Verfasst von: Manuela Richter | September 8, 2014

Eine tierische Bestzeitenjagd oder der Tierparklauf in Berlin …

tierparklauf

Über neue Bestzeiten konnte ich mich dieses Jahr nicht beklagen – bereits über die 10 km hatte ich kurz hintereinander zweimal eine neue Bestzeit aufstellen können. Daher war mein Ziel in diesem Jahr auch eine neue Bestzeit über die 5 km. Besonders geeignet hierfür schien mir der Tierparklauf - zumal es in diesem Jahr wirklich nur fünf Kilometer und nicht wie in den Vorjahren einige Meter mehr sein sollten.

Wäre es bei der Citynacht Ende Juli nicht so warm gewesen, hätte ich dort schon den ersten Versuch unternommen. Aber mit den dort erreichten 26:58 min war ich auch schon mehr als zufrieden. An sich wäre das ja auch bereits eine neue Bestzeit gewesen, denn meine eigentliche PB von 26:04 min stammt vom Fleesenseelauf von vor zwei Jahren. Dort war jedoch die Strecke eindeutig zu kurz. Doch man soll ja ehrgeizig sein und so ließ ich diese Zeit mal als Bestzeit stehen :-)

Einige Läufe in diesem Jahr hatten eigentlich schon gezeigt, dass ich durchaus in der Lage bin die Zeit vom Fleesenseelauf zu unterbieten, aber es muss natürlich am Tag selbst auch alles stimmen. Noch am Mittwoch unternahm ich beim B2Run einen Tempotest. Wobei mich dieser jedoch nicht so zuversichtlich gestimmt hatte. Dort hatte ich für die 5 km etwas über 27 min benötigt.

Aber genug des langen Vorgeplänkels – kommen wir zum eigentlichen Lauf :-) Um nicht noch mehr Druck aufzubauen, hatte ich extra niemandem von meinem Bestzeitenplan erzählt.

Halb 10 traf ich am Sonntagmorgen im Tierpark Friedrichsfelde ein. Dieser ist ja zum Glück nur ca. 20 min mit der U-Bahn von mir entfernt.

Ich traf dann die liebe Anna sowie endlich auch einmal wieder Dany aus Eisenhüttenstadt, die mit ihrer ganzen Familie angereist war. Auch Gerda und Heiko hatten sich im Tierpark eingefunden.

Tierparklauf Berlin

Da der Wassertransporter zu spät kam, wurde unser Start um 15 min verschoben – somit durften wir erst halb 11 auf die Strecke. Die Startgebühr hatte übrigens 12 Euro betragen und neben meiner Distanz waren auch noch 10 km (zwei Runden) und ein Bambinilauf im Angebot. Insgesamt sollten an diesem Tag fast 4.000 Läufer an den Start gehen.

Erst zum dritten Mal fand der Tierparklauf statt und ich war in der Tat bisher bei allen drei Auflagen dabei gewesen.

Das Wetter meinte es gut – eigentlich zu gut – mit uns Läufern und die Sonne schien. Für meine Verhältnisse war es schon zu warm, aber immerhin war ich beim ersten Lauf des Tages dabei. Und da ich aus den Vorjahren wußte, dass uns schmale Wege erwarten, ordnete ich mich auch ziemlich weit vorn ein.

Und das war auch die richtige Entscheidung, denn nach dem Startschuss hatte ich nur ganz kurz ein paar Platzprobleme.

Ich lief für meine Verhältnisse sehr schnell los und auf dem ersten Kilometer hatte somit meine Durchschnittsgeschwindigkeit in der Tat vorn eine 4. Den zweiten Kilometer lief ich in genau 5 min/km und da merkte ich dann schon wie meine Kräfte schwanden. Immerhin bekam ich jedoch mit, dass wir an Tieren vorüber liefen. Einige ließen sich überhaupt nicht stören – andere hingegen liefen ganz aufgeregt in ihren Gehegen hin und her.

Tierpark Berlin

Die Strecke war diesmal anders – waren wir noch in den Vorjahren zwei Runden gelaufen, so war es diesmal eine große Runde und wir liefen ziemlich lange auf einem Weg, den wohl normale Besucher gar nicht betreten dürfen. Aber somit musste man keine Angst haben, dass plötzlich ein Nichtläufer den Weg blockiert.

Der dritte Kilometer war mit 5:13 min/km auch noch in Ordnung und die neue Bestzeit war noch machbar. Aber dann kam der Einbruch bei Kilometer vier. Da hätte ich gern etwas getrunken und fühlte mich schon sehr schlapp und hatte die neue Bestzeit eigentlich schon fast abgehakt.

Tierpark Berlin

Dann sah ich jedoch das Friedrichsfelder Schloss und wusste, dass das Ziel nicht mehr weit wäre. Doch als wir vor dem Schloss ankamen, bogen wir nicht direkt nach rechts zum Ziel ab, sondern es ging noch einen kleinen Umweg nach links. Da dachte ich schon, dass es das wohl gewesen sei. Als ich dann jedoch endlich auf der Zielgeraden war, beschloss ich doch noch einmal alles zu versuchen und zu sprinten wie es nur ging. Und als ich wenige Meter vor dem Ziel auf die Uhr schielte, sah ich dass die Bestzeit doch noch drin war. Ich hatte sogar noch gut Zeitpuffer und überquerte bei sehr unerwarteten 25:16 min die Ziellinie. Konnte es erstmal gar nicht glauben :-)

Tierparklauf

Mit dieser Zeit erreichte ich Platz 4 (von 57) in meiner Altersklasse  und Platz 24 von 576 Damen. Damit war ich mehr als zufrieden :-)

Wir schauten dann noch dem Bambinilauf zu (so süß!), ich plauschte mit vielen Lauffreunden (ganz Berlin schien sich im Berliner Tierpark zu treffen) und genehmigte mir eine Portion Pommes.

Tierparklauf

Schließlich traten auch die 10-km-Läufer an und die habe ich wirklich nicht beneidet bei der Mittagshitze ihre zwei Runden absolvieren zu müssen.

Anna war dann auch noch dran und nachdem sie ihren Lauf geschafft hatten, spazierten wir noch durch den Tierpark und ich genoß ein leckeres Stück Kuchen.

Tierpark Berlin

Das war erneut ein perfekter Tag beim Tierparklauf gewesen! Und dass dabei auch noch eine neue Bestzeit herausgesprungen ist, war dann das Sahnehäubchen :-)

PS: Über die Strecke getragen haben mich meine, für kurze Distanzen sehr bewährte, PureFlow. Damit hatte ich auch schon meine 10-km-Bestzeit verbessert.

Verfasst von: Manuela Richter | September 4, 2014

B2Run in Berlin oder Trubel am Olympiastadion …

b2run

Ein Zieleinlauf im Berliner Olympiastadion ist immer wieder ein wunderbares Erlebnis! Und aus genau diesem Grund war ich in diesem Jahr wieder beim B2Run dabei.

Bereits zum vierten Mal nahm ich an dieser Firmenlaufserie teil, die vor zehn Jahren zum ersten Mal in München stattfand.

B2Run Berlin

Mit Anna und Raphaela traf ich mich am frühen Abend im Olympiastadion. Bald ging es zur Gepäckabgabe, wo wir nach kurzer Wartezeit unsere Taschen abgeben durften. Im Startbereich vor dem Olympiastadion war es schon recht voll, aber wir fanden noch einen Platz relativ weit vorn. Mittlerweile war auch mein Bruder zu uns gestoßen, der als Fotograf fungierte.

b2run

Wir hatten uns im Startblock von unter 40 min eingeordnet. Die Strecke sollte in diesem Jahr 5,7 km betragen.

B2Run Berlin 2014

Auch wenn kurz nach halb 8 die ersten Läufer auf die Strecke durften, so mussten wir uns noch mindestens zehn Minuten gedulden. Und dann ging es endlich los. Die ersten Meter wurde es leider sehr eng und ich konnte nicht wirklich so laufen, wie ich wollte. Anna und Raphaela hatte ich in dem Getümmel auch schnell verloren. Nur gut, dass wir uns einen Treffpunkt für danach ausgemacht hatten!

Kreuz und quer ging es dann über das Gelände am Olympiastadion. Dabei sahen wir auch immer wieder sowohl Läufer vor uns als auch hinter uns. Außerdem liefen wir an diversen Sportstätten vorbei und konnten so Jungs beim Fußballtraining zuschauen.

Es gab dann zwar noch ab und an ein paar Engstellen, aber ansonsten kam ich recht gut voran. Ich hatte mir kein zeitliches Ziel gesetzt, sondern wollte unterwegs schauen ob ich auf Tempo gehe oder den Genießermodus einschalte :-)

Aber es lief recht gut und die fünf Kilometer hatte ich in knapp über 27 min geschafft. Somit spurtete ich die letzten Meter ins Olympiastadion und auf der blauen Bahn noch und verpasste mit 30:04 min leider nur knapp die halbe Stunde. Aber egal – war dennoch eine sehr schnelle Zeit für mich und ich kam damit auf Platz 459 von 3.339 Frauen.

Im Zielbereich gab es dann noch für jeden eine Medaille am Schlüsselband – nicht gerade hübsch, aber immerhin eine Medaille :-)

b2run

Aber dafür war die Zielverpflegung besser – neben diversen Getränken waren auch Obst und Brezeln im Angebot.

Das war wieder ein toller Abend mit lieben Menschen im Olympiastadion! Und das Wetter war mit milden Temperaturen und Sonnenschein auch erneut perfekt! 2015 bin ich sicherlich wieder beim B2Run am Start.

B2Run Berlin

 

island

Vulkane, Geysire, Lavafelder und noch viel mehr findet man auf Island. Und darüber hinaus kann man auf der größten Vulkaninsel der Welt sogar laufen und zwar seit 1984 in Reykjavik, der nördlichsten Hauptstadt der Welt.

Da schon viele Freunde von Island geschwärmt hatten und ich auch schon oft vom Reykjavik-Marathon gehört hatte, wurde es Zeit mir alles selbst einmal live anzuschauen.

Air Berlin

Und so saßen wir am Donnerstagabend im Flugzeug auf dem Weg nach Reykjavik – ein wenig mit mulmigem Gefühl da kurz vorher der Vulkan Bardarbunga erste Aktivitäten gezeigt hatte. Fast jeder kann sich wohl noch an die Auswirkungen der Aschewolke, die der Eyjafafjallajökull vor vier Jahren produzierte, erinnern.

Aber auf dem Hinflug gab es keinerlei Probleme und nach etwas über drei Stunden landeten wir kurz vor Mitternacht auf dem Flughafen von Keflavik. Per Flughafenbus ging es dann in die 50 km entfernte Hauptstadt von Island. Nach 45 min Fahrt hatten wir den Busbahnhof von Reykjavik erreicht und liefen noch 15 min zu Fuß zu unserer Unterkunft “Room with a view”, die sich direkt auf der Haupteinkaufsstraße von Reykjavik befindet. Halb 3 (nach deutscher Zeit halb 5!) lagen wir endlich im Bett.

Am Freitagvormittag erkundeten wir die Innenstadt und waren besonders von der Skulptur Solfar, die ein Wikingerschiff darstellt, beeindruckt.

Solfar

Schließlich war es Zeit die Startunterlagen für unseren sportlichen Höhepunkt auf Island abzuholen. Im Rahmen des Reykjavik-Marathon werden neben der vollen und der halben Distanz auch 10 und 3 km sowie der Lazy Town Run angeboten. Wir hatten uns für den Halbmarathon entschieden und dafür 40 Euro bezahlt.

Reykjavik

Die Laufmesse fand in der Laugardalshöll-Sporthalle statt, die fast 3 km von unserer Unterkunft entfernt war. Daher entschieden wir uns dafür dorthin zu laufen, um ein wenig Zeit zu sparen. Die Startunterlagen hatten wir schnell in den Händen und jeder Teilnehmer erhielt ein rotes Shirt. Außerdem gab es in der Startertüte Pasta und Knäckebrot. Da wir in unserer Unterkunft eine Küchenzeile hatten, konnten wir den Inhalt der Startertüte gut gebrauchen :-)

Reykjavik Marathon

Am Abend trafen noch unsere Lauffreunde Ilse und Christine aus Finnland bzw. den USA ein. Ich schaute mir noch die beeindruckende Kirche Hallgrimskirkja an und bewunderte von oben die tolle Sicht auf Reykjavik.

Reykjavik

Am Samstagmorgen begaben wir uns alle kurz  nach 8 zum Start, der nur etwa 5 min von unserem Hotel entfernt war. Es war bewölkt und das Thermometer zeigte 11° C. Um 8:40 Uhr durften wir gemeinsam mit den Marathonläufern auf die Strecke.

Reykjavik Marathon

Die ersten Kilometer liefen wir durch ein Wohngebiet und ich stellte mich auf viel Ruhe und wenige Zuschauer ein. Aber das Gegenteil war der Fall! Viele Bewohner standen auf der Straße oder auf ihren Balkonen und machten Stimmung. Ein Saxophon, gegeneinander geschlagene Topfdeckel und Kreischen begleiteten uns somit auf den ersten Kilometern. Und bald erreichten wir das Meer. Und bis etwa Kilometer 14 sollten wir auch fast die ganze Zeit weiter am Wasser laufen. Das war wunderschön! Noch schöner wäre zwar Sonnenschein und blauer Himmel gewesen, aber dann wäre es wahrscheinlich auch gleich wieder zu warm zum Laufen geworden.

Anfangs war ich aufgrund der niedrigen Temperaturen sogar mit Jacke gelaufen, aber nach einigen Kilometern wurde mir dann doch zu warm damit und ich lief kurzärmlig.

Reykjavik Marathon

Etwa aller 4-5 km erwartete uns eine Getränkestation an der es Wasser und Gaterode gab. Ich erfrischte mich mit letzerem.

Als wir den Hafen erreichten und an der Harpa-Musikhalle entlangliefen, hatten wir Kilometer 10 erreicht. 1:04 h zeigte die Uhr zu diesem Zeitpunkt.

Harpa Reykjavik

Danach wurde ich jedoch deutlich langsamer, denn meine Beine wurden schwer und ich legte auch immer mehr Gehpausen ein. Ein Training hatte es für diesen Halbmarathon ja nicht wirklich gegeben. Ich war nur vor einer Woche knapp 14 km gelaufen.

Auch am Wikingerschiff kamen wir wieder vorbei und dann ging es Richtung Sporthalle, wo wir am Vortag die Startunterlagen abgeholt hatten. Dort galt es dann einen Anstieg zu bewältigen, aber kurz davor teilte ein Autohaus noch Schokolade aus, die beim Laufen bergauf half :-)

Reykjavik Marathon

Bei Kilometer 16 ging es wieder zurück Richtung Stadtzentrum und wir liefen wieder entlang des Ufers.

Etwa ein Kilometer vor dem Ziel sah ich leider einen Läufer am Rand liegen, der bereits von Sanitätern versorgt wurde. Bereits einige Kilometer vorher hatte ich schon zwei weitere Läufer am Rand gesehen. Soetwas rückt dann doch noch einmal alles in die richtige Perspektive – Bestzeiten sind nicht das Wichtigste, denn unsere Gesundheit zählt viel mehr!

Bei 2:25:11 h erreichte ich das Ziel, welches sich dort befand, wo wir auch am Morgen gestartet waren. Ich holte mir meine Medaille und machte mich dann schnell auf den Weg ins Hotel, da es doch recht frisch war. Meinen Halbmarathon Nummer 17 hatte ich damit gut geschafft.

Reykjavik Marathon

Am Nachmittag fuhren wir mit dem Bus zur Blauen Lagune, ein Thermalfreibad, welches sich in Flughafennähe befindet. Im etwa 40° C warmen Wasser entspannten wir uns von den Strapazen des Laufes. Das war wirklich das Beste, was wir nach dem Halbmarathon machen konnten.

Blaue Lagune Island

Denn am nächsten Tag hatte ich dann tatsächlich keinen Muskelkater, wie sonst nach einem Halbmarathon. Und selbst für Getränke musste man das blaue Wasser nicht verlassen – mitten im Bad gab es eine Bar!

Am Sonntag schließlich stand die Golden Circle Tour an. Drei Stationen wurden bei diesem Ausflug angefahren: das Geothermalgebiet Haukadular, der Wasserfall Gullfoss und der Nationalpark Pingvellir.

Geysir Island

Zunächst schauten wir dem Geysir Strokkur zu, wie er mindestens aller 10 min heißes Wasser spukte. In der Umgebung stieg auch überall Rauch aus dem Boden auf.

Gullfoss

Weiter ging es dann zum Wasserfall Gullfoss. Auch wenn es dort sehr nass zuging, so fanden wir dieses Naturschauspiel am beeindruckendsten. Wahnsinn, wie die Wassermassen da in die tiefe Schlucht stürzen!

Nationalpark Island

Letzte Station war dann der Nationalpark Pingvellir. Dort hielten wir an einem Aussichtspunkt, von dem sich uns ein toller Blick über den See Pingvallavatn bot. Ein wenig Zeit hatte ich auch um eine kurze Wanderung zu unternehmen. Dort hätte ich gern noch etwas mehr Zeit verbracht!

Die Golden Circle Tour ist auf jeden Fall empfehlenswert!

Am Sonntagabend hieß es dann leider für uns Abschiednehmen von Island. Ich kann nicht nur Land jedem empfehlen, sondern auch den Reykjavik-Marathon! Und vielleicht habe ich ja einmal Gelegenheit noch mehr von diesem beeindruckenden Land zu erkunden.

Verfasst von: Manuela Richter | August 17, 2014

Ein stimmungsvoller Lauf an der Elbe oder der Dresdner Nachtlauf 2014 …

Dresdner Nachtlauf

Es gibt nur wenige Läufe, bei denen man behaupten kann, dass man bisher bei allen Auflagen am Start war. Bei mir ist dieser Lauf der Dresdner Nachtlauf. Seit 2010 steht dieser wunderschöne Lauf an der Elbe im Laufprogramm und ich war bisher jedes Jahr dabei. Und somit hatte ich mir auch für den diesjährigen fünften Nachtlauf bereits vor vielen Monaten den Startplatz gesichert.

Dresden

 

Freitagvormittag ging es für mich per Zug nach Dresden und dort bezog ich dann wieder Quartier in unserem Lieblingshotel NH am Altmarkt. Zentraler geht es kaum!

Tagsüber genoß ich die Stadt und schlenderte an der Elbe entlang und musste mir zum wiederholten Male die Frauenkirche und den Zwinger anschauen. Immer wieder schön!

Zwinger Dresden

Am Nachmittag holte ich mir die Startunterlagen in der Centrum Galerie ab, was ohne Schlangestehen schnell erledigt wird. Für 13 Euro Startgebühr gab es noch ein Gel und ein Halstuch.

Dresdner Nachtlauf

Am späten Nachmittag zuckten dann Blitze über Dresden und es regnete in Strömen. Ich dachte schon mit Schrecken an unseren Start am Abend …

Eine Viertelstunde vor dem Startschuss trafen wir im Startbereich, der sich schräg gegenüber von unserem Hotel befand, ein und begaben uns mit unserem Lauffreund Dirk in den Startblock. Wir ordneten uns alle hinter Block C ein, da wir alle nicht schnell laufen wollten.

Dresdner Nachtlauf

Leider wurde der Start um 15 min verschoben, da es woh unerwartet viele Nachmeldungen gab. Und so waren es dann 20:15 Uhr auch über 3.000 Teilnehmer, die nach und nach die Startlinie passierten. Auch wenn es bis kurz vor der Startlinie nur im Schneckentempo voranging, so war danach doch sehr flüssiges Laufen möglich. Einen Stau, wie in den letzten Jahren, gab es da nicht mehr.

Dresdner Nachtlauf

Nach wenigen Metern hatten wir die Elbe erreicht und dort ging es dann Richtung Blaues Wunder nur noch an der Elbe entlang. Nachdem wir an der Carolabrücke und der Albertbrücke entlang gelaufen waren, erreichten wir die neue Waldschlösschenbrücke. Die Temperaturen zum Laufen waren angenehm und ich denke, dass es der bisher kühlste Nachtlauf war.

Schließlich erreichten wir den ersten Verpflegungspunkt und dann war auch schon das Blaue Wunder erreicht. Bevor wir diese beeindruckende Brücke überqueren durften, war jedoch erst einmal eine kleine Schleife bergan zu laufen.

Nach der Überquerung der Brücke liefen wir auf der anderen Elbseite wieder zurück. Mittlerweile war es auch schon dunkel geworden. Die gefürchtete Passage mit Kopfsteinpflaster schaffte ich auch ohne Probleme und danach wurde es dann wirklich dunkel. Aber durch Fackeltöpfe und Knicklichter am Wegesrand wurde uns der Weg geleuchtet, was ein tolles Bild abgab. Und beim nächsten Mal bringe ich mir auch noch ein eigenes Knicklicht mit – einige Mitläufer hatten dies auch getan.

Cool war übrigens auch der beleuchtete Tunnel, den es dieses Jahr erstmalig gab. Er wechselte sogar die Farben und daher musste ich unbedingt für ein Foto kurz anhalten :-)

Nachtlauf Dresden

Am zweiten Verpflegungspunkt holte ich mir noch etwas Wasser und so langsam kam die wunderschöne Silhouette von Dresden in Sicht. Meine Beine waren inzwischen schon schwer geworden, denn ich war das letzte Mal eine längere Strecke Anfang Juli gelaufen (10 km)!

Aber der Dresdner Nachtlauf ist sowieso kein Lauf für Bestzeiten sondern vielmehr zum Genießen!

Da derzeit Bauarbeiten auf der Albertbrücke stattfinden, überquerten wir in diesem Jahr die Elbe auf der Carolabrücke. Dort galt es dann noch eine kleine Schleife und ein paar Höhenmeter zu überwinden, bevor wir erneut die Wilsdruffer Straße erreichten.

Ich hatte noch so einiges an Energie und steckte diese in einen langen Endspurt, bei dem ich nochmal mindestens zehn Läufer hinter mir lassen konnte :-)

Nachtlauf Dresden

Bei 1:25:18 h hatte ich die 13,8 km geschafft. Das reichte zu Platz 62 (von 100) in meiner Altersklasse und Platz 469 (von 901) bei den Damen. Immerhin bin ich meine zweitschnellste Zeit beim Dresdner Nachtlauf gelaufen. Und ein großes Dankeschön geht an den Wettergott, der uns Läufer an dem Abend nicht nass werden ließ!

Am nächsten Tag hatte ich dann doch etwas Muskelkater und dagegen musste etwas unternommen werden :-) Also ging es per Bahn nach Königstein, wo ich die Festung Königstein erobern wollte. Bisher hatte ich dieses beeindruckende Bauwerk immer nur von unten gesehen – nun war es Zeit für einen Blick von oben.

Für den Weg vom Bahnhof zum Fuß der Festung wählte ich die kleine Festungsbahn, um mir einen Überblick über den Weg zu verschaffen. Die letzten Meter schaffte ich dann jedoch zu Fuß und ließ den Aufzug links liegen.

Von oben bot sich mir ein phänomenaler Blick über das Elbtal und auch auf den gegenüberliegenden Lilienstein. Wunderschön!

Dresdner Nachtlauf

Den Rückweg zum Bahnhof legte ich dann komplett zu Fuß zurück und da es mit der Zeit knapp wurde, musste ich dann ein wenig Trailrunning einbauen :-) Anstrengend aber schön! Aber auch der Grund weshalb der Muskelkater am nächsten Tag noch stärker war …

Königstein

Alles in allem hatten wir wieder ein tolles Wochenende in Dresden! Und 2015 tauchen unsere Namen auf jeden Fall wieder in der Starterliste für den Dresdner Nachtlauf auf! Bis dahin!

Dresden

 

Verfasst von: Manuela Richter | Juli 27, 2014

Schwitzen auf dem Kudamm oder die Citynacht 2014 in Berlin …

 

Citynacht Berlin 2014

Sonnenschein und Hitze in der Haupstadt- eigentlich gute Voraussetzungen für ein tolles Sommerwochenende in Berlin. Aber Läufer sehen das ein wenig anders – jedenfalls dann, wenn ein Wettkampf ansteht. Ich bin definitiv kein Wärmeläufer und alles über 15° C ist mir für einen Wettkampf schon zu warm. Daher hatte ich mich auch erneut nur für die 5 und nicht die 10 km bei der Berliner Citynacht angemeldet. Aus Erfahrung wußte ich, dass es bei diesem Lauf immer sehr warm ist und letztes Jahr wurde die Citynacht wegen Hitze sogar abgesagt und man konnte sich den Startplatz auf dieses Jahr übertragen lassen. Das hatte ich in Anspruch genommen.

Citynacht Berlin

Halb 7 trafen wir uns mit Lauffreunden am Europacenter, wo uns das Büro von OCM für unsere ganz private Warm-Up-Party zur Verfügung stand. Von dort hatten wir einen tollen Blick auf den Kudamm und konnten uns dabei doch ganz ungestört vor dem Lauf mit Obst und Getränken stärken und in aller Ruhe plaudern.

Citynacht Berlin

Von unserer Gruppe waren vier Teilnehmer beim 5-km-Lauf dabei, der 19:50 Uhr starten sollte. Somit begaben wir uns alle auf den Weg zum Start auf dem Kudamm – Anna, Andreas, Marco und ich waren das.

Das Läuferfeld war recht übersichtlich und ich sah daher eigentlich eine Notwendigkeit mich nach weit vorn zu stellen. Doch im Nachhinein wäre das wohl doch besser gewesen. Denn nach dem Startschuss, der pünklich erfolgte, war es doch sehr voll und ein nerviger Hindernislauf. Sogar Walker musste ich noch überholen! Diese Überholmanöver haben mich doch ziemlich Kraft gekostet und auch zusätzliche Meter. Und ich stellte fest, dass ich anfangs sogar die Letzte von unserer Gruppe war :-)

Aber ich hatte mir aufgrund der hohen Temperaturen auch kein bestimmtes Ziel gesetzt – wollte nur in einer Zeit von unter 30 min ankommen.

Citynacht Berlin

Der erste Kilometer war trotz Gedränge zu Beginn dann mit einem 5er Schnitt sogar der schnellste. Anna überholte ich dann auch wieder und die beiden Jungs sah ich in weiter Ferne vor mir laufen. Den zweiten Kilometer lief ich noch mit 5:10 min und da kam dann glücklicherweise auch schon der erste Getränkepunkt. Hierfür musste ich zwar extra über die Straße nach rechts laufen, aber ich hatte das Wasser auch dringend nötig.

Die beiden Jungs konnte ich dann doch noch überholen – wobei Marco eigentlich sonst viel viel schneller ist. Doch er wollte Andreas begleiten und passte sich somit seinem Tempo an.

Nach 2,5 Kilometern ging es dann wieder zurück auf dem Kudamm Richtung Ziel. Dabei konnte ich noch den Rest unserer Gruppe auf der Gegengeraden sehen. Kilometer 4 war mit 5:46 min dann auch der langsamste Kilometer und mir war sehr heiß. Glücklicherweise gab es noch einmal einen Getränkestand und wer wollte konnte sogar unter einer Wasserdusche durchlaufen.

Schließlich konnte ich das Ziel erkennen und gab noch einmal ein wenig Gas, da eine Zeit unter 27 min noch im Bereich des Möglichen war. Und in der Tat – bei 26:58 min erreichte ich das Ziel und somit wurde es sogar meine schnellste Citynacht (die fünfte Teilnahme war es). Und das ohne Training – meine letzte Laufeinheit hatte ich vor zwei Wochen beim Run & Bike :-)

Citynacht Berlin

Im Ziel traf ich dann den Rest unserer Truppe und wir schauten gemeinsam dem Start der 10-km-Läufer zu. Halb 9 ging es für sie auf die Strecke.

Citynacht Berlin

Wir versuchten dann unsere fünf Teilnehmer über die 10 km noch kurz vor dem Zieleinlauf im Pulk ausfindig zu machen, um sie noch anzufeuern. Doch bei den Massen sahen wir nur leider Jochen und André.

Nachdem jeder erfolgreich das Ziel erreicht hatte, trafen wir uns zum Erfrischen & Plaudern im Europacenter wieder und stießen mit Sekt auf unsere Erfolge an.

Citynacht Berlin

Das war wirklich ein wunderschöner Laufabend in Berlin! Und durch mein luftiges Laufoutfit von Brooks habe ich die hohen Temperaturen auch irgendwie überlebt :-) Run Happy!  Und sicherlich bin ich 2015 wieder am Start.

Und einen Angriff auf meine 5-km-Bestzeit unternehme ich dann Anfang September beim Tierparklauf. Die 26:04 min gilt es zu knacken (übrigens bei einem Lauf aufgestellt, der um einiges zu kurz war). Drückt mir die Daumen!

 

 

Verfasst von: Manuela Richter | Juli 15, 2014

Ein Marathon im Team oder Run & Bike beim Lausitzer Seenland 100 …

runandbike

Blut geleckt hatten wir letztes Jahr im Lausitzer Seenland bei unserem ersten Run & Bike. Diese Teamdisziplin wird beim Lausitzer Seenland 100 – eine Veranstaltung mit einer Vielzahl von Disziplinen – angeboten. Beim Run & Bike starten jeweils zwei Personen mit einem Fahrrad über die Marathondistanz. Gewechselt werden kann so oft wie man möchte – jedoch müssen Radfahrer und Läufer zusammen bleiben und natürlich auch gemeinsam das Ziel erreichen.

Damit wären die Regel für Run & Bike auch schon erklärt – gar nicht kompliziert :-)

Senftenberg

Samstagvormittag begaben wir uns mit zwei Rädern im Gepäck auf den Weg in die Stadt im Süden Brandenburgs. Diesmal nahmen wir zwei Räder mit nach Senftenberg, da wir vor Ort flexibler sein wollten und es so einfacher war von A nach B zu kommen.

Unser Nachtlager war diesmal ein Zimmer in den Apartments am Schlosspark. Damit waren wir nur wenige Meter vom Marktplatz entfernt und zum Stadthafen am Senftenberger See war es auch nicht weit.

Stadthafen Senftenberg

Im Stadthafen, der erst im April 2013 eröffnet wurde, holten wir dann auch unsere Startunterlagen ab. Pro Person hatten wir 24 Euro bezahlt.

Nachdem wir am Nachmittag beide noch einen leckeren Eisbecher in der Innenstadt verputzt hatten, mussten wir uns kurz vor 5 erneut auf den Weg zum Stadthafen machen. Dort waren Start und Ziel für unseren Run & Bike.

Run & Bike

Kurz vor dem Start trafen wir noch Marek von den Running Twins sowie unsere Lauffreunde Dirk & Christian, die erstmalig am Run & Bike teilnehmen würden.

Lausitzer Seenland 100

Um 17 Uhr gingen die Marathonläufer auf die Strecke und fünf Minuten später ging es für uns los. Ich sollte für uns zunächst laufen und André saß auf dem Rad. Waren wir im letzten Jahr noch Beide längere Strecken gelaufen, so wollten wir diesmal kürzere Distanzen laufen und somit häufiger wechseln. Ich lief immer zwei Kilometer und André vier Kilometer.

Run & Bike

Wir liefen übrigens genau dieselbe Strecke wie die Marathonläufer. Da das Starterfeld jedoch übersichtlich war und sich schnell auseinander zog, gab es auch keine Probleme mit dem Platz.

Nach wenigen Kilometern zogen immer mehr dunkle Wolken auf und dann setzte leider Regen ein. Ich befürchtete schon das Schlimmste für die vor uns liegenden Stunden und war froh, wenigstens eine Jacke dabei zu haben. Doch glücklicherweise hörte der Regen irgendwann wieder auf und dann strahlte die Sonne. Dadurch wurde es recht warm und man wünschte sich schon fast wieder den kühlenden Regen zurück.

Run & Bike

Wie im letzten Jahr, so war ich wieder total von der Landschaft begeistert. Wir liefen auf Radwegen durch Wälder und entlang an Seen. Ich wäre am liebsten überall stehen geblieben und hätte gern Fotos gemacht. Teilweise konnte ich das ja auch in der Tat machen – immer dann wenn André lief und ich auf dem Rad saß. Aber man musste auch schon aufpassen, denn man wollte niemanden behindern und durfte auch seinen Partner nicht aus den Augen verlieren. Ein Foto auf Instagram und Twitter zu posten, war dann auch schon Stress genug :-)

Run & Bike

Anfangs dachten wir fast mit Schrecken an die noch vor uns liegenden Kilometer. Aber durch den stetigen Wechsel, verging die Zeit doch sehr schnell und ehe wir uns versahen, hatten wir auch schon die Halbmarathonmarke erreicht. In 1:50 h waren wir unseren Halbmarathon gelaufen/-fahren.

Dann ging es die Strecke auf dem selben Wege wieder zurück. Dadurch konnten wir sehen, dass noch einige Teams hinter uns lagen. Aber mehr waren es vor uns gewesen :-)

Run & Bike

Als es für uns nicht mehr weit war (es muss so bei Kilometer 33 gewesen sein), began plötzlich mein rechtes Knie an der Außenseite zu schmerzen. Dadurch mussten wir schon früher wie geplant wechseln und ich konnte dann auch nur nur maximal einen halben Kilometer am Stück laufen (wenn überhaupt). Das war natürlich nicht so toll für André, da er eh schon mehr gelaufen war. Eigentlich hatten wir geplant, dass ich wieder um die 16 km und er etwa 26 km laufen würde. Aber durch das blöde Knie kam ich dann letztendlich nur auf 13,2 km und für André waren es dann 29 km!

Das war schon voll ärgerlich! Zumal es bis dahin so gut gelaufen war und wir auch toll in der Zeit lagen.

Aber wiederum hätte es ja auch schon früher passieren können und dann hätten wir ein noch viel größeres Problem gehabt.

runandbike

Die letzten Kilometer schafften wir dann auch und den Zieleinlauf übernahm ich dann trotz Kniebeschwerden. Bei 3:46:31 h hatten wir unseren gemeinsamen Marathon geschafft und waren damit fast neun Minuten schneller als im Vorjahr. Wir belegten Platz 54 von 73 Teams insgesamt und bei den Mixed Teams Platz 26 von 34.

Lausitzer Seenland 100

Im Ziel erhielten wir eine sehr schicke Medaille, sprachen kurz mit Heiko und ließen uns die Urkunden ausdrucken. Außerdem gab es für jeden Teilnehmer eine Tüte Nudelnester :-) Apropos Essen – unterwegs gab es wirklich zahlreiche Verpflegungsstände und das mit großer Auswahl: Wasser, Cola, Iso und sogar Schokolade und Salzbrezeln. Perfekt!

Senftenberg

Am Sonntagmorgen erwarten uns blauer Himmel und Sonnenschein und somit stand fest: Ich gehe schwimmen! Also bin ich per Rad erneut zum Senftenberger See und habe das erste Mal in diesem Jahr in einem deutschen Gewässer gebadet! War das toll!

Senftenberg

Danach war ich noch voller Energie, dass ich mich auf den Sattel schwang und ein wenig am Ufer des Senftenberger Sees fahren wollte. Im Endeffekt bin ich dann sogar die komplette Runde um den See gefahren. Die fast 20 km musste ich dann sogar richtig schnell fahren, um unseren Zug noch zu schaffen. Ich kam schließlich fix und fertig am Bahnhof an und war froh, dass ich im Zug nur noch sitzen musste. Wobei Sitzen war auch nicht ganz so ideal – vom vielen Radfahren an dem Wochenende hatte ich doch ziemliche Schmerzen im Po :-)

Lausitzer Seenland

Fazit: So ein Run & Bike ist eine wunderbare Alternative zum reinen Laufen! Es macht total Spaß mit seinem Partner gemeinsam die Marathondistanz zu erobern und dann noch in so einer wunderschönen Landschaft wie dem Lausitzer Seenland. 2015 sind wir sicherlich wieder am Start!

 

Verfasst von: Manuela Richter | Juli 11, 2014

Run Happy oder Bloggertreffen in der Europazentrale von Brooks …

run happy

Run Happy! Das ist nicht nur mein Motto, sondern auch das meiner Lieblingsmarke Brooks. Die Europazentrale von Brooks befindet sich in der schönen Stadt Münster. Und dahin begab ich mich letzte Woche, um gemeinsam mit anderen Bloggern und Laufbegeisterten die neuesten Schuhmodelle zu bestaunen.

Aasee

Am Samstagnachmittag in Münster angekommen, machte ich einen kleinen Stadtrundgang und schlenderte schließlich am Aasee entlang. Noch viel lieber hätte ich mich dort den unzähligen Läufern angeschlossen, aber ich wollte meine Beine für den am nächsten Abend anstehenden Brooks Münster City Run schonen.

Sonntagmorgen frühstückte ich dann ausgiebig mit meinen Laufbloggerkollegen Michael und Hendrik und gegen Mittag machten wir uns auf den Weg zur Zentrale von Brooks.

Brooks

Etwa 25 Blogger, Läufer und Schuhbegeisterte waren wir, die herzlich von Antonio empfangen wurden und sich zunächst einmal vorstellten. Die weiteste Anreise hatte übrigens Mario aus der Schweiz auf sich genommen.

Brooks

Das eigentliche Programm wurde dann durch Hendrik eingeläutet, der uns seine Liebe zum Trailrunning näher brachte. Danach wären wir alle am liebsten sofort losgelaufen :-)

Laufblogger

Nach einem leckeren Mittagessen, wo ich als Vegetarierin keinerlei Probleme hatte, stellte uns dann Bradley Fisher, Footwear Merchandising Manager, die neuesten Schuhmodelle vor. Er ließ keinen Zweifel daran, dass Schuhe seine große Leidenschaft sind und er hätte wohl problemlos den ganzen Tag zu diesem Thema erzählen können.

Brooks

Natürlich wurde eifrig von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, die Schuhe anzufassen und zu fotografieren. Nur ein Schuh durfte nicht auf ein Foto … Mehr darf ich leider erst einmal nicht verraten :-)

Brooks

Sehr witzig fand ich die Aussage “Shrink it and pink it.” – das ist ein Motto, welches wohl einige Hersteller anfänglich für Frauenlaufschuhe nutzten.

Für mich war gut zu wissen, dass im nächsten Jahr bereits das neue Modell vom Transcend erscheint. Darauf bin ich schon sehr gespannt!

TomTom Runnner Cardio GPS Uhr

Im Anschluss erzählte uns Sandra von TomTom etwas zur neuen Runner Cardio, die einen eingebauten Herzfrequenzmesser besitzt.

Am späten Nachmittag fuhren wir noch alle ins Gasolin, wo unser Pre-Race-Kaffeeklatsch stattfand. Und halb 8 standen wir dann gemeinsam an der Startlinie des Brooks Münster City Run.

Alles in allem, war das wieder ein schönes Wiedersehen von alten Lauffreunden und Kennenlernen von neuen Laufbegeisterten! Vielen Dank für den tollen Tag, Brooks! Run Happy!

 

 

Brooks Münster City Run

Meine Lieblingsschuhmarke Brooks hatte erneut gerufen und so fand ich mich letztes Wochenende – wie bereits ein Jahr zuvor – in der deutschen Fahrradstadt Münster wieder. Nachdem ich bereits einen entspannten Tag mit Bloggern und Läufern in der Europa-Zentrale von Brooks verbracht hatte, stand am Sonntagabend als Abschluss der Brooks Münster City Run an.

Die fünf Runden durch die wunderschöne Innenstadt von Münster kannte ich ja bereits aus dem letzten Jahr. Somit sollte es bezüglich der Strecke keine Überraschungen mehr geben.

Vor dem Lauf wurde es leider noch ein wenig hektisch, da wir eine halbe Stunde vor Start noch erfuhren, dass wir unsere Startunterlagen doch selbst abholen müssen. Und zu dem Zeitpunkt hatten sich die Meisten von uns noch nicht einmal umgezogen. Wir sind dann also auf dem schnellsten Weg zum Prinzipalmarkt und nachdem ich meine Startnummer in den Händen hielt, lief ich fix ins Hotel um mich dort in Windeseile umziehen.

Brooks Münster City Run

Immerhin war ich noch zehn Minuten vor dem Start wieder auf dem Prinzipalmarkt. Eigentlich mag ich so einen Stress vor einem Lauf ja überhaupt nicht. Aber glücklicherweise hatte noch alles geklappt und es blieb sogar Zeit für Fotos.

Brooks Münster City Run

Pünktlich halb 8 wurden fast 700 Läuferinnen und Läufer auf die fünf Runden geschickt. Auf den ersten Metern wurde es etwas eng, doch dann zog sich das Feld ziemlich schnell auseinander. Mit dem Wetter hatten wir insofern Glück als dass es kurz vorher noch ziemlich geregnet hatte. Aber recht warm war es immer noch.

Ich hatte mir keine spezielle Zeit vorgenommen – wollte aber wenn möglich unter einer Stunde bleiben. Anfangs ließ ich mich erstmal ziemlich mitreißen und lief die ersten zwei Kilometer in insgesamt 10 min. Das ist für mich total schnell.

Aber dann machte mir doch recht schnell das hohe Anfangstempo und auch die Wärme zu schaffen. Ich war auch froh, dass wir aufgrund der Runden so oft Wasser trinken konnte. Das hatte ich bitter nötig!

Etwas stressig war die Tatsache, dass die Spitze uns “normale” Läufer zweimal überholte und man dann nur von hinten ein “Alle nach rechts!” hörte und schon waren sie da. Das brachte ein wenig Aufregung in den Lauf.

Als ich erst in meiner zweiten Runde war, fluchte ich schon ziemlich, denn ich mag 10-km-Läufe über mehrere Runden so überhaupt nicht. Die ziehen sich immer total und demotivieren mich immer.

Aufpassen musste man übrigens auf der Passage unter den Bäumen – da war es ziemlich glatt und es soll wohl auch Stürze gegeben haben. Zum Glück sah ich nichts davon – dafür bekam ich aber mit, wie mindestens ein Läufer am Rand medizinische Hilfe benötigte. Da hatten sich Einige bei den Temperaturen wohl doch übernommen :-(

Ich lief also Runde um Runde vor mich hin und wünschte mir nichts sehnlicher als die letzte Runde herbei. In der vorletzten gab es dann leider kein Wasser für mich bzw. ich hätte stoppen müssen, um mir selbst Wasser in einen Becher zu gießen. Doch dafür war mir die Zeit zu schade.

Die letzte Runde war dann endlich gekommen, ich bekam glücklicherweise noch einmal Wasser und konnte noch einmal ein wenig schneller werden. Mittlerweile war auch klar, dass ich auf jeden Fall unter einer Stunde finishen würde.

Brooks Münster City Run 2014

Und so kam ich dann tatsächlich bei 57:16 und damit als 7. (von 15) in meiner Altersklasse ins Ziel. Insgesamt belegte ich Platz 96 von 186 Frauen. Damit war ich zufrieden. Ebenso zufrieden war ich mit meiner Schuhwahl – wie im letzten Jahr trug ich meine geliebten PureFlow. Auch das dünne ärmellose Shirt von Brooks stellte sich als gute Wahl heraus – ein Shirt mit Ärmeln wäre mir eindeutig zu warm geworden.

Brooks Münster City Run

Auch meine Mitstreiter hatte alle gut das Ziel erreicht und im Anschluss hatten wir noch einen netten Abend im Gasolin.

Auch wenn ich Rundenläufe hasse, so bin ich doch nächstes Jahr sicherlich wieder beim Brooks Münster City Run dabei! Vielen Dank an Brooks für den freien Startplatz!

 

Verfasst von: Manuela Richter | Juli 4, 2014

Run Happy als Brooks-Ambassador im Volkspark Friedrichshain …

Brooks Run Happy

Wie wohl allgemein bekannt ist, liebe ich Laufschuhe von Brooks :-) Und daher habe ich mich auch riesig gefreut, als ich aus der Europazentrale die Nachricht erhielt, dass ich ab sofort Ambassador für Brooks sein darf.

Und somit geht es morgen erneut nach Münster, um dort das Team von Brooks zu treffen und hoffentlich viele Neuigkeiten zu erfahren. Den Abschluss bildet dann wieder der Brooks Münster City Run.

Und als ob das nicht schon genug Brooks für eine Woche wäre, so stand am Mittwoch ein Laufschuhtest an. Laktat3 hatte diesen im Volkspark Friedrichshain organisiert und da musste ich doch unbedingt dabei sein. Schließlich ist dieser Park mein heimisches Laufrevier und wann bot sich schon einmal Gelegenheit ganz viele Brooks-Schuhe auf einmal testen zu dürfen.

Mit meiner Freundin Anke kam ich also am Mittwoch kurz nach 19 Uhr am Laden von Laktat3 auf der Ebertystraße in Friedrichshain an. Und gleich ging es laufend los zum Volkspark.

Brooks

Dort angekommen erwartete uns ein Auto von Brooks vollbeladen mit den schönsten Schuhen :-)

Meine erste Wahl fiel auf den PureConnect, der noch um einiges leichter als meine geliebten PureFlow ist. Der Schuh begeisterte mich auch beim Laufen und kommt auf jeden Fall auf meine Wunschliste. Sehen könnt Ihr ihn übrigens auf dem ersten Bild

Brooks

Danach wagte ich mich an die cool aussehenden T7 Racer – blaue Schrift auf weißem Schuh. Wow, waren die leicht! Aber beim Laufen merkte man damit auch jeden Kieselstein und ich kann mir nicht vorstellen, damit lange auf der Straße zu laufen. Auf einem Waldweg könnte ich mir das Laufen damit schon eher vorstellen.

Ein bisschen mehr Sohle darf es schon sein und somit war der Racer ST5 dann an der Reihe. Er gefiel mir zwar von der Farbe (orange-blau) her nicht so, aber das Laufgefühl war eindeutig besser als beim T7 Racer. Könnte mir durchaus vorstellen diesen Schuh auf kurzen Distanzen im Wettkampf zu laufen.

Brooks

Bisher sind ja meine Lieblingsschuhe der PureFlow für kurze Strecken und der Transcend für längere Distanzen. Ab und an trage ich im Training dann auch noch den Ghost.

Nummer 4 in der Brooks-Familie wird aber sicherlich in Kürze der PureConnect werden :-)

Brooks Run Happy

Am Mittwoch war es nicht nur toll soviele schicke Schuhe von Brooks probieren zu dürfen, sondern auch schön alte und neue Gesichter zu sehen. Endlich habe ich einmal Mandy von Go Girl! Run kennengelernt und auch die liebe Judith von Joshly Runs war mit dabei.

Und als ganz besonderes Leckerli gab es sogar spezielle Brooks-Kekse!

Run Happy!

Russisch

Здравствуйте! – so begrüßt man sich auf Russisch und das hatte ich bereits in der 5. Klasse gelernt. Russisch war meine erste Fremdsprache in der Schule und diese Sprache hat mich zehn Jahre lang begleitet. Doch leider hatte ich nie Gelegenheit sie einmal in der Praxis zu testen.

Doch diese Chance war nun gekommen. Russland sollte Land Nummer 17 werden, in dem ich an einem Lauf teilnehme.

Russland

Und so landeten wir Freitagnachmittag nach einem zweitstündigen Flug auf dem Pulkowo-Flughafen in St. Petersburg. Die Einreise war zum Glück unproblematisch – aber wir hatten ja auch ein Visum. Dieses hatten wir über eine Agentur beantragt – dafür waren neben einer Auslandskrankenversicherung auch eine Kopie der Gehaltsabrechnung und die Telefonnummer des Arbeitgebers notwendig! Und günstig ist so ein Visum auch nicht – pro Person hatten wir fast 140 Euro bezahlt. Teuer war übrigens nicht nur das Visum – auch der auserwählte Lauf war nicht gerade günstig. Wir hatten uns für die 10 km beim White-Nights-Marathon entschieden. Dort bezahlen wir als speziellen Preis für Ausländer 40 Euro pro Person! Die konnte man auch nicht so einfach per Kreditkarte bezahlen, da deutsche Karten aus irgendeinem Grund nicht akzeptiert wurden. Über Facebook erfuhren wir dann, dass wir die Startgebühr auf ein spanisches Konto überweisen sollten … Ich war etwas skeptisch, aber im Endeffekt war damit alles in Ordnung :-)

Russland

Im Minibus ging es dann für kleines Geld (ca. 55 Cent) zur Metrostation Moskowskaja, wo wir in die U-Bahn wechselten. Die Metrostationen sind ja wirklich gigantisch und die Rolltreppen irre lang.

Am Newski Prospekt, der Prachtstraße in St. Petersburg, stiegen wir aus und liefen noch ein wenig bis zu unserem Hotel Vremena Goda. Dieses Mini-Hotel befand sich in der 5. Etage eines Hauses und es gab keinen Fahrstuhl :-) Oben angekommen erwartete uns eine russische Dame, die kein Wort Englisch sprach. Doch glücklicherweise verstanden wir die wichtigsten Dinge – selbst das komplizierte Schließsystem, welches aus einem Schlüssel und zwei weiteren Chips bestand. Und wir erfuhren noch dass uns das Frühstück am Morgen vor die Tür gestellt wird :-)

St. Petersburg

Am Abend erkundeten wir die Gegend auf und um den Newski Prospekt und ich war besonders von der Auferstehungskirche begeistert. Genauso hatte ich mir Russland vorgestellt :-)

St. Petersburg

Toll war auch die Helligkeit am Abend. Das Foto oben entstand gegen 22 Uhr! Die Weißen Nächte in St. Petersburg sind schon etwas Besonderes! Und wir sollten die Stadt während unseres Aufenthalts auch nie im Dunkeln sehen.

Am Samstag machten wir uns mit der Metro auf den Weg zum Sportpalast um dort unsere Startunterlagen abzuholen. Auch dort stellte ich fest, dass Englischkenntnisse in St. Petersburg nicht so verbreitet sind. Und erneut haben mir meine Russischkenntnisse wieder geholfen. Wir erhielten Baumwollshirts, die es leider nicht mehr in der richtigen Größe gab. Für die Marathonis gab es Funktionsshirts.

White Nights Marathon

Am Sonntagmorgen stand zeitiges Aufstehen an. Nach deutscher Zeit um 6 Uhr klingelte uns das Handy aus dem Schlaf. Vorausschauend hatte ich mir zum Frühstück eine Banana und ein süßes Teilchen geholt, denn die Frühstücksboxen vom Hotel fand ich nicht so prickelnd … Und den Kaffee musste ich sogar schwarz trinken, da die Milch fehlte :-(

Zu Fuß machten wir uns auf den Weg zum Schlossplatz an der weltberühmten Eremitage. Nach ca. 20 min kamen wir im Start- und Zielbereich an und mussten erstmal Fotos an den riesigen Matroschkas machen.

White Nights Marathon

Fast 5.000 Läufer hatten sich versammelt um über die 10 km und die Marathondistanz an den Start zu gehen. Wir machten auch einige deutsche Teilnehmer im Starterfeld aus.

White Nights Marathon

Startblöcke gab es nicht und so mischten wir uns einfach unter die Massen hinter der Startlinie. Um 9 Uhr fiel der Startschuss und auch wir mussten nicht lange warten bis wir die Startlinie überqueren durften. Direkt an der Eremitage zu starten hatte schon etwas – vor allem bei wunderschönem Sonnenschein.

Eremitage

Ich hatte mir für den Lauf keine bestimmte Zeit vorgenommen, da ich einfach die Stadt und die Atmosphäre genießen wollten. Außerdem war es recht warm und ich wußte, dass wir so einige Brücken überqueren würden.

Und nach 1,5 km ging es auch schon über die Blagoweschtschensky Brücke über die Newa. Somit erreichten wir die Petrograder Seite.

St. Petersburg

An der Kunstkammer und am Kriegsmarinemuseum vorbei liefen wir zur nächsten Brücke, die Tuchkov-Brücke. Dort hatten wir dann auch bereits die Hälfte der Strecke geschafft – ich hatte dazu unter 30 min benötigt. Zum Glück war hier auch ein Getränkepunkt und es gab Wasser in Flaschen für uns Läufer.

Glücklicherweise verschwand die Sonne dann hinter ein paar Wolken – mir war mittlerweile auch schon richtig warm geworden. Die Strecke war wirklich wunderschön und ich bereute es immer, dass ich nicht wirklich Zeit für Fotos hatte.

Wir passierten den Sportpalast und liefen Richtung Kronwerk. Am Troitskaya Platz bogen die Marathonläufer nach links und wir nach rechts ab. Damit hatten wir dann auch schon Kilometer 8 erreicht.

St. Petersburg

Über die Troitskybrücke liefen wir wieder auf die Moskauer Seite und das Ziel war nicht mehr weit. Eine Zeit von unter einer Stunde war eigentlich drin und ich beschleunigte noch einmal etwas.

Kurz vor der Eremitage sprach mich ein russischer Mitläufer an: Cко́лько вре́мени? Er wollte die Zeit wissen, da ich gerade auf die Uhr geschaut hatte :-)

White Nights Marathon

Schließlich erreichten wir erneut die Eremitage und ich fragte mich wie weit das Ziel noch entfernt ist. Irgendwie hatte ich schon das Gefühl dass die Strecke wohl länger ist und ich damit nicht unter einer Stunde laufen würde. Und als wir nach rechts auf den Schlossplatz abbogen, bestätigte sich dies auch. Das Ziel war doch noch weiter entfernt wie gedacht und somit benötigte ich über eine Stunde. Bei 1:00:42 h kam ich über die fast 10,2 km ins Ziel. Damit belegte ich Platz 350 (von 942) Frauen.

White Nights Marathon

Im Ziel erhielt jeder Läufer eine schicke Medaille. Leider musste ich jedoch recht lange auf das Wasser warten – es gab eine längere Schlange, da sich jeder das Wasser selbst aus einem Wasserspender zapfen musste.

White Nights Marathon

Aber ansonsten war es ein schöner Lauf! Ich kann den White Nights Marathon in St. Petersburg wirklich empfehlen, denn die Strecke ist wunderschön und sollte eigentlich langsam genossen werden :-)

Nicht so toll ist natürlich die Tatsache, dass man für diesen Lauf extra ein Visum beantragen muss. Aber wer mag, kann ja einfach auch noch ein paar Tage dran hängen um die Weißen Nächte in St. Petersburg so richtig zu genießen. До cвидания!

Russland

 

 

 

Older Posts »

Kategorien

Folgen

Erhalte jeden neuen Beitrag in deinen Posteingang.

Schließe dich 104 Followern an