Verfasst von: Manu | Juni 16, 2012

Tollenseseelauf in Neubrandenburg am 16. Juni 2012 …

„Der Härteste im Norden“ – so wird der Tollenseseelauf in Neubrandenburg auch genannt. Grund hierfür ist vor allem der Marathon, bei dem die Läufer um die 350 Höhenmeter überwinden müssen. Ja, selbst in Mecklenburg-Vorpommern gibt es Höhenmeter!

Ich war eigentlich für den Halbmarathon gemeldet, aber aufgrund der Verletzung seit Ende März, meldete ich mich für die 10 km um. Das war ohne Probleme und ohne zusätzliche Kosten auch möglich.

Noch einen Tag vor dem Lauf war ich zwar noch nicht sicher, ob ich überhaupt starten werde, aber am Morgen entschied ich mich dann doch dafür. Die Startunterlagen hatte ich schon am Freitag im Kulturpark abgeholt.

Am Lauftag tapte ich mich dann das erste Mal selbst und das war aufgrund von diversen Videos im Internet auch gut möglich. Darüber zog ich dann noch meine Compression Tubes an.

Schließlich ging es auf zum Kulturpark. Der Himmel war grau und es sah nach Regen aus, aber auf dem Weg zum Kulturpark stellte ich fest, dass es sehr schwül ist.

Um 10 Uhr konnte ich noch dem Start der Marathonläufer zuschauen. Die taten mir sehr leid, denn ich hatte die Marathonstrecke schon vor drei Jahren per Rad getestet. Und selbst per Rad war die Strecke alles andere als einfach!

15 Minuten später kamen dann die Busse, die uns zum Start nach Klein-Nemerow fuhren. Im Bus lernte ich Ruth (die spätere AK-Siegerin W65) kennen und so war die Busfahrt schnell vorüber. Dann ging es noch einen schmalen Weg an einem Feld entlang und schließlich kamen wir am Startplatz an. Dort gab es noch Getränke und man konnte seine Sachen abgeben.

11:15 Uhr ertönte dann der Startschuss und es ging gleich ein wenig hügelig los.

Die Strecke führte schnell in den Wald hinein und dort ging es immer ein wenig bergan und bergab. Ab und an durfte man einen Blick auf den Tollensesee erhaschen und am liebsten wäre ich in diesen hineingesprungen. Es war nämlich wirklich richtig schwül. Der erste Kilometer war für mich richtig schnell und zwar 5:33 min.

Am Anfang zwackte es kurz am Knöchel, aber das war es dann zum Glück mit Beschwerden schon. Das Tape schien wirklich gut zu helfen.

Ich sah nicht jedes Kilometerschild (oder vielleicht gab es die auch nicht) und war mir daher nicht wirklich sicher, wie ich in der Zeit liege. Die 5 Kilometer hatte ich in etwas 29 min bewältigt – somit sollte es also möglich unter einer Stunde ins Ziel zu kommen. Damit hatte ich nicht gerechnet … Aber es konnte auf den folgenden 5 km ja noch viel passieren und ich musste vor allem sehen wie mein Bein mitspielte. Aber das Bein machte keine Probleme und ich denke, dass ein Vorteil heute auch war, dass wir kaum auf hartem Straßenbelag liefen.

Ab Kilometer 7 wurde es jedoch recht anstrengend. Ich hatte ja in der letzten Zeit aufgrund der Verletzung keine längeren Läufe mehr absolviert (bis auf den 10-km-Lauf in London Ende Mai). Ich redete mir gut zu und lief einfach weiter. Frustrierend war dann nur, dass man dann schon in Zielnähe war, aber noch eine große Runde laufen musste. Die letzten Meter habe ich sehr gekämpft. Aber Kraft für einen Endspurt war in meinem Körper noch zu finden und so konnte ich bei 59:12 min die Ziellinie überqueren. Ich wurde 11. in meiner Altersklasse (von 35). Bei den Frauen belegte ich insgesamt Platz 65 von 209.

Ich war sehr erschöpft und freute mich sehr über die Apfelstücke im Ziel 🙂 Und eine sehr schicke Medaille gab es auch.

Dann holte ich mir noch schnell die Urkunde ab und schließlich wollte ich meinen Kleiderbeutel abholen. Doch der war nicht aufzufinden! Ich hatte ihn doch ins Auto geladen … Schließlich beschrieb ich meinen Beutel und er wurde glückerlichweise noch gefunden. Puh!

Ich bin wirklich froh, dass ich beim Tollenseseelauf gestartet bin! Und das dann auch noch so eine tolle Zeit ohne jegliches Training herausspringt! In London vor drei Wochen hatte ich noch 1:10 h benötig. Vielleicht macht mein momentanes Alternativtraining (Fitness-DVDs) doch viel mehr aus wie gedacht …

Fazit: Der Tollenseseelauf ist ein toller Landschaftslauf, aber auch nicht ganz einfach!


Responses

  1. Schön, dass du so gut durchgekommen bist. Herzlichen Glückwunsch! Das ist doch schon eine wunderbare Steigerung. Und ich sag´s ja immer, Alternativtraining hat es in sich.

    Wünsche dir weiterhin viel Gelingen und viel Spaß!

    • Super, vielen Dank! Dir auch weiterhin gutes Gelingen bei Deinen geplanten Vorhaben! LG

  2. Siehe da es hat geklappt mit dem unter einer Stunde bleiben. Dazu möchte ich ganz herzlich gratulieren.

    Freundliche Grüße
    Bernd

    • Vielen Dank Bernd!

  3. Auch nochmal an dieser Stelle herzlichen Glückwunsch! Das ist eine echt tolle Leistung. Ein wirklich schöner Laufbericht! Von unter einer Stunde kann ich bis jetzt nur träumen, aber ich bleibe dran;-)

    • Lieben Dank! Ich drücke Dir die Daumen, dass Du es auch bald schaffst die 10 km in unter einer Stunde zu bewältigen! LG

  4. […] tolle Berichte zum Tollenseseelauf gibt’s bei Sprintefix.de (+ viele Fotos) und bei Laufwelt. Die Ergebnisse zum Tollenseseelauf findet ihr hier. Mein gelaufenes Teilstück von Hohenzieritz […]

  5. […] folgten der Fleesenseelauf im Juni (dort traf ich auch Herbert Steffny) und der Tollenseseelauf im selben Monat. Außerdem fand wieder der Wasserlauf in Berlin […]


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