Verfasst von: Manu | Oktober 5, 2013

Köhlbrandbrückenlauf am 3. Oktober 2013 in Hamburg …

Hamburg

Erst war ich lange Zeit überhaupt nicht in Hamburg und dann ging es gleich innerhalb von zwei Wochen erneut in die zweitgrößte Stadt Deutschlands. Hatte ich kurz zuvor noch die Alster im Laufschritt erkundet, so stand diesmal ein anderes Wahrzeichen von Hamburg an: die Köhlbrandbrücke. Der Köhlbrandbrückenlauf fand zum dritten Mal statt und zog Laufbegeisterte aus Nah und Fern an.

Am Mittwochnachmittag traf ich in Hamburg ein und bezog das wirklich winzige Zimmer im Graf Moltke Novum direkt am Hauptbahnhof.

Köhlbrandbrückenlauf

Am nächsten Tag, dem Tag der deutschen Einheit, machten wir uns auf den Weg zur Köhlbrandbrücke. Gerade mal zwei Stationen per S-Bahn waren zu fahren (S3 bis Veddel) und von dort aus dann noch einmal fast drei Kilometer per Fuß bis zum Start zu laufen. Der Start- und Zielbereich befand sich am Windhukkai und dort war Hafenfeeling pur mit den vielen bunten Containern.

Köhlbrandbrückenlauf

Die Startunterlagen hatten wir sehr schnell und nachdem wir Andreas getroffen hatten, gaben wir noch unseren Kleiderbeutel in einem Container ab. Und schon war es Zeit für den Start. Insgesamt zwei Startwellen waren vorgesehen: 12 Uhr und 15 Uhr – wir hatten uns für die erste entschieden. Der Lauf war ausverkauft und das war auch durchaus verständlich. Die Köhlbrandbrücke kann man normalerweise nur mit dem Auto überqueren – zu Fuß hat man nur bei diesem Lauf die Gelegenheit. Bereits seit drei Jahren findet der Köhlbrandbrückenlauf über die 12 km statt. 1974 wurde die Köhlbrandbrücke übrigens eingeweiht und verbindet seitdem die Autobahn mit dem Hafengebiet der Elbinsel Wilhelmsburg. Mit einer Länge von 3,6 km ist diese Brücke die zweitlängste Straßenbrücke Deutschlands.

Köhlbrandbrückenlauf

Punkt 12 machen wir uns also auf den Weg über die Köhlbrandbrücke. Zunächst mussten wir jedoch erst einmal etwa zwei Kilometer bis zur Brücke bewältigen. Das Wetter war eigentlich ideal – blauer Himmel und die Sonne schien. Nur der Wind war recht heftig.

Köhlbrandbrücke

Zunächst einmal war die Strecke ein wenig langweilig, aber sobald die Brücke in Sicht kam, änderte sich dies schlagartig. Das war schon ein imposanter Anblick, der sich uns Läufern bot! Und es war echt toll diese grandios anzusehende Brücke im Laufschritt zu erobern. Viele Fotostopps wurden eingelegt und ich auch gehörte heute zu den laufenden Fotografen 🙂

Köhlbrandbrückenlauf

Es war toll über die Brücke zu laufen und ich tat das ganz entspannt ohne jeglichen Zeitdruck. Mich sprach dann ein älterer Herr an, weil ich mein Shirt vom nichtstattgefundenen New-York-Marathon trug. Wir unterhielten uns dann die ganze Zeit. Er war bereits 77 Jahre alt und schon über 130 Marathons auf der ganzen Welt gelaufen. Hoffe ich bin in dem Alter auch noch so fit!

Köhlbrandbrückenlauf

Schließlich hatten wir höchsten Punkt auf der Brücke erreicht, wo sich drei Dudelsackspieler positioniert hatten, und dann ging es wieder bergab. Unten hatten wir dann die Hälfte der Strecke erreicht – also die sechs Kilometer – und es gab kaltes Wasser zur Erfrischung. Mein Begleiter konnte mir nicht mehr folgen und ich machte ich alleine auf den Weg die Köhlbrandbrücke zum zweiten Mal zu erobern.

Köhlbrandbrückenlauf

Hinzu hatte der kräftige Wind noch ziemlich geschoben, aber auf dem Weg zurück lief man voll dagegen an. Kann mich nicht erinnern ob ich schon jemals einen derartig starken Wind bei einem Lauf erlebt habe. Windschattenlaufen hätte heute wirklich etwas gebracht, aber leider lief kein großer, breitschultriger Mann in meiner Nähe …

Also hieß es gegen den Wind kämpfen! Aber was uns nicht umbringt, macht uns stärker 🙂

Leider hatte ich dann ein wenig Beschwerden an der linken Knieaußenseite und das lenkte mich ein wenig vom Wind ab. Aber zum Glück verschwanden diese dann wieder fast und ich konnte weiter laufen.

Köhlbrandbrückenlauf

Auf dem letzten halben Kilometer konnte ich noch einen Spurt einlegen und überholte noch so einige vor mir Laufende. Bei 1:16:33 h erreichte ich das Ziel und belegte somit Platz 715 bei den Frauen (von 1.121) und Platz 125 (von 199) in meiner Altersklasse.

Köhlbrandbrückenlauf

Im Ziel gab es Wasser, Isogetränke und alkoholfreies Bier und eine schicke Medaille, auf der die Brücke abgebildet war.

Alles in allem war ich von dem Lauf sehr angetan – wann hat man auch mal die Möglichkeit über so eine imposante Brücke zu laufen. Ein wenig hat mich der Anblick ja an die Bilder der Verrezano-Bridge, auf welcher der New-York-Marathon startet, erinnert. Und ich musste auch an meinen allerersten 10-km-Lauf überhaupt – den Rügenbrückenlauf im Jahr 2007 – denken. Ein Bestzeitenlauf ist es allerdings aufgrund der Höhenmeter und des Windes nicht. Und geruchsempfindlich darf man auch nicht sein – meine Nase hatte so allerlei eigenartige Gerüche entdeckt 🙂

Mr Cherng

Am Abend trafen wir uns noch in netter Runde mit Läufern und ihren Fans bei Mr. Cherng – das war ein schöner Ausklang des Tages.

Hamburg Hafen

Am nächsten Tag stand eine Hafenrundfahrt auf dem Plan, wobei die Wartezeit an den Landungsbrücken darauf fast genauso lang war wie die Rundfahrt selbst. Etwa eine Stunde schipperten wir durch den Hafen und wurden dabei sehr nett unterhalten. Vom kalten Wind bekamen wir unter Deck zum Glück nichts mit.

Hafenrundfahrt Hamburg

Im Anschluss ging es dann in die Hafencity, wo ich Meßmer Momentum einen Besuch abstattete. Dort gibt es eine kleine Ausstellung zum Thema Tee, eine nette Lounge und einen Teeladen, wo ich mich mit neuen Vorräten eindeckte.

Hafencity

Per Fuß lief ich dann noch zurück durch die Speicherstadt und über die Haupteinkaufsstraße von Hamburg, die Mönckebergstraße.

Hafencity

In die Mönckeberstraße ging es am Nachmittag noch einmal. Wir hatten einen Termin für Afternoon Tea im Park Hyatt, welches ein Teil des historischen Levantehauses ist. In der zweiten Etage in der Park Lounge wurde uns dann zunächst ein Glas Champagner serviert.

Afternoon Tea Hamburg

Es folgte für jeden eine Kanne Tee – ich hatte mir leckeren Grüntee ausgesucht – und schließlich die Etagere mit Scones und Clotted Cream, Sandwiches und weiteren kleinen Köstlichkeiten. Das war richtig lecker! Und mit diesem köstlichen Afternoon Tea endeten dann auch schon unsere Tage in Hamburg.

Afternoon Tea Hamburg

Auf Wiedersehen Hamburg! Bis zum nächsten Mal! Hummel, Hummel – Mors, Mors! – wie auch beim Start gerufen wurde 🙂

Hamburg


Responses

  1. Ein schöner Bericht und tolle Bilder. Das muss ein impossantes Gefühl sein, über diese Brücke zu laufen. Aber ich glaube, Höhenangst darf man da nicht haben, oder? 😉
    Glückwunsch zum Laufergebnis.

    • Ich habe eigentlich Höhenangst, aber die hatte ich nicht bei dieser Brücke 🙂

  2. Toller Bericht aus einer schönen Stadt!

    • Vielen Dank!

  3. Das macht richtig Lust auf Hamburg. Sehr schöne Impressionen von sehr schönen Tagen. Danke fürs Mitnehmen!

    Liebe Grüße aus Trier

    Rainer 😎

    • Aber gern doch, Rainer!

  4. Das sind aber schöne Eindrücke. Da habt ihr ja eine ganz wunderbare Zeit gehabt.

    Glückwunsch zu dem Finish. Sieht nach einer wirklich imposanten Laufveranstaltung aus, auch wenn der Wind heftig war.

    • Ja, wir hatten ein paar schöne Tage in Hamburg und das Wetter hat auch gestimmt 🙂

  5. klingt ja nach einem sehr schönen Lauf. Wo gräbst du die nur immer aus?:-)

    • Ja, ein sehr empfehlenswerter Lauf! Von diesem Lauf hatte ich durch Lauffreunde erfahren, die dort bereits teilgenommen hatten.

  6. […] Schönstes Erlebnis: Köhlbrandbrückenlauf  […]


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