Verfasst von: Manu | Oktober 23, 2017

Mozartkugeln als Zielverpflegung oder der Panoramatrail in Salzburg …

Seit 2013 fliegen wir jedes Jahr im Oktober nach Salzburg. Dort findet das Trailrunning-Festival statt, an dem ich auch in diesem Jahr erneut teilnehmen wollte.

Es sollte meine vierte Teilnahme werden – einmal konnte ich leider nur zuschauen.

Freitagabend flogen wir das letzte Mal mit Air Berlin in Berlin-Tegel ab. Eine Propellermaschine brachte uns in 75 min nach Salzburg.

Wir übernachteten erneut im NH Salzburg City und dort waren vor uns bereits Anette, der bärige Coach Iwan und Stefan eingetroffen. Am nächsten Morgen trafen wir alle beim leckeren Hotelfrühstück.

Samstagvormittag stand zunächst ein Pflichtpunkt an: Sachertorte essen! Diese leckere Spezialität genossen wir wieder im Café Fürst. Dort wurde übrigens die Mozartkugel erfunden.

12 Uhr öffnete dann die Startnummernausgabe. Diese fand diesmal direkt auf dem Kapitelplatz im Foyer der Katholischen Aktion statt. Wir drei (Anette, André und ich) hatten uns alle für den Panoramatrail angemeldet. Das bedeutete 8 km und 210 Höhenmeter. Außerdem im Angebot waren: Kindertrail, Festungstrail (15,9 km) und Gaisbergtrail (21,9 km) – inklusive Gaisberg-Race. Für unsere Startgebühr hatten wir 20 Euro bezahlt. Hierfür gab es wieder eine gut gefüllte Startertüte.

Im Anschluss aßen wir lecker im vegetarischen Bio-Restaurant Spicy Spices.

Um 16 Uhr begaben sich die Läuferinnen und Läufer des Festungstrails auf die Strecke. Wir waren 10 Minuten später dran. Bevor aber überhaupt jemand auf die Strecke gehen konnte, musste erstmal das Starttor wieder aufgestellt werden. Dem war nämlich die Luft ausgegangen 😉

Start war für alle Teilnehmer direkt auf dem Kapitelplatz. Das Wetter war zum Glück auch wieder besser – am Vormittag hatte es geregnet.

Mein einziges Ziel bei diesem Lauf war das gesunde Ankommen. Wie jedes Jahr hatte ich mich wieder überhaupt nicht speziell auf diesen Lauf vorbereitet. Und dabei waren es sogar noch ein paar Meter mehr in diesem Jahr.

Diesmal ging es nämlich noch eine Runde um den Dom und das Kaiviertel bevor die schreckliche Clemens-Holzmeister-Stiege zu bewältigen war. Gerade einmal einen Kilometer geschafft und die endlosen Treppenstufen killten mich schon …

Aber irgendwann waren wir oben angekommen. Ich war ziemlich am Keuchen … Dann ging es zum Glück erstmal etwas harmloser weiter, auch wenn immer wieder neue Treppenstufen und neue Anstiege warteten.

Da die Strecke jedoch so abwechslungsreich war und ich bald die Orientierung verlor, verging die Zeit wie im Fluge. Außerdem bot sich immer wieder ein toller Blick auf die wunderbare Bergwelt. Da konnte ich natürlich nicht anders und blieb immer mal wieder für ein Foto stehen. Diese Fotopausen waren auch eine gute Möglichkeit, um meinen Puls zu beruhigen 🙂

Dann kam noch ein besonders fieser Anstieg mitten durchs Gebüsch und über einen Baumstamm. Die Treppen und Anstiege bin ich übrigens immer gegangen.

Als der höchste Punkt mit 507 Metern (Richterhöhe) erreicht war, wusste ich, dass das Schlimmste geschafft war. Dann wartete jedoch noch eine ziemlich steile Passage bergab auf uns. Dort sind die beiden Führenden des Festungstrails an mir vorbei – was für eine krasse Geschwindigkeit! Ich bin ganz vorsichtig runtergelaufen. Einerseits wollte ich nicht ausrutschen und andererseits ist es bergab auch für meinen Rücken nicht ideal. Und ich war froh, dass ich meine PureGrit an den Füssen hatte!

Und plötzlich kam Anette von hinten. Ich hatte ja schon viel früher erwartet, dass sie mich überholen würde. Da danach wieder ein Anstieg kam, sah ich eigentlich keine Chance mehr Anette wieder einholen zu können. Aber irgendwie schaffte ich es doch mich wieder heranzuarbeiten. Und ich konnte in der Tat überholen.

Kurz darauf war ich aber etwas verwirrt, da ein Schild an einer Treppe hing. Die vor mir liefen aber alle geradeaus und ich befürchtete schon, dass es vielleicht Festungstrailläufer waren. Aber glücklicherweise kam dann doch noch eine Abzweigung nach unten. Noch eine Runde durch das Kaiviertel über Kopfsteinpflaster und durch enge Gassen und dann war die Strapaze fast geschafft. Auch wenn der letzte Kilometer nicht so einfach zu laufen war, so machte er mir doch am meisten Spaß. Und zwar aus dem Grund, weil das Ziel so nah war 🙂

Auf den letzten Metern lieferte ich mir dann sogar noch einen Wettstreit mit einer anderen Läuferin. Laut Ergebnisliste war ich eine Zehntelsekunde schneller 🙂

Bei 55:30 min erreichte ich überglücklich das Ziel. Damit belegte ich sogar noch Platz 3 (von 7) in meiner Alterklasse und Platz 38 (von 66) bei den Damen. Insgesamt sollten knapp über 150 Teilnehmer im Ziel einlaufen. Und für alle gab es eine Medaille zur Erinnerung.

Das Beste erwartete mich dann im Zelt mit der Zielverpflegung: Mozartkugeln und Sachertorte! Lecker!

André war schon lange vor mir im Ziel und Anette kam nur kurze Zeit später. Auch sie hatte Platz 3 in der Alterklasse geschafft – herzlichen Glückwunsch!

Am Abend gönnten wir uns dann leckere österreichische Leckereien im „Alten Fuchs„. Ich genoss Spinatknödel und als Nachtisch Kaiserschmarrn. Einfach köstlich!

Sonntag war es dann schon wieder Zeit die wunderschöne Stadt Salzburg zu verlassen. Das Wochenende war schon wieder viel zu schnell vorüber gewesen! Und besonders traurig war ich auch, dass der Rückflug unser letzter Flug mit Air Berlin war. Ich bin traurig, dass meine Lieblingsairline ihren Dienst einstellen muss. Ich werde sie vermissen, denn mit Air Berlin verbinde ich viele tolle Laufreisen. Alles Gute den Mitarbeitern!

Fazit: Eine wunderschöne Stadt, kulinarische Köstlichkeiten und Trailrunning – diese Kombination bietet das Trailrunning-Festival in Salzburg! Und auch für ungeübte Trailläufer ist der Panoramatrail machbar. Ich bin 2018 wieder am Start – Du auch?


Responses

  1. Da warst Du ja schon wieder fixer als Frauchen, sowohl in Salzburg als auch jetzt mit dem Post – wir mussten noch auf die Fotos warten 😉 Ja, superschönes Wochenende. Tolle Strecke, die Verpflegung ist auch nicht zu verachten. Und nächstes Jahr finishen Frauchen und Du gemeinsam!

  2. Ja, wollte dann doch damit fertig werden 🙂 Dann sehen wir uns hoffentlich nächstes Jahr wieder alle in Salzburg zum Kaiserschmarrn-Essen. Und laufen müssen wir dann wohl oder übel auch noch 😉

  3. Ich habe es dieses Jahr leider nicht geschafft…aber 2018 wieder!

    Ich drücke dir die Daumen, dass du auch ohne Air Berlin noch viele Laufabenteuer erlebst und ganz sicher wird sich eine Fluggesellschaft für das Salzburg Trailrunning Festival 2018 finden lassen. 😉

    • Ja, schade dass Du nicht dabei warst! Und Easyjet fliegt zum Glück auch nach Salzburg 😉

  4. Danke Manu für den tollen Bericht! Hat mir schon ein bisschen Leid getan heuer nicht dabei zu sein, aber vielleicht passt es nächstes Jahr wieder ☺️👍 LG

    • Ja, sehr schade, dass Du nicht dabei sein konntest! Hoffe wir sehen uns nächstes Jahr wieder! LG

  5. Das Profil erinnert mich ein bisschen an meine Läufe im Rahmen des Denzer Cups – allerdings gibt es dort keine so fiesen Treppen…

    • Ja, die Treppen war sehr fies 🙂


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