Verfasst von: Manu | April 25, 2018

Klassikkonzert beim Laufen oder der Halbmarathon in Belgrad …

Mein Ziel für 2018 ist es in mindestens drei neuen Ländern zu laufen. Und obwohl wir erst April haben, so stand Land Nummer 3 schon jetzt an. Nachdem bereits Katar und Malta in diesem Jahr erlaufen wurden, war es nun Zeit für Serbien.

Freitagvormittag brachte uns Lufthansa nach München. Nach einem Gatewechsel landeten wir dann nach 1:10 h in der serbischen Hauptstadt Belgrad.

An diesem Wochenende sollte der Belgrad-Marathon stattfinden. Neben dem Marathon waren ein Halbmarathon, Staffeln sowie ein 5-km-Lauf (ohne Startgebühr und Registrierung) im Angebot. Ich hatte mich für den Halbmarathon entschieden und 32 Euro Startgebühr bezahlt.

Die Einreise war schnell erledigt (und ist übrigens auch mit Ausweis möglich). Ein Taxi brachte uns dann ins Hotel Majestic. Dieses befand sich direkt am Zentrum an einer großen Einkaufsstraße. In diesem Hotel hatte übrigens 1958 Manchester United übernachtet und kam dann bei einem Flugzeugabsturz in München ums Leben …

Am Nachmittag holte ich meine Startnummer auf der relativ kleinen Messe ab. In der Startgebühr enthalten war auch ein schickes Funktionsshirt und neben diversen Flyern noch Magnesium. Leider übersah ich den Gutschein für die Pasta-Party. Aber diese hätte sowieso woanders stattgefunden.

Der Lauf sollte bereits am Samstag stattfinden und zwar um 10 Uhr. Von unserem Hotel waren es wenige Minuten bis zum Start auf dem Bulevar Kralja Aleksandra. Die Sonne schien und im Schatten waren es sicherlich schon mindestens 15° C.

Gemeinsam mit den Marathonläufern machten wir uns um 10 Uhr auf den Weg. Beim Halbmarathon gingen knapp über 5.000 Läuferinen und Läufer an den Start.

Die ersten Kilometer ging es gleich abwärts und dann stand schon die erste Brücke an. Über die Brankov-Brücke liefen wir über die Save. Mir war schon total warm und ich dachte mit Schrecken an die noch vor mir liegenden Kilometer. Und ich sehnte den ersten Verpflegungspunkt herbei. Der kam leider nicht direkt bei Kilometer 5 sondern erst 500 m danach. Die Tische sahen ziemlich geplündert aus und wir mussten uns selbst aus den Wasserpackungen bedienen. Glücklicherweise gab es 0,5-Liter-Flaschen und ich hatte dann eigentlich auch fast die ganze Zeit immer eine Flasche in der Hand. Einen Teil des Wassers verteilte ich ständig auf dem Kopf und meinem Körper.

Später gab es an den Verpflegungspunkten auch noch Isogetränke sowie Bananen, Zitronen und Zuckerwürfel.

Der Großteil der Strecke führt durch Novi Beograd. Das ist ein neuerer Stadtbezirk von Belgrad und im Gegensatz zur Altstadt flach.

Sehr froh war ich über die Duschen, die aller ein paar Kilometer aufgestellt waren. Denn die Strecke verlief fast ausnahmslos in der Sonne und es waren gefühlte 30° Grad. Daher legte ich auch immer wieder längere Gehpausen ein.

Für die ersten 10 km hatte ich daher auch 1:10 h benötigt.

Bei Kilometer 15 erreichten wir dann die Save-Brücke, die erst 2011 fertiggestellt wurde. Diese Schrägseilbrücke war für mich das Highlight des Laufes, denn direkt auf der Brücke spielten die Belgrader Philharmoniker und zwar standesgemäß im Frack. Da bekam ich echt Gänsehaut! Da wir die Brücke zweimal überqueren mussten, hatte ich gleich doppelt Gelegenheit den Klängen zu lauschen.

 

Nach dem zweiten Überqueren der Brücke hatten wir bereits Kilometer 15 erreicht. Etwa vier Kilometer später überquerten wir erneut die Brücke vom Anfang und es ging wieder in die Altstadt. Das Problem war nur, dass es ab dort wieder bergan ging. Das hatte mir gerade noch gefehlt …

Als dann der letzte Kilometer anbrach, beschloss ich diesen letzten Kilometer noch einmal durchzulaufen. Ich hatte nur nicht damit gerechnet, dass noch ein ganz fieser Anstieg kurz vor dem Ziel auf mich wartete. Aber ich setzte mein Vorhaben dennoch in die Tat um und unter den Anfeuerungsrufen der Zuschauer eroberte ich diesen Anstieg laufend.

Das Ziel war etwa 500 Meter vom Start entfernt und zwar direkt neben dem Hotel Moskva (eines der ältestens Hotels in Serbien). Bei 2:38 h erreichte ich das Ziel und war einfach nur glücklich Land Nummer 41 erlaufen zu haben.

Eine Medaille gab es natürlich auch und ebenso erhielt jeder Teilnehmer eine Tüte mit Wasser, Apfel, Banane und einen Riegel.

Am Nachmittag genoß ich auf der Terasse des Hotel Moskva ein leckeres Stück Kuchen. Mit dabei war auch Udo, der ebenfalls den Halbmarathon gelaufen war. Glückwunsch!

Sonntag genoßen wir dann weiterhin das wunderbare Wetter in Belgrad. Wir schauten uns die Festung von Belgrad an, die aus dem 15. Jahrhundert stammt. Von dort hat man einen tollen Blick auf die Flussmündung von Save und Donau. Um die Festung herum befindet sich die sehenswerte Parkanlage Kalemegdan.

Zu Mittag aßen wir im veganen-vegetarischen Restaurant Glow, welches sich auch im Hotel Moskva befindet. Empfehlenswert!

Den Abend verbrachten wir dann wieder mit Udo bei leckerem Essen und serbischer Live-Musik.

Montag war dann der Tag der Abreise. Da unser Flug jedoch erst am späten Nachmittag gehen sollte, liefen wir am Vormittag noch eine kleine Runde durch den Kalemegdan und die Festungsanlage.

Am Nachmittag flogen wir dann mit Lufthansa über München wieder zurück nach Berlin.

Fazit: Der Belgrad-Marathon ist ein gut organisierter Lauf in einer super spannenden Stadt! Belgrad ist sehr günstig und auf jeden Fall schöner, wie man zunächst denken mag.


Responses

  1. Den Gutschein für die Pasta-Party habe ich auch nicht gesehen. Das scheint dann wohl einigen so ergangen sein ;-). Aber wie Du schreibst, Belgrad ist günstig und das Essen top. Insofern sind wir dann doch nicht verhungert 😉

    • Genau, verhungern musste man nicht 🙂 Schade dass es mit einem Treffen dann doch nicht geklappt hatte! Aber vielleicht ergibt sich woanders noch einmal eine Möglichkeit!

      • Mit Sicherheit. Habe jetzt Lissabon am 2.12.2018 gebucht.

      • Super! Portugal habe ich schon mit Porto erledigt 🙂

  2. Hallo Manu,
    Danke – so haben wir auch einen Eindrcuk von Belgrad erhalten 🙂 Glückwunsch zum Finish … Wetter wäre ja eher was für uns gewesen … Gruß Iwan und Frauchen

    • Vielen Dank! Ja, das Wetter wäre definitiv etwas für Frauchen gewesen!

  3. Liebe Manu,

    auch von mir Daumen hoch und ein sehr schöner Bericht. Außerdem freue ich mich auf unser Wiedersehen am Sonntag im schönen Elbtal.

    Bis dahin liebe Grüße nach Berlin
    Katja

    • Danke! Und war schön dass wir uns in Dresden getroffen haben!


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