Giru de Natale

Als ich im Februar bereits in Nizza am Rock’n’Roll teilgenommen hatte, war nicht daran zu denken, dass ich in diesem Jahr erneut in diese Stadt an der Côte d’Azur fliegen würde.

Doch dann hörte ich von unserem Lauffreund Jochen vom Giru de Natale in Monaco. Und da ich noch nie im zweitkleinsten Staat der Erde gelaufen war, stand schnell fest, dass ich im Dezember erneut nach Nizza fliegen würde. Denn nur wenige Kilometer entfernt ist das Fürstentum Monaco zu finden.

Easyjet Nizza

So machte ich mich also am letzten Freitag erneut auf den Weg nach Nizza. Bei strahlendem Sonnenschein trafen wir dort ein und ich musste sofort ans Meer. Hach, war das schön so mitten im Dezember am Meer sitzen zu können!

Nizza

Am Abend trafen wir uns mit Jochen in einer Pizzeria und danach genehmigten wir uns Glühwein auf dem kleinen, aber feinen Weihnachtsmarkt im Zentrum von Nizza auf dem Place Massena. War angenehm sich auf einem Weihnachtsmarkt mal keine Gedanken um kalte Hände oder Füße machen zu müssen :-)

Nizza

Am nächsten Tag fuhren wir mit dem Lokalzug ins etwa 20 km entfernte Fürstentum Monaco. Bei der Ankunft war ich total erstaunt wie bergig dieses winzige Land ist und wir hatten erst einmal Probleme den Weg in den Hafen zu finden. Im Nachhinein erfuhren wir, dass es eine Rolltreppe direkt dorthin gab. Aber wir nahmen irgendwelche kurvigen Straßen …

Unser Hotel war direkt am Hafen und an der Rennstrecke der Formel 1 gelegen. Wir erfuhren dann, dass während der Rennen unser Hotelzimmer 2.000 Euro kostet und das pro Tag!

Monaco

Am Nachmittag holten wir uns die Startunterlagen für den Giru de Natale im Hafen ab. Für den 10-km-Lauf hatten wir weniger als 17 Euro bezahlt und in der Startgebühr war ein Funktionsshirt enthalten. Leider war dieses zu groß :-(

Ein medizinisches Attest musste man bei diesem Lauf übrigens auch einreichen – zum Glück konnte ich noch das vom Lauf in Nizza hierfür nutzen.

Wir schlenderten über den Weihnachtsmarkt und dann zeigte uns Jochen das berühmte Casino von Monte-Carlo. Da standen schon ein paar hochwertige Fahrzeuge vor der Tür … Aber mir hatte es eher die spektakuläre Weihnachtsdekoration vor dem Casino angetan.

Monaco

Am Sonntagmorgen starteten dann zunächst die Kleinen über zwei kürzere Läufe bis es für uns um halb 11 auf die 10-km-Strecke ging. Hatten wir die zwei Tage vorher noch den Sonnenschein genoßen, so zogen zum Lauf dicke Regenwolken auf. Wenigstens war es recht mild.

Der Start für die etwa 1.600 Teilnehmer fand direkt am Hafen statt und besonders viele Italiener befanden sich unter der Startern. Die italienische Grenze ist ja auch nur wenige Kilometer vom Fürstentum Monaco entfernt.

Giru de Natale

Wir liefen zunächst am Hafen entlang – doch dann ging es nach zwei Kilometern steil nach oben. Über teilweise Stufen galt es den Berg, auf dem sich der Fürstenpalast befindet, zu erklimmen. Ich ging da, denn an Laufen war nicht zu denken. Oben angekommen war leider nichts vom Fürsten oder seiner Familie zu sehen, aber dafür war alles mit Flaggen geschmückt.

Giru de Natale

Wunderschön war dann die Passage abwärts zum Hafen zurück mit einem tollen Blick über die Bucht.

Monaco

Als wir erneut am Start- und Zielbereich entlang liefen, sah ich schon die ersten Läufer im Ziel einlaufen. Ich hatte hingegen gerade einmal die Hälfte der Strecke geschafft.

Giru de Natale

Auf der anderen Seite des Hafens war der nächste Anstieg zu bewältigen – diesmal war das Casino auf dem Berg in Monte-Carlo das Ziel. Immerhin lief ich hier durchgängig und konnte dabei so einige Läufer einsammeln.

Am Besten war dann die Passage bergab – da konnte ich wieder einiges an Zeit gutmachen. Und die letzten Kilometer liefen wir dann am Meer entlang zurück. Das war echt – trotz Regen – wunderschön!

Giru de Natale

Ich hatte auch noch viele Reserven und überholte nur noch. Vielleicht machte mich auch der Gedanke daran, dass ich auf der Strecke der Formel 1 lief, so schnell :-)

Bei 1:00:19 h lief ich schließlich im Ziel ein. Damit war ich doch besser wie erwartet. Aufgrund der vielen Höhenmeter und der Fotostopps hatte ich eigentlich mit einer langsameren Zeit gerechnet.

Giru de Natale

Im Ziel gab es Wasser und Obst, welches ich leider nicht ausgiebig genießen konnte. Denn ich musste die wenigen Minuten, die bis zum Auschecken aus dem Hotel blieben, noch nutzen.

Am Nachmittag brachte uns dann der Regionalzug von Monaco aus zurück zum Flughafen nach Nizza und am Abend landeten wir wieder sicher in Berlin.

Das verlängerte Wochenende an der Côte d’Azur war auf jeden Fall perfekt und der Giru de Natale ein großartiges Erlebnis! Und so ganz nebenbei war Monaco das Land Nummer 22 in dem ich an einem Lauf teilgenommen habe.

St Pauli X-Mass Run

Alle Jahre wieder wird es Weihnachten und seit vier Jahren dürfen in der Vorweihnachtszeit Läuferinnen und Läufer im berühmt-berüchtigen St. Pauli in Hamburg laufen.

Nachdem ich bereits 2013 beim St. Pauli X-Mass Run enorm viel Spaß gehabt hatte, stand dieser Lauf in diesem Jahr auch wieder auf der To-Run-Liste.

Samstagvormittag reiste ich mit der lieben Anna aus Berlin an und das erste Ziel war mein Hotel, das Motel One am Michel. Von da aus sollte ich am nächsten Tag nur fünf Minuten bis zum Start vor dem Millerntorstadion benötigen.

Hamburg

Zu Fuß schlenderte ich dann im nebligen Hamburg zur Hafencity. Eine Teeschulung bei Meßmer Momentum stand an und ich war gespannt, was mich dabei erwarten würde.

Meßmer Momentum

Schließlich fand ich mich in einer kleinen Gruppe im Verkostungsraum von Meßmer wieder. Wir trugen alle eine weiße Schürze und  lauschten zunächst den spannenden Ausführungen zum Thema Tee. Ich habe viel Neues gelernt, doch konnte es kaum erwarten bis es ans Testen selbst ging. Mehr als 20 verschiedene Teesorten (grüner, weißer, schwarzer und Früchtetee) warteten darauf von uns probiert zu werden. Ich hielt mich vor allem an die grünen Tees und stellte einmal wieder fest, dass grüner Tee mit Jasmin derzeit mein Favorit ist. Die Zubereitung von Matcha wurde uns gezeigt und das scheint doch nicht so schwierig zu sein, wie gedacht.

Meßmer Momentum

Im Anschluss durften wir alle in einem wunderbar eingerichteten Raum am Wasser sitzen und English Tea Time genießen. Bei einer Tasse fantastischem grünen Tee names “Green Rose” verspeiste ich Sandwiches, Scones mit Clotted Cream und Strawberry Jam sowie Teegebäck. War das lecker!

Meßmer Momentum

Da der St. Pauli X-Mass Run am Sonntag erst um 11 Uhr starten sollte, konnte ich ausschlafen und in aller Ruhe frühstücken.

Nachdem ich Anna von ihrem Hotel abgeholt hatte, machten wir uns mit unseren roten Weihnachtsmannmützen bewaffnet, auf den Weg zur Startnummernausgabe auf dem Südvorplatz des Millerntorstations. Es war recht windig und so verbrachten wir die Minuten vor dem Start in dem wärmenden Café am Stadion. Trafen noch Mandy von Go Girl! Run! und dann ging es schon bald los.

St. Pauli X-Mass Run

Überall um uns herum Weihnachtsmänner und -frauen sowie diverse Tiere (einen Eisbär sah ich) oder auch Weihnachszubehör, wie ein Adventskranz :-)

St. Pauli X-Mass Run

Kurz nach dem Start durften wir ins Millerntorstadion und dort ein paar Meter auf der Gegengerade laufen. Danach ging es am Dom vorbei und schließlich durch Planten & Blomen. Dort wartete auch ein Treppe und ein paar Anstiege auf uns. Die bekam ich jedoch gar nicht so richtig mit, da ich kurz nach dem Stadion Fatma und Andreas im Feld entdeckt hatte. Und da wir uns so lange nicht mehr gesehen hatten, nutze ich den Lauf für einen langen Plausch. Vergaß wegen der ganzen Plauderei sogar fast das Fotografieren und hatte dadurch Seitenstechen :-)

St Pauli X-Mass Run

Ehe ich mich versah, waren wir wieder vor dem Stadion angelangt und schon standen die letzten Kilometer an. Gemeinsam mit Fatma und Andreas überquerte ich glücklich bei etwas über 35 min die Ziellinie. Die Streckenlänge betrug übrigens 5,4 km und dafür  hatten wir 13 Euro an Startgebühr bezahlt.

St. Pauli X-Mass Run

Nachdem wir die coole Medaille in Empfang genommen hatten, gönnten wir uns noch einen Schluck Glühwein und dann ging es im Laufschritt zurück ins Hotel. Schnell duschen, Koffer packen und dann leider schon wieder zum Bahnhof :-( War wieder ein wunderbares Wochenende in der norddeutschen Metropole!

Kann mir sehr gut vorstellen, dass es 2015 wieder heißt: Die Rute führt durch St. Pauli :-)

Rock'n'Roll Las Vegas

Die Planung

Um ganz ehrlich zu sein, weiß ich gar nicht so recht, wie ich diesen Blogpost beginnen soll. Die letzten Tage in den USA waren einfach so beeindruckend und erlebnisreich gewesen, dass mir partout keine dazu passende Einleitung einfällt :-)

USA

Vielleicht beginne ich einfach mit einem kurzen Überblick zu unserer Reise. Insgesamt elf Tage wollten wir in den USA verbringen. Der Hinflug ging zunächst nach Miami, wo wir zwei Nächte verbringen würden. Von dort aus sollte uns American Airlines nach Las Vegas bringen, wo mein 20. Halbmarathon geplant war. Nach drei Übernachtungen in der Spielerstadt würde es per Auto  nach Kalifornien weitergehen. Eine Übernachtung in Bakersfield (muss man nicht kennnen) war geplant und danach weiter nach San Francisco. In der Stadt der Golden Gate Bridge würden wir zwei weitere Nächte verbringen und von dort aus sollte uns erneut American Airlines nach Chicago fliegen. In der Windy City schließlich standen zwei weitere Nächte an und dann ging es wieder zurück nach Berlin. Kurz zusammengefasst: 10 Nächte in fünf amerikanischen Städten und unzählige Meilen mit dem Flugzeug und Auto.

Das Highlight der Reise sollte natürlich der Rock’n’Roll-Halbmarathon werden, den ich mir für meinen 20. Halbmarathon ausgesucht hatte. 2014 war mein Jahr der Halbmarathons, denn Las Vegas wurde bereits Halbmarathon Nummer 7 in diesem Jahr. Die sechs Jahre davor war ich im Durchschnitt nur maximal zwei Halbmarathons im Jahr gelaufen :-)

Der Halbmarathon in Las Vegas war zwar mit über 120 Euro mein bisher teuerster Halbmarathon überhaupt, aber dafür sollte er auch etwas ganz Besonderes sein.

Aber ich wollte meine Laufschuhe nicht nur in Las Vegas nutzen, sondern auch in Miami, San Francisco und Chicago. Gesagt, getan! Diese Orte bieten tolle Laufstrecken und daher werde ich diesem Thema einen separaten Blogpost widmen.

Daher erstmal nur ganz kurz zu den einzelnen Stationen vor und nach dem Halbmarathon in Las Vegas.

Relaxen in Miami Beach

Mit Air Berlin flogen wir ganz bequem in der Business Class (dank gesammelter  Flugmeilen) an einem Mittwochmorgen ins warme Miami. Fast 30° C erwarteten uns dort und unsere Unterkunft Freehand Miami war in Miami Beach nur wenige Meter vom wunderbaren Strand entfernt. Und an diesem Strand war ich dann natürlich mehrmals laufen. Und natürlich habe ich mir das blaue Meer nicht nur angeschaut, sondern bin dort auch vergnügt darin geschwommen.

Running Miami Beach

Die zwei Tage in Miami Beach vergingen viel zu schnell und so recht hatte ich eigentlich keine Lust ins kühlere Las Vegas weiterzufliegen. Aber der Flug war gebucht uns so gab es kein Zurück. Und zu unserer Überraschung erwarteten uns nach 4,5 Stunden Flug in Las Vegas auch noch angenehme Temperaturen.

American Airlines

Spielcasinos, Hochzeitskapellen und der Halbmarathon in Las Vegas

Wir hatten ab Las Vegas einen Mietwagen gebucht und diesen nutzten wir am ersten Tag für einen Ausflug zum beeindruckenden Hoover-Staudamm. Es war sonnig und mit 20° C auch schön warm.

Hoover Staudamm

Zur Laufmesse mussten wir natürlich auch noch – diese fand im Messegelände von Las Vegas statt. Es war sehr voll, aber unsere Startnummer sowie ein cooles schwarzes Shirt von Brooks hatten wir schnell in den Händen. Kurz bekamen wir auch noch Meb Keflezighi zu Gesicht, der gerade interviewt wurde. Eigentlich hatten wir ja für den Vormittag am Lauftag Brunch mit Meb gebucht und leider musste ich auf der Messe feststellen, dass dieser abgesagt wurde. Das fand ich wirklich ärgerlich, denn ich hatte mich besonders darauf schon sehr gefreut!

Rock'n'Roll Las Vegas

Das Rock’n’Roll-Laufevent bot eine Vielzahl von verschiedenen Distanzen, die zum großen Teil alle am Sonntagnachmittag stattfinden sollte. Daher konnten wir am Sonntagmorgen noch in aller Ruhe bei einem absolut leckeren Brunch im Aria-Hotel schlemmen. Ich glaube so ein großes Angebot bei einem Brunch hatte ich bisher noch nie erlebt!

Las Vegas

Noch ein Wort zu Las Vegas im Allgemeinen: Man muss diese Stadt selbst erleben! Es ist eine Stadt der Superlative mit riesigen Hotels, Casinos an jeder Ecke (selbst auf dem Flughafen!) und Kommerz pur! Was mich schnell genervt hat, waren die dunklen Casinos ohne jegliches Tageslicht, aber dafür total verräuchert (ja, man darf dort rauchen) und die Hotels, die alle penetrant rochen (jedes Hotel hatte seinen eigenen Duft). Las Vegas ist eine Fantasiewelt und länger als drei Tage hält man dort auch nicht aus …

Las Vegas

Ich war jedenfalls sehr gespannt auf den Lauf über den Strip … Unser Hotel bot glücklicherweise einen kostenfreien Shuttle zum Start an, der am Mandala Bay sein sollte. Bevor wir überhaupt zum Start kamen, musste wir erneut durch ein riesiges Casino laufen. Aber wir waren dort nicht die Einzigen in Laufklamotten :-)

Rock'n'Roll Las Vegas

Am Lauftag waren die Temperaturen in Las Vegas plötzlich enorm gesunken und zum Start um halb 5 waren es wohl nur noch um die 7° C. Das Problem war, dass wir in Startblock 15 waren (es gab wohl insgesamt über 35!) und somit noch mindestens 20 min auf unseren Einsatz warten mussten. Das war ziemlich kalt!

Vor dem Start gab es übrigens noch ein Konzert von einer mir unbekannten Band. Aber aufgrund der Temperaturen ließen wir uns diesen Open-Air-Gig entgehen.

Wie immer in den USA waren im Starterfeld viele Frauen zu finden – kein Vergleich zu Läufen in Deutschland. Außerdem kam wieder Gänsehautstimmung auf, als die amerikanische Nationalhymne gespielt wurde und alle plötzlich ganz still wurden.

Rock'n'Roll Las Vegas

Und dann ging es endlich für uns los! Es war mittlerweile schon dunkel geworden. Wir liefen zunächst ein kurzes Stück Richtung Flughafen und dann ging es wieder retour Richtung Strip. Das war schon cool auf den beleuchteten Strip zuzulaufen und irgendwie auch unwirklich.

Das Tempo war wie üblich in den USA eher langsam und viele Teilnehmer sahen nicht wirklich so aus, als ob sie die Halbmarathondistanz schaffen würden. Wir sind übrigens zeitlich mit den Marathonläufern losgelaufen und die hatten erstaunlicherweise ein Zeitlimit von 5 Stunden. Die Läufer über die halbe Distanz konnten sich hingegen vier Stunden Zeit lassen.

Eine Highlight des Laufes war die Möglichkeit sich währenddessen das Ja-Wort zu geben. Davon haben wohl so einige Paare Gebrauch gemacht, aber ich habe leider nicht richtig mitbekommen, wie das logistisch organisiert war.

Das Laufen auf dem Strip war schon etwas Einmaliges – vorbei an all’ den Hotels, wie dem Venetia, dem Bellagio und den Vulkanen vor Treasure Island.

Rock'n'Roll Las Vegas

Nach einigen Kilometern konnten wir auch schon einmal das Ziel sehen, welches auf der gegenüberliegenden Straßenseite vor dem Mirage lag. War etwas frustrierend, dass ich dort auch den Sieger schon einlaufen sah und ich selbst hatte ich noch nicht einmal fünf Kilometer geschafft.

Aufgrund der kühlen Temperaturen war ich ganz gut unterwegs – die fünf Kilometer hatte ich in 30 min geschafft und bei den 10 km zeigte die Uhr 1:02 h. Das deutete auf eine gute Endzeit hin.

Unterwegs gab es genügend Wasser und Gaterode. Als wir den Stratosphere-Tower passiert hatten, liefen wir durch Downtown Las Vegas. Dort gab es unzählige Hochzeitskapellen und kleine Motels. Dann liefen wir kreuz und quer durch irgendwelche dunklen Straßen ohne jegliche Zuschauer bis wir schließlich wieder auf dem Strip waren. Trotz Fotostops sah meine mögliche Endzeit noch gut aus und ich versuchte das Tempo zu halten.

Elvis feuerte auf den letzten Kilometern noch alle Läufer an :-)

Ehe ich mich versah, war ich kurz vor dem Ziel. Aber wo war das Ziel?! Ich startete irgendwann einfach mit dem Endspurt und in der Tat war das Ziel dort, wo ich es vermutetet hatte. Da wo es wie verrückt leuchtete und blinkte. Bei 2:15:34 h überquerte ich die Ziellinie und lief damit die schnellste Halbmarathonzeit in diesem Jahr. Juhu! In meiner Altersklasse belegte ich Platz 659 (von 2.875) und bei den Damen Platz 3.806 (von 15.852).

Rock'n'Roll Las Vegas

Eine coole Medaille gab es und zum Glück auch eine Wärmefolie! Es war nämlich sehr frisch und ich wollte so schnell wie möglich ins Warme. Zuvor nahm ich jedoch noch die ausgiebige Zielverpflegung in Anspruch. Es gab Bananen, Brezeln, Riegel und noch viel mehr.

Bellagio Las Vegas

Glücklicherweise hatte ich nach meinem Zieleinlauf noch das Glück die wunderschöne Wassershow vor dem Bellagio zu verfolgen. Und danach ging es ganz schnell ins Bellagio. Die Lobby war dort voller Läufer und auch im Casino waren viele zu sehen. Ich bin schnell über den Gang zu unserem Hotel, dem Vdara. Das Nervige, oder aber an diesem Abend doch Passende, ist, dass man nicht einfach von einem Hotel zum anderen über die Straße kommt, sondern Gänge nutzen muss. An dem Abend war es jedoch perfekt, da ich dadurch nicht weiter in der Kälte war.

Im Hotel musste ich erst einmal eine heiße Dusche nehmen, denn ich habe wirklich total gefroren!

Laufen an der Golden Gate Bridge

Am nächsten Tag ging es dann per Auto in fünf Stunden nach Bakersfield – diese Station war nur geplant, da die direkte Fahrt bis nach San Francisco zu lang für nur einen Tag gewesen wäre. Am Tag darauf erreichten wir schließlich nach weiteren fünf Stunden endlich San Francisco.

San Francisco

Dort besuchten wir am Abend noch die Seelöwen am Pier 39. Für den nächsten Tag war ein Lauf an der Golden Gate Bridge geplant. Leider war dieser Tag sehr verregnet und auch neblig. Aber immerhin bin ich an der Golden Gate Bridge gelaufen!

Golden Gate Bridge

Am Tag darauf sollte es mit American Airlines weiter nach Chicago gehen. Aber am Morgen musste ich unbedingt noch einmal zur Golden Gate Bridge laufen. Und erneut hatte ich kein Glück mit dem Wetter – die Brücke war im Nebel kaum zu erkennen :-(

Eiskälte in Chicago

Der Flug nach Chicago betrug vier Stunden und dort erwarteten uns Minusgrade! Aber dafür schien die Sonne, was die niedrigen Temperaturen ein wenig erträglich machte.

Chicago

Wir genoßen die Aussicht vom Hancock-Tower, der 344 Meter hoch ist. Großartig!

Und am Nachmittag zog ich dann mehrere Lagen Laufklamotten an, um am Lake Michigan zu laufen. Das hat auch bei Minusgraden enorm viel Spaß gemacht!

Chicago

Nach nur zwei Nächten hieß es dann Abschiednehmen von den USA und Air Berlin brachte uns zurück in die Heimat :-(

Das Fazit

Auf unserem Trip durch die USA haben wir in der Tat vier Jahreszeiten erlebt. In Miami konnten wir noch einmal das Baden im Meer im Sommer erleben, in Las Vegas den Sonnenschein im Frühjahr genießen, in San Francisco einen regnerischen Herbst und schließlich in Chicago winterliche Temperaturen ertragen. Aber alle vier Städte waren toll und ich bin froh, dass ich überall gelaufen bin. Der Halbmarathon in Las Vegas war eindeutig das Highlight! Ein perfekter (Lauf)Urlaub, der hätte nie zu Ende gehen sollen!

Miami Beach

 

Tipps für Laufveranstalter

Der optimale Laufwettkampf – gibt es den? Was sollten Laufveranstalter beherzigen, damit die Teilnehmer zufrieden nach Hause gehen? Findet heute hier eine nicht ganz ernstzunehmende Betrachtung einer Läuferin, die bereits an mehr als 150 Laufwettkämpfen teilgenommen hat …

  1. Auf keinen Fall online Informationen zur Veranstaltung anbieten! Eine Website oder gar Facebook sowie Twitter könnten dazu führen, dass die Veranstaltung bekannt wird. Sollte man bereits eine Website betreiben, dann am besten nie aktualisieren und erst recht keine Kontaktmöglichkeit angeben. Es könnte ja Läufer mit Fragen geben. Ein besonderer Tipp für Veranstalter im Ausland: Auf keinen Fall eine englische Version anbieten – Läuferinvasion aus dem Ausland könnte sonst drohen.
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  2. Am besten den Termin wählen, der bei allen Veranstaltern beliebt zu sein scheint! Oder würden sie den sonst alle genau an diesem Tag ihren Lauf organisieren?
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  3. Die Anmeldung für den Lauf so schwierig wie möglich gestalten! Wer die Anmeldung per Post anbietet mit gleichzeitiger Beilage des Überweisungsscheines kann sich sicher sein, dass es ein kleiner Lauf wird. Bei Online-Anmeldung – am besten noch über bekannte Portale – besteht die Gefahr, dass man es den Anmeldenden viel zu einfach macht. Ein guter Tipp sind auch Gesundheitszeugnisse, die man bei der Anmeldung einreichen muss.
    aaaaaaaaGoitzsche
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  4. Die Details zum Startort so gut wie möglich verbergen! Ein weitere Möglichkeit sind Ortsangaben, die nur ein Insider entschlüsseln kann. Außerdem ist es immer gut, einen Lauf ganz weit draußen – dort wo eh’ nur Autofahrer hinkommen – zu veranstalten.
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  5. Niemals die Möglichkeit für Kleiderabgabe anbieten! Falls man doch dazu gezwungen wird, dann am besten kostenpflichtig oder aber unbeaufsichtigt und natürlich ohne jegliche Haftung.
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  6. Toilettenhäuschen sollten auf jeden Fall vermieden werden! Wozu gibt es denn den Park? Und wenn es doch verlangt wird, dann einfach viel zu wenige hinstellen und der Park wird dann freiwillig benutzt.
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  7. Auf keinen Fall Getränke anbieten! Läufer sind doch hart im Nehmen – die brauchen selbst bei 30° C kein Wasser. Das sollen die sich ruhig selbst mitbringen. Bei Beschwerden einfach ein paar Flaschen hinstellen, die natürlich nur deshalb schon leer sind, weil einige viel zu viel getrunken haben.aaaa
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    Citynacht Berlin
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  8. Zeitmessung und Ergebnisse sind unnötig! Zeitmessung kostet doch nur Geld, warum also? Verlassen wir uns doch am besten auf die gute alte Stoppuhr und nehmen die Ergebnisse handschriftlich auf. Oder nutzen wir ein Zeitmesssystem, wofür extra Chipmieten fällig sind. Und bei den Ergebnissen reicht es doch, wenn diese auf Nachfrage mitgeteilt werden. Warum sollten wir diese veröffentlichen oder gar per E-Mail oder SMS versenden?
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  9. Hohe Startgebühren ansetzen! Warum denn nicht? Solange die lieben Läufer das bezahlen! Und sie sollen dann auf keinen Fall erwarten, dass es für das viele Geld dann etwas gibt. Extras müssen natürlich extra bezahlt werden (siehe auch Punkt 10)!aaaa

    aaaaVerona Marathon
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  10. Extras kostenpflichtig anbieten! Urkunden, Medaille oder T-Shirts sollen die Läufer doch gefälligst selbst bezahlen, wenn sie diese unbedingt haben möchten! Auch Startertüten sind überbewertet und wenn doch, dann am besten ganz viele Werbeflyer reinstecken, damit sie schön voll aussehen.
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  11. Niemals Ummeldungen zulassen! Es kann doch wohl von einem Läufer erwartet werden, dass er ein Jahr vor dem Termin schon weiß, dass er beim Marathon fit ist und auch sonst nix dazwischen kommt. Ansonsten hat er halt Pech gehabt!

Und wodurch lasst Ihr Euch von einem Lauf abhalten? Ich bin gespannt auf Eure Antworten!

Trailrunning Festival Salzburg

Zu den österreichischen Spezialitäten gehören nicht nur die leckeren Naschereien, wie Sachertorte und Mozartkugeln, sondern auch hohe Berge. Und die Kombination aus diesen beiden Merkmalen fasst mein Wochenende in Österreich eigentlich perfekt zusammen.

Freitagabend brachte uns einmal wieder Air Berlin an den Ort des Geschehens – diesmal wollten wir das Wochenende in der Mozartstadt Salzburg verbringen. Nachdem wir bereits 2013 ein wunderbares Wochenende dort erlebten und uns tapfer beim Festungslauf geschlagen hatten, mussten wir unbedingt erneut dorthin.

Die Flüge waren schon längst gebucht als ich plötzlich in der Ausschreibung für den Lauf entdeckte, dass beim Trailrunningfestival dieses Jahr die Distanzen geändert wurden und ein Lauf mehr im Angebot ist. Somit fiel die Wahl auf den Panoramlauf, der 7,2 km betragen sollte. Im Gegensatz zu dem Festungslauf im letzten Jahr war somit nur eine Runde zu bewältigen und der Zieleinlauf war nicht oben auf der Festung, sondern auf dem Kapitelplatz, wo sich auch der Start befand.

Aber mal der Reihe nach … Kurz vor 23 Uhr landeten wir sicher auf dem Flughafen in Salzburg und per Taxi erreichten wir in wenigen Minuten das Hotel Wolf in der Altstadt von Salzburg. Über 500 Jahre alt ist das Bürgerhaus, in welchem sich das Hotel befindet, und urgemütlich. Ein großer Vorteil ist die Lage direkt in der Altstadt und somit die Nähe zum Start und Ziel des Laufes.

Hotel Wolf Salzburg

Samstagmittag trafen wir uns nach einem ausgiebigen Frühstück im Hotel mit unserer Lauffreundin Anette & Co. bei der Startnummernausgabe im Stiegl-Keller. Für 20 Euro Startgebühr gab es eine prall gefüllte Startertüte. Da können sich andere Laufveranstalter noch eine Scheibe abschneiden.

Salzburg Trailrunning Festival

Mit der Festungsbahn fuhren wir in wenigen Sekunden nach oben auf die Festung Hohensalzburg, um die Aussicht von dort zu bestaunen. Immer wieder schön dieser Blick über Salzburg und die Salzach mit den teilweise schneebedeckten Bergen im Hintergrund!

Salzburg

Freundlicherweise hatte uns Salzburg-Tourismus erneut die Salzburg-Card zur Verfügung gestellt. Damit konnten wir nicht nur bei der Festungsbahn die Fast-Lane nutzen, sondern oben angekommen unter anderem noch das Festungs- und Marionettenmuseum besuchen.

Salzburg

Zu Mittag stärkten wir uns in dem vegetarischen/veganen Restaurant The Green Garden, welches definitiv empfehlenswert ist.

Und dann wurde es auch schon Zeit für unseren sportlichen Einsatz. Die Jüngsten waren bereits beim Kindertrail gestartet und danach hieß es für die echten Trailrunner 570 Höhenmeter und 15 km beim Festungstrail zu überwinden. Wir schauten beim Start zu und 10 min später ging es dann für uns auf die Strecke. Laut Ausschreibung sollten es beim Panoramatrail 7,2 km und 205 Höhenmeter werden. Im Gegensatz zum letzten Jahr hatten wir diesmal nur eine Runde vor uns.

Salzburg Trailrunning Festival

Das Starterfeld war mit 109 Teilnehmern sehr übersichtlich – mehr Läufer waren beim Festungslauf dabei.

Salzburg Trailrunning Festival

Der erste Kilometer war für mich der zweitschnellste des gesamten Laufes. Es ging zunächst flach los und wir liefen eine Runde um den Dom. Doch noch bevor wir den ersten Kilometer geschafft hatten, wartete bereits das Grauen am Mönchsberg auf uns. Ganz, ganz viele Treppenstufen! Ich unternahm gar nicht erst den Versuch diese Stufen laufend zu bewältigen, sondern tat es den Läufern vor mir gleich und nahm enorm Tempo heraus. Die Treppen schienen auch gar kein Ende zu nehmen und ich war schnell am Keuchen. Aber immerhin konnte ich die langsame Geschwindigkeit zum Fotografieren nutzen :-)

Salzburg Trailrunning Festival

Es ging dann zwar immer mal wieder bergan, aber es gab keine schrecklichen Treppenstufen mehr. Außerdem wurde ich von dem wunderschönen Blick auf die schneebedeckten Gipfel in der Ferne abgelenkt. War das toll! Am liebsten wäre ich immer wieder stehen geblieben um diesen Anblick mit der Kamera festzuhalten. Es war einfach schön auf dem Mönchsberg zu laufen und die Bezeichnung Panoramatrail war auf jeden Fall passend gewählt.

Salzburg Trailrunning Festival

Obwohl, bis auf die Treppenstufen zu Beginn, war es zunächst noch nicht so trailig – aber das sollte sich schnell ändern. Plötzlich wies ein Pfeil mitten in den Wald und dort wartete ein bereits matschiger Anstieg, der es in sich hatte. Da war ich so richtig froh, dass ich erstmalig Trailrunningschuhe trug. Die PureGrit von Brooks erwiesen sich auf jeden Fall als sehr hilfreich und ich musste noch nicht einmal das Seil in die Hand nehmen, um nach oben zu kommen. Mit meinen normalen Laufschuhen hätte ich da wohl mehr Probleme gehabt.

Salzburg Trailrunning Festival

Mittlerweile war auch mehr als die Hälfte der Strecke geschafft. Den höchsten Punkt der Strecke auf 504 Metern Höhe erreichten wir dann kurz vor Kilometer 5. Und dann ging es so langsam aber sicher wieder bergab. Und das sogar richtig steil! Da war höchste Konzentration gefordert und selbst mit meinen Trailrunningschuhen wollte ich nichts riskieren, denn die Helfer wiesen sogar extra noch auf die Glätte hin.

Doch ich kam glücklicherweise heil unten an und freute mich schon auf den Zieleinlauf, als es plötzlich doch noch einmal nach oben ging. Ich hatte zwar zu kämpfen, aber die anderen genauso oder noch mehr. Ab etwa Kilometer 5 habe ich nämlich nur noch überholt und wurde selbst nicht mehr überholt.

Beim Blick auf die Uhr stellte ich fest, dass die Strecke doch länger sein musste. Bei Kilometer 7,2 war noch kein Ziel in Sicht. Aber ich befand mich immerhin schon wieder in der Altstadt. Dort ging es kreuz und quer durch enge Gassen mit Kopfsteinpflaster. Da die Strecke ein wenig abschüssig war, lief ich auf den letzten 900 Metern mit 5:12 km/h meine schnellste Durchschnittsgeschwindigkeit des Laufes.

Salzburg Trailrunning Festival

Noch einmal am Dom entlang und dann sah ich das Ziel. Leider verpasste ich knapp eine Zeit von unter 51 min – eine Sekunde darüber war ich. Mit dieser Zeit belegte ich Platz 85 von 109 Teilnehmern, Platz 25 von 41 Damen und Platz 6 (von 15) in meiner Altersklasse. Das war vor allem im Vergleich mit letztem Jahr (dort waren nach mir nur noch drei Läufer ins Ziel gekommen!) eine enorme Verbesserung.

Und ich war mir kurz nach dem Zieleinlauf schon sicher, dass ich nächstes Jahr unbedingt wieder dabei sein möchte! Der Lauf hat mich zwar wieder an meine Grenzen gebracht, aber er war auch so wunderschön gewesen. Als Großstädter hat man viel zu selten Gelegenheit beim Anblick von Bergen zu laufen. Die neue Streckenführung fand ich auch viel besser, denn beim Laufen hat man viel mehr von der tollen Umgebung gesehen als im Jahr zuvor. Ich bin auch der Meinung, dass der Lauf noch eindeutig mehr Potential hat. Für die tolle Organisation waren es noch viel zu wenig Teilnehmer. Aber vielleicht muss sich erst noch in den (Trail)Läuferkreisen herumsprechen, dass da im Oktober seit drei Jahren immer ein Highlight in Salzburg stattfindet. Und auch “normale” Läufer dürfen sich ruhig an diese Laufveranstaltung heranwagen. Selbst ich habe ohne spezielles Training das Ziel erreicht :-)

Salzburg Trailrunning Festival

Den Abend ließen wir dann noch mit unseren Lauffreunden bei Pizza und Wein ausklingen.

Sonntagmorgen besuchten wir das Spielzeugmuseum – auch ohne Kind macht das Spaß! Uns hatten es besonders die Bären dort angetan. Danach machten wir einen Abstecher zum Kapitelplatz um die Läufer des Gaisbergtrails auf den letzten Metern anzufeuern. Und dort traf ich dann auch noch Steve von Uptothetop. Im Anschluss schlenderten wir noch durch den Mirabellgarten.

Salzburg

Am frühen Nachmittag ging es dann mit dem Schiff namens Amadeus auf die Salzach. Vom Makartsteg fuhren wir etwa eine Dreiviertelstunde auf der Salzach entlang. Auch vom Wasser aus macht Salzburg einen imposanten Eindruck!

Salzburg

Am Nachmittag stand der obligatorische Besuch im Café Sacher an. Es geht eben nichts über ein leckeres Stück Sachertorte mit Schlag!

Sachertorte

Und dann war es leider schon wieder Zeit Abschied zu nehmen von dieser wunderbaren Stadt … Aber ich bin mir sicher – Salzburg sieht mich bald wieder! Und für die Zeit bis dahin habe ich mir einen kleinen Vorrat Mozartkugeln im Koffer mit nach Hause genommen.

Salzburg

Last but not least: Vielen Dank an Salzburg Tourismus, die unsere Reise durch zwei Salzburg-Cards und die Übernahme meiner Hotelübernachtung unterstützt haben!

Hinweis: Die Meinung in diesem Artikel stellt meine eigene dar und wurde auf keinerlei Art beeinflusst.

 

TUI Marathon Mallorca

Freitagvormittag stieg ich einmal wieder in einen rot-weißen Flieger von Air Berlin – diesmal ging es auf meine Lieblingsinsel: Mallorca! Kein Reiseziel habe ich in meinem Leben bisher häufiger bereist als diese Destination.

Mallorca

Und dreimal war bisher der TUI-Marathon der Grund für meine Reise nach Mallorca. Nummer vier sollte also in diesem Jahr folgen – erneut wollte ich über die 10 km an den Start gehen. Marathon und Halbmarathon sind darüber hinaus bei dieser Laufveranstaltung im Angebot. 17 Euro hatte die Startgebühr für die 10 km übrigens gekostet.

Freitagnachmittag trafen wir schließlich in unserem Hotel bei Sonne und blauem Himmel an der Playa de Palma ein. Und sofort lief ich die wenigen Meter zum Strand um das Wasser zu testen :-) Toll, wenn man im Okober noch einmal im Meer baden kann!

Playa de Palma

Am Samstag liehen wir uns Fahrräder aus, um zur Startnummernausgabe nach Palma zu fahren. Das sind etwa acht Kilometer immer am Meer entlang. Eigentlich ist das eine tolle Strecke zum Radfahren, doch irgendwann nervten mich die langsamen Renter, die sogar Staus auf dem Radweg verursachten doch etwas :-)

Die Startnummernausgabe war an der Kathedrale La Seu – diesmal an einer etwas anderen Stelle als im letzten Jahr. Auch ein paar Stände mit Laufklamotten etc. waren da im Freien aufgebaut.

Palma de Mallorca

Sonntagmorgen hieß es dann bereits um 7 Uhr aufstehen. Kurz nach 8 fuhren wir dann mit einem Taxi zum Start nach Palma. Start und Ziel waren unterhalb der Kathedrale und dort war es schon mächtig voll. Bereits zu dieser frühen Zeit war es sehr warm.

TUI-Marathon Mallorca

Um 9 Uhr gingen die Marathonläufer auf die Strecke und zehn Minuten später waren wir dann dran. Aufgrund der Hitze wollte ich heute einfach nur den Lauf genießen und ganz gemächlich machen. Außerdem ist die hügelige und kurvenreiche Strecke durch die Altstadt von Palma sowieso nicht bestzeitentauglich. Als wir vor einigen Jahren noch auf der breiten Straße am Hafen entlang liefen, war das allerdings anders.

Aber nicht nur die Streckenführung und die Hitze vereitelten jeden Bestzeitenversuch, auch die Läufermassen trugen dazu bei. Auf dem ersten Kilometer ging es nur sehr langsam voran und die engen Straßen waren gar nicht in der Lage diese vielen Menschen in Laufklamotten aufzunehmen.

Der erste Getränkestand bei Kilometer 1 trug dann noch das Übrige für Chaos auf der Laufstrecke bei. Getränkestände gab es übrigens sehr viele unterwegs – wenn ich richtig gezählt habe, dann waren es mindestens vier über die 10 km.

TUI-Marathon

Viele Läufer waren aus Deutschland, aber auch Spanier, Engländer und Holländer machte ich im Feld aus. Der Großteil der Teilnehmer sah diesen Lauf eher als Spaß und nicht als ernsten sportlichen Wettkampf  und das war ja auch meine Einstellung.

Es ging kreuz und quer durch die Altstadt, auf und ab und sogar direkt an der Kathedrale liefen wir vorbei. War schon eine wunderbare Sightseeing-Tour durch Palma!

Schließlich waren wir wieder auf der großen Straße, wo wir gestartet waren, angelangt. Dort mussten wir jedoch noch einmal nach links abbiegen und dann durften wir zum Ziel. Laut meiner Uhr sind wir wohl 400 Meter mehr gelaufen als geplant, aber was soll’s! Meine Zeit war zweitrangig und betrug 1:08:52. Und eine Medaille gab es auch noch.

TUI-Marathon Mallorca

Im Ziel erfrischte ich mich mit Cola und Obst und dann stand die zweite Laufeinheit an. Wir hatten uns nämlich überlegt die acht Kilometer bis zu unserem Hotel zu Fuß zurück zu laufen. Gesagt, getan!

Mallorca

Mir wurde aber schnell sehr heiß, so dass ich immer wieder Gehpausen einlegen musste. Die Strecke bot auch kaum Schatten – bot dafür aber einen ständigen Blick aufs Meer. Und ein ganzes Stück liefen wir auch gemeinsam mit den Marathonläufern, die ich voll bedauerte. Es wurden an dem Tag ja bis zu 30° Grad!

TUI Marathon Mallorca

Unterwegs legten wir noch eine Pause an einer Strandbar ein und welche Wohltat war dort der frisch gepresste Orangensaft!

Irgendwann hatten wir unser Hotel erreicht (zum Glück ohne Sonnenstich!) und entspannten den restlichen Tag am Strand.

Mallorca

Die After-Race-Party im Megapark am Abend schenkten wir uns, denn die fanden wir die letzten Male schon nicht so toll. Vor allem, wenn man nicht auf deutsche Stimmungsmusik und Bier steht :-)

Aber alles in allem, waren das wieder wunderbare Tage voller Sonnenschein auf meiner Lieblingsinsel. Und 2015 wird man mich sicherlich wieder an der Startlinie beim TUI-Marathon sehen! Hasta luego!

Mallorca

asics grand 10

Der Asics Grand 10 im Oktober in Berlin gehört zu meinen Stammläufen. Bereits zum sechsten Mal sollte ich über die 10 km an den Start gehen.

Auch wenn der Lauf zu den schnellsten 10-km-Läufen gehören soll, so hatte ich mir doch überhaupt kein Zeitziel gesetzt. Wollte nur unter 60 min laufen. Da ich dieses Jahr bereits meine 10-km-Zeit zweimal verbessert hatte, musste der Asics Grand 10 für eine neue Bestzeit also auch nicht mehr herhalten. Außerdem sind die Bedingungen für eine neue Bestzeit bei diesem Lauf auch nicht perfekt. Aber dazu später noch mehr …

Asics Grand 10

Halb 12 trafen wir am Schloss Charlottenburg ein und trafen uns mit unseren Lauffreunden aus Brandenburg. Ehe wir uns versahen, war es schon Zeit unseren Startblock aufzusuchen und dort traf ich dann glücklicherweise noch die liebe Anna.

Asics Grand 10

Beim Blick auf die Uhr stellte ich fest, dass ich vergessen hatte sie aufzuladen und ich zweifelte ob ich heute überhaupt eine Endzeit haben würde.

Und ehe ich noch weiter über dieses Mißgeschick nachdenken konnte, ging es auch schon auf die Strecke. Der erste Kilometer war hier wieder sehr voll und da hätte ich einige Sekunden verschenkt, wenn ich auf Bestzeitenjagd gewesen wäre.

Wir liefen zum Ernst-Reuter-Platz und dann zur Siegessäule. Mir wurde sehr schnell warm und ich war froh, dass ich mich für kurzärmlig entschieden hatte.

Auf dem Weg zum Zoo feuerte mich die liebe Agnes vom Straßenrand noch lautstark an und dann waren wir schon bei der Hälfte der Strecke angelangt. 28:58 min hatte ich für die 5 km benötigt.

Dann liefen wir in den Zoo und dort wurde es wieder sehr eng und man musste gut aufpassen. Dadurch sah ich auch leider bis auf einen aufmerksam schauenden Tiger kein weiteres Tier.

Durch das Elefantentor liefen wir aus dem Zoo auf die Budapester Straße. Vorbei am Europa-Center und der Gedächtniskirche liefen wir Richtung Kantstraße. Dort gab es dann Wasser und ich dachte, dass ich so schlau bin und mir den Becher von einem der letzten Tische hole. Doch falsch gedacht – dort angekommen, musste ich leider feststellen, dass dort kein Wasser mehr auf dem Tisch stand :-( Also dann halt ohne Erfrischung weiterlaufen.

Am schlimmsten fand ich die tierisch lange Kantstraße, auf der wir auch noch mit dem Gegenwind zu kämpfen hatten. Wie erfreut war ich als es dann endlich nach rechts in die Windscheidstraße ging und das Ziel nicht mehr weit war.

Asics Grand 10

Mittlerweile wußte ich dass ich ganz entspannt unter 60 min laufen würde. Dennoch machte ich auf der Schlossstraße noch einmal etwas Tempo und erreichte so bei 58:13 min das Ziel.

Im Zielbereich traf ich dann noch so einige Lauffreunde – immer wieder schön diese Treffen! Und Zeit für Fotos musste natürlich auch wieder sein!

Asics Grand 10

Für den Lauf hatte ich übrigens 12 Euro bezahlt und enthalten war eine sehr schicke Medaille! Kann mir gut vorstellen dass ich 2015 erneut an der Startlinie stehe.

Asics Grand 10

Halbmarathon Verona

2014 ist mein Jahr der Halbmarathons – definitiv! Bin ich bisher meist zwei Halbmarathons im Jahr gelaufen, so war am verlängerten Feiertagswochenende bereits Halbmarathon Nummer 6 geplant! Hierfür hatte ich mir die wunderschöne italienische Stadt Verona ausgesucht. Ein Grund hierfür war, dass ich bereits noch nie in Italien gelaufen war und somit wurde es wirklich Zeit dafür!

Verona hörte sich spannend an und die Bilder sprachen für sich. Auch der Preis für den Halbmarathon war unschlagbar – nur etwa 18 Euro hatte ich bezahlt. Das war eine Aktion gewesen, aber auch ohne diese hätte ich eine günstige Startgebühr von unter 30 Euro in Anspruch nehmen können.

Ein kleines Problem war wieder das medizinische Attest, welches bei Läufen in Italien verlangt wird. Auf der Website des Verona-Marathons konnte ich hierzu nicht wirklich genaue Infos finden. Doch über die Fanseite auf Facebook erfuhr ich dann wenigstens, dass ich mein Attest, welches ich im Februar für einen Lauf in Nizza verwendet hatte, erneut einreichen kann. Das war ja schon mal gut und sparte mir erneute Kosten beim Arzt.

Mailand

Am Donnerstagabend flogen wir von Berlin nach Mailand, denn direkte Flüge nach Verona gibt es nicht. Dort verbrachten wir die Nacht und der Schnellzug brachte uns am nächsten Tag in 1:20 h nach Verona. Bei der Suche nach unserem Appartment verliefen wir uns leider ein wenig, aber die Schlüsselübergabe klappte trotzdem.

verona marathon

Freitagnachmittag begaben wir uns dann zur Laufmesse an der Arena. An mehreren Ständen gab es dort mal mehr (Brooks, decathlon), mal weniger (Brot, Käse) relevante Dinge für Läufer. Ich legte mir einen Laufgürtel zu und der sollte beim Halbmarathon auch gleich zum Einsatz kommen.

Verona Marathon

Die Laufunterlagen erhielten wir ohne Probleme und das medizinische Attest wurde glücklicherweise akzeptiert. In der Startgebühr enthalten war ein Laufshirt, ein Riegel und ein Flaschenhalter.

Verona Marathon

Am Samstag stand dann ein Ausflug zum Gardasee auf dem Plan. Per Regionalbahn ging es in weniger als 20 min nach Peschiera del Garda – ein wunderschöner kleiner Ort am südöstlichen Ufer des Gardasees.

Gardasee

Sonnenschein und blauer Himmel empfingen uns am Gardasee und wir verbrachten einen entspannten Tag in diesem italienischen Ort. Wunderschön!

Peschiera del Garda

Sonntagmorgen hieß es dann ein wenig früher aufstehen, denn der Start für den Marathon und die halbe Distanz war für 9 Uhr angesetzt. Mit uns sollten auch die Läufer über die “Last 10 km Marathon” laufen – in diesem Jahr waren es jedoch nur 7 km.

Start und Ziel waren vor der tollen Kulisse der Arena in Verona. Einen schöneren Platz hätte man für dieses Laufevent wohl nicht wählen können!

Verona Halbmarathon

Pünktlich neun Jahr wurden wir auf die Strecke gelassen – die Sonne schien vom blauen Himmel herunter und es war sehr mild. Sommerlaufwetter!

Auf den ersten Metern staute es sich erst einmal, aber das gab sich dann glücklicherweise bald. Außerdem konnte und wollte man auf dem Kopfsteinpflaster sowieso noch nicht so losrasen.

Verona Marathon

Wir liefen zunächst eine kleine Schleife Richtung Bahnhof und dann ging es wieder in die Innenstadt zurück. Schließlich bogen wir nach links ab und liefen auf das Castelvecchio zu. Dann überquerten wir den Adige, den übrigens zweitlängsten Fluss Italiens, über die Ponte della Vittoria. Und im Anschluss sollten wir dem Adige dann auch erstmal viele Kilometer folgen.

Verona

Bald hatten wir die Stadt verlassen und liefen immer weiter am Fluss entlang. Das war total schön und ich musste da natürlich auch einige Fotopausen einlegen :-)

Verona Marathon

Das Teilnehmerfeld war mittlerweile recht übersichtlich geworden. Zum Glück liefen wir zunächst noch vorwiegend im Schatten und den ersten Getränkepunkt hatten wir bei Kilometer 5 auch bald erreicht. Dort zeigte die Uhr für mich 31 min. Ich hatte heute keine bestimmte Zeit geplant, denn aufgrund der Wärme rechnete ich eher mit einem langsamen Tempo.

Kurz vor Kilometer 10 verließen wir dann leider den Fluss und dort gab es erneut eine Getränkestation – diesmal gab es neben Wasser auch Tee und Kekse. Vorab hatte es auch schon einen Stand mit nassen Schwämmen gegeben, wo ich mir auch ein Exemplar zum Erfrischen mitnahm. 1:04 h zeigte die Uhr übrigens bei den 10 km.

Wir liefen dann durch einen kleinen Ort und dann ging es sogar kurz an Weinreben entlang – so schön! Schließlich wechselten wir die Richtung und es ging zurück nach Verona. Das war mental gut, denn ich finde die erste Hälfte bei einem Halbmarathon immer schlimm. Da denke ich immer an die vielen noch vor mir liegenden Kilometer nach. Sobald jedoch Kilometer 10 erreicht ist, bin ich immer motivierter :-)

Verona Marathon

Der Rückweg war dann leider eher weniger spektakulär und auch ein wenig langweilig. Ich stellte nur mit Erstaunen fest, dass ich sehr gut in der Zeit lag und meine beste Halbmarathonzeit in diesem Jahr laufen könnte. Daher legte ich dann weniger Gehpausen ein :-)

Verona Marathon

Bei Kilometer 18 überholte mich dann der spätere Sieger beim Marathon und zu dem Zeitpunkt waren wir schon längst wieder in Verona. Über zwei Brücken musste ich noch laufen und dann war das Ziel auf der Piazza Bra nicht mehr weit weg. Leider ging es noch über Kopfsteinpflaster, aber der Blick auf die Uhr zeigte, dass einer neuen Bestzeit in diesem Jahr nichts mehr im Wege stehen sollte.

Verona Marathon

Und in der Tat – bei 2:18:49 h lief ich auf der Piazza Bra ein. Mit einer derartigen Zeit hatte ich bei diesen sommerlichen Temperaturen in der Tat nicht gerechnet. Umso mehr habe ich mich gefreut! Platz 303 (von 350) bei den Damen hatte ich damit belegt.

Verona Halbmarathon

Im Ziel gab es neben einer tollen Medaille auch diverse Säfte, Kuchen und Wasser.

Den Nachmittag verbrachten wir dann ganz entspannt und genossen das wunderbare Wetter. Außerdem schlenderte ich noch am Fluss entlang und genoss von dort die tolle Aussicht.

Verona

Verona ist auf jeden Fall eine Reise wert und den Halbmarathon kann ich auf jeden Fall auch empfehlen!

Und so ganz nebenbei wurde Italien zu meinem Land Nummer 21, in dem ich an einem Lauf teilgenommen hatte :-)

Auf dem Rückweg ging es übrigens wieder über Mailand und da nutzte ich die verbleibende Zeit bis zum Rückflug für einen kurzen Abstecher beim Mailänder Dom.

Mailand Dom

Verfasst von: Manu | Oktober 4, 2014

Ein erlebnisreiches Marathon-Wochenende in Berlin …

Berlin Marathon 2014

Jedes Jahr erwarte ich mit großer Spannung und Vorfreude das Marathon-Wochenende in Berlin. Der Grund ist jedoch nicht meine Marathonteilnahme, sondern einfach das ganze Drumherum um dieses große Laufereignis in der Hauptstadt.

Eigentlich wäre ich vor sechs Jahren meinen ersten Marathon in Berlin gelaufen. Verletzungspech machte mir jedoch damals einen Strich durch die Rechnung und seitdem hatte ich mich auch nie mehr angemeldet. Wobei ich in diesem Jahr auch sowieso auf mein Glück hätte vertrauen müssen, da die Startplätze erstmalig verlost wurden. Aber auch ohne den Marathon selbst zu laufen, hatte ich bisher immer viel Spaß an diesem Wochenende in Berlin. Und so war es auch in diesem Jahr.

Los ging es am Freitag auf der Marathonmesse im ehemaligen Flughafen Tempelhof. Die Berliner Marathonmesse ist eine der größten Laufmessen, die ich kenne – und ich habe schon sehr viele gesehen.

tomtom

Zunächst steuerte ich den Stand von TomTom an und unterhielt mich dort mit Tobi über die neuesten Funktionen der Runner GPS-Watch, die ich seit einiger Zeit selbst trage. Danach schlenderte ich an weiteren Ständen entlang und sammelte fleißig Flyer von Läufen weltweit ein. Und zum dritten Mal entdeckte ich mich selbst auf dem Flyer vom Hallenmarathon in Senftenberg :-)

Weiter ging es an den Stand von Brooks, wo es wieder das obligatorische Foto in der Fotobox gab. Und schließlich stand ein Treffen am Stand von 261 Women’s Marathon an. Die liebe Edith informierte eine kleine Runde von Laufbloggern über die erneute Auflage dieses von Kathrine Switzer initierten Laufevents auf Mallorca. 2015 bin ich dann hoffentlich auch am Start- aber nur über die 10 km.

261 womens marathon

Schön war es soviele bekannte und auch neue Gesichter aus der Laufszene an diesem Nachmittag auf der Berliner-Marathonmesse zu treffen! Und die Zeit war wie immer viel zu kurz.

Frühstückslauf

Am Samstagmorgen versammelten sich Laufbegeisterte aus der ganzen Welt vor dem Schloss Charlottenburg zum obligatorischen Frühstückslauf. Daran nehme ich seit einigen Jahren teil und bin immer wieder begeistert. Man spürt förmlich die freudige Erwartung auf den nächsten Tag und jeder ist super drauf.

Irina Mikitenko

Nach dem Startschuss durch Irina Mikitenko begaben wir uns in langsamen Tempo in Richtung Olympiastadion. Weniger als sechs Kilometer lagen vor uns und während des Laufens wurde nett geplaudert. Kurz vor dem Olympiastadion gab es einen kleinen Stau bevor es wieder mit Gänsehautfeeling ins Stadion ging. Auch wenn ich dort mittlerweile schon unzählige Male eingelaufen bin, so ist es doch immer wieder ein beeindruckendes Erlebnis auf der blauen Bahn einzulaufen.

frühstückslauf berlin

Nachdem wir alle Fotos erledigt hatten, begaben wir uns vor das Stadion, wo das Frühstück auf uns wartete. Neben Kaffee und Wasser durften wir unseren Hunger mit Rosinenbrötchen, Riegeln, Pfannkuchen und Obst stillen.

Der Frühstückslauf war wieder eine tolle Veranstaltung und ich freue mich bereits auf das nächste Jahr!

Am Samstagabend stand dann ein weiteres Highlight an. Von Brooks hatte ich eine Einladung zu einem Kochevent mit dem legendären Ultramarathonläufer und Veganer Scott Jurek erhalten. Deshalb hatte ich mir extra noch vorab seinen Bestseller “Eat & Run” gekauft und dieses Buch hat die Spannung auf den Abend noch einmal mehr gesteigert. In der genialen Location Old Smithy’s Dizzle trafen wir uns in einem Hinterhof in Friedrichshain und es war schön viele bekannte Gesichter aus der Laufbloggerszene, wie Maty, Nadin, Hendrik und Ulf, zu sehen.

Scott Jurek

Toll war auch die Deko – überall hingen und standen Schuhe von Brooks und jeder Teilnehmer erhielt eine Kochschürze, das soeben auf Deutsch erschienene Buch von Scott Jurek und eine Packung Marathonpasta.

Brooks

Nachdem wir uns in Gruppen eingeteilt hatten, starteten wir mit dem Zubereiten der veganen Köstlichkeiten. Gemeinsam mit Maty und Nadin war ich für den grünen Powersmoothie und die Guacamole zuständig.

Brooks

Ich muss ja gestehen, dass Kochen gar nicht so mein Ding ist und somit verrichtete ich die eher einfachen Dinge, wie Tomaten schneiden und Knoblauch würfeln :-)

Scott Jurek

Ich war ja erstaunt, dass Scott in dem ganzen Durcheinander noch voll den Überblick bewahrte und genau wußte was noch fehlte oder Tipps gab, was wir noch an Zutaten ergänzen könnten. Er konnte uns auch zu jeder Zutat etwas erzählen und war auch ansonsten total nett und offen.

run and cook

Ehe ich mich versah, waren wir tatsächlich fertig und die Speisen konnten genossen werden. Als Vorspeise gab es Smoothies, Guacamole und Hummus. Die Hauptspeise war Winter-Chili und im Anschluss durften wir noch Schokoladen-Azuki-Schnitten genießen. So lecker!

Scott höchstpersönlich servierte uns das Hauptgericht aus und dieses war total lecker. Zwei Rezepte aus dem Buch sind übrigens auf seiner Website zu finden.

scott jurek buch

Nachdem wir alle satt und zufrieden am Tisch saßen, setzte sich Scott in unsere Mitte und stellte sich unseren Fragen. Er erzählte uns von seinen Läufen, die er teilweise mit gebrochenem Zeh, bestritt, von seiner besonderen Bindung zu seiner Mutter und auch seiner etwas ungewöhnlichen Freundschaft mit Dusty. Das war total spannend!

scott jurek

Im Anschluss trafen noch die Brooks-Mitarbeiter, die drei Tage auf der Marathonmesse gearbeitetet hatten, in der Location ein und uns wurden leckere Cocktails serviert. Erst zwei Uhr nachts mache ich mich auf den Heimweg!

Eine kurze Zusammenfassung des Abends gibt es übrigens auch noch als Video:

Das war ein echt toller Abend und ich danke Brooks für die Einladung!

Am Sonntagmorgen schaute ich dann selbst noch ziemlich verschlafen den Marathonläufern bei Kilometer 12 am Strausberger Platz zu. Den Zieleinlauf mit einem neuen Weltrekord verfolgte ich dann am Fernseher.

berlin marathon

Alles in allem, hatte ich ein wunderbares Marathonwochenende  – und das ohne selbst den Marathon gelaufen zu sein :-)

Und last but not least: Gratulation an alle Finisher zu ihrer tollen Leistung!

Verfasst von: Manu | September 22, 2014

Ein verregneter Lauf in Kopenhagen oder der Friløbet 2014 …

Friløbet

In Kopenhagen sollte es soweit sein – der Lauf in Land Nummer 20 stand an. Dänemark grenzt zwar an Deutschland, aber dennoch hatte ich es bisher noch nicht geschafft dort einmal zu laufen. Das musste geändert werden und somit bemühte ich vor einigen Monaten Google und wurde fündig. Der Friløbet in Kopenhagen fand bereits mehrere Male statt und feierte in diesem Jahr zehnjähriges Jubiläum.

Immerhin existierte für diesen 10-km-Lauf eine Website – doch leider war diese nur auf Dänisch. Ich versuchte mehrfach den Laufveranstalter zu kontaktieren, um mir das leidvolle Übersetzen mit Google Translate zu ersparen, doch erst zwei Wochen vor dem Lauf erhielt ein ein paar spärliche Informationen.

Google Translate musste ich dann doch bemühen um alle Felder im Online-Anmeldeformular richtig ausfüllen zu können. Aber es klappte alles und für umgerechnet 28 Euro war ich schließlich registriert.

Air Berlin Flughafen

Samstagvormittag brachte uns Air Berlin in weniger als einer Stunde nach Kopenhagen. Mit der Metro ging es in einer Viertelstunde zu Kongens Nytorv und von da aus waren es nur noch wenige Minuten bis zu unserem Hotel WakeUp. Dieses Haus hat erst in diesem Jahr eröffnet und ist sehr stylish eingerichtet.

Wakeup Kopenhagen

Den restlichen Tag nutzte ich um mir die nähere Umgebung etwas anzuschauen. Ich schlenderte durch die Innenstadt vorbei an Schiffen und bunten Häusern.

Kopenhagen

Schließlich besuchte ich auch den Kongens Have, den einstmaligen Garten des Königs. Dort war ich von dem wunderschönen Schloss Rosenborg sehr angetan.

Rosenborg

Am Sonntagmorgen machten wir uns schließlich zu Fuß auf den Weg zum Østerbro Stadion, an dem der 10-km-Lauf starten sollte. Die zwei Kilometer bis dorthin nutzen wir zum Aufwärmen.

Leider fielen dann immer mehr Regentropfen vom grauen Himmel und ich dachte nur mit wenig Vorfreude an den Lauf im Nassen.

Frilobet

Um 9 Uhr starteten wir schließlich vor dem Stadion – vorab hatte eine junge Dame auf dem Dach noch für ein paar Aufwärmübungen gesorgt.

Der erste Kilometer auf der Østerbrogade war ein wenig langweilig, doch danach wurde es dann spannender. Wir liefen Richtung Wasser und dort sahen wir dann schließlich auch die Kleine Meerjungfrau. Gar zu gern wäre ich für ein Foto stehengeblieben, aber zu dem Zeitpunkt regnete es ziemlich und vor der jungen Dame im Wasser hatte sich ein große Traube von Touristen versammelt.

Am Wasser entlang (bei Sonnenschein wäre das noch viel schöner gewesen) liefen wir weiter und meine Klamotten nahmen bei jedem Schritt mehr Nässe auf.

Frilobet

Nachdem wir Amalienborg passierten, verließen wir das Wasser leider wieder (aber wir hatten ja genug von oben) und liefen wieder Richtung Innenstadt. Mittlerweile hatten wir bereits 4 km geschafft. Ich hatte jedoch überhaupt keine Lust mehr zum Laufen und lief im Schneckentempo unmotiviert vor mich hin …

Doch schließlich hatte ich die Hälfte der Strecke erreicht und es gab auch etwas zu Trinken. Das war eine gute Gelegenheit für eine Gehpause :-)

An der Nationalgalerie kamen wir vorüber und dann liefen wir entlang des Sortedamssee. Mittlerweile hatte der Regen auch etwas nachgelassen und ich konnte das Laufen um den See beim Anblick von Schwänen auch genießen.

Frilobet

Kilometer 9 führte uns durch den schönen Fælledparken und finishen durften wir dann auf der blauen Bahn im Østerbro Stadion. Das war dann doch super! Bei 1:03:55 h erreichte ich übrigens das Ziel.

Frilobet

Leider gab es keine Medaillen – doch dafür Wasser, diverse Obst- und Gemüsesäfte, Riegel und Äpfel.

Da wir ziemlich nass waren, machten wir uns schnell wieder auf den Rückweg in unser Hotel. Der Lauf war übrigens relativ übersichtlich von der Teilnehmerzahl her und wir gehörten wohl zu den sehr wenigen Ausländern dort. Bei schönem Wetter macht der Friløbet sicherlich auch um einiges mehr Spaß!

Und Kopenhagen ist doch immer eine Reise wert! Also vielleicht bis nächstes Jahr? Dann aber bei Sonnenschein!

Air Berlin

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