Verfasst von: Manu | Oktober 3, 2012

Das Marathon-Wochenende 2012 in Berlin (ohne Marathon) …

Letztes Jahr gab es bereits einen ähnlichen Post von mir zum Thema Marathon in Berlin, ohne dass ich selbst daran teilgenommen hatte. Aber selbst als Nicht-Marathonläufer ist so ein Marathonwochenende in Berlin eben immer sehr aufregend und erlebnisreich.

Eigentlich ging es schon vom Wochenende davor los, denn in der Kunstfabrik Schlot in Berlin-Mitte fand der Literaturmarathon statt. Er gehört schon seit über 20 Jahren zum Programm am Wochenende vor dem Marathon in Berlin und der Eintritt hierfür ist sogar gratis. Diesmal waren Achim Achilles, Dr. Susanne Mahlstedt zusammen mit Ingalena Heuck und Joanna Zybon, sowie Paul Frommeyer mit dabei. Achim Achilles stellte sein neues Buch „Bewegt Euch!“ vor, die drei Damen lasen aus der Frauen-Laufen-Anthologie „Ich laufe, um zu laufen …“ und Paul Frommeyer aus seinem Buch „Lasse laufen“. Am besten gefiel mir Achim Achilles und das Buch landet sicherlich in meinem Bücherregal. Und zum Geburtstag wünsche ich mir die Frauen-Laufen-Anthologie. Wer noch nie beim Literaturmarathon vorbeigeschaut hat, sollte das im nächsten Jahr auf jeden Fall nachholen!

Dann war das Marathonwochenende gekommen und es begann wie auch in den letzten Jahren bei mir mit dem Frühstückslauf. Start war halb 10 vor dem Schloss Charlottenburg und mehrere Tausend Läufer nahmen die Gelegenheit – teils in Verkleidung – für ein lockeres Einlaufen am Tag vor dem Marathon wahr. Den Startschuss gab übrigens niemand Geringeres als Irina Mikitenko. In langsamen Tempo und bei toller Stimmung begaben wir uns auf dem Weg ins Olympiastadion (ca. 6 km). Auf der blauen Bahn einzulaufen ist immer wieder ein tolles Erlebnis! Im Anschluss gab es Frühstück – dort gibt es immer ein ziemliches Gedränge, aber im Endeffekt bekommt jeder etwas zu Essen 🙂

Nach dem Frühstückslauf ging es dann zur Berlin-Vitalmesse im Flughafen Tempelhof. Dort war es sehr voll und man merkte die Anspannung und Vorfreude auf den Marathon am nächsten Tag förmlich in der Luft. Zunächst holte ich mir am Brooks-Stand den Fotokalender ab, in dem zwei Fotos von mir zu finden sind. Dann nutzten wir auch die tolle Fotobox von Brooks und es gab super Fotos!

Es war schön Lauffreunde aus Dresden und Rostock zu treffen und noch ein kurzes Schwätzchen zu halten. Außerdem besuchte ich natürlich auch alle Stände von Läufen und Laufreisen und hätte mich am liebsten gleich für zehn Läufe angemeldet 🙂 Ein tolles Fundstück gab es am Stand der Lausitzer Sportevents – dort konnte ich mich selbst auf dem Flyer für den Hallenmarathon 2013 in Senftenberg entdecken. An diesem etwas außergewöhnlichen Wettkampf hatte ich in diesem Jahr teilgenommen und 40 Runden auf einer 250-m-Bahn waren schon eine sehr interessante Erfahrung! Auf der Berlin-Vitalmesse sah ich auch noch Achim Achilles und Herbert Steffny.

Nach der Berlin-Vitalmesse ging es dann zur Friedrichstraße, wo ich mich mit Christine aus Hamburg traf. Wir kannten uns schon gefühlte Ewigkeiten über Twitter und Facebook und hätten uns auch spätestens im November in New York getroffen, aber Berlin war natürlich eine optimale Gelegenheit sich schon einmal vorher kennenzulernen. Es war sehr nett und hat einmal wieder bestätigt, dass man sich mit Läufern auf Anhieb versteht 🙂 Und ich freue mich schon auf ein Wiedersehen in New York!

Dann war der Marathonmorgen gekommen und mein üblicher Platz zum Zuschauen (Strausberger Platz bei km 12) wurde rechtzeitig eingenommen. Ich musste nicht lange warten bis die Spitzenläufer Mutai und Kimetto mit ihren Pacemakern auftauchten. Ist immer wieder toll diese schnellen Kenianer, die nur so über der Straße zu schweben scheinen, live zu erleben. Besonders schön war es auch Jan Fitschen bei seinem super Lauf (am Ende Platz 14) zu erleben – endlich einmal konnte er zeigen was in ihm steckt! Und auch die deutsche Laufhoffnung Anna Hahner landete bei ihrem erst zweiten Marathon bereits auf Platz 8 – Wahnsinn! Damit war sie zwar ca. 10 min langsamer als die äthopische Siegerin Kebede, aber wer kommt da als deutsche Läuferin überhaupt ran …

Den Zieleinlauf verfolgte ich diesmal nicht live am Brandenburger Tor sondern vor dem TV daheim – selbst da ist es immer sehr emotional! Und ich musste natürlich ständig an meinen eigenen (ersten) Marathon denken, der genau fünf Wochen später in New York ansteht. Wie werde ich mich da fühlen? Komme ich überhaupt an? Wie wird der Zieleinlauf? Mehr dazu kann ich Euch hoffentlich in ca. fünf Wochen berichten.

Last but not least: Glückwünsche an alle Finisher!!! Ihr seid toll! Und ein großes Dankeschön geht auch an die unzähligen Helfer und die begeisterten Zuschauer an der Strecke!


Responses

  1. Berlin wäre für mich auch eine der „großen“ Städte die auf meiner Marathon-Liste stehen… 🙂

  2. Ja, ich bin auch noch nie in meiner Heimat Berlin Marathon gelaufen … Vielleicht klappt es 2013! Welche Städte stehen denn sonst noch auf Deiner Liste?

    • Ohh, da wären in meiner Heimat noch Graz und der Wachau-Marathon…und sonst eigentlich die Städte von denen, denke ich, jeder träumt: New York, London, Chicago….. 🙂

  3. Hallo Manu, da hattest du ja ebenfalls ein ereignisreiches Wochenende. Immer wieder schön, die Stadt so belebt und voller Euphorie zu sehen.

    Schöner Bericht und klasse, dass deine Bilder im Kalender sind.

    Nächstes Jahr ist es ja der 40. Berlin Marathon, wenn das kein Grund ist 😉

    • Ja, der 40. Berlin-Marathon wäre schon ein Grund 🙂 Planst Du auch zu starten?

      • Ich habe es so erst einmal ins Auge gefasst.


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