Trailrunning Festival Salzburg

Zu den österreichischen Spezialitäten gehören nicht nur die leckeren Naschereien, wie Sachertorte und Mozartkugeln, sondern auch hohe Berge. Und die Kombination aus diesen beiden Merkmalen fasst mein Wochenende in Österreich eigentlich perfekt zusammen.

Freitagabend brachte uns einmal wieder Air Berlin an den Ort des Geschehens – diesmal wollten wir das Wochenende in der Mozartstadt Salzburg verbringen. Nachdem wir bereits 2013 ein wunderbares Wochenende dort erlebten und uns tapfer beim Festungslauf geschlagen hatten, mussten wir unbedingt erneut dorthin.

Die Flüge waren schon längst gebucht als ich plötzlich in der Ausschreibung für den Lauf entdeckte, dass beim Trailrunningfestival dieses Jahr die Distanzen geändert wurden und ein Lauf mehr im Angebot ist. Somit fiel die Wahl auf den Panoramlauf, der 7,2 km betragen sollte. Im Gegensatz zu dem Festungslauf im letzten Jahr war somit nur eine Runde zu bewältigen und der Zieleinlauf war nicht oben auf der Festung, sondern auf dem Kapitelplatz, wo sich auch der Start befand.

Aber mal der Reihe nach … Kurz vor 23 Uhr landeten wir sicher auf dem Flughafen in Salzburg und per Taxi erreichten wir in wenigen Minuten das Hotel Wolf in der Altstadt von Salzburg. Über 500 Jahre alt ist das Bürgerhaus, in welchem sich das Hotel befindet, und urgemütlich. Ein großer Vorteil ist die Lage direkt in der Altstadt und somit die Nähe zum Start und Ziel des Laufes.

Hotel Wolf Salzburg

Samstagmittag trafen wir uns nach einem ausgiebigen Frühstück im Hotel mit unserer Lauffreundin Anette & Co. bei der Startnummernausgabe im Stiegl-Keller. Für 20 Euro Startgebühr gab es eine prall gefüllte Startertüte. Da können sich andere Laufveranstalter noch eine Scheibe abschneiden.

Salzburg Trailrunning Festival

Mit der Festungsbahn fuhren wir in wenigen Sekunden nach oben auf die Festung Hohensalzburg, um die Aussicht von dort zu bestaunen. Immer wieder schön dieser Blick über Salzburg und die Salzach mit den teilweise schneebedeckten Bergen im Hintergrund!

Salzburg

Freundlicherweise hatte uns Salzburg-Tourismus erneut die Salzburg-Card zur Verfügung gestellt. Damit konnten wir nicht nur bei der Festungsbahn die Fast-Lane nutzen, sondern oben angekommen unter anderem noch das Festungs- und Marionettenmuseum besuchen.

Salzburg

Zu Mittag stärkten wir uns in dem vegetarischen/veganen Restaurant The Green Garden, welches definitiv empfehlenswert ist.

Und dann wurde es auch schon Zeit für unseren sportlichen Einsatz. Die Jüngsten waren bereits beim Kindertrail gestartet und danach hieß es für die echten Trailrunner 570 Höhenmeter und 15 km beim Festungstrail zu überwinden. Wir schauten beim Start zu und 10 min später ging es dann für uns auf die Strecke. Laut Ausschreibung sollten es beim Panoramatrail 7,2 km und 205 Höhenmeter werden. Im Gegensatz zum letzten Jahr hatten wir diesmal nur eine Runde vor uns.

Salzburg Trailrunning Festival

Das Starterfeld war mit 109 Teilnehmern sehr übersichtlich – mehr Läufer waren beim Festungslauf dabei.

Salzburg Trailrunning Festival

Der erste Kilometer war für mich der zweitschnellste des gesamten Laufes. Es ging zunächst flach los und wir liefen eine Runde um den Dom. Doch noch bevor wir den ersten Kilometer geschafft hatten, wartete bereits das Grauen am Mönchsberg auf uns. Ganz, ganz viele Treppenstufen! Ich unternahm gar nicht erst den Versuch diese Stufen laufend zu bewältigen, sondern tat es den Läufern vor mir gleich und nahm enorm Tempo heraus. Die Treppen schienen auch gar kein Ende zu nehmen und ich war schnell am Keuchen. Aber immerhin konnte ich die langsame Geschwindigkeit zum Fotografieren nutzen :-)

Salzburg Trailrunning Festival

Es ging dann zwar immer mal wieder bergan, aber es gab keine schrecklichen Treppenstufen mehr. Außerdem wurde ich von dem wunderschönen Blick auf die schneebedeckten Gipfel in der Ferne abgelenkt. War das toll! Am liebsten wäre ich immer wieder stehen geblieben um diesen Anblick mit der Kamera festzuhalten. Es war einfach schön auf dem Mönchsberg zu laufen und die Bezeichnung Panoramatrail war auf jeden Fall passend gewählt.

Salzburg Trailrunning Festival

Obwohl, bis auf die Treppenstufen zu Beginn, war es zunächst noch nicht so trailig – aber das sollte sich schnell ändern. Plötzlich wies ein Pfeil mitten in den Wald und dort wartete ein bereits matschiger Anstieg, der es in sich hatte. Da war ich so richtig froh, dass ich erstmalig Trailrunningschuhe trug. Die PureGrit von Brooks erwiesen sich auf jeden Fall als sehr hilfreich und ich musste noch nicht einmal das Seil in die Hand nehmen, um nach oben zu kommen. Mit meinen normalen Laufschuhen hätte ich da wohl mehr Probleme gehabt.

Salzburg Trailrunning Festival

Mittlerweile war auch mehr als die Hälfte der Strecke geschafft. Den höchsten Punkt der Strecke auf 504 Metern Höhe erreichten wir dann kurz vor Kilometer 5. Und dann ging es so langsam aber sicher wieder bergab. Und das sogar richtig steil! Da war höchste Konzentration gefordert und selbst mit meinen Trailrunningschuhen wollte ich nichts riskieren, denn die Helfer wiesen sogar extra noch auf die Glätte hin.

Doch ich kam glücklicherweise heil unten an und freute mich schon auf den Zieleinlauf, als es plötzlich doch noch einmal nach oben ging. Ich hatte zwar zu kämpfen, aber die anderen genauso oder noch mehr. Ab etwa Kilometer 5 habe ich nämlich nur noch überholt und wurde selbst nicht mehr überholt.

Beim Blick auf die Uhr stellte ich fest, dass die Strecke doch länger sein musste. Bei Kilometer 7,2 war noch kein Ziel in Sicht. Aber ich befand mich immerhin schon wieder in der Altstadt. Dort ging es kreuz und quer durch enge Gassen mit Kopfsteinpflaster. Da die Strecke ein wenig abschüssig war, lief ich auf den letzten 900 Metern mit 5:12 km/h meine schnellste Durchschnittsgeschwindigkeit des Laufes.

Salzburg Trailrunning Festival

Noch einmal am Dom entlang und dann sah ich das Ziel. Leider verpasste ich knapp eine Zeit von unter 51 min – eine Sekunde darüber war ich. Mit dieser Zeit belegte ich Platz 85 von 109 Teilnehmern, Platz 25 von 41 Damen und Platz 6 (von 15) in meiner Altersklasse. Das war vor allem im Vergleich mit letztem Jahr (dort waren nach mir nur noch drei Läufer ins Ziel gekommen!) eine enorme Verbesserung.

Und ich war mir kurz nach dem Zieleinlauf schon sicher, dass ich nächstes Jahr unbedingt wieder dabei sein möchte! Der Lauf hat mich zwar wieder an meine Grenzen gebracht, aber er war auch so wunderschön gewesen. Als Großstädter hat man viel zu selten Gelegenheit beim Anblick von Bergen zu laufen. Die neue Streckenführung fand ich auch viel besser, denn beim Laufen hat man viel mehr von der tollen Umgebung gesehen als im Jahr zuvor. Ich bin auch der Meinung, dass der Lauf noch eindeutig mehr Potential hat. Für die tolle Organisation waren es noch viel zu wenig Teilnehmer. Aber vielleicht muss sich erst noch in den (Trail)Läuferkreisen herumsprechen, dass da im Oktober seit drei Jahren immer ein Highlight in Salzburg stattfindet. Und auch “normale” Läufer dürfen sich ruhig an diese Laufveranstaltung heranwagen. Selbst ich habe ohne spezielles Training das Ziel erreicht :-)

Salzburg Trailrunning Festival

Den Abend ließen wir dann noch mit unseren Lauffreunden bei Pizza und Wein ausklingen.

Sonntagmorgen besuchten wir das Spielzeugmuseum – auch ohne Kind macht das Spaß! Uns hatten es besonders die Bären dort angetan. Danach machten wir einen Abstecher zum Kapitelplatz um die Läufer des Gaisbergtrails auf den letzten Metern anzufeuern. Und dort traf ich dann auch noch Steve von Uptothetop. Im Anschluss schlenderten wir noch durch den Mirabellgarten.

Salzburg

Am frühen Nachmittag ging es dann mit dem Schiff namens Amadeus auf die Salzach. Vom Makartsteg fuhren wir etwa eine Dreiviertelstunde auf der Salzach entlang. Auch vom Wasser aus macht Salzburg einen imposanten Eindruck!

Salzburg

Am Nachmittag stand der obligatorische Besuch im Café Sacher an. Es geht eben nichts über ein leckeres Stück Sachertorte mit Schlag!

Sachertorte

Und dann war es leider schon wieder Zeit Abschied zu nehmen von dieser wunderbaren Stadt … Aber ich bin mir sicher – Salzburg sieht mich bald wieder! Und für die Zeit bis dahin habe ich mir einen kleinen Vorrat Mozartkugeln im Koffer mit nach Hause genommen.

Salzburg

Last but not least: Vielen Dank an Salzburg Tourismus, die unsere Reise durch zwei Salzburg-Cards und die Übernahme meiner Hotelübernachtung unterstützt haben!

Hinweis: Die Meinung in diesem Artikel stellt meine eigene dar und wurde auf keinerlei Art beeinflusst.

 

TUI Marathon Mallorca

Freitagvormittag stieg ich einmal wieder in einen rot-weißen Flieger von Air Berlin – diesmal ging es auf meine Lieblingsinsel: Mallorca! Kein Reiseziel habe ich in meinem Leben bisher häufiger bereist als diese Destination.

Mallorca

Und dreimal war bisher der TUI-Marathon der Grund für meine Reise nach Mallorca. Nummer vier sollte also in diesem Jahr folgen – erneut wollte ich über die 10 km an den Start gehen. Marathon und Halbmarathon sind darüber hinaus bei dieser Laufveranstaltung im Angebot. 17 Euro hatte die Startgebühr für die 10 km übrigens gekostet.

Freitagnachmittag trafen wir schließlich in unserem Hotel bei Sonne und blauem Himmel an der Playa de Palma ein. Und sofort lief ich die wenigen Meter zum Strand um das Wasser zu testen :-) Toll, wenn man im Okober noch einmal im Meer baden kann!

Playa de Palma

Am Samstag liehen wir uns Fahrräder aus, um zur Startnummernausgabe nach Palma zu fahren. Das sind etwa acht Kilometer immer am Meer entlang. Eigentlich ist das eine tolle Strecke zum Radfahren, doch irgendwann nervten mich die langsamen Renter, die sogar Staus auf dem Radweg verursachten doch etwas :-)

Die Startnummernausgabe war an der Kathedrale La Seu – diesmal an einer etwas anderen Stelle als im letzten Jahr. Auch ein paar Stände mit Laufklamotten etc. waren da im Freien aufgebaut.

Palma de Mallorca

Sonntagmorgen hieß es dann bereits um 7 Uhr aufstehen. Kurz nach 8 fuhren wir dann mit einem Taxi zum Start nach Palma. Start und Ziel waren unterhalb der Kathedrale und dort war es schon mächtig voll. Bereits zu dieser frühen Zeit war es sehr warm.

TUI-Marathon Mallorca

Um 9 Uhr gingen die Marathonläufer auf die Strecke und zehn Minuten später waren wir dann dran. Aufgrund der Hitze wollte ich heute einfach nur den Lauf genießen und ganz gemächlich machen. Außerdem ist die hügelige und kurvenreiche Strecke durch die Altstadt von Palma sowieso nicht bestzeitentauglich. Als wir vor einigen Jahren noch auf der breiten Straße am Hafen entlang liefen, war das allerdings anders.

Aber nicht nur die Streckenführung und die Hitze vereitelten jeden Bestzeitenversuch, auch die Läufermassen trugen dazu bei. Auf dem ersten Kilometer ging es nur sehr langsam voran und die engen Straßen waren gar nicht in der Lage diese vielen Menschen in Laufklamotten aufzunehmen.

Der erste Getränkestand bei Kilometer 1 trug dann noch das Übrige für Chaos auf der Laufstrecke bei. Getränkestände gab es übrigens sehr viele unterwegs – wenn ich richtig gezählt habe, dann waren es mindestens vier über die 10 km.

TUI-Marathon

Viele Läufer waren aus Deutschland, aber auch Spanier, Engländer und Holländer machte ich im Feld aus. Der Großteil der Teilnehmer sah diesen Lauf eher als Spaß und nicht als ernsten sportlichen Wettkampf  und das war ja auch meine Einstellung.

Es ging kreuz und quer durch die Altstadt, auf und ab und sogar direkt an der Kathedrale liefen wir vorbei. War schon eine wunderbare Sightseeing-Tour durch Palma!

Schließlich waren wir wieder auf der großen Straße, wo wir gestartet waren, angelangt. Dort mussten wir jedoch noch einmal nach links abbiegen und dann durften wir zum Ziel. Laut meiner Uhr sind wir wohl 400 Meter mehr gelaufen als geplant, aber was soll’s! Meine Zeit war zweitrangig und betrug 1:08:52. Und eine Medaille gab es auch noch.

TUI-Marathon Mallorca

Im Ziel erfrischte ich mich mit Cola und Obst und dann stand die zweite Laufeinheit an. Wir hatten uns nämlich überlegt die acht Kilometer bis zu unserem Hotel zu Fuß zurück zu laufen. Gesagt, getan!

Mallorca

Mir wurde aber schnell sehr heiß, so dass ich immer wieder Gehpausen einlegen musste. Die Strecke bot auch kaum Schatten – bot dafür aber einen ständigen Blick aufs Meer. Und ein ganzes Stück liefen wir auch gemeinsam mit den Marathonläufern, die ich voll bedauerte. Es wurden an dem Tag ja bis zu 30° Grad!

TUI Marathon Mallorca

Unterwegs legten wir noch eine Pause an einer Strandbar ein und welche Wohltat war dort der frisch gepresste Orangensaft!

Irgendwann hatten wir unser Hotel erreicht (zum Glück ohne Sonnenstich!) und entspannten den restlichen Tag am Strand.

Mallorca

Die After-Race-Party im Megapark am Abend schenkten wir uns, denn die fanden wir die letzten Male schon nicht so toll. Vor allem, wenn man nicht auf deutsche Stimmungsmusik und Bier steht :-)

Aber alles in allem, waren das wieder wunderbare Tage voller Sonnenschein auf meiner Lieblingsinsel. Und 2015 wird man mich sicherlich wieder an der Startlinie beim TUI-Marathon sehen! Hasta luego!

Mallorca

asics grand 10

Der Asics Grand 10 im Oktober in Berlin gehört zu meinen Stammläufen. Bereits zum sechsten Mal sollte ich über die 10 km an den Start gehen.

Auch wenn der Lauf zu den schnellsten 10-km-Läufen gehören soll, so hatte ich mir doch überhaupt kein Zeitziel gesetzt. Wollte nur unter 60 min laufen. Da ich dieses Jahr bereits meine 10-km-Zeit zweimal verbessert hatte, musste der Asics Grand 10 für eine neue Bestzeit also auch nicht mehr herhalten. Außerdem sind die Bedingungen für eine neue Bestzeit bei diesem Lauf auch nicht perfekt. Aber dazu später noch mehr …

Asics Grand 10

Halb 12 trafen wir am Schloss Charlottenburg ein und trafen uns mit unseren Lauffreunden aus Brandenburg. Ehe wir uns versahen, war es schon Zeit unseren Startblock aufzusuchen und dort traf ich dann glücklicherweise noch die liebe Anna.

Asics Grand 10

Beim Blick auf die Uhr stellte ich fest, dass ich vergessen hatte sie aufzuladen und ich zweifelte ob ich heute überhaupt eine Endzeit haben würde.

Und ehe ich noch weiter über dieses Mißgeschick nachdenken konnte, ging es auch schon auf die Strecke. Der erste Kilometer war hier wieder sehr voll und da hätte ich einige Sekunden verschenkt, wenn ich auf Bestzeitenjagd gewesen wäre.

Wir liefen zum Ernst-Reuter-Platz und dann zur Siegessäule. Mir wurde sehr schnell warm und ich war froh, dass ich mich für kurzärmlig entschieden hatte.

Auf dem Weg zum Zoo feuerte mich die liebe Agnes vom Straßenrand noch lautstark an und dann waren wir schon bei der Hälfte der Strecke angelangt. 28:58 min hatte ich für die 5 km benötigt.

Dann liefen wir in den Zoo und dort wurde es wieder sehr eng und man musste gut aufpassen. Dadurch sah ich auch leider bis auf einen aufmerksam schauenden Tiger kein weiteres Tier.

Durch das Elefantentor liefen wir aus dem Zoo auf die Budapester Straße. Vorbei am Europa-Center und der Gedächtniskirche liefen wir Richtung Kantstraße. Dort gab es dann Wasser und ich dachte, dass ich so schlau bin und mir den Becher von einem der letzten Tische hole. Doch falsch gedacht – dort angekommen, musste ich leider feststellen, dass dort kein Wasser mehr auf dem Tisch stand :-( Also dann halt ohne Erfrischung weiterlaufen.

Am schlimmsten fand ich die tierisch lange Kantstraße, auf der wir auch noch mit dem Gegenwind zu kämpfen hatten. Wie erfreut war ich als es dann endlich nach rechts in die Windscheidstraße ging und das Ziel nicht mehr weit war.

Asics Grand 10

Mittlerweile wußte ich dass ich ganz entspannt unter 60 min laufen würde. Dennoch machte ich auf der Schlossstraße noch einmal etwas Tempo und erreichte so bei 58:13 min das Ziel.

Im Zielbereich traf ich dann noch so einige Lauffreunde – immer wieder schön diese Treffen! Und Zeit für Fotos musste natürlich auch wieder sein!

Asics Grand 10

Für den Lauf hatte ich übrigens 12 Euro bezahlt und enthalten war eine sehr schicke Medaille! Kann mir gut vorstellen dass ich 2015 erneut an der Startlinie stehe.

Asics Grand 10

Halbmarathon Verona

2014 ist mein Jahr der Halbmarathons – definitiv! Bin ich bisher meist zwei Halbmarathons im Jahr gelaufen, so war am verlängerten Feiertagswochenende bereits Halbmarathon Nummer 6 geplant! Hierfür hatte ich mir die wunderschöne italienische Stadt Verona ausgesucht. Ein Grund hierfür war, dass ich bereits noch nie in Italien gelaufen war und somit wurde es wirklich Zeit dafür!

Verona hörte sich spannend an und die Bilder sprachen für sich. Auch der Preis für den Halbmarathon war unschlagbar – nur etwa 18 Euro hatte ich bezahlt. Das war eine Aktion gewesen, aber auch ohne diese hätte ich eine günstige Startgebühr von unter 30 Euro in Anspruch nehmen können.

Ein kleines Problem war wieder das medizinische Attest, welches bei Läufen in Italien verlangt wird. Auf der Website des Verona-Marathons konnte ich hierzu nicht wirklich genaue Infos finden. Doch über die Fanseite auf Facebook erfuhr ich dann wenigstens, dass ich mein Attest, welches ich im Februar für einen Lauf in Nizza verwendet hatte, erneut einreichen kann. Das war ja schon mal gut und sparte mir erneute Kosten beim Arzt.

Mailand

Am Donnerstagabend flogen wir von Berlin nach Mailand, denn direkte Flüge nach Verona gibt es nicht. Dort verbrachten wir die Nacht und der Schnellzug brachte uns am nächsten Tag in 1:20 h nach Verona. Bei der Suche nach unserem Appartment verliefen wir uns leider ein wenig, aber die Schlüsselübergabe klappte trotzdem.

verona marathon

Freitagnachmittag begaben wir uns dann zur Laufmesse an der Arena. An mehreren Ständen gab es dort mal mehr (Brooks, decathlon), mal weniger (Brot, Käse) relevante Dinge für Läufer. Ich legte mir einen Laufgürtel zu und der sollte beim Halbmarathon auch gleich zum Einsatz kommen.

Verona Marathon

Die Laufunterlagen erhielten wir ohne Probleme und das medizinische Attest wurde glücklicherweise akzeptiert. In der Startgebühr enthalten war ein Laufshirt, ein Riegel und ein Flaschenhalter.

Verona Marathon

Am Samstag stand dann ein Ausflug zum Gardasee auf dem Plan. Per Regionalbahn ging es in weniger als 20 min nach Peschiera del Garda – ein wunderschöner kleiner Ort am südöstlichen Ufer des Gardasees.

Gardasee

Sonnenschein und blauer Himmel empfingen uns am Gardasee und wir verbrachten einen entspannten Tag in diesem italienischen Ort. Wunderschön!

Peschiera del Garda

Sonntagmorgen hieß es dann ein wenig früher aufstehen, denn der Start für den Marathon und die halbe Distanz war für 9 Uhr angesetzt. Mit uns sollten auch die Läufer über die “Last 10 km Marathon” laufen – in diesem Jahr waren es jedoch nur 7 km.

Start und Ziel waren vor der tollen Kulisse der Arena in Verona. Einen schöneren Platz hätte man für dieses Laufevent wohl nicht wählen können!

Verona Halbmarathon

Pünktlich neun Jahr wurden wir auf die Strecke gelassen – die Sonne schien vom blauen Himmel herunter und es war sehr mild. Sommerlaufwetter!

Auf den ersten Metern staute es sich erst einmal, aber das gab sich dann glücklicherweise bald. Außerdem konnte und wollte man auf dem Kopfsteinpflaster sowieso noch nicht so losrasen.

Verona Marathon

Wir liefen zunächst eine kleine Schleife Richtung Bahnhof und dann ging es wieder in die Innenstadt zurück. Schließlich bogen wir nach links ab und liefen auf das Castelvecchio zu. Dann überquerten wir den Adige, den übrigens zweitlängsten Fluss Italiens, über die Ponte della Vittoria. Und im Anschluss sollten wir dem Adige dann auch erstmal viele Kilometer folgen.

Verona

Bald hatten wir die Stadt verlassen und liefen immer weiter am Fluss entlang. Das war total schön und ich musste da natürlich auch einige Fotopausen einlegen :-)

Verona Marathon

Das Teilnehmerfeld war mittlerweile recht übersichtlich geworden. Zum Glück liefen wir zunächst noch vorwiegend im Schatten und den ersten Getränkepunkt hatten wir bei Kilometer 5 auch bald erreicht. Dort zeigte die Uhr für mich 31 min. Ich hatte heute keine bestimmte Zeit geplant, denn aufgrund der Wärme rechnete ich eher mit einem langsamen Tempo.

Kurz vor Kilometer 10 verließen wir dann leider den Fluss und dort gab es erneut eine Getränkestation – diesmal gab es neben Wasser auch Tee und Kekse. Vorab hatte es auch schon einen Stand mit nassen Schwämmen gegeben, wo ich mir auch ein Exemplar zum Erfrischen mitnahm. 1:04 h zeigte die Uhr übrigens bei den 10 km.

Wir liefen dann durch einen kleinen Ort und dann ging es sogar kurz an Weinreben entlang – so schön! Schließlich wechselten wir die Richtung und es ging zurück nach Verona. Das war mental gut, denn ich finde die erste Hälfte bei einem Halbmarathon immer schlimm. Da denke ich immer an die vielen noch vor mir liegenden Kilometer nach. Sobald jedoch Kilometer 10 erreicht ist, bin ich immer motivierter :-)

Verona Marathon

Der Rückweg war dann leider eher weniger spektakulär und auch ein wenig langweilig. Ich stellte nur mit Erstaunen fest, dass ich sehr gut in der Zeit lag und meine beste Halbmarathonzeit in diesem Jahr laufen könnte. Daher legte ich dann weniger Gehpausen ein :-)

Verona Marathon

Bei Kilometer 18 überholte mich dann der spätere Sieger beim Marathon und zu dem Zeitpunkt waren wir schon längst wieder in Verona. Über zwei Brücken musste ich noch laufen und dann war das Ziel auf der Piazza Bra nicht mehr weit weg. Leider ging es noch über Kopfsteinpflaster, aber der Blick auf die Uhr zeigte, dass einer neuen Bestzeit in diesem Jahr nichts mehr im Wege stehen sollte.

Verona Marathon

Und in der Tat – bei 2:18:49 h lief ich auf der Piazza Bra ein. Mit einer derartigen Zeit hatte ich bei diesen sommerlichen Temperaturen in der Tat nicht gerechnet. Umso mehr habe ich mich gefreut! Platz 303 (von 350) bei den Damen hatte ich damit belegt.

Verona Halbmarathon

Im Ziel gab es neben einer tollen Medaille auch diverse Säfte, Kuchen und Wasser.

Den Nachmittag verbrachten wir dann ganz entspannt und genossen das wunderbare Wetter. Außerdem schlenderte ich noch am Fluss entlang und genoss von dort die tolle Aussicht.

Verona

Verona ist auf jeden Fall eine Reise wert und den Halbmarathon kann ich auf jeden Fall auch empfehlen!

Und so ganz nebenbei wurde Italien zu meinem Land Nummer 21, in dem ich an einem Lauf teilgenommen hatte :-)

Auf dem Rückweg ging es übrigens wieder über Mailand und da nutzte ich die verbleibende Zeit bis zum Rückflug für einen kurzen Abstecher beim Mailänder Dom.

Mailand Dom

Verfasst von: Manu | Oktober 4, 2014

Ein erlebnisreiches Marathon-Wochenende in Berlin …

Berlin Marathon 2014

Jedes Jahr erwarte ich mit großer Spannung und Vorfreude das Marathon-Wochenende in Berlin. Der Grund ist jedoch nicht meine Marathonteilnahme, sondern einfach das ganze Drumherum um dieses große Laufereignis in der Hauptstadt.

Eigentlich wäre ich vor sechs Jahren meinen ersten Marathon in Berlin gelaufen. Verletzungspech machte mir jedoch damals einen Strich durch die Rechnung und seitdem hatte ich mich auch nie mehr angemeldet. Wobei ich in diesem Jahr auch sowieso auf mein Glück hätte vertrauen müssen, da die Startplätze erstmalig verlost wurden. Aber auch ohne den Marathon selbst zu laufen, hatte ich bisher immer viel Spaß an diesem Wochenende in Berlin. Und so war es auch in diesem Jahr.

Los ging es am Freitag auf der Marathonmesse im ehemaligen Flughafen Tempelhof. Die Berliner Marathonmesse ist eine der größten Laufmessen, die ich kenne – und ich habe schon sehr viele gesehen.

tomtom

Zunächst steuerte ich den Stand von TomTom an und unterhielt mich dort mit Tobi über die neuesten Funktionen der Runner GPS-Watch, die ich seit einiger Zeit selbst trage. Danach schlenderte ich an weiteren Ständen entlang und sammelte fleißig Flyer von Läufen weltweit ein. Und zum dritten Mal entdeckte ich mich selbst auf dem Flyer vom Hallenmarathon in Senftenberg :-)

Weiter ging es an den Stand von Brooks, wo es wieder das obligatorische Foto in der Fotobox gab. Und schließlich stand ein Treffen am Stand von 261 Women’s Marathon an. Die liebe Edith informierte eine kleine Runde von Laufbloggern über die erneute Auflage dieses von Kathrine Switzer initierten Laufevents auf Mallorca. 2015 bin ich dann hoffentlich auch am Start- aber nur über die 10 km.

261 womens marathon

Schön war es soviele bekannte und auch neue Gesichter aus der Laufszene an diesem Nachmittag auf der Berliner-Marathonmesse zu treffen! Und die Zeit war wie immer viel zu kurz.

Frühstückslauf

Am Samstagmorgen versammelten sich Laufbegeisterte aus der ganzen Welt vor dem Schloss Charlottenburg zum obligatorischen Frühstückslauf. Daran nehme ich seit einigen Jahren teil und bin immer wieder begeistert. Man spürt förmlich die freudige Erwartung auf den nächsten Tag und jeder ist super drauf.

Irina Mikitenko

Nach dem Startschuss durch Irina Mikitenko begaben wir uns in langsamen Tempo in Richtung Olympiastadion. Weniger als sechs Kilometer lagen vor uns und während des Laufens wurde nett geplaudert. Kurz vor dem Olympiastadion gab es einen kleinen Stau bevor es wieder mit Gänsehautfeeling ins Stadion ging. Auch wenn ich dort mittlerweile schon unzählige Male eingelaufen bin, so ist es doch immer wieder ein beeindruckendes Erlebnis auf der blauen Bahn einzulaufen.

frühstückslauf berlin

Nachdem wir alle Fotos erledigt hatten, begaben wir uns vor das Stadion, wo das Frühstück auf uns wartete. Neben Kaffee und Wasser durften wir unseren Hunger mit Rosinenbrötchen, Riegeln, Pfannkuchen und Obst stillen.

Der Frühstückslauf war wieder eine tolle Veranstaltung und ich freue mich bereits auf das nächste Jahr!

Am Samstagabend stand dann ein weiteres Highlight an. Von Brooks hatte ich eine Einladung zu einem Kochevent mit dem legendären Ultramarathonläufer und Veganer Scott Jurek erhalten. Deshalb hatte ich mir extra noch vorab seinen Bestseller “Eat & Run” gekauft und dieses Buch hat die Spannung auf den Abend noch einmal mehr gesteigert. In der genialen Location Old Smithy’s Dizzle trafen wir uns in einem Hinterhof in Friedrichshain und es war schön viele bekannte Gesichter aus der Laufbloggerszene, wie Maty, Nadin, Hendrik und Ulf, zu sehen.

Scott Jurek

Toll war auch die Deko – überall hingen und standen Schuhe von Brooks und jeder Teilnehmer erhielt eine Kochschürze, das soeben auf Deutsch erschienene Buch von Scott Jurek und eine Packung Marathonpasta.

Brooks

Nachdem wir uns in Gruppen eingeteilt hatten, starteten wir mit dem Zubereiten der veganen Köstlichkeiten. Gemeinsam mit Maty und Nadin war ich für den grünen Powersmoothie und die Guacamole zuständig.

Brooks

Ich muss ja gestehen, dass Kochen gar nicht so mein Ding ist und somit verrichtete ich die eher einfachen Dinge, wie Tomaten schneiden und Knoblauch würfeln :-)

Scott Jurek

Ich war ja erstaunt, dass Scott in dem ganzen Durcheinander noch voll den Überblick bewahrte und genau wußte was noch fehlte oder Tipps gab, was wir noch an Zutaten ergänzen könnten. Er konnte uns auch zu jeder Zutat etwas erzählen und war auch ansonsten total nett und offen.

run and cook

Ehe ich mich versah, waren wir tatsächlich fertig und die Speisen konnten genossen werden. Als Vorspeise gab es Smoothies, Guacamole und Hummus. Die Hauptspeise war Winter-Chili und im Anschluss durften wir noch Schokoladen-Azuki-Schnitten genießen. So lecker!

Scott höchstpersönlich servierte uns das Hauptgericht aus und dieses war total lecker. Zwei Rezepte aus dem Buch sind übrigens auf seiner Website zu finden.

scott jurek buch

Nachdem wir alle satt und zufrieden am Tisch saßen, setzte sich Scott in unsere Mitte und stellte sich unseren Fragen. Er erzählte uns von seinen Läufen, die er teilweise mit gebrochenem Zeh, bestritt, von seiner besonderen Bindung zu seiner Mutter und auch seiner etwas ungewöhnlichen Freundschaft mit Dusty. Das war total spannend!

scott jurek

Im Anschluss trafen noch die Brooks-Mitarbeiter, die drei Tage auf der Marathonmesse gearbeitetet hatten, in der Location ein und uns wurden leckere Cocktails serviert. Erst zwei Uhr nachts mache ich mich auf den Heimweg!

Eine kurze Zusammenfassung des Abends gibt es übrigens auch noch als Video:

Das war ein echt toller Abend und ich danke Brooks für die Einladung!

Am Sonntagmorgen schaute ich dann selbst noch ziemlich verschlafen den Marathonläufern bei Kilometer 12 am Strausberger Platz zu. Den Zieleinlauf mit einem neuen Weltrekord verfolgte ich dann am Fernseher.

berlin marathon

Alles in allem, hatte ich ein wunderbares Marathonwochenende  – und das ohne selbst den Marathon gelaufen zu sein :-)

Und last but not least: Gratulation an alle Finisher zu ihrer tollen Leistung!

Verfasst von: Manu | September 22, 2014

Ein verregneter Lauf in Kopenhagen oder der Friløbet 2014 …

Friløbet

In Kopenhagen sollte es soweit sein – der Lauf in Land Nummer 20 stand an. Dänemark grenzt zwar an Deutschland, aber dennoch hatte ich es bisher noch nicht geschafft dort einmal zu laufen. Das musste geändert werden und somit bemühte ich vor einigen Monaten Google und wurde fündig. Der Friløbet in Kopenhagen fand bereits mehrere Male statt und feierte in diesem Jahr zehnjähriges Jubiläum.

Immerhin existierte für diesen 10-km-Lauf eine Website – doch leider war diese nur auf Dänisch. Ich versuchte mehrfach den Laufveranstalter zu kontaktieren, um mir das leidvolle Übersetzen mit Google Translate zu ersparen, doch erst zwei Wochen vor dem Lauf erhielt ein ein paar spärliche Informationen.

Google Translate musste ich dann doch bemühen um alle Felder im Online-Anmeldeformular richtig ausfüllen zu können. Aber es klappte alles und für umgerechnet 28 Euro war ich schließlich registriert.

Air Berlin Flughafen

Samstagvormittag brachte uns Air Berlin in weniger als einer Stunde nach Kopenhagen. Mit der Metro ging es in einer Viertelstunde zu Kongens Nytorv und von da aus waren es nur noch wenige Minuten bis zu unserem Hotel WakeUp. Dieses Haus hat erst in diesem Jahr eröffnet und ist sehr stylish eingerichtet.

Wakeup Kopenhagen

Den restlichen Tag nutzte ich um mir die nähere Umgebung etwas anzuschauen. Ich schlenderte durch die Innenstadt vorbei an Schiffen und bunten Häusern.

Kopenhagen

Schließlich besuchte ich auch den Kongens Have, den einstmaligen Garten des Königs. Dort war ich von dem wunderschönen Schloss Rosenborg sehr angetan.

Rosenborg

Am Sonntagmorgen machten wir uns schließlich zu Fuß auf den Weg zum Østerbro Stadion, an dem der 10-km-Lauf starten sollte. Die zwei Kilometer bis dorthin nutzen wir zum Aufwärmen.

Leider fielen dann immer mehr Regentropfen vom grauen Himmel und ich dachte nur mit wenig Vorfreude an den Lauf im Nassen.

Frilobet

Um 9 Uhr starteten wir schließlich vor dem Stadion – vorab hatte eine junge Dame auf dem Dach noch für ein paar Aufwärmübungen gesorgt.

Der erste Kilometer auf der Østerbrogade war ein wenig langweilig, doch danach wurde es dann spannender. Wir liefen Richtung Wasser und dort sahen wir dann schließlich auch die Kleine Meerjungfrau. Gar zu gern wäre ich für ein Foto stehengeblieben, aber zu dem Zeitpunkt regnete es ziemlich und vor der jungen Dame im Wasser hatte sich ein große Traube von Touristen versammelt.

Am Wasser entlang (bei Sonnenschein wäre das noch viel schöner gewesen) liefen wir weiter und meine Klamotten nahmen bei jedem Schritt mehr Nässe auf.

Frilobet

Nachdem wir Amalienborg passierten, verließen wir das Wasser leider wieder (aber wir hatten ja genug von oben) und liefen wieder Richtung Innenstadt. Mittlerweile hatten wir bereits 4 km geschafft. Ich hatte jedoch überhaupt keine Lust mehr zum Laufen und lief im Schneckentempo unmotiviert vor mich hin …

Doch schließlich hatte ich die Hälfte der Strecke erreicht und es gab auch etwas zu Trinken. Das war eine gute Gelegenheit für eine Gehpause :-)

An der Nationalgalerie kamen wir vorüber und dann liefen wir entlang des Sortedamssee. Mittlerweile hatte der Regen auch etwas nachgelassen und ich konnte das Laufen um den See beim Anblick von Schwänen auch genießen.

Frilobet

Kilometer 9 führte uns durch den schönen Fælledparken und finishen durften wir dann auf der blauen Bahn im Østerbro Stadion. Das war dann doch super! Bei 1:03:55 h erreichte ich übrigens das Ziel.

Frilobet

Leider gab es keine Medaillen – doch dafür Wasser, diverse Obst- und Gemüsesäfte, Riegel und Äpfel.

Da wir ziemlich nass waren, machten wir uns schnell wieder auf den Rückweg in unser Hotel. Der Lauf war übrigens relativ übersichtlich von der Teilnehmerzahl her und wir gehörten wohl zu den sehr wenigen Ausländern dort. Bei schönem Wetter macht der Friløbet sicherlich auch um einiges mehr Spaß!

Und Kopenhagen ist doch immer eine Reise wert! Also vielleicht bis nächstes Jahr? Dann aber bei Sonnenschein!

Air Berlin

Halbmarathon Tallinn

Neue Länder habe ich bisher immer nur auf dem Land- oder Luftweg betreten. Estland sollte jedoch das erste Land sein, welches ich auf dem Schiffsweg erreichte. Und natürlich nahm ich diese Reise nur auf mich, um erneut an einem Lauf teilzunehmen :-)

Der Tallinn-Marathon sollte das Ziel sein und ich hatte mich für den Halbmarathon entschieden. Ursprünglich war nur der 10-km-Lauf angedacht, doch dann stellte sich heraus, dass es bei dieser Distanz keine Medaillen geben sollte. Außerdem hatte ich kurzfristig entschieden im November in Las Vegas meinen 20. Halbmarathon zu laufen und somit fehlten noch zwei Halbmarathons auf dem Weg dahin. Somit wurde es dann also in Tallinn der Halbmarathon! Die Startgebühr betrug 30 Euro.

Finnland

Bevor es aber überhaupt an den Start ging, mussten wir erst einmal zum Ort des Geschehens anreisen. Am Freitagnachmittag brachte uns Air Berlin nach Helsinki. Per Flughafenbus fuhren wir ins Zentrum, wo wir noch ein wenig Zeit hatten und etwas herumschlenderten. Schließlich war es Zeit zum Hafen zu laufen, wo die Fähre von Viking auf uns wartete. Die liebe Ilse hatte uns hier sogar kostenfreie Tickets besorgt – herzlichen Dank!

Helsinki

Halb 10 legte das riesige Schiff ab und wir machten es uns im Restaurant bequem. Nur schade, dass es draußen schon dunkel war und wir nichts mehr sehen konnten!

Kurz vor Mitternacht legten wir am Terminal in Tallinn an und machten uns zu Fuß auf den Weg zu unserem Hotel. Dort fielen wir dann gegen 1 Uhr in der Nacht todmüde ins Bett.

Am nächsten Morgen weckte uns die Sonne und wir liefen zum Freiheitsplatz, auf dem sich die Startnummernausgabe befand. Ohne Wartezeit erhielten wir diese dann auch – im Starterbeutel gab es jedoch bis auf eine Packung Eisgel sonst nur Werbeflyer.

Tallinn

Den restlichen Tag nutzten wir die Stadt zu erkunden. Begeistert war ich besonders vom Blick vom Domberg auf die Stadt und der wunderschönen Alexander-Nevski-Kathedrale.

Tallinn

Die Pastaparty fand übrigens bei Vapiano statt – dort gab es für alle Läufer zwei Pastagerichte für je 4 Euro.

Am Sonntagmorgen starteten zunächst die Marathonläufer um 10 Uhr und bei Kilometer 20 kamen sie an unserem Hotel vorbei. Unser Start war für halb 12 geplant und da unser Hotel nur 10 min vom Startbereich entfernt war, brachen wir erst kurz vorher auf. Das Wetter war perfekt – Sonnenschein und blauer Himmel, aber nicht zu heiss!

Tallinn Marathon

Auch wenn ich in der letzten Startgruppe stand, so dauerte es nur wenige Minuten bis ich auch über die Startlinie durfte. Zu Beginn war es noch recht voll und ich kam nur langsam voran. Aber ich wollte sowieso langsam laufen, da ich die Woche ein wenig angeschlagen war.

Wir liefen zunächst auf einer mehrspurigen Straße und somit war bald auch genügend Platz für alle Läufer. Und bald erblickten wir das Wasser und direkt am Wasser kamen uns die ersten Marathonläufer entgegen. Diese hatten zwei Runden zu bewältigen. Die Armen!

Tallinn Marathon

Die erste Verpflegungsstation passierten wir auch bald und dort gab es Wasser sowie Isogetränke, wobei ich meist zu Letzterem griff.

Wir liefen dann mehr oder weniger nur geradeaus und kurz nach Kilometer 9 sollte es dann auf dem Weg daneben wieder zurück gehen. Somit sah ich auch den späteren Sieger vom Halbmarathon.

Die ersten Kilometer bei einem Halbmarathon vergehen immer gar nicht, aber sobald man bei Kilometer 10 ist, geht es dann ganz schnell. Und hier in Tallinn liefen wir ja schon nach Kilometer 9 wieder Richtung Stadt zurück. Die Strecke zurück war besonders schön, da wir ziemlich lange direkt am Wasser entlang liefen. Da musste ich einfach mehrere Male für ein Foto anhalten :-)

Tallinn

So bei Kilometer 15 stellte ich fest, dass ich ganz gut in der Zeit lag und sogar meine beste Halbmarathonzeit in diesem Jahr laufen könnte. Also machte ich dann weniger Fotos und legte nicht mehr so viele Gehpausen bei den Getränken ein. Und auch die Möglichkeit meine Beine mit Eiswasser einsprühen zu lassen, ließ ich aus. Das sah übrigens witzig aus, wie da die Helfer so um die Läufer mit Sprühdosen herumsprangen :-)

Tallinn

Schließlich waren wir am Hafen und somit das Ziel nicht mehr weit. Doch plötzlich bogen wir in eine Gasse mit Kopfsteinpflaster ab und es ging auch noch bergauf. So kurz vor dem Ziel war das eine ziemliche Schikane – vor allem für die Marathonläufer. Aber wir sollten halt auch etwas von der wunderschönen Altstadt sehen :-)

Danach ging es noch durch einen Park, wo an mehreren Stellen Cheerleader die müden Läufer anfeuerten.

Tallinn Marathon

Bei Kilometer 20 wartete André, der bereits seinen Lauf geschafft hatte, und ich gab noch einmal Gas. Und bei 2:20:24 überquerte ich die Ziellinie – mit dieser Zeit war ich super zufrieden!

Im Ziel gab es neben der ziemlich schweren Medaille, noch Wasser und eine Tüte Studentenfutter. Ich setzte mich dann noch eine Weile auf den Domberg, um bei schönstem Sonnenschein das bunte Treiben von oben zu beobachten.

Tallinn Marathon

Das war in der Tat ein sehr empfehlenswerter Lauf mit einer wunderschönen Strecke! Und Estland war übrigens das Land Nummer 19, in dem ich an einem Lauf teilgenommen hatte.

Helsinki

Am Montagmorgen hieß es dann Abschiednehmen von Tallinn – per Fähre ging es wieder nach Helsinki zurück und diesmal konnten wir bei tollem Meerblick unser Frühstück an Bord genießen. Nach ein paar Stunden Helsinki brachte uns dann am Abend der Flieger wieder nach Berlin.

Helsinki

Ich werde dieses erlebnisreiche Wochenende mit den tollen Eindrücken beim Halbmarathon in Tallinn noch lange in Erinnerung behalten! Und was ich in Tallin ganz besonders cool finde – überall findet man einen kostenlosen Internetzugang. Das wird sogar per Gesetz garantiert!

tierparklauf

Über neue Bestzeiten konnte ich mich dieses Jahr nicht beklagen – bereits über die 10 km hatte ich kurz hintereinander zweimal eine neue Bestzeit aufstellen können. Daher war mein Ziel in diesem Jahr auch eine neue Bestzeit über die 5 km. Besonders geeignet hierfür schien mir der Tierparklauf - zumal es in diesem Jahr wirklich nur fünf Kilometer und nicht wie in den Vorjahren einige Meter mehr sein sollten.

Wäre es bei der Citynacht Ende Juli nicht so warm gewesen, hätte ich dort schon den ersten Versuch unternommen. Aber mit den dort erreichten 26:58 min war ich auch schon mehr als zufrieden. An sich wäre das ja auch bereits eine neue Bestzeit gewesen, denn meine eigentliche PB von 26:04 min stammt vom Fleesenseelauf von vor zwei Jahren. Dort war jedoch die Strecke eindeutig zu kurz. Doch man soll ja ehrgeizig sein und so ließ ich diese Zeit mal als Bestzeit stehen :-)

Einige Läufe in diesem Jahr hatten eigentlich schon gezeigt, dass ich durchaus in der Lage bin die Zeit vom Fleesenseelauf zu unterbieten, aber es muss natürlich am Tag selbst auch alles stimmen. Noch am Mittwoch unternahm ich beim B2Run einen Tempotest. Wobei mich dieser jedoch nicht so zuversichtlich gestimmt hatte. Dort hatte ich für die 5 km etwas über 27 min benötigt.

Aber genug des langen Vorgeplänkels – kommen wir zum eigentlichen Lauf :-) Um nicht noch mehr Druck aufzubauen, hatte ich extra niemandem von meinem Bestzeitenplan erzählt.

Halb 10 traf ich am Sonntagmorgen im Tierpark Friedrichsfelde ein. Dieser ist ja zum Glück nur ca. 20 min mit der U-Bahn von mir entfernt.

Ich traf dann die liebe Anna sowie endlich auch einmal wieder Dany aus Eisenhüttenstadt, die mit ihrer ganzen Familie angereist war. Auch Gerda und Heiko hatten sich im Tierpark eingefunden.

Tierparklauf Berlin

Da der Wassertransporter zu spät kam, wurde unser Start um 15 min verschoben – somit durften wir erst halb 11 auf die Strecke. Die Startgebühr hatte übrigens 12 Euro betragen und neben meiner Distanz waren auch noch 10 km (zwei Runden) und ein Bambinilauf im Angebot. Insgesamt sollten an diesem Tag fast 4.000 Läufer an den Start gehen.

Erst zum dritten Mal fand der Tierparklauf statt und ich war in der Tat bisher bei allen drei Auflagen dabei gewesen.

Das Wetter meinte es gut – eigentlich zu gut – mit uns Läufern und die Sonne schien. Für meine Verhältnisse war es schon zu warm, aber immerhin war ich beim ersten Lauf des Tages dabei. Und da ich aus den Vorjahren wußte, dass uns schmale Wege erwarten, ordnete ich mich auch ziemlich weit vorn ein.

Und das war auch die richtige Entscheidung, denn nach dem Startschuss hatte ich nur ganz kurz ein paar Platzprobleme.

Ich lief für meine Verhältnisse sehr schnell los und auf dem ersten Kilometer hatte somit meine Durchschnittsgeschwindigkeit in der Tat vorn eine 4. Den zweiten Kilometer lief ich in genau 5 min/km und da merkte ich dann schon wie meine Kräfte schwanden. Immerhin bekam ich jedoch mit, dass wir an Tieren vorüber liefen. Einige ließen sich überhaupt nicht stören – andere hingegen liefen ganz aufgeregt in ihren Gehegen hin und her.

Tierpark Berlin

Die Strecke war diesmal anders – waren wir noch in den Vorjahren zwei Runden gelaufen, so war es diesmal eine große Runde und wir liefen ziemlich lange auf einem Weg, den wohl normale Besucher gar nicht betreten dürfen. Aber somit musste man keine Angst haben, dass plötzlich ein Nichtläufer den Weg blockiert.

Der dritte Kilometer war mit 5:13 min/km auch noch in Ordnung und die neue Bestzeit war noch machbar. Aber dann kam der Einbruch bei Kilometer vier. Da hätte ich gern etwas getrunken und fühlte mich schon sehr schlapp und hatte die neue Bestzeit eigentlich schon fast abgehakt.

Tierpark Berlin

Dann sah ich jedoch das Friedrichsfelder Schloss und wusste, dass das Ziel nicht mehr weit wäre. Doch als wir vor dem Schloss ankamen, bogen wir nicht direkt nach rechts zum Ziel ab, sondern es ging noch einen kleinen Umweg nach links. Da dachte ich schon, dass es das wohl gewesen sei. Als ich dann jedoch endlich auf der Zielgeraden war, beschloss ich doch noch einmal alles zu versuchen und zu sprinten wie es nur ging. Und als ich wenige Meter vor dem Ziel auf die Uhr schielte, sah ich dass die Bestzeit doch noch drin war. Ich hatte sogar noch gut Zeitpuffer und überquerte bei sehr unerwarteten 25:16 min die Ziellinie. Konnte es erstmal gar nicht glauben :-)

Tierparklauf

Mit dieser Zeit erreichte ich Platz 4 (von 57) in meiner Altersklasse  und Platz 24 von 576 Damen. Damit war ich mehr als zufrieden :-)

Wir schauten dann noch dem Bambinilauf zu (so süß!), ich plauschte mit vielen Lauffreunden (ganz Berlin schien sich im Berliner Tierpark zu treffen) und genehmigte mir eine Portion Pommes.

Tierparklauf

Schließlich traten auch die 10-km-Läufer an und die habe ich wirklich nicht beneidet bei der Mittagshitze ihre zwei Runden absolvieren zu müssen.

Anna war dann auch noch dran und nachdem sie ihren Lauf geschafft hatten, spazierten wir noch durch den Tierpark und ich genoß ein leckeres Stück Kuchen.

Tierpark Berlin

Das war erneut ein perfekter Tag beim Tierparklauf gewesen! Und dass dabei auch noch eine neue Bestzeit herausgesprungen ist, war dann das Sahnehäubchen :-)

PS: Über die Strecke getragen haben mich meine, für kurze Distanzen sehr bewährte, PureFlow. Damit hatte ich auch schon meine 10-km-Bestzeit verbessert.

Verfasst von: Manu | September 4, 2014

B2Run in Berlin oder Trubel am Olympiastadion …

b2run

Ein Zieleinlauf im Berliner Olympiastadion ist immer wieder ein wunderbares Erlebnis! Und aus genau diesem Grund war ich in diesem Jahr wieder beim B2Run dabei.

Bereits zum vierten Mal nahm ich an dieser Firmenlaufserie teil, die vor zehn Jahren zum ersten Mal in München stattfand.

B2Run Berlin

Mit Anna und Raphaela traf ich mich am frühen Abend im Olympiastadion. Bald ging es zur Gepäckabgabe, wo wir nach kurzer Wartezeit unsere Taschen abgeben durften. Im Startbereich vor dem Olympiastadion war es schon recht voll, aber wir fanden noch einen Platz relativ weit vorn. Mittlerweile war auch mein Bruder zu uns gestoßen, der als Fotograf fungierte.

b2run

Wir hatten uns im Startblock von unter 40 min eingeordnet. Die Strecke sollte in diesem Jahr 5,7 km betragen.

B2Run Berlin 2014

Auch wenn kurz nach halb 8 die ersten Läufer auf die Strecke durften, so mussten wir uns noch mindestens zehn Minuten gedulden. Und dann ging es endlich los. Die ersten Meter wurde es leider sehr eng und ich konnte nicht wirklich so laufen, wie ich wollte. Anna und Raphaela hatte ich in dem Getümmel auch schnell verloren. Nur gut, dass wir uns einen Treffpunkt für danach ausgemacht hatten!

Kreuz und quer ging es dann über das Gelände am Olympiastadion. Dabei sahen wir auch immer wieder sowohl Läufer vor uns als auch hinter uns. Außerdem liefen wir an diversen Sportstätten vorbei und konnten so Jungs beim Fußballtraining zuschauen.

Es gab dann zwar noch ab und an ein paar Engstellen, aber ansonsten kam ich recht gut voran. Ich hatte mir kein zeitliches Ziel gesetzt, sondern wollte unterwegs schauen ob ich auf Tempo gehe oder den Genießermodus einschalte :-)

Aber es lief recht gut und die fünf Kilometer hatte ich in knapp über 27 min geschafft. Somit spurtete ich die letzten Meter ins Olympiastadion und auf der blauen Bahn noch und verpasste mit 30:04 min leider nur knapp die halbe Stunde. Aber egal – war dennoch eine sehr schnelle Zeit für mich und ich kam damit auf Platz 459 von 3.339 Frauen.

Im Zielbereich gab es dann noch für jeden eine Medaille am Schlüsselband – nicht gerade hübsch, aber immerhin eine Medaille :-)

b2run

Aber dafür war die Zielverpflegung besser – neben diversen Getränken waren auch Obst und Brezeln im Angebot.

Das war wieder ein toller Abend mit lieben Menschen im Olympiastadion! Und das Wetter war mit milden Temperaturen und Sonnenschein auch erneut perfekt! 2015 bin ich sicherlich wieder beim B2Run am Start.

B2Run Berlin

 

island

Vulkane, Geysire, Lavafelder und noch viel mehr findet man auf Island. Und darüber hinaus kann man auf der größten Vulkaninsel der Welt sogar laufen und zwar seit 1984 in Reykjavik, der nördlichsten Hauptstadt der Welt.

Da schon viele Freunde von Island geschwärmt hatten und ich auch schon oft vom Reykjavik-Marathon gehört hatte, wurde es Zeit mir alles selbst einmal live anzuschauen.

Air Berlin

Und so saßen wir am Donnerstagabend im Flugzeug auf dem Weg nach Reykjavik – ein wenig mit mulmigem Gefühl da kurz vorher der Vulkan Bardarbunga erste Aktivitäten gezeigt hatte. Fast jeder kann sich wohl noch an die Auswirkungen der Aschewolke, die der Eyjafafjallajökull vor vier Jahren produzierte, erinnern.

Aber auf dem Hinflug gab es keinerlei Probleme und nach etwas über drei Stunden landeten wir kurz vor Mitternacht auf dem Flughafen von Keflavik. Per Flughafenbus ging es dann in die 50 km entfernte Hauptstadt von Island. Nach 45 min Fahrt hatten wir den Busbahnhof von Reykjavik erreicht und liefen noch 15 min zu Fuß zu unserer Unterkunft “Room with a view”, die sich direkt auf der Haupteinkaufsstraße von Reykjavik befindet. Halb 3 (nach deutscher Zeit halb 5!) lagen wir endlich im Bett.

Am Freitagvormittag erkundeten wir die Innenstadt und waren besonders von der Skulptur Solfar, die ein Wikingerschiff darstellt, beeindruckt.

Solfar

Schließlich war es Zeit die Startunterlagen für unseren sportlichen Höhepunkt auf Island abzuholen. Im Rahmen des Reykjavik-Marathon werden neben der vollen und der halben Distanz auch 10 und 3 km sowie der Lazy Town Run angeboten. Wir hatten uns für den Halbmarathon entschieden und dafür 40 Euro bezahlt.

Reykjavik

Die Laufmesse fand in der Laugardalshöll-Sporthalle statt, die fast 3 km von unserer Unterkunft entfernt war. Daher entschieden wir uns dafür dorthin zu laufen, um ein wenig Zeit zu sparen. Die Startunterlagen hatten wir schnell in den Händen und jeder Teilnehmer erhielt ein rotes Shirt. Außerdem gab es in der Startertüte Pasta und Knäckebrot. Da wir in unserer Unterkunft eine Küchenzeile hatten, konnten wir den Inhalt der Startertüte gut gebrauchen :-)

Reykjavik Marathon

Am Abend trafen noch unsere Lauffreunde Ilse und Christine aus Finnland bzw. den USA ein. Ich schaute mir noch die beeindruckende Kirche Hallgrimskirkja an und bewunderte von oben die tolle Sicht auf Reykjavik.

Reykjavik

Am Samstagmorgen begaben wir uns alle kurz  nach 8 zum Start, der nur etwa 5 min von unserem Hotel entfernt war. Es war bewölkt und das Thermometer zeigte 11° C. Um 8:40 Uhr durften wir gemeinsam mit den Marathonläufern auf die Strecke.

Reykjavik Marathon

Die ersten Kilometer liefen wir durch ein Wohngebiet und ich stellte mich auf viel Ruhe und wenige Zuschauer ein. Aber das Gegenteil war der Fall! Viele Bewohner standen auf der Straße oder auf ihren Balkonen und machten Stimmung. Ein Saxophon, gegeneinander geschlagene Topfdeckel und Kreischen begleiteten uns somit auf den ersten Kilometern. Und bald erreichten wir das Meer. Und bis etwa Kilometer 14 sollten wir auch fast die ganze Zeit weiter am Wasser laufen. Das war wunderschön! Noch schöner wäre zwar Sonnenschein und blauer Himmel gewesen, aber dann wäre es wahrscheinlich auch gleich wieder zu warm zum Laufen geworden.

Anfangs war ich aufgrund der niedrigen Temperaturen sogar mit Jacke gelaufen, aber nach einigen Kilometern wurde mir dann doch zu warm damit und ich lief kurzärmlig.

Reykjavik Marathon

Etwa aller 4-5 km erwartete uns eine Getränkestation an der es Wasser und Gaterode gab. Ich erfrischte mich mit letzerem.

Als wir den Hafen erreichten und an der Harpa-Musikhalle entlangliefen, hatten wir Kilometer 10 erreicht. 1:04 h zeigte die Uhr zu diesem Zeitpunkt.

Harpa Reykjavik

Danach wurde ich jedoch deutlich langsamer, denn meine Beine wurden schwer und ich legte auch immer mehr Gehpausen ein. Ein Training hatte es für diesen Halbmarathon ja nicht wirklich gegeben. Ich war nur vor einer Woche knapp 14 km gelaufen.

Auch am Wikingerschiff kamen wir wieder vorbei und dann ging es Richtung Sporthalle, wo wir am Vortag die Startunterlagen abgeholt hatten. Dort galt es dann einen Anstieg zu bewältigen, aber kurz davor teilte ein Autohaus noch Schokolade aus, die beim Laufen bergauf half :-)

Reykjavik Marathon

Bei Kilometer 16 ging es wieder zurück Richtung Stadtzentrum und wir liefen wieder entlang des Ufers.

Etwa ein Kilometer vor dem Ziel sah ich leider einen Läufer am Rand liegen, der bereits von Sanitätern versorgt wurde. Bereits einige Kilometer vorher hatte ich schon zwei weitere Läufer am Rand gesehen. Soetwas rückt dann doch noch einmal alles in die richtige Perspektive – Bestzeiten sind nicht das Wichtigste, denn unsere Gesundheit zählt viel mehr!

Bei 2:25:11 h erreichte ich das Ziel, welches sich dort befand, wo wir auch am Morgen gestartet waren. Ich holte mir meine Medaille und machte mich dann schnell auf den Weg ins Hotel, da es doch recht frisch war. Meinen Halbmarathon Nummer 17 hatte ich damit gut geschafft.

Reykjavik Marathon

Am Nachmittag fuhren wir mit dem Bus zur Blauen Lagune, ein Thermalfreibad, welches sich in Flughafennähe befindet. Im etwa 40° C warmen Wasser entspannten wir uns von den Strapazen des Laufes. Das war wirklich das Beste, was wir nach dem Halbmarathon machen konnten.

Blaue Lagune Island

Denn am nächsten Tag hatte ich dann tatsächlich keinen Muskelkater, wie sonst nach einem Halbmarathon. Und selbst für Getränke musste man das blaue Wasser nicht verlassen – mitten im Bad gab es eine Bar!

Am Sonntag schließlich stand die Golden Circle Tour an. Drei Stationen wurden bei diesem Ausflug angefahren: das Geothermalgebiet Haukadular, der Wasserfall Gullfoss und der Nationalpark Pingvellir.

Geysir Island

Zunächst schauten wir dem Geysir Strokkur zu, wie er mindestens aller 10 min heißes Wasser spukte. In der Umgebung stieg auch überall Rauch aus dem Boden auf.

Gullfoss

Weiter ging es dann zum Wasserfall Gullfoss. Auch wenn es dort sehr nass zuging, so fanden wir dieses Naturschauspiel am beeindruckendsten. Wahnsinn, wie die Wassermassen da in die tiefe Schlucht stürzen!

Nationalpark Island

Letzte Station war dann der Nationalpark Pingvellir. Dort hielten wir an einem Aussichtspunkt, von dem sich uns ein toller Blick über den See Pingvallavatn bot. Ein wenig Zeit hatte ich auch um eine kurze Wanderung zu unternehmen. Dort hätte ich gern noch etwas mehr Zeit verbracht!

Die Golden Circle Tour ist auf jeden Fall empfehlenswert!

Am Sonntagabend hieß es dann leider für uns Abschiednehmen von Island. Ich kann nicht nur Land jedem empfehlen, sondern auch den Reykjavik-Marathon! Und vielleicht habe ich ja einmal Gelegenheit noch mehr von diesem beeindruckenden Land zu erkunden.

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