Verfasst von: Manu | Juni 15, 2016

Laufen in Elbflorenz oder die 5 km beim Stadtlauf in Dresden …

stadtlauf dresden

„Wenn es zutreffen sollte, dass ich nicht nur weiß, was schlimm und hässlich, sondern auch was schön ist, so verdanke ich diese Gabe dem Glück, in Dresden aufgewachsen zu sein. „ – diese Worte stammen vom deutschen Schriftsteller Erich Kästner. Er verbrachte seine Kindheit in der Stadt an der Elbe. Ich bin etwa 100 Kilometer von Dresden entfernt aufgewachsen und somit ist diese Stadt fast Heimat für mich.

Aus diesem Grund bin ich sehr oft in Dresden und zwar immer dann, wenn ein Lauf ansteht. Ein Lauf, an dem ich bisher noch nie in Dresden teilgenommen hatte, ist der Stadtlauf. Dieser wird im Rahmen der SportScheck-Laufserie angeboten. An den SportScheck-Läufen hatte ich bisher nur in Berlin und Magdeburg teilgenommen. Da ich über BMW-Impulse einen kostenfreien Startplatz in einer Stadt meiner Wahl erhielt, plante ich spontan die Teilnahme in Dresden.

Freitagmorgen machte ich mich mit dem Flixbus auf den Weg nach Dresden. Seit einer Weile bevorzuge ich diesen Bus, wenn es um Reisen von und nach Dresden geht. Gerade einmal neun Euro kostete die Fahrt und dafür kann ich sogar am Alexanderplatz einsteigen.

Gegen Mittag erreichte ich die sächsische Landeshauptstadt und checkte erst einmal in meinem Lieblingshotel, dem NH Collection Dresden Altmarkt, ein. Dieses Wochenende bot dieses Hotel wieder die perfekte Lage, denn Start und Ziel beim StadtLauf befinden sich direkt auf dem Altmarkt.

Den restlichen Samstag bummelte ich durch Dresden und genoß natürlich auch wieder das obligatorische Stück Eierschecke.

Eierschecke

Außerdem holte ich die Startunterlagen bei SportScheck in der Altmarktgalerie ab. Es gab einen gut gefüllten Starterbeutel sowie ein Funktionsshirt. Dieses Shirt gilt es Startberechtigung und ersetzt die Startnummer. Ich war richtig froh, dass es für mich noch ein Singlet gab. Bei den zu erwartenden Temperaturen hätte ich nur mit Unwillen ein Shirt mit Ärmeln tragen wollen.

Stadtlauf Dresden

Am Sonntagmorgen starteten zunächst die Kleinen um halb 9 und absolvierten 400 Meter. Danach waren die etwas Größeren dran und sie durften 1,8 km laufen.

Stadtlauf Dresden

Für halb 10 war dann der Start über die 5 km angesetzt. Für dieses Distanz hatte ich mich angemeldet. Der Start erfolgte pünktlich auf dem Altmarkt und obwohl ich relativ weit vorn stand, wurde es auf den ersten Metern sehr voll. Ich verschwendete viel Zeit und Energie für Überholmanöver und ärgerte mich, dass ich mich im Startblock nicht weiter vorn eingereiht hatte.

Stadtlauf Dresden

Wir bogen gleich nach dem Start nach links ab und liefen Richtung Zwinger. Über den Theaterplatz ging es dann über die Augustusbrücke. Auf der anderen Seite liefen wir dann kreuz und quer unter anderem am Palaisplatz und dem Goldenen Reiter vorbei. Am schönsten waren die Passagen, die uns direkt an der Elbe entlang führten. Dort wartete dann auch bei etwa der Hälfte der Strecke ein Getränkepunkt auf uns. Das Wasser hatte ich wirklich richtig nötig! Es war warm und die Sonne prasselte auf den schattenfreien Streckenabschnitten so richtig auf die Läufer runter.

Stadtlauf Dresden

Schließlich überquerten wir erneut die Augustusbrücke und dann hieß es nur noch geradeaus laufen.

Stadtlauf Dresden

Auf der  Schloßstraße dann noch ein letzter Sprint auf dem Weg ins Ziel auf dem Altmarkt. Bei 26:36 min erreichte ich das Ziel. Über die Zeit war ich sehr froh. Sie brachte mir Platz 9 (von 57) in der Altersklasse und Platz 66 (von 453) bei den Frauen. Eine Medaille gab es übrigens auch noch.

Stadtlauf Dresden

Im Ziel traf ich Jens und seinen Freund, die auf ihren Start zum Halbmarathon warteten. Die Verpflegung im Ziel war wirklich perfekt: verschiedene Getränkesorten, Obst, Brezeln, alkoholfreies Bier, Riegel und Früchtepüree in Quetschbeuteln.

Ich schaute dann noch den Läufern über die 10 km und den Halbmarathon zu. Ich hätte nicht mit ihnen tauschen wollen und war froh, dass ich meinen Lauf schon hinter mir hatte. Nachdem ich mich umgezogen und geduscht hatte, bummelte ich noch ein wenig durch die Altstadt und an der Elbe entlang. Dabei bedauerte ich die Läufer, die noch unterwegs waren.

Stadtlauf Dresden

Gegen Mittag begrüßte ich dann Jens und seinen Freund im Ziel und wir plauderten noch ein wenig.

Schließlich wurde es dann am Nachmittag wieder Zeit die sächsische Landeshauptstadt zu verlassen. Aber es bestand kein Grund zur Traurigkeit, denn im August bin ich bereits wieder in Dresden. Am 19. August findet der Dresdner Nachtlauf statt, bei dem ich zum 7. Mal (!) an den Start gehen werde. Diesen Lauf kann ich uneingeschränkt empfehlen!

Apropos Laufen in Dresden – in einem Buchladen entdeckte ich das Buch „Dresden läuft“ von Tino Meyer. Darin werden nicht nur Laufstrecken empfohlen, sondern auch diverse Läufe vorgestellt.

Dresden läuft

Fazit: Auch wenn die Läufe im Rahmen der SportScheck-Laufserie nicht ganz günstig sind, so bieten sie doch viel Leistung. Ein hochwertiges Funktionsshirt, eine gut gefüllte Startertüte und perfekte Zielverpflegung erwarten die Teilnehmer. Außerdem ist die Strecke beim Stadtlauf in Dresden einfach wunderschön!

Ausstattung: PureFlow von Brooks, Formbelt, Fitbit Surge


Responses

  1. 1. sind wir fürchterlich erschrocken – 10 km in 26 Minuten?! Nochmal nach oben gescrollt und mit Erleichterung festgestellt: hatten uns verlesen, Du bist (noch) keine Usaine Bolt 😉
    2. jetzt wissen wir auch, warum so viele Teilnehmer bei diesem in ihren Lauf-Shirts antreten: wenn das gleichzeitig die Startnummer / Startberechtigung ist … netter Trick, um ein einheitliches Läuferbild zu haben …
    Glückwunsch zur guten Zeit und zur Eierschecke!

    • Vielen lieben Dank!

  2. Schön, dass es dir wieder in Dresden gefallen hat. Wir waren nicht mit am Start, sondern sind ca. 90 km Richtung Berlin gefahren. Dort habe ich mir dann meinen langersehnten Wunsch erfüllt und habe einen Tandemsprung absolviert. In gewisser Weise war ich somit auch sportlich aktiv an diesem Tag. 🙂 Den Tag haben wir dann am Drochower See mit einem tollen Picknick ausklingen lassen, da ich meinen eigenen Fanblock mit dabei hatte und wir alle ganz hungrig waren.

    • Wow, Tandemsprung! War bestimmt toll, aber ich würde mich soetwas nicht trauen 🙂


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