Verfasst von: Manu | August 17, 2014

Ein stimmungsvoller Lauf an der Elbe oder der Dresdner Nachtlauf 2014 …

Dresdner Nachtlauf

Es gibt nur wenige Läufe, bei denen man behaupten kann, dass man bisher bei allen Auflagen am Start war. Bei mir ist dieser Lauf der Dresdner Nachtlauf. Seit 2010 steht dieser wunderschöne Lauf an der Elbe im Laufprogramm und ich war bisher jedes Jahr dabei. Und somit hatte ich mir auch für den diesjährigen fünften Nachtlauf bereits vor vielen Monaten den Startplatz gesichert.

Dresden

 

Freitagvormittag ging es für mich per Zug nach Dresden und dort bezog ich dann wieder Quartier in unserem Lieblingshotel NH am Altmarkt. Zentraler geht es kaum!

Tagsüber genoß ich die Stadt und schlenderte an der Elbe entlang und musste mir zum wiederholten Male die Frauenkirche und den Zwinger anschauen. Immer wieder schön!

Zwinger Dresden

Am Nachmittag holte ich mir die Startunterlagen in der Centrum Galerie ab, was ohne Schlangestehen schnell erledigt wird. Für 13 Euro Startgebühr gab es noch ein Gel und ein Halstuch.

Dresdner Nachtlauf

Am späten Nachmittag zuckten dann Blitze über Dresden und es regnete in Strömen. Ich dachte schon mit Schrecken an unseren Start am Abend …

Eine Viertelstunde vor dem Startschuss trafen wir im Startbereich, der sich schräg gegenüber von unserem Hotel befand, ein und begaben uns mit unserem Lauffreund Dirk in den Startblock. Wir ordneten uns alle hinter Block C ein, da wir alle nicht schnell laufen wollten.

Dresdner Nachtlauf

Leider wurde der Start um 15 min verschoben, da es woh unerwartet viele Nachmeldungen gab. Und so waren es dann 20:15 Uhr auch über 3.000 Teilnehmer, die nach und nach die Startlinie passierten. Auch wenn es bis kurz vor der Startlinie nur im Schneckentempo voranging, so war danach doch sehr flüssiges Laufen möglich. Einen Stau, wie in den letzten Jahren, gab es da nicht mehr.

Dresdner Nachtlauf

Nach wenigen Metern hatten wir die Elbe erreicht und dort ging es dann Richtung Blaues Wunder nur noch an der Elbe entlang. Nachdem wir an der Carolabrücke und der Albertbrücke entlang gelaufen waren, erreichten wir die neue Waldschlösschenbrücke. Die Temperaturen zum Laufen waren angenehm und ich denke, dass es der bisher kühlste Nachtlauf war.

Schließlich erreichten wir den ersten Verpflegungspunkt und dann war auch schon das Blaue Wunder erreicht. Bevor wir diese beeindruckende Brücke überqueren durften, war jedoch erst einmal eine kleine Schleife bergan zu laufen.

Nach der Überquerung der Brücke liefen wir auf der anderen Elbseite wieder zurück. Mittlerweile war es auch schon dunkel geworden. Die gefürchtete Passage mit Kopfsteinpflaster schaffte ich auch ohne Probleme und danach wurde es dann wirklich dunkel. Aber durch Fackeltöpfe und Knicklichter am Wegesrand wurde uns der Weg geleuchtet, was ein tolles Bild abgab. Und beim nächsten Mal bringe ich mir auch noch ein eigenes Knicklicht mit – einige Mitläufer hatten dies auch getan.

Cool war übrigens auch der beleuchtete Tunnel, den es dieses Jahr erstmalig gab. Er wechselte sogar die Farben und daher musste ich unbedingt für ein Foto kurz anhalten 🙂

Nachtlauf Dresden

Am zweiten Verpflegungspunkt holte ich mir noch etwas Wasser und so langsam kam die wunderschöne Silhouette von Dresden in Sicht. Meine Beine waren inzwischen schon schwer geworden, denn ich war das letzte Mal eine längere Strecke Anfang Juli gelaufen (10 km)!

Aber der Dresdner Nachtlauf ist sowieso kein Lauf für Bestzeiten sondern vielmehr zum Genießen!

Da derzeit Bauarbeiten auf der Albertbrücke stattfinden, überquerten wir in diesem Jahr die Elbe auf der Carolabrücke. Dort galt es dann noch eine kleine Schleife und ein paar Höhenmeter zu überwinden, bevor wir erneut die Wilsdruffer Straße erreichten.

Ich hatte noch so einiges an Energie und steckte diese in einen langen Endspurt, bei dem ich nochmal mindestens zehn Läufer hinter mir lassen konnte 🙂

Nachtlauf Dresden

Bei 1:25:18 h hatte ich die 13,8 km geschafft. Das reichte zu Platz 62 (von 100) in meiner Altersklasse und Platz 469 (von 901) bei den Damen. Immerhin bin ich meine zweitschnellste Zeit beim Dresdner Nachtlauf gelaufen. Und ein großes Dankeschön geht an den Wettergott, der uns Läufer an dem Abend nicht nass werden ließ!

Am nächsten Tag hatte ich dann doch etwas Muskelkater und dagegen musste etwas unternommen werden 🙂 Also ging es per Bahn nach Königstein, wo ich die Festung Königstein erobern wollte. Bisher hatte ich dieses beeindruckende Bauwerk immer nur von unten gesehen – nun war es Zeit für einen Blick von oben.

Für den Weg vom Bahnhof zum Fuß der Festung wählte ich die kleine Festungsbahn, um mir einen Überblick über den Weg zu verschaffen. Die letzten Meter schaffte ich dann jedoch zu Fuß und ließ den Aufzug links liegen.

Von oben bot sich mir ein phänomenaler Blick über das Elbtal und auch auf den gegenüberliegenden Lilienstein. Wunderschön!

Dresdner Nachtlauf

Den Rückweg zum Bahnhof legte ich dann komplett zu Fuß zurück und da es mit der Zeit knapp wurde, musste ich dann ein wenig Trailrunning einbauen 🙂 Anstrengend aber schön! Aber auch der Grund weshalb der Muskelkater am nächsten Tag noch stärker war …

Königstein

Alles in allem hatten wir wieder ein tolles Wochenende in Dresden! Und 2015 tauchen unsere Namen auf jeden Fall wieder in der Starterliste für den Dresdner Nachtlauf auf! Bis dahin!

Dresden

 


Responses

  1. Hallo Manu!
    Na da hatte der Wettergott doch ein Einsehen mit euch. Ich hoffe, der Muskelkater ist heute einigermaßen erträglich. 😉 Ein schöne Medaille habt ihr da bekommen…
    LG Dany

    • Ja, mit dem Wetter hatten wir richtig Glück 🙂 Und Muskelkater habe ich immer noch ein wenig 🙂

  2. Es freut mich, dass du auch sie Sächsische Schweiz so schön erleben konnten. Es ist tatsächlich traumhaft dort. Aber Dresden ist natürlich sowieso immer einen Ausflug wert und verbunden mit so einem tollen Lauf erst recht. Glückwunsch zum Finish.

    • Vielen lieben Dank!

  3. Schöner Bericht. Die Knicklichter wurden übrigens in der Startaufstellung verteilt – also einfach nicht ganz so spät aus dem Hotel kommen 🙂

    • Vielen Dank Ralf! Beim nächsten Mal bringe ich mir eigene Knicklichter mit 🙂

  4. Schoene Bilder aus Dresden. Wann laeufst du denn nu deinen ersten Marathon? 261?;-)

    • Danke! Der erste Marathon wird wohl nie kommen 🙂 Ist auch für nächstes Jahr nicht geplant 🙂

      • Awww schade

  5. Schön, dass Ihr nicht nass geworden seid. Bei uns in den Bergen wars sehr nass und kalt. Bei der Läuferanzahl ist Dir wohl der „Nuller-Gaul“ durchgegangen – 3.000 oder 30.000? Und Glückwunsch zum stimmungsvollen Finish 🙂

    • Oh, danke für den Hinweis. Muss ich gleich mal ändern 🙂 Und blöd, dass es bei Euch in den Bergen so nass war 😦

  6. ich war im Juni auch in der Sächsischen Schweiz und bin einige Male auf dem Elberadeweg gelaufen, teilweise auch längere Strecken > 15 km über die tschechische Grenze. Traumhaft!

    • Ja, ist auf jeden Fall eine traumhafte Gegend!

  7. Ich bin begeistert von Deinem Gereicht und den Bildern.
    Bei mir in HH war es ja leider bisschen unerfreulich Dank meines „unfairen“ Schubses!
    Ich habe bis zum Marathon vor solche Wettkämpfe zu meiden.
    Irgendwie bisschen schade, aber ich will mich nicht noch mal blöden Umständen aussetzen.
    LG von Birki

    • Vielen lieben Dank!


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