Verfasst von: Manu | September 10, 2018

Zwei schnelle Läufe in Stettin oder die 10 km beim Polmaraton …

Der Polmaraton im polnischen Stettin gehört schon fast zu meinen Stammläufen. Denn in diesem Jahr wollte ich bereits zum vierten Mal an diesem Lauf teilnehmen. In den Vorjahren war ich dort bereits einmal beim Halbmarathon und zweimal über die 10 km gestartet.

In diesem Jahr reiste ich gemeinsam mit Aljoscha mit dem Flixbus an. Das war günstig und bequem – bis auf die plötzliche Polizeikontrolle 😉

Meine Unterkunft war diesmal erneut das Radisson Blu, welches sich direkt im Stadtzentrum neben einem Einkaufszentrum befindet.

Glücklicherweise konnte ich schon einchecken und im Anschluss war ich mit Aljoscha im Café 22 Mittag essen. Von da oben aus dem 22. Stock hat man einen tollen Ausblick auf die Stadt.

Am Nachmittag holten wir uns die Startunterlagen in der Floating Arena ab. Das ist ein Schwimmbad. Ich wollte erneut die 10 km laufen – Aljoscha hatte sich für den Halbmarathon angemeldet. 15 Euro hatte die Anmeldung gekostet und enthalten war ein Funktionsshirt.

Wir bummelten noch ein wenig durch die Stadt und ich zeigte Aljoscha die Hakenterrasse und auch die Uferpromenade an der Oder. Danach aßen wir einen leckeren veganen Bagel auf dem Neuen Markt.

Am nächsten Morgen stand zunächst der Parkrun in Stettin an. Wenn man schon einmal in der Stadt ist, wollte man diesen doch auch gleich mitnehmen. Mit der Straßenbahn machten wir uns auf den Weg zum Park Arkonski. Zum Glück sahen wir in der Straßenbahn schon Läufer und folgten denen einfach auf dem Weg zum Start.

Das Teilnehmerfeld beim Parkrun war sehr übersichtlich mit knapp unter 50 Läufern. Glücklicherweise bekamen wir mit, dass wir als einzige Ausländer aufgerufen und beklatscht wurden 🙂

Kurz nach 9 ging es auf die Strecke, die uns drei Runden um ein Freibad führen sollte. Ich wollte eigentlich keine bestimmte Zeit laufen, aber nach etwa einem Kilometer hatte ich plötzlich einen polnischen Läufer neben mir, der mir nicht mehr von der Seite wich. Und er wurde dann zu meinem privaten Pacer. Somit lief ich fiel schneller wie geplant und wir überholten dann sogar Aljoscha.

Auf der letzten Runde trieb mich mein Pacer noch einmal richtig an und so kam ich bei völlig unerwarteten 25:02 min ins Ziel. Das war meine bisher zweitschnellste Zeit bei einem 5-km-Lauf überhaupt. Und ich wurde damit sogar dritte Frau. Ich unterhielt mich dann noch mit meinem Pacer und bedankte mich. Er war mit einem Freund aus Warschau gekommen und würde am nächsten Tag auch am Polmaraton teilnehmen.

Zu Mittag aßen wir dann im veganen Restaurant Jak Malina. Ich gönnte mir eine leckere Bowl.

Am Abend ging ich zeitig schlafen, da ich am nächsten Morgen bereits halb 7 aufstehen wollte. Ich wollte mir das leckere Frühstück im Hotel nicht entgehen lassen.

Gegen 8 machte ich mich auf den Weg zum Startbereich im Jasnia Blonia. Zu Fuß waren das etwa 20 min. Dort traf ich Aljoscha. Um 9 ging es für uns gemeinsam auf die Strecke, wobei ich ja nur 10 km vor mir hatte.

Meine bisher schnellste Zeit in Stettin war ca. 1:02 h, da es bisher immer recht warm bei diesem Lauf gewesen war. Das Ziel für dieses Mal war unter eine Stunde zu laufen. Das sollte eigentlich kein Problem sein.

Da ich leider im letzten Startblock eingeteilt war, verschwendete ich zu Beginn ziemlich viel Zeit mit Überholmanövern. Aber dann lief es recht flott, auch wenn die Strecke alles andere als schnell ist. Es gab viel Kopfsteinpflaster, man musste auf Straßenbahnschienen aufpassen und abgebogen wurde auch oft.

Als wir den Abschnitt auf der Hakenterrasse absolviert hatten, war bereits die Hälfte der Strecke erreicht. Dafür hatte ich 26:35 min benötigt, was sehr gut war. Eine Zeit von unter einer Stunde sollte also auf jeden Fall machbar sein.

Leider ging es dann noch bergauf und ich merkte so nach Kilometer 7 meine Beine. Die waren doch noch etwas vom schnellen Parkrun beansprucht. Aber ich zog durch und auf dem letzten Kilometer war dann noch Energie für einen Endspurt drin. Und so schaffte ich es in der Tat das Ziel mit 54:20 min zu erreichen. Ich war schon Ewigkeiten nicht mehr eine derartige Zeit gelaufen und dann noch auf so einer Strecke. Ich war sehr glücklich darüber. Mit der Zeit belegte ich Platz 9 (von 100) in meiner Alterklasse und Platz 46 (von 456) bei den Damen.

Im Ziel erhielten wir wieder eine echt coole Medaille! Die Medaillen sind bei diesem Lauf wirklich immer richtig toll – diesmal war es eine Weltkugel. Außerdem erhielt jeder Läufer eine Finishertüte mit Getränken, Obst und Müsliriegeln.

Ich musste schnell zum Hotel zurück, auschecken und dann zum Bahnhof. Der Flixbus brachte mich wieder zurück nach Berlin.

Fazit: Der Polmaraton in Stettin ist ein toller Lauf mit einem gutem Preis-Leistungsverhältnis! Und so coole Medaillen findet man nicht so schnell bei einem anderen Lauf!


Responses

  1. Das stimmt, das Preis-/Leistungsverhältnis nach Deiner Beschreibung ist wirklich toll. Und Glückwunsch zu den zwei Super-Zeiten – da sieht man mal, was drin ist, wenn man sich nicht wie mein Frauchen vor einem 10 km-Lauf mit Eisbecher usw. vollstopft 😉

    • Vielen lieben Dank! 🙂

  2. Liebe Manu! Das ist wirklich eine schöne Medaille 🙂 Super, dass dir bei zwei Läufen so gut gegangen ist! Ich finde das eigentlich ganz gut, am Tag vor einem Rennen eine kurze knackige Strecke zu laufen, das macht schnelle Beine 😉 LG Astrid


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