Verfasst von: Manu | Dezember 15, 2014

Einmal im zweitkleinsten Staat der Welt laufen oder der Giru de Natala in Monaco …

Giru de Natale

Als ich im Februar bereits in Nizza am Rock’n’Roll teilgenommen hatte, war nicht daran zu denken, dass ich in diesem Jahr erneut in diese Stadt an der Côte d’Azur fliegen würde.

Doch dann hörte ich von unserem Lauffreund Jochen vom Giru de Natale in Monaco. Und da ich noch nie im zweitkleinsten Staat der Erde gelaufen war, stand schnell fest, dass ich im Dezember erneut nach Nizza fliegen würde. Denn nur wenige Kilometer entfernt ist das Fürstentum Monaco zu finden.

Easyjet Nizza

So machte ich mich also am letzten Freitag erneut auf den Weg nach Nizza. Bei strahlendem Sonnenschein trafen wir dort ein und ich musste sofort ans Meer. Hach, war das schön so mitten im Dezember am Meer sitzen zu können!

Nizza

Am Abend trafen wir uns mit Jochen in einer Pizzeria und danach genehmigten wir uns Glühwein auf dem kleinen, aber feinen Weihnachtsmarkt im Zentrum von Nizza auf dem Place Massena. War angenehm sich auf einem Weihnachtsmarkt mal keine Gedanken um kalte Hände oder Füße machen zu müssen 🙂

Nizza

Am nächsten Tag fuhren wir mit dem Lokalzug ins etwa 20 km entfernte Fürstentum Monaco. Bei der Ankunft war ich total erstaunt wie bergig dieses winzige Land ist und wir hatten erst einmal Probleme den Weg in den Hafen zu finden. Im Nachhinein erfuhren wir, dass es eine Rolltreppe direkt dorthin gab. Aber wir nahmen irgendwelche kurvigen Straßen …

Unser Hotel war direkt am Hafen und an der Rennstrecke der Formel 1 gelegen. Wir erfuhren dann, dass während der Rennen unser Hotelzimmer 2.000 Euro kostet und das pro Tag!

Monaco

Am Nachmittag holten wir uns die Startunterlagen für den Giru de Natale im Hafen ab. Für den 10-km-Lauf hatten wir weniger als 17 Euro bezahlt und in der Startgebühr war ein Funktionsshirt enthalten. Leider war dieses zu groß 😦

Ein medizinisches Attest musste man bei diesem Lauf übrigens auch einreichen – zum Glück konnte ich noch das vom Lauf in Nizza hierfür nutzen.

Wir schlenderten über den Weihnachtsmarkt und dann zeigte uns Jochen das berühmte Casino von Monte-Carlo. Da standen schon ein paar hochwertige Fahrzeuge vor der Tür … Aber mir hatte es eher die spektakuläre Weihnachtsdekoration vor dem Casino angetan.

Monaco

Am Sonntagmorgen starteten dann zunächst die Kleinen über zwei kürzere Läufe bis es für uns um halb 11 auf die 10-km-Strecke ging. Hatten wir die zwei Tage vorher noch den Sonnenschein genoßen, so zogen zum Lauf dicke Regenwolken auf. Wenigstens war es recht mild.

Der Start für die etwa 1.600 Teilnehmer fand direkt am Hafen statt und besonders viele Italiener befanden sich unter der Startern. Die italienische Grenze ist ja auch nur wenige Kilometer vom Fürstentum Monaco entfernt.

Giru de Natale

Wir liefen zunächst am Hafen entlang – doch dann ging es nach zwei Kilometern steil nach oben. Über teilweise Stufen galt es den Berg, auf dem sich der Fürstenpalast befindet, zu erklimmen. Ich ging da, denn an Laufen war nicht zu denken. Oben angekommen war leider nichts vom Fürsten oder seiner Familie zu sehen, aber dafür war alles mit Flaggen geschmückt.

Giru de Natale

Wunderschön war dann die Passage abwärts zum Hafen zurück mit einem tollen Blick über die Bucht.

Monaco

Als wir erneut am Start- und Zielbereich entlang liefen, sah ich schon die ersten Läufer im Ziel einlaufen. Ich hatte hingegen gerade einmal die Hälfte der Strecke geschafft.

Giru de Natale

Auf der anderen Seite des Hafens war der nächste Anstieg zu bewältigen – diesmal war das Casino auf dem Berg in Monte-Carlo das Ziel. Immerhin lief ich hier durchgängig und konnte dabei so einige Läufer einsammeln.

Am Besten war dann die Passage bergab – da konnte ich wieder einiges an Zeit gutmachen. Und die letzten Kilometer liefen wir dann am Meer entlang zurück. Das war echt – trotz Regen – wunderschön!

Giru de Natale

Ich hatte auch noch viele Reserven und überholte nur noch. Vielleicht machte mich auch der Gedanke daran, dass ich auf der Strecke der Formel 1 lief, so schnell 🙂

Bei 1:00:19 h lief ich schließlich im Ziel ein. Damit war ich doch besser wie erwartet. Aufgrund der vielen Höhenmeter und der Fotostopps hatte ich eigentlich mit einer langsameren Zeit gerechnet.

Giru de Natale

Im Ziel gab es Wasser und Obst, welches ich leider nicht ausgiebig genießen konnte. Denn ich musste die wenigen Minuten, die bis zum Auschecken aus dem Hotel blieben, noch nutzen.

Am Nachmittag brachte uns dann der Regionalzug von Monaco aus zurück zum Flughafen nach Nizza und am Abend landeten wir wieder sicher in Berlin.

Das verlängerte Wochenende an der Côte d’Azur war auf jeden Fall perfekt und der Giru de Natale ein großartiges Erlebnis! Und so ganz nebenbei war Monaco das Land Nummer 22 in dem ich an einem Lauf teilgenommen habe.


Responses

  1. Ich habe mit Spannung auf den Beitrag gewartet. Denn am Wochenende hatte ich ja bereits tolle Eindrücke auf Instagram sehen können. Hört sich in der Tat nach einer wirklich schönen Veranstaltung an und Monaco, Nizza und Cannes sind sowieso immer eine Reise wert.

    • Ja, die Gegend ist echt schön dort! Und obwohl ich eigentlich Spanien-Liebhaberin bin, so schwärme ich nun doch mehr und mehr von Frankreich 🙂

  2. Schade, dass Ihr die fürstlichen babies nicht gesehen habt 😉 Spaß beiseite, liest sich wirklich nach schönem Lauf. Und Stufen konntest Du ja schon in Salzburg trainieren. Danke für die schönen Weihnachtsmarktbilder!

    • Ja, bei den Stufen musste ich auch sofort an Salzburg denken und war dankbar für das Training dort 🙂 Hatte ja gar nicht damit gerechnet, dass es in Monaco ähnlich steil zugeht 🙂

  3. Der Palast ist ja wirklich sehr schön (geschmückt). Und im Dezember nochmals so luftig laufen zu können hat ganz bestimmt was. Wobei mir das bei den Wetterprognosen die nächsten Tage hier vielleicht auch können.

    • Ja, das Wetter in Frankreich war einfach perfekt für Dezember 🙂

  4. Sehr schöne Eindrücke hast du da wieder mitgebracht!
    Ich mag den Schnee auf deiner Seite übrigens sehr gerne 😉

    Liebe Grüße

    • Vielen Dank! 🙂

  5. […] Schönstes Erlebnis: Giru de Natale Monaco […]

  6. Auch wenn die Foto-Stopps deine Zeit ein wenig gedrückt haben, danke ich dir, dass du dir die Zeit genommen hast uns diese Eindrücke festzuhalten. Am Hafen Monacos zu Laufen, stell ich mir dadurch noch viel spannender vor.

    • Gern! Danke für Deinen Kommentar!

  7. Uiuiui, schon 22 Laufländer! Gibt es da eigentlich einen offiziellen Rekord, den du anpeilen könntest? 😉 Scheint auf jeden Fall keine so ganz einfache Strecke zu sein…

  8. Hi Andreas, ja der Rekord liegt bei 103 Ländern – siehe http://www.laenderlaeufer.de/bestenliste.htm 🙂 Soviel schaffe ich nur, wenn ich mal im Lotto gewinne 🙂


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