Verfasst von: Manu | Juni 15, 2014

Die 10 km beim Tollenseseelauf oder die ungeplante neue Bestzeit …

Tollensesee

Grüne Wälder, blaue Seen und Bilderbuchlandschaften – diese Wünsche werden in Neubrandenburg und Umgebung erfüllt. Und genau deshalb begab ich mich am Freitagvormittag bereits zum vierten Mal in die drittgrößte Stadt Mecklenburg-Vorpommerns. 2009 war ich das erste Mal in Neubrandenburg gewesen – Anlass war damals der Tollenseseelauf gewesen. Und vor fünf Jahren hatte ich mich in die Stadt und auch den Lauf verliebt und daher auch 2012 und 2013 wieder am Tollenseseelauf teilgenommen.

Insgesamt fand der Lauf bereits zum 24. Mal statt und die Hauptdistanzen sind der Marathon (auch als Staffel), Halbmarathon und die 10 km. Für mich sollten es auch in diesem Jahr wieder die 10 km werden.

Freitagmittag traf ich also nach einer Fahrtzeit von unter zwei Stunden in Neubrandenburg ein und machte mich auf den Weg ins Hotel. Diesmal war die Wahl auf das Parkhotel gefallen, welches sich im Kulturpark (und somit nicht weit entfernt vom Zielbereich) befindet. Ich hatte extra ein Zimmer mit Balkon gebucht, da ich die Sonne genießen wollte.

Parkhotel Neubrandenburg

Ich bummelte am Nachmittag durch die Stadt und war erneut begeistert von der noch erhaltenen Stadtmauer mit den vier Toren.

Neubrandenburg

Am Nachmittag holte ich die Startunterlagen in der Stadthalle im Kulturpark ab. Die Startgebühr hatte 9 Euro betragen. Danach verbrachte ich noch ein Stündchen am wunderschönen Tollensesee.

Am Abend traf ich mich mit Corinna, Kersten und Ulf und unsere Pre-Race-Party fand beim Chinesen im Kulturpark statt. Also mal nicht die typische Pasta am Vorabend 🙂

Tollenseseelauf

Kurz vor 10 war ich am Samstag dann an der Stadthalle (ein kurzer Fußweg vom Hotel) und ich sah noch wie sich Ulf und Kersten auf die Marathonstrecke begaben. Bei  meinem ersten Besuch in Neubrandenburg war ich die 42 km mal mit dem Rad gefahren und wußte wie hügelig der Lauf wird. Daher gilt mein Respekt allen Marathonläufern!

Mit Corinna und Anna warte ich dann vor der Stadthalle auf unseren Bus, der uns zum Start nach Klein Nemerow bringen sollte. Aufgrund der hohen Meldezahlen waren diesmal fünf Busse notwendig, um alle Läufer mitnehmen zu können. Nach ca. 15 min Fahrt setzte uns der Fahrer an einer Straße ab und wir durften noch mindestens einen Kilometer auf einem Feldweg zum Startbereich laufen. Das Aufwärmen war damit also auch schon erledigt 🙂

Tollenseseelauf

Im Startbereich hatten wir noch etwa eine halbe Stunde Zeit bevor wir auf die Strecke durften. Ich wollte mich eigentlich weit vorn einordnen, da es nur eine Bruttozeitmessung gab, aber irgendwie blieb ich dann doch bei Anna und Corinna. Das waren dann leider am Ende die Sekunden die mir fehlen würden …

Tollenseseelauf

11:15 Uhr ging es für fast 500 Teilnehmer auf die Strecke. Auf den ersten Metern war es sehr voll und ich versuchte auf dem Seitenstreifen zu überholen. Und spätestens als wir dann am See waren, hatte ich auch genügend Platz. Der erste Kilometer verging wie im Fluge und war mit einem 4:53er Tempo auch sehr schnell für mich. Zum Glück liefen wir unter schattigen Bäumen und somit konnte ich auch auf dem zweiten Kilometer einen Schnitt von knapp über 5 min/km beibehalten.

Da ich die Strecke ja bereits kannte, überraschten mich die Hügel auch nicht mehr und hatten irgendwie auch ihren Schrecken verloren. Ich stellte sogar fest, dass es auch eigentlich recht oft bergab ging.

Tollenseseelauf

Nach etwa drei Kilometern gab es zum Glück schon den ersten Getränkepunkt und das Wasser hatte ich auch dringend nötig. Die Hälfte der Strecke war dann auch bald geschafft und sogar in einer Zeit von unter 26 min (das wäre somit neue Bestzeit auf 5 km gewesen).

Tollensesee

Es machte total Spaß entlang des Tollensesees zu laufen und gar zu gern wäre ich immer mal stehen geblieben um den tollen Blick auf das Wasser zu genießen oder sogar in selbiges reinzuspringen.

Aber ich wollte ja heute schon unter einer Stunde laufen und hatte so 58 oder 57 min angepeilt.

Tollenseseelauf

Kilometer 8 wurde dann der langsamste und danach verließen wir den Wald leider erstmal. Dafür durften wir uns jedoch an einer zweiten Getränkestation erfrischen. Als ich mal wieder auf die Uhr blickte, dachte ich erst ich würde nicht richtig schauen. Da sah es doch tatsächlich so aus als ob eine neue Bestzeit drin wäre. Die bisherige betrug 54:19 min – aber eigentlich war das keine echte Bestzeit, denn die Strecke war bei diesem Lauf viel zu kurz gewesen.

Wir waren dann mittlerweile im Kulturpark angelangt. Dort mussten wir jedoch noch einmal eine große Runde laufen und das teilweise in der Sonne. Das ist immer der schwierigste Teil bei diesem Lauf. Aber meine neue Bestzeit war eigentlich sicher und ich musste nur noch weiterlaufen. Kilometer 10 wurde dann mit 4:55 min/km sogar noch einmal richtig schnell.

Bei 52:56 netto (laut meiner Uhr) und 53:03 brutto erreichte ich das Ziel. Schon ärgerlich, dass mir die Sekunden, die ich am Start warten musste, am Ende fehlten. Aber es war ja trotzdem neue Bestzeit! Und diesmal konnte ich mich auch wirklich darüber freuen, denn die Streckenlänge stimmte hier auch. Laut meiner Uhr waren es sogar 50 Meter mehr.

Tollenseseelauf

Zunächst aber konnte ich meine neue Bestzeit noch gar nicht richtig realisieren, denn sie war ja so gar nicht geplant gewesen. Im letzten Jahr war ich 54:48 min gelaufen – damals aber mit meinem privaten Pacer 🙂

Die neue Bestzeit verhalf mir zu Platz 4 (von 38) in der Altersklasse und Platz 26 (von 206) bei den Damen. Gelaufen bin ich übrigens in meinen PureFlow von Brooks. Die trug ich auch im letzten Jahr bereits und sie haben sich erneut bewährt.

Tollenseseelauf

Ich empfing noch Corinna (auch sie war neue Bestzeit gelaufen) und Anna im Ziel. Auch Andreas hatte dann mittlerweile seinen Halbmarathon geschafft und schließlich erreichten unsere Helden Ulf und Kersten das Ziel nach ihrem Marathon. Glückwunsch an alle!

Tollenseseelauf

Meine Urkunde hatte ich mir mittlerweile ausdrucken lassen und eine schicke Medaille gab es außerdem für jeden Finisher.

Tollenseseelauf

Am Nachmittag bummelte ich noch ein wenig durch die Stadt, als ich Kai und seine Truppe aus Berlin zufällig traf. Sie nahmen mich dann mit ins Turmcafé, von wo sich uns ein toller Blick über Neubrandenburg bot.

Neubrandenburg

Den Abend ließ ich mit einem Gläschen Wein auf dem Balkon im Hotel ausklingen.

Heute Vormittag konnte ich es mir dann nicht nehmen lassen noch einen kleinen Entspannungslauf zu machen. Wäre es schön so ein tolles Laufrevier vor der Haustür zu haben …

Tollensesee

Mittlerweile bin ich leider schon wieder zurück in Berlin. Aber eins steht fest: 2015 bin ich wieder beim Tollenseseelauf dabei! Ein Lauf mit gutem Preis-Leistungsverhältnis in einer wunderschönen Umgebung! Also bis zum nächsten Jahr, mein geliebter Tollensesee!

Tollensesee

 

 


Responses

  1. Unsere Berichte ergänzen sich ja hervorragend, Manu 😉 Auf der 10-km-Strecke gab es anscheinend das, was ich auf der HM-Strecke etwas vermisst habe: den schönen Blick auf den See! Aber ansonsten gebe ich dir Recht: eine sehr schöne Veranstaltung!

    • Ja, ab und an haben wir den See gesehen. Und ich wäre am liebsten hineingesprungen!

  2. schöner Bericht. Bedauer es ja etwas, dass ich nicht dabei sein konnte. Na ja vllt naechstes Jahr!

    • Vielen lieben Dank! Und ja, es war schade, dass Du nicht dabei warst! Hoffe aber dass wir uns 2015 in Neubrandenburg sehen!

  3. Glückwunsch – das ist ja eine neue tolle Bestzeit! Da sieht man mal wieder – Pasta wird überschätzt, Chinese Food macht schnell 😉 Und die Bilder sind wirklich sehr schön und verlockend ….

    • Vielen lieben Dank! Und es lag wohl wirklich am chinesischen Essen 🙂

  4. […] Schönstes Erlebnis: Tollenseseelauf […]


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