Verfasst von: Manu | August 23, 2018

Unverhofft schnell oder der Dresdner Nachtlauf 2018 …

Es gibt einen Lauf, an dem ich seit der ersten Auflage jedes Jahr teilgenommen habe. Das ist der Dresdner Nachtlauf und dieser sollte in diesem Jahr bereits zum neunten Mal stattfinden. Ich hatte mich natürlich wieder dafür angemeldet.

Wie jedes Jahr hatte ich mich für die längere Strecke, also die 13,8 km, registriert. Dafür hatte ich 17 Euro bezahlt. Darüber hinaus wird seit einigen Jahren auch eine kürzere Distanz (5 km) angeboten.

Donnerstagnachmittag fuhr ich mit dem Flixbus in drei Stunden nach Dresden. Ich machte mich gleich auf den Weg zur Startnummernausgabe bei Karstadt Sport. Da war eine ziemliche Schlange, aber es ging dann doch alles viel schneller als gedacht. In der Startertüte waren diesmal neben diversen Flyern auch Porridge und eine Trinkflasche zu finden.

Am nächsten Morgen ging ich zu Fuß zum Georg-Arnhold-Bad im Großen Garten. Es wurden über 30 Grad erwartet und somit wollte ich mich etwas abkühlen. Im Bad war es nicht zu voll und ich konnte in Ruhe einige Bahnen schwimmen.

Am Nachmittag traf ich mich dann noch mit Svea, die aus Verletzungsgründen leider nicht am Lauf teilnehmen konnte.

Der Start war für 20 Uhr angesetzt und 40 Minuten vorher traf ich ich mit Katja, ihrem Mann, Ralf und Sabine bei meinem Hotel. Ich war natürlich wieder im NH Collection Altmarkt. Von da aus konnte man direkt auf den Start- und Zielbereich auf der Wilsdruffer Straße schauen.

Kurz vor dem Start waren es immer noch fast 30 Grad und somit war mein einziges Ziel das gesunde Ankommen. Im Startblock traf ich dann auch noch Hannah und Carsten aus Berlin.

Pünktlich um 20 Uhr wurden die fast 2.000 Läuferinnen und Läufer auf die Strecke geschickt. Ich hatte mich zum Glück relativ weit vorn eingereiht und musste somit nicht ganz so lange warten bis ich loslaufen konnte.

Von der Wilsdruffer Straße bogen wir gleich nach links ab und es ging hinunter zum Elbufer. Und dort sollten wir dann die nächsten Kilometer auch auf dem Elberadweg weiterlaufen. Kurz plauderte ich auch noch mit Diana, die mich von hinten überholte.

Die ersten Kilometer lief ich trotz der Wärme sehr flott und setzte mir als Ziel diese Geschwindigkeit wenigstens für die ersten 5 km durchzuhalten. Und in der Tat schaffte ich das und hatte eine Zeit von 26:40 min auf der Uhr. Solche Zeiten habe ich dieses Jahr bei reinen 5-km-Läufen nicht geschafft! Zum Glück kam dann der erste Getränkepunkt und ich freute mich über das Wasser.

Dann waren wir auch am Blauen Wunder und es gab einen kleinen Anstieg bevor wir die Brücke überquerten. Schließlich war die andere Elbseite erreicht und es wurde langsam schon dunkel. Dann kam auch wieder der schrecklichste Streckenabschnitt: Kopfsteinpflaster! Da muss ich wirklich immer aufpassen. Aber immerhin bekam ich es noch mit, dass ich Ralf überholte. Da staunten wir Beide nicht schlecht.

Ein weiterer Getränkepunkt kam dann in Sicht und erstaunlicherweise war ich immer noch recht schnell unterwegs. Dabei war ich seit Ende April keine längere Strecke über 7 km mehr gelaufen. Und die 7 km bin ich erst zwei Wochen zuvor in Rostock gelaufen. Also warte ich auf den Einbruch.

Wir liefen dann am späteren Start für die 5 km durch und da war gute Stimmung. Die Läufer dort mussten noch bis 22 Uhr auf ihren Einsatz warten.

Besonders cool war wieder der „Discowald“ mit Leuchteffekten und Musik. Auch die bewährten Knicklichter und die Erfrischung aus dem Feuerwehrschlauch fehlten nicht.

Die 10 km hatte ich dann in 54:10 min hinter mich gebracht. So schnell war ich keinen reinen 10er in diesem Jahr gelaufen.

Die 3,8 km, die mir dann noch fehlten, wurde es natürlich etwas schwerer. Aber zwei Kilometer vor dem Ziel kurz bevor wir die Brücke überquerten, war ich mir fast sicher, dass eine neue Bestzeit drin war.

Und somit gab ich dann ab dem kleinen Anstieg mit dem netten Namen Hasenberg so etwa 500 m vor dem Ziel noch einmal richtig Gas.

Total glücklich überquerte ich bei 1:16:08 h die Ziellinie. Meine bisherige Bestzeit war bei diesem Lauf 1:21:41 und die war ich gelaufen, als die Strecke nur 13,6 km betrug. Ich weiß auch nicht, was mich an dem Abend so angetrieben hat. Ich belegte Platz 15 (von 74) und 130 (von 673) bei den Damen.

Ich ließ mir die Medaille umhängen und brauchte dann erst einmal etwas zu trinken.

Danach duschte ich schnell im Hotel und bin dann ganz fix zum Stadtfest. Ich wollte wenigstens noch die letzte halbe Stunde vom Auftritt von Glasperlenspiel erleben. Und es hat sich in der Tat gelohnt!

Samstag ließ ich ganz entspannt angehen. Ich war etwas shoppen und im Gym vom Hotel. Nach einem ausgedehnten Mittagsschlaf traf ich mich mit der lieben Katharina auf eine Eierschecke.

Am Abend war ich dann mit Svea auf dem Stadtfest unterwegs und ich bin dann noch zum Auftritt von MIA auf dem Theaterplatz. Das war genial und ich war erst um 1 Uhr wieder im Hotel.

Sonntagmorgen schnürte ich noch einmal die Laufschuhe und war 5 km im Großen Garten unterwegs. Im Anschluss verbrachte ich noch einmal zwei Stunden im Freibad. Und dann hieß es leider schon wieder Abschiednehmen. Aber ich werde höchstwahrscheinlich im Oktober wieder in Dresden laufen. Dann steht der Dresden-Marathon an, wo ich 10 km oder Halbmarathon laufen werde.

Fazit: Es gibt einen Grund warum ich bereits zum neunten Mal am Dresdner Nachtlauf teilgenommen habe. In der Dunkelheit auf das beleuchtete Dresden zuzulaufen, ist einfach einmalig! Eine wunderbare Strecke und eine tolle Atmosphäre!


Responses

  1. „Ich weiß auch nicht, was mich an dem Abend so angetrieben hat. “ Ich habe zwei Theorien dazu: 1. die Hitze, da läuft man schneller, siehe Frauchen oder 2. Sie hatten Dir mit Abstand 70 cm zu Deinem Mund eine Eierschecke hingehalten 😉
    Glückwunsch zu einem schönen Lauf und einer tollen Zeit! Gruß Iwan

    • Hihi 🙂 Vielen lieben Dank!

  2. Tja, unverhofft kommt oft 🙂 Ich gratuliere dir herzlich zu dem tollen Lauf!!! LG Astrid

    • Lieben Dank, Astrid!

  3. Guten Abend liebe Manu.

    Auch mir hat der Lauf großen Spaß gemacht und wir werden wieder dabei sein. Es war ja für meinen Mann und mich der erste Nachtlauf, wobei die letzten 3 Kilometer wirklich hart waren. Aber ich bin stolz auf mich und dass ich es geschafft habe. Mein persönlicher Pacemaker ist zwar der Meinung, dass eine bessere Zeit drin gewesen wäre. Aber Mann oder Frau muss sich für das nächste Mal ja noch Optionen offen halten.

    Auf jeden Fall freue ich mich auf unser Wiedersehen im Oktober.

    Liebe Grüße sendet dir Katja

    • Herzlichen Glückwunsch noch an Euch! War toll Euch gesehen zu haben! LG


Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.

Kategorien

%d Bloggern gefällt das: