Verfasst von: Manu | März 4, 2012

Ögermarathon am 4. März 2012 in Antalya …

Dieses Jahr stand zum zweiten Mal die Teilnahme über die 10 km beim Ögermarathon im türkischen Antalya auf dem Plan. Wir waren bereits vor zwei Jahren über die selbe Distanz am Start gewesen. Diesmal hatten wir jedoch nicht das Reisepaket von Öger Tours in Anspruch genommen, da das Hotel, welches wir beim letzten Mal gewählt hatten, ausgebucht war. Daher waren wir diesmal im Rixos Downtown, welches ein schönes 5-Sterne-Hotel ist und sehr günstig für Teilnehmer am Start und Ziel des Ögermarathon liegt.

Freitagabend landeten wir in Antalya und nach 30 min Transfer waren wir im Hotel. Am nächsten Tag nahmen wir uns ein Taxi und fuhren die ca. 12 km zum TerraCity-Einkaufszentrum, wo die Startnummernausgabe war. Dort erhielten wir unsere Startnummern und den Einwegchip (kostenlos) und außerdem gab es noch einen Rucksack, ein Laufshirt, ein Regencape und einen Eisbären! Bei schönstem Sonnenschein konnten wir uns dann noch vor dem Einkaufszentrum unsere Portion Pasta abholen.

Der Start zum Ögermarathon erfolgte heute um 9 Uhr und es wurden drei Strecken angeboten: 10 km, Halbmarathon und Marathon. Der Start (und ebenso das Ziel) befanden sich nur ca. 8 min Fußweg entfernt. Kurz vor dem Startschuss wurde noch die türkische Nationalhymne gespielt, wobei eifrig mitgesungen wurde. Das war eine sehr euphorische Stimmung.

Bei schönstem Sonnenschein und blauem Himmel ging es für ca. 2.500 Läufer auf die Strecke. Gleich nach dem Start ging es ein wenig bergan und das war nicht der einzige Anstieg auf der Strecke. Bald sah man das Meer und dann auch schneebedeckte Berge – war für eine tolle Laufkulisse! André wollte sich heute mal nicht verausgaben und stellte sich als mein privater Pacer zur Verfügung. Er trieb mich schon beim ersten Kilometer ziemlich an … Die Streckengegebenheiten waren nicht so einfach – es ging teilweise etwas bergan und dann auch wieder bergab und es herrschte auch ab und an starker Gegenwind. Besonders toll waren die Abschnitte wo man das Meer und die schneebedeckten Hügel sehen konnte. Wo findet man sonst eine derartige Kulisse?!

Bei Kilometer 5 hieß es dann Umdrehen und es ging diesselbe Strecke wieder zurück. Ich wußte also genau wo die Anstiege warteten … Die Verpflegung unterwegs war sehr gut: Es wurden sowohl Wasser (in Flaschen) als auch Isogetränke angeboten und es waren (wenn ich mich nicht irre) mindestens vier Getränkepunkte. Heute hatte ich ja meinen persönlichen Getränkereicher dabei und das machte sich bezahlt 🙂

Irgendwie verging die Zeit heute wie im Fluge und André trieb mich ziemlich an. Ich hatte noch nicht einmal mehr Kraft um mir meine Endzeit auszurechnen – André meinte nur immer wieder, dass es auf eine Zeit von 56 min hinauslaufen würde. Das hieß eine neue Bestzeit … Aber zunächst hieß es erst einmal noch Quälen! Bei km 8 wußte ich dann selbst, dass es recht vielversprechend aussah – aber ich war auch schon ziemlich fertig. Doch ich schaute mir die tolle Kulisse mit dem blauen Meer und den weißen Bergspitzen an und sagte mir, dass in weniger als 12 min alles vorbei ist. Leider gab es bei etwa Kilometer 9 noch einmal einen fiesen Hügel, aber ich wußte, dass es danach nur noch abwärts geht.

Schließlich waren wir auf der Zielgeraden und ich konnte das Ziel auch schon sehen. Es erschien mir allerdings noch sehr weit weg. Aber ich sammelte noch einmal alle Kräfte und konnte noch einen Endspurt hinlegen. Kurz vor dem Ziel stellte ich fest, dass ich sogar noch unter 56 Minuten das Ziel erreichen könnte und gab noch einmal alles. Bei 55:57 min war ich im Ziel! Ich war total fertig und vor lauter Erschöpfung konnte ich mich erst einmal gar nicht freuen … Es gab eine recht schwere Medaille und nach einem Finisher-Foto ging es ins Hotel zurück. Da sind wir noch einmal zum Frühstück und uns wurde gratuliert. Es wurde zunächst angenommen, dass wir gewonnen hätten, da wir Goldmedaillen trugen 🙂

Die Ergebnisse werden leider erst morgen veröffentlicht, aber eine neue Bestzeit bin ich auf jeden Fall gelaufen. Die alte Bestzeit lag bei 57:06 min. Diese Bestzeit bin ich letztes Jahr auch nur eine Woche nach einem Halbmarathon gelaufen. Dieses Jahr kam die Bestzeit auch nur eine Woche nach einem Halbmarathon (Mitja Marató in Barcelona) zustande 🙂 Ein Halbmarathon scheint eine sehr gute Vorbereitung für einen 10-km-Wettkampf zu sein … Aber auf jeden Fall hätte ich nicht gedacht, dass ich bei meinem ersten Outdoor-10-km-Wettkampf in diesem Jahr gleich eine neue Bestzeit aufstelle 🙂

Ich habe mit meiner Zeit Platz 8 in meiner Altersklasse (von 91), Platz 43 bei 447 Frauen und Platz 229 (von 951) belegt.

Den Ögermarathon kann ich jedem ans Herz legen, der einen schönen Saisonstart in toller Umgebung und bei fantastischem Wetter sucht! Nächstes Jahr sind wir sicherlich wieder dabei!


Responses

  1. Hallo Manu,
    als ich deine Zeilen las, fühlte ich mich wieder wie in der Türkei! :))

    Ich bin nämlich auch die 10km in (R)untalya gelaufen. Vielleicht hast du mich auch auf der Strecke gesehen. Ich bin die, die mit dem Jogger gelaufen ist!!
    Ich finde dein Bericht sehr schön.
    Bleib dran, du wirst deine Zeit 55:57schon noch knacken!

    *Breites Grinsen*
    Gruss Wilde

  2. […] neue Bestzeiten aufstellen: Die 10-km-Bestzeit habe ich von 57:06 min auf 55:57 min verbessert (Türkei im März) und die 5-km-Bestzeit von 28:00 min auf 26:04 min (Fleesenseelauf im […]

  3. […] wenige Tage später waren wir in der Türkei, um dort beim Ögermarathon die 10 km zu laufen. Hier erreichte ich sogar eine neue Bestzeit über diese Distanz. Ende März […]


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