Verfasst von: Manu | Oktober 3, 2011

Halbmarathon in Köln am 2. Oktober 2011 …

Am ersten Oktoberwochenende stand der Köln-Marathon an. Neben der Marathonstrecke wurde auch ein Halbmarathon angeboten. Wir hatten uns für den Halbmarathon angemeldet und es sollte die erste Teilnahme bei einem Lauf in Köln werden. Insgesamt sollte es bereits mein siebter Halbmarathon überhaupt werden. Perfekt passte zu dieser Veranstaltung das lange Feiertagswochenende, so dass wir insgesamt drei Tage in Köln verbringen konnten.

Am Samstag holten wir uns nach der Ankunft die Startunterlagen bei der Marathonmesse in Köln-Deutz ab. Die Messe war von der Größe her fast vergleichbar mit der Marathonmesse in Berlin. Glücklicherweise war es jedoch nicht so voll wie in Berlin. Die Startunterlagen erhielten wir ganz schnell. Jeder Starter erhielt übrigens auch ein Kölnmarathon-Kölschglas :-). Ich schaute mich noch an ein paar Ständen (hauptsächlich Laufreisen) um und ließ mich noch am BMW-Stand beim Zieleinlauf fotografieren – eine witzige Idee.

Am Abend stärkten wir uns noch mit lecker Pasta und vorher waren wir noch bei unserer ersten Marathonmesse und zwar im Kölner Dom. Das war schon sehr interessant. Am Sonntagmorgen hieß es dann halb 7 aufstehen :-(. Zum Glück gab es zu dieser frühen Stunde schon das Frühstück im Hotel und dort stellten wir fest, dass wir nicht die einzigen Läufer im Hotel waren. Wir fuhren dann vom Hauptbahnhof die eine Station bis Deutz und gaben dort zunächst bei der Messe unseren Kleiderbeutel ab. Zum Glück war es recht warm – es war ein ungewöhnlich warmer Start in den Oktober und das sah nach viel Schwitzen auf der Strecke aus. Dann ging es in die Startblöcke, die hier nach Farben sortiert waren und da es zwei Spuren gab, fiel die Orientierung erst einmal etwas schwierig. Irgendwie war ich wohl im falschen Startblock einsortiert, denn ich war im letzten und das war wohl der für die Erstläufer … Somit erfolgte für mich der Start auch erst ca. 8:45 – also 15 min nach dem ersten Startblock. Zum Start gab es übrigens typisch Kölsche Stimmungsmusik.

Es ging zunächst über die Deutzer Brücke, dann Richtung Neumarkt, Barbarossaplatz, über die Aachener Straße und dann zum Rudolf- und Friesenplatz. Am Rudolfplatz war die meiste Stimmung und man lief dort zweimal entlang. Zum Glück lag der Großteil der Strecke im Schatten und somit war die Hitze gar nicht so schlimm wie erwartet. Es gab unterwegs auch genügend Getränke und ich nahm meist Wasser und einmal Tee zu mir. Es wurden auch Bananen und Cola angeboten. Ich lief relativ gleichmäßig im Schnitt von 6:30 min pro km und dachte schon nach wenigen Kilometern, dass es super wäre, wenn ich diesen Schnitt bis zum Ende beibehalten könnte. Aber ich wusste ja nicht, ob und wann sich mein Läuferknie wieder melden würde. Aber zunächst lief alles gut und meine Durchgangszeit bei km 10 lag bei 1:05:05 h. Es ging dann weiter zum Hansaring, die Innere Kanalstraße und wieder zum Rudolfplatz. Die Stimmung dort war super! So langsam machten sich dann doch meine Knie bemerkbar, aber ich lag immer noch gut in der Zeit. Ich wusste, dass ich heute meine zweitbeste Zeit in einem Halbmarathon erreichen könnte. Bei km 20 stellte ich fest, dass ich es sogar schaffen könnte, unter 2:15 h zu laufen, aber dann kam noch einmal Kopfsteinpflaster und der Anstieg auf die Deutzer Brücke. Aber  ich bewältigte auch das und dann waren es nur noch wenige Meter bis zum Ziel. Es wurde noch einmal recht eng auf den letzten Metern, aber mein Zeitvorsprung sollte ausreichen. Beim Endspurt überholte ich noch einmal einige Läufer und kam dann überglücklich bei 2:14:41 h ins Ziel! Das war meine zweitbeste Zeit bei einem Halbmarathon und sogar über 20 min schneller als bei meinem letzten Halbmarathon im April in Berlin. Ich hätte niemals gedacht, dass ich in Köln diese Zeit erreichen würde – ich wäre schon mit einer Zeit von unter 2:30 h zufrieden gewesen. Super, dass auch meine Knie so gut mitgespielt haben. In Berlin und New York musste ich dieses Jahr ja recht viel gehen  – aber hier war ich ohne Unterbrechung durchgelaufen – noch nicht einmal an den Getränkestationen bin ich gegangen.

Es gab eine schicke Medaille und auch das Angebot an Verpflegung war im Zielbereich sehr gut. Leider bekam ich nur einen Apfelsaft, weil es ansonsten total voll war. Aber ich sah, dass es Kölsch, Bananen, Äpfel, Schmalzstullen, Fleischbrühe, Müsliriegel etc. gab.

Auch André war sehr schnell gelaufen und hat eine neue PB aufgestellt: 1:43:51 h. Glückwunsch!

Wir sind schnell wieder ins Hotel zum Duschen. Als Läufer konnte man an dem Tag übrigens den Nahverkehr in Köln kostenlos benutzen.

Den restlichen Tag entspannten wir uns und klagten gegenseitig über unsere Schmerzen beim Gehen 🙂 Wir statteten auch noch der After-Run-Party im ReissDorf einen Besuch ab und lösten dort die Gutscheine für ein Kölsch Alkoholfrei ein und sahen uns auch noch den Zieleinlauf des Marathonsiegers an.

Köln war eine Reise wert und wir fuhren mit tollen Eindrücken und Zeiten zurück nach Berlin!


Responses

  1. Na, auch wenn es in dem Getümmel und den unterschiedlichen Staretzeiten quasi keine Möglichkeit gab, sich über den Weg zu laufen: schön, daß wir gemeinsam in Köln waren und Glückwunsch zu dem tollen Erlebnis samt super Zeit!

    • Ebenfalls Glückwunsch! War ein tolles Wochenende in Köln!

  2. Toller Bericht, das Wetter meinte es tatsächlich sehr gut mit Euch. Kölsche Stimmungsmusik würde mich aber abschrecken 🙂

    • Ja, Kölsche Stimmungsmusik ist sonst auch nicht so meine Sache – aber am Sonntag passte sie 🙂

  3. Sehr schöner Bericht, einer wirklich gelungenen Laufveranstaltung.
    Vielleicht sieht man sich dann im kommenden Jahr in Berlin zum HM.

    • Fand Deinen Bericht auch schön – vor allem die vielen Fotos! Ich hatte auch ein Problem mit den Startgruppen. Obwohl es bereits mein Halbmarathon 7 war, stand ich in der Gruppe der Erstläufer … Da ich auf der Messe noch nicht wusste, was die Farbe genau zu bedeuten hat, hatte ich da natürlich noch nichts sagen können … Na ja, hat ja meiner Zeit zum Glück nicht geschadet 😉 Ja, in Berlin bin ich beim HM 2012 auf jeden Fall am Start. Anmeldung ist schon lange raus 😉

  4. Toller Bericht!
    Ich habe mal deinen Blog bei mir verlinkt.
    Hoffe das ist ok?

    • Na klar doch 🙂

  5. […] echt nicht gedacht, dass sie gerade heute fallen würde. Ich war doch erst letzten Sonntag den Halbmarathon in Köln gelaufen … Aber vielleicht sollte ich vor einem 10-km-Wettkampf immer vorab einen HM laufen […]

  6. […] und darunter waren drei Halbmarathons und zwar in New York (März), Berlin (April) und Köln (Oktober). Das Highlight war natürlich der Halbmarathon in New York, aber in Köln bin ich dafür meine bisher […]

  7. Das klingt echt gut. Ich bin gespannt auf dIe Verpflegung hinter her😅

    • Und ich bin auf Deinen Blogpost danach gespannt 🙂


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