Mein Ziel für 2018 ist es in mindestens drei neuen Ländern zu laufen. Und obwohl wir erst April haben, so stand Land Nummer 3 schon jetzt an. Nachdem bereits Katar und Malta in diesem Jahr erlaufen wurden, war es nun Zeit für Serbien.

Freitagvormittag brachte uns Lufthansa nach München. Nach einem Gatewechsel landeten wir dann nach 1:10 h in der serbischen Hauptstadt Belgrad.

An diesem Wochenende sollte der Belgrad-Marathon stattfinden. Neben dem Marathon waren ein Halbmarathon, Staffeln sowie ein 5-km-Lauf (ohne Startgebühr und Registrierung) im Angebot. Ich hatte mich für den Halbmarathon entschieden und 32 Euro Startgebühr bezahlt.

Die Einreise war schnell erledigt (und ist übrigens auch mit Ausweis möglich). Ein Taxi brachte uns dann ins Hotel Majestic. Dieses befand sich direkt am Zentrum an einer großen Einkaufsstraße. In diesem Hotel hatte übrigens 1958 Manchester United übernachtet und kam dann bei einem Flugzeugabsturz in München ums Leben …

Am Nachmittag holte ich meine Startnummer auf der relativ kleinen Messe ab. In der Startgebühr enthalten war auch ein schickes Funktionsshirt und neben diversen Flyern noch Magnesium. Leider übersah ich den Gutschein für die Pasta-Party. Aber diese hätte sowieso woanders stattgefunden.

Der Lauf sollte bereits am Samstag stattfinden und zwar um 10 Uhr. Von unserem Hotel waren es wenige Minuten bis zum Start auf dem Bulevar Kralja Aleksandra. Die Sonne schien und im Schatten waren es sicherlich schon mindestens 15° C.

Gemeinsam mit den Marathonläufern machten wir uns um 10 Uhr auf den Weg. Beim Halbmarathon gingen knapp über 5.000 Läuferinen und Läufer an den Start.

Die ersten Kilometer ging es gleich abwärts und dann stand schon die erste Brücke an. Über die Brankov-Brücke liefen wir über die Save. Mir war schon total warm und ich dachte mit Schrecken an die noch vor mir liegenden Kilometer. Und ich sehnte den ersten Verpflegungspunkt herbei. Der kam leider nicht direkt bei Kilometer 5 sondern erst 500 m danach. Die Tische sahen ziemlich geplündert aus und wir mussten uns selbst aus den Wasserpackungen bedienen. Glücklicherweise gab es 0,5-Liter-Flaschen und ich hatte dann eigentlich auch fast die ganze Zeit immer eine Flasche in der Hand. Einen Teil des Wassers verteilte ich ständig auf dem Kopf und meinem Körper.

Später gab es an den Verpflegungspunkten auch noch Isogetränke sowie Bananen, Zitronen und Zuckerwürfel.

Der Großteil der Strecke führt durch Novi Beograd. Das ist ein neuerer Stadtbezirk von Belgrad und im Gegensatz zur Altstadt flach.

Sehr froh war ich über die Duschen, die aller ein paar Kilometer aufgestellt waren. Denn die Strecke verlief fast ausnahmslos in der Sonne und es waren gefühlte 30° Grad. Daher legte ich auch immer wieder längere Gehpausen ein.

Für die ersten 10 km hatte ich daher auch 1:10 h benötigt.

Bei Kilometer 15 erreichten wir dann die Save-Brücke, die erst 2011 fertiggestellt wurde. Diese Schrägseilbrücke war für mich das Highlight des Laufes, denn direkt auf der Brücke spielten die Belgrader Philharmoniker und zwar standesgemäß im Frack. Da bekam ich echt Gänsehaut! Da wir die Brücke zweimal überqueren mussten, hatte ich gleich doppelt Gelegenheit den Klängen zu lauschen.

 

Nach dem zweiten Überqueren der Brücke hatten wir bereits Kilometer 15 erreicht. Etwa vier Kilometer später überquerten wir erneut die Brücke vom Anfang und es ging wieder in die Altstadt. Das Problem war nur, dass es ab dort wieder bergan ging. Das hatte mir gerade noch gefehlt …

Als dann der letzte Kilometer anbrach, beschloss ich diesen letzten Kilometer noch einmal durchzulaufen. Ich hatte nur nicht damit gerechnet, dass noch ein ganz fieser Anstieg kurz vor dem Ziel auf mich wartete. Aber ich setzte mein Vorhaben dennoch in die Tat um und unter den Anfeuerungsrufen der Zuschauer eroberte ich diesen Anstieg laufend.

Das Ziel war etwa 500 Meter vom Start entfernt und zwar direkt neben dem Hotel Moskva (eines der ältestens Hotels in Serbien). Bei 2:38 h erreichte ich das Ziel und war einfach nur glücklich Land Nummer 41 erlaufen zu haben.

Eine Medaille gab es natürlich auch und ebenso erhielt jeder Teilnehmer eine Tüte mit Wasser, Apfel, Banane und einen Riegel.

Am Nachmittag genoß ich auf der Terasse des Hotel Moskva ein leckeres Stück Kuchen. Mit dabei war auch Udo, der ebenfalls den Halbmarathon gelaufen war. Glückwunsch!

Sonntag genoßen wir dann weiterhin das wunderbare Wetter in Belgrad. Wir schauten uns die Festung von Belgrad an, die aus dem 15. Jahrhundert stammt. Von dort hat man einen tollen Blick auf die Flussmündung von Save und Donau. Um die Festung herum befindet sich die sehenswerte Parkanlage Kalemegdan.

Zu Mittag aßen wir im veganen-vegetarischen Restaurant Glow, welches sich auch im Hotel Moskva befindet. Empfehlenswert!

Den Abend verbrachten wir dann wieder mit Udo bei leckerem Essen und serbischer Live-Musik.

Montag war dann der Tag der Abreise. Da unser Flug jedoch erst am späten Nachmittag gehen sollte, liefen wir am Vormittag noch eine kleine Runde durch den Kalemegdan und die Festungsanlage.

Am Nachmittag flogen wir dann mit Lufthansa über München wieder zurück nach Berlin.

Fazit: Der Belgrad-Marathon ist ein gut organisierter Lauf in einer super spannenden Stadt! Belgrad ist sehr günstig und auf jeden Fall schöner, wie man zunächst denken mag.

Meinen ersten Halbmarathon lief ich im Frühjahr 2008 und zehn Jahre später gehörte ich immer noch zu den Läufern 🙂 Mittlerweile hatte ich bereits sieben Mal am Berliner Halbmarathon teilgenommen und war ansonsten schon 33 Halbmarathons auf der ganzen Welt gelaufen.

Da der Berliner Halbmarathon die letzten Jahre immer direkt vor unserer Haustür stattgefunden hatte, war klar, dass ich auch 2018 wieder daran teilnehmen würde. Ich hatte mich gleich am ersten Tag, als die Anmeldung möglich war, für 40 Euro registriert.

Wie in den Vorjahren, so war der Halbmarathon auch in diesem Jahr wieder Wochen vorher ausverkauft.

Am Freitagnachmittag holte ich mit Aljoscha gemeinsam die Startunterlagen im ehemaligen Flughafen Tempelhof ab. Das ging ganz schnell. Danach entspannten wir uns noch in der Lounge vom Team Erdinger.

Da ich am Vortag des Halbmarathons nicht mehr selbst laufen wollte, half ich beim Park Run in der Hasenheide aus. Meine Aufgabe war es die Barcodes der Läufer zu scannen. Bei 180 Teilnehmern war das recht anstrengend, hat aber auch viel Spaß gemacht.

Der Start für den Halbmarathon war erst für 10:05 Uhr angesetzt und somit konnte ich am Sonntag ausschlafen. Wir trafen uns mit meinem Bruder und mit Aljoscha und begaben uns dann in unseren Startblock E. War dieses Jahr auf jeden Fall voller als 2017!

Aber dafür war das Wetter spitze! Die Sonne schien vom blauen Himmel und es waren um die 13° C. Ich hatte mich daher für kurze Hosen und ein Oberteil ohne Ärmel entschieden.

Es dauerte bei uns etwa 20 min bis wir über die Startline durften. Start und Ziel vom Berliner Halbmarathon sind ja auf der Karl-Marx-Allee am Alexanderplatz. Zu Fuß brauche ich von unserer Wohnung aus noch nicht einmal 10 min dahin.

Mein Ziel war für diesen Halbmarathon nur das gesunde Ankommen. Da in zwei Wochen der nächste Halbmarathon ansteht und ich nicht wirklich trainiert hatte, wäre alles andere auch Quatsch gewesen. In der Vorbereitung war ich als längste Strecke 7 km gelaufen! Aber zum Glück war ich ja im Februar noch den Halbmarathon in Malta gelaufen. Und das musste reichen.

Unter den Linden, Brandenburger Tor und Straße des 17. Juni vorbei an der Siegessäule – was sich wie eine Sightseeing-Tour anhört, war es auch. Nur dass wir mit Laufschuhen unterwegs waren. Die ersten 5 km lief ich mit meinem Bruder gemeinsam. Doch dann wurde ich ihm zu langsam und ich wollte beim ersten Getränkepunkt sowieso ein wenig gehen.

Eigentlich wollte André nach der Siegessäule auf uns warten. Da er aufgrund einer Erkältung nicht selbst laufen konnte, wollte er uns fotografieren. Leider gab es technische Probleme und wir sahen ihn nicht.

Schließlich erreichten wir das Schloss Charlottenburg. Dort ging es dann nach links in die Schloßstraße, wo noch einmal ein Getränkepunkt zu finden war. Neben Wasser und Tee gab es auch Isogetränke und später noch Bananen. Ich holte mir immer einen Becher Wasser und Tee.
Als wir dann auf den Kudamm abbogen, war ich wieder etwas motivierter, da es nun zurück ging. Außerdem war die Stimmung auf dem Kudamm wieder großartig!

An der Nürnberger Straße traf ich dann auch André und blieb kurz bei ihm stehen.
Mittlerweile merkte ich schon dass ich bereits 14 km in den Beinen hatte, denn es zwickte und zwackte überall mal ein wenig.

An der Urania liefen wir dann nach links am Lützowplatz vorbei und dort wurden meine Gehpausen häufiger.

Am Landwehrkanal entlang liefen wir Richtung Potsdamer Platz und dort war dann bereits Kilometer 17 erreicht. Dort hielt ich dann noch einmal für ein kurzes Pläuschchen bei André.


Schließlich nach links in die Wilhelmstraße und zum Checkpoint Charlie und dann endlich in die Leipziger Straße. Da waren es noch etwas über zwei Kilometer gerade aus zu laufen und zwar mit Blick auf den Fernsehturm.

Je näher ich dem Ziel kam, desto großartiger wurde die Stimmung! Kurz nach Kilometer 21 musste ich dann noch einmal rechts in die Karl-Marx-Allee abbiegen und dort war das Ziel auch gleich.
Da ich noch unter 2:35 h finishen wollte, wurde ich noch etwas schneller und erreichte schließlich das Ziel bei 2:34 h.

War zwar einer meiner langsamsten Halbmarathons, aber dafür habe ich die tolle Strecke, die Stimmung und das wunderbare Wetter genoßen! Außerdem habe ich unzählige Fotos gemacht.
Irgendwann traf ich dann auch meinen Bruder und Aljoscha im Ziel. Mein Bruder war uns allen davon gelaufen und hätte sogar noch fast die zwei Stunden geknackt!

Den Nachmittag verbrachten wir dann alle noch in der Sonne sitzend bei leckerem vietnamesischen Essen auf der Frankfurter Allee.

Fazit: Den Berliner Halbmarathon sollte jeder einmal im Leben gelaufen sein! Eine tolle Sightseeing-Tour in Laufschuhen durch Berlin! Es ist nur angeraten sich schnell anzumelden.

Für dieses Jahr habe ich mir drei Laufländer vorgenommen, also Länder in denen ich an einem Laufwettkampf teilnehme. Im Januar hatte ich bereits Katar absolviert und schon im Februar sollte Nummer 2 anstehen.

In Malta war ich bereits zweimal gewesen – jedoch noch nie zum Laufen! Das sollte sich jetzt ändern und wir meldeten uns für den Halbmarathon im Rahmen des Vodafone-Malta-Marathon an.

Letzte Woche brachte uns Lufthansa über München auf die Hauptinsel der Inselgruppe im Mittelmeer. Der Flug dauerte von München gerade einmal zwei Stunden. Auf dem Zubringerflug von Berlin hatten wir noch einen kleinen Schreck erleben dürfen. Kurz vor der Landung startete der Pilot erneut durch und wir durften noch eine Runde über den Flughafen fliegen. Grund war ein Vogelschwarm.

Die Wettervorhersage für Malta war erst einmal nicht so toll – Regen und sogar Gewitter wurden angekündigt. Doch bei unserer Landung erwartete uns dann glücklicherweise Sonnenschein.

Wir hatten eines der offiziellen Marathonhotels gebucht und zwar das Victoria-Hotel. Nach etwa 30 min Taxifahrt erreichten wir das 4-Sterne-Hotel in Sliema und an der Rezeption wurden wir gleich mit Kinnie, dem maltesischen Nationalgetränk empfangen.

Am Abend machten wir uns zu Fuß auf den Weg zur Startnummernausgabe. Diese fand im Le Meridien Hotel im Vergnügungsviertel St. Juliens statt. Für den Lauf hatten wir 40 Euro bezahlt und inklusive waren ein T-Shirt sowie der Shuttleservice zum Start.

Freitag kam dann der angekündigte Regen inklusive Gewitter, so dass wir shoppen waren.

Am Samstag fuhren wir dann mit der Fähre in die Hauptstadt Valletta. Das war günstig (weniger als 3 Euro für die Hin- und Rückfahrt) und ging schnell (noch nicht einmal 10 min Fahrtzeit).

Valletta ist eine wunderbare Stadt! Soviele tolle alte Gebäude, dass man sich fast wie in der Szene eines Filmes fühlt. Kondition muss man auch etwas mitbringen, denn es gilt in den engen Gassen viele Treppenstufen zu überwinden. Valletta ist übrigens die kleinste Hauptstadt eines EU-Staates – sowohl von der Fläche als auch der Einwohnerzahl her.

Am Sonntag frühstückten wir dann bereits halb 7 in unserem Hotel. Zu dem Zeitpunkt waren die Marathonläufer schon längst auf dem Weg zum Start.

Unser Shuttlebus fuhr am Fährhafen um 7:45 Uhr ab. Dort trafen wir dann auch Jens aus München.

Glücklicherweise waren Reisebuse im Einsatz, so dass niemand stehen musste. Nach etwa 30 min Fahrt trafen wir in Mdina, eine der früheren Hauptstäde Maltas ein. Was für eine Kulisse für einen Laufstart! Mdina ist auch als die Stadt der Stille bekannt und bereits von weitem zu sehen. Die Stadt trohnt quasi in der Mitte der Insel.

9:15 Uhr wurden wir dann pünktlich auf die Strecke geschickt. Fast 3.500 Läufer – davon der Großteil aus dem Ausland – machte sich auf den Weg. Hinter den Läufern starteten dann die Walker.

Von Mdina aus sollten wir die 21 km zurück zum Fährhafen in Sliema laufen. Das Streckenprofil versprach, dass es nur abwärts gehen sollte. Und so war es dann auch auf den ersten Kilometern. Immer ganz easy leicht abwärts.

Das Wetter war eigentlich auch perfekt zum Laufen und der noch einen Tag vorher angekündigte Regen fiel glücklicherweise aus.

Erst zeigten sich noch Wolken am Himmel, doch später tauchte dann auch die Sonne auf und es wurde sehr warm.

Mein einziges Ziel für diesen Lauf war den Halbmarathon gesund zu absolvieren und Laufland Numer 40 abhaken zu können.

Ich lief sehr gemütlich und legte bei allen Getränkepunkten immer ausgiebige Gehpausen ein. Unterwegs wurden übrigens Wasser, Isogetränke (in Mini-Flaschen), Orangen und Schwämme angeboten.

Außerdem warteten soviele tolle Fotomotive an der Strecke, so dass ich oft für ein Foto anhielt. Und in der Tat habe ich während des gesamten Laufes 90 Fotos gemacht!

Die Strecke war sehr abwechslungsreich und es gab viel zu sehen. Teilweise war es zwar nicht so spannend – zum Beispiel als wir an einer Straße entlang oder durch ein Industriegebiet liefen – aber es gab auch sehr schöne Passagen.

Die 10 km hatte ich noch in 1:03 h geschafft, aber danach wurde ich immer langsamer. Und es kamen übrigens auch einige Anstiege. Die bin ich dann auch immer konsequent gegangen.

Der schönste Streckenabschnitt war auf den letzten vier Kilometern zu finden. Kurz nachdem wir an Vallette vorbei gelaufen waren, erreichten wir das Meer und von da an ging es bis zum Ziel nur noch am Wasser entlang. Das war echt schön!

Eigentlich hatte ich noch genügend Energie, doch auf den letzten zwei Kilometern hatte ich plötzlich Probleme an der linken Knieaußenseite. Somit konnte ich leider nicht mehr durchgängig laufen, sondern musste immer wieder Gehpausen einlegen. Dabei war es auf den letzten Metern noch einmal richtig motivierend, da es viele Zuschauer gab.

Unterwegs waren nicht sehr viele Zuschauer zu sehen, aber dafür fast durchgängig musikalische Unterhaltung. Gefühlt an jeder Ecke stand ein Band oder jemand spielte Musik. Das war echt toll!

Bei 2:29 h erreichte ich glücklich das Ziel und war froh mein 40. Laufland erlaufen zu haben!

Den restlichen Tag entspannten wir nur noch und ruhten unsere schweren Beine aus. Die unzähligen Höhenmeter merkten wir doch sehr.

Am nächsten Tag mussten wir dann leider Malta wieder verlassen. Mit Lufthansa ging es über München wieder zurück. Unser Anschlussflug nach Berlin wurde zwar gestrichen, aber wir wurden automatisch auf den nächsten umgebucht.

Fazit: Den Malta-Marathon kann ich definitiv empfehlen! Bei frühlingshaften Wetter im Februar laufen und dabei noch eine interessante Insel entdecken – dass alles bietet diese Laufveranstaltung.

Katar? Vor einigen Jahren hätte wohl kaum jemand gewusst, wo sich dieses Land befindet. Doch aufgrund der für 2022 geplanten Fußball-WM ist dieses Land mittlerweile recht bekannt. Und nicht nur Fußball wird dort gespielt, sondern es findet sogar ein Marathon statt.

Der Doha-Marathon sollte in diesem Jahr zum sechsten Mal stattfinden und wir wollten uns dieses Laufevent einmal ansehen.

Glücklicherweise fliegt von Berlin Qatar Airways direkt in die Hauptstadt von Katar. Letzte Woche hoben wir am Mittwochabend mit einer Boing 777 ab und sechs Stunden später landeten wir in Doha. Mit fast 670 Euro war der Flug zwar nicht gerade günstig, aber dafür entfiel nerviges Umsteigen.

Bei der Einreise mussten wir dann leider noch eine ganze Weile anstehen, aber dafür ist das Visum für deutsche Staatsbürger seit einigen Monaten kostenfrei.

Mit dem gratis Shuttle von unserem Hotel klappte auch alles und wir waren froh als wir kurz vor 7 Uhr am Morgen dann unser Hotel, das Golden Tulip Doha, erreichten. Dieses Hotel war noch relativ neu und weniger als 10 min zu Fuß von der Uferpromenade Corniche entfernt.

Wir aßen noch schnell Frühstück und legten uns dann erstmal für einige Stunden ins Bett. Während des Fluges hatte ich leider nicht schlafen können.

Im Vorfeld des Laufes hatte ich mich ja etwas geärgert, weil es keinerlei Information gab, wann wir die Startunterlagen erhalten würden. Wir hatten uns für 36 Euro für die 5 km angemeldet. Darüber hinaus waren neben der Marathondistanz, noch Halbmarathon, 10 km, 3 km und 1 km im Angebot. Für die 10 km hätten wir übrigens denselben Preis gezahlt. Wir hatten uns aber für die 5 km entschieden, da der Start bei uns später sein würde. Aufgrund der zwei Stunden Zeitverschiebung und einer geplanten Startzeit ab halb 7 am Morgen, war uns jede halbe Stunde mehr lieb 😉

Ich hatte den Veranstalter über Twitter, Instagram und per E-Mail kontaktiert und erhielt keinerlei Info zu den Startunterlagen. Erst als ich beim Sponsor auf Instagram nachfragte, wurde mir mitgeteilt, dass wir die Infos noch erhalten. Und in der Tat, weniger als 48 Stunden vorher kam dann eine E-Mail. Die Startunterlagen konnten im Geschäft des Sponsors an den zwei Tagen vor dem Lauf und am Lauftag selbst im Startbereich abgeholt werden.

Da ich gelesen hatte, dass es im letzten Jahr einiges Chaos am Lauftag gab, wollten wir unsere Startunterlagen lieber vorher abholen. Glücklicherweise brachte uns der Taxifahrer ohne Problem zu dem Shop und dort erhielten wir auch die Startnummer (erst einmal gab es nicht mehr) ohne jegliches Anstehen.

Am nächsten Tag, also dem Freitag, stand dann bereits der Lauf an. Die 5 km sollten glücklicherweise erst um 8 Uhr starten. Das war um 6 Uhr nach deutscher Zeit. Wir waren eine halbe Stunde vorher im Start- und Zielbereich und es war alles noch recht überschaubar.

Der Start fand direkt vom dem Museum für Islamische Kunst am Arabischen Golf statt. Ist schon eine coole Kulisse für so einen Lauf! Und die Strecke führte auch komplett am Ufer entlang – immer mit Blick auf das türkisfarbene Meer.

Über die 5 km starteten gerade einmal 460 Läuferinnen und Läufer. Man konnte schon sehen, dass viele davon eher langsamer unterwegs sein würden, und stellten uns daher recht weit vorn im Feld auf. Das war auch gut so!

Der Start erfolgte pünktlich und auf den ersten Metern war erst einmal Überholen angesagt. Das war etwas schwierig, da wir wenige Meter nach dem Start gleich nach rechts abbogen. Und dann liefen wir erst einmal 2,5 km auf der Al Corniche Street. Die ganze Zeit schauten wir dabei auf das blaue Meer. Das war wirklich toll!

Die Sonne war schon längst draußen und somit wurde es auch ganz schnell warm. Im Schatten waren es zu Beginn vielleicht 15° C gewesen, aber in der Sonne wurden es dann schnell mehr als 20° C. Auf den ersten Kilometern mussten wir mit dem Gegenwind kämpfen und ich freute mich schon auf die Wende. Aber da hatte ich mich zu früh gefreut, denn auf der zweiten Streckenhälfte schien mir dann dafür die Sonne erbarmungslos in Gesicht.

Da die Läufer der anderen Distanzen auch noch auf der Strecke waren, verlor man schnell die Orientierung wie man so im Feld lag. Schön war aber, als ich Nadin entdeckte, die den Halbmarathon lief.

Auf den letzten 1,5 Kilometern lief die ganze Zeit ein junger Mann neben mir – egal ob ich schneller oder langsamer wurde. Kurz vor dem Ziel lief er davon. Doch er wähnte sich schon als Sieger in unserem Zweikampf, als ich noch einmal einen Sprint hinlegte, wo er keine Chance mehr hatte 🙂

Ich erreichte das Ziel bei 27:43 min. Mit dieser Zeit belegte ich erstaunlicherweise sogar Platz 12 (von 176) bei den Damen.

Im Ziel traf ich Nadin, die ihren Halbmarathon erfolgreich gemeistert hatte (Glückwunsch nochmal!), ich trank etwas Wasser und holte mir meine Medaille ab. Dieser Lauf war übrigens mein Lauf in Land Nummer 39!

Wir wollten uns dann noch unsere T-Shirts abholen, aber bekamen nur noch Exemplare, wo 42 km drauf stand. Immerhin war es die richtige Größe 🙂 Die angekündigten Snackboxen fanden wir auch nicht.

Übrigens waren auch die deutschen Athleten Arne Gabius und Hendrik Pfeiffer am Start gewesen und ich traf sie nach ihren Läufen. Arne Gabius musste leider aussteigen.

Am Nachmittag genoß ich noch das tolle Sommerwetter an der Corniche und wir fuhren zur Villagio Mall. Dort ist das Thema Venedig und man hat sogar die Möglichkeit in einer Gondel zu fahren. Gleich nebenan befindet sich der Aspire-Tower und das Khalifa International Stadium. In diesem Stadion wird dann auch bei der Fußball-WM gespielt.

Zum Sonnenuntergang besuchten wir noch das Museum für Islamische Art. Eintritt ist dort kostenfrei und der Blick auf der Skyline von Doha am Abend phänomenal!

Am Samstagmorgen lief ich noch einmal 9 km an der Corniche entlang. So eine wunderbare Laufstrecke und so ein tolles Wetter im Januar!

Später besuchten wir noch den Souq Waqif – ein großer Freiluftmarkt mit unzähligen Gassen. Souvenire, Stoffe, Gewürze warten dort auf die Käufer. Und Kamele trafen wir auch 🙂

Den Samstagabend ließen wir noch in der Pure-Skybar im Nachbarhotel ausklingen. Alkohol ist in Katar ja verboten – nur in einigen Bars und Hotels kann man etwas trinken. Und es war gar nicht so einfach in diese Bar zu kommen. Erst wollten sie Mitgliedskarten und als ich erwähnte, dass wir Touristen sind, unsere Pässe. Die hatten wir jedoch nicht dabei – nur Ausweise. Zum Glück durften wir dann doch rein und uns für 8 Euro ein Glas Wein gönnen. Das war übrigens der Preis in der Happy-Hour 🙂

Sonntagnachmittag war es dann leider schon wieder Zeit Doha zu verlassen. Qatar Airways brachte uns sicher zurück nach Berlin.

Fazit: Der Doha-Marathon hat zwar noch einige organisatorische Mängel, aber wiederum lockt er auch mit einer tollen Laufstrecke am Meer entlang und sommerlichen Temperaturen! Mir haben die Tage dort gelaufen und ich fand es sehr spannend Doha zu entdecken.

Ich hoffe dass die Organisatoren aus den Kommentaren lernen und sich im nächsten Jahr nicht nur darauf konzentrieren Eliteläufer einfliegen zu lassen, sondern auch an die ganz normalen Läufer denken.

Verfasst von: Manu | Januar 5, 2018

Läufe, die ich 2018 nicht verpassen möchte …

Das neue Jahr ist bereits einige Tage alt und so einige Laufanmeldungen habe ich auch schon getätigt.

Hier findet Ihr den vorläufigen Überblick meiner geplanten Läufe:

 

Bisher sind drei neue Laufländer (Katar, Malta und Serbien) geplant. Aber ich hoffe, dass ich im Herbst noch in mindestens einem weiteren neuen Land laufen werde. Schließlich will ich in der Länderläuferliste wieder ein Stückchen nach oben rutschen 🙂

Was habt Ihr für 2018 für Läufe geplant? Sehen wir uns vielleicht sogar irgendwo? Oder habt Ihr noch Empfehlungen für mich! Ich wünsche Euch auf jeden Fall: Run Happy!

Die letzten neun Jahre verbrachten wir die Weihnachtstage immer auf unserer Lieblingsinsel Mallorca. Und das war auch der Plan für dieses Jahr. Das erste Problem war jedoch, dass unser Stammhotel Grupotel Playa de Palma Suites & Spa nicht zur Verfügung stand. Grund war eine mehrmonatige Renovierung. Also mussten wir uns eine neue Bleibe suchen und die Wahl fiel auf die Apartamentos Tres Torres. Dort hatten wir zwar weder Pool, Sauna noch Fitnessstudio, aber immerhin eine komplette Ferienwohnung zu einem guten Preis.

Wir freuten uns schon sehr auf entspannte Weihnachtstage auf Mallorca, als plötzlich Niki Pleite ging. Und natürlich hatten wir unsere Flüge mit dieser Airline gebucht. Somit mussten wir teure Ersatzflüge buchen und unsere Reisedaten auch anpassen. Einen Tag später anreisen und leider bereits Silvester wieder abreisen. Aber wir hatten noch Glück im Unglück, denn die ursprünglichen Flüge hatten wir mit Flugmeilen gebucht.

Heiligabend flogen wir dann mit Lufthansa über München nach Mallorca. Die Insel empfing uns mit blauem Himmel, Sonnenschein und frühlingshaften Temperaturen.

Wie in den letzten zwei Jahren hatten wir uns wieder für den Lauf San Silvestre Juaneda angemeldet. Dieser Lauf sollte am zweiten Weihnachtsfeiertag stattfinden. Für die Startgebühr hatten wir 15 Euro bezahlt und uns für die 6,5 km angemeldet. Im Angebot waren außerdem 9,8 und zum ersten Mal 16 km.

Start und Ziel waren wieder am Castell Bellver oberhalb von Palma de Mallorca. Glücklicherweise konnten wir die Startunterlagen noch am Tag selbst abholen. Neben der Startnummer gab es noch ein schönes Shirt und eine blaue Weihnachstmannmütze.

Das Wetter war mit Sonnenschein und um die 16° C auch perfekt. Start für alle Strecken war um 11 Uhr. Die ersten 1,5 km ging es erstmal nur abwärts. Danach liefen wir durch ein Wohngebiet bevor es wieder in den Wald ging. Kurz davor gab es auch noch eine Getränkestation.

Im Wald ging es auf und ab und bei Kilometer 5 kamen wir wieder auf die ursprüngliche Strecke. Von da an ging es nur noch bergauf. Ich ging kurz, aber dann fing ich doch wieder an zu laufen.

Nach einigen Kurven tauchte dann auch endlich das Ziel auf. Ich erreichte dieses nach 41:27 min. Damit belegte ich Platz 9 (von 21) in der Altersklasse und Platz 44 (von 117) bei den Damen.

Im Ziel warteten eine Medaille sowie Wasser, heiße Schokolade und Bananen auf uns. Das war wieder ein schöner Weihnachtslauf gewesen!

Die restlichen Tage verbrachten wir noch ganz entspannt mit Laufen und diversen Ausflügen auf der Insel. Silvester mussten wir dann leider bereits wieder abreisen und konnten nicht wie ursprünglich geplant am Silvesterlauf in Palma teilnehmen.

Fazit: Entspannte Weihnachtstage bei frühlingshaften Temperaturen auf Mallorca sind schon klasse! Und der San Silvestre Juaneda ist auch ein toller Saisonabschluss!

Verfasst von: Manu | Dezember 30, 2017

Das Laufjahr 2017 – ein Rückblick …

Bevor wir alle in das neue Jahr starten, gibt es heute noch eine kurze Zusammenfassung meines  Jahres 2017 aus sportlicher Sicht.

  • Jahreskilometer Laufen: 587 km (28 km weniger als im Vorjahr) – davon waren 266 km in Wettkämpfen
  • Anzahl Laufwettkämpfe gesamt: 29 (4 weniger als im Vorjahr)

  • Neue Bestzeiten: keine
  • Schönster Wettkampf: Gran Canaria Marathon (10 km)
  • Lieblingslaufstrecke: Playa de Palma, Tollensesee, Kühlungsborn, Potsdam

  • Schönste Begegnung: Craig Mitchell und das Treffen alter und neuer Lauffreunde
  • Lieblingslaufschuhe: Launch und Transcend von Brooks

  • Lieblingsgadget: Fitbit
  • Lieblingszubehör: Blackroll, Formbelt
  • Lieblingskleidungsstück: meine Tights und Shirts von Brooks
  • Bestes Laufbuch: irgendwie habe ich dieses Jahr kein einziges Laufbuch gelesen 😦

  • Schönstes Erlebnis: Lauftraining mit Heike Drechsler und Premiere von „Skid Row Marathon“
  • Überraschendstes Erlebnis: 3. Platz in der AK beim Nachtlauf in Leipzig und gleich zwei Halbmarathons in der ersten Jahreshälfte

  • Beste Entscheidung: wieder soviel gereist zu sein
  • Alternativsport: Gymnastik zuhause, (Autogenes Training)
  • Neue Erfahrung: Yoga-Stunde und Jetskifahren

  • Bloggerevents: Strava-Run Berlin, Ampelmann-Award, Jaybird-Event Hamburg, 261-Event Berlin
  • Darauf  hätte ich verzichten können: Rückenschmerzen im Mai

  • Erkenntnis des Jahres: Laufen macht Spaß – auch langsam und nur kurze Strecken!
  • Ziel für nächstes Jahr: zwei Halbmarathons laufen und mindestens drei neue Laufländer

Fazit: Alles in allem war 2017 ein schönes Laufjahr für mich! Auch wenn ich nicht mehr um neue Bestzeiten laufe, so bin ich froh, dass ich überhaupt unbeschwert laufen kann. Ärgerlich war nur, dass ich im Mai wieder einige Probleme mit dem Rücken hatte.

Und wie war 2017 so bei Euch? Ich bin auf Eure Antworten gespannt! Und ich wünsche Euch alles Gute für das neue Jahr! Run happy!

Bereits dreimal hatte ich am St. Pauli X-Mass Run in Hamburg teilgenommen. Und auch in diesem Jahr wollte ich erneut bei diesem weihnachtlichen Lauf durch St. Pauli dabei sein.

Da der Lauf immer ausverkauft ist, hatten wir uns sofort am ersten Tag, an dem die Anmeldung geöffnet war, Startplätze gesichert. Hierfür  hatten wir 16 Euro (inkl. Chipgebühr) bezahlt).

Letzten Samstag fuhren wir dann mit der Bahn von Berlin aus nach Hamburg. Unser Domizil für das Wochenende sollte das Arcotel Onyx direkt an der Reeperbahn sein. Diese stylische Hotel machte einen guten Eindruck auf uns und wir hatten auch erstmalig die Gelegenheit in einem runden Bett zu schlafen 🙂

Am Nachmittag machten wir uns auf den Weg zur Elbphilharmonie. Wir genossen dort die Aussicht von der Plaza auf den Hamburger Hafen. Es war leider sehr windig und wurde schon dunkel. Wir wärmten uns dann dort im Café bei Kaffee und Stollen wieder auf.

Am Abend besuchten wir, wie schon so oft in der Vergangenheit, das vegane Restaurant Loving Hut. Im Anschluss bummelten wir noch über den Weihnachtsmarkt in St. Pauli und ich genoss den ersten Glühwein in diesem Jahr.

Sonntag war Ausschlafen angesagt, da der Start erst für 11 Uhr angesetzt war. Beim Blick aus dem Fenster verging mir aber sehr die Lust auf Laufen. Grau, nass und windig!

Wären Anette und Stefan nicht gewesen, dann hätten wir wohl auf den Lauf verzichtet …

Und in der Tat war es dann nicht gerade sehr angenehm, als wir die wenigen Meter im Regen bis zum Millerntorstadion liefen. Wenigstens mussten wir für die Startnummern nicht lange anstehen und konnten uns dann noch im Warmen unterstellen. Außerdem trafen wir noch kurz Andreas.

Wir schauten auch noch kurz am Stand von Jaybird vorbei, wo es sogar ein Geschenk gab. Vielen Dank!

Um 11 durfte dann die erste Startwelle los. Erstmalig in diesem Jahr gab es drei Startwellen und wir waren glücklicherweise in der ersten Welle.

Ein wenig Verwirrung gab es dann noch weil nicht klar war, ab wo die Zeitnahme eigentlich losging. Im Endeffekt war das dann erst im Stadion der Fall.

Die Strecke hatte sich im Vergleich zu den Vorjahren nicht geändert. Zunächst liefen wir am Heiligengeistfeld entlang, wo gerade Dom (= Rummel) war, und dann weiter durch die Parkanlage Planten & Blomen. Zum Glück wurde mir durch das Laufen relativ schnell warm. Man musste nur aufpassen, da es so einige Pfützen gab und teilweise auch etwas glatt war.

Aber es machte wieder viel Spaß die diversen Kostümierungen zu betrachten. Einige hatten sich da wirklich viel Mühe gegeben!

Ich war diesmal relativ fix unterwegs und bei 29:26 min kam ich ins Ziel. Offiziell waren es 5 km, aber wie in den Vorjahren war die Strecke doch um einiges länger. Ich belegte in meiner Alterklasse Platz 9 (von 113) und Platz 86 (von 799) bei den Damen.

Eine coole Medaille gab es wie jedes Jahr und im Anschluss einen schönen warmen Punsch! Auch eine Urkunde ließ ich mir noch ausdrucken. Dann wurde es schon Zeit wieder ins Hotel zu gehen und kurz darauf den Zug nach Berlin zu besteigen.

Fazit: Der St. Pauli X-Mass Run macht jedes Jahr in der Vorweihnachtszeit viel Spaß und wir sind nächstes Jahr sicherlich auch wieder dabei. Sehen wir uns?

Hier findet Ihr übrigens noch den Bericht von Anette.

Stell‘ Dir vor Du kannst im November in einem Außenpool schwimmen, an einem Strand liegen und in kurzen Sachen laufen. Das alles ist in den Vereinigten Arabischen Emiraten möglich. Und deshalb hatten wir eine Reise dahin gebucht. Die Wettervorhersage versprach jeden Tag über 30° C sowie Sonnenschein!

Dubai – die Stadt der Superlative

Vorletztes Wochenende flogen wir mit Lufthansa über Frankfurt nach Dubai. Von Frankfurt aus waren es etwas über 6 Stunden in die bevölkerungsreichste Stadt der Vereinigten Arabischen Emirate. In Dubai hatten wir das Hotel Rove City Centre für drei Nächte gebucht. Dieses Hotel liegt im Stadtteil Deira und hat eine super Anbindung an die Metro.

Das Highlight der ersten Tage war der Besuch des Burj Khalifa. Mit fast 830 Metern Höhe ist der Burj Khalifa das höchste Gebäude der Welt. Wir hatten Tickets für die Aussichtplattform im 124. Stock gebucht und ich war etwas skeptisch, da ich unter Höhenangst leide. Aus diesem Grund hatten wir uns auch für die günstigsten Tickets (30 Euro) entschieden. Nach einer Wartezeit von einer halben Stunde brachte uns dann der Aufzug in einer Minute nach oben.

 

Von Höhenangst war nichts zu merken und ich konnte den tollen Ausblick genießen. Ich hatte auch gar nicht den Eindruck, dass ich auf einer Höhe von 450 Metern bin. Ein Besuch auf dem Burj Khalifa lohnt sich auf jeden Fall!

Wüstensafari und Laufen in Abu Dhabi

Am Dienstag fuhren wir mit dem Taxi die etwa 140 km bis nach Abu Dhabi. Taxifahren ist günstig in den VAE und wir bezahlten gerade einmal 60 Euro für die Fahrt. Abu Dhabi ist übrigens die Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate.

Unser Ziel war Yas Island in Abu Dhabi. Denn dort wollten wir einige Tage später am Abu Dhabi Striders Half Marathon über die 10 km teilnehmen. Bereits im letzten Jahr hatten wir an diesem Lauf teilgenommen.

Beim Einchecken im Hotel dann ein kleiner Schreck – unsere Buchung konnte nicht gefunden werden! Es stellte sich dann heraus, dass ich das Nachbarhotel gebucht hatte. Somit sollten wir die nächsten vier Nächte im Centro Yas Island by Rotana statt im Yas Island Rotana verbringen 🙂 Das war aber im Endeffekt kein Problem, da die Hotels nebeneinander liegen und zur selben Kette gehören. Aber dass mir mal so etwas passieren würde …

Am Mittwoch sollte es dann für uns erstmal in die Wüste gehen. Wir hatten eine Wüstensafari für 60 Euro pro Person gebucht. Am Nachmittag wurden wir abgeholt und sollten die nächsten Stunden mit vier weiteren Personen sowie dem Fahrer verbringen. Zunächst einmal mussten wir eine Stunde fahren um die Wüste zu erreichen. Kurz vorher konnten wir noch Dromedare in einer Kamelfarm bestaunen.

Schließlich hatten wir die Wüste außerhalb von Abu Dhabi erreicht und es ging in die Dünen. Vor diesem Teil des Abends hatte ich ja schon ein wenig Angst gehabt. Und es wurde auch sehr rasant – die steilen Dünen hoch und dann wieder runter. Ich krallte mich im Auto fest und war froh, dass ich aufgrund des aufgewirbelten Sandes nicht soviel sah. Ich sah uns mehrfach aufgrund der schrägen Seitenlage schon umkippen …

Ich war froh, dass wir zwischendurch zweimal eine Pause für Fotos einlegten. Ein paar Fotos als Erinnerung an meinen ersten Besuch in der Wüste mussten schon sein!

In unserem Auto wurde es immer ruhiger und jeder hoffte wohl auf ein baldiges Ende dieser rasanten Fahrt … Ein Wunder, dass niemandem von uns schlecht geworden ist.

Endlich erreichten wir das Wüstencamp und dort stand zunächst ein sehr kurzer Ritt auf einem Kamel an. Beim Aufsteigen hatte ich doch ein wenig Angst und ich war froh, als ich kurze Zeit später wieder festen Boden unter den Füßen hatten.

Mittlerweile war es schon dunkel geworden. Im Camp saßen wir auf Kissen an Tischen rund um eine Bühne. Ich war schon sehr hungrig und froh, als dann endlich das BBQ eröffnet wurde. Das war auch richtig lecker und selbst für uns Vegetarier war die Auswahl groß.

Im Anschluss durften wir noch einer Bauchtänzerin und einem Tanoura-Tänzer zuschauen. Außerdem gab es eine kleine Einweisung in den Bauchtanz, wo ich kläglich versagte 😉

Schließlich ließen wir uns noch in traditioneller Kleidung fotografieren – die Henna-Tattoos ließen wir jedoch aus.

Auch wenn es natürlich ein speziell auf Touristen ausgelegter Abend war, so war dieses Erlebnis für uns einer der Höhepunkte der Reise.

Am nächsten Morgen besuchten wir den Strandclub Yas Beach. Der Eintritt ist normalerweise kostenpflichtig, aber im Hotel erhält man Gutscheine. Der Club war nur 10 min zu Fuß vom Hotel entfernt. Im Eintritt enthalten waren Handtücher, Liegen und Sonnenschirme. Es gab sogar einen Pool!

Wir mieteten einen Jetski und ich bin das erste Mal in meinem Leben damit gefahren. War cool!

Am Nachmittag holten wir dann im benachbarten Hotel die Startunterlagen für den Abu Dhabi Striders Half Marathon ab. Wir hatten uns, wie bereits erwähnt, für die 10 km angemeldet. Die Startgebühr war mit 65 Euro zwar sehr hoch, aber dafür erhielt man auch viel. Zunächst einmal enthielt das Starterpaket eine recht große Sporttasche, ein Funktionsshirt sowie einen Trinkbecher. Dann war der Eintritt im Wasserpark Yas Waterworld (normalerweise 60 Euro) enthalten und dort sollte es auch ein spezielles Frühstück für die Läufer geben.

Den Abend genoßen wir noch leckeres Essen bei Surf’n’Turf im Hotel Yas Island Rotana. Vielen Dank an das Hotel für die Einladung!

Am Freitagmorgen klingelte der Wecker bereits vor halb 6 am Morgen. Aufgrund der hohen Temperaturen war der Start für 6:55 Uhr angesetzt.

Von unserem Hotel fuhr ein gratis Shuttlebus direkt bis zum Start vor Yas Waterworld. Die Halbmarathonläufer liefen schon vor uns los.

Um die 1.000 Läuferinnen und Läufer gingen dann über die 10 km an den Start. Darunter waren wieder sehr viele Engländer.

Die Strecke hatte sich im Gegensatz zu letztem Jahr nicht verändert. Es ging auf dem Yas Leisure Drive vorbei an der Ferrari-World und der Formel-1-Rennstrecke Yas Marina Circuit zunächst einmal zu unserem Hotel.

Es waren sicherlich schon über 25° C beim Start und als die Sonne dann auftauchte, wurde es auch gleich noch einmal wärmer. Glücklicherweise erwarteten uns an drei offiziellen (und einem inoffiziellen) Getränkepunkt(e) Wasser. Ich nutzte dieses vor allem für den Kopf.

Die ersten 5 Kilometer hatte ich immerhin noch in knapp über 29 min geschafft. Als wir dan an der Yas Marina den Wendepunkt erreicht hatten, liefen wir wieder diesselbe Strecke zurück.

Da mittlerweile die Sonne vom Himmel strahlte, wurde ich auch immer langsamer. Doch ich nutzte das langsamere Tempo noch für ein paar Fotos 🙂

Auf den letzten 500 Metern gab ich noch einmal Gas und erreichte schließlich bei 1:00:16 h das Ziel. Damit war ich sogar über 2:30 min schneller als im letzten Jahr gewesen. Platz 13 (von 38) belegte ich in der Alterklasse und bei den Frauen Platz 81 (von 387).

Im Ziel gab es erstmal einmal eine Medaille sowie Getränke und Bananen und sogar Eis!

Doch das Highlight war dann das Frühstück in Yas Waterworld! Da gab es genug für alle zu essen und lecker war es außerdem!

Danach war es Zeit Yas Waterworld zu erkunden. Besonders Spaß machten wieder die genialen Wasserrutschen! Erst am Nachmittag fuhren wir zurück ins Hotel.

Geburtstag in Dubai

Am nächsten Tag ging es mit dem Taxi wieder zurück nach Dubai. Mein Geburtstag stand an und somit hatten wir uns mit dem Grosvenor House ein Luxushotel gegönnt. Das Hotel liegt in der Dubai Marina und diesen Stadtteil kannten wir bisher noch nicht.

Wir freuten uns sehr, dass wir ein Upgrade erhielten und somit eine Junior Suite hatten. In der gab es sogar ein extra Gäste-WC! Wir hätten also locker noch zwei weitere Personen unterbringen können.

Unser Zimmer beinhaltete auch den Zugang zur Club-Lounge. Damit hatten wir Frühstück, Afternoon-Tea und Pre-Dinner-Drinks inklusive. Das reichte uns vollkommen und wir hatten an den zwei Tagen keine extra Ausgaben für Essen.

Schließlich war mein Geburtstag am Sonntag da. Den Vormittag entspannten wir im benachbarten Beachclub am wunderbaren Strand! Besonders cool waren die dort plötzlich auftauchenden Kamele 🙂

Im Hotel wartete dann noch eine Geburtstagsüberraschung auf mich. Das Grosvenor House hatte eine Flasche Wein und leckeren Schokokuchen spendiert. Danke!

Am Abend genoßen wir dann noch bei leckerem Wein die Aussicht aus der 52. Etage vom Marriott-Hotel.

Die letzten Stunden bis zum Rückflug verbrachten wir schließlich in der Pool-Bar in unserem Hotel. Mai alslama, Dubai! Bis bald!

Der Flug zurück startete 2:15 Uhr in der Nacht. Was für eine schreckliche Zeit! Swiss brachte uns über Zürich zurück nach Berlin. Wir trafen dort am Dienstagvormittag ziemlich kaputt ein.

Fazit: Wer auf der Suche nach Sonne, Strand und angenehmen Temperaturen im November ist, dem empfehle ich die Vereinigten Arabischen Emirate! Und für Läufer bietet der Abu Dhabi Striders Half Marathon einen perfekt organisierten Lauf mit tollem Erlebniswert!

Es wurde einmal wieder Zeit für ein neues Laufland! Vor einigen Monaten führte mich ein Hinweis von Laufspatz auf die Website vom Ljubljana-Marathon. Slowenien und die slowenische Hauptstadt waren mir bis dahin noch völlig unbekannt.

Also wurden Flüge gebucht und letzten Freitag brachte uns Lufthansa zunächst nach München und im Anschluss Adria Airways nach Ljubljana.

Wir trafen am späten Abend in der slowenischen Hauptstadt ein und ein Taxi brachte uns ins Zentrum von Ljubljana. 25 km entfernt liegt der Flughafen. Wir hatten uns für das Best Western Slon als Unterkunft für das verlängerte Wochenende entschieden. Slon ist übrigens das slowenische Wort für Elefant und im 16. Jahrhundert hat in der Tat in dem damaligen Hotel ein Elefant übernachtet. Cool fand ich auch, dass es in jedem Zimmer einen Plüschelefanten gab!

Unser Hotel befand sich direkt im Zentrum und somit waren es am nächsten Tag nur wenige Minuten Fußweg bis zur Startnummernausgabe auf dem Messegelände. Im Angebot beim Ljubljana-Marathon waren neben der vollen Distanz, ein Halbmarathon, 10 km und diverse Kinderläufe. Wir hatten uns für die 10 km angemeldet und hierfür stolze 33 Euro bezahlt! Dafür gab es dann aber auch ein grünes Langarmshirt von Adidas und eine grüne Tasche. Außerdem fand eine kostenfreie Pastaparty für alle Läufer inklusive Getränken statt. Diese ließen wir uns natürlich nicht entgehen.

Am Nachmittag erkundeten wir die wunderschöne Innenstadt von Ljubljana. Echt toll! Und wir erklommen das Hochhaus Nebotičnik, von dem man einen großartigen Blick über Ljubljana hat. Leider waren alle Plätze im Café besetzt, aber so nutzen wir die Terasse wenigstens für Fotos.

Unser Lauf sollte am Sonntagmorgen bereits um 8:30 Uhr starten. Glücklicherweise waren es von unserem Hotel aus nur fünf Minuten bis zum Start. Es gab zwar Startblöcke, aber die Eingruppierung erfolgte auf freiweilliger Basis. Und das sollte sich später auch als Problem herausstellen …

Der Start erfolgte pünktlich und um die 7.000 Läuferinnen und Läufer machten sich auf die 10 km. Auf dem ersten Kilometer wurde es sehr eng und ich musste richtig viel überholen. Da hatten sich leider sehr viele Läufer total falsch eingeordnet.

Es war zwar mit knapp über 5° C sehr frisch, aber zum Laufen war es ideal. Die Strecke an sich war (im Gegensatz zur Altstadt von Ljubljana) eher weniger spektakulär. Wir liefen auf einer großen Straße bis Kilometer 5 gerade aus und da gab es nichts Tolles zu sehen. Die Hälfte der Strecke hatte ich übrigens in knapp unter 28 min geschafft.

Dann bogen wir nach links ab und es ging wieder zurück Richtung Ziel. Mein einziger Plan war gewesen endlich einmal wieder unter einer Stunde zu laufen. Der Blick auf die Uhr zeigte dann jedoch, dass noch viel mehr drin wäre. Es sollten sogar 56 min möglich sein.

Und somit gab ich dann auf dem letzten Kilometer noch einmal richtig Gas. Wir kamen wieder an unserem Hotel vorbei und dann nur noch ein wenig gerade aus und schließlich nach links auf den Kongressplatz. Da war die Stimmung dann auch richtig super! Unterwegs hatte man ja eher weniger Zuschauer (bis auf Kilometer 5) zu Gesicht bekommen.

Ich schaffte den Zieleinlauf bei 55:32 min. Das war meine schnellste 10-km-Zeit in diesem Jahr und ich war sehr froh darüber! Bei den Damen belegte ich damit Platz 610 (von 3.374). Eine Altersklassenwertung gab es nicht.

Sehr enttäuscht war ich, dass es keine Medaille gab. Davon war ich eigentlich ausgegangen 😦 Wie ich später sah, gab es die Medaillen nur ab Halbmarathon-Distanz. Sehr schade! Ich hätte gern eine Medaille als Erinnerung an Laufland Nummer 38 gehabt.

Und im Ziel gab es auch nur Wasser. Dafür hatten wir jedoch unterwegs am Verpflegungspunkt auch Isogetränke sowie Obst bekommen. Ich hatte jedoch nur einen Schluck vom Iso getrunken.

Alles in allem war es aber eine gut organisierte Laufveranstaltung! Und sie fand bereits zum 22. Mal statt. Viele deutsche Teilnehmer gab es allerdings nicht. Und somit hatte ich sogar das Glück über die 10 km die schnellste Deutsche gewesen zu sein 🙂

Am Nachmittag besuchten wir das sehr empfehlenswerte Biro Bistro. Dort genossen wir Matcha Latte und leckeren veganen Kuchen. Am nächsten Tag schauten wir noch einmal für ein zweites Frühstück vorbei.

Am Montag schließlich fuhren wir mit der gläseren Standseilbahn zur Burg hoch. Von dort aus hat man auch einen schönen Blick über Ljubljana. Später statteten wir dem Cat Caffe (ja, ich habe das richtig geschrieben) noch einen Besuch ab.

Am nächsten Tag stand leider schon wieder die Abreise an. Adria Airways brachte uns zunächst nach Frankfurt und von dort flogen wir mit Lufthansa zurück nach Berlin.

Fazit: Der Ljubljana-Marathon ist eine sehr gut organisierte Laufveranstaltung! Einziges Manko waren die Startblocksituation und die fehlende Medaille. Und auch ohne Lauf lohnt sich eine Reise nach Ljubljana auf jeden Fall!

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