Verfasst von: Manu | April 25, 2017

Fast den Start verpasst oder die 10 km beim ORLEN Marathon in Warschau …

Vor drei Jahren bin ich zum ersten Mal in Polen gelaufen. Damals lief ich im Rahmen des ORLEN-Marathons 10 km in Warschau. Mir hatte es sehr in der polnischen Hauptstadt gefallen und daher wurde eine erneute Laufreise geplant.

So bestiegen wir letzte Woche am Freitagabend eine Maschine von Air Berlin und landeten eine Stunde später auf dem Chopin-Flughafen in Warschau. Wir nahmen uns aufgrund der späten Ankunft ein Taxi. Diese sind jedoch günstig in Polen und wir bezahlten für die Fahrt in unser Hotel gerade einmal 10 Euro. Diesmal hatten wir ein Zimmer im Mercure Warsawa Grand gebucht. Dieses Hotel befindet sich im Zentrum.

Nach einem ausgiebigen Frühstück am nächsten Morgen machten wir uns zu Fuß auf den Weg zur Startnummernausgabe. Diese sollte erneut am Nationalstadium stattfinden. Auf dem Weg dahin kamen wir auch am Museum der Polnischen Armee vorbei. Dort sind im Außenbereich diverse Militärfahrzeuge und u.a. auch Flugzeuge zu finden.

Wir hatten uns wieder für die 10 km beim ORLEN-Marathon angemeldet. Die Startgebühr kostete für das Basispaket gerade einmal knapp über 7 Euro. Im etwas teureren Paket wäre noch ein Funktionsshirt dabei gewesen. Aber mein Schrank zuhause ist schon voll mit diversen Laufshirts …

Bei der Startnummernausgabe musste übrigens jeder Läufer auf einem Stuhl Platz nehmen. Dann wurde in Ruhe der Inhalt der Startertüte (Isogetränk und Riegel waren neben Startnummer noch enthalten) erläutert und ein Formular war zu unterschreiben. Auf der Expo gab es auch Einiges zu sehen und wir holten uns für einen geringen Preis eine Portion Pasta.

Am Nachmittag genossen wir den Blick auf Warschau von oben. Wir besuchten die Aussichtsplattform im Kulturpalast, der mit 237 Metern das höchste Gebäude in Polen ist. Das Ticket für den Aufzug kostet um die 6 Euro. Der Blick von dort oben ist großartig!

Am Sonntagmorgen war kurz nach 7 Uhr schon Zeit für das Aufstehen. Nach dem Frühstück wollten wir so wie im Vorjahr die Straßenbahn bis zum Stadion nehmen. Doch leider mussten wir feststellen, dass keine Straßenbahn fuhr. Die Straße war gesperrt. Also 3 km zu Fuß!

Wir waren etwa 10 min vor dem Startschuss (der war für 9 Uhr geplant) in der Nähe des Starts. Aber wir mussten noch unseren Kleiderbeutel abgeben. Und da fingen wir dann doch an zu rennen … Zum Glück war bei der Abgabe keine Schlange und somit schafften wir es dann doch noch zwei Minuten vor dem Startschuss im Startblock zu sein.

Auf der anderen Straßenseite liefen zunächst die Marathonläufer los. Bei uns ging es dann auch kurz danach los – wir liefen allerdings in die umgekehrte Richtung. Glücklicherweise wusste ich bereits vom letzten Mal dass das große Starttor nicht der offizielle Start ist. Die Zeitmessmatten liegen nämlich einige Meter dahinter.

Die Strecke für die 10 km wurde leider geändert. Vor drei Jahren waren wir noch durch das Zentrum von Warschau gelaufen. In diesem Jahr blieben wir auf der anderen Seite der Weichsel und liefen nur durch eine langweilige Gegend. Die ersten Kilometer ging es nur gerade aus auf einer großen Straße. Pünktlich zum Start war die Sonne aufgetaucht – aber im Schatten war es sehr kühl. Außerdem blies immer noch ein ziemlicher Wind.

So richtig motiviert war ich nicht zum Laufen – die Devise war also einfach nur Ankommen! Die Hälfte der Strecke hatte ich in knapp über 30 min geschafft. Kurz darauf wartete dann auch eine Verpflegungsstation auf mich. Dort gönnte ich mir ein paar Schluck kaltes Iso-Getränk.

Irgendwann tauchte dann auch das einzige Stimmungsnest mit Zuschauern auf – sonst waren kaum Menschen am Straßenrand zu entdecken.

Schließlich war das Stadion in der Ferne wieder zu sehen und etwa bei Kilometer 9 liefen wir am Start vorbei. Dann noch ein kleiner Anstieg und eine große Runde um das Stadion. Auch wenn die Strecke langweilig gewesen war, so war doch der Zieleinlauf erneut ein Highlight. Das machte echt Spaß dort einzulaufen!

Bei 1:01:35 h hatte ich es dann auch geschafft und belegte somit Platz 2009 (von 3342) bei den Damen.

Nach ein wenig Schlangestehen hatte ich dann auch meine Medaille. Die machte schon etwas her!

Außerdem gab es im Ziel Wasser, Iso sowie Bananen und Müsliriegel.

Wir verzichteten jedoch darauf, sondern gönnten uns später noch ein total leckeres Frühstück im Nowo. Der Haferbrei mit Beeren und das Brot mit Avocado waren der Hammer!

Zum Glück hatte ich im Hotel Late-Check-Out gebucht und somit konnten wir noch bis 16 Uhr entspannen. Am Abend brachte uns dann Air Berlin wieder wohlbehalten nach Berlin zurück.

Fazit: Warschau ist definitiv ein unterschätztes Reiseziel! Und wer diese Stadt mit einem Lauf verbinden möchte, dem empfehle ich den sehr gut organisierten ORLEN-Marathon. Man darf nur bei den 10 km keine spannende Tour durch die Stadt erwarten!


Responses

  1. Ohje, so viel Aufregung vorher, dann noch kaltes Wetter – dafür ist es doch dann noch ein gelungener Lauf geworden. Schöner Bericht, Danke.
    P.S. Es geht immer noch nicht, sich mit dem Twitter-Account zu identifizeren … schade, so musst Du auf mein Foto verzichten 😉

    • Danke Iwan! 🙂
      Ich weiß auch nicht woran das liegt. Aber zum Glück weiß ich ja wie Du aussiehst – sogar in echt! 🙂


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