Verfasst von: Manu | Juni 16, 2015

„Im Land des Laufens“ von Adharanand Finn – spannender als jeder Krimi …

„Wenn man sich betrinkt, fühlt man sich zuerst großartig, aber später furchtbar. Beim Laufen fühlt man sich zuerst furchtbar, aber wenn man erst einmal das Ziel erreicht hat, fühlt man sich super.“

Im Land des Laufens

Laufen ist meine große Leidenschaft! Wenn ich diese Tätigkeit nicht gerade selbst ausführe, so liebe ich es darüber zu lesen. In den letzten Tagen verbrachte ich jede freie Minute mit dem Buch „Im Land des Laufens: Meine Zeit in Kenia„. Dieses Buch wurde vom Briten Adharanand Finn geschrieben. Er zog mit seiner Familie für mehrere Monate nach Iten, um dort das Geheimnis der besten Läufer zu Welt zu lüften. „Iten ist die Fabrik des kenianischen Laufsports.“ – wird Finn gleich bei der Ankunft vom Organisator des kenianischen Sport- und Tourismustages bestätigt.

Adharanand Finn ist selbst Läufer und bereitet sich in Iten mit einer Laufgruppe auf den Lewa-Marathon vor. Bei diesem Lauf müssen kurz vor dem Start die Löwen auf der Strecke mit Hubschraubern vertrieben werden!

Wir dürfen Adharanand Finn bei seinen Erlebnissen in der kenianischen Hochburg des Laufens begleiten. Die Kenianer sind die besten Läufer der Welt und eine der am häufigsten ausgeübten Sportarten, nämlich der Langstreckenlauf, wird durch dieses relativ kleine Volk dominiert.

In Iten, einer Stadt mit 4.000 Einwohnern, leben etwa 1.000 Vollzeitläuferinnen und -läufer. Laufen als Hobby – dieses Konzept existiert in Kenia nicht. Laufen ist eine Profession. Finn fasst es folgendermaßen zusammen: „Die Menschen hier laufen, um ihr Leben zu verändern. Um ihre Familien zu ernähren. Um Weltrekorde zu brechen.“

Wie schnell die Kenianer sind, muss er gleich in den ersten Tagen in Iten feststellen. Auf seine Frage, wie langsam denn der langsamste Läufer über die 10 km wäre, wird ihm geantwortet: Etwa 35 Minuten!

Doch was sind nun die Geheimnisse des kenianischen Laufwunders?

Finn identifiziert folgende Punkte:

  • eine harte und bewegungsintensive Kindheit, in der die Kinder den Weg zur Schule zu Fuß zurücklegen
  • häufiges Barfußlaufen
  • die Höhenlage, in der die Kenianer geboren werden und aufwachsen
  • die Ernährung (u.a. die kenianische Maismehlgericht Ugali)
  • die Vorbilder im eigenen Land
  • die schlichte Vorgehensweise beim Training: „Niemand führt ein Trainingstagebuch oder zählt die wöchentlich gelaufenen Kilometer.
  • die Laufcamps mit ausgiebigen Ruhezeiten und Konzentration auf das Laufen ohne jegliche Ablenkung
  • Hingabe und Erfolgshunger
  • der Mangel an Alternativen

Keine Angst, ich habe Euch noch nicht den gesamten Inhalt des Buches verraten! Ihr müsst schon selbst lesen, wie es hinter den Kulissen der kenianischen Talentschmieden aussieht und ob Finn bei seinem ersten Marathon wirklich Löwen trifft. Außerdem findet Ihr im Buch eine Vielzahl von beeindruckenden Fotos aus Kenia.

Adharanand Finn

Fazit: Unbedingt lesen! Nicht ohne Grund wurde „Im Land des Laufens: Meine Zeit in Kenia“ als bestes Sportbuch des Jahres ausgezeichnet. Dieses Buch gehört zur Pflichtlektüre eines jeden Läufers!

Anmerkung: Das Buch wurde mir vom Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Dies hat jedoch meine Meinung nicht beeinflusst. Die oben erwähnten Zitate stammen alle aus dem Buch.


Responses

  1. Mal wieder was für die lange Bücherliste…
    …danke für den Tipp!

    • Gern! Ist wirklich ein empfehlenswertes Buch!

  2. Das hört sich in der Tat mächtig interessant an!

    • Ja, das ist es auch 🙂


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