Verfasst von: Manu | September 30, 2013

Meine ganz persönliche Berlin-Marathon-Woche 2013 …

Berlin Marathon

Puh, ziemlich geschafft bin ich heute! Und das liegt an den zurückliegenden Tagen – Marathonwoche in Berlin! Bis auf den Marathon habe ich alles mitgenommen und hatte sehr erlebnisreiche Tage. Aber ich weiß gar nicht wie ich diese Tage überstanden hätte, wenn ich tatsächlich noch 42,195 km gelaufen wäre … 🙂

The Unknown Runner

Aber mal von Anfang an: Meine Marathonwoche began bereits am Mittwochabend bei der Filmpremiere von „The Unknown Runner„. Ich kann diesen Lauffilm mit dem sehr sympathischen Geoffrey Kipsang total empfehlen! Sehr schön war auch, dass ich danach noch mit dem Race-Director des Berlin-Marathon (Mark Milde) sowie dem Filmteam von „The Unknown Runner“ plaudern konnte. Und auch die ehemalige Weltrekordlerin Tegla Lourope war da. Einen ausführlichen Bericht zum Film und dem Abend findet Ihr hier

Marathonmesse

Am Freitagnachmittag machte ich mich auf den Weg zur Marathonmesse im ehemaligen Flughafen Tempelhof. Dort traf ich Sabrina & Sven sowie Thomas und Nadin am Brooks-Stand und André am Stand von Polar. Ich schaute mich um, nahm viele Flyer und Broschüren mit, plauderte nett mit einigen Ausstellern und sog die tolle Atmosphäre auf. Um 19 Uhr trafen wir uns alle am riesigen Stand von Brooks wieder, der nicht nur durch seine Größe auffiel, sondern auch durch die mehrmals am Tag stattfindenen Tanzeinlagen. Wir erhielten dann von Benjamin eine kurze Präsentation des neuen Transcend von Brooks …. Zur Stärkung gab es für mich auch einen Milkshake mit dem Namen des neuen Laufschuhs.

Brooks

Als Überraschung erhielten wir zum Abschluss noch ein tolles Run-Happy-Shirt von Brooks! Merci!

Brooks

Von der Messe ging es dann direkt mit Sabrina und Sven in die Spagos-Bar am Alexanderplatz, wo wir Jutta & Salva sowie Ilse trafen, die wir im Juni bei einem Lauf in Oslo kennengelernt hatten.

Frühstückslauf

Am Samstagmorgen stand dann der Frühstückslauf an. An diesem hatte ich bereits dreimal teilgenommen und war immer wieder von der genialen Stimmung begeistert. Mehr als 10.000 Läufer hatten sich vor dem Schloss Charlottenburg, welches durch Nebelschwaden kaum zu erkennen war, versammelt. Viele waren verkleidet und alle waren guter Laune und man spürte regelrecht die Vorfreude auf den Marathon am nächsten Tag.

Frühstückslauf Berlin

Direkt neben uns standen dann plötzlich Uta Pippig, Tegla Lourope und Haile Gebrselassie sowie weitere ehemalige Sieger beim Berlin-Marathon. Das war für uns alle ein Gänsehauterlebnis direkt neben diesen Lauflegenden und besonders Haile zu stehen!  Und dann gab es auch den Startschuss durch Haile.

Haile Gebrselassie

Ganz langsam setzten sich die Tausenden von Läufern in Bewegung und die Stimmung war genial! Die sechs Kilometer bis zum Olympiastadion vergingen plaudernd mit Ilse, André, Rob und Salva wie im Fluge. Und plötzlich waren wir am Olympiastadion, vor dem es sich noch ein wenig staute. Einmalig (vor allem für die „Ersttäter“ Ilse, Rob und Salva) war wieder der Einlauf im Stadion auf der blauen Bahn. Nur war diesmal überhaupt nicht an Laufen zu denken, da jeder auf der Bahn stehen blieb und Fotos machte 🙂

Frühstückslauf

Außerhalb vom Stadion gab es dann wieder Frühstück: Kaffee, Rosinenbrötchen, Müsliriegel, Wasser, Bananen etc. Es war für alle genug da. Sehr nett war noch, dass mich Jochen ansprach, der mich aus einem Laufforum kannte und sogar erkannt hat.

Der Frühstückslauf mit Haile war wohl das schönste Erlebnis der gesamten Marathonwoche! Aber sie war ja noch nicht zu Ende.

Am Samstagabend trafen wir uns mit Läufern und Zuschauern im B’asil in der Nähe vom Alexanderplatz zum Pastaessen. Das war ein netter Abend!

Pastaparty

Am Sonntagmorgen (der große Tag für alle Marathonläufer) schaute ich mir dann zunächst den Startschuss für den 40. Berlin-Marathon im Fernsehen an. Mehr als 40.000 Läufer wurden auf die Strecke geschickt und einen Teil davon erlebte ich dann live bei Kilometer 12 am Strausberger Platz.  Wahnsinn welche Entwicklung der Berlin-Marathon hingelegt hat! Bei der ersten Auflage am 13. Oktober 1974 waren weniger als 300 Läufer dabei und für dieses Jahr waren die Startplätze in nur 3,5 Stunden ausverkauft!

Berlin Marathon

Es war toll die späteren Sieger Wilson Kipsang und Florence Kiplagat live vorbeifliegen zu sehen und später zu erfahren, dass man Zeuge eines neues Weltrekordes war. Und auch von Irina Mikitenko bin ich immer wieder begeistert! Aber auch die vielen Tausenden Läufer, die nach der Elite vorbeiliefen, bekamen ihren Beifall! Immer wieder toll die fröhlichen Gesichter (bei km 12 geht es noch allen gut) und die witzigen Verkleidungen bei einem Marathon zu sehen! Ich versuchte nach Lauffreunden Ausschau zu halten, aber leider war das enorm schwierig und ich habe gerade einmal drei bekannte Gesichter in diesem Meer aus Läufern entdeckt.

Berlin Marathon

Schließlich machte ich mich total verfroren wieder auf den Weg ins warme Wohnzimmer und dort schaute ich mir dann den Einlauf vom neuen Weltrekordler Wilson Kipsang an. Großartig! Ich habe mich auch sehr über den dritten Platz vom Protagonisten aus „“The Unknow Runner„Geoffrey Kipsang gefreut!  Auch der neue Master-Weltrekord von Irina Mikitenko war ein großer Grund zur Freude!

Aber danach kamen ja erst die eigentlichen Helden – ganz normale Hobbyläufer, einige schneller und andere langsamer. Aber auch sie haben 42,195 km bewältigt – egal ob sie nun unter drei Stunden oder über 5 Stunden benötigt haben! Herzlichen Glückwunsch! Toll gemacht!

Marathonparty Kosmos

Die Freude der Finisher war dann auch am Abend auf der Marathonparty im Kosmos sehr zu spüren. Schon in der U-Bahn auf dem Weg dahin, sah man viele glückliche Gesichter und eine Großteil trug ganz stolz die Finisher-Medaille. Sehr erstaunt war ich darüber wie viele noch in der Lage waren die Party zu genießen und sogar zu tanzen. Auch wir hatten auf der After-Race-Party mit Sabrina, Sven, Jochen und Oli viel Spaß. Und die beiden Marathonis Sven und Oli machten nicht wirklich den Eindruck als ob sie am Morgen erst 42 km gelaufen wären!

Marathonparty Berlin

Die Stimmung erreichte ihren Höhepunkt als gegen halb 11 die Sieger noch einmal aufgerufen und gefeiert wurden.  Soviel Marathon-Elite auf engstem Raum zu sehen und zu erleben war schon ein Highlight!

Aber auch Nicht-Marathonis werden einmal müde und sie zogen wir gegen halb 12 von danen. Eine tolle Marathonwoche in Berlin nahm somit ihr Ende! Es war wunderschön – selbst ohne Marathon!

Also, liebe Marathonis – erholt Euch gut! Seid stolz auf Euch! Ihr habt es geschafft! Meinen Respekt habt Ihr auf jeden Fall!

marathon

Und vielleicht darf ich mich eines Tages auch in den Kreis der Marathonläufer einreihen … Aber für die nächste Zeit bleibe ich erst einmal bei den Strecken bis maximal Halbmarathon 🙂 Auch wenn die Atmosphäre gestern schon sehr verlockend war …

Last but not least: Vielen Dank an Frank und Heiko für die Eintrittskarten zur Marathonparty! Vielen Dank an Andreas für die Karte zur Filmpremiere!


Responses

  1. Hallo Manu,
    da hast Du in den letzten Tagen wirklich einiges in Berlin erlebt. Ich habe den Marathon vor dem TV verfolgt und war schon über diese Weltrekordleistung erstaunt. Vor allem die letzten 2 Kilometer waren der totale Wahnsinn. Ich hoffe und wünsche mir immer das auch wirklich alles mit sauberen Mitteln abläuft…. Aufgeregt hat mich dieser Flitzer, was bilden sich solche Leute ein.

    Den Film werde ich mir wohl auch mal anschauen. Hast ihn mir jedenfalls schmackhaft gemacht 🙂

    Gruß Heiko

    • Ja, es wäre schön, wenn der Weltrekord mit sauberen Mitteln erreicht wurde. Und den Film kann ich auf jeden Fall empfehlen!

  2. Was für ein aufregendes, erlebnisreiches und spannendes Wochenende. Habt ihr ja super viel erlebt. Klasse, dass wir uns trotzdem noch kurz auf der Messe treffen konnten.

    • Ja, es war cool, dass wir uns auf der Messe gesehen haben! Hast Du dann am Sonntag noch Deinen Besuch mit Zuschauen verbinden können?

  3. Einfach ein toller Bericht – rundum versorgt über Twitter, Facebook & Co. war der 29.9. auch außerhalb von Berlin der perfekte Lauftag schlechthin. Danke für die vielen Infos 🙂

    • Das habe ich doch gern gemacht! 🙂

  4. Da hast du ja deinen eigenen Veranstaltungs-Marathon erlebt. Toller Bericht. 🙂
    Habe den Marathon zusammen mit den Kindern am Fernseher verfolgt. Liefen ja auch drei befreundete Läufer aus Hütte mit, aber erkannt haben wir keinen unter den Massen an Läufern… 😀
    Die Stimmung an der Strecke und die Freude der Läufer über das Erreichte konnte man richtig spüren. Geärgert habe ich mich über diesen Idioten, der im Prinzip dem Wilson Kipsang seinen verdienten Siegeinlauf versaute. Und mitgefiebert haben wir mit Irina Mikitenko… 🙂
    Vielleicht bietet sich uns irgendwann mal die Gelegenheit, das alles live am Straßenrand zu verfolgen.

    • Ja, nächstes Jahr kommt Ihr alle nach Berlin und schaut live zu! Und am Tag vorher rocken wir dann den Frühstückslauf gemeinsam!

  5. Schöner Bericht!

    • Danke! Und Dir noch einmal herzlichen Glückwunsch zum ersten Marathon! Du hast meinen vollen Respekt!

      • danke dir:-)

  6. Ganz toller Bericht und er fasst die Stimmung in Berlin wirklich wunderbar zusammen!
    Einfach unbeschreiblich was vor dem Marathon, auf der Strecke, neben der Strecke und nach dem Marathon in Berlin los ist!

    • Ganz lieben Dank! Und ja, Berlin bietet am Marathonwochenende auf jeden Fall sehr viel!


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