auf entspannte Weihnachtstage auf Mallorca, als plötzlich Niki Pleite ging. Und natürlich hatten wir unsere Flüge mit dieser Airline gebucht. Somit mussten wir teure Ersatzflüge buchen und unsere Reisedaten auch anpassen. Einen Tag später anreisen und leider bereits Silvester wieder abreisen. Aber wir hatten noch Glück im Unglück, denn die ursprünglichen Flüge hatten wir mit Flugmeilen gebucht.

Heiligabend flogen wir dann mit Lufthansa über München nach Mallorca. Die Insel empfing uns mit blauem Himmel, Sonnenschein und frühlingshaften Temperaturen.

Wie in den letzten zwei Jahren hatten wir uns wieder für den Lauf San Silvestre Juaneda angemeldet. Dieser Lauf sollte am zweiten Weihnachtsfeiertag stattfinden. Für die Startgebühr hatten wir 15 Euro bezahlt und uns für die 6,5 km angemeldet. Im Angebot waren außerdem 9,8 und zum ersten Mal 16 km.

Start und Ziel waren wieder am Castell Bellver oberhalb von Palma de Mallorca. Glücklicherweise konnten wir die Startunterlagen noch am Tag selbst abholen. Neben der Startnummer gab es noch ein schönes Shirt und eine blaue Weihnachstmannmütze.

Das Wetter war mit Sonnenschein und um die 16° C auch perfekt. Start für alle Strecken war um 11 Uhr. Die ersten 1,5 km ging es erstmal nur abwärts. Danach liefen wir durch ein Wohngebiet bevor es wieder in den Wald ging. Kurz davor gab es auch noch eine Getränkestation.

Im Wald ging es auf und ab und bei Kilometer 5 kamen wir wieder auf die ursprüngliche Strecke. Von da an ging es nur noch bergauf. Ich ging kurz, aber dann fing ich doch wieder an zu laufen.

Nach einigen Kurven tauchte dann auch endlich das Ziel auf. Ich erreichte dieses nach 41:27 min. Damit belegte ich Platz 9 (von 21) in der Altersklasse und Platz 44 (von 117) bei den Damen.

Im Ziel warteten eine Medaille sowie Wasser, heiße Schokolade und Bananen auf uns. Das war wieder ein schöner Weihnachtslauf gewesen!

Die restlichen Tage verbrachten wir noch ganz entspannt mit Laufen und diversen Ausflügen auf der Insel. Silvester mussten wir dann leider bereits wieder abreisen und konnten nicht wie ursprünglich geplant am Silvesterlauf in Palma teilnehmen.

Fazit: Entspannte Weihnachtstage bei frühlingshaften Temperaturen auf Mallorca sind schon klasse! Und der San Silvestre Juaneda ist auch ein toller Saisonabschluss!

Verfasst von: Manu | Dezember 30, 2017

Das Laufjahr 2017 – ein Rückblick …

Bevor wir alle in das neue Jahr starten, gibt es heute noch eine kurze Zusammenfassung meines  Jahres 2017 aus sportlicher Sicht.

  • Jahreskilometer Laufen: 587 km (28 km weniger als im Vorjahr) – davon waren 266 km in Wettkämpfen
  • Anzahl Laufwettkämpfe gesamt: 29 (4 weniger als im Vorjahr)

  • Neue Bestzeiten: keine
  • Schönster Wettkampf: Gran Canaria Marathon (10 km)
  • Lieblingslaufstrecke: Playa de Palma, Tollensesee, Kühlungsborn, Potsdam

  • Schönste Begegnung: Craig Mitchell und das Treffen alter und neuer Lauffreunde
  • Lieblingslaufschuhe: Launch und Transcend von Brooks

  • Lieblingsgadget: Fitbit
  • Lieblingszubehör: Blackroll, Formbelt
  • Lieblingskleidungsstück: meine Tights und Shirts von Brooks
  • Bestes Laufbuch: irgendwie habe ich dieses Jahr kein einziges Laufbuch gelesen 😦

  • Schönstes Erlebnis: Lauftraining mit Heike Drechsler und Premiere von „Skid Row Marathon“
  • Überraschendstes Erlebnis: 3. Platz in der AK beim Nachtlauf in Leipzig und gleich zwei Halbmarathons in der ersten Jahreshälfte

  • Beste Entscheidung: wieder soviel gereist zu sein
  • Alternativsport: Gymnastik zuhause, (Autogenes Training)
  • Neue Erfahrung: Yoga-Stunde und Jetskifahren

  • Bloggerevents: Strava-Run Berlin, Ampelmann-Award, Jaybird-Event Hamburg, 261-Event Berlin
  • Darauf  hätte ich verzichten können: Rückenschmerzen im Mai

  • Erkenntnis des Jahres: Laufen macht Spaß – auch langsam und nur kurze Strecken!
  • Ziel für nächstes Jahr: zwei Halbmarathons laufen und mindestens drei neue Laufländer

Fazit: Alles in allem war 2017 ein schönes Laufjahr für mich! Auch wenn ich nicht mehr um neue Bestzeiten laufe, so bin ich froh, dass ich überhaupt unbeschwert laufen kann. Ärgerlich war nur, dass ich im Mai wieder einige Probleme mit dem Rücken hatte.

Und wie war 2017 so bei Euch? Ich bin auf Eure Antworten gespannt! Und ich wünsche Euch alles Gute für das neue Jahr! Run happy!

Bereits dreimal hatte ich am St. Pauli X-Mass Run in Hamburg teilgenommen. Und auch in diesem Jahr wollte ich erneut bei diesem weihnachtlichen Lauf durch St. Pauli dabei sein.

Da der Lauf immer ausverkauft ist, hatten wir uns sofort am ersten Tag, an dem die Anmeldung geöffnet war, Startplätze gesichert. Hierfür  hatten wir 16 Euro (inkl. Chipgebühr) bezahlt).

Letzten Samstag fuhren wir dann mit der Bahn von Berlin aus nach Hamburg. Unser Domizil für das Wochenende sollte das Arcotel Onyx direkt an der Reeperbahn sein. Diese stylische Hotel machte einen guten Eindruck auf uns und wir hatten auch erstmalig die Gelegenheit in einem runden Bett zu schlafen 🙂

Am Nachmittag machten wir uns auf den Weg zur Elbphilharmonie. Wir genossen dort die Aussicht von der Plaza auf den Hamburger Hafen. Es war leider sehr windig und wurde schon dunkel. Wir wärmten uns dann dort im Café bei Kaffee und Stollen wieder auf.

Am Abend besuchten wir, wie schon so oft in der Vergangenheit, das vegane Restaurant Loving Hut. Im Anschluss bummelten wir noch über den Weihnachtsmarkt in St. Pauli und ich genoss den ersten Glühwein in diesem Jahr.

Sonntag war Ausschlafen angesagt, da der Start erst für 11 Uhr angesetzt war. Beim Blick aus dem Fenster verging mir aber sehr die Lust auf Laufen. Grau, nass und windig!

Wären Anette und Stefan nicht gewesen, dann hätten wir wohl auf den Lauf verzichtet …

Und in der Tat war es dann nicht gerade sehr angenehm, als wir die wenigen Meter im Regen bis zum Millerntorstadion liefen. Wenigstens mussten wir für die Startnummern nicht lange anstehen und konnten uns dann noch im Warmen unterstellen. Außerdem trafen wir noch kurz Andreas.

Wir schauten auch noch kurz am Stand von Jaybird vorbei, wo es sogar ein Geschenk gab. Vielen Dank!

Um 11 durfte dann die erste Startwelle los. Erstmalig in diesem Jahr gab es drei Startwellen und wir waren glücklicherweise in der ersten Welle.

Ein wenig Verwirrung gab es dann noch weil nicht klar war, ab wo die Zeitnahme eigentlich losging. Im Endeffekt war das dann erst im Stadion der Fall.

Die Strecke hatte sich im Vergleich zu den Vorjahren nicht geändert. Zunächst liefen wir am Heiligengeistfeld entlang, wo gerade Dom (= Rummel) war, und dann weiter durch die Parkanlage Planten & Blomen. Zum Glück wurde mir durch das Laufen relativ schnell warm. Man musste nur aufpassen, da es so einige Pfützen gab und teilweise auch etwas glatt war.

Aber es machte wieder viel Spaß die diversen Kostümierungen zu betrachten. Einige hatten sich da wirklich viel Mühe gegeben!

Ich war diesmal relativ fix unterwegs und bei 29:26 min kam ich ins Ziel. Offiziell waren es 5 km, aber wie in den Vorjahren war die Strecke doch um einiges länger. Ich belegte in meiner Alterklasse Platz 9 (von 113) und Platz 86 (von 799) bei den Damen.

Eine coole Medaille gab es wie jedes Jahr und im Anschluss einen schönen warmen Punsch! Auch eine Urkunde ließ ich mir noch ausdrucken. Dann wurde es schon Zeit wieder ins Hotel zu gehen und kurz darauf den Zug nach Berlin zu besteigen.

Fazit: Der St. Pauli X-Mass Run macht jedes Jahr in der Vorweihnachtszeit viel Spaß und wir sind nächstes Jahr sicherlich auch wieder dabei. Sehen wir uns?

Hier findet Ihr übrigens noch den Bericht von Anette.

Stell‘ Dir vor Du kannst im November in einem Außenpool schwimmen, an einem Strand liegen und in kurzen Sachen laufen. Das alles ist in den Vereinigten Arabischen Emiraten möglich. Und deshalb hatten wir eine Reise dahin gebucht. Die Wettervorhersage versprach jeden Tag über 30° C sowie Sonnenschein!

Dubai – die Stadt der Superlative

Vorletztes Wochenende flogen wir mit Lufthansa über Frankfurt nach Dubai. Von Frankfurt aus waren es etwas über 6 Stunden in die bevölkerungsreichste Stadt der Vereinigten Arabischen Emirate. In Dubai hatten wir das Hotel Rove City Centre für drei Nächte gebucht. Dieses Hotel liegt im Stadtteil Deira und hat eine super Anbindung an die Metro.

Das Highlight der ersten Tage war der Besuch des Burj Khalifa. Mit fast 830 Metern Höhe ist der Burj Khalifa das höchste Gebäude der Welt. Wir hatten Tickets für die Aussichtplattform im 124. Stock gebucht und ich war etwas skeptisch, da ich unter Höhenangst leide. Aus diesem Grund hatten wir uns auch für die günstigsten Tickets (30 Euro) entschieden. Nach einer Wartezeit von einer halben Stunde brachte uns dann der Aufzug in einer Minute nach oben.

 

Von Höhenangst war nichts zu merken und ich konnte den tollen Ausblick genießen. Ich hatte auch gar nicht den Eindruck, dass ich auf einer Höhe von 450 Metern bin. Ein Besuch auf dem Burj Khalifa lohnt sich auf jeden Fall!

Wüstensafari und Laufen in Abu Dhabi

Am Dienstag fuhren wir mit dem Taxi die etwa 140 km bis nach Abu Dhabi. Taxifahren ist günstig in den VAE und wir bezahlten gerade einmal 60 Euro für die Fahrt. Abu Dhabi ist übrigens die Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate.

Unser Ziel war Yas Island in Abu Dhabi. Denn dort wollten wir einige Tage später am Abu Dhabi Striders Half Marathon über die 10 km teilnehmen. Bereits im letzten Jahr hatten wir an diesem Lauf teilgenommen.

Beim Einchecken im Hotel dann ein kleiner Schreck – unsere Buchung konnte nicht gefunden werden! Es stellte sich dann heraus, dass ich das Nachbarhotel gebucht hatte. Somit sollten wir die nächsten vier Nächte im Centro Yas Island by Rotana statt im Yas Island Rotana verbringen 🙂 Das war aber im Endeffekt kein Problem, da die Hotels nebeneinander liegen und zur selben Kette gehören. Aber dass mir mal so etwas passieren würde …

Am Mittwoch sollte es dann für uns erstmal in die Wüste gehen. Wir hatten eine Wüstensafari für 60 Euro pro Person gebucht. Am Nachmittag wurden wir abgeholt und sollten die nächsten Stunden mit vier weiteren Personen sowie dem Fahrer verbringen. Zunächst einmal mussten wir eine Stunde fahren um die Wüste zu erreichen. Kurz vorher konnten wir noch Dromedare in einer Kamelfarm bestaunen.

Schließlich hatten wir die Wüste außerhalb von Abu Dhabi erreicht und es ging in die Dünen. Vor diesem Teil des Abends hatte ich ja schon ein wenig Angst gehabt. Und es wurde auch sehr rasant – die steilen Dünen hoch und dann wieder runter. Ich krallte mich im Auto fest und war froh, dass ich aufgrund des aufgewirbelten Sandes nicht soviel sah. Ich sah uns mehrfach aufgrund der schrägen Seitenlage schon umkippen …

Ich war froh, dass wir zwischendurch zweimal eine Pause für Fotos einlegten. Ein paar Fotos als Erinnerung an meinen ersten Besuch in der Wüste mussten schon sein!

In unserem Auto wurde es immer ruhiger und jeder hoffte wohl auf ein baldiges Ende dieser rasanten Fahrt … Ein Wunder, dass niemandem von uns schlecht geworden ist.

Endlich erreichten wir das Wüstencamp und dort stand zunächst ein sehr kurzer Ritt auf einem Kamel an. Beim Aufsteigen hatte ich doch ein wenig Angst und ich war froh, als ich kurze Zeit später wieder festen Boden unter den Füßen hatten.

Mittlerweile war es schon dunkel geworden. Im Camp saßen wir auf Kissen an Tischen rund um eine Bühne. Ich war schon sehr hungrig und froh, als dann endlich das BBQ eröffnet wurde. Das war auch richtig lecker und selbst für uns Vegetarier war die Auswahl groß.

Im Anschluss durften wir noch einer Bauchtänzerin und einem Tanoura-Tänzer zuschauen. Außerdem gab es eine kleine Einweisung in den Bauchtanz, wo ich kläglich versagte 😉

Schließlich ließen wir uns noch in traditioneller Kleidung fotografieren – die Henna-Tattoos ließen wir jedoch aus.

Auch wenn es natürlich ein speziell auf Touristen ausgelegter Abend war, so war dieses Erlebnis für uns einer der Höhepunkte der Reise.

Am nächsten Morgen besuchten wir den Strandclub Yas Beach. Der Eintritt ist normalerweise kostenpflichtig, aber im Hotel erhält man Gutscheine. Der Club war nur 10 min zu Fuß vom Hotel entfernt. Im Eintritt enthalten waren Handtücher, Liegen und Sonnenschirme. Es gab sogar einen Pool!

Wir mieteten einen Jetski und ich bin das erste Mal in meinem Leben damit gefahren. War cool!

Am Nachmittag holten wir dann im benachbarten Hotel die Startunterlagen für den Abu Dhabi Striders Half Marathon ab. Wir hatten uns, wie bereits erwähnt, für die 10 km angemeldet. Die Startgebühr war mit 65 Euro zwar sehr hoch, aber dafür erhielt man auch viel. Zunächst einmal enthielt das Starterpaket eine recht große Sporttasche, ein Funktionsshirt sowie einen Trinkbecher. Dann war der Eintritt im Wasserpark Yas Waterworld (normalerweise 60 Euro) enthalten und dort sollte es auch ein spezielles Frühstück für die Läufer geben.

Den Abend genoßen wir noch leckeres Essen bei Surf’n’Turf im Hotel Yas Island Rotana. Vielen Dank an das Hotel für die Einladung!

Am Freitagmorgen klingelte der Wecker bereits vor halb 6 am Morgen. Aufgrund der hohen Temperaturen war der Start für 6:55 Uhr angesetzt.

Von unserem Hotel fuhr ein gratis Shuttlebus direkt bis zum Start vor Yas Waterworld. Die Halbmarathonläufer liefen schon vor uns los.

Um die 1.000 Läuferinnen und Läufer gingen dann über die 10 km an den Start. Darunter waren wieder sehr viele Engländer.

Die Strecke hatte sich im Gegensatz zu letztem Jahr nicht verändert. Es ging auf dem Yas Leisure Drive vorbei an der Ferrari-World und der Formel-1-Rennstrecke Yas Marina Circuit zunächst einmal zu unserem Hotel.

Es waren sicherlich schon über 25° C beim Start und als die Sonne dann auftauchte, wurde es auch gleich noch einmal wärmer. Glücklicherweise erwarteten uns an drei offiziellen (und einem inoffiziellen) Getränkepunkt(e) Wasser. Ich nutzte dieses vor allem für den Kopf.

Die ersten 5 Kilometer hatte ich immerhin noch in knapp über 29 min geschafft. Als wir dan an der Yas Marina den Wendepunkt erreicht hatten, liefen wir wieder diesselbe Strecke zurück.

Da mittlerweile die Sonne vom Himmel strahlte, wurde ich auch immer langsamer. Doch ich nutzte das langsamere Tempo noch für ein paar Fotos 🙂

Auf den letzten 500 Metern gab ich noch einmal Gas und erreichte schließlich bei 1:00:16 h das Ziel. Damit war ich sogar über 2:30 min schneller als im letzten Jahr gewesen. Platz 13 (von 38) belegte ich in der Alterklasse und bei den Frauen Platz 81 (von 387).

Im Ziel gab es erstmal einmal eine Medaille sowie Getränke und Bananen und sogar Eis!

Doch das Highlight war dann das Frühstück in Yas Waterworld! Da gab es genug für alle zu essen und lecker war es außerdem!

Danach war es Zeit Yas Waterworld zu erkunden. Besonders Spaß machten wieder die genialen Wasserrutschen! Erst am Nachmittag fuhren wir zurück ins Hotel.

Geburtstag in Dubai

Am nächsten Tag ging es mit dem Taxi wieder zurück nach Dubai. Mein Geburtstag stand an und somit hatten wir uns mit dem Grosvenor House ein Luxushotel gegönnt. Das Hotel liegt in der Dubai Marina und diesen Stadtteil kannten wir bisher noch nicht.

Wir freuten uns sehr, dass wir ein Upgrade erhielten und somit eine Junior Suite hatten. In der gab es sogar ein extra Gäste-WC! Wir hätten also locker noch zwei weitere Personen unterbringen können.

Unser Zimmer beinhaltete auch den Zugang zur Club-Lounge. Damit hatten wir Frühstück, Afternoon-Tea und Pre-Dinner-Drinks inklusive. Das reichte uns vollkommen und wir hatten an den zwei Tagen keine extra Ausgaben für Essen.

Schließlich war mein Geburtstag am Sonntag da. Den Vormittag entspannten wir im benachbarten Beachclub am wunderbaren Strand! Besonders cool waren die dort plötzlich auftauchenden Kamele 🙂

Im Hotel wartete dann noch eine Geburtstagsüberraschung auf mich. Das Grosvenor House hatte eine Flasche Wein und leckeren Schokokuchen spendiert. Danke!

Am Abend genoßen wir dann noch bei leckerem Wein die Aussicht aus der 52. Etage vom Marriott-Hotel.

Die letzten Stunden bis zum Rückflug verbrachten wir schließlich in der Pool-Bar in unserem Hotel. Mai alslama, Dubai! Bis bald!

Der Flug zurück startete 2:15 Uhr in der Nacht. Was für eine schreckliche Zeit! Swiss brachte uns über Zürich zurück nach Berlin. Wir trafen dort am Dienstagvormittag ziemlich kaputt ein.

Fazit: Wer auf der Suche nach Sonne, Strand und angenehmen Temperaturen im November ist, dem empfehle ich die Vereinigten Arabischen Emirate! Und für Läufer bietet der Abu Dhabi Striders Half Marathon einen perfekt organisierten Lauf mit tollem Erlebniswert!

Es wurde einmal wieder Zeit für ein neues Laufland! Vor einigen Monaten führte mich ein Hinweis von Laufspatz auf die Website vom Ljubljana-Marathon. Slowenien und die slowenische Hauptstadt waren mir bis dahin noch völlig unbekannt.

Also wurden Flüge gebucht und letzten Freitag brachte uns Lufthansa zunächst nach München und im Anschluss Adria Airways nach Ljubljana.

Wir trafen am späten Abend in der slowenischen Hauptstadt ein und ein Taxi brachte uns ins Zentrum von Ljubljana. 25 km entfernt liegt der Flughafen. Wir hatten uns für das Best Western Slon als Unterkunft für das verlängerte Wochenende entschieden. Slon ist übrigens das slowenische Wort für Elefant und im 16. Jahrhundert hat in der Tat in dem damaligen Hotel ein Elefant übernachtet. Cool fand ich auch, dass es in jedem Zimmer einen Plüschelefanten gab!

Unser Hotel befand sich direkt im Zentrum und somit waren es am nächsten Tag nur wenige Minuten Fußweg bis zur Startnummernausgabe auf dem Messegelände. Im Angebot beim Ljubljana-Marathon waren neben der vollen Distanz, ein Halbmarathon, 10 km und diverse Kinderläufe. Wir hatten uns für die 10 km angemeldet und hierfür stolze 33 Euro bezahlt! Dafür gab es dann aber auch ein grünes Langarmshirt von Adidas und eine grüne Tasche. Außerdem fand eine kostenfreie Pastaparty für alle Läufer inklusive Getränken statt. Diese ließen wir uns natürlich nicht entgehen.

Am Nachmittag erkundeten wir die wunderschöne Innenstadt von Ljubljana. Echt toll! Und wir erklommen das Hochhaus Nebotičnik, von dem man einen großartigen Blick über Ljubljana hat. Leider waren alle Plätze im Café besetzt, aber so nutzen wir die Terasse wenigstens für Fotos.

Unser Lauf sollte am Sonntagmorgen bereits um 8:30 Uhr starten. Glücklicherweise waren es von unserem Hotel aus nur fünf Minuten bis zum Start. Es gab zwar Startblöcke, aber die Eingruppierung erfolgte auf freiweilliger Basis. Und das sollte sich später auch als Problem herausstellen …

Der Start erfolgte pünktlich und um die 7.000 Läuferinnen und Läufer machten sich auf die 10 km. Auf dem ersten Kilometer wurde es sehr eng und ich musste richtig viel überholen. Da hatten sich leider sehr viele Läufer total falsch eingeordnet.

Es war zwar mit knapp über 5° C sehr frisch, aber zum Laufen war es ideal. Die Strecke an sich war (im Gegensatz zur Altstadt von Ljubljana) eher weniger spektakulär. Wir liefen auf einer großen Straße bis Kilometer 5 gerade aus und da gab es nichts Tolles zu sehen. Die Hälfte der Strecke hatte ich übrigens in knapp unter 28 min geschafft.

Dann bogen wir nach links ab und es ging wieder zurück Richtung Ziel. Mein einziger Plan war gewesen endlich einmal wieder unter einer Stunde zu laufen. Der Blick auf die Uhr zeigte dann jedoch, dass noch viel mehr drin wäre. Es sollten sogar 56 min möglich sein.

Und somit gab ich dann auf dem letzten Kilometer noch einmal richtig Gas. Wir kamen wieder an unserem Hotel vorbei und dann nur noch ein wenig gerade aus und schließlich nach links auf den Kongressplatz. Da war die Stimmung dann auch richtig super! Unterwegs hatte man ja eher weniger Zuschauer (bis auf Kilometer 5) zu Gesicht bekommen.

Ich schaffte den Zieleinlauf bei 55:32 min. Das war meine schnellste 10-km-Zeit in diesem Jahr und ich war sehr froh darüber! Bei den Damen belegte ich damit Platz 610 (von 3.374). Eine Altersklassenwertung gab es nicht.

Sehr enttäuscht war ich, dass es keine Medaille gab. Davon war ich eigentlich ausgegangen 😦 Wie ich später sah, gab es die Medaillen nur ab Halbmarathon-Distanz. Sehr schade! Ich hätte gern eine Medaille als Erinnerung an Laufland Nummer 38 gehabt.

Und im Ziel gab es auch nur Wasser. Dafür hatten wir jedoch unterwegs am Verpflegungspunkt auch Isogetränke sowie Obst bekommen. Ich hatte jedoch nur einen Schluck vom Iso getrunken.

Alles in allem war es aber eine gut organisierte Laufveranstaltung! Und sie fand bereits zum 22. Mal statt. Viele deutsche Teilnehmer gab es allerdings nicht. Und somit hatte ich sogar das Glück über die 10 km die schnellste Deutsche gewesen zu sein 🙂

Am Nachmittag besuchten wir das sehr empfehlenswerte Biro Bistro. Dort genossen wir Matcha Latte und leckeren veganen Kuchen. Am nächsten Tag schauten wir noch einmal für ein zweites Frühstück vorbei.

Am Montag schließlich fuhren wir mit der gläseren Standseilbahn zur Burg hoch. Von dort aus hat man auch einen schönen Blick über Ljubljana. Später statteten wir dem Cat Caffe (ja, ich habe das richtig geschrieben) noch einen Besuch ab.

Am nächsten Tag stand leider schon wieder die Abreise an. Adria Airways brachte uns zunächst nach Frankfurt und von dort flogen wir mit Lufthansa zurück nach Berlin.

Fazit: Der Ljubljana-Marathon ist eine sehr gut organisierte Laufveranstaltung! Einziges Manko waren die Startblocksituation und die fehlende Medaille. Und auch ohne Lauf lohnt sich eine Reise nach Ljubljana auf jeden Fall!

Seit 2013 fliegen wir jedes Jahr im Oktober nach Salzburg. Dort findet das Trailrunning-Festival statt, an dem ich auch in diesem Jahr erneut teilnehmen wollte.

Es sollte meine vierte Teilnahme werden – einmal konnte ich leider nur zuschauen.

Freitagabend flogen wir das letzte Mal mit Air Berlin in Berlin-Tegel ab. Eine Propellermaschine brachte uns in 75 min nach Salzburg.

Wir übernachteten erneut im NH Salzburg City und dort waren vor uns bereits Anette, der bärige Coach Iwan und Stefan eingetroffen. Am nächsten Morgen trafen wir alle beim leckeren Hotelfrühstück.

Samstagvormittag stand zunächst ein Pflichtpunkt an: Sachertorte essen! Diese leckere Spezialität genossen wir wieder im Café Fürst. Dort wurde übrigens die Mozartkugel erfunden.

12 Uhr öffnete dann die Startnummernausgabe. Diese fand diesmal direkt auf dem Kapitelplatz im Foyer der Katholischen Aktion statt. Wir drei (Anette, André und ich) hatten uns alle für den Panoramatrail angemeldet. Das bedeutete 8 km und 210 Höhenmeter. Außerdem im Angebot waren: Kindertrail, Festungstrail (15,9 km) und Gaisbergtrail (21,9 km) – inklusive Gaisberg-Race. Für unsere Startgebühr hatten wir 20 Euro bezahlt. Hierfür gab es wieder eine gut gefüllte Startertüte.

Im Anschluss aßen wir lecker im vegetarischen Bio-Restaurant Spicy Spices.

Um 16 Uhr begaben sich die Läuferinnen und Läufer des Festungstrails auf die Strecke. Wir waren 10 Minuten später dran. Bevor aber überhaupt jemand auf die Strecke gehen konnte, musste erstmal das Starttor wieder aufgestellt werden. Dem war nämlich die Luft ausgegangen 😉

Start war für alle Teilnehmer direkt auf dem Kapitelplatz. Das Wetter war zum Glück auch wieder besser – am Vormittag hatte es geregnet.

Mein einziges Ziel bei diesem Lauf war das gesunde Ankommen. Wie jedes Jahr hatte ich mich wieder überhaupt nicht speziell auf diesen Lauf vorbereitet. Und dabei waren es sogar noch ein paar Meter mehr in diesem Jahr.

Diesmal ging es nämlich noch eine Runde um den Dom und das Kaiviertel bevor die schreckliche Clemens-Holzmeister-Stiege zu bewältigen war. Gerade einmal einen Kilometer geschafft und die endlosen Treppenstufen killten mich schon …

Aber irgendwann waren wir oben angekommen. Ich war ziemlich am Keuchen … Dann ging es zum Glück erstmal etwas harmloser weiter, auch wenn immer wieder neue Treppenstufen und neue Anstiege warteten.

Da die Strecke jedoch so abwechslungsreich war und ich bald die Orientierung verlor, verging die Zeit wie im Fluge. Außerdem bot sich immer wieder ein toller Blick auf die wunderbare Bergwelt. Da konnte ich natürlich nicht anders und blieb immer mal wieder für ein Foto stehen. Diese Fotopausen waren auch eine gute Möglichkeit, um meinen Puls zu beruhigen 🙂

Dann kam noch ein besonders fieser Anstieg mitten durchs Gebüsch und über einen Baumstamm. Die Treppen und Anstiege bin ich übrigens immer gegangen.

Als der höchste Punkt mit 507 Metern (Richterhöhe) erreicht war, wusste ich, dass das Schlimmste geschafft war. Dann wartete jedoch noch eine ziemlich steile Passage bergab auf uns. Dort sind die beiden Führenden des Festungstrails an mir vorbei – was für eine krasse Geschwindigkeit! Ich bin ganz vorsichtig runtergelaufen. Einerseits wollte ich nicht ausrutschen und andererseits ist es bergab auch für meinen Rücken nicht ideal. Und ich war froh, dass ich meine PureGrit an den Füssen hatte!

Und plötzlich kam Anette von hinten. Ich hatte ja schon viel früher erwartet, dass sie mich überholen würde. Da danach wieder ein Anstieg kam, sah ich eigentlich keine Chance mehr Anette wieder einholen zu können. Aber irgendwie schaffte ich es doch mich wieder heranzuarbeiten. Und ich konnte in der Tat überholen.

Kurz darauf war ich aber etwas verwirrt, da ein Schild an einer Treppe hing. Die vor mir liefen aber alle geradeaus und ich befürchtete schon, dass es vielleicht Festungstrailläufer waren. Aber glücklicherweise kam dann doch noch eine Abzweigung nach unten. Noch eine Runde durch das Kaiviertel über Kopfsteinpflaster und durch enge Gassen und dann war die Strapaze fast geschafft. Auch wenn der letzte Kilometer nicht so einfach zu laufen war, so machte er mir doch am meisten Spaß. Und zwar aus dem Grund, weil das Ziel so nah war 🙂

Auf den letzten Metern lieferte ich mir dann sogar noch einen Wettstreit mit einer anderen Läuferin. Laut Ergebnisliste war ich eine Zehntelsekunde schneller 🙂

Bei 55:30 min erreichte ich überglücklich das Ziel. Damit belegte ich sogar noch Platz 3 (von 7) in meiner Alterklasse und Platz 38 (von 66) bei den Damen. Insgesamt sollten knapp über 150 Teilnehmer im Ziel einlaufen. Und für alle gab es eine Medaille zur Erinnerung.

Das Beste erwartete mich dann im Zelt mit der Zielverpflegung: Mozartkugeln und Sachertorte! Lecker!

André war schon lange vor mir im Ziel und Anette kam nur kurze Zeit später. Auch sie hatte Platz 3 in der Alterklasse geschafft – herzlichen Glückwunsch!

Am Abend gönnten wir uns dann leckere österreichische Leckereien im „Alten Fuchs„. Ich genoss Spinatknödel und als Nachtisch Kaiserschmarrn. Einfach köstlich!

Sonntag war es dann schon wieder Zeit die wunderschöne Stadt Salzburg zu verlassen. Das Wochenende war schon wieder viel zu schnell vorüber gewesen! Und besonders traurig war ich auch, dass der Rückflug unser letzter Flug mit Air Berlin war. Ich bin traurig, dass meine Lieblingsairline ihren Dienst einstellen muss. Ich werde sie vermissen, denn mit Air Berlin verbinde ich viele tolle Laufreisen. Alles Gute den Mitarbeitern!

Fazit: Eine wunderschöne Stadt, kulinarische Köstlichkeiten und Trailrunning – diese Kombination bietet das Trailrunning-Festival in Salzburg! Und auch für ungeübte Trailläufer ist der Panoramatrail machbar. Ich bin 2018 wieder am Start – Du auch?

Wer meinen Blog aufmerksam liest, kennt meine Vorliebe für Mallorca. Und weiß vielleicht auch, dass der Mallorca-Marathon im Herbst zu meinen Pflichtterminen gehört. In diesem Jahr war die mittlerweile sechste Teilnahme über die 10 km beim Mallorca-Marathon geplant.

Freitagvormittag flogen wir mit Niki auf unsere absolute Lieblingsinsel. Diesmal hatten wir ein Zimmer im Hotel Java an der Playa de Palma gebucht. Glücklicherweise konnten wir bei der Ankunft zur Mittagszeit schon unser Zimmer beziehen.

Ich bin dann gleich an den Strand und habe erstmal die Wassertemperatur getestet. Sehr angenehm!

Am Abend lief ich dann auch meine Lieblingsstrecke, die immer am Meer entlang Richtung Palma führt.

Am nächsten Tag liehen wir uns Räder aus und fuhren damit die etwa 8 km nach Palma. Dort fand unterhalb der Kathedrale die Startnummernausgabe statt. Das ging alles ganz fix. 20 Euro hatte ich für den Startplatz bezahlt.

Neben der Marathondistanz und den 10 km ist auch die halbe Distanz im Angebot. In der Startertüte fanden sich nur Gelbonbons. Doch dafür war auch die kostenfreie Nutzung der Busse am Lauftag sowie Snack + Getränk bei der Afterrace-Party enthalten.

Am  Sonntagmorgen fuhren wir dann mit dem Bus nach Palma rein. Die Marathon- und Halbmarathonläufer starteten um 9 Uhr – wir waren 40 min danach dran. Start und Ziel waren wie immer am Parque del Mar.

Die Sonne strahlte und es war bereits zum Start sehr warm. Daher hieß mein einziges Ziel nur gesund die 10 km schaffen.

Auf den ersten Metern wurde es wieder recht eng. Und dann ging es nur geradeaus auf der breiten Straße am Hafen entlang. Ich war froh als bei Kilometer 3 der erste Getränkepunkt auftauchte. Wie in Spanien üblich gab es kleine Wasserflaschen, was ich immer sehr praktisch finde.

Kurz danach kam ich mit Roland aus Berlin ins Gespräch. Und für die nächsten Kilometer sollte er dann auch meine Laufbegleitung bleiben. Das war ganz gut, weil ich so etwas von den Strapazen des Laufes abgelenkt wurde. Nur als wir dann den Anstieg nach Kilometer 4 erklimmen mussten, legten wir eine kurze Redepause ein 🙂

Ich war froh als Kilometer 5 erreicht war! Das Dumme war nur, dass es dort erst einmal wieder bergan ging. Doch als dieser Anstieg geschafft war, waren die schlimmsten Höhenmeter des Laufes auch vorbei.

Etwa zwei Kilometer später musste ich Roland dann ziehen lassen. Mir war es einfach zu warm und ich wollte ein wenig gehen. Und die Gehpause wurde dann auch länger wie geplant. Ich hatte einfach keine Lust mehr bei den Temperaturen zu laufen!

Beim nächsten Getränkepunkt goss ich mir Wasser über Arme und Beine, was etwas half. Ich versuchte mich dann zu motivieren und rannte immer ein kleines Stück bevor ich wieder ging.

Als es dann jedoch nur noch ein halber Kilometer bis zum Ziel war, kehrten meine Kräfte zurück. Habe dann nur noch überholt und erreichte bei 1:04:35 h das Ziel. Ich traf Roland wieder und er hängte mir meine wohlverdiente Medaille um den Hals.

Die Zielverpflegung war wieder super – diverse Getränke, Obst und Kekse.

Wir fuhren dann mit dem Bus wieder zurück an die Playa de Palma. Den restlichen Nachmittag entspannte ich im und am Meer. So schön …

Auch wenn ich überhaupt kein Fan vom Megapark bin, so wollte ich doch am Abend kurz bei der Afterrace-Party in dieser Location vorbeischauen. Wir blieben aber nicht allzu lange – war mir zu sehr Oktoberfeststimmung …

Und leider waren auch weder Bier noch Hotdog, die es für Läufer gratis gab, etwas für mich. Wäre schön, wenn es wenigstens ein vegetarisches Angebot gäbe.

Am Montagabend hieß es dann leider schon wieder Abschiednehmen von Mallorca. Aber Weihnachten sind wir wieder auf unserer Lieblingsinsel!

Fazit: Beim Mallorca-Marathon hat man die Möglichkeit bei sommerlichen Temperaturen unter Palmen zu laufen. Außerdem ist Mallorca immer ein tolles (Kurz)Urlaubsziel!

Skid Row ist ein Stadtviertel in Los Angeles, in dem Tausende von Obdachlosen leben. Sie leben auf der Straßen, in Zelten oder provisorischen Unterkünften aus Pappe. Darunter sind viele Drogenabhänge und ehemalige Häftlinge.

Der Richter Craig Mitchell hat durch seinen Job mit vielen Bewohnern von Skid Row zu tun. Als er Skid Row das erste Mal besucht, beschließt er dort eine Laufgruppe zu gründen. Und um diese Laufgruppe geht es in dem Dokumentarfilm „Skid Row Marathon“.

Ich hatte die Möglichkeit diesen Film am Berlin-Marathon-Wochenende im Cinemaxx Berlin bei der Deutschlandpremiere zu sehen.

Am Vorabend der Filmpremiere hatte ich bereits die Gelegenheit bei der Verleihung des 1. Ampelmann-Awards mehr über die Geschichte und die Protagonisten zu erfahren. In der Zentrale der Berliner Marke mit den bekannten Ampelmann-Figuren fanden sich prominente Läufer, wie Dieter Baumann, Herbert Steffny und Volker Schlöndorf, zusammen. Es wurde über das Thema Laufen gefachsimpelt und es gab witzige, aber auch ernste Beiträge dazu. Alles in allem eine tolle Diskussionsrunde!

Auch Craig Mitchell, der Richter aus Los Angeles, war in der Ampelmann-Zentrale. Er nahm für seine Initiative den 1. Ampelmann-Award, der mit einem Preisgeld von 5.000 Euro verbunden war, in Empfang. Ebenfalls vor Ort waren das Produzententeam Marc und Gabriele Hayes. Es war sehr spannend mehr über die Skid-Row-Laufgruppe zu erfahren und zu hören, wie sich einzelne Mitglieder der Laufgruppe entwickelt haben. Ein inspirierender Abend, der viel zu schnell zu Ende war!

Am nächsten Morgen nahm ich mit meinen Freunden beim Berliner Frühstückslauf teil. Dort entdeckte ich zufällig im Feld Craig Mitchell, der ganz alleine unterwegs war. Ich nutzte die Gelegenheit und lief den letzten Kilometer bis ins Olympiastadion mit ihm gemeinsam. Der Mann ist so inspirierend und doch total bescheiden! Für ihn ist es eine Selbstverständlichkeit jede Woche mehrmals mitten in der Nacht aufzustehen um 5 Uhr morgens mit der Laufgruppe in Skid Row in den Tag zu starten.

Ich war schon sehr auf den Film am selben Tag gespannt! Besonders toll war, dass ich bei der Aufführung direkt hinter Craig Mitchell sitzen durfte und vor dem Film noch mit ihm plaudern konnte. Er würde übrigens am nächsten Tag auch den Berlin-Marathon laufen.

Der Film selbst war sehr bewegend und ich hatte mehrmals Augen in den Tränen. Die Geschichten der einzelnen Protagonisten, wie Ben Shirley, einem Musiker, den die Drogen zerstört haben, oder Rafael Cabrera, waren sehr emotional. Es war so toll zu sehen, wie das Laufen den Menschen wieder Motivation für ihr eigenes Leben gegeben hat und wie sie wieder Anschluss gefunden haben! Laufen verbindet und Laufen ist soviel mehr als nur sportliche Betätigung!

Die Mitglieder die Laufgruppe bekommen übrigens die Möglichkeit einen Marathon im Ausland zu laufen. Dafür werden Spenden gesammelt und so waren sie schon beim Rom-Marathon am Start und nächstes Jahr ist Jerusalem geplant.

Ich lege Euch den Film „Skid Row Marathon sehr ans Herz! Hier erfahrt Ihr mehr zum Film und wie Ihr das Projekt unterstützen könnt.

Hinweis: Ich wurde von Ampelmann zu diesem Event eingeladen. Dies hat jedoch nicht meine Berichterstattung beeinflusst. Der Bericht stellt meine eigene Meinung dar.

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