Verfasst von: Manu | Juni 18, 2017

Laufen in der drittgrößten Stadt Mecklenburg-Vorpommerns oder die 10 km beim Tollenseseelauf …

Wenn man sich zum siebten Mal für einen Lauf anmeldet, dann muss das ein besonderer Lauf sein. Und das ist der Tollenseseelauf im wunderschönen Neubrandenburg auf jeden Fall! 2009 nahm ich dort das erste Mal über die 10 km teil. Ich verliebte mich sofort in die Stadt Neubrandenburg, die immerhin die drittgrößte Stadt in Mecklenburg-Vorpommern ist. Und besonders hatte es mir dort der Tollensesee angetan, an dessen Ufer ich so liebend gern laufe.

Donnerstagabend machte ich mich mit dem Zug auf nach Neubrandenburg. Nach weniger als zwei Stunden Fahrt traf ich dort ein. Wie in den letzten Jahren hatte ich mir ein Zimmer im Parkhotel gebucht. Dieses Hotel befindet sich direkt am Rande der Altstadt im Kulturpark.

Ich schnürte dann schnell die Laufschuhe um noch eine kleine Runde am Tollensesee zu laufen. Das ist immer so wunderschön! Der Blick auf den See, der grüne Wald und man trifft kaum eine Menschenseele …

Am Freitag entspannte ich dann und spazierte durch die Vier-Tore-Stadt sowie den Kulturpark. Einfach großartig!

Am Abend holte ich mir dann im Sportgymnasium die Startunterlagen ab. Dazu hatte ich gerade einmal drei Minuten zu laufen. Für die Startgebühr hatte ich 9 Euro für die 10 km bezahlt. Darüber hinaus waren Marathon, Halbmarathon, Staffeln und diverse Kinderläufe im Angebot.

Im Gegensatz zu vielen anderen Läufen findet der Tollenseseelauf am Samstag statt. Um 10 Uhr wurden die Marathonläufer auf die Strecke geschickt und ich konnte dies perfekt vom Balkon meines Hotelzimmers verfolgen.

Mein Startort war jedoch nicht vom Balkon aus zu sehen. Im Gegenteil – ich musste erst mit dem Bus hinfahren. Kurz nach 10 Uhr machte ich mich daher auf den Weg zur Stadthalle, wo uns Shuttle-Busse erwarteten. Wir wurden in etwa 15 min  nach Klein Nemerow gefahren. Beim Aussteigen traf ich die liebe Corinna und gemeinsam liefen wir noch den knappen Kilometer bis zum Tollensesee.

Die Marathon- und Staffeläufer liefen noch durch und dann wurde es 11:15 Uhr auch Zeit für unseren Start. Ich reihte mich relativ weit vorn ein, denn auf den ersten Metern geht es immer sehr eng zu.

Im Vergleich zu den letzten Jahren war es von den Temperaturen ideal zum Laufen – nur der Wind nervte etwas.

Mein Ziel war für diesen Lauf weniger als eine Stunde zu laufen. Aber da es erst mein zweiter 10er innerhalb der letzten zwei Monate war, wusste ich nicht, wie es um meine Kondition stand.

Der erste Kilometer war aber auf jeden Fall mit einem 5:15er Schnitt recht fix. Und auch der zweite Kilometer wurde noch relativ schnell. Mittlerweile waren wir schon längst im Wald angelangt und dort ging es auf schmalen Waldwegen immer am See entlang. Immer wieder blitzte das Wasser durch, die Vögel zwitschern und das Laufen macht einfach nur Spaß!

Kurz nach Kilometer 3 war schon die erste Gelegenheit Wasser zu trinken. Ich schnappte mir einen Becher und rannte weiter. Die Hälfte der Strecke hatte ich in etwa 27 min geschafft.

Dann wurde es anstrengender für mich und ich musste etwas Tempo rausnehmen. Zum Glück kam etwa bei Kilometer 7 ein weiterer Getränkepunkt und ich gönnte mir noch einen Becher.

Schließlich hatten wir den Kulturpark erreicht und da beginnt der fiese Teil der Strecke. Man hört quasi schon den Moderator im Ziel, aber man muss noch eine große Runde durch den Kulturpark laufen.

Mittlerweile war auch die Sonne rausgekommen und ich kämpfte … Aber ich wusste dass es eine gute Zeit werden würde und gab nicht auf. Mit 54:50 min erreichte ich dann auch das Ziel. So schnell war ich seit über einem Jahr nicht mehr gelaufen. Außerdem war dies meine zweitschnellste Zeit bei einem 10er seit dem Bandscheibenvorfall. Ich war glücklich!

Eine schicke Medaille durfte ich mir auch wieder um den Hals hängen lassen. Eine Urkunde gab es auch vor Ort und sie zeigte folgende Ergebnisse: Ich belegte Platz 10 (von 50) in meiner Altersklasse und Platz 43 (von 275) bei den Frauen. Insgesamt hatten fast 600 Läuferinnen und Läufer die 10 km in Angriff genommen.

Eigentlich wollte ich noch den Zieleinlauf von Corinna verfolgen, doch dann sprach mich ein Läufer an. Er war das erste Mal mitgelaufen und auch nur, weil er über den Lauf auf meinem Blog gelesen hatte. Übrigens war mir vor zwei Jahren beim Tollenseseelauf schon einmal diesselbe Sache passiert. Ist schön zu wissen, dass wirklich jemand meine Laufberichte liest und dann sogar aufgrund dessen sich für einen Lauf anmeldet!

Am Sonntag hieß es dann schon wieder Abschiednehmen vom wunderbaren Neubrandenburg! Aber wir sehen uns nächstes Jahr wieder!

Fazit: Der Tollenseseelauf ist eine wunderbare Laufveranstaltung – günstig, perfekt organisiert und in einer wunderschönen Landschaft! Ich komme 2018 auf jeden Fall wieder! Bist Du auch dabei?


Responses

  1. Hallo Manuela, ich habe das Foto gemacht … übrigens, sehr zu empfehlen : der Fünf-Seen-Lauf in Schwerin …

    • Du meinst das Foto von meiner Freundin und mir kurz vor dem Start?

      Ja, vom Fünf-Seen-Lauf in Schwerin habe ich auch schon viel gehört. Irgendwann nehme ich da auch mal teil 🙂

  2. Gigantische Zeit! Gratuliere.

    • Vielen Dank!

  3. Hallo Manu,

    Glückwunsch zur tollen Zeit 🙂 Daszeigt mal wieder – wenn ein Lauf Spaß macht, kommt das gute Ergebnis (fast) von selbst …


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