Verfasst von: Manu | März 16, 2017

Eine Runde durch die Knäckebrotstadt oder der Celler Wasalauf …

Ob Knäckebrot nun wirklich gesund ist, kann ich Euch leider nicht sagen. Aber ich kann Euch etwas über die deutsche Knäckebrotstadt Celle erzählen. Diese niedersächsische Stadt habe ich nämlich letztes Wochenende besucht, um dort am legendären Wasalauf teilzunehmen. Gesponsert vom größten Knäckebrotunternehmen weltweit, ist der Celler Wasalauf über die Landesgrenzen hinweg bekannt. Daher wollte ich mir diesen Lauf endlich einmal anschauen.

So machten wir uns am letzten Samstagvormittag mit dem Zug auf den Weg ins beschauliche Städtchen Celle, welches als südliches Tor zur Lüneburger Heide gilt. Die Zugfahrt dauerte von Berlin inklusive Umsteigen in Hannover nur knapp über zwei Stunden.

Auch wenn der Celler Bahnhof einen nicht sehr einladenden Eindruck machte, so änderte sich der Eindruck spätestens an der Trift-Anlage.

Und als wir schließlich den Schlosspark erreicht hatten, offenbarte sich uns die ganze Schönheit von Celle. Wenige Meter vom Schloss entfernt, erwartete uns auch unsere Herberge für das Wochenende, das 3-Sterne-Hotel Celler Hof. Wir erhielten ein Zimmer auf der obersten Etage und hatten von dort aus einen wunderbaren Blick auf die Stadtkirche und das Herzogschloss.

Zunächst erkundeten wir die wunderschöne Altstadt mit etwa 480 restaurierten Fachwerkhäusern. Wirklich toll!

Am Nachmittag holten wir unsere Startunterlagen im Schulzentrum etwas außerhalb des Stadtzentrums ab. Dieses Jahr fand der Lauf bereits zum 35. Mal statt. Wir hatten uns für die 5 km entschieden. Darüber hinaus waren Wandern, Nordic Walking, eine Staffel und weitere Laufdistanzen (2,5 km, 10 km, 15 km und 20 km) im Angebot. Wir hatten 16 Euro Startgebühr bezahlt und dafür gab es leider nur die Startnummer und nicht das erwartete Knäckebrot 😦

Am Abend genossen wir ein leckeres Essen beim Inder und bestaunten vorher noch die Lichtkunst an der Außenfassade des Kunstmuseums.

Am Sonntagmorgen gingen zunächst die Wanderer und Nordic Walker an den Start. Von unserem Hotelzimmer aus hatten wir besten Blick auf die Strecke. Für die Laufwettbewerbe befand sich das Ziel sogar direkt vor der Hoteltür. Perfekt!

Halb 12 war der Start für unseren Lauf geplant. Da es für uns bis zur Startlinie nur wenige Meter waren, machten wir uns erst 10 min vorher auf den Weg. Das sollte sich als Fehler herausstellen, denn wir kamen nur in der Mitte des großen Starterfeldes unter. Es war sehr voll – kein Wunder bei über 2.200 Teilnehmern in einer relativ schmalen Straße.

Der Startschuss wurde mit einer Kanone gegeben und es dauerte eine Weile bis wir wirklich im Laufschritt unterwegs waren. Es war sehr voll und Überholen war kaum möglich. Da ich etwas verschnupft war, hatte ich auch keine konkreten Zeitziele (nur unter 30 min sollte es schon sein). Aber im 6:30er Schnitt wollte ich dann doch nicht die ganze Strecke laufen 🙂 Aber auf den ersten Metern war nichts anderes möglich.

Wir liefen zunächst durch die Altstadt und kamen dann bald in den Schlosspark und liefen am Herzogschloss und dem Denkmal mit dem langen Namen „Hengst Wohlklang mit in der Freiheitsdressur“ lang.

Weiter ging es dann entlang am Französischen Garten hin zum Neuen Rathaus. Mittlerweile hatte ich beim Laufen ein wenig mehr Platz und konnte das Tempo anziehen.

Die Stimmung war für so eine kleine Stadt übrigens richtig toll! Ein wenig hat mich dieser Lauf an den Venloop erinnert. Schließlich liefen wir wieder zurück in die Altstadt. Sehr einfach zu laufen war es in Celle nicht. Aufgrund der vielen Teilnehmer in den engen Gassen war es nicht nur eng, sondern oft wartete auch noch Kopfsteinpflaster auf uns. Aber auf jeden Fall war es toll durch diese malerische Residenzstadt zu laufen!

Für einen kleinen Endspurt hatte ich auch noch Kraft und bei 27:37 min erreichte ich schließlich das Ziel. Das bedeutet Platz 102 (von 971) Damen und Platz 494 (von 2.222) Teilnehmern. Eine Medaille gab es für mich leider nicht, denn ich hatte diese nicht für vier Euro gebucht. Und wie ich später erfuhr, habe ich leider auch ein paar Scheiben Knäckebrot im Ziel verpasst 🙂

Nur noch schnell duschen und dann mussten wir uns schon wieder auf den Weg zum Bahnhof machen. Vielen Dank noch ans Hotel, dass wir ohne Probleme später auschecken durften!

Fazit: Auch wenn der Celler Wasalauf nicht wirklich für Bestzeiten geeignet ist, so lohnt sich eine Teilnahme auf jeden Fall! Celle ist eine Reise wert und die Stimmung beim Wasalauf ist super!


Responses

  1. Sehr schön! Mal eine ganz andere Kulisse 🙂 LG

    • Ja, eine nette kleine Stadt!


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