Verfasst von: Manu | September 22, 2014

Ein verregneter Lauf in Kopenhagen oder der Friløbet 2014 …

Friløbet

In Kopenhagen sollte es soweit sein – der Lauf in Land Nummer 20 stand an. Dänemark grenzt zwar an Deutschland, aber dennoch hatte ich es bisher noch nicht geschafft dort einmal zu laufen. Das musste geändert werden und somit bemühte ich vor einigen Monaten Google und wurde fündig. Der Friløbet in Kopenhagen fand bereits mehrere Male statt und feierte in diesem Jahr zehnjähriges Jubiläum.

Immerhin existierte für diesen 10-km-Lauf eine Website – doch leider war diese nur auf Dänisch. Ich versuchte mehrfach den Laufveranstalter zu kontaktieren, um mir das leidvolle Übersetzen mit Google Translate zu ersparen, doch erst zwei Wochen vor dem Lauf erhielt ein ein paar spärliche Informationen.

Google Translate musste ich dann doch bemühen um alle Felder im Online-Anmeldeformular richtig ausfüllen zu können. Aber es klappte alles und für umgerechnet 28 Euro war ich schließlich registriert.

Air Berlin Flughafen

Samstagvormittag brachte uns Air Berlin in weniger als einer Stunde nach Kopenhagen. Mit der Metro ging es in einer Viertelstunde zu Kongens Nytorv und von da aus waren es nur noch wenige Minuten bis zu unserem Hotel WakeUp. Dieses Haus hat erst in diesem Jahr eröffnet und ist sehr stylish eingerichtet.

Wakeup Kopenhagen

Den restlichen Tag nutzte ich um mir die nähere Umgebung etwas anzuschauen. Ich schlenderte durch die Innenstadt vorbei an Schiffen und bunten Häusern.

Kopenhagen

Schließlich besuchte ich auch den Kongens Have, den einstmaligen Garten des Königs. Dort war ich von dem wunderschönen Schloss Rosenborg sehr angetan.

Rosenborg

Am Sonntagmorgen machten wir uns schließlich zu Fuß auf den Weg zum Østerbro Stadion, an dem der 10-km-Lauf starten sollte. Die zwei Kilometer bis dorthin nutzen wir zum Aufwärmen.

Leider fielen dann immer mehr Regentropfen vom grauen Himmel und ich dachte nur mit wenig Vorfreude an den Lauf im Nassen.

Frilobet

Um 9 Uhr starteten wir schließlich vor dem Stadion – vorab hatte eine junge Dame auf dem Dach noch für ein paar Aufwärmübungen gesorgt.

Der erste Kilometer auf der Østerbrogade war ein wenig langweilig, doch danach wurde es dann spannender. Wir liefen Richtung Wasser und dort sahen wir dann schließlich auch die Kleine Meerjungfrau. Gar zu gern wäre ich für ein Foto stehengeblieben, aber zu dem Zeitpunkt regnete es ziemlich und vor der jungen Dame im Wasser hatte sich ein große Traube von Touristen versammelt.

Am Wasser entlang (bei Sonnenschein wäre das noch viel schöner gewesen) liefen wir weiter und meine Klamotten nahmen bei jedem Schritt mehr Nässe auf.

Frilobet

Nachdem wir Amalienborg passierten, verließen wir das Wasser leider wieder (aber wir hatten ja genug von oben) und liefen wieder Richtung Innenstadt. Mittlerweile hatten wir bereits 4 km geschafft. Ich hatte jedoch überhaupt keine Lust mehr zum Laufen und lief im Schneckentempo unmotiviert vor mich hin …

Doch schließlich hatte ich die Hälfte der Strecke erreicht und es gab auch etwas zu Trinken. Das war eine gute Gelegenheit für eine Gehpause 🙂

An der Nationalgalerie kamen wir vorüber und dann liefen wir entlang des Sortedamssee. Mittlerweile hatte der Regen auch etwas nachgelassen und ich konnte das Laufen um den See beim Anblick von Schwänen auch genießen.

Frilobet

Kilometer 9 führte uns durch den schönen Fælledparken und finishen durften wir dann auf der blauen Bahn im Østerbro Stadion. Das war dann doch super! Bei 1:03:55 h erreichte ich übrigens das Ziel.

Frilobet

Leider gab es keine Medaillen – doch dafür Wasser, diverse Obst- und Gemüsesäfte, Riegel und Äpfel.

Da wir ziemlich nass waren, machten wir uns schnell wieder auf den Rückweg in unser Hotel. Der Lauf war übrigens relativ übersichtlich von der Teilnehmerzahl her und wir gehörten wohl zu den sehr wenigen Ausländern dort. Bei schönem Wetter macht der Friløbet sicherlich auch um einiges mehr Spaß!

Und Kopenhagen ist doch immer eine Reise wert! Also vielleicht bis nächstes Jahr? Dann aber bei Sonnenschein!

Air Berlin


Responses

  1. Tja das Wetter kann man sich nicht aussuchen, nur das Beste draus machen. 😉 Bei Sonne hättest du bestimmt doch den Stopp bei der kleinen Meerjungfrau eingelegt, oder?
    Auf alle Fälle wieder ein schöner Lauf-Reise-Bericht….

    • Ja, auf das Wetter hat man in der Tat keinen Einfluss. Aber wenigstens schien dann nach dem Lauf die Sonne 🙂

  2. Liest sich toll und macht Lust, mal wieder nach Kopenhagen zu fahren. Den Bildern sieht man das schlechte Wetter gar nicht an. Viele Grüße

    • Vielen lieben Dank!

  3. Als wir in Kopenhagen war4en, hat es 3 Tage dauergeregnet. Tivoli, kleine Meerjungfrau usw. – gar nicht lustig im Regen. Und Rückflug dann mit Orkanwarnung. Schade, dass Du auch kein besseres Wetter hattest. Aber doch noch eine gute Zeit! Gruß aus Nürnberg

    • Wir hatten ja immerhin keinen Dauerregen – nur beim Lauf hat es halt die ganze Zeit geregnet. Davor und danach war es wieder super 🙂

  4. Man muss es nehmen wie es kommt : ) Ich war bisher nur einmal in Kopenhagen, aber bei strahlendem Sonnenschein. Ich fand die Stadt genial!

    • Ja, da hat man wohl leider keine Wahl 🙂 Und ich hoffe auf ein drittes Mal Kopenhagen, bei dem ich dann auch viel Sonnenschein habe.


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