Orlen Marathon

Witamy w Polsce! Willkommen in Polen! Schon am Flughafen wird man mit diesem Spruch empfangen. Nach nur einer Stunde Flug mit unserer Lieblingsairline Air Berlin trafen wir Samstagvormittag kurz nach 10 Uhr auf dem Chopin-Flughafen in Warschau ein. Im Gegensatz zu Berlin ist dieser Flughafen sehr modern und gut an den öffentlichen Nahverkehr angeschlossen. Wir entschieden uns für den Zug, der uns für sehr wenig Geld in nur 20 ins Zentrum von Warschau brachte. Der Zug endete am Hauptbahnhof Warszawa Centralna und als wir diesen verließen, sahen wir sofort unser Hotel Novotel. Dieses moderne und hohe Gebäude war nicht zu übersehen und nach einem kurzen Fußweg betraten wir auch die Lobby. Die Hotelpreise sind in Warschau verdammt günstig. Wir bezahlten für unser Doppelzimmer in diesem modernen 4-Sterne-Hotel gerade mal 38 Euro für die Nacht. Unser Zimmer war sauber und bot aus dem 20. Stock einen tollen Blick auf die Stadt.

Warschau

Ich mache mich erst einmal daran die Stadt zu erkunden und lief zum Kulturpalast, der sich in unmittelbarer Nähe zum Hotel befand. Der Kulturpalast wurde in den 50er Jahren erbaut und war ein Geschenk von Stalin. Mit 234 Metern Höhe ist dieses Gebäude das Höchste in Polen und von jedem Punkt der Stadt aus zu sehen.

Warschau
Ich holte mir nach kurzer Wartezeit ein Ticket für die Aussichtsplattform (ca. 4,50 Euro) und in nur 20 Sekunden fuhr ich in den 30. Stock. Da wir den Nebel glücklicherweise in Berlin gelassen hatten und in Warschau die Sonne schien, bot sich mir ein phänomenaler Blick über die Stadt. Aufgrund der Wolkenkratzer kam sogar ein wenig New-York-Feeling auf :-)

Warschau

Auf dem folgenden Bild sieht man rechts unser Hotel, daneben das übergroße Plakat für den Orlen-Marathon und im Hintergrund links das Nationalstadion, wo der Lauf starten sollte.

Warschau

Im Anschluss schaute ich mir noch die jüdische Nozyk Synagoge an. Sie ist die einzige Synagoge aus der Zeit vor dem Krieg, die heute noch geöffnet ist.

Warschau
Am Nachmittag machten wir uns schließlich auf den Weg zum Nationalstadion. Etwa 2,5 km Fußmarsch standen an und es ging auch über eine lange Brücke über die Weichsel.

Warschau

Das Stadion wurde für die Fußball-EM im Jahre 2012 erbaut und genau dort waren Start und Ziel für den Orlen-Marathon zu finden. Wer sich übrigens fragt, wofür Orlen steht – diesen Namen findet man überall an Tankstellen.

Wir hatten uns für die 10 km bei diesem Marathon entschieden. Für die Startnummer hatten wir ca. 20 Euro bezahlt und im Preis enthalten waren eine Startertüte aus Stoff, ein weißes Funktionsshirt und eine Flasche Gaterode. Im Ziel wartete darüber hinaus noch eine Medaille auf uns.

Orlen Marathon
Die Ausgabe der Startunterlagen war in einem riesigen Zelt direkt vor dem Stadion und es ging total schnell. Ausweis vorzeigen und ein Formular unterschreiben und schon hatte man alles in der Hand.

Den Startbereich konnten wir auch schon einmal sehen – der Start für die 10 km und den Marathon war zur selben Zeit vorgesehen – nur sollte jede Gruppe in eine andere Richtung laufen.

Orlen Marathon

Sonntagmorgen standen wir kurz nach 7 Uhr auf und nach einem kurzen Frühstück liefen wir zur Straßenbahnhaltestelle vor dem Hotel. Dort warteten schon unzählige Läufer und wir hatten Glück, dass wir noch in die erste Straßenbahn reinpassten. Und dort kamen wir doch tatsächlich mit einem weiteren Läufer aus Berlin ins Gespräch. Die Läuferwelt ist ein Dorf!

Das Wetter war viel besser als gedacht. Hatte ich noch vor wenigen Tagen im Internet von Regen und niedrigen Temperaturen gelesen, so schien nun die Sonne und das Thermometer zeigte 10° C. Ich hatte leider nur meine langen Laufsachen dabei und wusste dass ich schwitzen würde.

Orlen Marathon
Halb 10 erfolgte der Startschuss und wir mussten nicht sehr lange warten, obwohl es mehrere Tausende Läufer waren. Es gab nur etwas Verwirrung, denn das was ich für den Start gehalten hatte, war er nicht. Ich wunderte mich schon warum es keine Zeitmessematte gibt und sah dann, dass der Start ein paar Meter weiter zu finden war. Das fand ich nicht so perfekt und es waren sicherlich einige verwirrt. Immerhin hatte ich es noch geschafft die Garmin ein zweites Mal zu starten.

Orlen Marathon

Wir liefen zunächst an der Weichsel entlang und schließlich über die wunderschön anzusehende Brücke Most Swietokrzyski. Das war ein tolles Bild! Auf der anderen Seite angekommen, liefen wir entlang des Multimedia Fountain Parks.

Mittlerweile war mir schon richtig warm geworden und ich war froh, dass der erste Getränkepunkt schon vor Kilometer 4 zu finden war. War nur etwas komisch, dass es da ganze Flaschen Gaterode gab – nur Becher hätten auch gereicht. Aber Wasser in Bechern wurde auch zusätzlich angeboten.

Schließlich hatten wir die Altstadt erreicht. Dieser Stadtbezirk wurde im zweiten Weltkrieg komplett zerstört und erst danach wiederaufgebaut. Bei Kilometer 5 erreichten wir den Königspalast und wenig später auch den Präsidentenpalast.

Ich wurde immer langsamer, was wohl einerseits an der Wärme lag, aber auch daran, dass ich seit dem Halbmarathon vor zwei Wochen nicht mehr gelaufen war. Aber egal – im langsamen Tempo hat man viel mehr Muße die Sehenswürdigkeiten zu betrachten. Und die gab es an der Strecke zur Genüge. Es machte wirklich Spaß Warschau im Laufschritt zu erkunden. Gar zu gern wäre ich an der ein oder anderen Stelle stehengeblieben um ein Foto zu machen. Auch am Museum von Frederik Chopin liefen wir entlang.

Eine kritische Situation gab es dann noch kurz bevor wir wieder die Brücke überquerten – einige Handbiker kamen unerwartet von hinten aus einer anderen Straße und da sie keiner erwartete, hatten diese wirklich Probleme durch die Läufermassen durchzukommen.

Orlen Marathon

Als wir erneut über die Brücke liefen, blieb ich dann doch kurz stehen, um ein Foto zu schießen. Mittlerweile stand schon längst fest, dass ich eine schlechte Zeit laufen würde. Aber wenigstens konnte ich auf den letzten zwei Kilometern noch ein wenig aufholen und wurde noch einmal schneller. Wir waren wieder am Startbereich angekommen und mussten dort jedoch noch über einen Kilometer am Stadion entlanglaufen um das Ziel zu erreichen. Das war dann auch mein schnellster Kilometer im Rennen.

Der Zieleinlauf war schon toll! Gute Stimmung, motivierende Cheerleader und tolle Musik. Und auf dem riesigen Zielbogen konnte man die Marathonspitze beim Laufen sehen, was noch einmal beim eigenen Endspurt motivierte. Mit 1:04:31 hatte ich das Rennen beendet.

Orlen Marathon

Leider gab es dann im Bereich nach dem Ziel einen ziemlichen Stau. Aber es gab keine Möglichkeit einen früheren Ausgang zu nehmen und ich wollte ja schließlich auch die schicke Medaille, die es am Ende des Staus gab.

Orlen Marathon

In der übervollen Straßenbahn ging es dann wieder zum Hotel zurück. Übrigens war die Benutzung der öffentlichen Verkehrsmittel am Tag des Laufes gratis.

Warszawa Express

Am Nachmittag standen wir dann wieder in Warszawa Centralna – doch diesmal nicht um zum Flughafen zu fahren. Zurück nach Berlin ging es mit dem Warszawa-Express. Fünf Stunden Zugfahrt, die einem Gelegenheit bot mal etwas mehr von Polen zu sehen.

Polen

Alles in allen, war der Kurzausflug nach Warschau toll! Auch wenn diese Stadt vielleicht nicht unbedingt ein Reiseziel ist, welches man im Kopf hat, so gibt es doch in der Stadt an der Weichsel so einiges zu entdecken. Außerdem ist Warschau sehr günstig und schöne Läufe gibt es dort auch!

PS: Polen war Land Nummer 14 in dem ich einen Wettkampf absolviert habe. Und in diesem Jahr sollen noch so eine Länder erlaufen werden :-)

 

Verfasst von: Manu | April 11, 2014

5 Fragen an startblog-f …

startblog-f-marathonstaffel-tempelhof

Es ist einmal wieder Zeit Euch einen Laufblogger vorzustellen. Diesmal ist der liebe Andreas von startblog-f aus Berlin dran. Ich las seine Blogposts auch schon länger bevor ich ihn dann schließlich im letzten Jahr bei einer Veranstaltung von TomTom das erste Mal persönlich traf. Kurze Zeit später hatten wir dann noch einmal die Gelegenheit uns bei dem Event zum 261 Marathon auf Mallorca zu unterhalten.

1) Wer steckt hinter startblog-f.de?
Andreas, 48, aus Berlin, leidenschaftlicher Läufer, Schreiber und Lauffoto-Knipser.

2) Warum bloggst Du?
Angefangen hat es vor vielen Jahren, als ich mehr aus beruflichen Gründen (ich bin Grafik- und Webdesigner) das damals neue Medium Blog erkunden wollte. Mir ging es vor allem um die Technik, aber plötzlich stand ich vor der Frage: Worüber schreibe ich denn eigentlich in meinem Blog? Da ich damals (Ende 2007) bereits leidenschaftlicher Läufer war, stand die Entscheidung recht schnell fest ;-) Meine Befürchtung „Habe ich denn da eigentlich regelmäßig Themen, über die ich schreiben kann?“ stellte sich schnell als unbegründet heraus: Inzwischen habe ich weit über 700 Artikel veröffentlicht! Und es macht mir noch genauso viel Spaß wie in den Anfangstagen, über meine Trainingsläufe, Sightseeing-Läufe und Wettkämpfe zu berichten. Nicht zu vergessen die etwas aufwändigeren Artikel, für die ich bestimmte Themen, wie z.B. die richtige Ernährung beim Marathon, recherchiere und den Stand der Dinge für meine Leser zusammenfasse.

3) Warum läufst Du?
Weil das Laufen ein wunderbarer Ausgleich zum Alltag ist. Ich sitze beruflich sehr lange und konzentriert vor dem Rechner, das geht nicht nur auf den Rücken, sondern schränkt auch die Wahrnehmung der Umwelt ein. Da ist es fast wie Urlaub, wenn man mit den Freunden am Wochenende einen langen Lauf durch das schöne Berliner Umland machen kann, den Körper mal richtig beansprucht, schöne Landschaften sieht und nette Gespräche führt – abschalten pur!

startblog-f-spreewald
4) Was macht Deinen Blog ganz besonders?
Wenn man die diversen Laufblogs sieht, fällt auf, dass fast jeder und jede so seine/ihre Nische gefunden hat und sich von den anderen Blogs unterscheidet. Ich zeige sehr viele Fotos von meinen Läufen. Manchmal fotografiere ich sogar bei Wettkämpfen aus der Läuferperspektive, was nicht nur ziemlich anstrengend ist, sondern mir auch hin und wieder erstaunte Blicke der anderen Wettkämpfer einbringt ;-) Darüber hinaus ist startblog-f inzwischen nicht nur ein Einzelkämpferprojekt, sondern eigentlich mehr ein Lauftagebuch unserer privaten Laufgruppe, die sich ein bisschen als „startblog-f-Läufer“ verstehen.

startblog-f-big25-olympiastadion
5) Was möchtest Du den Lesern noch mit auf den Weg geben?
Ich freue mich immer, wenn ich über meinen Blog Läuferinnen und Läufer kennenlerne, sei es bei Presseevents, Wettkämpfen oder einfach über die Blog-Kommentare. Wenn ihr also mal in Berlin seid, meldet euch einfach, wenn ihr Lust auf einen gemeinsamen Lauf habt! Und abgesehen davon: Lauft, lauft, lauft – und vergesst dabei den Spaß nicht!

Verfasst von: Manu | April 4, 2014

Ein sportlicher Rückblick auf den März 2014 …

Laufwelt

Nun ist das erste Quartal in diesem Jahr schon vorüber und erneut wird es ein weiteres Mal Zeit für den monatlichen Rückblick aus sportlicher Sicht. Das Lieblingssportbild des Monats findet Ihr wie gewohnt oben. Und hier folgt der Rückblick auf den März selbst:

Laufkilometer:  74 km
Läufe:  6 (inklusive 2 Wettkämpfe)
Wettkämpfe: Citylauf Dresden, Halbmarathon Berlin

Medaillen

Radkilometer: 14,8 km (Ergometer und im Freien)
Sonstiger Sport: Gerätetraining im Fitneßstudio, Kraftübungen zuhause
Besuche im Fitneßstudio: 1
Schönster sportlicher Moment: das Halbmarathonwochenende in Berlin (inkl. Pastaparty und Radiointerview)
Gelesene Laufbücher: “So kommen Sie in Schwung” von Jayne Williams
Neuanschaffungen: Shirt und Sun Shield Visor von Brooks

Brooks

Der März war sporttechnisch gesehen ein sehr aktiver Monat bei mir, was sich vor allem in der Zahl der gelaufenen Kilometer zeigt.  Ich bin fast genauso viel gelaufen wie im Vormonat und das obwohl ich die letzten zwei Wochen kürzer treten musste. Da hatte ich Probleme mit meinem rechten Oberschenkel und bin nur noch die zwei Wettkämpfe geläufen, aber habe nicht mehr trainiert.

Citylauf Dresden

Im Fitneßstudio war ich wieder nur einmal – das muss sich auf jeden Fall im April ändern! Doch dafür bin ich wenigstens kurz mal im Freien Rad gefahren – zwar nur kurz, aber besser als gar nix :-)

Im April werde ich so richtig in die Wettkampfsaison starten. Geplant sind die 10 km beim Orlen-Marathon in Warschau, die 10 km beim ältesten Straßenlauf Deutschlands in Paderborn und die 10 km beim Oberelbemarathon in Dresden. Freue mich riesig auf diese Läufe und die damit verbundenen Reisen!

Last but not least: Auf dem Blog Allez Vite habe ich etwas zum Thema Laufen und Glück geschrieben.

Und wie war der März bei Euch so? Worauf freut Ihr Euch im neuen Monat?

run happy treptower park

 

Halbmarathon Berlin

über 30.000 Läufer (davon fast zwei Drittel Männer) fanden sich heute Vormittag auf der Karl-Marx-Allee zwischen Strausberger Platz und Alexanderplatz ein und hatten nur ein Ziel: 21,0975 Kilometer mitten durch Berlin zu laufen. Der Berliner Halbmarathon stand bereits zum 34. Mal an und für mich sollte es die fünfte Teilnahme werden. 2008 war ich hier meinen ersten Halbmarathon überhaupt gelaufen. Damals fand der Start noch am Lustgarten statt. Doch seit einigen Jahren findet der Halbmarathon in Berlin quasi vor unserer Haustür statt. Somit gab es also genug Gründe auch 2014 wieder dabei zu sein!

Wer heute Morgen die Startlinie überqueren wollte, musste jedoch in den letzten Tagen erst einmal den Flughafen Tempelhof aufsuchen. Ich machte mich am Donnerstagnachmittag nach der Arbeit auf den Weg. In diesem Jahr war erstmalig nur die persönliche Abholung der Startnummer möglich. Außerdem erhielten wir alle ein Armband – das war neu in diesem Jahr.

Halbmarathon Berlin

Auf der Messe traf ich noch die liebe Nadin und Matty am Stand von Brooks und natürlich mussten wir auch die Fotobox austesten :-)

Halbmarathon Berlin

Gestern Abend trafen wir uns dann mit unseren Lauffreunden aus dem In- und Ausland (ja, sogar Spanien und Niederlande waren vertreten) in einem unserer Lieblingsläden, wenn es um Pasta geht. Im b’asil ließen wir uns die Nudeln schmecken und plauderten über unsere Lauferlebnisse. So ein netter Plausch unter Läufern gehört einfach zum Berliner Halbmarathon (und eigentlich jedem Lauf) dazu!

b'asil Berlin

Heute Morgen war ich dann schon kurz nach 7 munter – und das trotz Zeitumstellung! Grund war ein Anruf, den ich erwartete und zwar vom Radiosender KISS FM. Die hatten mich über Twitter kontaktiert und wollten mich kurz zum Thema Halbmarathon in Berlin interviewen. Und das passierte dann auch. Kurz vor 9 Uhr konnte ich mich dann selbst im Radio hören :-)

Die Bekleidungsfrage hatte ich übrigens bis zum letzten Moment aufgeschoben. Fest stand zunächst einmal nur, dass ich wieder die Transcend von Brooks tragen würde.

Halbmarathon Berlin

Und so 90 min vor dem Start hatte ich mich dann doch endlich entschieden, was die Laufkleidung betrifft. Untenrum halblang und obenrum ganz kurz (mein neues pinkfarbenes Shirt von Brooks konnte eingeweiht werden!). Die Sonne schien und das Thermometer zeigte schon zu dieser frühen Stunde 11° C an.

Mittlerweile war es schon 9:40 Uhr und damit 25 min vor dem offiziellen Startschuss. Es wurde also höchste Zeit uns auf den kurzen Weg zu machen.

Halbmarathon Berlin

Den alten Pullover, den ich mir für den Weg mitgenommen hatte, hätte ich aber gleich zuhause lassen können …

Im Startblock E warte ich dann bis es endlich losgehen würde. Internationales Sprachgewirr war zu hören. Immerhin kamen ja 30 Prozent der Teilnehmer aus dem Ausland. Aber auch viele Berliner waren dabei und zwar mehr als 12.000.

Halbmarathon Berlin

10:05 Uhr ging es für den ersten Startblock los – doch wir mussten noch etwa 20 min warten bevor wir die Startlinie überqueren durften. Daher war noch Zeit für ein Selfie :-)

Halbmarathon Berlin

Und dann war es endlich soweit! Wir durften über die Startlinie und das Abenteuer über die 21,0975 km quer durch Berlin began für uns. Blauer Himmel, Sonnenschein und viele anfeuerungswütige Zuschauer in der Hauptstadt – was will man mehr!

Halbmarathon Berlin

Am Alexanderplatz ging es dann gleich nach links in die Karl-Liebknecht-Straße und dann erst einmal eine ganze Weile nur geradeaus. Vorbei am Berliner Dom und der Humboldt-Uni näherten wir uns auf dem Prachtboulevard Unter den Linden dem Brandenburger Tor. Und da musste ich bei dem wunderschönen Anblick einfach ein Foto machen!

Berliner Halbmarathon

Kurz hinter dem Brandenburger Tor sah ich dann sogar Andreas am Straßenrand und es motiviert doch immer wieder, wenn man ein bekanntes Gesicht am Straßenrand sieht. Herzlichen Dank für den tollen Schnappschuss!

Berliner Halbmarathon

Auf der Straße des 17. Juni näherten wir uns der Siegessäule und kurz danach hatten wir die ersten fünf Kilometer schon geschafft. Damit war die erste Verpflegungsstelle nicht weit und ich genoß das kalte Wasser und den süßen Tee bei ein paar ruhigen Schritten.

Den Ernst-Reuter-Platz erreichten wir dann auch bald und mir war schon total warm. War ich die ersten Kilometer noch im 6er-Schnitt gelaufen, war ich hier mittlerweile bei 6:30 angelangt. Auf der Otto-Suhr-Allee ging es dann am Schloß Charlottenburg entlang und schließlich bogen wir nach links in die Schloßstraße ein. Verlaufen konnte man sich nicht – einfach nur den grünen Linien auf dem Straßenbelag folgen :-)

Halbmarathon Berlin

In den letzten zwei Wochen hatte ich ja ein wenig Probleme mit meinem rechten Oberschenkel gehabt und daher war ich mir bezüglich Halbmarathon auch nicht so sicher. Ich spürte dann zwar etwas im besagten Bein, aber es war nicht schlimm. Dafür zwickte es wieder an den üblichen Stellen – erst im Knöchel, dann am Knie und schließlich an den Hüftbeugern. Daher wurde ich auch noch langsamer und lief eher im 7 bis 7:30er Schnitt weiter. An den Verpflegungspunkten ging ich auch immer.

Kurz nach Kilometer 11 erreichten wir den Kudamm und da war ich mir sicher, dass ich heute auf jeden Fall das Ziel erreiche. Den von der Zeit her, hätte ich jetzt den Rest der Strecke auch walken können und wäre noch vor dem Zielschluss angekommen.

Die vielen Zuschauer auf dem Kudamm trugen dazu bei, dass die Kilometer dort schnell vorüber flogen und plötzlich war ich dann schon an der Urania und Kilometer 15 war erreicht. So langsam tat es dann schon weh, aber es war ja ein Ende in Sicht und nicht mehr weit :-)

Vorbei am Potsdamer Platz (dort hatten wir Kilometer 17 erreicht) und über die Wilhelm-, Koch- und Friedrichstraße ging es auf die letzte Gerade. Auf der Leipziger Straße hieß es dann nur noch geradeaus laufen und es galt noch eine Brücke über die Spree zu erklimmen.

Auf den letzten Metern auf der Grunerstraße erwischte mich dann noch Marek von den Running Twins und ich kam somit noch an einen tollen Schnappschuss. Merci!

Halbmarathon Berlin

Dann noch einmal nach rechts in die Karl-Marx-Allee abbiegen und das Ziel war da! Bei 2:24:21 h überquerte ich die Ziellinie. Somit war ich bisher zweimal schneller, aber auch schon zweimal langsamer bei einem Halbmarathon in Berlin gewesen :-) Aber beim Halbmarathon ist mir die Zeit sowieso nicht so wichtig – da zählt für mich nur das Ankommen. Und dieses Ziel habe ich  heute bei meinem 14. Halbmarathon auch erreicht.

Halbmarathon Berlin

Im Zielbereich war es sehr voll, so dass ich eine ganze Weile auf meine Medaille warten musste. Auf ein Getränk habe ich ganz verzichtet, denn gekühltes Wasser wartete nur wenige Meter entfernt im heimischen Kühlschrank :-) So ein Halbmarathon direkt vor der Haustür hat doch schon so seine Vorteile!

Halbmarathon Berlin

Was heute aber irgendwie ganz ausgeblieben ist, war dieses Hochgefühl im Ziel. Das lag vielleicht daran, weil ich diese Strecke in Berlin mittlerweile bereits fünf Mal gelaufen bin. Nichtsdestotrotz ist der Kurs beim Halbmarathon in Berlin top – Sightseeing im Laufschritt! Ich kann diesen Lauf jedem empfehlen und besonders Halbmarathon-Erstlinge kommen hier definitiv auf ihre Kosten!

Halbmarathon Berlin

Nach dem Lauf und einer nötigen Dusche daheim, machten wir uns noch auf den Weg zum Rembrandt-Burger. Dort trafen wir die Flitzpiepen sowie Matty und auch Ulf. Das war ein schöner Ausklang des Halbmarathon-Wochenendes!

So, das war also der Berliner Halbmarathon! Und mein Halbmarathon Nummer 15 soll dann im Juni in Helsinki erfolgen :-)

 

Dresden

Eierschecke, Frauenkirche und nette Leute – das ist mehr oder weniger Dresden für mich. Als ehemaliges Sachsenmädel freue ich mich immer wieder in meine alte Heimat an die Elbe zu fahren und erst recht dort zu laufen. In keiner anderen Stadt (außer natürlich Berlin) sind wir bisher soviele Wettkämpfe gelaufen wie im schönen Dresden.

Nachdem wir dieses Jahr bereits in Florida und Nizza gelaufen waren, stand diese Woche der erste Lauf in Deutschland an. Und dafür ging es ins schöne Elbflorenz. Unser Lieblingshotel, das nh am Altmarkt, hatten wir bereits im letzten Herbst gebucht und somit konnte ja nix mehr schiefgehen. Dachte ich jedenfalls … Noch letzten Sonntag hatte ich nach meinem langen Trainingslauf über 18 km darüber nachgedacht, dass ich ja schon fast zwei Jahre nicht mehr verletzt war. Und prompt meldet sich zwei Tage später mein rechter Oberschenkel und zwackt. Natürlich habe ich ihm viel Ruhe gegönnt und sogar beim Gehen so wenige Meter wie möglich zurückgelegt. Ich weiß nicht genau, was es war – fühlte sich ein wenig wie eine Zerrung an. Voltarensalbe wurde aus den Tiefen des Schrankes geholt und auch die Traumeel-Tabletten fleißig geschluckt.

Da ich selbst beim Kofferpacken am Freitag noch etwas im Bein merkte, hatte ich mich schon vom Lauf am Sonntag verabschiedet und war total frustriert. So sehr hatte ich mich auf den Citylauf in Dresden gefreut! Und ich war doch eigentlich auch super vorbereitet …

Dresden

Etwas Hoffnung schöpfte ich dann am Samstagmorgen als wir im EC Richtung Dresden saßen. Denn ich merkte eigentlich nichts mehr von den Beschwerden. Selbst der Fußmarsch zum Hotel und die anschließende Fototour durch Dresden schien meinem Bein nicht viel auszumachen.

Dresden

Dennoch war ich vernünftig und meldete mich bei der Abholung der Startunterlagen bei Karstadt Sport von den 10 auf die 5 km um. Die Startgebühr für die längere Distanz hatte übrigens 14 Euro betragen und dafür gab es auch Duschgel, Riegel und Brausetabletten neben der Startnummer in der Tüte.

Pastaparty

Am Abend gab es lecker Pasta und Pizza in unserem Stammlokal La Osteria und es war nett mit alten und neuen Freunden zu plaudern. Ich trank sogar Wein, was ich nie vor einem Lauf tue. Aber irgendwie konnte ich mir nicht vorstellen am nächsten Morgen wirklich zu laufen. Auch andere aus der Runde beklagten leider Verletzungen bzw. Trainingsrückstände.

Dresden

Heute Morgen wachte ich dann sogar mit leichten Halsschmerzen auf und in dem Moment hatte ich den Lauf eigentlich schon fast abgehakt. Doch nach dem Fitness-Frühstück in der Bäckerei nebenan, ging es mir besser und ich zog erstmal meine Laufsachen an. Da sich der Start vom Citylauf nur 3 min von unserem Hotel entfernt befindet, wollte ich es wenigstens probieren. Sollte sich nach wenigen Metern herausstellen, dass es keine gute Idee war, dann konnte ich ja ganz schnell ins Hotel zurück.

Citylauf Dresden

Der Startschuss erfolgte um 10 Uhr und mit mir begaben sich über 450 Läufer auf die Strecke. Ich lief vorsichtig los und es war ohnehin zu Beginn recht voll, so dass ich hätte nicht schnell laufen können. Sehr bald hatte ich den ersten Kilometer geschafft und da war alles okay.

Citylauf Dresden

Auf der Wilsdruffer Straße sah ich dann das erste Mal meinen Freund und als wir dann zum Postplatz abbogen, waren schon zwei Kilometer geschafft. Am Zwinger vorbei liefen wir über die Devrientstraße vorbei am Landtag an die Elbe und erreichten kurz davor Kilometer 3. Etwa einen Kilometer liefen wir an der Elbe auf dem Terassenufer entlang (immer wieder wunderschön!) und der vorletzte Kilometer wurde dabei auch erreicht.

Dresden

Schließlich waren wir am gefürchteten Hasenberg, der die einzigen Höhenmeter auf der Strecke bot. Ich musste mich jedoch nicht fürchten, denn für mich begann an diesem Anstieg meine persönliche Überholaktion. Von diesem Punkt habe ich bis zum Ziel nur noch überholt und es dabei geschafft von niemandem selbst überholt zu werden :-)

Citylauf Dresden

Meinem Bein ging es gut und ich konnte mit einem schönen langen Zielspurt den Citylauf abschließen. Bei 28:33 min erreichte ich das Ziel und belegte Platz 13 (von 31) in meiner Altersklasse. Im Ziel gab es eine schicke Medaille und danach eine Vielzahl von Getränken und Obst.

Citylauf

Ich war zwar im Ziel, aber mein Freund hatte die 10 km noch vor sich. Der Start über diese Distanz erfolgte genau eine Stunde nach dem Start über die 5 km – also um 11 Uhr. Und die fast 1.800 Läufer hatten zweimal die Runde zu bewältigen.

Citylauf Dresden

Es macht doch gleich viel mehr Spaß anderen beim Laufen zuzuschauen, wenn man selbst schon gelaufen ist :-) Die Zeit verging auch sehr schnell, da aufgrund des Rundenkurses immer Läufer zu sehen waren. Auch wenn ich den Zieleinlauf der kenianischen Läufer verpasste, so hatte ich sie doch zwischendurch einige Male an mir vorbeisausen sehen.

Citylauf Dresden

Im nächsten Jahr findet der Citylauf in Dresden übrigens bereits zum 25. Mal statt. Ich bin auf jeden Fall wieder mit dabei! Wer mag auch im schönen Elbflorenz laufen?

Citylauf Dresden

run happy

Laufkater hat mich nominiert und ich darf elf Fragen beantworten:

1. Warum bloggst du?

Ich blogge seit 2007 – zu dem Zeitpunkt hatte ich mit dem Laufen begonnen. Nun habe ich in der Tat Berichte zu meinen fast 120 Laufwettkämpfen weltweit und das ist für mich persönlich eine schöne Erinnerung. Außerdem teile ich gern meine Lauferlebnisse mit anderen.

2. Wie läufst du am liebsten? Mit Musik, mit Hörbuch oder ganz ohne?

Ich laufe am liebsten mit Musik, die ich über meinen iPod höre. Wenn ich etwas schneller laufen soll, dann gibt es Techno oder Electro zu hören.

3. Hast du eine Lieblingsdistanz? Wenn ja, welche?

Meine Lieblingsdistanz im Wettkampf sind die 10 km.

4. Welche Laufbücher stehen in deinem Regal?

Oh, da gibt es so einige … Habe ich zu Beginn noch viele Laufratgeber gelesen, so mag ich jetzt eher Laufromane und -geschichten. Aus der letzten Zeit hat mir besonders das Laufbuch von Iwan dem Bären gefallen. Sehr oft habe ich mir auch bereits Laufbücher in England oder den USA gekauft.

Run Happy

5. Was war dein bisher verrücktestes Erlebnis bei einem Lauf?

Da fällt mir doch jetzt wirklich nichts ein … Obwohl doch, sehr witzig fand ich bei einem 10-km-Lauf in Dubai, dass es bereits lange Schlangen vor den Toiletten gab, die nur ca. 1 km nach dem Start aufgebaut waren. Und verrückt waren die Kostüme die ich im Februar beim Rock’n’Roll in Nizza bewundern durfte.

6. Deine Tricks, um den Schweinehund Gassi zu führen?

Am besten funktioniert eine Anmeldung für einen Wettkampf. Das ist immer wieder Motivation genug um zu trainieren.

7. Was war der bisher dümmste oder auch inspirierendste Spruch von einem Passanten?

Glücklicherweise musste ich mir bisher noch keine dummen Sprüche von Passanten anhören. Sehr motivierend finde ich immer die Anfeuerungsrufe bei Läufen in den USA, wie “You are looking great” oder “Good job”.

8. Welche technischen Spielereien versüßen dir das Laufen? Oder bist du Purist?

Ich brauche meinen iPod und darüber hinaus meine Garmin. Und damit ich tolle Fotos von den Läufen posten kann, brauche ich natürlich auch immer mein Handy unterwegs.

runhappy

9. Was sind deine größten “Ernährungs-Sünden”?

Ich esse sehr gern und regelmäßig Eis. Da ich aber noch nie Figurprobleme hatte, hat dieser Eiskonsum auch keine negativen Auswirkungen :-)

10. Welche Internet-Seiten besuchst du regelmäßig?

Ich lese gern andere Laufblogs (besonders von ganz “normalen” Läufern), wie die von Laufmama XXL, Joshly runs und Iwan bloggt. Auf  meinem Blog stelle ich auch jeden Monat einen Laufblogger vor.

11. Hast du Tipps für Newbie-Blogger?

Ich denke es ist wichtig wirklich Spaß am Bloggen zu haben und auch kein Problem damit zu haben, dass man sich der Öffentlichkeit zeigt. Darüber hinaus sollte man regelmäßig schreiben und sich vor dem Blogstart darüber im Klaren sein, dass so ein Blog viel Zeit kostet. Aber der Blog kann einem auch viel zurückgeben: neue Freundschaften und nette Kommentare.

Eigentlich müsste ich jetzt auch wieder Blogger nominieren, die meine Fragen beantworten. Da jedoch schon jeder, denn ich kenne nominiert wurde, macht das nicht soviel Sinn. Aber wer mag, der darf gern die Fragen oben auch selbst beantworten.

Verfasst von: Manu | März 8, 2014

5 Fragen an: Iwan bloggt …

iwan bloggt

Heute stelle ich Euch wieder einen Laufblogger vor, der sich eindeutig von den bisher vorgestellten Bloggern unterscheidet. Es handelt sich bei Iwan bloggt nämlich nicht um einen Menschen – aber lest selbst! Ich durfte Iwan bloggt letztes Jahr auf Mallorca kennenlernen und war von ihm einfach nur angetan …

1) Wer steckt hinter Iwan-bloggt?

Iwan ist ein kleiner (28 cm immerhin) großer Teddybär, nächstes Jahr wird er schon 50 Jahre alt. Iwan begleitet sein Frauchen möglichst überall hin. Was ihm schonmal sehr schiefe Blicke beim Valet Parking im Hotel Atlantic in Hamburg eingetragen hat, aber darüber steht man ja als Bär von Welt. Fürs Tippen braucht er natürlich sein Frauchen – Anette, zwei Jahre älter als Iwan. Beide wohnen in Nürnberg, mögen die Berge, Mallorca, USA und die Wärme, Lesen und gutes Essen – besonders gern wird Kaiserschmarrn vertilgt. Anette ist Marketingleiterin, Iwan hat seinen Blog und beide gemeinsam ein Buch geschrieben.

iwan_furkapass_2012

2) Warum bloggst Du?

Anette: Der “Iwan-Blog” fing eigentlich als ganz verrückte Idee an. So kann ich – hinter dem kleinen Teddy versteckt – die Weltgeschehnisse, Absurdes, Aktuelles usw. kommentieren. Quasi als Abwechslung zu den ganzen Texten, die ich sonst von Berufs wegen “seriös” schreiben muss. Und im Lauf der Zeit nahm dann das Thema “Laufen” einen immer größerern Raum ein.

Iwan: Kein Wunder, denn Frauchen ist ja auch immer mehr lauftechnisch unterwegs – sei es im Training, sei es zu Läufen. Und ich habe eigentlich immer was zu sagen …

iwan bloggt

3) Warum läufst Du?

Anette: Als Kind / Teenager Leistungssport Schwimmen, dann während Studium und ersten Berufsjahren kein Sport mehr. Iwan sagt´s gewohnt charmant so: “Frauchen wurde fett”. Also habe ich wieder mit Sport angefangen, Laufen hat sich dafür angeboten. Und dann ging´s relativ schnell hin zum Halbmarathon – ich laufe lieber langsam, und möglichst in tollen Gegenden. Die bisher größte Leistung war der Aletschgletscher-Halbmarathon mit rund 1.000 Höhenmetern. Dieses Jahr steht Anfang Juli in Zermatt der HM an – noch mehr Höhenmeter. Mal sehen, wie ich es schaffe. Iwan meinte ja schon beim Aletschgletscherlauf: “solange wie es geht laufen, dann gehen, und dann krabbeln .. wir sehen uns oben”! Und ich kam tatsächlich oben am Bergziel gut an, mit vielen tollen Ausblicken im Gedächtnis eingebrannt und sehr stolz, welche Herausforderung man doch alles so packen kann.

mallorca2013iwan

Iwan: Ich coache ja Frauchen, und als Belohnung darf sie mich dann immer den letzten Kilometer ins Ziel tragen. So gibt es Finisherfotos von uns beiden vom Aletschgletscher, Tegernseelauf, aber auch aus Palma des Mallorca.

4) Was macht Deinen Blog besonders?

Ganz einfach – das ist der einzige Blog, den ein Teddy schreibt ;-)

5) Was möchtest Du den Lesern noch mit auf den Weg geben?

Frauchen und ich sind irritierte Blicke, und blöde Fragen wie “Sind Sie für einen Bären nicht zu alt?” gewöhnt. Drüber stehen, sich selbst treu sein und nicht immer alles so eng sehen. Und zum Sport: Habt einfach Spaß beim Laufen!

Vielen lieben Dank für das Interview Anette und Iwan! Ich freue mich auf unser Wiedersehen in Salzburg!

Verfasst von: Manu | März 1, 2014

Ein sportlicher Rückblick auf den Februar 2014 …

Run Happy

Nun ist auch der zweite Monat in 2014 schon wieder vorüber und somit wird es ein weiteres Mal Zeit für den monatlichen Rückblick aus sportlicher Sicht. Das Lieblingssportbild des Monats findet Ihr wie gewohnt oben. Und hier folgt der Rückblick auf den Monat selbst:

Laufkilometer:  74,8 km
Läufe:  8 (inklusive 3 Wettkämpfe)
Wettkämpfe: Halbmarathon Miami, RunWild 5k Miami, Rock’n’Roll Nice

Medaillen

Radkilometer: 8,5 km (Ergometer)
Sonstiger Sport: Gerätetraining im Fitneßstudio, Kraftübungen zuhause, Schwimmen im Meer und im Pool in Florida
Besuche im Fitneßstudio: 1
Schönster sportlicher Moment: Laufen an den Stränden in Florida

Hollywood
Gelesene Laufbücher: “Der Lauf meines Lebens” von Ruth Heidrich
Neuanschaffungen: Run-Happy-Shirt von Brooks

Run Happy

Der Februar war sporttechnisch gesehen ein sehr aktiver Monat bei mir, was sich vor allem in der Zahl der gelaufenen Kilometer zeigt. Soviel bin ich in einem Monat bisher nur einmal gelaufen. Aber dafür war ich nur einmal im Fitneßstudio – das muss sich auf jeden Fall im März ändern!

Im nächsten Monat soll es lauftechnisch mit vielen Kilometern weitergehen. Geplant sind die 10 km beim Citylauf in Dresden und als Abschluss im März der Halbmarathon in Berlin.

Und wie war der Februar bei Euch so? Worauf freut Ihr Euch im neuen Monat?

 

Verfasst von: Manu | Februar 20, 2014

Laufen im Sunshine State Florida …

laufen florida

Nach Hawaii ist der Sunshine State Florida der südlichste Staat der USA und somit ist Sonne garantiert. Diese kann man besonders an den fantastischen Stränden am Atlantischen Ozean und am Golf von Mexiko genießen. Neben Faulenzen am Strand bietet Florida jedoch auch ideale Laufstrecken.

Florida

Wir sind Ende Januar für elf Tage nach Florida geflogen und haben in den folgenden Tagen zahlreiche Laufstrecken getestet. Außerdem brachten wir 21 km beim Halbmarathon in Miami hinter uns und liefen beim RunWild 5k mit den Löwen im Zoo von Miami um die Wette.

Hollywood

Gleich am Tag nach unserer Ankunft in Hollywood schnürte ich meine Brooks Transcend und testete die Laufstrecke am Hollywood Beach. Der Ort Hollywood liegt etwa 15 km nördlich von Miami entfernt und bietet einen tollen Strand. Den Blick auf den Atlantischen Ozean kann man perfekt vom Hollywood Boardwalk genießen.

Hollywood Boardwalk

Der Boardwalk wurde bereits 1928 errichtet und erstrahlte nach seiner Renovierung vor vier Jahren in neuem Glanz. Auf 2,5 Meilen begegnet man Spaziergängern, Radfahrern und Läufern und kommt an unzähligen Bars und Restaurants vorüber. Ich war bereits am frühen Morgen unterwegs und da waren vor allem schon viele Walker und Spaziergänger im gehobenen Alter unterwegs. Ich bin ja selten die Schnellste beim Training, aber an dem Morgen war ich es :-) Aber ich war auch mit Abstand die Jüngste. Ich fand es aber toll, dass sich da soviele Ältere bereits am Morgen am Strand verausgabten.

Hollywood Beach

Ich lief zunächst direkt auf dem Boardwalk und als ich das Ende erreichte, wechselte ich zum Strand über. Leider war es an dem Morgen ein wenig bewölkt und später fielen sogar noch ein paar Regentropfen. Aber bei Temperaturen von etwa 20° C war das auch eine angenehme Abkühlung. Nachdem das Laufen im Sand ein wenig zu anstrengend wurde, wechselte ich wieder auf den Boardwalk und lief bis zum anderen Ende und lief dort wieder an den Strand. Als ich schließlich wieder am Ausgangspunkt angekommen war, zog ich mir die Schuhe aus und hüpfte noch ins Wasser und lief dann barfuß zum Hotel zurück.

Brooks Transcend

Der Lauf auf dem Boardwalk am Hollywood Beach war ein perfekter Laufauftakt für Florida! Insgesamt war ich 7,5 km gelaufen.

Nach dem Halbmarathon in Miami machten wir uns mit den Mietwagen auf in Richtung Golf von Mexiko. Eines unserer Ziele dort war der St. Pete Beach.

St Pete Beach

Auch dort stand ein Strandlauf an. Diesmal war jedoch keine Strandpromenade vorhanden, sondern ich bin direkt am Wasser gelaufen. Von unserem Hotel aus war ich auch in weniger als 5 min am Golf von Mexiko und lief von dort aus in südlicher Richtung direkt am Meer. Der Sand war dort recht fest, so dass ich keinerlei Probleme beim Laufen hatte. Diesmal hatte ich mich für die PureFlow von Brooks entschieden.

Brooks PureFlow

Es war gegen 9 Uhr am Morgen und an dem Tag auch sehr neblig (Sea Fog!). Somit waren noch nicht viele Leute am Strand – nur einige Spaziergänger und ein Läufer. Am Strand war kein Ende abzusehen und so lief ich erst einmal einfach los. Es war so schön – fast ganz alleine am Meer und die ganze Zeit das Rauschen im Ohr. Ich hatte extra keinen iPod mitgenommen. Einige Möven und Vögel waren zu sehen und auch viele Muscheln. Ich kam auch an dem bekannten rosafarbenen Don CeSar Hotel vorbei.

St Pete Beach

Nach ca. 3,5 km drehte ich um und lief wieder zurück. Es war einfach perfekt! Am Ende standen 7,2 km auf meinem Garmin.

Venice

Einige Tage später hatten wir Venice, welches es auch in Florida gibt, erreicht. Dort lag unser Hotel leider nicht direkt am Strand, aber ein wenig wollten wir die Umgebung doch laufend erkunden. Mit einer Karte machten wir uns auf den Weg. Wir liefen leider erst ein wenig falsch und landeten in einer Sackgasse. Also noch einmal umdrehen und dann fanden wir den Weg ins Stadtzentrum. Allerdings liefen wir nicht bis ins Zentrum, sondern nur bis zum Intracoastal Waterway.

Venice

Dort folgten wir dann dem Legacy Trail, welcher in Sarasota startet und über 10 Meilen auf einer ehemaligen Eisenbahnstrecke bis nach Venice führt.

Legacy Trail Venice

Wir liefen auf diesem Weg ein Stück um dann Richtung Osten wieder zu unserem Hotel zurückzulaufen. Mit 4,2 km war das der kürzeste Laufausflug in Florida, aber am Tag danach folgte ja bereits der RunWild 5k in Miami.

In Florida kann man also prima laufen und ganz besonders macht das natürlich am Strand Spaß! In dem Sinne: Run Happy! Wenn Ihr noch weitere Tipps zum Laufen in Florida habt, dann immer her damit!

Run Happy

Verfasst von: Manu | Februar 20, 2014

5 Fragen an: Joshly runs …

Es ist wieder Zeit Euch eine weitere Laufbloggerin vorzustellen. Diesmal ist die liebe Judith – besser bekannt als Joshly runs – dran. Wir haben uns über unsere Blogs kennengelernt und letztes Jahr bei der Veranstaltung zum 261 Women’s Marathon in Berlin auch endlich einmal persönlich getroffen. Judith ist mindestens genauso verrückt nach Laufwettkämpfen wie ich :-) und hat in ihrer kurzen Laufkarriere sogar schon einen Marathon gefinisht!

joshly runs

Wer steckt hinter Joshly runs?

Ich bin Judith, 26 Jahre alt und Tierärztin. Ich habe gerade diesen Monat meine letzte Prüfung bestanden und bin nun auf der Suche nach einer Doktorarbeit. Während meines Studiums habe ich bei Groupon gearbeitet und bin außerdem noch an der Fernuni Hagen für BWL eingeschrieben. Dieses Studium möchte ich jetzt beenden, wo ich hoffentlich etwas mehr Zeit habe. Vor 2 Wochen habe ich dann noch meine B&A Lizenz als Fitnesstrainer gemacht und hoffe in dem Bereich noch einen Job zu finden, mit dem ich die Doktorarbeit finanzieren kann. Wenn es möglich ist, würde ich auch gerne die Lizenz zum Ernährungsberater oder Lauftrainer machen. Aber alles zu seiner Zeit. Im März mache ich erst mal noch einen Lehrgang zum Pump-Instructor und gebe dann hoffentlich bald meine eigenen Kurse.

Warum bloggst Du?

Eigentlich blogge ich für mich. Ich finde es toll zurückblättern zu können, Berichte von 2013 zu lesen und festzustellen wie weit ich doch gekommen bin, auch wenn man manchmal das Gefühl hat, dass man nur schlechter wird. Außerdem möchte ich andere inspirieren, sich auch, in welcher Form auch immer, sportlich zu betätigen und sich mehr mit gesunder Ernährung zu beschäftigen.

joshly runs

Warum läufst Du?

Angefangen habe ich ganz klassischerweise, weil ich abnehmen wollte. Irgendwann wurde ich dann zu einer richtigen Läuferin und nicht mehr mein Gewicht, sondern der Spaß am Laufen rückte in den Vordergrund. Laufen ist meine Zeit ganz für mich allein. Auch wenn ich inzwischen öfter mit Hübis Lauftreff unterwegs bin, genieße ich die ruhigen Runden alleine mehr. Man kann ganz wundervolle Selbstgespräche führen und kommt auf Gedanken, die es vielleicht wert sind weiter verfolgt zu werden. Außerdem machen mir Volksläufe einfach unglaublichen Spaß. Ich habe inzwischen doch an einigen teilgenommen. Fast nie mit dem Ziel eine gute Zeit zu laufen, sondern eher mit dem Ziel mitzumachen und Spaß zu haben. Ich denke viele Läufer nehmen den Sport sehr ernst und jagen immer neuen Bestzeiten hinterher. Ich bin das genaue Gegenteil und für mich steht meist nur die erfolgreiche Teilnahme im Vordergrund. Der Moment in dem ich eine neue Medaille bekomme macht mich glücklich und stolz darauf, was ich erreicht habe, auch wenn es „nur“ ein 5km Lauf in 35min waren. Jede Art der Bewegung ist wichtig

Was macht deinen Blog besonders?

Mein Blog ist kein reiner Laufblog. Ich schreibe quasi über alles was in meinem Leben passiert, auch wenn es nicht immer mit Laufen zu tun hat. Allgemein berichte ich über viele Sportarten und bin nicht aufs Laufen beschränkt. Bei mir geht es außerdem auch um die Ernährung. Mein Blog richtet sich eher an Freizeitläufer, die allgemein an einem gesünderen Lebensstil interessiert sind.

Was möchtest du den Lesen noch mit auf den Weg geben?

Ich möchte anderen „langsameren“ Läufern zeigen, dass es egal ist, wie schnell man unterwegs ist und man doch stolz auf das Erreichte sein soll, egal ob andere eben schneller sind oder nicht. Denkt dran, dass es immer noch genug Menschen gibt, die zu Hause auf der Couch liegen und sich gar nicht bewegen. Jeder sollte das tun woran er am meisten Spaß hat und sich nicht allzu sehr auf eine Sportart versteifen. Wenn man erst mal Gefallen an Bewegung gefunden hat, kann man alles ausprobieren und findet sicher auch noch andere Sportarten, die einem Spaß machen. Wichtig ist doch ein gutes Gleichgewicht zwischen der Arbeit und dem Vergnügen zu finden und mit sich selbst zufrieden zu sein!

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