Verfasst von: Manu | Oktober 8, 2017

Gänsehaut bei der Deutschlandpremiere von „Skid Row Marathon“ …

Skid Row ist ein Stadtviertel in Los Angeles, in dem Tausende von Obdachlosen leben. Sie leben auf der Straßen, in Zelten oder provisorischen Unterkünften aus Pappe. Darunter sind viele Drogenabhänge und ehemalige Häftlinge.

Der Richter Craig Mitchell hat durch seinen Job mit vielen Bewohnern von Skid Row zu tun. Als er Skid Row das erste Mal besucht, beschließt er dort eine Laufgruppe zu gründen. Und um diese Laufgruppe geht es in dem Dokumentarfilm „Skid Row Marathon“.

Ich hatte die Möglichkeit diesen Film am Berlin-Marathon-Wochenende im Cinemaxx Berlin bei der Deutschlandpremiere zu sehen.

Am Vorabend der Filmpremiere hatte ich bereits die Gelegenheit bei der Verleihung des 1. Ampelmann-Awards mehr über die Geschichte und die Protagonisten zu erfahren. In der Zentrale der Berliner Marke mit den bekannten Ampelmann-Figuren fanden sich prominente Läufer, wie Dieter Baumann, Herbert Steffny und Volker Schlöndorf, zusammen. Es wurde über das Thema Laufen gefachsimpelt und es gab witzige, aber auch ernste Beiträge dazu. Alles in allem eine tolle Diskussionsrunde!

Auch Craig Mitchell, der Richter aus Los Angeles, war in der Ampelmann-Zentrale. Er nahm für seine Initiative den 1. Ampelmann-Award, der mit einem Preisgeld von 5.000 Euro verbunden war, in Empfang. Ebenfalls vor Ort waren das Produzententeam Marc und Gabriele Hayes. Es war sehr spannend mehr über die Skid-Row-Laufgruppe zu erfahren und zu hören, wie sich einzelne Mitglieder der Laufgruppe entwickelt haben. Ein inspirierender Abend, der viel zu schnell zu Ende war!

Am nächsten Morgen nahm ich mit meinen Freunden beim Berliner Frühstückslauf teil. Dort entdeckte ich zufällig im Feld Craig Mitchell, der ganz alleine unterwegs war. Ich nutzte die Gelegenheit und lief den letzten Kilometer bis ins Olympiastadion mit ihm gemeinsam. Der Mann ist so inspirierend und doch total bescheiden! Für ihn ist es eine Selbstverständlichkeit jede Woche mehrmals mitten in der Nacht aufzustehen um 5 Uhr morgens mit der Laufgruppe in Skid Row in den Tag zu starten.

Ich war schon sehr auf den Film am selben Tag gespannt! Besonders toll war, dass ich bei der Aufführung direkt hinter Craig Mitchell sitzen durfte und vor dem Film noch mit ihm plaudern konnte. Er würde übrigens am nächsten Tag auch den Berlin-Marathon laufen.

Der Film selbst war sehr bewegend und ich hatte mehrmals Augen in den Tränen. Die Geschichten der einzelnen Protagonisten, wie Ben Shirley, einem Musiker, den die Drogen zerstört haben, oder Rafael Cabrera, waren sehr emotional. Es war so toll zu sehen, wie das Laufen den Menschen wieder Motivation für ihr eigenes Leben gegeben hat und wie sie wieder Anschluss gefunden haben! Laufen verbindet und Laufen ist soviel mehr als nur sportliche Betätigung!

Die Mitglieder die Laufgruppe bekommen übrigens die Möglichkeit einen Marathon im Ausland zu laufen. Dafür werden Spenden gesammelt und so waren sie schon beim Rom-Marathon am Start und nächstes Jahr ist Jerusalem geplant.

Ich lege Euch den Film „Skid Row Marathon sehr ans Herz! Hier erfahrt Ihr mehr zum Film und wie Ihr das Projekt unterstützen könnt.

Hinweis: Ich wurde von Ampelmann zu diesem Event eingeladen. Dies hat jedoch nicht meine Berichterstattung beeinflusst. Der Bericht stellt meine eigene Meinung dar.


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