Verfasst von: Manu | Februar 23, 2015

Sicherheitsnadel auf Französisch oder die 10 km beim Semi de Cannes

Semi de Cannes

Die Côte d’Azur hat es mir wirklich angetan, denn am Samstag begab ich mich erneut an Bord von easyJet um an die französische Mittelmeerküste zu fliegen. Dabei war diesmal Svea, die an diesem Wochenende ihren ersten Lauf im Ausland absolvieren sollte.

Leider empfingen uns auf dem Flughafen in Nizza zunächst Regen und dicke, graue Wolken. Mit dem Regenschirm bewaffnet machten wir uns auf den Weg zum Bahnhof um dort den Zug nach Cannes zu nehmen.

Der Lauf an diesem Wochenende sollte nämlich in der Stadt der Internationalen Filmfestspiele stattfinden. Nach gerade einmal 30 min Fahrt erreichten wir den Badeort Cannes und trafen zufällig im Zug noch Jochen, der auch für den Lauf angereist war.

Wir begaben uns sofort zum Hafen und dort war ein Zelt aufgebaut, in welchem wir bei Vorlage unseres Attestes vom Arzt die Startnummer für den Semi de Cannes erhielten. Bei Läufen in Frankreich ist ein derartiges Attest vorgeschrieben.

Neben der Startnummer gab es für jeden Teilnehmer noch ein grünes Funktionsshirt und im Umschlag fanden sich noch zwei Kosmetikproben und diverse Laufflyer.

Beim Semi de Cannes standen der Halbmarathon und 10 km zur Auswahl – wir hatten uns für die kürzere Distanz entschieden. Die Startgebühr betrug 14,50 Euro.

Erst im Hotel stellten wir fest, dass im Umschlag keine Sicherheitsnadeln waren. Dies war mir schon beim letzten Lauf in Frankreich passiert und ich hatte seitdem immer ein Set Sicherheitsnadeln in der Handtasche. Svea aber leider nicht – doch wir wollten uns dem Problem erst am nächsten Morgen widmen 🙂

Am Abend kehrten wir noch in einem italienischen Restaurant ein, um uns mit Pizza und Pasta für den Lauf am nächsten Morgen zu stärken.

Der Blick aus dem Fenster am Sonntagmorgen zeigte erst einmal, dass der Regen aufgehört hatte. Nach einem kurzen Frühstück im Hotelzimmer liefen wir die wenigen Meter zum Start am Hafen. Dort war schon viel los und die Temperaturen waren angenehm – nicht zu warm und nicht zu kalt.

Semi de Cannes

Svea hatte mittlerweile übrigens auch Sicherheitsnadeln für ihre Startnummer. An der Hotelrezeption hatte sie auf Französisch (épingle de sûreté) danach gefragt und die Hausdame brachte kurze Zeit später eine Handvoll davon. Glück gehabt 🙂

Um 9 Uhr ging es für alle 10-km-Läufer auf die Strecke. Knapp über 2.000 Teilnehmer waren es und der Großteil davon wohl aus Frankreich.

Semi de Cannes

Die Strecke lässt sich recht einfach beschreiben – zunächst liefen wir in westlicher Richtung am Mittelmeer entlang, dort drehten wir um und kamen erneut am Start- und Zielbereich vorbei. Schließlich ging es in südlicher Richtung am Mittelmeer entlang, wo wir auch wieder umdrehten und Richtung Ziel zurückliefen.

Semi de Cannes

Bereits nach dem ersten Kilometer ließ sich dann sogar die Sonne blicken und ich bereute schon meine Sonnenbrille im Hotel gelassen zu haben. Aber so schlimm war es auch nicht und ich wollte und konnte an dem Tag sowieso keine Bestzeiten laufen.

Einerseits wußte ich nicht, ob mir mein Knie noch Probleme machen würde und andererseits war ich ziemlich verschnupft. Daher wollte ich den Lauf einfach nur finishen. Schließlich sollte es mein Lauf Nummer 160 werden!

Es war schön am Meer entlang zu laufen und ohne Zeitdruck blieb ich immer einmal wieder für ein Foto stehen.

Semi de Cannes

Noch bevor die Hälfte der Strecke geschafft war, liefen wir am Ziel vorbei und dort kamen doch tatsächlich schon die ersten Läufer an.

Weiter ging es auf der Flaniermeile Boulevard de la Croisette, vorbei am Palais des Festivals et des Congrès, in dem die Filmfestspiele stattfinden.

Semi de Cannes

Weder Schnupfen noch das Knie machten mir Probleme, so dass ich die letzten Kilometer genießen konnte. Zwei Kilometer vor dem Ziel hatte ich dann auch Svea im Getümmel wiedergefunden und gemeinsam liefen wir ins Ziel ein. Bei 1:04 h erreichten wir dieses bei schönstem Sonnenschein.

Semi de Cannes

Im Zielbereich erfrischten wir uns mit Cola und Obst.

Nachdem wir im Hotel geduscht hatten, trafen wir uns mit Jochen wieder und erklommen den Hügel mit den Resten einer alten Burg. Von dort hatten wir einen wunderbaren Blick über Cannes.

Cannes

Danach spazierten wir noch am Hafen und der Croisette entlang und genoßen den Sonnenschein. Schließlich hieß es leider Abschiednehmen – der Flieger zurück nach Berlin wartete!

Auch wenn wir noch nicht einmal 24 Stunden in Cannes hatten, so war die Zeit doch perfekt um einen Lauf zu absolvieren und einen ersten Eindruck von der Stadt zu erhalten.

À bientôt, Côte d’Azur!

Frankreich

 


Responses

  1. Da hast du ja wieder ein aufregendes Laufwochenende verlebt. 🙂 Herzlichen Glückwunsch zum 160. Lauf-Finnish… 🙂

    • Vielen lieben Dank!

  2. 160 Läufe?! Respekt und weiter so!

    • Danke, Markus!

  3. Cannes ist wirklich wunderbar und ich freue mich, dass du trotz der Kürze des Aufenthalts eine schöne Zeit hattest.

    Ich liebe dort die Wochenmärkte und auch die kleine Anhöhe ist wirklich schön.

    • Ja, Cannes ist schon wunderbar und ich war hoffentlich nicht das letzte Mal dort!

  4. Es ist echt immer wieder der Wahnsinn wo du jedes we so bist! Viel Spaß dieses auch in Teil Aviv! Grüß amir!;)

    • Danke! Und die Grüße habe ich ausgerichtet 🙂

  5. Du bist ne echte Weltenbummlerin. Ich bin schon gespannt wann du alle Laender bereist hast:-)

    • Ich befürchte dass wird daran scheitern nicht es nicht in allen Ländern einen Lauf gibt 😉

  6. Again what learned, wie Loddar sagen würde. Da Frauchen mit Sicherheit nicht weiß, was Sicherheitsnadel auf Französisch, Spanisch usw. heißt, hat sie immer welche in ihrem Beutel für den Brustgurt / die Pulsuhr. So sind sie immer dabei. Tolles Foto aus dem Flieger heraus 🙂

    • Ja, Sicherheitsnadeln sollte man immer dabei haben 🙂

  7. Ich würd‘ ja gern mal mitkommen, wie machst Du das iegntlich, Manu? Buchst Du dir die Sachen alle vorweg und fährst allein zu den Laufevents? Oder hast Du ständige Begleitung? Mit EZ ist ja immer ALLES teurer. 😦

    • Ja, ich buche alles lange im Voraus. Und meist bin ich in Begleitung – aber ich war auch schon alleine unterwegs, wie in Barcelona oder die ersten Tage in Tel Aviv.

  8. […] Schönstes Erlebnis: Semi de Cannes […]


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