Verfasst von: Manu | Juni 1, 2014

We own the Night in Berlin 2014 oder eine mintfarbene Masse tobt durch den Prenzlauer Berg …

We own the night

Es begann alles mit einem Rabattcode, welchen ich irgendwann im Februar erhielt. Hätte es diesen nicht gegeben, dann wäre ich am Freitagabend wohl nicht erneut bei einem Frauenlauf gestartet. Aber eine um die Hälfte reduzierte Startgebühr klang dann doch zu verlockend und somit melde ich mich für 10 Euro für den Nike-Frauenlauf „We own the Night“ in Berlin an. Bisher hatte ich bereits mehrfach am Avon-Frauenlauf in Berlin und am Women’s Run in Köln teilgenommen. Ein großer Fan dieser Läufe war ich noch nie, denn mir waren so viele Damen auf einem Haufen dann doch immer zuviel 🙂 Aber vielleicht konnte mich ja nun der Nike-Frauenlauf vom Gegenteil überzeugen?

Einige Tage vor dem Lauf holte ich bereits mein Starterpaket von Nike im Europa-Center ab. Enthalten waren ein ganz schickes Shirt, diverse Kosmetika und Gutscheine. Das war schon einmal nicht schlecht!

Was ich jedoch nicht so toll fand, war die Tatsache, dass lange Zeit um die Strecke ein Geheimnis gemacht wurde und auch die Startzeit erst sehr spät veröffentlicht wurde.

Freitagabend hatte ich dann erst einmal nicht wirklich viel Lust als ich mich kurz vor 20 Uhr mit Agnes an der Jannowitzbrücke traf. Freitagabend ist ja auch eine etwas ungewöhnliche Zeit für einen Lauf.

We own the night

Schon auf dem Weg zum sog. Race Village im Prenzlauer Berg auf dem Falkplatz sahen wir die ersten Läuferinnen. Ins Race Village selbst konnte dann im Endeffekt doch jeder, denn es gab keine wirkliche Abgrenzung. Wir schauten uns bei den Ständen vor Ort um, machten noch ein paar Fotos und Agnes gab ihren Kleiderbeutel ab. Zum Glück war es im Race Village nicht so voll wie ich es vom Avon-Frauenlauf oder dem Womens Run kannte. Es gab nur tierisch lange Schlangen vor den Toiletten.

Nike We own the night

Etwa 20 min vor dem Startschuss begaben wir uns in den Startblock. Und wie üblich bei Frauenläufen fand dann erst einmal das Aufwärmen statt. Ich wärme mich nie vor einem Lauf auf und so sah ich auch heute nur zu 🙂 Der Altersdurchschnitt war im Gegensatz zu einem „normalen“ Lauf auch recht niedrig und ich vermute dass die Zielgruppe von Nike auch eher so Mitte 20 ist.

We own the night

Der Start- und Zielbogen war schon toll – so was hatte ich bisher noch nie gesehen. Wobei … mich erinnerte diese ganzen Lichteffekte, der Nebel und die Musik doch sehr an den Midnattsloppet in Göteborg im letzten Jahr.

We own the night 2014

Kurz nach 21 Uhr kamen wir dann auch über die Startlinie und es gab erst einmal Stau. Aber das war auch nicht so schlimm, denn Agnes und ich hatten ausgemacht, dass wir ganz entspannt laufen wollten.

Auch nach dem ersten Stau zeigte sich schnell, dass die Strecke auf keinen Fall für schnelle Zeiten geeignet ist. Kopfsteinpflaster, enge Straßen bzw. Wege und teilweise auch Dunkelheit hätten auch ohne den Stau am Anfang für eher langsame Zeiten gesorgt. Für ein wenig Chaos sorgte dann unterwegs noch die Tatsache, dass die Läuferinnen an der Spitze schon wieder auf dem Rückweg waren und denselben Weg nutzen mussten.

We own the night

Agnes und ich plauderten die ganze Zeit und erfreuten uns der Strecke, die wir Beide vom Laufen bisher eher weniger kannten. Auf dem Mauerweg entlang ging es bis nach Pankow und dort dann wieder dieselbe Strecke zurück. Unterwegs gab es Musik, tolle Beleuchtung und sogar viel mehr Zuschauer wie erwartet an der Strecke.

We own the night

Leider verlor ich Agnes an der Getränkestation und somit musste ich die letzten Kilometer alleine laufen. Auch dann lief ich noch ganz entspannt und legte immer mal wieder einen kurzen Fotostopp ein.

Nike We own the Night

Auf den letzten Metern gab es noch einen überraschenden Anstieg im Mauerpark und wir liefen einen kurzen Abschnitt durch das Friedrich-Ludwig-Jahn-Stadion.

Nach total langsamen 1:12 h erreichte ich das Ziel und somit war der Nike-Frauenlauf einer meiner langsamsten 10er überhaupt 🙂 Aber das war mir auch ganz recht nach dem schnellen Firmenlauf zwei Tage vorher und dem noch anstehenden Lauf in Görlitz am Sonntag.

We own the night 2014 Berlin

Eigentlich hatte ich damit gerechnet, dass es sofort im Ziel die angekündigten Ketten geben würde. Doch von denen war nichts zu sehen. Aber dafür traf ich glücklicherweise Agnes wieder – ein großer Zufall bei den Massen und der Dunkelheit.

Gemeinsam wollten wir dann wieder ins Race-Village und das war dann Chaos pur. Die Massen drängten sich vor dem Eingang und es ging kaum vorwärts. An anderer Stelle sind wohl sogar einige Mädels über den Zaun geklettert!

Irgendwann hatten wir dann doch das Race-Village erreicht und noch immer keine Spur von Ketten. Nach zweimaligen Fragen fanden wir dann heraus wo es die Ketten gibt und schließlich erhielten wir auch unser Exemplar.

We own the night Berlin

Danach wollten wir nur so schnell wie möglich dem Gedränge entfliehen und machten uns auf die Weg nach Hause. Die After-Race-Party in der Max-Schmelling-Halle überließen wir lieber den jungen Mädels 🙂

Fazit: Für gerade einmal 10 Euro Startgebühr kann ich mich über das Preis-Leistungs-Verhältnis auf keinen Fall beschweren! Aber mein Ding sind Frauenläufe immer noch nicht.


Responses

  1. Ein sehr schöner Artikel! Da hätten wir uns ja fast noch im Ziel treffen können 🙂
    Ich finde Frauenläufe zum Teil motivierender, auch wenn die Mädels an der Spitze sicher genauso schnell waren, wie die Männer sonst auf gemischten Läufen.

    Liebe Grüße!

    • Ja, vielleicht standen wir ja sogar nebeneinander. In der Dunkelheit hat man ja nicht soviel gesehen 🙂 LG

  2. Ein schöner Bericht! Schade, dass der Lauf durch das Gedränge und den Stau danach eine faden Beigeschmackt bekommen hatte.

    • Vielen Dank! War eher ein Erlebnislauf und weniger ein Wettkampf 🙂

  3. Die Beleuchtung der Strecke ist echt mal cool. Aber wahrscheinlich müsste ich mich schminken um mit laufen zu dürfen 😀

    • Auch ungeschminkt durfte man mitlaufen 🙂 Ich war das lebende Beispiel dafür 🙂

  4. Schöner Bericht. Wenigstens war ich nicht die einzige die so langsam gelaufen ist, mehr gab die Strecke auch echt nicht her wenn man nicht ganz vorn gestartet ist. Bist du beim Womens Run Anfang August dabei?

    • Ja, die Strecke war auf keinen Fall schnell … Beim Womens Run bin ich wohl eher nicht dabei 🙂

  5. Mein Ding wäre das auch nicht, wenn auch dei Gefahr hier auf dem Land nicht so groß ist, dass sowas angeboten wird. Die Kulisse ist allerdings toll und die Shirts gefallen mir wesentlich besser als dieses ewige rosa-pink. Aber ich laufe lieber mit den Jungs. Jeder wie er/sie mag. 🙂

    • Ich laufe ja auch lieber mit den Jungs 🙂

  6. Fand es eine sehr willkommene Abwechslung, aber die Strecke fand ich auch etwas ungünstig gewählt. Selbst wer vorn im ersten Block wie wir gestartet ist, musste die ersten drei Kilometer wirklich umhereiern… Am Anfang war dann im Ziel auch alles noch ganz gesittet und wir konnten uns schnell erholen, bevor es sehr wühlig wurde.

    Schön, dass wir uns in den Massen wenigstens kurz getroffen haben.

    • Ja, ich fand es auch toll, dass wir uns doch zufällig über den Weg gelaufen sind!

      • Vielleicht haben wir ja beim nächsten Mal wieder die Gelegenheit etwas länger zu schwatzen.

  7. Schade, dass wir uns dieses Mal nicht über den Weg gelaufen sind…. ich fand den Lauf sehr schön! Irgendwie hatte ich Glück und bin vor den Massen im Ziel gewesen. 🙂

    • Ja, wirklich schade! Aber bei diesen Massen an Damen, die alle das selbe Shirt trugen auch kein Wunder 🙂


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