Verfasst von: Manu | März 20, 2011

New York City Halbmarathon am 20. März 2011 …

Heute bin ich wieder in Berlin gelandet und der Halbmarathon in New York erscheint schon fast nicht mehr real. Dabei bin ich erst vorgestern (Sonntag, den 20. März 2011) über die Finish Line in New York gelaufen. Den Halbmarathon in New York kann ich als den bisher erlebnisreichsten und eindrucksvollsten Lauf in meinem Leben bezeichnen. Geträumt hatte ich von diesem Lauf schon eine ganze Weile, aber so schnell war er dann doch nicht geplant. Es muss im Januar gewesen sein, als wir dann doch recht spontan bei dertour nachfragten, ob es denn noch Plätze gäbe. Ein Reiseveranstalter war die einzige Möglichkeit um überhaupt an Plätze zu kommen. Dafür mussten wir dann leider auch das teure Hotel des Veranstalters buchen – wir bezahlten für vier Übernachtungen pro Person 499€ und dazu noch einmal 120€ für die Startnummern. Wenigstens die Flüge konnten wir selbst buchen …

Letzten Donnerstag ging es dann ab Berlin über Amsterdam nach New York, wo wir am Abend ankamen. Gleich am Freitagmorgen sind wir zur Startnummernausgabe. Das war recht schnell erledigt, denn es gab kaum Warteschlangen und die Messe an sich war sehr klein (kein Vergleich zu Berlin). Jeder Teilnehmer erhielt auch kostenfrei ein T-Shirt (leider in einer nicht so tollen Farbe). Die Zeitmessung sollte über einen Chip in der Startnummer erfolgen.

Freitagabend absolvierten wir noch den letzten Trainingslauf im Central Park. Am Sonntagmorgen klingelte der Wecker dann bereits 5:30 Uhr, denn der Start stand für 7:30 Uhr an. Zum Glück fuhr uns (und weitere 50 deutsche Läufer) ein Bus zum Start im Central Park. Dort wurde das Gepäck abgegeben und dann ging es in die Startblöcke (Corrals). Es war sehr sehr frisch – so um die 5°C … Ich war froh als es 7:30 Uhr endlich losging. Zunächst ging es fast 1 1/2 Runden durch den Central Park und der ist wirklich sehr sehr hügelig. Nun kann ich umso mehr mit den Marathonläufern mitfühlen, die hier immer im November finishen. Die Stimmung war großartig und selbst bei dieser frühen Uhrzeit waren viele Zuschauer vor Ort. Man sah überall Schilder und hörte von überall „Go runners, go“ und „You look good“. Das war schon eine tolle Atmosphäre! Es liefen im Vergleich zu Deutschland auch sehr viele Frauen mit und sehr viele Teilnehmer liefen für eine Charity, was man an den T-Shirts erkennen konnte. Unterwegs gab es auch sehr viel Getränke – Gaterode und Wasser und nicht nur alle 5 km wie bei den meisten deutschen Läufen, sondern fast aller 2,5 km. Als wir endlich aus dem Central Park herauskommen, waren schon mehr als 10 km geschafft. Es wurden natürlich immer die Miles angezeigt, aber aller 5 km gab es auch ein Kilometerschild. So hatte ich nicht zu viele Probleme immer im Kopf die Miles in Kilometer umrechnen zu müssen. 13,1 Miles galt es ja insgesamt zu bewältigen.

Dann ging es in die City und die 7th Avenue zum Time Square. Das war so richtig Gänsehaut pur und mir wären fast die Tränen gekommen. Es war so ein tolles Gefühl mitten in New York auf dem Time Square zu laufen. Die Stimmung war auch toll!

Danach ging es auf der Westseite Manhattans Richtung Battery Park (in der Nähe von Ground Zero). Plötzlich spielte mein rechtes Bein verrückt und ich hatte Schmerzen. Daher bin ich ab ca. km 15 immer mal wieder gegangen. Echt schade, denn rein konditionsmäßig fühlte ich mich noch richtig gut. Aber egal, ich wollte ja einfach nur ankommen und das war dann nach 2:28 und damit meiner bisher schlechtesten Zeit in einem Halbmarathon auch der Fall. Aber es zählte das Erlebnis 🙂

Im Ziel gab es für alle Finisher noch die Medaille und eine Verpflegungstüte und dann ging es schnell mit der U-Bahn zurück zum Hotel.

Insgesamt gab es 10.201 Finisher und mehr als die Hälfte waren sogar Frauen. Da kann sich Deutschland noch ein Beispiel nehmen!

Fazit: Den New-York-Halbmarathon sollte man auf jeden Fall einmal im Leben gemacht haben. Und vielleicht wird ja eines Tages sogar der New-York-Marathon daraus?!

Nachtrag: Der erste Lauf nach dem Halbmarathon über 30 min verlief übrigens schmerzfrei 🙂


Responses

  1. Das war sicher ein tolles Erlebnis 🙂

    Wenn da so vielen Frauen mitlaufen wäre das für mich auch eine Motivation zum mitlaufen 😉

    Dein Bein will Dir vieleicht sagen das es lieber kürzere Distanzen laufen will… würde ich mal so als Hobbyarzt sagen.

  2. Toll, dass ihr den Lauf erleben konntet. Ich visiere mal den HM im nächsten Jahr an, das ist ein schönes Ziel. Ich stelle es mir auch grandios vor, auf dem Times Square einzulaufen.
    Wenn man rechtzeitig bucht, kann man am HM auch ohne Reiseagentur teilnehmen, oder? Ich glaube nur beim vollen Marathon wird es schwierig, ohne Agentur an Tickets zu kommen, weil sie verlost werden.

    Grüße
    Patrick

    • Patrick, auch beim HM kann man sich leider nicht einfach so anmelden. Es gibt eine Lotterie. Da wir aber zu zweit waren und nicht auf das Glück hoffen wollten, kam somit nur noch ein Reiseveranstalter in Frage.

      LG Manuela

  3. „you look good“ …das erinnert mich an den Bostonmarathon. Und die Gaaatorat-Schreie! Die Begeisterung in Amerika ist schon ne andere. Und dann noch Timesquare! Da spielt die Zeit überhaupt keine Rolle. Na dann pflege mal dein Bein, die nächste Herausforderung wartet!!!

  4. Nicht Deutschland, sondern die deutschen Frauen müssen sich ein Beispiel nehmen 😉

    Ein schöner Bericht, der auch gut rüberbringt, was es für ein großes Ereignis für Dich war. Und die Zeit ist bei den vielen neuen Eindrücken auch relativ. Ich möchte selbst mal den Marathon dort laufen, am besten in Verbindung mit der noch nachzuholenden Hochzeitsreise und Kind, das im Anflug ist:-)

    Und hör nicht auf Hobbyärzte 😉

  5. Wow, you are right. You should run the HM New York once in your life. Great Job, well done. I like your race reports and will follow your blog for your next report (what will it be? 🙂

    see you
    RR

    ps: sorry that I write my comment in English. I can read German perfectly but writing it is a horror :))

    • Thanks! No problem writing in Englisch 🙂 The next race will be tomorrow’s half marathon in Berlin. Have you ever been here for a race?

      • Thanks for your reply Manur! Yes, I’ve been to Berlin in 2007, it was a great marathon! http://www.runningronald.nl/buitenlandse-marathons/berlin-2007-finisher-met-verslag

        My next marathon to break my PB of 3:03 will be in Eindhoven 9 oktober. If you want to run I nice marathon in Holland I would recommend Rotterdam. (2nd sunday in april)

        I wish you good luck the your HM in Berlin and looking forward to your report!

        see you!
        Ronald

      • Thanks Ronald! I have actually never ran a marathon as I have sometimes problems with ITBS (runners knee). Therefore I usually run 10k or half marathons.

        Best wishes

        Manuela

  6. Schöner Bericht! Macht richtig Spaß auf den NYC-Marathon, den ich 2012 laufen möchte – nachdem ich hoffentlich in diesem Jahr in den Jubilee-Club komme ;-))! Deine Gefühle beim Lauf über den Time Square kann ich hundertprozentig nachempfinden :-)! Geht mir in Berlin auch immer so!

    • Dann wünsche ich Dir alles Gute fßür den NYC-Marathon! Gern würde ich diesen auch mal mitlaufen …

  7. Klasse!
    Super Bericht, der wirklich Lust macht da auchal mit zu laufen.

  8. […] eingerechnet) an 22 Wettkämpfen teilgenommen und darunter waren drei Halbmarathons und zwar in New York (März), Berlin (April) und Köln (Oktober). Das Highlight war natürlich der Halbmarathon in New […]

  9. […] an der Strecke auch noch besser als in Berlin. Wir durften die Atmosphäre in New York schon beim Halbmarathon 2011 erleben und die war […]

  10. […] nächste Highlight folgte dann nur zwei Monate später mit der Teilnahme am Halbmarathon in New York. Dieser Lauf gehört aufgrund der super Zuschauer immer noch zu unseren […]


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