Verfasst von: Manu | November 2, 2014

11 Tipps, wie man als Laufveranstalter garantiert alle Teilnehmer vergrault …

Tipps für Laufveranstalter

Der optimale Laufwettkampf – gibt es den? Was sollten Laufveranstalter beherzigen, damit die Teilnehmer zufrieden nach Hause gehen? Findet heute hier eine nicht ganz ernstzunehmende Betrachtung einer Läuferin, die bereits an mehr als 150 Laufwettkämpfen teilgenommen hat …

  1. Auf keinen Fall online Informationen zur Veranstaltung anbieten! Eine Website oder gar Facebook sowie Twitter könnten dazu führen, dass die Veranstaltung bekannt wird. Sollte man bereits eine Website betreiben, dann am besten nie aktualisieren und erst recht keine Kontaktmöglichkeit angeben. Es könnte ja Läufer mit Fragen geben. Ein besonderer Tipp für Veranstalter im Ausland: Auf keinen Fall eine englische Version anbieten – Läuferinvasion aus dem Ausland könnte sonst drohen.
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  2. Am besten den Termin wählen, der bei allen Veranstaltern beliebt zu sein scheint! Oder würden sie den sonst alle genau an diesem Tag ihren Lauf organisieren?
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  3. Die Anmeldung für den Lauf so schwierig wie möglich gestalten! Wer die Anmeldung per Post anbietet mit gleichzeitiger Beilage des Überweisungsscheines kann sich sicher sein, dass es ein kleiner Lauf wird. Bei Online-Anmeldung – am besten noch über bekannte Portale – besteht die Gefahr, dass man es den Anmeldenden viel zu einfach macht. Ein guter Tipp sind auch Gesundheitszeugnisse, die man bei der Anmeldung einreichen muss.
    aaaaaaaaGoitzsche
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  4. Die Details zum Startort so gut wie möglich verbergen! Ein weitere Möglichkeit sind Ortsangaben, die nur ein Insider entschlüsseln kann. Außerdem ist es immer gut, einen Lauf ganz weit draußen – dort wo eh‘ nur Autofahrer hinkommen – zu veranstalten.
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  5. Niemals die Möglichkeit für Kleiderabgabe anbieten! Falls man doch dazu gezwungen wird, dann am besten kostenpflichtig oder aber unbeaufsichtigt und natürlich ohne jegliche Haftung.
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  6. Toilettenhäuschen sollten auf jeden Fall vermieden werden! Wozu gibt es denn den Park? Und wenn es doch verlangt wird, dann einfach viel zu wenige hinstellen und der Park wird dann freiwillig benutzt.
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  7. Auf keinen Fall Getränke anbieten! Läufer sind doch hart im Nehmen – die brauchen selbst bei 30° C kein Wasser. Das sollen die sich ruhig selbst mitbringen. Bei Beschwerden einfach ein paar Flaschen hinstellen, die natürlich nur deshalb schon leer sind, weil einige viel zu viel getrunken haben.aaaa
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    Citynacht Berlin
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  8. Zeitmessung und Ergebnisse sind unnötig! Zeitmessung kostet doch nur Geld, warum also? Verlassen wir uns doch am besten auf die gute alte Stoppuhr und nehmen die Ergebnisse handschriftlich auf. Oder nutzen wir ein Zeitmesssystem, wofür extra Chipmieten fällig sind. Und bei den Ergebnissen reicht es doch, wenn diese auf Nachfrage mitgeteilt werden. Warum sollten wir diese veröffentlichen oder gar per E-Mail oder SMS versenden?
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  9. Hohe Startgebühren ansetzen! Warum denn nicht? Solange die lieben Läufer das bezahlen! Und sie sollen dann auf keinen Fall erwarten, dass es für das viele Geld dann etwas gibt. Extras müssen natürlich extra bezahlt werden (siehe auch Punkt 10)!aaaa

    aaaaVerona Marathon
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  10. Extras kostenpflichtig anbieten! Urkunden, Medaille oder T-Shirts sollen die Läufer doch gefälligst selbst bezahlen, wenn sie diese unbedingt haben möchten! Auch Startertüten sind überbewertet und wenn doch, dann am besten ganz viele Werbeflyer reinstecken, damit sie schön voll aussehen.
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  11. Niemals Ummeldungen zulassen! Es kann doch wohl von einem Läufer erwartet werden, dass er ein Jahr vor dem Termin schon weiß, dass er beim Marathon fit ist und auch sonst nix dazwischen kommt. Ansonsten hat er halt Pech gehabt!

Und wodurch lasst Ihr Euch von einem Lauf abhalten? Ich bin gespannt auf Eure Antworten!


Responses

  1. Auf den Punkt getroffen, Manu! Mal abgesehen von den üblichen Verdächtigen wie Startgebühren und fehlende Ummeldemöglichkeiten frage ich mich oft auf den Websites der Veranstalter, ob mal jemand mit einem Läufer darüber gesprochen hat. Wenn man Informationen (Strecke! Start und Ziel!) lange suchen muss oder gar nicht findet, dann scheint es sich wirklich um ein Privatvergnügen der Veranstalter zu handeln, das sie möglichst alleine genießen möchten…

    • Vielen lieben Dank Andreas! Noch schwieriger wird es bei Läufen im Ausland, wenn keine englische Version angeboten wird 🙂 Ich denke da nur an den diesjährigen Lauf in Kopenhagen zurück … Zum Glück konnte Google Translate helfen 🙂

  2. Also ich finde es eigentlich eine gute Idee Medaillien oder Shirts als Extras anzubieten. Dann kaufen auch nur die sich welche, die es wirklich wollen. Alle anderen haben entweder genug davon, brauchen sowas nicht oder wollen dafür kein Geld ausgeben. Ich habe z.B. in der Zwischenzeit soviele T-Shirts dass ich keines mehr benöitge. Und dann noch dafür zahlen zu müssen obwohl garnicht notwendig…

    • Oh ja, die unzähligen Laufshirts liegen auch bei mir zuhause rum 🙂 Allerdings konnte ich bisher nicht unbedingt feststellen, dass Läufe mit kostenfreien Shirts teurer sind als Läufe ohne Shirts … Aber ich habe leider auch so einige Shirts daheim, die man lieber hätte nicht ausgeben sollen.

  3. Echt geniale Zusammenfassung! Hast du so etwas schon mal erlebt? Ich finde Punkt vier für mich interessant – es wird oft erwartet, dass jeder mit dem Auto kommt. Hinweise auf Bus und Bahn fehlen. Und Punkt 11: Berlin macht’s vor, was dazu führt, dass zigtausende mehr hätten mitlaufen können! Kleine Laufveranstalter muss man aber bezüglich der Zeitmessung in Schutz nehmen. Das kann schon arg teuer werden.

    • Vielen Dank! Also einige Dinge habe ich in der Tat schon erlebt – aber zum Glück alle nie auf einmal 🙂 Wegen der Zeitmessung gebe ich Dir Recht – aber der Artikel sollte ja auch ein wenig übertreiben 🙂

  4. 12. Jährlich die Strecke ändern. Mal mehr, mal weniger. So fühlt sich jedes Jahr wie eine kleine Premiere am gleichen Ort an. Außerdem vermeidet man so die lästige, gleichzeitig leider bei Läufern beliebte Vergleichbarkeit persönlicher Zeiten auf dem Track. Motto: Ever change a winning team.

    • Alf, das ist ein guter Punkt! Und in der Tat sehr ärgerlich. Habe ich leider auch schon oft erleben müssen. Und dazu passt auch noch – nie korrekt vermessene Strecken anbieten! Macht doch den Läufern nicht wirklich viel aus, ob sie nun 9,8 oder 10,3 km laufen müssen 🙂

  5. Hm. Wobei der wechselnden Strecke und der Streckenlänge möchte ich zu bedenken geben, dass das auch nicht immer durch den Veranstalter zu beeinflussen ist.

    Beim X-Mas Run z.B. bekommen wir jedes Jahr schon deswegen eine neue Strecke, weil Behörden in Hamburg eine äußerste Kreativität an den Tag legen, wenn es darum geht zu erzählen, warum die letztjährige Strecke nun gerade nicht geht. Hinzu kommt, dass wir immer vom Dom und Domreferat und der DFL abhängig sind. Man könnte auch sagen vom Teufel, dem Vorteufel und dem Hauptteufel.

    Deswegen ist die Strecke meistens nicht deckungsgleich mit dem Vorjahr und ich meine sie war auch noch nie wirklich 5,000000 KM lang. Ist unter den Gegebenheiten nicht anders machbar. Denke ist aber auch verkraftbar, wenn man das als Veranstalter auch ein bisschen deutlich macht. Ärgerlich ist es, wenn man behauptet eine vermessene Strecke zu haben und dies stimmt dann nicht.

    • Ja, da hast Du Recht – als Veranstalter werden einem da auch oft Hürden in den Weg gelegt … Aber der Artikel war ja auch nicht zu 100 Prozent Ernst gemeint 🙂

  6. […] Jetzt sitze ich hier mit Wadenproblemen und das einzige, was läuft ist erkältungsbedingt meine Nase. Bleibt also nur, die Zeit für die Laufplanung 2015 zu nutzen. Und da freut es einen natürlich, wenn plötzlich eine Mail mit einem neuenLauf in der Nähe hereinkommt. Anlässlich des 775-Jahre-Jubiläums der Stadt Strausberg östlich von Berlin wird es einen Marathon geben, der auch noch werbewirksam auf 775 Starter begrenzt wird. Nach Marathon ist mir zwar gerade nicht so, aber neugierig bin ich doch. Und was ich dann zu sehen bekomme, erinnert mich doch sehr an Manus Artikel „11 Tipps, wie man als Laufveranstalter garantiert alle Teilnehmer vergrault“. […]


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