Verfasst von: Manu | April 14, 2013

Elbdeichmarathon (10 km) in Tangermünde am 14. April 2013 …

TangermündeDer Elbdeichmarathon in Tangermünde stand eigentlich schon für letztes Jahr auf unserem Laufplan. Doch leider verhinderte eine Verletzung Ende März die Laufteilnahme und wir hatten daher auch komplett unsere Reise nach Tangermünde abgesagt. Und auch dieses Jahr war es nicht ganz sicher, ob wir in Tangermünde am Start stehen würden, denn ich hatte ja beim Halbmarathon in Berlin vor einer Woche ein paar Probleme mit dem Bein und wusste daher nicht, ob der Lauf möglich war. Daher pausierte ich auch und bearbeitete meine Beine fleißig mit der Blackroll. Ich hatte mir dann schon überlegt das rechte Bein am Knöchel vorsorglich zu tapen und somit ging es am Samstagvormittag auf die Reise nach Tangermünde. Für diejenigen, die nicht wissen, wo sich diese Stadt befindet – Tangermünde wird als die schönste Stadt in der Altmark bezeichnet und liegt in Sachsen-Anhalt. Von Berlin aus betrug die reine Fahrzeit nur 1:15 h – mit Aufenthalt in Stendal dauerte die Fahrt dann jedoch zwei Stunden.

Exempel SchlafstubenBei der Ankunft in Tangermünde bekam ich erst mal einen kleinen Schreck, denn die Gegend dort sah überhaupt nicht einladend aus. Doch nach ein paar Minuten gelangte ich in die Innenstadt und die war richtig süß. Viele restaurierte Fachwerkhäuser in kleinen Gässchen luden zum Bummeln ein. Das Highlight war jedoch unser Hotel Exempel Schlafstuben mit 18 unterschiedlichen Themenzimmern. Unser Zuhause für das Wochenende sollte Grete Mindes Brandruine werden. Diese Frau wurde 1619 der Brandstiftung bezichtigt, durch diese die Stadt Tangermünde zerstört wurde. Wir fühlten uns in dem Zimmer mit Balken, interessanten Ausstellungsstücken und schrägem Boden sehr wohl – fast ein wenig als ob man im Museum schläft.

ElbdeichmarathonAm Samstagnachmittag holte ich die Startunterlagen im Festzelt am Hafen (Tangermünde liegt am Zusammenfluss von Tanger und Elbe) ab. Die Startertüte ließ sich wirklich sehen: Iso-Getränk, Müsliriegel, Chips, Duschgel und sogar einen Gutschein für die Pastaparty und für einen Imbiss nach dem Lauf. Und das alles für nur 8 € Startgebühr.

Den Samstag nutzte ich natürlich auch um mir die tolle Innenstadt anzuschauen – Highlights sind die St. Stephanskirche, das Rathaus und das Schloss. Und am Abend waren wir noch in der urgemütlichen Zecherei St. Nikolai essen.

Am Sonntagmorgen fand sogar noch eine Läuferandacht in der St. Stephanskirche statt. Wären wir nicht so spät aufgestanden, so hätte ich mir diese gern einmal angeschaut.

ElbdeichmarathonDer Start war um 10 Uhr für die Marathonläufer und kurz danach schickte man die Halbmarathonläufer auf die Strecke. Um 10:20 Uhr ertönte dann der Startschuss für die 10 km. Fast 700 Läufer waren mit uns am Start. Insgesamt wurde übrigens mit 1.800 Läufern ein neuer Teilnehmerrekord aufgestellt.

Nach dem Start im Hafen ging es dann über eine Brücke an die Elbe. Dort liefen wir auf einem kleinen Weg auf dem Elbdeich und anfangs war es ein wenig eng. Das Läuferfeld zog sich jedoch bald auseinander und somit war es mit dem Platz kein Problem mehr. Nur den Gegenwind fand ich etwas problematisch, denn er bremste mich doch ziemlich stark und kostete Kraft.

ElbdeichmarathonBei Kilometer 3,6 kam mir bereits der schnellste Läufer entgegen (wir liefen nämlich bis zum Wendepunkt bei Kilometer 5 und dann ging es dieselbe Strecke wieder zurück) – das ist immer etwas demotivierend 🙂 An Getränkepunkten gab es keinen Mangel, denn ich hatte insgesamt viermal die Gelegenheit etwas Frisches zu mir zu nehmen. Mir war auch recht warm, obwohl ich kurz lief. Die Sonne schien und ich denke, dass wir so um die 18° C hatten (in der Sonne noch entsprechend wärmer).

Irgendwann hatte auch ich die Wendemarke erreicht und stellte fest, wie viel der Gegenwind auf den ersten fünf Kilometern doch ausgemacht hatte. Nun war das Laufen viel einfacher.

elbdeichmarathonIch hörte dann irgendwann wie sich zwei Läufer hinter mir über den Tollenseseelauf unterhielten und da ich dort bereits zweimal gestartet war, erwähnte ich, wie toll ich diesen Lauf finde. Und so liefen wir dann zu dritt weiter und unterhielten uns nett. Mir war bisher noch nie passiert, dass ich mich bei einem 10-km-Lauf unterhalten habe 🙂 Wie ich feststellte, war damit immer noch ein Tempo von etwa 6 min/km möglich. Die beiden Männer waren auch aus Berlin und hatten sich auch erst während des Laufs kennengelernt. Einer lief dann weg und ich unterhielt mich weiter mit Torsten. Somit vergingen die letzten Kilometer wie im Fluge. Erst bei Kilometer 9 entschied ich dann doch noch einmal loszuflitzen, denn ich sah, dass ich trotz Gegenwind und Bummelei doch noch unter eine Stunde laufen könnte. Und so wurde der letzte Kilometer auch mit 5:02 min (vorher immer um die 6 min) mein schnellster Kilometer. Bei 59:13 min erreichte ich das Ziel. Da zeitgleich auch der Sieger des Halbmarathons einlief, durfte ich bei meinem Zieleinlauf auch großen Jubel genießen 🙂 Und danach gab es noch eine schicke Medaille! Mit meiner Zeit erreichte ich übrigens Platz 14 (von 38) in meiner Altersklasse und Platz 82 (von 262) bei den Frauen.

Elbdeichmarathon

elbdeichmarathonMir hat der Lauf sehr gefallen und er hat mich ein wenig an den Oberelbe-Marathon in Dresden erinnert. Mein Bein hat zum Glück auch gut mitgespielt und bis auf ein leichtes Zwacken in der rechten Wade hat es keine Probleme gemacht. Da hat das selbst angelegte KT-Tape vom Vorabend sicherlich auch dazu beigetragen.

Alles in allem, kann ich sagen, dass der Elbdeichmarathon ein toller Lauf in einer süßen Stadt war. 2014 sind wir sicherlich in Tangermünde wieder dabei!

Tangermünde


Responses

  1. Ich hatte ja gestern schon auf Twitter mitverfolgt, wie gut die Organisation und schön die Veranstaltung sein muss. Toll, dass alles gut verlief und auch dein Bein soweit in Ordnung war.

    Hört sich nach einem schönen Erlebnis an.
    Dann viel genauso viel Freude und Spaß in Madrid!

    • Ganz lieben Dank! Aber vor lauter Elbdeichmarathon habe ich doch heute tatsächlich den Retro Running Day verpasst 😦 Dein Blogpost hat mich erst wieder daran erinnert.

  2. Klasse, Glückwunsch! Da hast du ja zum Schluss noch einmal kräftig das Tempo angezogen, das muss man ja auch erst mal hinkriegen…

    • Merci! 🙂


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