Gestern, am 21. Oktober 2007, fand anläßlich der Eröffnung der neuen Rügenbrücke in Stralsund der Rügenbrückenlauf statt. Zur Wahl standen 5 km, 10 km und Walking. Für mich wurde es der erste 10-km-Lauf in meinem bisher kurzen Läuferleben
Es fiel zwar schon ein wenig schwer sich gestern morgen gegen 8 Uhr aus den bequemen Hotelbetten zu quälen und leichtbekleidet sich zum Startpunkt zu begeben, aber es hat sich total gelohnt! Unsere Startnummern hatten wir zum Glück schon am Vortag geholt und so mußten wir auch nicht so zeitig zum Start, der für 9 Uhr geplant war. Diesmal hatten wir auch keine Orientierungsprobleme unser Ziel zu finden. Hatten am Vortag noch unzählige Spaziergänger Stralsund’s Straßen verstopft, so waren an diesem Morgen fast nur Läufer unterwegs. Einfach folgen und schon befanden wir uns im Startbereich. Dort sah man schon die Massen an Läufern. Für den 10-km-Lauf waren über 2.000 Anmeldungen eingegangen. Es ging auch fast pünktlich um 9 Uhr los. Das Problem war nur, dass es ca. vier Minuten dauerte, bis wir die Startlinie überqueren konnte. So voll war es. Erstmal gab es dann den Anstieg auf die Brücke zu überwältigen. Mein einziges Ziel für diesen Lauf war eigentlich nur ankommen und den Lauf genießen. Daher ließ ich alles ganz locker angehen und lief recht langsam los. Ich hatte ja sogar meine Kamera dabei um Eindrücke von der Strecke zu sammeln. Leider kam ich nur dazu ein einziges Foto auf der Brücke zu schießen … Da es jedoch sehr viele Läufer mit ihren Kameras gab, werde ich sicherlich im Internet noch fündig. Dann befanden wir uns endlich oben auf der Brücke und der Anblick war gigantisch. Nicht nur die Brücke an sich war überwältigend, sondern vor allem der Anblick der vielen Menschen, die sich da in einem Pulk über die Brücke schoben. Ich fühlte mich an Bilder vom NY-Marathon erinnert, wo es ebenfalls über eine (oder mehrere) Brücken geht.
Jedenfalls lief alles sehr locker und die Atmosphäre war toll. Die meisten liefen in Gruppen. Aber André hatte mich mal gleich wieder nach dem Start hinter sich liegen lassen
Ich hatte ja vor den 10 Kilometern schon Respekt, aber die Strecke lief sich fast wie von selbst. Es gab soviele Eindrücke und dadurch verging die Zeit wie im Fluge. Es ging dann auf Rügen die Brücke runter und noch ein wenig nach Altefähr rein. Dort war der Wendepunkt (33 min) und es gab auch Getränke. Ich genehmigte mir ein Getränk und blieb zum Trinken auch Stehen. Dann ging es auf den Weg zurück. Vorher war mir schon André begegnet, der schon wieder längst auf dem Rückweg war. Außerdem waren uns schon die 5-km-Läufer entgegegengekommen, die in Altefähr gestartet waren.
Erstmal kam dann wieder der Anstieg auf die Brücke rauf. Anfangs fand ich den richtig gut, weil es eine andere Belastung für die Beine war, und ich wurde sogar schneller. Aber der Anstieg war doch zu lang und ich mußte etwas das Tempo rausnehmen. Aber alles in allem war ich auf dem zweiten Teilstück viel schneller, weil ich nun meine Kräfte besser einschätzen konnte. So kam ich, dass ich für die zweite Hälfte vier Minuten weniger benötigte. Der letzte Kilometer ging nur noch abwärts und da gab ich nochmal richtig Gas. Meine Nettozeit war dann jedenfalls 1:02 h. Meine Bruttozeit war 1:06 h. Da wir nur mit dem Chip in der Startnummer liefen, war als Resultat auch nur die Bruttozeit erhältlich. Aber ich hatte ja meine Nettozeit selbst gestoppt
Alles in allem war ich mit der Zeit mehr als zufrieden. Im Ziel gab es für jeden eine schöne Medaille und außerdem noch Getränke, Obst und Müsliriegel.
Zum Glück hatte ich mir mit André einen Treffpunkt ausgemacht, so dass wir uns dann auch wiederfanden. Ansonsten wäre das bei den Menschenmassen ein ziemliches Problem geworden. Auch wenn es bisher mein längster Lauf war, so war es doch der am wenigstens anstrengende. Außerdem war es der bisher schönste Lauf. Ein wirklich tolles Erlebnis und ich bin froh, dass wir uns dafür auf den Weg nach Stralsund gemacht hatten!
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