Verfasst von: Manu | November 8, 2013

„New York Run“ – der zweite Marathonthriller von Frank Lauenroth


Eigentlich wollte ich „New York Run: Der zweite Marathon-Thriller“ vor einem Jahr lesen . Da war ich gerade auf dem Weg zu meinem ersten Marathon. Meine Premiere über die Königsdistanz sollte im Big Apple stattfinden. Doch Hurrikan Sandy vereitelte diesen Plan und der Marathon in New York wurde abgesagt. Somit wartete der zweite Marathonthriller von Frank Lauenroth weiterhin darauf von mir gelesen zu werden. Und dann gab es leider einen zweiten Zwischenfall – die Ereignisse beim Boston-Marathon im April diesen Jahres erschütterten die Welt. Da es in „New York Run“ ebenfalls um Sprengsätze gehen sollte, war der Zeitpunkt alles andere als passend mit dem Buch zu starten.

Nun ist mittlerweile mehr als ein halbes Jahr seit der Tragödie in Boston und sogar ein Jahr seit dem abgesagten Marathon in New York vergangen. Und ich begab mich erneut in die USA – diesmal in die größte Stadt im Mittleren Westen und zwar nach Chicago. Wie es der Zufall will, wird genau diese Metropole Schauplatz für den dritten Marathonthriller sein. Soviel verriet mir Frank Lauenroth schon einmal.

Der erste Marathon-Thriller von Frank Lauenroth „Boston Run“ spielt während des Boston-Marathons und die Fortsetzung, wie bereits erwähnt, beim legendären Marathon in New York.

New York Marathon

Auch in „New York Run“ spielt, wie beim Vorgänger, eine unbekannte Dopingsubstanz eine Rolle, die Brian Harding und Christopher Johnson scheinbar mühelos mit den schnellen Eliteläufern aus Kenia mithalten lässt. Doch im Gegensatz zu Teil 1 tragen die beiden Läufer diese Substanz diesmal nicht freiwillig im Körper. Der russische Oligarch Stalin hat da einen ganz speziellen Plan …

Der Thriller nimmt einen auf eine sehr spannende Reise durch die Straßen von New York und beim Lesen kommt so richtig Marathonstimmung auf. Angefangen beim Start auf der Verrezano-Bridge bis hin zu den letzten Meilen über die First und Fifth Avenue und schließlich den Central Park – all das hatte ich in Vorbereitung auf den New York Marathon im letzten Jahr schon oft vor meinem geistigen Auge gesehen.

Mein Flug nach Chicago erschien mir durch die Lektüre von „New York Run“ auf jeden Fall um einiges kürzer und ich habe die 270 Seiten in einen Schwung durchgelesen. Das Buch kann ich jedem Läufer, der auch an Spannung und Action interessiert ist, empfehlen! Man sollte nur nie vergessen, dass das Buch reine Fiktion ist. Und Schüsse beim Marathon in New York werden wir hoffentlich auch nie außerhalb der Buchseiten erleben!

Freundlicherweise hat mir Frank Lauenroth noch einige Fragen, die sich bei mir nach dem Lesen ergaben, beantwortet:

Wieso spielt der zweite Marathonthriller gerade in New York?

Als ich seinerzeit den ersten Marathon-Thriller konzipierte, wurde Boston aus mehreren Gründen meine erste Wahl. Zuerst war da natürlich die Tradition, aber es durfte auch kein Rundkurs sein, den schließlich konnte ich es der NSA nicht zu leicht machen, um Brian zu jagen. Bei einem Rundkurs könnte man  als Jäger schließlich abkürzen. Das war in Boston jedoch nicht möglich. Aber zurück zu deiner Frage. Nach Boston war New York der nächste Schritt. Nach dem ältesten also den größten Marathonlauf. Da der Plot ganz anders aufgestellt ist und auch ein wenig den kalten Krieg wieder aufleben lässt, ist New York als Herz der USA das natürliche Angriffsziel Nummer Eins.

War es nicht schwierig über den New-York-Marathon zu schreiben, obwohl Du noch nie dort gelaufen bist?

Ich habe mich in Blogs belesen, habe mit Läufern gesprochen, die den NYC-Marathon absolviert hatten und ich bin per Google Maps jeden einzelnen Meter virtuell abgegangen. Schwierig war an dieser Recherche allerdings, fundierte Kenntnisse über den Startbereich zu erhalten. Schließlich wollte ich Brian und Chris von Anfang an unter Druck setzen. Der Leser sollte sofort in der Geschichte sein und sich gar nicht so recht nach der Vorgeschichte fragen müssen. Die Gegebenheiten auf Staten Island mit der Story glaubwürdig zu kombinieren, war die größte Herausforderung.

Wie waren Deine Gedanken, als die Bombenattentate in Boston passierten? Schließlich geht es in Deinem Thriller ja auch um mögliche Explosionen bei einem Marathon.

Ich hatte bereits an anderer Stelle beschrieben, dass der Anschlag in Boston mich betroffen machte. Als ich damals über den Boston Marathon recherchierte, da habe ich viel über die Stadt gelernt, über die Veranstaltung, die Historie des Laufs und auch ein wenig über die Menschen, die dort starten. Und es ist für mich immer noch unfassbar, dass so etwas passieren konnte. Sicherlich erinnerst du dich, dass die Explosion in meinem Roman bewusst unblutig ablief. Als Autor widerstrebt es mir, Situationen wie diese tatsächlich in Boston geschehene zu beschreiben. Es ist einfach nur traurig.

Teil 3 soll ja in Chicago spielen – warum gerade dort? Bist Du dort schon selbst mitgelaufen?

Wenn ich tatsächlich aus den zwei Marathon-Thrillern eine Trilogie werden lasse, dann ist Chicago als dritter Ausrichter eines Major-Marathons auf amerikanischem Boden die zwangsläufige Wahl. Es macht wenig Sinn, Brian und Chris nach Europa zu schicken. Natürlich habe ich bereits einen groben Handlungsfaden im Hinterkopf. Doch im Moment möchte ich mich anderen, lange aufgeschobenen Romanprojekten widmen. Gelaufen bin ich weder in Boston, noch in New York oder Chicago. Mein bislang einzig absolvierter Marathon stammt aus dem Jahr 2005. Und das war in Hamburg. Was aber nicht bedeutet, das zumindest Boston oder New York nicht als Traum weiter existieren. Denn schließlich bin ich nicht nur Autor, sondern auch Läufer. 

Vielen Dank an Frank Lauenroth für die Beantwortung der Fragen!


Responses

  1. Ja, das Buch liest sich, genau wie das erste, richtig gut. Habe es bereits kurz nach dem Erscheinen gelesen und hoffe, nachdem ich Deinen Blog gelesen habe, dass es auch zu einer Trilogie kommt. Ich würde es sofort kaufen.

    • Vielen Dank fürs Lesen und Rezensieren. Den Autor freuts. 😉

      • Aber gern doch! Ich hoffe auf weiterhin so spannende Bücher! 🙂

    • Oh ja, ich hoffe auch, dass Teil 3 ganz schnell erscheint!

  2. Da darf man ja auf den dritten Teil gespannt sein!

    • Auf jeden Fall!


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